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Bei der Medaillenverteilung auf der berliner Kunst Freilich, man vergesse dem gegenüber nicht, welches Nisito, a usstellung scheint man wieder einige kleine Ungeheuerlichkeiten welche unendlichen Schwierigkeiten der Kunsthändler seinerseits auf zu fürchten. Die Ritter des Drdens pour le mérite sind zur den Wege findet. Es ließe sich auch darüber ein Kapitel schreiben, Jury zugezogen. Man weiß noch nicht, ob als Verstärkung des und jedenfalls bleibt dies Geschäft, das doch bedeutendes Kapital, Jury-Rücgrates oder als Ehrenschild gegen etwaige spätere Angriffe ungewöhnliche Kenntnisse und große Geschäftsgewantheit verlangt, des Publikums.

immer eins der gefährlichsten und gewagtesten. Jedenfalls liegen

hier Probleme, die wol den Romanschriftsteller reizen könnten. Der Vorstand der Kunstausstellung der Sezession in der Prinzregentenstraße zu München ersuchi uns, darauf hinzuweisen, daß Ende Juli die Ausstellung komplett geworden ist

, da dann auch die leßten französischen, englischen und schottischen Werke eingetroffen sind. Wir empfehlen diese münchener Musterausstellung unseren Lejern aufs wärmste.

Sitteratur-Tafel.

*

Kunsthandel und Antiquitätenhandel sind ihrer Natur nach sehr geeignet, schwankende Charaktere auf Abwege zu führen. Welch ungeheuere Menge von Fälschungen auf alen Gebieten der Kunst und des Kunstgewerbes jährlich produzirt werden, davon haben nur wenige Kenntnis. llnd viele Kunsthändler, die oft genug selbst erst mit diesen Fälschungen „angeschmiert“ wurden, können schließlich nicht umhin, diese Sachen so gut es geht, wieder an den Mann zu bringen. Unausgefeßt werden ihnen von den Spezialisten gewisser Gebiete, deren Detailfenntnisse sie doch nicht sämtlich besißen können, Seltenheiten zu Durchschnittspreisen entzogen. ES bleibt ihnen da zuweilen nichts übrig, als den Nichtfennern Durch=" schnittssachen zu Seltenheitspreisen zu übergeben. Bei allen diesen Operationen lassen sich jedoch die geseblichen Grenzen wol beobachten.

Aber ein so beschaffenes Arbeitsgebiet reizt leichtlich auch zur Verlepuug dieser Grenzen. Das bewies fürzlich der Lenbachprozeß in München. Wagner, Lenbachs Faktotum, stiehlt seinem Meister jahrelang Bilder, Skizzen 2c, und verkauft sie an ein paar sogenannte Künstler, Zankl und Bubenic. Diese säubern die Bilder, fälschen die Signaturen, und vertreiben sie an den Antiquitätenhändler Deininger, der wieder den Vertrieb an die großen münchener Kunsthändler, wie Adermann und Büttrich, besorgt. Wagner erhält hauptsächlich Bier, Zigarren und wenig Geld für die Bilder von Zankl. Zankl bezieht von Deininger zirta 7000 Marf für die ges samten Bilder. Ein Słunsthändler fauft von Deininger ein Bismardporträt für 200 Mark, ein Porträt der Kaiserin Friedrich für 620 Mark. Der Kunsthändler verkauft das erstere für 6000 Mart, das zweite für 10.000 Mark. Zum Ueberfluß werden von einem fleißigen „unbekannten Meister“ noch „Lenbachs“ gefälscht und in den Handel gebracht.

Die Sache wird schließlich so auffallend, daß es zur Entdecnng und zur Anklage kommt, und Zankl, Bubenid und Deininger werden zu Zuchthaus, Wagner zu Gefängnis verurteilt. Der Kunsthändler Püttrich erschießt sich. Dieser magere Auszug bedarf keines Kommentares.

Aus Frankfurt wird dann am 17. Juli gemeldet, daß einem münchener Sèunsthändler ein Bödlin für 5000 Mark zum Verkauf übergeben wurde, daß er 4500 Mart an den Besißer als Erlös auszahlt und daß ihm schließlich nachgewiesen wird, daß er 9000 Mart für das Bild faftisch erhalten hat. In seiner Gutmütigkeit hat er also die Hälfte des Verkaufspreiscs sich als Provision eingezogen.

Endlich wird am 21. Juli aus Paris gemeldet, daß der berühmte Kunsthändler Garnier verschwunden ist, nachdem er einen Wechsel von 700.000 Francs auf den Namen eines seiner zahlungsfähigsten Stunden (Chanchard) gefälscht hat.

Zur Ergänzung etwas Selbsterlebtes. Mein Freund X. übers gibt eins seiner Bilder dein Kunsthändler 9. zum Vertrieb, Preis 8000 Mark. Nach langem Harren und Fragen kommt Depesche: Stann das Bild an durchreisenden Ausländer für 2000 Marf verfaufen, bitte dann aber um sofortige Depesche. Freund X. depeschirt: In Gottes Namen, ja. Fort mit den Schinken! Er erhält 2000 Mart unter Abzug der reichlichen Provision. Im nächsten Winter wird er Herrn v. 8. vorgestellt, macht ihm Besud, entdeđt im Salon sein Bild, fragt unter Diskretion nach dem gezahlten Preis. Ah, es war etwas teuer, 8000 Marf.

