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dem der beschuldigte Anstifter angehört (nach gegenseitiger Herausforderung und Verhöhnung im Tanz), ein Scheinkampf (durch Speerwerfen bis zu Verwundungen) aufgeführt, worauf die Alten die Sache als geordnet erklären (s. Taplin). Derjenige, aus dessen Beziehungen zu Körpertheilen, Abfällen, Knochen gegessener Thiere u. s. w. ein Ngadhungi (im Aufsteeken mit Fett an der Spitze eines Stockes) gefertigt ist, wird krank, wenn dieses Zauberwerk zum Abschmelzen über Feuer gesetzt wird (nach dem Hinweise damit auf ihn). In der Millin genannten Zauberei wird der (von den Malpuri Überfallene) Feind mit den Plongge (-Keulen) auf verschiedene Körpertheile geschlagen (unter Ausziehen der Ohren, um Verrath zu hindern) und so dem Dämon Nalkaru überliefert, der ihn fortan mit bösem Rath verfolgt, im Kriege die Aufmerksamkeit vom Schild abziehend (so dass Verwundung folgt), im Wald vom Wege, um irre zu führen u. 's. w. Die unter das Meer tauchenden Todten haben das Feuer zu vermeiden, um zu Narundene zu gelangen.

Die Tasmanier glaubten an die Macht of their wise men1), to destroy numbers by a judicious employement of the evil eye (Bonwick). Clay taken from the path tradden by another could be turned to his hurt (Speichel diente zu exorcisiren). Die Narrinyeri stehen unter Ruspallu oder Häuptlingen (in Australien).

In der Unterwelt (Viami) brennen drei Sonnen. Die Kinirkimir genannten Menschenseelen 2) wandern auf der Erde. Verschieden von dem Wandah oder Gespenst steigt bei Zerfall des Bunna oder Körpers der Tohi oder Rauch {was ein Mensch denkt) zu Bhaiami empor (bei den Kamilaroi). Die auf einem Baum in Vogelstimme klagende Seele fährt unter der Reihe herannahender Leidtragenden in den Mund des Ersten ein, am anderen Ende wieder heraus, um in den Nächsten durchzufahren u. s. w., bis im Letzten verbleibend (in Perth). Der Karkaniya-Vogel, aus dessen Stimme prophezeit wird, nimmt die Seele der Kinder fort, die dann erkranken.

Am Tage auf den Bäumen 3) wohnend, kommen die Seelen Nachts herab, um Würmer, Frösche, Eidechsen u. s. w. zu essen (in Australien). Mirirul nimmt die auf einen Baum geflüchteten Seelen zum Himmel auf, wenn gute (bei den Illawarra).

Im Tolung-Stamm bei Rockhampton werden die Frauen begraben4), die

') The »wise men« of the Chonos Indiana are the prophets, doctors and magicians (Fitzroy). Der Koradger oder Priester schlägt den Zahn aus (in NewSouth-Wales).

'-') Bei der Schöpfung rief Gott die praeexistirende Neshama Adam's aus dem Ozar (Vorrathshaus) hervor, um sie mit dem Leib zu vereinigen (s. F. Weber) durch Einstreuung (oder Einhauch), und so Mawu (bei den Eweern).

*) Im Schrei entfliegt der Geist (Dusa) dem Munde (Wlaslav's), von Baum zu Baum flatternd (bis verbrannt). Die adligen Seelen in Tlascala gingen in bunte Vögel über. Wenn die Seelen von Baum zu Baum achweifen, schrecken die Vögel vor ihnen, nur die Eulen nicht (bei den Böhmen). Bei den Czechen kann der Mensch sein Leben mit einem Baum theilen, indem die Seele Nachts aus dem Körper in einen Weidenbaum geht und mit dessen Abhauen stirbt (s. Grohmann). Die Dualla verknüpfen sympathisch (wie bei Meleagros) das Leben des Kindes mit einem Baum, und Mani sieht in der Unterwelt die Bäume seiner Geschwister (in Polynesien). Um Azzo's Seele abzuholen, kam der Erzengel Michael (s. Desiderius).

4) Bei den Illinois wurden die Frauen begraben, die Männer an Bäume gehängt.

Männer in Bäumen aufgehangen. Der Häuptling heisst Palkut (weiblicher Würde).

Unter den Tasmaniern zeigten Einige die »stars, where they were to go to. Others imagined they were to go to an island, where their ancestors were, and be turned in white people. The more western portion of the Aborigines had no idea of future existence, they thought they were like kangaroo« (s. Clark). Nach den Naowe (in Australien) »the ghosts depart and people the islands in Spencer's Gulf« (s. Angas). Als mächtigen Zauber betrachten die Australier stets »the tribes north') of themselves« [Finnen].

