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losigkeit dieser und jener bei Namen genannten Zeitung, über die er mit aller Entschiedenheit für die studirende Jugend eine unbe. politischen Parteiblätter, über den Unterschied der englischen und deut= føränkte Freiheit auch in Bezug auf die Religion, die Theologie und schen Zeitungen beibringt, beweift zur Genüge, daß er nicht verab die Kirche in Anspruch nimmt, dem Gelübde der als Prediger Anzufäumt hat, allen Zeitbestrebungen sein Interesse zuwendend, sich die stellenden, wenn auch nicht darauf, daß fie nur nach dem Buchstaben Erfahrung anzueignen, welche allein den Universitätslehrer auch be des Symbols, – so doch darauf, daß sie nie gegen den Buchstaben fähigt, einen veredelnden Einfluß auf das fittliche Leben und Streben des Symbols lebren woüen, ebenso entschieben das Wort. der jungen akademischen Bürger auszuüben.

Wäre Herr Professor Erdmann auf eine gründlichere Entwidt. Im zweiten Theil seiner Vorlesungen bietet der Verfaffer dem, lung des Begriffs der evangelisch - protestantischen Kirche eingegangen, der die Hegelsche Encyklopädie der Wissenschaften kennt, nichts Neues; fo würde er eine Kirche, die über der Gemeinschaft ihrer Glieder dodh kann man auch in Bezug auf diesen encyklopädischen Theil dem stehen, über deren Glauben gebieten und aburtheilen will, als einen Verfaffer das Zeugniß nicht verfagen, daß er die Eintheilung der dem Geift des Protestantismus, dem die evangelische Kirche ihr Das Wifenschaft in logif, Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft, die fein verdankt, widersprechenden Rüdfall in eine neue Art des PapstGrundbegriffe einer jeden dieser drei Wissenschaften, den organischen thums erfannt und als das wahre Kennzeichen der Zugehörigkeit zur Zusammenhang aller besonderen Wissenschaften, in welche die Natur- evangelischen Kirche nicht das Festhalten am Buchstaben der alten wissenschaft und die Wissenschaft vom Geist fich verzweigen, den

weigen, den Glaubenssymbole angesehen haben, sondern das religiös-sittliche les Unterschied feruer der spekulativen und der empirisden Methode in ben und Streben im lebendigen Gottesgeift und dann auch das Eins. jeder Wissenschaft in einer Weise darlegt, der man es anmerkt, daß und Einigsein mit dem, was in der Bibel und in den firchlichen er die Gedanken Hegel's zu seinem wahren geistigen Eigenthum ge- Symbolen vergangener Zeiten vernünftig und darum ewig wahr ift

, macht und darum auch Solchen sehr verständlich zu machen versteht, und er würde dann auch die dem Prinzip und dem Geist des Protestan. die in Rücksicht auf die dem Leben ganz fremde Terminologie des tismus entsprechenden Mittel aufgefunden haben, durch welche der Hegelschen Systems fich noch im Stande findlicher Unschuld befinden. Wissenschaft, d. h. der fich wissenden und wollenden Vernunft, auch im

Bemerkenswerth ist auch, daß in der Uebersidyt, welche der Vers Gebiete des kirchlichen Glaubens und Lebens mehr und mehr die ihr faffer über die Wijsenschaft vom absoluten Geift oder, wie er fich gebührende Anerkennung, Geltung und Herrschaft versdafft werden ausdrückt, vom Versöhntsein des Geistes giebt, nicht, wie bei Hegel, könnten. die Wissenschaft, fondern das Reich Gottes und dieses nicht blos Wir lassen nun einige wörtlich mitgetheilte Stellen aus dem Buche im Sinne einer Religions-Gemeinschaft, fondern auch im Sinne folgen, um daffelbe aud in Rücksicht auf die Darstellungsweise unseren einer Welt, in welcher die Religiosität ihre äußere fittliche Berwirts Lesern zu empfehlen. lidung und Erfüllung hat und immer mehr gewinnt, als die regte Ueber die Stellung des Studenten zur Familie spricht sich der und höchste Stufe des Geisteslebens dargestellt wird.

Verfasser so aus: In dem Umstande, daß Herr Professor Erdmann in dieser Bes ,, Der Student hat sich losgerissen vom mütterlichen Schooß der giehung die Schre des Meisters, dem er sonst in Adem treu geblieben, Familie. „Unser Haus" fann er nicht mebr, ,, mein Haus" noch wie keiner der Anderen, die es fich zum Ruhme anrechnen, rechte nicht sagen; darum beißt bei ihm ,zubause" foviel alo: auf seiner Hegelianer zu sein, aufgegeben hat, können wir nur ein erfreuliches Stube. Aber in einzelnen, regelmäßig wiederfebrenden Intervallen Zeugniß dafür finden, daß der Schüler nicht in den übrigens beim identifizirt er sich wieder mit dem älterlichen Hause, so daß er in ihm Meister verzeihlichen Fehler verfallen ist, das, was ihm das höchste feine Stube habe, daß wieder , zuhause'i soviel heißt, wie: „bei der Geistesleben ist, für das höchste Geistesleben überhaupt auszugeben, Mutter“. Diese Augenblice, die schönen Ferienbesuche, sollen zu be. ein Zeugniß dafür, daß er als ein Mann der Wissenschaft nicht auf- stimmten Zeiten wiederkehren, damit das Zählen der Tage, „bis der gehört hat, das von allen Schranken, wie im Erkennen, so auch im Junge wieder da ist“, die Lust würze; nicht zu oft, damit nicht schmerzWollen erlöfte freie religiös-fittliche, ganze und volle Menschenleben bafte Konflikte sich einstellen. Sie werden ausbleiben, wo der Sohn als das Höchste anzuerkennen, welchem zu dienen die Wissenschaft ein Gaft im älterlichen Hause ist; denn ihm, dem Gafte, wird Manches ebenso berufen ist, wie die Kunst, die Religion und alle anderen Bes zu Gute gehalten werden, und wieder wird er fich Manchem unterftrebungen und Bethätigungen des fittlichen Mensdengeistes. werfen, weil er eben zum Besuch da ist. Diese gegenseitige Rüdsicht,