Was tun? Man muß doch schließlich seine Bilder wieder durch y). verkaufen, also schweigt man lieber.

Jadträge: Erscheinungen, beltannt gegeben vom März bis August 1894. Besprechung einzelner der aufgeführten Novitäten bleibt vors

behalten.

II. Dramatische Dichtungen. Ult, Thdr.: Die Menschenrechte. T. 8°. 83 8. Berlin, Entsch. Bach-Gelpke, M.; Ursent. D. 8°. 103 5. Glarus, J. Vogel. Balm, Rud.: Georg Jenatích. T. 8. 60 6. Srankfurt a. M., Gebr. Knauer. Berlichingen, Srhr. Adolj v.: Die Befreier Wiens 1683. Dramatisches O. 8.

373 6. nien, T. Konegen. Bilt, Karl: Gomorrahs Ende. Litterar. K. Mit Juustr. 0. 6. Seil. 8°. 80 S.

Berlin, I. 2. Etargardt. Blücher, Carl v.: Des Pilgers Heimkehr. Vaterl. Sch. a. niecklenburgs Vorzeit.

8o. ' 141 8. Neustrelit, Neubrandenburg, E. Biunslow. Böcker, Ewald: Die neue Durchlaucht. Sd. m. Benukg. €. Riehlschen Ilovelle.

80. 107 6. Srankfurt a. IN., Niahlow & IDaldschmidt. Bonn, Srd.: Unna faelene. D. 8o. 112 8. Leipzig, Lttterar. Anstalt, A. Schulz. -: Samilienbande. L. 8°. 84 6. Ebenda. Brugger, Hans: Berns Ausgang. Sch. 8°. 186 6. Bern, Schmidt, Sranke & Co. Cassirer, Paul: Sritz Reiner, der maler. Studie aus dem Leben. 8°. 100 8.

Dresden, €. Pierson. Chillonnius: Srondeurs. L. a. d. wiener Leben. 8o. 93 5. Leipzig, G. Muze. -: In der Kreide. Gdyw. 8°. 34 6. Ebenda. Corleis, S.: Mecklenborgiche Revolutschon. Sch. Unter Benutzg. Reuterscher

Mótive. So. 125 6. Ultona, Niattig. Curti, Thdr.: Paracelsus. T. 8. 36 6. Zürich, Verlags.Magazini. Delbrück, Rurt: Aus der Sranzosenzeit. Daterländ. Volks. Sch. So. 31 6.

Ssannover, Wolff & Ssohorst Nachi. Diehl, Lehr. I.: Die Kapitulation v. Sedan. Histor. Sch. in 22. leb. Bildem

u. 7 Verwandlgn. M. verbind. Dichtg. d. Üldo Richter, Nusik v. I. D.

8o. 32 6. foamm, E. Dietrich. Drener, Nar: Drei. D. S. 71 6. Berlin, Sischer. Eckarat, Raim. : Phantast. Ironisches T. 80. 98 6. Leipzig, 10. Sriedrich. Engelsdorff, Mar: Ein Künstlerstreich. Schw. 80. 25 6. Entích Theater

Corresponden3 17r. 7. Berlin Steinitz Verlag. Gaisenberg, Ulbr. 0.: Bei Bedan. Vaterländisches L. 120. +7 6. Liegnitz,

Senifarth. Holdschmidt, Mor.: Man kann nie wissen. L. So. 10 5. Srankfurt a. M.,

Gebr. Sinauer. Goldschmidt, wilh.: Die neue Sündilut. T. 8o. 114 5. Roitsch, Noack & Co.

- Theuer erkauft. Sch. 8o. 49 S. Ebenda. Gått, Emil: Verbotene Srüchte. £. nach einem Zwischenspiel d. Cervantes. Mit

é. Einleitg. v. Dr. G. Manz. 8. 224 6. Stuttgart, Cotta. Gregorovius, Srip: Ein tragikomisches Schillerpreisgericht. Protokollirt d. S. Ó.

8o. 33 Ś. Leipzig, Werther. Treinz, Rud. Heinrich: Der Sündenfall. Volksstück. 12o. 84 5. Neuwied,

2. Schupp. Großmann, Leop.: Das gefliigelte Wort. L. 3. 32 5. Vien (Leipz. Litterar

İnstalt u. Schulze. jšalbe, iar: Der Amerikafahrer. Ein Sderzspiel in Knittelreimen. 8o. 133 6.

