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Eine Anzahl münchener Sezeifionisten, welche nicht Korpsgeist von vielen vernommen zu werden. Es find Perlen unter diesen genug befaßen, um einen Widerspruch gegen ihren empfindlichen

Woljichen Liedern, die neben dem besten, was deutsche Musiklyrik hers Eigenwillen zu verwinden, erklärte ihren Austritt aus dem kaum

vorgebracht, fünftig nicht ungenannt bleiben werden. Nodnagel war gestifteten Verbande und taten sich als die Sezession der Sezession vergaß, ein vorzüglicher Interpret, der überzeugte, weil er überzeugt

durch seinen Vortrag, über dem man die mäßige Kraft seiner Lungen zu einer „Münchener Freien Vereinigung“ zusammın. Als war. Er wird die Vorwärtsstrebenden auf seiner Seite haven, jo erstes Lebenszeichen gab die junge Kreatur natürlich eine Separat oft er verwante Wege gehen wird. Ausstellung von sich; in Verlin bei Gurlitt und nicht in München; vielleicht deshalb, weil man die nicht neuen Bilder dort bereits zu gründ Zwei Novellengestalten gleich muten Lillian uud Georg Henschel lich kannte. Taktisch war auch das nicht; denn hier ist man ießt jo

den Hörer an, wenn sie an Flügel erscheinen, der Mann begleitet,

und sie gemeinsam Lieder von alten Meistern singen. Die Frau :hat gut versorgt gewesen, daß man sich nicht mehr beliebiges bieten zu eine der lieblidisten Stimmen, cine Stimme, die nicht hinreißt und lassen und besonders danfbar dafür zu quittiren braucht. Wenn jidh verblüfft, die aber namenlos sympathisch ist; und ihre Gesangskunst die Abtrünnigen der Sympathien in ihrer Sadie versichern wollten, ist von der reifen und sicheren Art. Der Mann singt Löwesche Balladen; dann hätten sie schon besser getan zu warten, bis ein jeder sein guies

mit wenig Stimme und prachtvoller Abstufunge kunst, und sie stehen

ihm besser als seine Sompositionen, die feinen eigenen Stil gefunden Teil zu einer repräsentativen Ausstellung beitragen fonnte. So aber haben, wenn sie auh ganz anziehende Akfordverbindungen zeigen. sind von zehn nur vier Stämpen gerüstet erschienen. Otto Eckmanns Das beste der beiden ist immer der gemeinsame Liedervortrag, und Bilder nehmen, obwol sie nur tleinen Ilmfangs sind, eine ganze

so war es audh diesmal in der Singakademie. Es geht ein Haudi Band ein; meist sind es Bastelzeichnungen, jdematisch deforativ und

von Poesie von diesem Paar aus. Mit halbgeschlossenen Augen sißt

man da und denkt an E. T. A. Hoffmannsde Sphären .. ornamental in der Farbe und den Linien. Durd) anmutige Frauen

A. R. erscheinungen ist die Natur im Gewande der verschiedenen Jahreszeiten symbolisict. Die Komposition ist in der Art Ludwig Richters Wir veröffentlichen folgende Zuschrift: und Hans Thomas stilisirt, und nun wirkt dasselbe bei dem Nadi In Nr. 17 des „Magazin“ wiederholt Herr Dr. R. Loewenfeld ahmer raffinirt, was bei jenen findlich naiv war. An einigen hat

den Vorwurf, daß ich und meine Verleger, als Herausgeber der

Vroschüre „Das Reich Gottes in uns. I. Šine russische sogar Jan Toorop teil, der schleierhaite Malaye. Mit ganz anderer

