Billeder på siden
PDF

machen werden Steine geworfen. Bei Krankheit ist das Fett der Nieren gestohlen durch ein Mitglied feindlichen Stammes (in Vogelform), weshalb dann Einer aus solchem Stamm getödtet werden muss (bei den Larrikia). Der Zauberer macht krank durch Werfen des Boor oder Gürtels. Die Warraras heilen durch Zauberei. Der Kranke hat einen Mudlo (Stein) am Sitz des Schmerzes. Die Nurrullurrulla (Zauberer) schaden durch Nurrendi im Wasser. Zum Einschläfern der Thiere auf der Jagd werden Zauberformeln gesprochen (in Australien).

Die Aerzte 1) oder Kaldukke heilten durch Pfeifen, Kneten oder Tanzen, den bösen Melapi vertreibend. Karungpe kommt bei Nacht, das Lagerfeuer erlöschend, um den Schläfern das Leben zu rauben.

Die Regenmacher) ändern das Wetter durch Bezauberungen (wie in Africa). Die Pando (in Australien) legen die durch Alte gekaute Knochen einer verstorbenen Verwandten in heisse Asche und sprechen Verwünschungen über den Feind (der mit dem Verbrennen jener abstirbt).

Wenn ein Alter oder ein junges Mädchen stirbt, werden die Knochen (nach Verwesung der Leiche) eine Zeitlang von dem Stamm in einem Sacke mitgeführt. Bei Townsville begräbt man in Ameisenhaufen, dann als Sitz von Dämonen gefürchtet, während die Leichen der Häuptlinge, in Rinde gewickelt in Bäumen mumificiren. Bei den (den Lodaikenin benachbarten) Jardaikin (bei Sommerset) werden die nach 6 Monaten aufgegrabenen Knochen der Begrabenen nach York - Island gebracht und dort aufgestapelt. An Krankheit Verstorbene werden von den Aeltesten (der Häuptlinge) unter Blättern begraben. Bei Brisbane werden die Knochen des in einem Baum beigesetzten Todten nach dem Zerfall in einem Sack mitgeführt. Am Murrunbidge werden die Gräber mit Strohhütten bedeckt.

Die (mit den Kiwai kämpfenden) Bewohner der Insel Seibai (bei NeuGuinea) bewahren die Unterkinnladen ihrer Feinde auf. In den Stämmen an Wide Bay (in Australien) essen sich die Verwandten und bewahren die práparirten Häute als medicinischen Werthes. Am Cape York werden die Feinde gekocht und gegessen. Am Bulloon - Fluss wird die Leiche mitgeführt, nachdem sich der Stamm mit dem durch Feuer ausgeträufelten Fett beschmiert hat (unter Essen desselben).

[ocr errors]

Am Richmond häuften die Australier Haufen Holz über das Grab, damit die abgeschiedenen Seelen nicht durchbrechen (wie es von der Antar's in Arabien gefürchtet wurde). In Tasmanien wurde das Grab (mit hockender Leiche) durch Zaun 1) umgeben und »occasionally a mound was raised« (s. Bonwick). Die Mutter trug Knochen des Kindes, die Wittwe des Gatten (bei den Tasmaniern). Die Knochen der Freunde wurden auf Wanderungen mitgenommen, »as preservatives against evil« (Bonwick). Die Todten wurden als Weisse wiedergeboren oder in den Sternen (in Tasmanien). Der Name der Verstorbenen wird gemieden (wie von den Frauen der Kaffern der ihrer männlichen Verwandten), oùy olov eineTv (bei Herod.). Am Murray wird der Todte auf einer Plattform ausgesetzt. Dem in Rinde gewickelten Todten werden (an MoretonBay) Worte ins Ohr geflüstert, um im Jenseits zu sagen, dass er nicht getödtet, sondern natürlich verstorben sei. Bei Moreton-Bay wurde die abgezogene Haut des gegessenen Todten von dem Zauberer umhergetragen, und den verschiedenen Mitgliedern des Stammes vorgehalten, um denjenigen anzuzeigen, der den Tod verursacht. Am Darling werden Hügel über den Gräbern errichtet. Earthworks (for the purposes of irrigation) sind in Australien gefunden (indicating a higher state of civilisation). In Tasmanien fanden sich heilige Stein-Kreise (nach Bonwick).