Berlin, 6. Sischer. jarlan, Walt.: Bein Beruf. Sch. 80.35 6. Ceipzig, W. Sriedrich. fartleben, Otto Erich: Ein Ehrenport. Sch. 8. 98 6. Berlin, 6. Sischer. Saushofer, Illar: Der emige Jude. Ein dramat. O. 2. Aufl. 8o. 96 S. Leipzig,

A. ☺. Liebeskind. saedrel, Kail: sonnenwende. Bch. 8°. 30 6. jannheim, K. S. foeckel. tácdrich, Karl: Der Sieg des Rades. L. 8o. 36 8. Leipzig, Werner. faense, Paul: IVolfram 0. Eschenbach. Ein Sestspiel. 8o. 40 6. München

Jánorr & Sirth. Jolitscher, Phpp.; Der lette König von Polen. D. 80. 150 6, Stuttgart, Güd.

deutsches Derlags-Institut. Jagow, Eugen v.: Prometheus. Bühnendichtung. 80. 142 6. Leipzig, Elischer,

Tiadf. Justus: Sausts Bohn. Ein dramat. Epos in 3 Tln. 1. Cl. 8o. 132 s. Dresden,

E. Pierson. Krapff, Ernst: Alt Ulm. Ein Sch.:Cyclus. (Die neue Pfarrkirche - Das Interim

im Münster. - Ein Schwörtag). Als Sestspiel gedichtet d. Seier d. Vollendg.

des Ulmer Münsters ini Sommer 1830. 8.' 47 8. Ulm, L. Sren. Kastner, Willn Aler: Der Rhapsode v. Venedig. T. 80. 115 8. Leipzig. Atten.

burg, Schnuphase. Kegel, Map: Die Tochter des Staatsanwalt. Schw. 12o. 24 6. Berlin, Verlag

d. „Dormärts". Koppel:Edfeld, Srz.: Die Seuertaufe. Sestspiel zur Seier des 50jährigen Offizier.

Jubiläums Sr. Maj. d. Königs Albert. (22. Oktober 1893). 8. 38 6. Breslau, Schles. Derlagsanstalt.

III. Sedichte.

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Skraft, Werner: Ugrippina. D. 8°. 152 6. Berlin, Buchh. der Berl, Stadt

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Bergmann, Osk.: latur 11. Leben. 6. 18o. 54 6. Landshut i. Schl., fe.,6. Schultze. Lauji, Job.: Jnez de Castro. T. 2. Aufl. 8'. 137 6. KSI

2. Ahn.

Bener, mar: Unterm Lindenbaum. 6. II. O. 8°. 44 u. 66 8. Stuttgart, Liebmann, Ernst: Der Erbonkel od. e, kalter Wasserstral. Genrebild, m. Gejang.

Dr. Sårster Co. 120. 16 6. Offenbach, I. p. Strauj.

Bossong, Srz.: Gelunge Gescherr. Eine Sammig. heiterer G. u. Gejch. in wies. Liserl v. Schliersec (Schlicseer Bauerntheater). 32 6. m. Bildnissen. München, badener, frankfurter, pfälzer, westervåldern. hell. Mundart.go. 86 6. Brakls Rubinverlag.

Wiesbaden, Keppel & Müller. Lothar, Rud.: Rausch. D. 8o. 136 6. Dresden, E. Pierson.

Claar, Emil: Neue Gedichte. 8°. 204 6. Stuttgart, Cotta. Lndia: Ein Volksschauspiel a. d. Seit der Kämpfe zw. Seidentum ul. Christentum.

Dahn, Sel.: Macte senex consiliator! Saeil Dir alter Ratschlag: Sinder! G. (Von Kurt Delbrück). do 24 6. Sannover, Wolff & johorst Itachi.

160.9 6. Leipzig, Breitkopf & särtel, Nacasy, 6.:. Der Prophet. Sch. 8o. 50 S. lieues wiener Theater, ltr. 147.

Dannbacher, A.: Epigramme und Gnomen. 8o. 6. Dresden, E. Pierson. Wien, künast.

Dieter, faeinr.: von meinem Lebensweg. Ed. u. Uebersetzgn. 8o. 125 6. Salz: Meischeider, Ş.: Graf Bernhard Lippe. Sch. 80 6. Tieuhaldenslcben, burg, k. Dieter. E. Pflanch.

Doepkemener, Otto: Ernstes 1. Sseiteres. 6. 12o. 100 8. Leipzig, 0. Mutze. Iliorold, Mar: Klopstod in Zürich. Enrisdzes D. Musik v. Jos. Reiter. 80. Eberl, Geo.: leui Kräutl. 6. in oberbanr. Nundart. So, 198 6. Regensburg, 56 G. SKlagenfurt (Wien, sk. Liske).

Bauhof. Nieubürger, Serd. : In einer Stunde. Charakter-L. 8°. 81 6. Desjau, N. Kahle. Echstein, Ernst: Lyra germano-latina. E. Auswahl d. berühmtesten deutsch. Norden, I.: Dramatische Dichtungen. 1.-3. Bd. 8°. Diesden, E. Pierson.

6. ins Lateinische übertr. 10. 54 6. Dresden, Reißner. 1. John Williams. Sch. (107 6.) 2. Der Tugendbold. Sch. Edel, IN.: Der Schüßling von San Gregorio. Ein Sang aus Venedigs Vorzeit. (131 6.) 3. Sesjeln. 6d. (120 5.)