Im dritten Theil der Vorlesungen, welchen der Berfasser als welche das Verhältniß des hospitium fordert, wird den Vater dabin den politischen bezeichnet, werden, nachdem gezeigt ist, daß die Uni- bringen, daß er seine Antipathie gegen große Bärte, die Mutter, daß versität nur in Folge des Kontrakts mit den ihr fremden Mächten sie ihren borror vor fürchterlichen Redensarten überwindet. Dem des Staates und der Kirche in die verschiedenen von einander ges Gaste wird zu Gute gebalten werden, wenn er Unordnung in die sonderten Fakultäten zerfallen ist, die vier Fakultäten in ihrem Bes Bibliothek bringt, wenn sein Hund Unheil unter dem Federvieh, seine griff und Beruf und in ihrem Verhältniß zu einander auf eine Weife Cigarren in den Gardinen anrichten. Andererseits der Sohn, der sich dargestellt, gegen die Niemand einen erheblichen Einwand wird machen schon fühlt und dem es sehr schwer wird, sich zu fügen und zu schweigen, können.

wird es als ein Opfer anseben, das dem freundlichen Wirth zu bringen Die zur Zeit herrschende Konfufion in Betreff der Stellung, ist, bei einem Gönner feines Vaters einen Besuch zu machen, oder der welche die theologisdhe Fakultät und die Kirche zu einander einzunebs gastfreundlichen Hausfrau zu Gefallen ein armes tanzbedürftiges Wesen men haben, veranlaßt den Verfasser, ganz besonders den Begriff der aus der Bekanntschaft der Mutter zum Walzer aufzufordern. Beides theologischen Fakultät als eines Gliedes in der freieu wissenschaftlichen oft, das ganze Jahr hindurch zu thun, das würde ihn empören und Körperschaft der Universität in das bellfte Licht zu ftetlen. Er legt vielleicht mit Recht". Die öfonomische Stellung besprechend, hier auf das überzeugendste dar, daß wenigstens in Betreff der evan sagt der Verfaffer: gelischen Kirche, welche es allen ihren Angehörigen zur Pflicht macht, Ganz im Gegensaße zu dem, was ich bei dem Knaben für rath. ber Welt anzugehören und in ihr lebend für ihre Verfittlichung zu sam erklärte, fordere ich hier, daß der Wechsel des Studenten unwirken, und welche weiter alle ihre Angebörigen auffordert, in der widerruflich feft sei. „So und soviel pro Semester; alle Ferien ein heiligen Schrift zu forschen, alle Anstalten und Mittel, die auch nur offenes Haus bei mir, und damit Bafta!" Kann der Vater und will im geringsten Grade das Zweifeln und Infrageftellen des Studiren er einmal etwas hinzufügen, so überrasche er den Sohn, wenn dieser in den hemmen, für die Stabilität, welche man in ihrem Namen for den Ferien kommt, mit einem kostbaren Werk oder Instrument, oder, bert, ebenso gefährlid, find, wie für die Reform, die ihr als einer wenn der Kursus zu Ende ist, damit, daß er ihm eine wiffenschaftliche Gemeinschaft freier Christen Menschen nie verwehrt sein darf. Reise möglich macht. – Zu dem ihm Festgeseßten verhält sich der

Das Einzige, was wir in dieser durch logische Klarheit fich aus Student wie ein Mündiger zu seinem Erbtheil. – Will er es side zeichnenden Darstellung ungern vermissen, ist eine Antwort auf eine vom Munde abhungern, um Reitstunden zu nehmen, eine erbärmliche Frage, welche fich denjenigen Theologie-Studirenden, die nicht als Stube bewohnen, um eine Ferienreise zu machen, oder um Glacé Seminaristen, sondern als freie Jünger der freien Wissenschaft ihre bandschuhe zu tragen, so ist das seine Sache, die Niemand etwas an Studien betrieben haben (und folde segt Herr Professor Erdmann in geht. - Nur diese Siderbeit, daß er fein hinreichendes Ausfom men seinen Vorlesungen voraus), unter den gegenwärtigen kirchlichen Ver- bat, stellt ihn so, daß er sich nichts braucht schenken zu lassen; wer bältniffen mit unabweisbarer Nothwendigkeit aufdrängt. Wir meinen aber etwas geschenkt nimmt, ist nicht frei; er fühlt sich dem Schenker die Frage: Was soll aus den Kandidaten der Theologie werdengegenüber verpflichtet und ift also fein Sklave und, wo er undankbar welche durch gewissenhaft betriebene freie Studien die Ueberzeugung die Verpflichtung vergißt, ein rebellischer Sklave. Frei ist nur der, nicht gewonnen haben und zu gewinnen auch nie hoffen können, daß der welcher sich nichts braucht bieten zu lassen; so steht der wahre Student, Glaube der Kirche, und zwar dieser nicht als der in den Mitgliedern welcher fide nichts bieten läßt, weil er genug bat". (Soluß folgt.) der evangelischen Kirchen-Gemeinschaft lebendige Geiftesglaube, son

Spanien. bern der Kirchenglaube, wie er im kirchlichen Glaubensbekenntniß Tid in vergangenen Zeiten in Worte und in Buchstaben gefaßt bat,

Ein Beitrag zur spanischen Grammatit. ar Vernunft vollfommen tongruent fei? – Herr Professor Erdmann Schwestersprachen haben bekanntlich neben vielem Gemeinschaft

in seiner Philosophie diese Ueberzeugung; er redet trokdem, daß lichen auch ihre speziellen Eigenthümlichkeiten, die jedoch in den meisten

