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Empfindung meint, in seine Untersuchungen hineinzuziehen, und ein dafür gültiges Fazit zu ziehen (aus den Operationen des logischen Rechnen's).

In diesem Falle (sofern innerlich verursacht) geht das Anstreben der completirenden Concordanz vom Gehör aus, während sonst, bei äusserem Imprimiren, vorwiegend vom Auge (des » Augenthier’s«). Immer handelt es sich um das Zusammenfliessen von zwei Sinnesenergien, in Doppelung, so dass damit die Zahlenreihe in Fluss gekommen ist (zum Weiterschaffen). Eine ultimate Anheftung an materielle Unterlage (in Gehirnsubstanz) verbleibt auch hier, aber eine derartig secundär und tertiär schon abgeschwächte, dass das Volleben auf noëtischer Sphäre mehrweniger unabhängig von der psycho-physischen Schichtung im somatischen Körpergerüst erachtet werden kann (zu fast unabhängiger Loslösung befähigt). Im Durcheinanderwirken der auf dem Substrat der Gesellschaftswesenheit eingesäeten Keime (mit potentiellen Schwängerungen schwellend) setzt [aus innerlichem Wachsthumstrieb oder (s. A. Lange) »geheimem Bautrieb«] ein organisches Sprossen ein (in den Denkschöpfungen); und auch hier bat nun das Regulativ einer Willensrichtung einzugreifen, welche derjenigen, die der (begehrend) animalischen Organisation (instinctivartig) immanent einwohnt, abgelernt ist (so zu sagen). Je mehr es also gelingt, diese mit den Primordalitäten (oder Urprincipien) des Daseienden verknüpfte Thätigkeit (oder Befähiguvg) in eigene Hand (und Macht) zu nehmen, willkürlich (möglichst) mit ihr zu schalten, desto mehr tritt die zu solcher Machtvollkommenheit gestärkte Existenz in der ihr eignenden Individualität) aus dem tellurischen Dunstkreis (des Mikrokosmos) auf makrokosmische Jenseitigkeiten hinüber'), im Einklang mit dortigem Walten (unter den Harmonien kosmischer Gesetzlichkeiten).

Was bei den auf zoopolitische Sphäre projicirten Vorstellungen in »lautlich umkleideten Anschauungsbildern«) zum Ausdruck gelangt, ist der in ihnen (aus psycho-physischem Stamm) nachzitternden Entfaltung potentiell geschwängerter Keimungen entsprungen, wobei jedoch der [insofern (neuartig) ansetzende] Wachsthumsprozess (bei den noëtisch veränderten Bedingungsverhältnissen) auf eine verschieden geprägte Scala sich transponirt findet, unter andern Vorgängen also zu verlaufen hat; schon weil bei seinen Wandlungen weniger durch die geographisch umgebende Atmosphäre beein

) Die (Wissens-)Früchte gelangen zu selbständiger Ablösung, wie bei der Pflanze; wo sie indess mit (vervielfältigter) Reproduction zum Anfang zurückkehren (im xúxhos yevégsws), wogegen sie auf trans-mundanen Regionen dortigen Zwecken zu dienen hätten, wenn nicht in metaphysischer Transcendenz gegen die naturgemässen Denkgesetze sündigend (und somit ungeniessbar). Was Menschen säen, werden Götter ernten (s. Tiedge), wie was vegetabilisch reift zu animalischer Ernährung dient (einer physischen sowohl, wie dem Psychischen). Die am Soma zehrenden Deva verspeissen den Menschen mit Haut und Haar (an der Linga sarira (seines Seelenleibes) wenigstens), und die Atua hatten dann das Ueberschüssige wieder auszuleeren, in den Neugeburten (als Götterkoth“).

flusst, als durch die socio-historische (mit deren Folgewirkungen). Der vegetativ biologische Wachsthumstrieb tendirt zu seiner Reifeentfaltung, die indes (auf animalischem (oder des > Animal rationale«) Bereich) nicht im sexuellen Pol gipfelt, sondern im cerebral entgegengestellten, durch Assimilisation der dort (kosmisch oder) physikalisch, ohne das Medium stofflicher Vermittlung (zwar nicht, aber bei minimalster Reaction desselben), frei einfallenden Kräfte; um über den tellurischen Dunstkreis hinaus, auf jenseitige Ausblicke bingerichtet zu werden, nachdem in humanistischer Existenzform die Fortentwicklung auf höherem Stufengrad (eines » dritten Aeon«) ihren Ausgang (und Anfang) genommen hat, mit dem dort (in Vorstellungsassociationen) anhebenden Frage- und Antwortspiel (aus dem Causalitätsprincip des Denkens).

