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gefühl und Lebensverlangen sich einen eigenen Ausdruck abyöllischer Verehrung zu ihm aufschauend, an allen Arschafft und in Sott feine Rithe findet. Zudem die Se beiten teilnehmend, in allen Nöten zu ihin haltend. Aber schichte als göttliche Erziehung des Menschengeschlechts er diese willenlose Ergebenheit, die sich ganz mit ihm gleich jcheint, genügt sie jeinem pädagogischen Drange. Indem jeßi, ihn in allen Fällen unbedingt Recht giebt, zeugt er seine Gedanken als göttliche Offenbarung verfündet, doch auch von der Unfreiheit und Unklarheit ihres Zuempfindet er in ihnen das Leben mit, das" feine Seele sammenlebens. Und wenn sie nach 16jähriger Ehe noch verlangt. Aber da sie sich in dieser religiösen Wendung flagen fann, wie sie ihm nicht genügen könne, so verrät beruhigen, geben sie ihre ursprüngliche Kraft und Rich auch das, wie oft fie einjam nebeneinander hin gegangen tung auf; sie erlahmen, che fie ihr eigentliches Ziel er: sind, wie manches in seinem Leben ihr fremd geblieben reicht haben. Wenn nun in der folgenden weimarer Zeit ist

, weil es seinem eigenen innersten Leben fremd war. (1776–1788) die religiöse Glut aus ihrer Ijolirung hinaustritt, allmälig die ganze Fülle der Geschichte und Natur in ihren Kreis zieht, für Herders Empfindung be Nur dürftige Andeutungen fonnte ich hier geben, feelt und ihr sein besonderes Gepräge aufdrücft, hat Der um den reichen Inhalt des Buches ahnen zu lassen; ich ders Geist seine Reife erreicht; die „Ideen zur Philosophie, will ja dem Leser die Lektüre' desselben nicht erseßen, der Geschichte der Menschheit“ sind die Vollendung und sondern ihn dazu anregen. Es gibt uns zunächst ein der Abschluß dieser Entwicklung. Sie zeigen alle Fähig neues Leben Herders; és lehrt uns diesen Geist, einen keiten Herders in vollster Entfaltung und harmonischem der reichsten und weitwirkendsten, die unsere Litteratur Zusammenwirken; aber auch sie verraten die Grundschwäche, aufzuweisen hat, in ganz anderer und tieferer Weise veran der sein ganzes Denken franft: scheinbar Philosophie, stehen, als wir es bisher konnten. Gewiß wäre das sind sie in Wahrheit nicht von den Forderungen der Verdienst genug. Aber es leistet damit zugleich ein unwissenschaftlichen Probleme beherrscht, sondern von den vergleidilich Höheres. Wie man überall an jedem Punkte Bedürfnissen des Herderschen Gemüts, das in ihnen fein der Erde, wo man in die Tiefe gräbt, sich ihrem MittelLeben aus sich herausgestellt als menschliches Leben em- punkte nähert, so wird man stets, wenn man in ein Stück pfinden will. Die italienische Reise (1788–1789) scheidet! Menschenleben eindringt, um seinen inneren Rern zu derdiesen Abschnitt von dem leßten,' der Zeit des Verfalls. stehen, in die Tiefe und das Zentrum des Lebens geDie alten Formen des Denkens bleiben, aber immer führt. Indem Rühnemann zeigt, wie in Herder bei all mehr schwindet aus ihnen das Leben, bis endlich nur dem mächtigen Lebensverlangen, bei all den ungeheuren die metaphysische Abstraktion zurückbleibt.