Lehrbüchern nicht so scharf herausgehoben sind, daß ber Anfänger, ber Mehr als die Hälfte des Budyed bildet eine Blumenlese aus bie Schweftersprache fennt, fie rasch herauszufinden und somit bie Cervantes, Quintana, Jovellanos, Cienfuegos, Solis, Mariana, Ete erste Frische feines Studiums an sie zu verwenden vermöchte. Viel pronceda, Iglesias, Yriarte zc. Diese Sammlung giebt eine hübsche mehr wird er durch die gewöhnliche Form der Grammatiken darauf Uebersicht älterer und neuerer spanischer Prosaifer und Lyrifer, an. hingewiesen, sich das mit anderen Sprachen Aehnliche schnell an fangs in kleineren, nachher in größeren Proben, denen sich der Heraus. zueigenen und über das Verschiedene als ein läftiges Hemmniß leicht geber selbst mit einigen Aufsägen anreiht, aus welchen sich nicht nur wegzugeben, bis er fich später durch wiederholte Schwierigkeiten ges eine gewandte Diction, sondern auch eine sehr aufgeklärte Anschauung nöthigt fiebt, wieder auf jenes zurüdzukommen, es aber dann nicht der Berhältniffe feines Vaterlandes ergiebt. – Die ersten Auffäße mehr so gut zu bewältigen im Stande ift, wie wenn er gleich von find accentuirt und erleichtern fo bem Anfänger bie leftüre. Für den Anfang an vorzugsweife hierauf hingewiesen worden wäre.

Deutschen besonders interessant ist die Beschreibung der deutschen Insbesondere zeigt die spanische Sprache einige Eigenthümlich. Kolonie Carlota in der Sierra Morena, welche als ein Mufterbild keiten, welche ein genanes Eindringen, das Studium zahlreicher Bei der Kultur, als eine wahre öfonomische und fittliche Dase bezeichnet spiele erfordern, wenn fie recht verstanden werden wollen. Diesem wird. Die lyrischen Stücke haben meistens eine starke politische Bedürfnisse, welches die gewöhnlichen Grammatifen nicht genügend Färbung; die Riego- Hymne ist unter ihnen. Zu wünschen wäre ge. befriedigen, helfen die Estudios filologicos von Morentin,“) einem wesen, wenn die Auffäße in chronologischer Folge und mit grammatia seit einer Reihe von Jahren in England lebenden ehemaligen spani- talischen Noten gegeben worden wären, um einerseits den Gang der fden Offizier, ab. Eine vieljährige Praris als Lehrer von Engländern, Literatur vor Augen zu bekommen und andererseits die wichtigsten Franzosen und Deutschen segte ihn in Stand, diejenigen Besondere Punkte der Grammatit durd Klassiker illustrirt zu sehen. Auch die beiten feiner Sprache Fennen zu lernen, welche dem Ausländer, und Aufnahme von Ueberseßungen hätte bei dem Reichthum an Originalien vorzugsweise demjenigen, der schon ein anderes romanisches Joiom vermieden werden fönnen. Da das Buch in spanischer Sprache gefennt, die Aneignung jener erschweren und noch lange nadher, wenn schrieben ist, so kann es allerdings nicht dem Anfänger, wohl aber der Schüler derselben bereits ganz Herr zu sein glaubt, verdrießliche muß es jedem Lehrer dieser Sprache dringend empfohlen werden. Er Hemmnisse bereiten.

wird dadurch im Stande fein, die gewöhnlichen Grammatifen an den Hierher gehört insbesondere der richtige Gebrauch der Zeitwörter schwierigsten Stellen zu ergänzen und aufzubetten.

S. Ser und Estar, welche der Deutsche häufig da, wo sie eine ganz verfchiedene Bedeutung haben, nur mit ,, Sein" zu überseßen vermag.

Griechenland. Der Verfasser erflärt zwölf verschiedene Bedeutungen von Ser und dreizehn von Estar und erläutert fie burd zahlreiche Beispiele, des

Die materielle Entwidelung Griechenlands. reu französische und englische Uebersegung beigefügt ist. Aus dem Griechische Zeitungen haben fürzlich den Bericht mitgetheilt, den Hauptgrundsabe, daß alle bas Wesen, die Natur, die Klaffe eines der Finanzminister A. Kumunduros unter dem 4. Dezember 1857 an Dinges bezeichnende Eigenschaften mit Ser, alle Modificationen, die den König Otto erstattet hat und der sid über die materiellen von äußeren Ursachen berrühren, alle Wechsel und Veränderungen mit Fortschritte verbreitet, die Griechenland macht und in legter Zeit ge. Estar zu geben seien, zieht er zwölf Hauptkonsequenzen für den Ges macht hat. Ist dieser Bericht für Griechenland felbst, für die Regiebraud dieser Verba.

rung wie für das Volt, von der größten Wichtigkeit, so hat er auch Nur so genaue Auseinandersetzungen sind im Stande, dem Xus für Andere, die irgendwie an Griechenland Theil nehmen, ein hohes länder den Unterschied von Säßen anschaulich zu machen, die bisher Intereffe; die Freunde des griechischen Landes und Voltes werden sich in seinem Gedankengange, das heißt in seinem Sprachmodus, keinen darüber freuen, und die Feinde beider werden an dem glücklichen Untersdied zeigten: wie Pedro es und está débil, Peter ist schwach, Zustande Griechenlands, wie er in der gedachten Beziehung fich fund wo das erstere eine von Natur aus vorhandene Schwäche, das lettere giebt, in hohem Grade sich ärgern, vielleicht auch durch denselben viel. eiten vorübergehenden Sdwächezustand bedeutet, oder wie es brillante, fac fich beschämt fühlen. Wir glauben, daß die wesentlichsten Punkte wenn von einem Diamante, also von einer natürlichen Eigenschaftjenes Berichtes und diesfallfigen offiziellen Mittheilungen auds für besselben, die Rede ist, und está brillante, wenn es sich um einen unsere Leser einiges Interesse haben werden, wenn schon dieselben, gewöhnlichen zufällig glänzenden Stein handelt. Wenn bei diesen Er eben weil wir dabei alles Raisonnement bei Seite lassen, nur auf läuterungen auf das Diccionario der Akademie vorzugsweise zurück einzelne Säße hinauskommen und in der Hauptsache fast nur – in gegangen wird, so erhalten wir doch auch interessante Auseinander