Die Fragen) sind zunächst an die Componenten des Gesellschaftskreises gerichtet, wo sie miteinander in Unterhaltungʻ) gerathen, um (aus immanenten (Organisations- oder) Wachsthumsgesetzen] über das gemeinsam Zusagende sich abzugleichen, je nachdem die Empfindungsregungen hervorquellen aus naturnothwendigen Voranlagen (zoopolitisch) socialer Existenz (nach Ausdrucksweise der, ihre Gesundheitsfähigkeit des sittjich) geziemenden Lebens erhaltenden, Moralgebote).

Wenn in der (auf primärem Niveau) einheitlich verschwimmenden Horde, aus den (in den Individualitäten verschiedentlich graduirten) Idiosynkrasien Verschiebungen eintreten, dann besinnt, je höher begabt das Individuum, desto mehr es sich auf die ihm eigenmächtig einwohnende Kraft, um aus den gleichgestrichenen Verwebungen mit den Stammesgenossen ein Ichgefühl“) herauszuschälen und abzugleichen, das fortab nun um

1) Alles Anstrengen des Nachdenkens oder Nachsinnens ist ein Aufmerken, d. h. ein „Horchen“ (b. Baader), ein „Fragen“ und den (oder das) Gefragte Vernehmen oder Redenlassen (s. Baumann); um was der Logos kündet zu verstehen aus dem Wort", am Anfang).

?) „Die unendliche Mannigfaltigkeit von Wollungen, deren Gesammtheit den Inhalt meines wirklichen Ich’s bedeutet, weisst überall auf fremde Wollungen hin, die ich anerkenne oder bestreite, nachahme oder überwinde, “ (s. Münsterberg), um die zusagend befriegende Lebensansicht festzustellen (den eigenen Ziffernwerth sich herauszurechnen).

8) Aus der Vollkommenheit, als ethischem Begriff, begründet sich die sittliche oder (6. Fichte) „moralische Weltordnung“ (im Dharma, auf dem Buddhagama).

4) Aus innerem Sinne (einer xoen aloinois) bei der „Synthesis der Apperception" (8. Kant) reflectirt sich ó čow av/pw Tos (b. Aristoteles) im eigenen Selbst [des (Selbst-) Bewusstseins), und solch reines Ich“ (b. Fichte) bildet den Ausgangspunkt philosophischer Betrachtung; hat zunächst jedoch, auf dem Standpunkt objectiv vergleichender Umschau, den Verlauf der Entwicklungsphasen überblickend (nach genetischer Methode), zur Erkenntniss eigener Wesenheit zu gelangen des Seins aus dem Werden (je weiter die durchwaltenden Gesetzlichkeiten dem Verständniss sich klären). Auf die , dégradation progressive de l'organisation des animaux“ folgt (b. Lamarck) die (composition croissante“ oder) „gradation", in Ascendenz (statt Descendenz) auf dem soos dvwxátw uín (b. Herakl.), für die Induction in Controlle mit der Deduction).

so nachdrücklicher sich stärkt, je entschiedener im Lebensziel ausverfolgt, (als leitender Pol).

Diese auf sprachlicher Gesellschaftsschichtung entkeimende Ichheit wirft ihre Schattenspiegelungen hinab in die aisthetisch (b. Leibniz) »verworrenen Vorstellungen« [einer >repräsentatio- oder (s. Baumgarten) cognitio-confusa«), wie mit den Empfindungen eines Persönlichkeitsgefühls die somatische Organisation durchwogend; aus der sie nachzittern dorten nun, wo andrerseits im (Selbst-) Bewusstsein »die einfache Vorstellung des Ich« (b. Kant) ihre Klärung anstrebt, als ouvaloinois dutñs (s. Plotin's), ÉSTI Ý vóroes vorgews vóros (b. Aristoteles): das Denken, das sich selber denkt, in eigenem Leben lebenslang, — innerhalb des im Gesammtleben durch waltenden, ein innerlich geschlossen Seiendes für sich (im All des Daseienden).

>Was im Menschen denkt, das ist garnicht er, sondern seine sociale Gemeinschaft, die Quelle seines Denkens liegt garnicht in ihm, sondern in dem socialen Medium, in dem er lebt, in der socialen Sphäre, in der er athmet, und er kann nicht anders denken, als so, wie es aus dem in seinem Kern sich konzentrirenden Einflüssen des ihn umgebenden socialen Mediums sich ergibt« (s. Gumplowicz). Als Gesellschaftswesen wächst der Einzelne in die ihn gesellschaftlich umgebende Atmosphäre des zugehörigen Gesellschaftskreises hinein, um daraus seine Ernährung zu entnehmen; die jetzt indess, unter organischen Umwandlungsprocessen, 1) ihre selbständige Verarbeitung erhält, durch den aus paturnothwendig gesetzlichen Voranlagen hervorsprossenden Wachsthumstrieb (der zu seiner Reife sich zu entfalten hat). Innerhalb socialer Umkleidung hat, für die spielende Rolle (als » Persona«), die Persönlichkeit den ihr zukommenden Ziffern werth festzustellen, wenn so gewillt oder sonst mag sie es bleiben lassen (>de gustibus non est disputandum«).