5o. 110 6. Dresdeil, E. Pierson. Panizza, Osk.: Der heilige Staatsanwalt. Eine moral. K. 8°. 30 6. Leipzig, Eichberg, Sriß: Nark Brandenburg in Sage u. Liid. Ein Kranz heimatl. 6. Sriedrich.

8o. 200 6. Berlin, Sontane & Co. Pötzl, Ed.: Ein Ferenprozeßz. Histor. Schw. 8°. 21 6. lieiles wiener Theater. Einjam, Peter: Etwas. 16o. 16 S. Wien (Leipz. Litterar. Anstalt a. Schulze).

iłr. 149. Wien, Künajt. poll, Carl: Das Sräulein von Entragues. Sdr. s. 105 S. Wien, W. Sridi. Salkenegg, Baron v.: Götterfunken. Ausgewähle G.

Evers, Srz.: Eva. Eine Ueberivindg. 8o. 102 S. Leipzig, Verlag -Kreisende Ringe“.

12o. 507 S. Berlin, Quensel, Paul: Wiedersehen. D. 8°. 36 5. Dresden, E. Pierson.

R. Bou. Radler, Dr. S. D.: Der wienerische sanswurst. Verf. v. E. Slock. (Dr. v. R.) Slaischlen, Cäj.: Im Schloß der Zeit. E. Sylvester - Paraphrase. So. 95 S. 8°. Wien, Daberkow.

Berlin, Sontane & Co. Rahm. J. J. Marie: Die Waldenserin. Ssistor. Sch. 8°. 78 S. Bern, lleuls ! Srand, Mathilde: Sdwäbisch Gmüet. 6. in dwäb. Mundart. 12o. 152 S. kamm & Simunermann.

Stuttgart, Bonz & Co. Rapp, Susanne: Gottfried v. Strasburg, Sch. So. 94 S. Straszburg, G. L. Srühwein, Sannn: Lieb und Leid im Lied. 6. 12o. 258 S. Stuttgart, Roth. Jžattentidt.

Sugmann, Rich.: Glückliche Mitenschen. Ercelsior. E. IVanderung. So. 19 S. Reber, Paul: Der Wunderbrecher. Eine Zukunftsgeschichte in 1 Aufz. So. 35 5. Oelsnit, sa. Bad. Bajel, L. Schwabe.

Giwalowski, Karl, 10.: Im Heiligen deutschen Osten. Jeit-O. 12o. 72 S. Reinfels: Der neue ferr. Sejispiel. So. 11 8. Theater · Correspondenz Entid. Wien, Lesk. Berlin, Steini.

Geißler, Mar: Auf sonnigen Pfaden. 12'. 102 S. Wachwitz-Dresden, 11. Geißler. Remo: Die Wahrsagerint. L. 12o. 27 6. skatholische Dilettantenbühne 17r. 31.

Germania: Ein G. in 11 Gesängen v. Derf. des Justus. 8°. 51 S. Dresden, Kempten, Kösel.

E. Pierson. -: Die Weltausstellung in Chikago oder kurirt. Sdyw. 12o. 30 6. Katholische

Girszoivann, fəauptm. Pet,: Am Abende meines Lebens, O. 8'. 145 5. Arco, Dilettantenbühne Tir. 32.' Ebenda.

č. Emmert. Ritter, serm.: Ein kritischer Tag. Samilienszene. 12. 33 8. Würzburg,

Gilm, fáeim. 0.: Gedichte. 12o. 264 S. Leipzig, Liebeskind.
A. Stuber.

Olochner, Iliolli: Gedichte. 8o. 120 S. Reval, S. Vassermann.
Schabelskn, Elje v.: notwehr. Volksstück. 8'. 127 6. Berlin, Sreind & Jeckel.
Schäfer, IVilh.: Ein Totíchlåger. Volksstück. 8o. 76 s. Elberfeld, S. Lucas.

! Greinz, R. 15.: Schlierseer Schnadahüpfeln. Gesammelt u. herausgeg. 1 Bodoni.

(Schlierseer baueriitheater). 320. 32 Š. Jitünchen, Brakls Rubinderlag. -, Berth.: Im freien Commando. Sch. 80. 169 6. Wüstegiersdorf, Jacob.

Großze, L. I.: Rudolf. E. lnr. Erzählg. 84. 98 S. Berlin, Bibliogr. Bureau. Gdyäffler, Pfr. E.: Der großze lazarener. Ein Leje: und Vollisbühnenstüd. S".

Grotowski, Paul: Gedidyte. 12o. 135 S. Großzenhain, Baumert & Ronge. 36 6. Vaihingen, Stuttgart, A. Miller.

unnta, peera: Gedichte, S. 80 S. Dresden, E, Pierjon. Schaukal, Ridh.: Rúdkehr. 1 Akt. 8:. 42 5. Dresden, E. Pierson.

fsaugiviz, Marie v. (iii. Manuela): Gedichte. 8o. 127 S. Dresden, E. Pierson. Schaumberger,, Jul. : Die neue the. D. Der Künstler . Dramen" 2. Bd. 8". 93 6. Nunchen, Di. Albert i Co.