Zahlen bestehen. Aber diese Zahlen beweisen! segungen, die eigener Betrachtung entstammen. Ebenso klar wird Die Anzahl der Einwohner des Königreiche Oriechenland, die im bie Anwendung der im Spanischen dreifachen Form ra, ria, se des Fabre 1834 612,608 betrugen, hat sich bis auf 1,045,232 erhöht. Das preterito imperfecto des subjuntivo gegeben und durch zahlreiche Beis Land, in welchem im Jahre 1833, als König Otto im Januar bin spiele erläutert, wie die erfte und zweite Form im einfachen Subjunk- kam, 94,927 Wohnhäuser fich befanden, die damals einen Werth von tivfaße abwechselnd gebraucht werden könne, während beim Conditional- 97,810,269 Drachmen hatten, befißt deren gegenwärtig 203,605 mit saße die erste oder dritte in Anwendung kommt, welche dann immer einem Werthbetrage von 323,667,857 Drachmen. Die Städte Athen, die zweite im Folgefaße haben muß, also: fortuna fuera oder seria, Piräos, Amaliapolis, Sparta, Chaltis

, lamia, Mesolonghi, Nauplion, se lloviese; aber Si hubiera oder hubiese buena fé &c., no habria tanta Argos und Patras wurden seitdem von Grunde aus erbaut oder doch necesitad de pleitos. - Hierauf folgt die Nebeneinanderstellung der so gut wie neu hergestellt. Präpositionen por und para, deren richtige Anwendung um so schwieriger Die vorzüglichsten Landesprodukte, die zugleich Gegenstand der ist, als man durch das Französische beirrt werden kann, indem por Ausfuhr sind, bestehen in Korinthen, Wein, Seide, Feigen und Del. für par fteht, während pour sowohl durdy por als durch para übers Korintben wurden im Jahre 1834 auf 20,000 Stremmen Landes feßt werden kann, wie in den beiden Säßen: esta capa es para V. M., gebaut, und die Steuer davon betrug damals 71,116 Drachmen. Gegenund gritaba por grita. – Die Stellung des Adjektivs vor oder nach wärtig find 160,000 Stremmen damit bepflanzt, und ihr Ertrag darf dem Substantiv mit den resp. verschiedenen Bedeutungen wird gleich für das laufende Jahr auf 80,000,000 Pfund berechnet werden. Im falls durch eine lange Reihe von Beispielen verdeutlicht, die durchaus Jahre 1851 wurden davon 61,000,000 Pfund ausgeführt, und die öffentnöthig sind, um so gänzliche Verschiedenheiten wie casa real, real liche Abgabe von den Korinthen betrug im 3. 1856 342,122 Drachmen. casa, ultimo dia, dia ultimo &c. kennen zu lernen. Das Kapitel Die Weinländereien umfaßten vor dem Freiheitsfriege (1821) über die Fürwörter bringt zwar nichts Neues, doc verbreitet es große 25,000 Stremmen, während gegenwärtig 700,000 Stremmen mit Beit Klarheit über die Verwendung derselben, namentlich hebt es auch die bepflanzt find. Zweideutigkeit bervor, die aus dem Gebrauche des persönlichen Für. Der Ertrag der Cocons, der im Jahre 1840 die Höhe von worts der drei Personen entfteht, indem man z. B. in dem Saße: 650,000 Drachmen erreicht hatte, ist bis zu 5,523,000 Drachmen anha llegado el rey, yo procuraré presentarle á V. M. nur aus dem gestiegen, welche von 1,500,000 Maulbeerbäumen gewonnen werden; Sinne des Ganzen abnehmen kann, daß fich le nicht auf rey, sondern vor dem Jahre 1834 batte Griechenland deren nur 380,000 Stück. auf V. M. bezieht, während in vielen Fällen, wo der Zusammenhang Die Feigen, die besonders in Meffenien in großer Menge und keine Aufklärung giebt, die Stelle lediglich dunkel bleibt. - Die in vorzüglicher Güte gewonnen werden, gewährten im Jahre 1840 Aumentativos und Diminutivos bilden eine weitere interessante Num einen Ertrag von 41,564 Centner, dagegen im Jahre 1856 92,000 Cent mer. Ihre richtige Anwendung ist für den Deutschen um so schwieriger, ner, und zwar allein für die Ausfuhr, mit Abrechnung des Verbrauchs als wir nur einerlei Verkleinerungsform haben, während der Spanier im Lande. - Vor dem Jahre 1834 zählte man in Griechenland deren sechs und zwar mit verschiedener Nüanzirung des Sinnes 50,000 Feigenbäume, deren es gegenwärtig 260,000 zählt. Der Auszählt.

gangezou für Feigen betrug im Jahre 1834 26,460 Drachment, da.

gegen im Jahre 1856 114,688 Dradmen. *) Estudios filologicos ó sea exámen razonado de las dificultades

Die Zahl der Delbäume beträgt nach den leßten Zählungen principales en la lengua española, por Manuel Martinez de Morentin, profesor de lenguas y de literatura española del London Athenaeum &c. 7,400,000, von denen die öffentliche Abgabe für das laufende Jabr Landres: Triibuer y C.