Leistungen doch kein ganzes und reines Leben sich bildete, Aber nicht in einsamer Abgeschlossenheit, nur in wie die innere Lebenskraft nicht stark genug war, um lebendigem Verkehr mit andern lebt der Mensch. Zumal sich rein durchzuseßen und in reinten Werfen auszuprägen, Herder ist zu all den großen Genien seiner Zeit in Be erwächst aus der historischen Forschung selbst das Ideal ziehung getreten; seine Geschichte ist unlöslich mit der reinen, freien Menschenlebens. Historisches Verständnis deutschen Litteratur- und Kultur-Geschichte verknüpft. und theoretische Einsicht bedingen und fördern sich gegenHamann und Kant waren die Lehrer seiner Jugend; auf ! seitig. Der ideale Herder erhelt die Schwächen des wirfŠoethes Entwicklung hat er an einem entscheidenden lichen, die Gründe seines Scheiterns. Andrerseits fann Punkte einen umschäßbaren Einfluß gehabt; in seiner nur die genaueste Erforschung des Einzelfalles zeigen, Reife stand er als würdiger Henolje nieben Goethe ind wie das ideale Leben verwirklicht werden kann. So wird Schiller; der Kampf gegen Kant und zugleich gegen unsre die Geschichte des Herderschen Lebens zu einer Unterklassische Dichtung hat seinen Lebensabend getrübt. Alle suchung der Aufgabe und der Bedingungen geistigen diese Männer treten hier vor uns, nicht im biographischen Lebens überhaupt. Deiail, aber in dem innern Kerne ihres Wejens auf Und noch mehr. Neben Herder tritt in der Geschichte gefaßt. Ihre Berührungen mit Herder sind zugleich eine das reine Leben in den großen Begründern unserer weitere Luelle für das Bersiändiiis seines Wesens, denn Kultur: Kant, Goethe, Schiller; der Rampf gegen diese auc) in ihren vermag er nicht zu reinem Leben durch wird ihm zum Gericht und zum Untergange. Jndem zudringen. Wie er sich selbst, sein eigenes Denken nicht Mühnemann hier das Leben als Leben aufzufassen lehrt, klar erkennt, jo gelingt es ihm auch seine Beziehungen zu indem er die Bedingungen reinen Lebens erforscht und den andern nicht zu überschauen; er beurteilt fie lediglich den idealen Herder zeichnet, wie er hätte sein müssen, um nach der Weise, wie sie gerade sein Gefühl affiziren. Er jich rein auszuleben und als würdiger Genosse neben sie spielt endlich in seinem Kampfe gegen die Klassiker mit zu treten, steüt er in dieser Arbeit selbst ein Stüc reines seinem abjtraften Moralisiren den Standpunkt des Durd - Leben dar, verwirklicht er in einen Punkte selbst diejen chnittsmenschen aus. „Das ermattende Leben, das die idealen Herder. Der Ausbau der reinen Kultur, den Welt bleiben will, gegen die schaffende Kraft, in der eine | jene großen Genien uns als Aufgabe hinterlassen haben, neue Welt erscheint, das ist der Gegensaß Herders ist seitdem der eigentliche Inhalt der Weltgeschichte: das gegen Schiller und Goethe." (S. 363.) So ist es nicht vorliegende Buch liefert dazu einen wertvollen Baustein. ein Gegensatz der Meinungen, der sich hier abspielt; es handelt sich um eine veridhiedene Stellung des Menschen zur Welt ind zum Leben selbst. Das vor dem Ziele er Dies Schauen des innern Rebens in den äußeren mattende Leben des genialen Fragnientisten wird über Werken und Beziehungen der Menschen ist sonst nur dem wunden durd) das reine, zu seiner eigentümlichen Form Süünstler gegeben; und ein Künstler steckt unverkennbar in durchgedrungene und in Taten rein dargestellte Leben ur dem tief eindringenden Forscher ebenso wie der unerbitt{prünglicher, schöpferischer Geister. In diesem Kampfe lich konsequente Denker. Vielleicht werden den meisten vollzieht sich die Genesis der deutschen, der modernen Lesern die Partien am besten gefallen, wo der Künstler Nultur.

das Wort hat und wir das Leben der Menschen, wie es Die innere Schwäche und Halbheit der Herderschen i sich in prägnanten Situationen offenbart, unmittelbar mit Persönlid)feit zeigt sich endlich auch in seinem wichtigsten Augen sehen. So die wunderbar stimmungsvolle Eins ind tiefsten Lebensverhältnisse, in seiner Ehe. Ueber leitung: Kant über der Lektüre voii Rousseaus „Emil" 30 Jahre haben die beiden (Saiten treu und einrächtig Zeit iind Stunde vergessend; Herder zu "Kants" Füßen miteinander gelebt; sie in imbedingter Hingabe und fast ! sißend, - so in zwei fonkreten Lebensaufnahmen die

geistige Konstellation des Jahres 1762 verförpert. Oder des Lebens sucht, darf die Mühe eignen Nachdenfens man lese die Schilderung des Zusammenseins mit Goethe nicht scheuen. Zuweilen indes scheint der Ausdruck selbst in der straßburger Krankenstube. Eine kleine Probe; ich Unklarheit und Misverständlichkeit zu veranlassen. So wähle sie nicht, weil sie besonders gut oder charakteristisch lesen wir S. 269: „Man bemerke, daß das Ideal der wäre, sondern lediglich wegen ihrer Mürze: Herder traf Freiheit, wie Kant es nimmt, die ganze Menschheit in in Straßburg den Vetter eines vertrauten rigaer Freundes, ihren gesamten Strebungen umfaßt. Wo irgend Menschen Pegelow, der medizinischen Studien oblag. Es war ein gekämpft und gearbeitet, wo irgend die Anlagen, die die dicer, behaglicher Rusie, abstrakten Erörterungen abge Natur ins Menschengeschlecht gelegt, zur Entfaltung geneigt. Er verfolgte seine Studien und lebte im übrigen strebt, da begann der Zustand sich herauszubilden, in dem vergnüglich und ruhig dahin. Er sorgte für Herder mit jeder einzelne voll entfaltet wäre in der Erfüllung seines Biedertreue, suchte ihm, als er Wohnung wechselte, ein naturgegebenen Berufs und in dem Ineinandergreifen der Quartier und leistete ihm, so oft er wollte, Gesellschaft. freien Individuen die Gesellschaft fich erhielte, die als Sogleich wird Herder von seiner Wut zu lehren und Verförperung der Sittlichkeit und Vernunft einem jeden einzuwirken ergriffen. Sie fißen abends beijammen. die freie Bewegung seines Berufes fichert. Daß es die Herder beginnt seinen Plnterricht. Er streicht das Buch ganze Menschheit mit seiner Forderung umfaßt, schon das glatt. Da, ein Blick in das Gesicht des Schülers, er erhebt das Rantische Ideal der Geschichte an innerer Ges ist so ganz gläubige Ehrfurcht und Erwartung, daß dankenreife über das Herdersche Ideal der Humanität, Herder loslacht. Sie lachen beide. Das Buch wird zu den in dem sanften Behagen jedes unfultivirten vegegeschlagen und der Abend mit Bischof und Kartenspiel tirenden Volks so gut Genüge geschah wie in dem großen beschlossen." (S. 90.) Sieht man nicht die Szene in Streben des Entdeckers und Erfinders, und das schließlich voller Leibhaftigkeit wie ein Augenzeuge vor sich? Das nur in sanften Stimmungsträumereien eines allgemeinen könnte gerade' jo gut in einem modernen Roman stehen. Zustandes der Moral, der Milde und Liebe zu einem