Die Seele eines durch Zauberei Gestorbenen als In-gna »cannot enter heaven«, bis gerächt (in Australien). »The Watchandies (in Australien) believe that the spirit of the first man slain enters the body of the slayer2) and acts thereafter as his tutelary guardian.«

Auf Stephens-Island (in Torres- Strasse) werden die Mumien, nach dem Ausnehmen der Eingeweide, getrocknet. Im südöstlichen Neu-Guinea3) finden sich präparirte Mumienköpfe4) mit eingesetzter Nase, künstlichen Augen u. s. w. Die Motu (bei Port Moresby), deren Todtenseelen nach Taurau (der Region jenseits des Meeres) fortziehen, kennen die Voaha genannten Geister, als über dem Meere schwebend, neben dem bösen Vata. In Napean-Island werden die zu Stephan-Island gehörigen Mumien gefunden. Auf den Murray-Inseln (wie in den Darnley-Inseln) finden sich neun Häuptlinge. Im Innern von Port Moresby finden sich neben den auf Pfeilern gebauten Häusern der Dörfer (mit langem Rathhaus) Auslughäuser auf Bäumen.

In Port Moresby werden Bogen und Pfeil besonders zur Jagd gebraucht, im Innern Lanze und Keule (mit Schilden). In Darnley sind die Häuser in Bienenkorbform gefertigt. Die Eingeborenen des Innern von Port Moresby, die theilweis ihre Wohnungen auf Bäumen haben, tragen aus Gras gefertigte Schürzen zum Sitzen am Gürtel befestigt (und oft um den Bauch ein eng anliegendes Netz).

Die Leichen der Häuptlinge werden, in Rinden gewickelt, in gespaltenen Bäumen beigesetzt (in Cooktown). Die Verwandten essen einander. Bei Somerset trauern die Wittwen mit einer Lehmbekleidung auf dem Kopf. Am Pime-River bei Brisbane werden in der Nähe der Begräbnissstelle die Emblemedes Todten auf einen Baum geschnitten. Beim Niedersetzen der Häuptlingsleiche in einen hohlen Baum wird der Flug der Seele aufwärts durch den schwirrenden Ton der Umstehenden gefördert. Am Cooper-Creek wird der Todte in einer Matte mitgeführt. Am Warriga-Fluss klemmt man die Leiche in einen Baum. Bei Port Essington werden die Todten auf Gestelle gelegt.

') Im Dualismus ist dem Bösen der Süden angewiesen (Simplicius), wohin Sutur kommt (im Norden). Die Nachbarn im Norden gelten als Zauberer (in Australien) und so den Finnen die Lappen.

2) Der Rache der Ermordeten zuvor zu kommen, wurden ihnen die abgeschnittenen Glieder an die Achseln gehängt (/iao%ahi'C,eiv). In war, when a Kutchin Indian kills his adversary, he cuts all his joints (s. Dali), zum Unfähigmachen (für die Verfolgung).

3) Nova Guinea (s. Reland) appellatur ab Incolis insulae Jamnae Betaf (1708).

') Die im Atrium aufgestellten Imagines majorum (als dem Lebenden nachgebildete Wachsmasken) wurden in Leichenzügen getragen. Athene hiess ylavxcoTtts von eingesetzten Augen (s. Blümner).

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Neu-Seeland.

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J) Ton der Po tua tahi (ersten Nacht) bis zur zehnten Nacht entstanden Pipia (Harzart) und dann Kaka (Feuersbrunst), als Vater von Rangi und Papa (Bruder und Schwester). — Rangi2) und Papa 3) waren Eltern der nachtgeborenen Götter Atua-o-te-po (mit Hine-nui-te-po) und der Lichtgötter oder Nga Atua-o-te-Ra. — Nachdem aus dem Kune (Auffassung) die Vermehrung entstanden war, dann die Schwellung, der Gedanke, die Erinnerung, der Wunsch, rief das Wort die Nacht (Po) hervor, nnd aus ihrem Nichts erhob sich der Raum, von dem der Himmel, sowie der Mond, und weiter die Sonne hervortraten, dann das Land Havaiiki. — Nachdem die Schöpfung von Kore an die psychischen Stadien durchlaufen, schwebt die Weltkugel im Raum. — Aus der Nacht (Po) erhob sich die Auffassung (Kune), und mit dem Licht brach Wasser hervor, dann die Erde und weiter die Götter mit Tane. Die Neugeborenen heissen Hepotiki, als Gaben Tiki's aus der Po.