Refruten aus hebung. Das Nichttun.“ das Publikum täuschen Berechtigung stilisirt Th. Th. Heine cinzelne seiner Vilder; er will ja wollten. Schon damals, als dieser Vorwurf im „W. T." erschien, darin nicht ernst genommen sein. sondern Heiterkeit erweđen, indem hatte ich die Absicht darauf zu antworten; da aber meine Verleger er seine gemalten Vorbilder in ihren eigentümlidien Schwädjen per

eine Erwiderung für inopportun hielten, jo begnügte ich mich damit,

den Tageblatt-Artifel dem Grafen Leo Tolstoj zu senden und ihn zu fiflirt. So sind es gemalte Satiren, die jedoch wiederum als crujt

ersuchen, sich darüber zu äußern. Die Antwort bestand in der be: hafte Kunstwerke gelten können. Ein Mensd) init joldhem Edarjblic fannten, überall veröffentliditen Notiz des Grafen, welche Herr Dr. fur die Merkwürdigkeiten eines Vildes jicht aud) die Natur mit Loewenfeld nun benußt, teils um sich zu rechifertigen, teils um mich: hellen Augen, sodaß seine Landschaften außerordentlid) getreute

und meine Verleger aufs Neue zu bezichtigen. Hätte Herr. Dr.

Loewenfeld den Titel unsrer Broschüre vollständig ziiirt, so würden Schilderungen sind. Man erinnere siddes Vildes „Der Angler“,

seine Lejer sofort erkannt haben, daß von riner Täuschung des Publis wie da die Bewegung des strudelnden Wassers beobachtet war. Ein fums feine Rede sein konnte. Ich sehe mich daher zu der Erklärung anderes Problem hat sich Hans Olde gestellt, das von der Bewe veranlaßt, daß Herr Dr. Loewenfeld eine Behauptung aufstellte, die

falsd) war und daß er mich und meine Verleger grundlos beleidigt gung des Lichtes. Hier hat er es auf drei Bildchen abermals gelöst.

hat. jd begnüge mich, dieje Tatsache hier zu konstatiren und übers Das ist der zitternde Sonnenschein über dem Gurten voll pralender lajic es den Lesern, die Handlungsweise des Dr. Loewenfeld gebührend Sonnenblumen, und das ist der flimmernde Sternenhimmel, zu dem zu charatterijiren. der feuchte Erddunst aufsteigt. Mit Zärtlichkeit und Delitatejie ijt

Haben Sie die Gefälligkeit, sehr geehrter Herr Redakteur, diese der Raum geschildert, durch dessen baumbeschattete Fenster grüngoldiges

Erwiderung auf den Angriff des Dr. Loewenfeld im „Magazin“ zu veröffentlidien.

Sochachtungsvoll ergebenst Dänimierlicht hercinsirömt, das mit einem heiligen Scheine die (Gruppe

M. Dendel. der Mutter und ihres an der Brust liegenden Kindes verflärt. Man braucht nicht erst dieses intime Seunstwerk betraditet zu haben, um

Freie Litterarische Hereinigung zu Stettin. daneben die Arbeiten von Louis Corinth) als brutale Strajtleijtungen zu empfinden. Es ist eine frappante Naturwahrheit in diesen Dar

Am 2. Mai hielt unsere Vereinigung ihren vierten und vor der

Sommerpause lekten öffentlichen Vortragsabend ab. Der Besuch: stellungen; aber das luts dod nicht allein. Das Bildnis jeines

desselben war nur ein schwacher, woran jowol der Tag wie auch die Bater: dagegen macht deshalb eine natürliche Ausnahme, weil es ungenügende Art der Kartenausgabe Schuld trug. Den Abend init der Kietät genialt ist, womit er an andere Modelle nicht heran eröffnete Herr Ohl mit einem Aufsatz über „Ķenrik Ibsens Frauenzutreten pflegt, sonst würde er seinen Freund Leistitow auf dem Ab

gestalten“. Der Vortragende gab in seiner Arbeit ein klares Bild

von der Stellung des großen Norwegers zu den Frauen und zur bilde nicht gar jo grob geschunden haben. – Die Bilder der Schlittgen,

modernen Ehe. Namentlich schart hob er den Gegensaß hervor Strathmann und Trübner sind hier bereits in den Besprechungen zwischen der Ehe, wie sie heute infolge der verkehrten Erziehung der der mündener Sezejjionisten - Ausstellung vom vorigen Jahre ges Mädchen unserer höheren Stände und unserer sozialen Zustände würdigt worden; sie brachten nichts neues.

F. F.

mit ihrer ungleichen Besißverteilung ist, und der idealen Auffassung Ibsens, welcher in der Ehe die Vereinigung von Mann

und Weib zur höchsten Vollkommenheit, zum Dienschen, sieht. Musikalische Chronik.