Aber folche Bilder bieten sich hier nicht als Selbst Ziel für die ganze Menschheit erweitert ward." Scheint zwed wie im Aunstwerke; sie liefern nur das Material hier nicht das Herdersche Ideal auch die ganze Menschheit für die wissenschaftliche Forschung; sie stehen nicht da zum und alles Menschenstreben zu umfassen? Der Unterschied genießenden Beschauen, sondern damit an ihnen die Ge- ist aber der, daß dem Rantischen nur in der Kulturarbeit, feße des Lebens entwickelt werden. Es ist wunderbar, nicht in dem vegetirenden Dasein der Wilden Genüge gewie für Kühnemann hier das scheinbar Ünbedeutendste schieht, daß ferner Herder sich nur an den einzelnen fruchtbar wird, wie er aus den kleinsten Zügen die ganze wendet, dagegen das Ideal der Freiheit nur von der gePersönlichkeit herauszulesen weiß. Leider" erlaubt der samten Menschheit verwirklicht werden kann, in einem Kaum mir nicht, hiervon Proben zu geben; der Leser wahrhaft freien Zusammenwirken aller. Läßt hier der findet sie auf Schritt und Tritt. Und ganz in demselben ganze Zusammenhang über den Sinn dieser Säße keinen Sinne werden die Schriften Herders ausgebeutet; keine Zweifel, so sind einige isolirte Bemerkungen manchmal Inhaltsangaben oder Charakteristiken, nur die für das schwerer zu verstehen. So werden die wenigsten einen Seelenleben Herders, für das Verständnis seiner geistigen flaren Begriff erhalten bei der Definition: „Sie war vuit Eigenart und Entwicklung entscheidenden Züge werden wahrem Ädel, denn adelig ist, wer in der Goheit eigener ihnen entnommen. Zweimal endlich sammeln sich die Persönlichkeit das Leben überwindet und reifer Mensch theoretischen Gedanken zu selbstständigen, vom Einzelfall den Menschen sich erschließen fann." (S. 125). Doch losgelösten Betrachtungen: in der nachträglich hinzuge- sind das nur wenige belanglose Einzelheiten. Wem es fügten Vorrede, die den Leser in das Thema des Briches, aber bei den Analysen der Werke um ein tieferes Eindas darin gestellte Problem einführen sol; sodann in dem dringen zu tun ist, der wird so wie so gut tun, nach den Abschnitt „Ruhepunkt. Die Biographie und das Leben“ angeführten andern Arbeiten des Verfassers zii greifen. hinter der Besprechung der Ideen“, wo hieraus der theo Auch sind dem Laien in den sehr dankenswerten Anretische Gewinn gezogen wird. Diese Besprechung bildet nierfungen reichlich Fingerzeige für weitere Studien genaturgemäß den Höhepunkt dieses Buches, wie die", Ideen geben, namentlich Ratichläge für die Herder-Leftüre. der Höhepunkt des Herderschen Schaffens sind. Diese Der Verfasser möchte, wie er in der Vorrede sagt, Teile des Buches sind es, in denen die gründlichste, fein Buch am liebsten in den Händen junger Münstler sehen, rastloseste Arbeit steckt; sie werfen für die wissenschaftliche denen és nach ihrır ganzen Anlage am ernstesten um das Erkenntnis den reichsten Ertrag ab. Sie sind in der Leben ist.“ Gewißwürðen diese aus dem Studiuin des Buches Hauptsache Zusammenfassungen dessen, was Sühnemann reichen Gewinn ziehen, vielleicht gerade sie am meisten, und bereits in feinen früheren Arbeiten über Herder festge- doch möchte man zweifeln, ob sich gerade unter ihnen stelt, namentlich in seiner Ausgabe der Ideen“ und viele finden werden, die, mitten im ungestümen Drange nach der „Briefe zu Beförderung der Humanität“ in Kürschners eignem Schaffen, Muße und Ausdauer haben, um sich so deutscher National -Litteratur und in seinem Buche liebevoll in das Studium fremden Geistesschaffenis zu „Herders Persönlichkeit in seiner Weltanschauung“ (Berlin versenken. Aber allen, denen eigenes fünstlerisches Gebei F. Dümmler, 1893). Doch hat die veränderte stalten versagt ist und denen doch Kunst und Litteratur Fassung des Themas, die Betrachtung im Zusammen- eine wichtige und heilige Angelegenheit, ein Lebenshange des gesamten Herderschen Lebens vielfach die Ein- bedürfnis ist, für die