die Höhe von 1,009,000 Drachmen erreicht, wogegen Griechenland

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im Jahre 1834 hödftens 2,300,000 Delbäume besaß und die Staats- fonders kulturhistorische Nachricht, wie z. B. über die eigenthümliche abgabe von Delbäumen im Jahre 1840 540,000 Drachmen betrug. Ausstattung der Prozeffionen in Spanien mit maskirten Personen,

Die Zollabgaben, theils an Ausgangs- theils an Eingangszollwelche Tänze aufführen; König und Königin tanzen ein Menuet vor erreichten im Jahre 1834 die Höhe von 2,109,385 Drachmen, dagegen dem Altar, wie David vor der Bundeslade. Am genauesten find je im Jahre 1856 den Betrag von 4,319,000 Drachmen, und für das doch die Angaben über Effen und Trinken; es scheint, daß in Böhmen Jabr 1857 steht ein Ueberschuß von wenigstens 300,000 Drachmen in wie in Sdlesien die Franziskaner an gutes Leben gewöhnt waren, Aussicht. Die Handelsmarine besteht aus 4339 Schiffen zu einem benn in den fremden Konventen bebagt es ihnen nicht oft, und naGesammtbetrage von 325,000 Tonnen und zählt 29,000 Matrosen. mentlich in Spanien wird viel über mangelhafte und unzureichende Vor dem Jahre 1821 hatte Griechenland 449 Fahrzeuge zu 52,000 Ton- Roft geklagt. Br. Bernardin (1669) wünscht sich nach einer folden nen. Die Viehzucht hat sich bisher in Griechenland nicht besonders spanischen Mahlzeit ausdrücklich nur das zu haben, was seine böhmi. entwidelt; im Jahre 1834 zählte man im Ganzen 4,322,583 Stüc fden Brüder übrig laffen. Immer zu Fuß geben und felten aus. Bieb, die sich im Jahre 1856 bis zu 5,297,885 vermehrt batten. ruben, das, meint er, fchaffe einen vortrefflichen Appetit. Denn wirt

Auch die Industrie ist zum Theil noch in der Kindheit. Inde lich macht er den größeren Theil der Reise zu Fuß und benußt nur befißt Griechenland bereits vier Seiden-Spinnereien, zwei in Pi- die Gelegenheiten, welche ihm umsonst zu Theil werden; von Geld ift räos, eine in Athen und eine in Kalamata, deren Fabrikate mit denen in seinem Berichte wenig die Rede, und wo nicht Drdensbrüder oder Europa's in Konkurrenz treten; zwei Gerbereien in Hermupolis, die gute Menschen ihn aufnehmen, begnügt er fich mit dem geringsten den größten Theil ihrer Felle nach Europa senden; eine Baumwollen- Nachtquartier und einfachster Koft. Die Reise geht über Basel durch Spinnerei und eine Zuderfabrik in Patras, eine Fabrik irdener Ges das fübliche Frankreich, über Barcelona nach Valladolid, zurüc aber fäße in Athen und eine Kammfabrik in Hermupolis.

über 3run und Bayonne, an der Rüfte hinauf, wo die Salzbereitung Der Umsaß, den die Nationalbank in Athen im Jahre 1843 beschrieben wird, bis Nantes, dann über Orleans nad Paris. Era durch Handels- Geschäfte machte, betrug damals 9,580,000 Drachmen, schöpfung und Fieber nöthigen ihn mit seinen Begleitern zu einem dagegen nur in den ersten fechs Monaten des gegenwärtigen Jahres Aufenthalte im Schlosse Fresne, wo die Gräfin Duplessis, geb. Choiseul, 15,910,000 Drachmen.

aufs befte für sie sorgt, dann geht es durch Lothringen, aus dem eben Ein besonderes Interesse gewährt in dem fraglichen Berichte damals Ludwig XIV. den Herzog Karl verjagte, nach Straßburg, und eine vergleichende Tabelle, in welcher einige hauptsächliche Einnahme- über Augsburg, München, Regensburg zurück nach Pilsen. Der Gegenstände des griechischen Staats-Budgets aufgeführt werden, wie zweite Bericht von 1756 zeigt schon eine bedeutende Abnahme der dieselben, im Verhältnisse zum Jahre 1856, in den drei Jahren 1833, alten Strenge und Einfachheit. Von Fußwanderungen ist nicht mehr 1836 und 1843 gestaltet gewesen waren.

die Rede, und vielfach find die Klagen über theure Preise; namentDer Grundzins betrug im Jahre 1833 4,322,930 Drachmen lich machen sich die Betturine die Noth der zahlreichen Abgeordneten, 1836 6,043,619

welche vorwärts müssen, zu Nuße und fordern übermäßige Bezahlung, 1843 5,439,599

während sie nach Belieben kleine Tagereisen machen und einem guten 1856 8,682,044

Wirthshaus ungern vorbeifahren. Sie theilen natürlich nicht den Die 300 - Abgaben betrugen im Jahre 1833 2,019,385 Drachmen Wunsch der Reisenden, einen Franziskaner - Konvent noch zu Nacht zu

1836 2,538,477

erreichen. Unsere Reifenden begeben sich über Wien nach Triest, er1843 2,643,812

reichen nach ftürmischer Ueberfahrt Benedig, nehmen in Pavia einen 1856 4,319,000