Auch der scharfe Gegensatz Ibsens zu den sozialen Verhältnissen

unserer Zeit fand jeine Würdigung. An den Vortrag schloß fich „§ ochzeitmorgen“ ist ein Einafter, der am 23. April im berliner cine ausgiebige Diskussion, namentlich über „Nora oder ein PuppenOpernhause gespielt wurde und von Moscagni, Siarl v. Sasfel und Heim“, in der Mitglieder und Gäste wie auch der Vortragende ihre Franz Koppel. Eufeld herrührt; doch sind nur die beiden leßten auf

Insichten austauschten. Nach Beendigung dieser Debatte irug. Herr

Röjel aus den Ersilingswerke eines jungen Dichters, Friedrid) dem Zettel genannt. Der Gegenstand der Sandlung ist Gefangen

Doffmann in Berlin ein Gedicht in der Arena“ vor, das beis: nahme und Befreiung eines Anarchistenführers, welcher die Vraut fällig aufgenommen wurde. Sodann erhielt Herr Dünichen das des Versaglierikapitäns tötet, weil sie ihm einst angehört hat. Das Wort zu einem Vortrage über Rafaels Bild ',,Die Kreuzabnah me“. Ganze ist namenlos kindisch und ungeschidt angelegt und ausgeführt.

Die Âusfuhrungen des Redners wurden durch einen Stich des

Bildes erläutert. Eine Diskussion fand nicht statt. Zum Schluffe Die Musik ist ein völlig bedeutungsloses Gemisch von gebrauchten

ergriff nunmehr der øerr Vorsigende das Wort zu einer Empfehlung Melodiephrasen in italienischer Garnirung, der Orchesterpart von der Freien litterarischen Vereinigung". - Jafann nicht umhin, beschämender Dünne. Es ist erstaunlich, daß sich das berliner das Arrangement wie die Leitung des Abends als ganz ungenügend

zu bezeichnen. Jetzt zur Sommerpause, als Sdilußafford der TätigOpernhaus hergibt, fo impotente Produkte verbreiten zu helfen,

keit, mußte das äußerste aufgeboten werden, um einen recht guten

Abschluß in der Erinnerung des Publikums zu erhalten. Hoffentlich Der zweite Hugo Wolf-Abend, weldien Ernst Otto Nodnagel wird aus diesen gutgemeinten Worten die entsprechende Lehre geveranstaltete, zeigte von neuem, daß hier ein großes musikalisajes zogen – zum Wole der Vereinigung. Berdienst eine viel zu geringe Beachtung gefunden hat. Ich zählte etwas über sechzig Hörer ... Und doch war das Gebotene wert, Wegen Raummangels muß die Litteraturtafel ausfallen.

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von

1832 begründet
herausgegeben von Otto Neumann - Hofer.

Union

Deutsche Verlags-Gesellschaft Josepb Lehmann. Redaktion: Berlin: Gharlottenburg II, Garmerstraße 10.

Berlin u. Stuttgart. Espedition: Berlin SW'., Sriedrichstraße 207. Erfdeint jeden Sonnabend. — Preis 4 Mart vierteljährlid. Beftellungen werden von jeder Buchhandlung, jedem Postamt (Nr. 3589 der Postzeitungsliste), sowie vom Verlage des Magazin" entgegengenommen. Anzeigen 40 prg. die dreigespaltene Petitzeile.

3 Preis der Einzelnummer: 40 Pfg. Ro

63. Jahrgang.

Berlin, den 19. Mai 1894.

Nr. 20.

Auszugsweiser Nachdruck sämtlicher Artikel, außer den novellistischen und dramatischen, unter genauer Quellenangabe gestattet.

Unbefugter Dadjdrucli wird auf Grund der Gesetze und Verträge verfolgt.

ohne von der Betrachtung selbst der schwierigsten KunstInhalt:

werke ausgeschlossen zu sein. Selbst die übliche Schreckens

fammer für fünstlerisch, nur fünstlerisch fühlende Seelen, Bildende Kunst

der sogenannte Ehrensal blieb ihnen nicht vorenthalten.

Ilnd die Großen erzählten den Kleinen, daß auch der sans 6 ch liepmann: Von der 11. Großen Berliner Stunstaus

Aftus nichts unerhörtes geboten. Der Vertreter der stellung. Sp. 609.