' das Erbteil unserer klassischen Zeit sicht" vertieft und erweitert. Gegenüber diesen früheren nicht verloren, sondern eine lebendig strömende Quelle Behandlungen ist die Darstellung in vorliegendem Buche ästhetischen Genuffes und geistiger Nahrung ist, denen es ungemein zusammengedrängt; fo füllt die Besprechung überhaupt ernst ist um das Verständnis der tiefsten Lebensder Ideen dort 112 Seiten, wobei allerdings die Ge fragen, allen denen fei dies Buch noch einmal dringend spräche über Gott mitbehandelt sind und der Hauptteil ans Herz gelegt. Hoffentlich wird die musterhafte splendide auf den Abschnitt „Das Werk und der Mensch“ fält, hier Ausstattung auch das ihrige dazu beitragen, dem Buche einschließlich des „Ruhepunkts“ nur 31.

eine möglichst weite Verbreitung zu sichern. Diese Anappheit hat für den, dem diese Gedanken gänzlich neu und ungewohnt sind, ihre Schattenseiten. Mühelos ist die Lektüre dieser Partien überhaupt nicht; aber wer wirklichen Gewinn an Einsicht und Verständnis

Eine Kunstwoce in Berlin.

Wie es nun fam, daß diese Künstlerschaft im Moment

des ersten Wiedersehens enttäuschte?' Vielleicht, daß die Von

Erwartungen nach den Vorjahren auf das Áußerordents Friedrich Fuchs.

liche, das nun endlich fommen müßte, gespannt waren.

Denn streng genommen hatten die Elfer im ganzen bisher Allerhand hatte sich neuerdings begeben, das dem nur versprochen; so lange war man hingehalten worden Kunstfreunde Anlaß bot, doch einmal wieder freudig zu mit guten Vorgerichten. Vielleicht hoffte man jeßt ficher bewundern und zu hoffen. Besonders aber zu hoffen. die Hauptschüssel

, die ganz große Sensation, vorgeseßt zu Die Männer, welche diesmal die Geschäfte der kommen erhalten. Wir persönlich wenigstens war so zu Mute. den großen Ausstellung zu leiten berufen wurden, haben Als nun zur Eröffnungsstunde der dichte Schwarm mit weiterem Blick, feinerem Takt und praktischeren in den Oberlichisaal hinunterdrängte, blieb ich zögernd Verstand für das Unternehmen ihre Vorkehrungen und zurück und warf von der Schwelle des höhergelegenen Maßnahmen getroffen. Nicht nur, daß sie der Sezession Vorraumes einen spähenden Blick voll scheuer Spannung ihre alten Forderungen eigene Jury, eigene Såle hinab auf die hellen Wände, wo die vielen Bilder Platz erfüllten, erließen sie Einladungen an die beiden großen haben. ... Und ich sah wieder einmal nur winzige pariser Künstlerschaften. Was man kaum erwartet hatte, Rahmen, kleine Impressionen, Bildnisse, Einzelfiguren, mit Erfolg. Dié ,,Société nationale des Beaux-arts", feine große Leinwand, die ein unternehmenderer Geist zu welche ihren Salon mit dem Marsfelde hat, wird ihre einer gewaltigeren Aufgabe sich gespannt hätte. Im Jahre Bilder nach Berlin schicken. Dagegen hat die Genossen vorher hatte doch ein figurenreiches Wert, Klingers staschaft der Champs-Elysées mit tolegialer Verbindlichfeit titarisches Golgatha, dort imponirt und für die Gesamte bedauert, daß die Kürze der Zeit sie verhindere, schon heit repräsentirt. Heuer würde das eine dekorative Panneau auf einer diesjährigen Ausstellung in corpore würdig von garnicht so außergewöhnlichen Dimensionen, ein nur vertreten zu sein, daß es aber jedem ihrer Mitglieder matter Götterfunfe" der Freude Ludwigs von Hofmann, vorbehalten sei, sich für seine Person als Ausstečer zu all die Kleinheiten ringsumher noch weniger groß im beteiligen. Daran knüpfen sich nun für uns die großen Maßstabe erscheinen lassen, wenn man es nicht aus fluger Hoffnungen. Denn gerade im Marsfeldsalon sind die Vorsicht, und weil es ein Entwurf nur ist, im dunklen modernen Evolutionen lebendig, von denen das lang Vorzimmer bei Seite gestellt hätte. boykottirte Berlin bisher unberührt geblieben ist oder Als ich dann von der Höhe meiner Erwartungen und deren Errungenschaften und Offenbarungen erst entstellt die Stufen zum Saale hinuntergeschritten war, erlebte ich und auf Ilmwegen hierher gelangten, so daß sie nur 311 freilich noch föstlicher Dinge genug. Denn nun sah ich Misverständnissen unter Künstlern iind Publikum mich doch vor Klingers föniglicher Kassandra und entführten. Das soll nun anders werden, und die Künstler deckie die' zauberhaften Geheimnisse in Leistifows wunderwerden Anregung und Förderung, die Laien Aufklärung samen Waldbildern. Klinger und Leistikow müssen dies. erhalten. Und wenn die freundschaftlichen Beziehungen mal für die übrigen schadlos halten. des günstigen Augenblicks zu dauernden sich gestalten Hofmann, der sonst Unerschöpfliche, gönnte sich einige möchten, dann könnte mit der Zeit die berliner Lokalfunst Muße. Er hat aber darum nicht nachgelassen in seinem sich an der internationalen Konkurrenz streitbar beteiligen, können. Sein heuriger Frühling ist sogar als Schildes von der sie dank eigener Verblendung und fremden Mis rung bildmäßiger abgerundet, als mans sonst von ihm trauens bislang ausgeschlossen war. — Wir können doch gewohnt war.