Wenn die Individualität in ihrer kennzeichnenden Eigenart zum Durchbruch kommt, wenn dem Genius (oder Genie, unter den > Rittern vom Geist«) sein drógnuova toù Jeoù sich entzündet, mit idealen Schöpfungen hervorleuchtend, dann gebührt?) ein »Heroencult« (s. Carlyle), dem solcher geschuldet wird (zum Dank für gespendete Genüsse).

") „Es mag die Pflanze sprossen, blühen oder Früchte tragen, so sind es doch immer nur dieselbigen Organe, welche in vielfältigen Bestimmungen und unter oft veränderten Gestalten die Vorschrift der Natur erfüllen“ (s. Göthe), und so in humanistischer Existenzform, mit der Tendenz zur Ab- (oder Er-)lösung, wie heranreifend auf geistigen Regionen).

2) dem Künstler und Dichter (der des ihm gnädigen „Zeus“ Einladung, in seinem Himmel mit ihm zu leben) acceptirt hat], sowohl, wie dem Staatsmann gleich Theseus (s. Burckhardt), dem „seine Polis ein Eins und ein Zusammenhängendes“ (b. Plutarch) zur Einbehausung des zoopolitischen Gemeinmanns; der nicht auf Erden schon nach einer „Civitas Dei“ hinweggeworben sein darf (ehe hiesiger Pflicht genügt ist).

Das den Organismus in seiner Individualisirang zusammenhaltende (umfassende und durchdringende) Band kommt (unter den Animalien im biologischen Reich) zu seelischer Empfindung mit dem Leben (einer »vis vivendi«) im leiblebendigen Leibe, der, wenn leblos (bei Verlassen des Lebens), dasselbe bleibt, gleich der Uhr (wenn ausgetickt); daneben jedoch dem Zerfall verfällt (weil die Functionen, die ihn verlassen, zugleich seine innerlich erhaltenden gewesen).

Die (Feder-) Kraft der Uhr ist fort, obwohl (als solche Kraft) unverändert, wie bevor; und so, gleich des Lebens Kraft, jede physikalische Kraft, wenn der aus (chemisch) elektrolytischen Affinitäten ankristallisirte Stoff wieder auseinanderfällt, wogegen der biologischen Entwicklung ihre (einheitlich sie stetigende) Zielrichtung (tò ou žvexa) gesteckt ist; zeiträumlich im Tellurischen, und darüber hinaus (wo kosmische Gesetzlichkeiten in Mitfrage kommen).

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Für Seele von (goth.) saivala (wogende, futhende Kraft) steht das Neutrum ahd. ferah (s. Grimm), in fairhvus [Manoseth (oder Manushuloka) einschliessend], »der Inbegriff alles Lebenden«, als Welt (aus vita und Bios), bei Rückkehr zu » Uthlanga« (dem » Lebensquell« einer fons vitae) oder zur Heimath Kla's, allen (lebenden) Naturgegenständen einwohnend (und dem Menschen ') als Seele (im Pneuma); mit Specificität der Hambaruan (unter den Liau, in Liau-Lewu).

Bei sobezüglich etymologischer Deutung würde eine Parallelisirung von Seelenlehre und Psychologie – die Lehre von der [als Leipya (im Traum) flatternden] Psyche oder » Anima«, vermählbar mit ihrem » Animus« (üvejos) gleich (slav.) Duchh (oder Hauch), als Ruach (und Nephesch) mit den

1) „Die Plastidul-Seele unterscheidet sich von der anorganischen Molekul-Seele durch den Besitz des Gedächtnisses“ (s. Häckel); „indem die kleinsten Massentheile als Kraftcentren eine Seele besitzen, ist jedes Atom mit Empfindung und Bewegung begabt“ (1879). Da heimeln die aus der Kinderstube der Wildlinge in ihre „beseelte Natur“ hinausgehüpften Seelchen doch traulicher an, als solche, im transformistischen Laboratorium, zu Wort- (und Hirn-) verrenkungen herausgedrechselten Krüppelgeschöpfe (oder Seelenkrüppel), die, ehe sie zu Jahren des Verständnisses gekommen, den Sinn ihrer Deutung in sich schon hineingefressen (und verleiblicht) haben; im Leichengespüc (mit äffischen Grimassen parrend). Wo in seelischer Empfindung von einer Seele gere let wird, kann (und darf) sie protestiren gegen Profanirung der ihr zustehenden Titulatur (wenn von „Jan und Allermann“ beansprucht). Der (wie Con im Süden) in indianischen Kosmogonien (des Nordens) umgehende „Great-Transformer“ vermag Mancherlei mehr (in seinen menschthierischen und thiermenschlichen Wandlungen), als der in seinem Wissen (weislich) sich beschränkende Naturforscher (der Gebrechlichkeit eines weichlich cerebralen Werkgeräth's sich bewasst; nachgiebig plastisch, als (Plato's) Ekmageion (gleich der Plasmode) bei jedem krausen Einfall]. Um noch unbekannte Vorgänge deutlicher zu klären, entnimmt die Sprache ihre Metaphern aus anschaulicher bekannten, aber wenn umgekehrt verfahrend, werden auch die letzteren wieder verdunkelt (im verworrenen Chaos beiderseitigen Durcheinanders).