Künstlerschaft, Otto Brausewetter, bat den Vertreter der Sriedrich Suchs: Frühjahrsausstellung bei Schulte. Sp. 137. staatlichen Kunstpflege, Excellenz Dr. Bosie, die Aus

stellung z11 eröffnen, worauf der Verr Minister die üblidhe M. .: Chronik der bildenden Künste. Sp. 638.

Versicherung der platonischen Liebe des Staates zu den

Künsten und das Zeichen zur Eröffnung gab. Es soll so Litteratur, Bissenschaft und öffentliches Leben. gentlemanlike, aber auch so harmlos ausgesehen haben, als

ob zwei Aristokraten sich unter den Linden im Feuer operaes: Legenden Sp. 613.

ansprächen. Und die Flamme des Staates für die freien Thomas Achelis: Anthropologische Rundschau. III. Sp. 616. Künste wird ja auch nicht viel größer zu bemeljen jein,

als die Entzündung einer Zigarre erfordert; gewiß nicht Sranz Servaes: In Schönheit töten! Sp. 623.

so wegen der Neigung des Herrn Stultusministers als Ludwig Sulda: Zwei Parabeln. Sp. 632.

wegen der eisigen Strömung aus dem Kastanienwäldchen, Klara Laukner: Nebelmārchen. Sp. 633.

wo bekanntlich Herr Miquel den Staat dem Ideal eines

indijchen Fafirs anzunähern sucht. Nichts arbeiten, nichts Litterarische Chronil. Sp. 636.

ausgeben, alles von den Gläubigen erhalten, dabei auch schließlich ruhig im Ameishaufen fißen: das ist uralte

indische Marime und die ganze große Staatsweisheit Von der II. Großen Berliner Kunstausstellung.

modern genialer Finanzreformer. -— Gott ja, schr hübsch !

Wenn nur die Gläubigen niemals ausbleiben! Ein erster Schlendergang.

Wie aber die Menschennatur einmal geartet ist,

werden dermaßen asketische Ideale stets nur wenigen Non

Auserwählten erstrebenswert scheinen. Die Menge Hans Dchliepmann.

huldigt immer mehr dem Bajaderenideal, und so hat denn die eigentliche Kunst trop aller neupreußischen Staats

funst doch noch eine erfreuliche Lebensdauer, selbst wenn Vorüber die schönen Tage der „großen Akademischen“, | ihr holdes Bajaderentum, dem Zuge der Zeit folgend, da man am Eröffnungstage neben den viel zu vielen den Nachdruck mehr auf die Bezahlung als auf genußBildern auch noch Ehrenfompagnien und gebückte Afa: frohe, liebesselige Hingabe legt. Aber nur eine Bestie demiferrüden scheit fonnte! Reine Militärschaustellung, der reinen Birnunft, wie Cato, fann noch wagen, gegen fein haut - pas;

liur eine ganz bescheidene Ein- die Prostitution der Kunst zu donnern, die sich zimi weihungsfeierlichkeit, und zwei Militärkapellen nur Markte drängt und von zivei Militärkapellen das Tamoffiziös, für die außerordentlich funstfördernden Garten- bourin schlagen läßt, damit das Publikum nebenbei auch besucher – jedes Pärchen eine Mart, der Kunst“ wert! ihre zur Schaut gestellten Reize bewundere; wer Mensch Das Feierlichste“ noch, daß bei den Einladungen zur ist

, der sieht durch das geschminkte Lächeln der großen Eröffnung die Künstler von oben her – sortirt worden Bajadere hindurch, und ihre großen Wunderaugen klagen: waren. Die anerkannten großen, denen man den Besitz ich muß, ich muß! Die mich lieben, die zii mir, mit eines Frades zutrauien fonnte, waren 311 zwölf lihr, ziim i mir beten könnten in Reinheit und Weltfremdheit, sie eigentlichen Aktus, die übrigen fleineren Geister erst zu find arm und niedrig; doch ich sterbe Hungers, denn die cii Uhr zum Rundgang geladen worden, durften sid) Mächtigen erfennen mich nicht, die Reichen aber wollen dabei aber freilich auch der Bequemlichkeit eines harni. Rißel und Frabe. Ich aber harre und harre des Großeit, lojeren und leichter erschwingbaren Bratenrodes erfreuen, 1 der kommen soll, kommen muß, meinen Leib zu segnien,

daß ich des Volkes Erlöser gebäre, und so lädile id) baren Berdienste in Deutsdiands Sunstansehen vom den faden, fißle die reichen, lode, locke den Reiche nicht die geringste offizielle Anerkennung gefunden Hunger im Leibe, Verzweiflung im Auge und Ekel im haben; man hat beide Künstler durch finiple Bezahlung Herzen!