Betturin für die ganze Reise bis Murcia an und müssen bier, weil Die Einnahmen aus Staats - Waldungen betrugen:

die Errichtung der neuen Provinz Schlesien noch unbekannt ist, erft im Jahre 1833 17,000 Drachmen

deren Anerfennung und die Anweisung eines Quartiers erwirfen, was 1836 86,745

ihnen auch glüdlich gelingt. Die Rücreise nehmen auch sie über 1843 199,341

Straßburg und durch Deutschland, zuleßt von Prag über Braunau, 1856 287,639

Grüssau, Zauer, Reumarkt nach Breslau. 3n Frankreich gefiel es Das Horazianische: Crescit occulto velut arbor aevo, läßt sich ihnen besser, als in Spanien, doch überall war es sehr theuer. Für auch auf das kleine Königreich Griechenland in Ansehung der materiels spätere Fälle der Art geben sie den Rath, lieber einen Wagen zu len Entwidlung des Landes mit allem Rechte anwenden, und auch die faufen, wie es z. B. die Polen thäten, und ferner einen Tertiarier vorstehenden offiziellen Mittheilungen müssen dazu dienen, die mates zur Aufwartung mitzunehmen, der gut zu fochen verstebe, da es naments rielle Lebensfähigkeit und innere Lebenskraft des griechischen Staates lich in Spanien begegne, daß man auf weiteren Stređen nichts bezu erkennen. Es ist und bleibt noch auf lange Zeit die Aufgabe kommen könne und nur von den mitgenommenen Vorräthen leben Griechenlands, auf das jeßt sdon alle Stammesgenossen des türtischen müsse. Zu vollständiger Mittheilung durch den Drud sind diese Bes Reiches als auf ihren Mittelpunkt hinblicken, durch Benußung aller richte wohl kaum geeignet, besonders da sie lateinisch geschrieben find, seiner Hülfømittel und durch Entwidlung aller seiner Kräfte sich zum freilich ohne Anspruch auf Klaffizität; es ist eine Art von Küchenlatein, Kerne und Anhaltspunkte einstiger neuer Schöpfungen heranzu, die häufig einen sehr originellen Anstrich hat. bilden, um im entscheidenden Augenblide nicht unvorbereitet dazustehen. Griechenland hat weise seine Aufgabe erkannt und erfaßt; es ist nicht Nouvelle Revue Germanique. Das erste Monatsheft unfähig, dieselbe zu erfüllen, und es liegt ebenso in seinem eigenen dieses wiedererwedten Dolmetschers der deutschen Literatur in FrantInteresse, als in dem der westlichen Völker Europa's, sie zu erfüllen. reich ist am 31. Januar d. I. in Paris ausgegeben worden. Als Nur die kurzsichtigste Politik des Augenblics fann ihm dabei in den Einleitung bringt es einen Artifel der Herren Karl Dollfuß und Weg treten; aber – dei provisione, hominum confusione gubernatur A. Neffer über die beutige literatur Deutschlands im Allgemeinen; mundus!

R. ferner ein Screiben des rühmlichft bekannten linguisten E. Renan

über die philologischen und namentlich aus die orientalischen Studien Mannigfaltiges.

in Deutschland; von Herrn Armand Vallier eine Analyse der römiDeutsche Mönche in Spanien, 1669 und 1756. Der den Gesdichte von Theodor Mommsen; Bruchstüde aus dem Reife. ,,Verein für Geschichte und Alterthum Sdlefiens" in Breslau legte werke des Prinzen Waldemar von Preußen über Hindoftan und türzlich Herr Ardivar Dr. Wattenbad zwei Reiseberichte von böhmi- den Himalaya; einen Auszug aus dem vierten Bande von Hum. fchen und schlesischen Franziskanern vor, welche im fiebzehnten und boldt's , Rosmog, die ,,Vulkane“ betreffend; die drei ersten Atte achtzehnten Jahrhundert das General - Kapitel des Ordens in Spanien des , Fechters von Ravenna“, von Friedrich Halm; eine Skizze besucht hatten. Der erste, Bernardin latke, Provinzial von Böhmen, von Moriß Hartmann: ,, die goldenen Haare"; eine fritisde Ueberwar 1669 von Pilsen aus nach Valladolid gegangen, der andere 1756 ficht der neuesten, in Deutschland erschienenen, wichtigen Werfe; einen bon Breslau nach Murcia, als der erste Vertreter der durch Friedrich II. literarisch-wissenschaftlichen Bericht aus Berlin; Korrespondenzen aus von der böhmischen abgesonderten sdhlefisden Provinz des Ordens. Heidelberg und Wien und endlich auch eine Bibliographie der im Der Inhalt dieser Berichte, welde hauptsächlich zur Nachricht für Januar in Frankreich und im Auslande erschienenen neuen Bücher. andere Ordensbrüder in ähnlichem Falle bestimmt waren, ist nicht Man sieht, an Stoff und mannigfaltigem Inhalt fehlt es nicht; hoffen ganz uninteressant; man findet darin die Angabe der Entfernungen, der wir, daß dadurch die deutsche Wiffenschaft und Literatur in FrankNachtquartiere, besonders der Klöster des Ordens, in welchen der reid eine verbreitetere Anerkennung, als bisher, finde. Reisende Aufnahme erwarten fann, Bemerkungen über Trank und Speise, Fahrgelegenheiten, Preise; auch die bedeutenderen Kirchen mit ihren Reliquien, Gnadenbildern und Schäßen bleiben nicht unerwähnt, and gelegentlich findet sich eine oder die andere geschichtliche und be

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Frankreich und England fich verpflichteten, ehrenvoll und vortheilhaft Haiti.