! Boausmann, Otto: Uus der Mappe. ū. 12o. 179 6. Elberfeld, Baedeker. Schnißler, Arth.: Das Márden. 5d. So. 111 6. Dresden, Pierjon.

Faeld, Sr3.: Don Juans Ratshellerlineipen. Eine feuchtfrdhlidze Weinmār. so.

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Benckell, Karl, 3wischenspiel. 12o. 183 6, girich, Verlags.lliagazin,

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Igerold, fs.: Márchen. Illustrirt von Paul Bundt. 131 6. Großenhain, Berlin, ss. Steinitz.

Baumeit & Ronge.

Jahn, Mar: Ideale u. Slieptizisnien. U. 8 125 5. Leipzig, 1v, Sriedrich. Spelling, Rud.: Der Kampf um Byzanz. Ein Völker:D. S". 105 6. Dresden, €. Pierson.

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Jordan, Rich.: Vom Stillen Ocean, U. 8o. 136 6. Sall., 6. ssend.l. Sunder, Wilh.: Auf in den Jugendbund. Schw. 12o. 35 5. Jittau, SunderJürs, fáeinr.): Plattdeutsche Schriften. 5. Bd. 80. Samburg, G. Kramer verlag. (durch u. haase).

5. Spaßige Rimils. Plattdeutsche humoristisch. 6. 4. T e. 2. Aufl.

160 S. Trabert, adain: Kaiser Julian der Abtrünnige. Dramatisch. U. 8. Wien, Austria.

Kempgens, Pet : Traum der Liebe. Verse. 160. 203 6. Düsseldorf, Bahn.

straße 52 I., Belbliverla.s. Treller, Srz.: Gustav Adolph. Ein deutsches Volksbühnenspiel m. geistl. Gefangen zur Seier d. 300 jähr. Geburtstages d. schwed. Beldenkönigs gedichtet. 2. Aufl.

Kildar, Paul: Wogen und Wellen. O. 8o. 123 6. Dresden, E. Pierson. °. SO 6, Eajsel, E. Hühn.

Jälein, Srıt: 1Vestjölijcz Platt un jūs nod? wat Errappeln un Gemeis dūör āinge

kuakt von fileins Sritut Castıop. 12'. 63 Š. sünnigswinter, IVitten. Uicherer, k. R. 1V.: Schauspiele II (Bommerfrische. Die ist verdächtig.

Kötzold de Co. Ein Geburtstrg. Die See von Foeidelberg. 8". 154 5. Leipzig, Orenjing.

Skothe, Rob.; Gedichte. 108 6. Dresden, E. Pierson. Vereinss u. fsaustheater 11. Sseft. 12o. Bern, Göpper & Lehmann.

úkrebs, Otto : Gedichte. S. 94 5. Zürich, Verlags:)agazin, 11. Trotz allem e Derlobig! Lustspiel iii Dialekt. Voii J. I. Rahm. 36 6.

Kuhlenbedi, Ludwig: Lorbeer und Rose. Sonette u, andere Verse 0. Brunos u. JVahrmund, Adf.: Abbasa. T. 8". 155 5. Leipzig, Vener.

Tasillos 11, e. Auswahl eign. D. g. 19.) 9. Srankfurt a. o., Andres & Co. JVeislein, Carl: Die Serenlinde. Vaterländisches Volkisstück. Srei 11. 6. Erzilla.

Kunad, Paul: Neue Gedichte. 3 Sammlg. S". 43 S. Dresden, E. Pierson. v. Dr. Proschko. Só. 48 6. Linz, Narcis.

Lanz, Otto: Erstlinge. 12o. 232 S. Bern, Schmid, Sranke & Co. IDerder, Carl: Kolumbus. T. In der Sasig. Tetzter ssand hrsg. v. Otto Gilde:

Linden, Srdr.: 1Vinternacht u. Sommerstunden. Eine Auswahl. ☺. So. 130 9. ineister. 8°. 226 6. Berlin, Sontane & Co.

Dresden, €. Pierjon.

Lingk, ssans: 1Vintersaat. Lyrische Blätter. 160. 68 S. Leipzig, Clausner. Widers v. Gogh, Otto: Krieg dem Kriege. Sozialpolitisch. Schaujpiel m. einem

Miłacke, Karl v : Vom liil zum 17ebo. Ein wiistensang. 12o. 442 s. faeiligen: Nachspiel. Nach d. Revolution. 8o. 94 6. Jüridi, volksluiteratur. S. Har: nisch & Co.

stadt, Cordier.

Neirner, Dr. August: Gedichte. Nach seinem Tode gesammelt il. hersg. v. seiner Windeck, sans v.: Die Seldflasche von Auerstädt. Vaterl. Sestspiel. 8°. 24 6. Schwester Betty Titze. 8°. 295 5. Sreiwaldau, B. Tite. Köln, Schmitz.