für abgesunden gehalten, während Herr Reichskominiffar Nicht immer vernimmt der Feinerbesaitete dieje Wermuth), als Verwaltungsjurist

, natürlich das Resultat Schmerzenslaute. Zuweilen scheinis, als ob die Bajaderriemer, dem Eingeweihten weit weniger imponirenden zur robusten Bourgeoise geworden sei, die Geschäft als (He Tätigkeit in Titeli mund Orden ausdrücken fann. Nur chäft betrachtet und jenseits davon alles für blaucit Dunst ein ganz bejdränfter Kopf fönnte hierbei von sfandal. hält und die aus ihrer – romantischeren Vergangenheit mäßigen preußischen Bureaukratismus sprechen; der Vereher einen schleierlosen Zug zum Golde als einige liebensa ständigere weiß, daß für Verdienste, die den Neid aller würdige Schwächen hinübergerettet hat. Berlin ist ein anderen Nationen erregt haben, die deutsche Nation feine Hauptzüchtungsplaß dieser Gattung, und so erscheinen würdigen Anerkennungszeichen besikt, und danft es Herrn denn auch die berliner Kunstausstellungen meist wie ein Wermuth, daß er seine beiden Kunstforechte vor Orden; felbstverständlicher Markt von kleineren Leuten; nur wenn den ein österreichischer Leutuant durch ein Diner gewinnt, die Böcklin, Thoma, Klinger und andere, dem Berliner oder vor einem Professor- oder Baurattitel bewahrt hat. noch fremder klingende Namen aus Poesieland sich zeigen, Es ist die erste zarte õuldigung des Staates, die Aners erwadit das große tragische Mitleid mit der hungerndeni

, femming. daß Persönlich feiten für ihn inschäßbar sich preisgebenden Bajadere. –

sind. Wir kommen eben doch vorwärts, gottlob! Die heurige Ausstellung bietet 311 jentimentalen Be Dieje Erinnerung wurde mir nicht nur durch deir trachtungen eigentlich gar keinen Anlaß. Sie isi Markt, Namen Hoffacer lebendig; sie tauchte bereits auf, als ich schlecht und recht, von einigen wenigen Schwärmiern wie das herrliche Gitter der Gebrüder Armbruster in Franfaus Versehen bezogen; aber im übrigen durch die dies furt a. M. das vorm Jahre die Herrlichkeiten des deutschen maligen Grossisten, euphemistisch „Künstler- und Sonder Simtgewerbs in Chicago um chloß. Dort ward es von ausstellungen“ genannt, nämlich diird) Bofelmamı, den prächtigen Pavillontanten Hoffacers würdig flankirt; Donizette, Kallmorgen und Karl Ludwig genügiam hier hat man durch zwei ruppige Pfeiler, die mit einer charakterijirt. Ich verwahre mich übrigens ausdrüdlich da: Art von monumenalen Sialllaternen in Zimnguß befrönt gegen, die genannten Herren mit solcher Bezeichnung herab ind, - Zinfguß sieht rrol faum je jo elend aus! – den jeten zu wollen. Ihr Štreben ist rein und sie geben, was sie Wechsel menichlicher Herrlichkeit sinnvoll zum Ausdruck fönnen. Man fuhlt