gewohnt war. Die Lieblichkeit seiner sprießenden Fluren einmal wieder hoffen!

und die Anmut seiner jugendlichen Gestalten, die zu den Zit lachen gab es aber auch. Im Verein berliner Wiesenblumen fich bücken und nach den Blütenziveigen Künstler, wo Herr von Werner immer noch Einfluß hat, sich recen, hat sogar soviel Gefälliges, daß eine gewisse erklärt sich eine Rorona befugt, im schlechtesten Deutsch Aritif sich bereits dafür begeistern kann, und das ist und in tiefster Devotion eine Adresse 311 verfassen, welche eigentlich schon ein wenig schade. dein Kaiser für seine funftsinnigen Förderungen einiger Auch Sfarbina und Biebermann scheinen in einer Bildhauer den Dank der gesanten Künstlerschaft aus Phase des Ausruhens, der Sammlung sich zu befinden; drückt. Natürlich wies dieselbe Korona das deplacirte als ob sie sich mit den Augen gerade müde gesehen hätten, Anfinnen, mit einer Petition gegen das drohende Ilm nicht daß fie fich geistig erschöpft hätten. Denn auch in sturzgeseß zu protestiren, als nicht in den Rahmen ihren kleinsten Arbeiten spürt man den starken Geist, der Vereinsbestrebungen gehörig, zurüc. „Der Mensch die frische Kraft, das elastische Temperament. Die Ra : heit Würde ist in entre Hand gegeben ..."

dirungen Liebermanns bergen in ihrer Winzigkeit eine Zu sehen aber, zli genießen war ganz Besonderes, solche Größe und Wucht, aber auch eine solche Zartheit bei Schulte. Endlich gehört es in Berlin zuin guten Ton und Zärtlichkeit der Naturanschauung, die seit Rembrandt wenigstens auf diese eine Kunsthandling abonnirt zu sein. ihresgleichen nicht mehr gehabt hat. Das ist wieder die Es hat auch wirklich seine Annehmlichkeit, am falten verstellte, unverschnörfelte Handschrift einer urstarken Wintertag, wenn man die Linden entlang spazirt ist, in Männlichkeit. Wenn Sfarbina ein fünstlerisches Beden wolig durchwärmten, elegant behaglichen Bilder hagen empfindet, in die Grüfte einer Kirche hinabzusteigen salons mit den bequemen Sißgelegenheiten für ein Weil und dort vor den geöffneten Särgen die Mumien friede. chen aufzutauen und auszuruhen; und dann kann man rizianischer Offiziere in ihrer ganzen schauerlich grotesken immer ficher sein, Bekannte Sort zu grüßen. Es wird Romit auf das Malerische zu studiren, lo frappirt mich den Tag über nicht leer in diesen Ausstellungsräumen. das nicht als ein Widerspruch in dem Charakter des Natürlich muß auch wol etwas dort los sein, sonst würde Künstlers, der auch das pulsirende Leben der großstädtischen faum auf einmal der große Zulauf gekommen sein, wenn Straße im sonnigen Tageslichte temperamentvoll geschildert bei einem guten Teile das Hinzulaufen auch nur ziin hat. Von je huldigte er romantischen Liebhabereien, und guten Ton gehört. Leşthin war der Zudrang auf seiner romantisch sind doch auch diese Schildereien aus dem Höhe; denn das große Ereignis der Saison, dein man alten Berlin, die nächtlichen Straßen mit ihren huschenden mit Spannung entgegengesehen hatte, war fällig. das Er Schatten, die winfligen Höfe, die engen Gassen, der glatte scheinen der „XI“ auf der Bilderfläche. flinger, Lieber: Fluß, der an Speichern vorüber und unter Brüden hin mann, Hofmann, Sfarbina, Leistifow!

sich wälzt. Man wird von Skarbina nicht sagen können,

lo

daß er je häßlich gewesen ist, im Gegenteil macht seiue feit der Pharisäer, gegen die der Stifter der Lehre einen malerische Delikatesse jeden Stoff genießbar, und das ist, jo 'erbitterten und unermüdlichen Kampf führte. Aber meine ich, ein ganz beträchtliches Stück besten Künstlertums. was will man schließlich mehr? Armen- und Kranken