Das Begraben auf Mabiae (bei Cape York) geschieht durch Frauen, und wird das Grab durch Zweige oder Muscheln markirt. Einige Monate nach dem Begräbniss erprobt der Aelteste mit einem Stocke, ob der Körper zerfallen ist, und dann wird das Fest gefeiert, um die Knochen in dem gemeinsamen Behälter (entfernt in abgelegenem Baumgrund) beizusetzen, indem der Häuptling mit dem Schädel des Verstorbenen (seinen Waffen und seinem Schmuck) in den (die Frauen ausschliessenden) Kreis tritt, wo ihm während der Dauer der Feierlichkeit Alles (selbst Todtschlag) erlaubt ist, weil im Namen des Verstorbenen handelnd, der jede Beleidigung rächen würde (wie ähnlich auf 'Tahiti zu Cook's Zeit). Bejahrte Häuptlinge werden in einem gespaltenen Baum beigesetzt, bis dort getrocknet. Durch Wadnawadna wird die Todesursache bestimmt aus den Bewegungen der Bahre (tirkatti), wie in Guinea, (in Hierapolis u. s. w.).

Die Tasmanier sassen singend um die Leiche, »to prevent the evil spirit from taking it away« (nach Davis). Die Todten werden zuweilen in Gruben verbrannt (in Boyne). Beim Tode des Kindes 2) trägt die Mutter eine Zeitlang die Knochen desselben.

Die Knochen der Kinder werden in Netzen an Bäumen aufgehängt (bei Port Moresby). Die Leichen werden in hockender Stellung zwischen Feuern getrocknet. Die Wittwen 3) tragen die Knochen des verstorbenen Gatten am

1) Die Gräber der Tscheremissen werden mit Pfählen umsetzt, dass der Todte nicht übersteige.

2) Nachdem Guagugiona’s Frauen in Matinino geblieben, wurden die am Ufer eines Flusses zurückgelassenen Kinder (nach der Brust schreiend) in Frösche verwandelt (nach Peter Martyr), oder (uach Pane) en petits animaux, en manière de nains (Tona). Die Dayak setzen die Kinder in den Wald aus, wenn dem Vater bei der Geburt Böses träumt.

3) Bei den (Patyaa verehrenden) Kussi und Tipra muss die Wittwe ein Jahr bei dem Grabe ihres verstorbenen Mannes zubringen. (Nach Einguss von Fleischbrühe werden die Knochen der getrockneten Leiche später im Topf zum Befragen bewahrt.) Bei den Tacullah tritt Knechtschaft hinzu. Durch das Navitia genannte Opfer bewahrte die Mutter, beim Tode ihres Kindes, die Milch für vier Tage (in Micla).

Halse. Säuglinge wurden mit der Mutter begraben (in Australien). Die Tasmanier steckten einen Speer auf das Grab (oder in das Grab) für den Todten, damit zu kämpfen (s. Bonwick). Die Krieger der Buddaya gehen beim Tode nach dem unsichtbaren Berg Kanagiri. Am oberen Brisbane wird ein Stück der abgeschundenen Haut des Verstorbenen zu einem Dilley-Bag verarbeitet getragen.

Wenn die auf der Bahre liegende Leiche 1) durch einen darunter Sitzenden um die Ursache des Todes befragt wird, bewegt sich die Bahre durch den Einfluss Kuingo's (des Todesgottes), um den Schuldigen zu finden (in Australien). Wenn die Australier »draw the skin off and roast the flesh before cutting it up« (den Todten zu essen), »the flesh of a black man is perfectly white« und deshalb »becomes a white ghost in another country beyond the sea«, weshalb »when they first heard of whites, they supposed them to be the ghosts of their own dead come back« (wie bei Davis in Queensland). Die Tasmanier legten dem Todten einen Speer in das Grab, »to fight with when he is asleep (s. Bonwick). In Fiji wurde eine Keule beigegeben (zum Kampf). Die Tasmanier vermieden den Namen eines Verstorbenen, um ihn nicht zu rufen (Dave). Der Schutzgeist der Tasmanier hiess Warrawah oder Schatten (s. Milligan).

Die Abgeschiedenen wurden nicht genannt %), doch als Schutzgeister angerufen (bei den Tasmaniern).