, daß sie zuweilen mehr als für den gebracht. Herr Hoflader mußte sich jeßt eben wieder Markt geben möchten, immer wenigitens etwas für den preußisch - dürftig behelfen; daß an diesen Eingangswirklichen Aunstmarkt geben. Aber die Sammelanajiellung Eici: vhren mur di mangelnden Mittel die Schuld ist für sie, was ein Opernhaus für eine hübide Dilettante: tragen, ist bei moffaders dunstsinn ganz selbstverständlich. stimme 'ist: ihr Organ hat nicht Fülle genug, sich 311 bihaup- kas er im Innern trotz der bescheidenen Mittel geleistet, ten. Des weiteren will ich damit beileibe nidii gegen die zeigt dies sehr deutlic). Die beiden neueingerichteten Sonderausstellungen sprechen; man vermehre sie vielmehr Mittelfäle, der erste in maitgrüner und mattroier Stoffnur in umfangreichster Weise; der Eindruck der ,, (Hrossisten“ bofleidung, der z'veite für die Aufnahme von Architekturwird alsdann mit den des Marktes weichen; auch der zeichnungen ganz hell gehalten und mit einem prächtig flüchtigere Beschauer wird statt der Bildsujets endlic) geschnitzten Havillon in der Mitte ausgestattet, atmcii Malerpersönlichkeiten kennen lernen und man wird dieser femsinnige Vornehmheit und Behaglichkeit zugleid); recht Persönlichkeiten Gewicht reiner -- allerdings ja wol aud) aniprechendes ist auch in mehreren der feilförmigeni zuweilen mitleidloser einschätzen lernen. Das Unglück ist Sabinets geleistet, worauf ich noch gelegentlich zurück-. diesmal nur, daß dies Verfahren gar wenig volle Per kommen werde. sönlichkeit zu tage gefördert hat, die den braven Künjiler Auch in der Aufhängung der Bilder sind einige erst zum großen Künstler macht Und Mangel an Fortschritte - cinige wenige! wahrnehmbar. Die Größe, nicht nur hier, sondern fast in allen Säleit, nur Wände sind nicht mehr ganz wie die Blätter eines stolzen um so empfindlicher, ie größer der Umfang der Auš= Briefmarkenaldiiis bepflastert, und im vorlegten Mittelstellung ist, das gibt eben den Mariteindruck!

jal hat man gar versucht, möglichst gleiche Geister zu Daß man ihn in anderer Weise zu verwischen suche, versammeln, jo daß man fast mit einer Spur von Beverdient aufrichtigste Anerkennung, und wenn die heurige rechtigung von einem „Symbolistensal". sprechen kann. Ausstellung nach der Bedeutjainkeit ihrer Kunstweile Schulich gleichartig wirft Sal 11. Möchte die Hängeschwerlich eine neue Etappe im modernen Geistesleben be: fommision duch aus dicsein ersten spärlichen Gewinn an deutet, jo bildet fie in der Entwicklung des berliner ruhiger Stimmung die Lehre ziehen, wie viel sie zur Ausstellungswesens inimerhin einen Martstein dind) die Verwijchung des Marftartigen beitragen könnte! hervorragende Heranziehung des Kunstgewerbes und das Ich fann die Festitellung der allgemeinen Eindrücke planmäßige Streben, auch die Ausstellungsräume har nicht abichließen, ohne den empfindlichsten Mangel der monischer zu gestalten. Ohne erheblich größcie Miel, Ausstellungseinrichtung nicchdrü&iicher, als es bisher in als in dem weiteren Vaterlande Herrn M quels fluisia der Presse geichehen, z11 Sprache 311 bringen: Die sind, ließ sich natürlich aus dem alien Erienfusion Qlit der elefirischen Beleuchtung ist geradezu eine Schande!" kein Kunstpalast machen; noch immer gleicht namentlich gui cigenjiem Interesse müßten die Künstler hier auf die nördliche Gallerie am Hauptbau eher einer Toten- Verbesserungen, oder, falls diese innerreichbar, auf Schluß kammer als einem Gemälderaum; wo aver Hand ange der Ausstellung bei Eintritt der Dunkelheit dringeii. legt wurde, werden konnte, da ist sehr erfreuliches ge Eher noch als an die limgestaltung der Saldekorationen, leistet. Das Hauptverdienst hieran gebührt den ganz hätte man an die Einführung von Reflektoren oder abs vortrefflichen Årchitekten Karl Hoffader, demselben, der geblendeten Glühlichtreinen gehen müssen. Es ist kein neben Johannes Radke der Organisator des fünstle- Wunder, wenn Leute, die notgedrungen die Bilder nur rijchen Sieges Deutschlands auf der Weltausstellung in bei fünstlicher Beleuchtung betrachten können, zu ganz Chicago war.