für das haïtische Reich einzurichten. Am 17. Februar 1857 gab

Dufrêne, Minister der Auswärtigen, in der Form einer Note an den Kaiser Fauftin und die Domingische Republik. französischen Geschäftsträger und an den englischen Vice. Konsul, die Die Hindernisse, die der geregelten Entwicelung der Civilisation Zuficherung vonseiten seines Monarchen, die Feindseligkeiten gegen in dem haïtischen Kaiserreiche in den Weg treten, haben seit einem die Republif zwei volle Jahre, som 14. Februar 1857 bis dahin 1859, Jahre nichts an ihrem Gewichte verloren. Das einzige befriedigende einzustellen und gegen das Gebiet des Dstens nicht die Waffen zu Resultat ist dem Einfluß der europäischen Regierungen zu verdanken: erheben. Dieser eingegangenen Verpflichtung sei er jedoch in folgenFauftin I. lernte endlich die Nothwendigfeit begreifen, Frankreich und den Fällen quitt: 1) Wenn fremde Truppen in diesem Gebiete landen, England einige für unumgänglich erachtete Zugeständnisse zu machen oder bei irgend welchem Versuch einer anderen Macht, dieses Gebiet und nicht ferner mit so unseliger Verbiffenheit den blutigen Hader durch Waffengewalt zu beseßen. 2) Wenn die Einwohner des Dftens, mit den Domingiern zu verfolgen. Diese, die dem brutalen Ge. im Gefühl ihrer Ohnmacht, die Drbnung bei sich aufrecht zu erhalten, lüste des schwarzen Häuptlings, fie seiner Gewalt zu unterwerfen, und in dem Wunsch, der Wohlthaten der Vereinigung mit dem Reiche den fräftigsten Widerstand entgegengefeßt hatten, zeigten unglüdlichere theilhaftig zu werden, an die Regierung des Kaisers Faustin I. einen weise in der Handbabung ihrer inneren Angelegenheiten nicht bie Aufruf richten. Weisheit und Mäßigung, die allein die Nachwirkungen des blutigen Das war alles, was man erlangen konnte. Freilich wäre ein Regiments, dessen Seele der alte Präsident Santana war, hätten aus- Friedensschluß einer bloßen Waffenruhe vorzuziehen gewesen; allein gleichen können.

die vom Kaiser unterm 20. September 1849 bestätigte haïtische VerWährend der legten anderthalb Jahre wogte die Anarchie un- fassung war einem solchen Att ausdrüdlich entgegen. Der erste Araufhörlich im Schoße der kleinen Republik. Die Domingier, ob tifel lautet nämlich: ,, Die Insel Haïti und die anliegenden Eilande gleich Sieger über Souloucque in dem furzen Feldzuge, der mit bilden das Gebiet des Reiches."

bilden das Gebiet des Reiches." - ,, Dieses Gebiet", besagt dann Januar 1856 endete, fühlten bei ihren inneren Zerwürfnissen dringen- der Artikel 4, vist unverleßlich und durch feinen Vertrag veräußerlich." der als je das Bedürfniß nach Beilegung der äußeren Feindseligkeiten. Während aber die Regierung mit den großen Worten: Raiserthum Andererseits fühlten die aufftändischen Bewegungen zu Canes im und Constitution prunft, vereinigt sich alles, die Ohnmacht der schwarzen April 1856 einigermaßen die kriegerisce Glut Souloucque's und mach. Raçe recht scharf bervorzuheben; nicht nur ist sie unfähig, eine achtungsten ihn für die Rathschläge der Friedenspartei in seiner Umgebung und würdige Ordnung der Dinge zu gründen, sondern auch nur die ihr die Vorschläge der beiden Weftmächte zugänglicher. Dennoch stieß - von den früheren Ansiedlern Haïti’s hinterlassenen Keime des Wohldai Friedenswert auf ernste Schwierigkeiten, die zum großen Theil in ftandes zu begen. Zuvörderst fällt dem Beobachter die reißend wachsende dem gewaltsamen Charakter Souloucque's, dann aber auch in seinem Verfümmerung der Bevölkerung auf; von materieller Entwidelung, von Mißtrauen und Argwohn gegen die franzöfischen und englischen Agenten Verbesserung irgend welcher Art, von Fortschritt ist keine Spur. Die ihren Grund hatten. Er glaubte es also vorziehen zu müssen, einem Wafserleitungen, die Straßen, die öffentlichen Gebäude, die Bewässegewissen William Lloyd, ber schon einmal, 1854, mit einer ähnlichen, rungs- Kanäle, kurz alle Werke, die aus den Zeiten der französischen fruchtlos gebliebenen Sendung betraut worden war, wiederum den Befißzeit berrühren, fallen in Trümmer oder sind schon in TrümAuftrag zu geben, im Geheimen mit der Republik St. Domingo zu mer gefallen. Die Regierung scheint diesen Rüdweg zur Barbarei zu unterhandeln. Die Firma Lloyd zu Port au Prince, die vonseiten begünstigen: es herrscht eine Art Jakobinerthum ber Raçe und Farbe. der Regierung den Verkauf der zwanzigprozentigen Naturalabgabe an Die Maffen beugen das Haupt knechtisch unter ein foc, das ihren Kaffee im Auslande besorgt, hat vor vier Jahren auch das Monos Nacfen oft blutig gedrüdt hat. Alle Unterthanen können unter die pol erworben, auf eigene Rechnung in allen Mahagoni - Waldungen Fahne gerufen werden. Der Militairdienst ist aber für die Haïtier fchlagen zu lassen. Da nun die Hauptschläge an der Gränze des domin- nichts als eine theils zum Nußen des Kaisers, theils zum Nußen der, gischen Gebietes liegen, so war es im Interesse dieser Kaufleute, Generale organisirte Frohn. Die Soldaten müssen für Rechnung des den Zwist der beiden Länder möglichst rasch auszugleichen. Ihre Bes einen und der anderen in den Privatbesißungen Kaffee lesen, Rum famühungen blieben aber im Jahre 1856 ebenso erfolglos, wie im briziren, Gras mähen. Jahre 1854, und als Faustin I., nachdem er von der Züchtigung der Unter einem solchen Syftem muß natürlich die Bevölkerung immer Aufständischen zu Cayes zurüdgekehrt, feinen Einzug in die Hauptstadt mehr abnehmen. Dank den Anstrengungen der vermittelnden Mächte, hielt, stand Alles noch auf dem alten Punkte, und eine Lösung der Do- scheint das unglüdliche Volt wenigstens auf einige Zeit gegen die Krie. mingo - Frage lag noch im weiten Felde.