Den starf nachwirkenden Eindruck der diesjährigen pflege, Sklavenbefreiung und Arbeiterwolfahrt, AinderElferausstellung hinterlassen das Werk Klingers und die erziehung und Volkshygiene sind durch sie entwickelt und Shöpfungen Leistikoms Von dem Blick aus den er gefördert worden. gründenden Augen diejer bangenden Seherin fühlt man Anders die Russen. Selbst ihre europäisch gebildeten sich verfolgt, und die Farbenklänge dieser Waldsymphonien Aristofraten sind, falls sie gläubig und schwärmerisch verklingen nach

im Ohre Der universale Bildner und anlagt sind, noch immer mehr mittelalterlichen Vorstellung der Landschafter — mir kommt es nicht bei, sie zu vergleichen. von der Nazarenerlehre unterworfen. Der Russe sieht Aber beide sind sie Künstler, deren Erzeugnisse durch mehr das echte Christentum nicht in gemeinnüßigen Daten der als die vulgären Liebreize wirfen; Künstler, die mit Menschlichkeit

, sondern in der allgemeinen Milde und genialen Instinften die Urquellen des natürlich Schönen, Weichherzigkeit der Gesinnung, die auch dem betteluiden Starfen und Lieblichen finden und aufdecken. Klinger, Trunkenbold, dem zu Recht verurteilten Verbrecher einen der nicht ein professioneller Plastiferblos ist, hat mit warmen Unterschlupf unter dem großen Mäntel der jeinem Marmorgefüge das Problem der farbigen Körper-Mèächstenliebe gewährt. Dem Nebenmenschen verzeiht er lichkeit ästhetisch gelöst, vielleicht weiß ers zu noch höherer die Sünde, er selbst aber windet sich verzweiflungsvoll in Vollendung zu bringen. Was braucht uns das zu fümmern, ihren teuflischen Imstrickungen. Sein Christentum ist was flug sprechende Bildhauer mäfelit, solange sie selbst Reue, Selbstzerfleischung, es ist ihm, kurz gesagt, noch uns ein Werf schuldig bleiben, das wie jenes von immer ein Kampf gegen alles Ursprüngliche, Triebhafte solcher {prechender Eindringlichkeit und packender Natür der menschlichen Natur. Und die slawische Natur ist lichkeit in den edelsten Formen ist!

weid), nachgibig, sinnlich. Zu gleicher Zeit hat bei Gurlitt E. Doepler d. J. Die Russen haben an der Wende des Jahrhunderts zusammen mit zwei Erstlingen, einem Bildnismaler Friş noch einen großen Bußprediger hervorgebracht den Lange und einem Landschafter Arnold Steinmann-Bucher, Grafen Tolstoj

. Doch auch sie sind soweit Kinder unserer ausgestellt. Die reife männliche Rraft Doeplers, der Zeit, daß sie in diesem Bußprediger nicht gleichzeitig einen der populäre Repräsentant des berliner Kunstgewerbes Heiligen verehren. Selbst die Anhänger und Jünger des ist, zeigt sich dort in einer Fülle ornamentaler und figür- Grafen hört man bisweilen über die kleinen Schwächen licher Entwürfe, welche einen ergibigen Reichtum an und Irrtünier ihres Profeten leije spõtteln. formalem Gestaltungsvermögen offenbaren und eine er: Tolstojs Weltanschauung hat sich langsam aus seiner staunliche Fruchtbarkeit, wenn man bedenkt, daß diese Lebensflucht und seiner ekstatischen Seelenvertiefung ents Unzahl von Blättern binnen Jahresfrist entstanden sind. wickelt.' fi ,,Anna Karenina“ finden sich bereits Spuren Und daneben fand der Meister noch die Zeit zu malerischen davon, denn der Hahnrei Karenin vergilt das ihm von Studien, die er, niemals müßig, in den Tagen der Er- Wronski zugefügte lInrecht durch mildes Vergeben und holung anstellte: Stillleben und Landschaftliches aus Tirol Vergessen. In Krieg und Frieden“ zeigen fich bereits und von der Riviera. Diese Dinge unbefangen zu sehen die Grundzüge eines einheitlichen Gedankensystems. Dann ist aber sein Auge nicht imstande, es wird naturgemäß folgen die christlichen Bauerngeschichten, endlich die didatbeeinflußt durch die Gewohnheit, die Erscheinungsformen tischen ind sozialen Schrifteni. zu stilisiren. Das malerische Sehen kennt keine Konturen, Der Theoretifer Tolstoj war als riejengroße Wundernur Farben. In jenen Aquarellen aber sind die Farben erscheinung aus den Manuskripten des Einsiedlers von nur das Füllsel_zwischen den Umrissen der Gegenstände. Jasnaja Poljana emporgestiegen. Wie der Schattenint Darum wirken sie, je lebhafter, lauter sie dastehen, um so dem bekannten Andersenschen Märchen erhob er sich schließlich schroffer, härter, unvermittelter in ihren llebergängen. Doep- über seinen Herrn iind Meister, nötigte ihn, ihm Folge lers eigentlicher Künstlerschaft vermochte dieser Einwand nicht und Gehorsam zu leisten, machte ihn zu seinem willenden geringsten Abbruch zit tun. - Von den beiden Nachlosen Sklaven. barn ist auch noch keiner ein fertiger Maler; Lange, lInter dem Titel: ,,Graf Leo Tolstoi - Intimes weil er vor zu gründlichem Studiren der Malweisen aus seinem Leben“ hat eine Frau Anna Seuron ein anderer noch nicht zu einem persönlichen Stile, noch nicht interessantes Büchlein geschrieben, das von Eugen Zabel zur Erkenntnis seiner selbst gelangt ist; Steinmanni, weil mit einer Einleitung versehen und im Verlage von er als Anfänger in der Kunst aus dem Dilettantischen Siegfried Cronbach in Berlin herausgegeben worden noch nicht völlig heraus ist. Also bei dem einen ein ist. Dem kleinen Werk ist das Bildnis des düstern, Zuviel, bei dem andern ein Zuwenig an technischem rauhen, wirrbärtigen Denkers in der armseligen Tracht Können. In beiden aber steckt ein besonderes, ein frisches eines russischen Bauern beigegeben. In fesselnder und Wesen, das nicht zu verbilden ist und sich alsbald self- anschaulicher Weise erzählt uns das die Verfasserin, die ständig und frei entfaltet haben wird.