merkwürdigen llrteilen gelangen, denn Reflere, Blendungen Man sollte übrigens bei jeder passenden und un oder Schlagschatten zerstören bei jedem dritten Bilde den passenden Gelegenheit darauf hinweisen, d. 6 dicse umschäß- | Eindruck! Was würde man zii einem Musikjal mit

schnatternden Bogenlichten und einer stampfenden (Gas Deshalb vermag ich nicht einzustimmen in die idymerzfraftmaschine sagen? - Die Technik ist längst soweit, lichen Kolagen unserer rechtsgläubigen Presse, die da zürnt eine einwandfreiere Beleuchtung schaffen zu können; sie über den hochgemuten Weisheitsspruch des Landgerichtsmuß eben geschaffen werden, oder man gestehe dem direktors Brausewetter: Ach was, die Deffentlichkeit eristirt Publifum offen durch Ermäßigung des Eintrittsgeldeế nicht. Es ist vielmehr die einzige Wahrheit unter den nach Dunfelwerden, daß nur fümmerliche Eindrücke zu zahlreichen Scherzworten des „höllisch forschen“ Şerrn. erwarten sind!

Die Deffentlichkeit ist eine Legende. So lange wir mit diskretem Lächeln und behutsamer Höflichkeit unsere Ge. danken salonfähig machen, unsere Leiden schminken und unseren Zorn Verbeugungen lehren, so lange wir in heuchlerischem Rechtsfetischismus den Afterglauben an die Notwendigkeit einer starren Autorität bewahren, so lange wir uns fürchten, in stolzer Freiheit, stetig feilend an unserer Erkenntnis und an unserer Ehrlichkeit, der Wahrheit zu dienen, nicht überkommenen Gößen – so lange

wir in der Tat feine Deffentlichkeit, und so lange darf Legend e n.

ein in Infehlbarkeitsglauben befangener Richter spotten über dieses misgewachsene Ding. Die wahre Deffentlich

keit ist das unbestechliche, unabläffig fich klärende, verAch was, die Deffentlichkeit tiefende, vervollkommnende Wahrheitsgewissen des Volfes, eristirt nicht.

das laut ausspricht, was es fühlt und denkt, ohne Furcht Landgerichtsdirektor Brausweiter vor den Verleumdungen der geärgerten Schicklichkeit, ohne

im Gummischlauchprozeß 8. 5. 94. Schen vor den Verfolgungen der bedrohten Autoritäten. Ein fluger, freier und fühner Kopf sollte einmal eine Keine Autorität hat ein Recht auf Unterwerfung, wenn Geschichte der politischen Prozesse schreiben. Eines solchen nicht durch die nadte Kraft der Wahrheit. Unsere landMannes Aufgabe wäre es, festzustellen, wieviel von dem, läufige Presse, dies verdorbene Drgan der kläglich verwas einst unter Anklage stand, sich dem historischen fümmerten Deffentlichkeit, hat deshalb nicht unverdient Zellenbau lals feimfräftiges Elen:e11t eingefügt hat, wievich der geringschäßige Hohn des Herrn Vrausewetter getroffen. etwa von der Geschichte in Bestätigung der Verdifte der Es mußte schon ein Fall von unerhörter fraßheit Redisträger versdmäht, verworfeu ist. Das Ergebnis eintreten, che sich diese im fonventionellen erstickende einer derartigen Arbeit wäre vermutlich so niederschlagend, Presse zu einem einmütigen Proteste gegen die Andaß man das Wert dem Herrn Landgerichisdireftor maßung eines Rechtsbeamten aufraffte. Und doch boten Brausewetter widnien könnte; es würde wie eine Kneipp- für" den aufmerksamen Beobachter die famosen Verhand. fur wirken. Denn zu den wenigen Geseßen, die man in lungen über die berliner Polizeiattacke vom 18. Januar den Irrgängen des Werdens mit einiger Glaubhaftigkeit nichts ungewöhnliches; mir der besonderen burschifosen feststellen fann, gehört der ebenso einfache wie tröjilichi llngeschicklichkeit des Vorsigenden, der nicht einmal den Erfahrungsjak: Revolutionäre behalten immer Recht, was Schein der unparteiijchen Gerechtigkeit zu wahren der gleichbedeutend mit dem weiteren Trostjat ist: die An Mühe für wert hielt, haben wir es zu verdanken, daß ein wälte des Bestehenden haben immer lluricht.