Die Todten gehen zu den Wyirrewarre genannten Sternen, mit den Helden (Wyungare, Nepalle, Manchingga u. s. w.) zu weilen (bei den Narrinyeri). Die Seelen gehen zur Grube Pindi, als Weisse 3) zurückkehrend. Die Seelen gehen nach Kota oder Kua (in den Wolken), wenn gut, oder wenn schlecht nach Walle (unter der Erde) im Tobing-Stamm (bei Rockhampton). Bei einem Todesfall in einem Stamme der Narrinyeri wird mit demjenigen Stamme, dem der beschuldigte Anstifter angehört (nach gegenseitiger Herausforderung und Verhöhnung im Tanz), ein Scheinkampf (durch Speerwerfen bis zu Verwundungen) aufgeführt, worauf die Alten die Sache als geordnet erklären (s. Taplin). Derjenige, aus dessen Beziehungen zu Körpertheilen, Abfällen, Knochen gegessener Thiere u. s. w. ein Ngadhungi (im Aufsteeken mit Fett an der Spitze eines Stockes) gefertigt ist, wird krank, wenn dieses Zauberwerk zum Abschmelzen über Feuer gesetzt wird (nach dem Hinweise damit auf ihn). In der Millin genannten Zauberei wird der (von den Malpuri überfallene). Feind mit den Plongge (-Keulen) auf verschiedene Körpertheile geschlagen (unter Ausziehen der Ohren, um Verrath zu hindern) und so dem Dämon Nalkaru überliefert, der ihn fortan mit bösem Rath verfolgt, im Kriege die Aufmerksamkeit vom Schild abziehend (so dass Verwundung folgt), im Wald vom Wege, um irre zu führen u. s. w. Die unter das Meer tauchenden Todten haben das Feuer zu vermeiden, um zu Narundene zu gelangen.

1) Bruno gründete sein Kloster, als der Todte bei der Leichenfeier geantwortet hatte (wie aufgefordert). Dicäarchus bestritt das eigene Wesen der Seele (im Menschen). Die Form, als der Sache nach Erstes und nur in der Erscheinung als das Spätere hervortretend (s. Kirchner), ist der Gedanke, der das Wesen aller Dinge ausmacht (bei Plotin).

2) Nach Beendigung der Trauer - Ceremonien wurde der Todte nicht mehr gegenannt (bei den Irulern). Die Todtengräber (in Kamtschatka) kriechen (nach dem Leichenbegängniss) zweimal durch einen geflochtenen Ring (an der Verfolgung zu hindern). Beim Kriege sucht man auf den Marquesas dem Feinde die Leichen seiner Häuptlinge zu 'stehlen. Bei den Nasamonen durfte der Tod nicht liegend erfolgen, weshalb der Todte hingesetzt wurde (nach Herodot). Die Scandinavier vermieden, im Bette zu sterben. Die Neger von Mina lassen durch die Priester Geschenke für den Gott Didi hinstreuen, die Seele nicht zu belästigen. Nach Herodot bewahrten die Babylonier die Leichen in Honig, wie die Assyrer (nach Strabo). Redditur enim terrae corpus, et ita locatum ac situm quasi operimento matris obducitur (Cicero), als antiquissimum sepulturae genus (bei Cyrus). Die Irokesen geben Farben in das Grab mit zum Bemalen.

3) Als ein Eingeborener (having a bent arm) am Macquaie-River gestorben war, wurde er später durch die Mutter in einem Colonisten (having also a bent arm) wiedererkannt (s. Bonwick).

Die Tasmanier glaubten an die Macht of their wise men 1), to destroy numbers by a judicious employement of the evil eye (Bonwick). Clay taken from the path tradden by another could be turned to his hurt (Speichel diente zu exorcisiren). Die Narrinyeri stehen unter Ruspallu oder Häuptlingen (in Australien).

In der Unterwelt (Viami) brennen drei Sonnen. Die Kinirkimir genannten Menschenseelen ) wandern auf der Erde. Verschieden von dem Wandah oder Gespenst steigt bei Zerfall des Bunna oder Körpers der Tohi oder Rauch (was ein Mensch denkt) zu Bhaiami empor (bei den Kamilaroi). Die auf einem Baum in Vogelstimme klagende Seele fährt unter der Reihe herannahender Leidtragenden in den Mund des Ersten ein, am anderen Ende wieder heraus, um in den Nächsten durchzufahren u. s. w., bis im Letzten verbleibend (in Perth). Der Karkaniya-Vogel, aus dessen Stimme prophezeit wird, nimmt die Seele der Kinder fort, die dann erkranken.

Am Tage auf den Bäumen 3) wohnend, kommen die Seelen Nachts herab, um Würmer, Frösche, Eidechsen u. s. w. zu essen (in Australien). Mirirul nimmt die auf einen Baum geflüchteten Seelen zum Himmel auf, wenn gute (bei den Illawarra).

Im Tolung-Stamm bei Rockhampton werden die Frauen begraben 4), die

1) The »wise men« of the Chonos Indians are the prophets, doctors and magicians (Fitzroy). Der Koradger oder Priester schlägt den Zahn aus (in NewSouth-Wales).

2) Bei der Schöpfung rief Gott die praeexistirende Neshama Adam's aus dem Ozar (Vorrathshaus) hervor, um sie mit dem Leib zu vereinigen (s. F. Weber) durch Einstreuung (oder Einhauch), und so Mawu (bei den Eweern).