sechs Jahre als Lehrerin im Tolstojíchen Hause verbracht hat, wie der Graf sich mit den tyrannischen Ausgeburten seines eigenen Geistes abzufinden sucht.

Tolstoj ist auch darin aufrichtiger und folgerechter Christ, richiiger gesagt, Sektirer und Fanatiker, daß er unablässig bemüht ist, aus sich einen neuen, völlig andern Menschen zu machen. Er ist von Natur träge und un

geschickt und es kostet ihn Anstrengung, sich zu körperDie kleinen Mensdlichkeiten des Grafen Tolstoj. lichen Tätigkeiten aufzuraffen. Aus reiner GrundsäßlichVon

feit aber pflügt er, flickt er Schuhe, mauert er Defen. $berhard Kraus.

Aber es ist immerhin leichter, fich zu bestimmten Hand.

lungen zu zwingen, als von alten, eingewurzelten GeDie Engländer haben den Begriff des praktischen wohnheiten zu lassen. Der Graf will fich daš Rauchen Christentums ausgebildet

. Es liegt in ihrer Auffassung abgewöhnen und greift doch wie ein Schulfnabe heimlich freilich etwas von der Selbstgerechtigkeit und Werfheilig- | nach liegengebliebenen Zigarrenstummeln. Er wiú Veges

tarier werden, macht sich aber unter dem Schleier der vor seinem Gewissen. Sein Seelenleben! Wer kann sich Nacht heißhungrig über ein Roastbeaf her, das auf dem anmaßen, auch nur eine Idee davon zu haberi! Bu Speisetisch stehen geblieben ist. Diejenigen“, schreibt philosophiren, zu analysiren ist unmöglich, da wo ein Frau Sentron, „welche glauben, der Graf" sei ein Astet im Rätsel vorliegt oder eine Offenbarung! Bescheiden werden vollfommenen Sinne des Wortes, irren sich. Er hatte unsere Kinder einst das Buch öffuren, worauf sein Name und er hat Zeiten, wo er alles entbehren fann und sich steht und sagen:' ,Er war einer der Şelljehenden im bemüht, seinen Ruf der Welt und seinem Gewissen gegen Reiche der Geister – er war der Wahrheit nahe in seinem über zu rechtfertigen. Aber ein Heiliger fann nie aus Prrent!" einem Manne mit dem Körper und den Sinnen des Grafen werden!"

In allen Fällen, wo dic Anschauungen Tolstojs mit dem Willen seinter, wenn auch liebevollen und aufopfernden, so doch sehr energisdien und flardenfenden Gattin 311sammenprallen, zieht er den Kürzeren. Er verwirft befanntlich den Gelderwerb aus geistiger und künstlerischer Arbeit. Dagegen aber, daß seine Frau den buchhändlerischen Vertrieb seiner Schriften besorgt und damit die durch seine Miswirtschaft zerrütteten Familienfinanzen

Totenwacht. wieder ein wenig in die Höhe bringt, darf er nichts

Skizze von Sugo Serlach. vorbringen.