kleiner Preßaufstand fich erhoben hat, daß man endlich Aus dieser überall bestätigten Beobachtung folgt, daß einmal von der bequemen Anstandsregel, die Prozeßverdie Träger des Niechts, jobald sie sich auf politisches handlingen und Richtersprüche zu fritisiren verbietet, eine Gebiet begeben - historiich betrachtet — 31 den gefähr- Âusnahme gewagt hat. lichsten Förderern des llnrcchts werden, lind fernier er: Geschwiegen aber hat man bei den fast täglich vorgibt sich, daß die Rechtsgläubigkeit unserer aufgeklärten fommenden Fällen, wo das Recht fich in den Dienst po. aber ruhebedürfiigen Staatsbürger nichts ist als eine litischer Parteibestrebungen, gesellschaftlicher Anschauungen Knechtschaft der Vernunft und des Herzens, eine leere und Juteressen stellte. In Sachsen wurde vor einiger und Feige Schidlichkeitsformel. Wir sind los gekommen Zeit das Prinzip der doppelten Buchführung in der Rechtvon den Pfaffen des Glaubens, wir ipotten über ihren sprechung, je nach der Parteizugehörigkeit, proflamirt – Unfehlbarkeitsdünfel und ihr brünstiges Autoritätsbegehren, der Entrüstungssturm ist ausgeblieben. Rein Versuch ist aber wir haben uns freiwillig in die neue und schlimmere gemacht worden, auf die Abstellung der Uebelstände Einfluß Sklaverei der Pfaffen des Rechts begeben. Schlimmer; zu gewinnen. Es scheint, als ob unsere liberalen Pardenn die Schußtruppe des Himmels predigte doch teien satt sind, als ob sie kein Intereffe mehr daran haben, wenigstens in der Idee den Gott der Liebe, die Pfaffen daß die Rechtsprechung sich von der erhabenen Rechtsidee aber der Juristerei femeni nur den Gott der Rache, der nicht allzu sehr entferne. Ich vermute sogar, der Fall die Zuchthäuser bevölfert, und dem Geldopfer lieblid) Brausewetter ist den Leuten äußerst peinlich; denn jeßt duften. Ging einst die Welt inter, wenn man der Kirchen- mußte gesprochen werden. Die notgedrungenie Kondolenz. zucht widerstrebte, jo malt man heute dasselbe Blutgemälde visite bei der bekannten Dame mit der Augenbinde warð gräßlicher Verdaininis, sofern man zu richten wagt über ihnen zur schweren Anstandspflicht. Warum mußte auch die," so nach bestandenem Abiturienteneramen, lustiger der temperamentvolle Herr Landgerichtsdirektor ko greli Studentenzeit und einer traurigen Prüfungsperiode ,,un und derb seinen Standesgefühlen Luft machen! Ronnte bedingt“ wissen, was Recht und Unrecht ist, die wahren er nicht ein bischen verbindlicher, zurückhaltender sein und Stellvertreter des neuen, ewig zürnenden Gottes, den man die Legende des Rechts, vor dem es feine Armen und Recht heißt. Und wenn zehnmal berufene Sachverständige feine Reichen, keine Gebildeten und Ungebildeten, feine sich über die mangelhafte Vorbildung unserer Juristen be- Konservativen und Sozialdemofraten, feine Militärs und flagen, wenn namentlich die volkswirtschaftlich geschulten Zivilisten gibt, mit feierlicher Würde und natürlichem und zii sozialem Empfinden gereiften Männer in diesem Ernst als lautere Wahrheit aufrecht halten! Aber der Berufe rare Kuriositäten sind - tut nichts, der Talar fürchterliche Mann erwies fich als rücksichtsloser Drauf . ist heilig, und die Richtersprüche schweben unerreichbar gänger, der die Gesinnungen seines Standés ohne Hinterüber der Aritif, wie der Geist über den Wassern. halt zitm Ausdruck brachte.' Und so wehte durch die

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