Moszkowski, Alef.: Anton Totenquetschers, heitere D. 8". 191 S, Berlin, Wolters, Wilh. u. Stari Gjellerup: Eine lillion. Sch. (init freier Benutzg. der

ss. Steinitz. gleichnamigen Novelle v. lik. Pawlow. So. 130' 6. Dresden, E. Pierjon.

lachtweih, Albertine: Srůhlingsfahrt. 6. 10°. 110 5. Leipzig, Claußner. 1Vrede, Rich.: Eine? Sch. So, 01 5. Leipzig, Sriedrid).

175tzli, Jean: . Der Schulhausbau. Eine schweizer Dorfgeschichte in Verjen. So

95 S. 3ürich, u. Miller. IVnbergmeind. d'.: De Brunne läuft müd. Szene b. e. Godbrunnen. Von X. X.

Oberlein, Alb,: faideblümchen. 6. 12o. 88 S. Altenburg, Schnuphase. 12 30 6. Sauerländer & Co.

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XII and 550 Seiten. gr. 8o. Preis geheftet 25 Mark.

Zu beziehen durch jede Buchhandlung.

Verantw. Otto Neumannssofer, 2'erlin•Charlottenburg. Verlag der Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Berlin und Stuttgart.

Gedruckt von Rosenbaum & Sart, Berlin w., Wilhelmstraße 41, Hufgang [. Ez pedition: Stiedrichitr. 207. Berlin St.

1832 begründet

von Joseph Lehmann.

en für Sitteratur. -3 Herausgegeben von Otto Neumann. Hoofer. Redaktion: Berlin Charlottenburg II, Garmerstraße 10.

Expedition: Berlin SW., Sriedrichstraße 207.

Union
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63. Jahrgang.

Berlin, den 25. Hugust 1894.

Mr. 34.

Auszugsweiser Nachdruck sämtlicher Artikel, außer den novellistischen und dramatischen, unter genauer Quellenangabe gestattet.

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Diese neue Kunst, die zugleich die von der WissenInhalt:

schaft eroberten Gebiete einer neuen Psychologie der Sitteratur, Biffenfchaft und öffentlides eben.

Kunstgestaltung zu gewinnen trachtet und das menschliche Ernst Brausewetter: Die Decadence und ihr nordischer Er Gefühlsleben mit all seinen zarten Abtönungen wiederforscher. Sp. 1067.

geben will, ist der Schößling eines Geisteszustandes Saugo Gerlach: Glüdliche Menschen. Ein Familienbild. II.

der Zeit, den man mit „Decadence“ zu bezeichnen pflegt.

Immer dann, wenn eine machtvolle VorwärtsbeSp. 1066. Gustav Salke: Zu hoch. Probatum est. Sp. 1072.

wegung der Aultur eine gewisse Zeiilang sich bemerkbar Leo Tolstoj: Christentum und Patriotismus. II. Sp. 1073.

gemacht hat, ruft sie entweder eine Gegenbewegung der M. Birnbaum: Arzt und Aerztin. Sp. 1078.

antipathisch geformten Geister hervor, welche die zu

wilden Schöblinge, die zu schnell revolutionirenden Otto Ernft: Eine Entgegnung. Sp. 1081.

Pionirtendenzen zit beschneiden sucht - eine Reaktion litterarische Chronit. Sp. 1078.

oder, es tritt ein Aufhören, gleichsam ein Anhalten im Fufk.

Entwicklungslaufe der Kultur ein, ein sich auf sich selbst C. d. M.: Wagner in Frankreich. Sp. 1082.

Bejinnen. Das ist die Decadence. Dieselbe ist also ent

weder eine Vorbereitungsstufe für eine neue EntwiclungsBildende kunf.

phase oder, wenn die Spann- und Schöpferkraft verF. S.: Herr von Werners Mede. Sp. 1083.

braucht ist, der Beginn der Verfallsperiode. Im ersteren Litteraturtafel. Sp. 1084.

Falle' bedeutet sie eine Verfeinerung und Vertiefung, im Litterar if dhe Anzeigen. Sp. 1087.

leßteren eine Zersetzung des erreichten Kulturstadiums.

Die Fortschrittsbewegung des neunzehnten Jahr

hunderts hatte sich am deutlichsten unter dem DurchDie Decadence und ihr nordisder Erforsøer inngsarwinismus auf wissenjchaftlichem, im Natura

, (bjalmar Christensen).

lismus auf fünstlerischem offenbart. Aber die DemoVon

fratie hat sozial die meisten nicht befriedigt, der DarwinisErnst Brausewetter.

mus hat wissenschaftlich nicht alle Fragen gelöst und der Naturalismus stieß viele Menschen ab. Dem neu er

standenen Sozialismus, der die Eroberung eines neuen Nicht nur dem feinfühligen Litteraturfenner ist es dritten Reiches“ verheißt, wagen viele in Folge gewisser offenbar geworden, daß die leßten Jahre eine neue Grundanschauungen und ihrer alles treffenden Zweifel Litteratur zu zeitigen begonnen haben, daß der wilde jich nicht in die Arme zu werfen. So hat sich ein Ge. Sturmlauf des Naturalismus nahe dem Siege eingestellt setschaftstypus entwickelt, dessen kennzeichnender Seelenwurde und selbst mancher seiner Bannerträger plößlich zustand die Resignation ist. "Warum noch streben, wenn eine Schwenkung gemacht hat. Aber das Wesen dieser das Streben zu keinem vollfommenen Ziele führt?

