Naturpantheismus. Liebe und Natur des jungen Goethe im Konflikt: Eine Analyse der Gedichte 'Maifest' und 'Ganymed'

Forsideomslag
GRIN Verlag, 2007 - 28 sider
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Universität Leipzig (Germanistik), Veranstaltung: Seminar: Der junge Goethe, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Gott ist alles in allem, oder nicht? Der Pantheismus des jungen Goethe, besser gesagt, Goethes Reflexion des Pantheismus steht in diesem Aufsatz zur Debatte. Denn einerseits manifestiert sich in dessen Gedicht "Maifest" von 1771 die Anschauung eines "Eins sein" von Gott, Natur und Liebe. Darin geht das individuelle Ich - das soeben erst die Bühne der Literatur betrat - auf und erkennt seine Identität. Die Naturverehrung, die aus diesem Text spricht, beschreibt der erste Teil der hiesigen Analyse. Doch stellt Goethe nicht bereits vier Jahre später mit "Ganymed" die Frage: Gibt es in einer Alles-ist-Eins-Religion überhaupt die Möglichkeit zur Individualität? Die Meinungen der Forschung scheiden sich an diesem Punkt. Wie die beiden Texte Goethes, so durchleuchtet dieser Aufsatz ebenfalls deren Sekundärliteratur. In einem zweiten Teil belegt er jedoch, dass durchaus nicht die gleiche Naturverehrung, sondern vielmehr die Probleme des Naturpantheismus und deren verheerende Folgen für das Individuum von Goethe in "Ganymed" festgeschrieben sind. Goethes Anschauung im Wandel - eine Analyse von Carolina Franzen.
 

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Indhold

A Einleitung
3
Ganymed und Maifest im Vergleich
11
Schluss
20
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Side 22 - Wie herrlich leuchtet mir die Natur! Wie glänzt die Sonne ! Wie lacht die Flur! Es dringen Blüten aus jedem Zweig und tausend Stimmen aus dem Gesträuch, und Freud und Wonne aus jeder Brust. O Erd, o Sonne, o Glück, o Lust ! O Lieb, o Liebe ! So golden schön, wie Morgenwolken auf jenen Höhn! Du segnest herrlich das frische Feld, im Blütendampfe die volle Welt. O Mädchen, Mädchen, wie lieb ich dich ! Wie blickt dein Auge!
Side 22 - Wie lieb ich dich! Wie blinkt dein Auge ! Wie liebst du mich! So liebt die Lerche Gesang und Luft, Und Morgenblumen Den Himmelsduft, Wie ich dich liebe Mit warmem Blut, Die du mir Jugend Und Freud und Muth Zu neuen Liedern Und Tänzen giebst — Sei ewig glücklich, Wie du mich liebst!
Side 8 - Die volle Welt. O Mädchen, Mädchen, Wie lieb ich dich ! Wie blinkt dein Auge! Wie liebst du mich! So liebt die Lerche Gesang und Luft, Und Morgenblumen Den Himmelsduft, Wie ich dich liebe Mit warmem Blut, Die du mir Jugend Und Freud und Mut Zu neuen Liedern Und Tänzen gibst.
Side 16 - ... Arm! Ach an deinem Busen Lieg' ich, schmachte, Und deine Blumen, dein Gras Drängen sich an mein Herz. Du kühlst den brennenden Durst meines Busens, Lieblicher Morgenwind! Ruft drein die Nachtigall Liebend nach mir aus dem Nebeltal. Ich komm', ich komme!
Side 19 - ... Interpretation selbst ist damit immer noch nicht am Ende. Die Hymne heißt „Ganymed". Dieser Name trägt ein Stück Mythologie, und zwar griechischer Mythologie an sie heran, dh ein Stück farbiger Schale, deren lebendiger mythischer Kern uns nicht mitgegeben ist. Nach der alten Überlieferung wurde der troische Königssohn Ganymed, der schönste aller sterblichen Jünglinge, von Zeus in Gestalt eines Adlers geraubt und von der Erde entrückt. Das Geschehen der Ganymed-Hymne deckt sich also...
Side 3 - Ausatmen konstituieren und inthronisieren das individuelle Ich, das in der Epoche des jungen Goethe die Bühne der Literatur betritt.

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