Tolstoj ist eben kein Praktiker. Sein geistiger Einfluß auf sein Lejepublikum ist ungleich größer, als der Die drei Diebe hatten in der vergangenen Nacht persönliche, den er u. a. auf seine bäuerliche Umgebung einen Einbruch versucht und waren dabei gestört worden. ausübt. Als er seinen Mushiks die Macht der Finsternis" Der lange Heinrich,“ der auf der Treppe Wache stand, vorlas, brachen sie in ein unbändiges Gelächter aus, weil hatte das Warnungssignal gegeben und war dann entsie glaubten, es handle sich um einen fostbaren ulit, etwa flohen, auch Hermann fonnte noch rechtzeitig über die im Stil der Moral von Buschens „May und Moris“. Treppe entweichen, aber für den dritten der Gesellen, der Frau Seuron schildert die linebenheiten und Un.

wegen seiner Verwegenheit den Verbrechernamen „Harl geradheiten seines Charakters ebenso rückhaltlos wie die der Mühne“ führte, war es schon zu spät, denn er befand Lichtseiten, wie sein edles, warmfühlendes Herz, seine rich in einem weitab gelegenen Zimmer. Um nicht geTeilnahme für fremde Sorge, fremdes Leid. Er ist faßt zu werden, wagte er es aus dem Fenster des jedenfalls im Stande, ebenso verächtliche Regungen, wie ersten Stocwerfes zu springen. Er fain anscheinend édle Empfindungen zu haben, gleich allen bedeutenden wolbehalten auf dem Straßenpflaster an, doch als er sich Charakteren. Nur tut es einem leid, wenn man auf eine erheben wollte, fühlte er furchtbare Schmerzen; nur mit faule Stelle stößt, denn seine Schriften lassen wenig gröster Anstrengung konnte er sich bis zur nächsten Schwächen zu, sobald sie das Gebiet der Betrachtungen Straßenede schleppen, wo seine beiden Freunde ihn erüber das Leben betreten. Aber es ist von großen Wert, warteten. Sie führten ihn nach seiner Behausung, aber den Schriftsteller aud) von dieser invorteilhaften Seite noch ehe sie sie erreichten, quoll' ihm schon Blut aus kennen zu lernen. Gerade durch lInvolkommenheit tritt Mund ind Nase. er der Menschheit näher. '

Es war etwa vier Uhr Morgens, als die drei in der Seine Fehler sind vor allem llnzuverlässigkeit, Zwei- elenden Mellerstube anfamén; beim Scheine eines Schwefel. deutigkeit , eine gewisse bäuerliche Hinterhältigkeit , durch | holzes wurde der Schwerverleşte auf sein Lager gebettet

, welche diejenigen, die mit ihm geschäftlich zu tun haben, das aus einem Strohsac, zwei Pferdedecken und einem häufig geschädigt werden, endlich eine leichte Hinneigung Lederpolster, aus dem Büschel von Seegras herausguďten, zum Romödiantentum. Im liebenswürdigsten und ers bestand. heiterndsten Licht erschienen diese kleinen Charakterzüge Dort lag er. Die beiden anderen zündeten indeffen des Grafen, als Déroulède auf Jasnaja Poljana erschien, die Lampe an – ein kleines trübseliges Ding ohne Gloce. um ihn für die Pläne der französischen Patriotenliga 311 Sie blieben bei dem Kranken und taten zu seiner Pflege, gewinnen. Drei Tage lang hielt der Graf den eifrigen was ihnen recht schien

was ihnen recht schien -- einen Arzt zu holen wagten Revanchehelden mit answeichenden Antworten hin. End- sie nicht. lich zog er ihn mit gröster Zuvorkommenheit und Herz In dem Raume befanden sich nur noch ein Tisch lichkeit in seinen Familien - Lesezirkel, um ihn dort und zwei Stühle, die sie an die Lagerstätte trugen, um eine feiner kleineren Refrutengeschichten vorzutragen, in davor Plaß zu nehmen. denen Militarismus und Krieg auf das schonungsloseste

Als es Tag wurde, bekamen jie Hunger und holten gegeißelt werden. Déroulede verstand und reiste noch åmrich Brot, Wurst und einen Krug Bier, dem im Laufe jelben Abend zur Eisenbahnstation ab.

des Tages noch mehrere folgten, denn es wurde Mittag „Sein Seelenleben!“ schließt die Verfasserin ihre Be- und Nachmittag und die beiden saßen immer noch trachtungen: „Pharisäer nenne ich euch, die ihr es wagen

am Tische vor dem Aranfenlager und tranfen und wolít, heuchlerisch die Menge glauben zu machen, daß rauchten. ihr wißt, wer Er war, wer "Er ist und wer Er sein wird. Der Verleşte stöhnte während der ganzen Zeit herzGefühlt muß man haben Tolstojs Schrei, imstande muß zerbrechend und wand fich vor Schmerzen. man sein, den Kern 311 erfassen, den momentan auf Ais der Abend fam, ward sein Stöhnen zum Wimtauchenden Titanen, der wie eine Erscheinung vorüber

miern, das allmälig schwächer und schwächer wurde. huscht, herauszufinden, und gleich daneben ihn als hilfsbedürftiges, wehklagendes Menschenfind jammern zu hören; dort als Riese fämpfend, hier als Erdenwurm sich frimmend, die Arne ausstredend nach dem Sonnengott, nach Atem „Du, Männe“, meinte Heinrich, der sich über das ringend jenseits der Sterne und dann wieder auf den Lager gebeugt hatte und eben das verdußte Gesicht seinem fuien fich die Brust wund schlagend, Vergebung erilehend | Genossen zuwandte, „er is tot.“

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