Und neuen Kunst ist überaus schwer zu erfassen, sie offenbart die bisherige deberanstrengung hat müde gemacht. Müde, sich in so verschiedenartigen Gestalten, in so flüchtigen wie man es nach vergeblicher Arbeit wird. Man hat Nűancen, in so verwischten Formen, daß es schwer hålt, gearbeitet und gerungen, man hat Siege auf technischem einen einheitlichen Grundzug herauszugreifen und festo nnd geistigem Gebiete erfochten, und als man sich dann zuhalten. Es ist eine wundersam freie Entfaltung der schließlich umsah, war die Menschheit durch all den FortIndividualität, die sich plößlich geltend macht, daš 36 chritt nur unglücklicher geworden. Man hatte ihr die sensche „Sei ganz du felbst“ scheint die Parole der Künstler Nebelkappe des Glaubens vom Gesicht geriffen und sie geworden zu sein, in dem Maße, daß sie zu einem stand geblendet da; man hatte geglaubt

, fie durch die Suchen nach Eigenart wird, die nicht selten sich bis ins Fortschritte der Technik zu entlasten, und sie war in Paradore hinübersteigert.

bitterere Not gesunken.

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war.

So ist man ängstlich geworden. Man weiß nicht nur ein enttäuschter Optimist ist. Er fühlt sich in seiner mehr, ob das Neue, das man bringt, auch etwas Gutes tieferen Erkenntnis den gläubigen Optintiften und den sei. Man fängt an, an dem eigenen Werke zu zweifeln; brutalen Vorfämpfern neuer Zukunftstheorieen gegenüber die hochentwickelten Wissenschaften erzeugen eine Kiritif, überlegen und beneidet sie doch zugleich um ihre Illudie alles zerstückelt. Dazu fauen die Fortschritte der fionen. Er lebt mitten unter ihnen einsam für sich. Psychologie, die zur Selbstbeobachtung veranlaßten und bald als scheuer Einsiedler, bald als lächelnder Satiriker. bei diesem Menschentypus eine Selbstreflektion erzeugten, Besonders deutlich tritt feine Wesenheit in seinem die das freudige mütvolle Vorwärtsjtreben vernichten Verhältnis zuin Weibe zu Tage. In Folge seiner Unmußte. Und jemehr diese Selbsterkenntnis wuchs, desto fähigkeit, sich zweifellos hinzugeben, bleibt er eigentlich mehr mußte aûch die Toleranz jich erweitern. þumani- auch hier einsam, zumal seine bis zum Indifferentismus tät und Toleranz waren ja die großen Prinzipien der gesteigerte Toleranz eine wichtige Abtönung des geschlechtmodernen Kultur gewesen; hier entwickelten sie sich bis lichen Gefühlslebens, die Eifersucht, ausmerzt, und andererzum Indifferentismus. Denn jemehr man erkannte, seits ermöglicht sein fein ausgebildetes Fassungsvermögen daß eigentlich jede Meinung ihre Berechtigung habe, für Gefühlsschwingungen ihm ein seltenes Verständnis daß sie aus bestimmten Vorausseßungen sich sogar mit der Gefühlswelt des Weibes. Und sein ewiges Unbezwingender Notwendigkeit entwickeln müsse, und daß friedigtseini

, sein ständiges Suchen nach Neuem treibt ihn umgekehrt keine einzige eine alle befriedigende Löjung nicht selten der Perversität entgegen oder läßt sie ihm bieten könne, desto vorsichtiger mußte man werden, sodaß wenigstens besonders interessant erscheinen, schon désman schließlich entweder dazu kam, keine eigene end halb, weil sie fast stets ein neues Rätsel' barbietet. giltige Meinung haben zu wollen, oder vor lauter Be Andererseits hat er so lange das Rätsel' des Lebens rücksichtigung all der tausenderlei Gesichtspunkte zu keinem 311 lösen gesucht, mit jeder Löjung aber eigentklaren Resultate gelangte. Dieser Gesellschaftstypus ver lich immer tiefere Rätjel gefunden, daß all dies Rätmag daher auch nicht fraftvoll zu handeln, da er ham- jelhafte ihn schließlich mit mystischem Schređen erfüllt

, letisch vor zu vielen Erwägungen zu keinem klaren Ent. jener Lebensangst, die itrplößlich und momentweise ihn schlusse kommt; es bieten sich so viele Möglichkeiten, daß ergreift, als starrte er unerwartet in einen gähnenden er keine zit ergreifen vermag.