Aus den Kreisungen4) der Po, als Po tu hahi (erste Nacht) bis zur zehnten Nacht, entstand Piapia und dann Kaka, als Vater der

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Geschwister Rangi und Papa, aus deren Umarmung Tane-nui-rangi (mit acht Brüdern) hervorkam, und als dieser aus der Achselhöhle der Mutter den Kopf vorstreckte, sah er im All die 70 (Hokohitu) Glanzvollen weilen, unter der Dreiheit von Ruke nui papa (ruke, tauchend), Wheddä und Wera (brennend) im Ao-marama (Welt des Lichts). Auf seinen Zuruf: »hier ist Tane«, ermunterten sie ihn, die Eltern zu trennen, und als er mit seinen Brüdern berieth, die Muskelfasern zu durchschneiden, fühlte Rangi einen Schmerz an der Seite, und dies als böses Vorzeichen erkennend, schlug er Papa vor, auseinanderzuweichen, und da auch dann noch der Himmel der Erde zu nahe blieb, wurde er durch die Incantationen der Menschen nach und nach höher gehoben. Als dann Tane-nui-Rangi, eine Frau zu suchen, in den Himmel (Rangi) stieg, erfuhr er, dass es dort nur eine Frau gäbe (Rongo-udi-ao), erhielt aber von seinem Vater Rangi den Rath, nach der Hüfte seiner Mutter zurückzukehren, und aus dieser bildete er die Frau Hine-titam (Mutter der Söhne Rapu-ai und Kuru-kuru). In Tanenui-rangi ihren Vater erkennend, flüchtete Hine-titam beschämt zu seinem Bruder Tane-ta-waiora (wai-ora, Lebenswasser), Vater TimuRangi's (Ende des Himmels), und verwandelte sich aus Zorn (im Zank mit Tane-nui-Rangi) in die Urahnin Hine-nui-te-po (die Nacht), während Tane-nui-Rangi auf der Erde blieb (nach den Traditionen des Stammes Ngati kahu ngunu in Hawkes Bay); von Herrn Locke (in Napier).

Wie Aegyptens Götter in Thiere, wandeln sich die von TawhiriMatea fliehenden Brüder in Pflanzen1).

') Nach der mit Ojibway und Ottawa in gemeinsamem Ratbsfeuer (s. Drake) verbundenen Pottowatomie (vom See Michigan) erneuerte Kchemnito, le Grand Esprit (neben Mchemnito, le mauvais Esprit) die wegen Undankbarkeit der zuerst geschaffenen Wesen (des chiens, qui ne levaient jamais les yeux au ciel, pour implorer l'assistance du Grand Esprit) überfluthete Welt, und schuf einen Jüngling, dem (weil einsam) im Schlaf eine Schwester gegeben, und dann im Traume die Erscheinung der »cinq jeunes gens«, von denen Sama, Wapekone, Eshketamok und Kojees beim Sterben und Begraben in Pflanzen verwandelt wurden, Taamen, die Maus, dagegen das Menschengeschlecht zeugte. Un grand Manitou vint se promener sur la terre, il se plaisait parmi les enfants des hommes et choisit pour femme la fille la plus vertueuse; il en eu quatre garcons a la fois; le premier ne s'appela Nanaboojoo, le Grand Intercesseur entre Dieu et l'homme; le second se nomma Chipiapoos ou l'homme mort, il pre'side au pays des ämes; le nom du troisieme fut Wabasso, aussitöt qu'il vit la lumiere, il s'enfuit au Nord, oü il se changea en lapin blanc, dont il porte le nom; le quatrieme Chakekenapok, ou l'homme de Pierre a feu, tua sa mere en venant au monde (s. De Smet). Nachdem Nanaboojoo Rache genommen (unter Verwandlung der abgerissenen Glieder in Steine und Schlinggewächse), lebte er in Einsamkeit mit Chipiapoos, der (den Rath zur Vorsicht missachtend) von den neidisch eifersüchtigen Manitu durch Einbrechen des Eises getödtet und von Nanabuju beklagt wurde, bis diesem (seinen Zorn zu besänftigen) vier der Weisen unter den Manitu die Zaubersäcke brachten, für Einweihung in den Geheimorden der Grossen Medicin (während der wiedererweckte Chipiapoos zum Herrschen in die Unterwelt hinabgeschickt wurde, für seine Verwandten). Nachdem die Erde oder Mesukkummikokwi (la grande-grande Mere) mit dem Unterhalt der Menschen beauftragt war, vernichtete Nanabuju auf seinen Wanderungen die Riesenthiere und