3) Im Schrei entfliegt der Geist (Dusa) dem Munde (Wlaslav's), von Baum zu Baum flatternd (bis verbrannt). Die adligen Seelen in Tlascala gingen in bunte Vögel über. Wenn die Seelen von Baum zu Baum schweifen, schrecken die Vögel vor ihnen, nur die Eulen nicht (bei den Böhmen). Bei den Czechen kann der Mensch sein Leben mit einem Baum theilen, indem die Seele Nachts aus dem Körper in einen Weidenbaum geht und mit dessen Abhauen stirbt (s. Grohmann). Die Dualla verknüpfen sympathisch (wie bei Meleagros) das Leben des Kindes mit einem Baum, und Maui sieht in der Unterwelt die Bäume seiner Geschwister (in Polynesien). Um Azzo's Seele abzuholen, kam der Erzengel Michael (s. Desiderius).

4) Bei den Illinois wurden die Frauen begraben, die Männer an Bäume gehängt.

Männer in Bäumen aufgehangen. Der Häuptling heisst Palkut (weiblicher Würde).

Unter den Tasmaniern zeigten Einige die »stars, where they were to go to. Others imagined they were to go to an island, where their ancestors were, and be turned in white people. The more western portion of the Aborigines had no idea of future existence, they thought they were like kangaroo« (s. Clark). Nach den Naowe (in Australien) »the ghosts depart and people the islands in Spencer's Gulf« (s. Angas). Als mächtigen Zauber betrachten die Australier stets »the tribes north 1) of themselves« [Finnen).

Die Seele eines durch Zauberei Gestorbenen als In-gna »cannot enter heaven«, bis gerächt (in Australien). »The Watchandies (in Australien) believe that the spirit of the first man slain enters the body of the slayer 2) and acts thereafter as his tutelary guardian.«

Auf Stephens - Island (in Torres - Strasse) werden die Mumien, nach dem Ausnehmen der Eingeweide, getrocknet. Im südöstlichen Neu-Guinea 3) finden sich präparirte Mumienköpfe 4) mit eingesetzter Nase, künstlichen Augen u. s. w. Die Motu (bei Port Moresby), deren Todtenseelen nach Taurau (der Region jenseits des Meeres) fortziehen, kennen die Voaba genannten Geister, als über dem Meere schwebend, neben dem bösen Vata. In Napean-Island werden die zu Stephan-Island gehörigen Mumien gefunden. Auf den Murray-Inseln (wie in den Darnley - Inseln) finden sich neun Häuptlinge. Im Innern von Port Moresby finden sich neben den auf Pfeilern gebauten Häusern der Dörfer (mit langem Rathhaus) Auslughäuser auf Bäumen.

In Port Moresby werden Bogen und Pfeil besonders zur Jagd gebraucht, im Innern Lanze und Keule (mit Schilden). In Darnley sind die Häuser in Bienenkorbform gefertigt. Die Eingeborenen des Innern von Port Moresby, die theilweis ihre Wohnungen auf Bäumen haben, tragen aus Gras gefertigte Schürzen zum Sitzen am Gürtel befestigt (und oft um den Bauch ein eng anliegendes Netz).

Die Leichen der Häuptlinge werden, in Rinden gewickelt, in gespaltenen Bäumen beigesetzt (in Cooktown). Die Verwandten essen einander. Bei Somerset trauern die Wittwen mit einer Lehmbekleidung auf dem Kopf. Am Pime-River bei Brisbane werden in der Nähe der Begräbnissstelle die Embleme des Todten auf einen Baum geschnitten. Beim Niedersetzen der Häuptlingsleiche in einen hohlen Baum wird der Flug der Seele aufwärts durch den schwirrenden Ton der Umstehenden gefördert. Am Cooper-Creek wird der Todte in einer Matte mitgeführt. Am Warriga-Fluss klemmt man die Leiche in einen Baum. Bei Port Essington werden die Todten auf Gestelle gelegt.

1) Im Dualismus ist dem Bösen der Süden angewiesen (Simplicius), wohin Sutur kommt im Norden). Die Nachbarn im Norden gelten als Zauberer (in Australien) und so den Finnen die Lappen.

2) Der Rache der Ermordeten zuvor zu kommen, wurden ihnen die abgeschnittenen Glieder an die Achseln gehängt (uaoyaliselv). In war, when a Kutchin Indian kills his adversary, he cuts all his joints (s. Dall), zum Unfähigmachen (für die Verfolgung).

3) Nova Guinea (s. Reland) appellatur ab Incolis insulae Jamnae Betaf (1708).

4) Die im Atrium aufgestellten Imagines majorum (als dem Lebenden nachgebildete Wachsmasken) wurden in Leichenzügen getragen. Athene hiess ydavrõnis von eingesetzten Augen (s. Blümner).

« ForrigeFortsæt »