Abgrund hinab. Daher läßt er sich durch Aeußerlichkeiten, durch Zufälle bestimmen, und die Tat wird schließlich eine andere Das ist in Nürze ungefähr das Bild, das Hjalmar oder wenigstens in anderer Weise ausgeführt

, als er selbst es Christensen in seinem Buche „Unge Nordmaend " vorausgedacht hatte oder als es wahrscheinlich gewesen („ğunge Norweger". Aschehoug & Co. in Kristiania)

Er ereifert sich daher auch über nichts, sondern von dem Typus des Decadenten entwirft. Natürlich nimmt alles mit einer milden Gleichgiltigkeit

, oder wie kommt dieser Typus zu allen Zeiten und überall vor, der Berliner jo drastisch sagt, einer falien ,, Wurschtigkeit“ aber gegenwärtig wieder in so ausgedehntem Maße, daß der auf. Er bewundert nicht, verachtet aber auch nicht, er Zweifel, die Unwissenheit, das resultatlose Suchen förmhaßt nicht und vermag faum zu lieben, aber er verzeiht lich die Signatur der Zeit geworden ist

. Auch in der und entschuldigt und wird leicht von leijem Mitleid er neuesten Litteratur läßt sich fast überall dieser Kulturtypus griffen. Sein Gefühlsleben hat in dem Rungkampf des nachweisen und die Voraussetzung für seine Entwiciung menschlichen Fortschrittes keine Rolle gespielt, es ist gleich ermitteln. Man braucht garnicht zit den eigentlichen sam außer Uebung gekommen, aber durch die geistige Vertretern der Decadence-Litteratur wie Maeterlinck, Ola Ueberspannung hat sich die Nervosität in einer Weise Hansson oder Hermann Bahr zu gehen, selbst bei Autoren, gesteigert, daß die psychische Widerstandskraft brad) liegt und die vielfach den Naturalisten zugesellt werden, wie Mauder Zukunft mit Angit entgegengesehen wird, ob es denn passant, Garborg, Finne finden sich Züge und Gestalten, garnicht anders werden will! iind als sich bei ihm dann

welche dieje Zeitströmung in helleres Lidt verseken. die Erkenntnis emporarbeitete, daß all die Hirnarbeit Hjalmar Christensen fühlt sich ganz besonders zur Entschließlich vergebens gewesen, überfam thn das Mitleid hüllung und Erklärung dieses Typus hingezogen, weil er mit sich selbst um all die durch den Kampf verlorene der Meinung ist, daß ,, die Menschenseele sich bei ihm in Lebensfreude und machte ihn melancholijch. Oder aber einer Weise enthüllt, die ihre Geheimnisse leichter zugänger beginnt nun mit nervöser Hast und zehrender Sehn- lich macht, als bei jenen Leuten, die ihr Leben in gerader sucht das Glück zu suchen, das er vermöge seiner zer- Linie ausleben, die ihre bestimmten Sympathien, ihre jegenden Geisteseigenschaften nie zu finden vermag, wie Moral und ihre Zwecke haben". sehr auch sein Herz darnach verlangt. Seine Freude Hjalmar Christensen" ist in Deutschland bisher ziembekommt dadurch eiwas Nervöjes, etwas Bewujics. Ihr lich imbekannt geblieben, außer einem Hinweis Ola fehlt das naive Aufgehen im Gefühl. Mit Vorliebe Hanssons auf ihn in der „Frankfurter Zeitung“ und dem juicht er seine Freude draußen in der vegetativen Natur Erscheinen meiner lleberjejung seiner Erzählung „Maltes oder bei der Kunst

, da er anderes nicht mehr zu bewundern Blut“ ist „Nord und Süd“ (Heft 195, Band LXV) vermag und doch das Verlangen empfindet, sich für dürfte hier von ihm noch nicht viel bekannt geworden etwas zu begeistern. llnd in der Natur wie in der jein, und doch verdient Christensen gerade wegen seines Kunst sind es nicht die großen Züge, die jeden ergreifen- Studiums der Decadence auch bei uns die Beachtung der den, allen in die Augen fallenden Schönheiten, was ihn am litterarischen Kreise. meisten entzügt, sondern kleine Einzelheiten, besondere Er ist, wie Gabriel Finne, ein Sohn des westlichen Feinheiten, die nur ihm und einigen wenigen andern Norwegens, entstammt einer religiösen und konservativen verständlich, ja vielleicht bemerkbar sind. In Folge Beamtenfamilie, sein Vater war Kapitän, und ist auf jener Verwantschaft der Satire mit der Idylle

, die schon einem alten Gute des Geschlechtes bei Förde am Sogne Schiller nachwies, entsteht als Resultat seiner abjoluten fjord geboren. Er besuchte zusammen mit Finne das Skepsis eine besondere Vorliebe für das Idyllische. Gymnasium in Bergen, machte 1887 sein Studentenexamen

Bei besonderer Qualifikation wird er sich zum und kam dann nach Kristiania, um Philologie zu studiren. Menschenverächter entwideln, der in Nietzschescher Poten- Hier begannen die neuen Ideen machioll auf ihn einzuzirung in den Uebermenschen übergeht, für gewöhnlich wirken und allmählich eine Revolutionirung seiner An. aber zum Pessimisten wird, der in diesem Falle eigentlich schauungen herbeizuführen. Schon in Bergen hatte er sich

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