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Nach Trennung1) von Himmel2) und Erde schmückte Tane den Himmel oder Rangi mit Sternen und stellte auf Papa oder Erde die krüppligen Kinder, als Bäume (dann seinen älteren Bruder im zehnten Himmel besuchend). Von der Reise nach Kahuipuakiaki zurückkehrend, fand Tangaroa seinen Onkel Rangi mit seiner Frau Papatuanuku3) und lähmte ihn durch Speerwurf, so dass dieser (nicht fähig zu stehen) niederbiegen musste, und so mit der Erde Kinder (theils verkrüppelte) zeugte. Die Erde, als Fisch heraufgezogen, fluthete auf den "Wassern des Raumes. E tere noa ane, oder fliessend (tere) schrankenlos (noa), sagen die Maori vom Weltall, als im Dasein schwimmend. Punga, Sohn Rangi's und Papa's (durch Tuhenua), am Seestrand (im "Wasser und auf dem Lande) lebend, war der Vater Tangaroa's.

Der Himmel4) heisst das Haus Tane's. Im ersten Himmel weilt Hau (Wind), im zweiten Te Ao (Wolken), im dritten Te kikorangi

setzte vier Wächter in die Weltrichtungen, sowie die Donnervögel in die Wolken. Dann zurückgezogen, ausruhend de ses travaux dans le grand lac du Nord (sur un immense glacon). Des que Nanaboojoo sera force de medre pied ii terre, le globe s'enflammera et toute cre'ature pe>ira par feu (1847). The Aurora borealis the Mackah think is the light caused by the fires of a manniken tribe of Indians who live near the north-pole, and boil out blubber on the ice (s. Swan). Terra feros partus immania monstra, Gigantas edidit ausuros in Jovis ire domum (Ovid). Bei Apollodor ist der Minotaurus bis auf die Schultern Mensch, wogegen oben Stier (bei Ovid). Die Konjagen mengen die von der Sonne gesendeten Bären-Excremente, mit Beeren gekocht, den Speisen als Gewürz bei.

') Nach Rabbi Joseph ben Soma ist zwischen den oberen und unteren Wassern nur ein Raum von 2 — 3 Fingern (bei der Schöpfung).

*) Principes dei Coelum et terra (Tautes et Astarte apud Phoenicos, ut idem prineipes in latio Satnrnus et Obs). Neben Betül waren Saturn, Dago und Atlas Kinder des Himmels und der Erde. Jnpiter heisst supinalis als aufwärts gewölbt (s. Aug.), wie Kronos (gekrümmt). Nach Varro besass der Divus Pater Falacer einen eigenen Flamen. Falae dictae ab altitudine a falando, quod apud Etruscos significat coelum (Festus). Ov Tovs Tiqcotovs, olov Nvxra xal Ovgarbv r) Xäoe rj 'iixeavov, aXXa rbv Jia Hess man herrseben (s. Aristot.). Deucalion warf in den Steinen die Gebeine seiner grossen Mutter (der Erde) hinter sich. Nerthum, i. e. terram matrem colunt (Tacitus). Cica (mammosa mater) der Slaven (s. Knautj. Janum, quem ferunt Coelo atque Hecate proereatum (s. Arnob.), Chaos antiqui (res prisca) vocabant (Ovid), als annus (bei Auson.). Die Erdgöttin wurde in Latium als Ru-mina (die Nährerin) verehrt, und daher Roma (s. Hoffmann). Idxgiaiae, Kqovos naga <Pov£iv (s. Hesych.).

3) Papa-tu-a-Nuku, oder die Fläche, auf dem (Gott) Nuka stehend, war der Name für die Erde, als in sich selbst gefestigt (bei den Maori).

4) als Gäa und Uranos zeugend. Du mariage du Ciel avec la terre, il nait un fils, qui, du nom de son pere, Savar ou Svar s'appelle Savarya ou Surya (s. Chave'e). Mercurius primus, qui in Proserpinam genitalibus dicitur adhinnivisse subrectus, supremi progenies Coeli est (Arnobius). Heraklides (mit den oyxoi als Urstoffen) terram et coelum refert in deos (Cicero). Bei den Koloschen schafft der Rabe sich selbst und dann die Welt. Ut Mater magna Telhis est, sie pater magnus Caelus (bei Varro). Mercurius unus Caelo patre, Dia matre natus (s. Cicero). In Pergamos wurden die Cabiren (als Söhne des Uranos) von den Jioaxovqlrai verehrt. Der Thurm, auf dem Simon Kaiphas (mit dem Namen Gottes aus dem Tempel Jerusalems seinem Fleisch eingeschnitten) bis zum Tode gesessen, heisst Peter (in Rom).

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