von Boethius vorgewarnten Gefahren bedrohen, wenn (bei Übersetzung aus heiligen Sprachen), ohne vorherige Definition von Wille oder Natur, in monotheletischen und monophysitischen Häresien ') gestritten wurde (statt gegen den vordringenden Islam); unter Maskirung der mpóowna als Personen, die elementarsten Grundregeln des Einmaleins missachtend (in symbolischer Arithmetik). Gespürt wird das (ausserhalb des Raums, in der Zeit lebende) Seelische — mit Schnelligkeit des »Gedankens« (s. Neuwied) die des » Auges« oder » Vogels« übertreffend in indianischer Botensendung) dann erst (von den Nachgebliebenen), wenn der normale Naturgang (durch frühzeitiges Abschneiden des von den Parzen (zur Anknüpfung an Werpeja's Stern) gesponnenen Fadens, in den > Aoroi«] gewaltsam abgerissen (und unterbrochen) ist, wenn »sein Seel muss im Gras umherhupfen« (s. H. Sachs) oder unstät schweifen gleich der auf Bessessung erpichten »Sisa« (Guinea's); die indess, mittelst des Leichenceremonials, zum Fortwandern“) im » Eidolon« (des Erinnerungsbildes) weggesendet (oder gescheucht) sein mag (um aus des Lethe Strom Vergessenheit zu trinken) wenn nicht (weil unter Biaiothanatoi) als (beduinischer) »Klagevogel« die Blutrache abzuwarten gezwungen: das vergossene Blut zu rächen (und rechten), zum Ersatz (der verlustig gegangener Tropfen des Herzbluts; in dessen Pulsen die (caraibische) Seele klopft]. Die Traumseele mag dem (träumerisch) krankhaft Bedrückten im Wachzustande schon.entfahren [ein Löchlein offen lassend für den Einschlupf der (gleich Preta, hungernden) » Abiku«), und wenn in der (nigritisch) vierfachen Seele (neben dieser Sisa und jener Kla) noch die Scbattenseele [aus dem auch für Haare, Nägel, Kleidungsstücke, Speisen, Auswurf etc. (magisch) gültigen Rapport] unterschieden wird, sowie, im Waldthier — (am Calabar), statt (des Dualla) sympathetischer Verknüpfung mit seinem Baume – die »Busch-soul» (s. Kingsley), so handelt es sich hier um den überall (der zoopolitischen Geselligkeit gemäss) zum Zwiegespräch gesuchten Doppelgänger (>le double« oder Ka) eines »Spiritus familiarise im Balian-rua (der Dajak) oder » Deus tutelaris« (des Totem oder Kobong). Und wenn dieser, nach des Dichters Geheiss («Nehmt die Gottheit auf in Eurem

1) Neben den Julianisten (Aphthartodoketen oder Unverweslichkeitslehrer) spalteten sich (aus den Monophysiten) die Severianer oder Phthartolatren (Corruptiocolae oder Verweslichkeitslehrer) ab (und aus diesen die Agnoëten).

2) zum Schattenland des Hades (oder Ko-to-men); und the „Ghost-man“ (Iwan) oder Okan (Herz) wandert nach unterweltlicher Ipo-oka („the land of the dead“), während (auf Nyas) das Moko-Moko (aus dem Herzen) praktisch verwerthet wird (für Einfügung in das Abnenbild). „La mort est le soir d'un beau jour“ (s. Cabanis), wenn „in Frieden“ hinscheidend (ohne pessimistische Verbitterung des Lebens). Wenn die Spitzbuben (oder Schurken) die Annehmlichkeiten eines tugendhaften Lebens zu begreifen vermöchten, würden sie aus Spitzbüberei [oder (reiner) Schurkerei] als ehrliche Menschen leben (s. Franklin); da sie als verschwindende Minorität vor überwältigend gewaltiger Majorität zu erliegen haben, kraft des Stärkerenrechts (nach Adam Riese's „logischem Rechnen“schon).

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