gesgeißel geschüßt zu sein. In Folge der freundlichen Vorstellungen So blieb die Situation bis zum Anfange des Jahres 1857 in des französischen General - Konsuls hat die haïtische Regierung der großer Spannung. Um diese Zeit gab Souloucque vor, von Santana Einwohnern des Dstens, das heißt der domingischen Republike einen Brief erhalten zu haben, worin dieser ihm mittheilte, daß fein, die ungestörte und ungehinderte Einfuhr ihrer Erzeugniffe für den Santana's, Nachfolger, Baez, die Republit den Fremden überliefern ganzen Umfang des Kaiserreiches gestattet. Diese Maßregel, die wollte. Santana hätte sich nun erboten, mit dem Kaiser gemeine von der Handelswelt zu Port au Prince freudig begrüßt wurde, Sache zu machen und ihm die Republik zu unterwerfen. Wirklich wird der Gesammtbevölkerung, die bei dem Tauschhandel betheirüdten einige Tage darauf zwei Regimenter aus Port au Prince in ligt ist, Vortheile verschaffen, welche fie bald überzeugen müssen, der Richtung von las Caobas mit einem beträchtlichen Zug lebens- daß fie durch Kriegführen nur an ihrem gegenseitigen Ruin armittel und Kriegesbedarf vor. Zugleich erfuhr man, daß zwischen haïti- beite. — Souloucque hatte noch fünf domingische Gefangene in seiner ichen Poften und Domingiern hin und wieder Gefechte an der Gewalt; er gab ihnen die Freiheit. Endlich scheint die haïtische ReGränze vorgekommen seien. Es war also Grund genug zu dem gierung, gegenwärtig von einem besseren Willen beseelt, allen Zänkereien, Glauben vorhanden, daß die Wideraufnahme der Feindseligkeiten vor zu welchen die beiderseits gereizte Stimmung der Nachbarvölfer so der Thür ftebe. Glücklicherweise traf die Anfunft des französischen oft Anlaß giebt, ein Ziel zu feßen. Seitdem Krieg und Feldzugsa General Konfuls, Herrn Dillon, mit diesen Ereigniffen zusammen. pläne nicht mehr die Hauptbeschäftigung Souloucque's und seiner Mit der Mäßigung und Festigkeit, wie sie dem Vertreter einer ver- Käthe sind, scheint sich sein Sinn auf nicht minder wichtige Fragen mittelnden Maật ziemen, stellte er dem Kaiser Souloucque die zu richten, deren Lösung weit mehr das Glüd seines Volkes fördern dringende Nothwendigkeit vor, die Ausgleichung anzunehmen, die würde. Vielleicht ist der Augenblick nicht mehr fern, wo die römische

Rurie durch ein Konfordat den Schwierigkeiten ein Ende macht, die *) Nadı dem Jahresbericht des Annuaire des deux Mondes.

Monsignore Spacca Pietra vor einigen Jahren nicht zu besiegen ver

modhte. Es wäre ein bedeutender Schritt auf einem besseren Wege: führer der Vereinigten Staaten reiste nad Washington mit der vers er würde zum moralischen Aufschwung des Haïtischen Volfes führen steckten Drohung ab, er werde Alles in Bewegung feßen, dem unterund es aus jener der schwarzen Race so sehr zusagenden, mit dem zeichneten Vertrag durch Gewalt Geltung zu verschaffen. Fortschritt der Civilisation aber unverträglichen Zsolirung heraus Man sieht, wie ernst die Situation war, als Baez im DIreißen.

tober 1856 von der obersten Gewalt Besiß nahm. Am 6. Oktober Das Wüthen der Parteien zu Santo Domingo, die sich um die leistete er den Eid als Vice-Präsident, und Tages darauf übergab Macht ftreiten, dürfte mit weit größerer Gewißheit den Sturz der ihm General Regla - Motta die Präsidentur der kleinen Republik. Die Republik berbeiführen, als es die Anfälle von außen zu thun ber. fogenannte Immatriculationspartei hatte in den leßten Monaten febr möchten; ja diese werden eben zunächst durch die innere Zerriffenheit an Stärke gewonnen, und sie beschwor dem neuen Präsidenten zahlheraufbeschworen und erleichtert.

reiche Schwierigkeiten herauf. Baez, der den alten Anhängern des Am 27. Mai 1856 machte die amtliche Zeitung der domingischen libertadors keinen Plaß bei der Regierung einräumen mochte, war Regierung die Entlassung Santana's bekannt. Der Senat, der fich darauf angewiesen, den spanischen Unterthanen" die Leitung der Geschäfte sdheute, fie zu schnell anzunehmen, wiederholte dreimal, aber immer anzuvertrauen. Delmonte, unter Anderen, einer seiner Minifter, hatte erfolglos, seine Bitte, der libertador möchte seine Entscheidung zurück- fich immatrikuliren lassen. Zergerliche Auftritte fanden im November nehmen. Da aber das Mandat Santana's noch nicht abgelaufen war, zu Santo Domingo statt: ein drobender Haufe, eine spanische Flagge an so übernahm, nach den Bestimmungen der Verfassung, der Vice-Präsi- der Spige, durchzog die Stadt unter dem Gescrei: ,,Es lebe Segodent, General Regla-Motta, interimistisch die Präsidentur. Thatsäc- via! Es lebe Baez! Tod dem Santana! Tod den Yanteed!" Als lich jedoch behielt Santana noch einige Wochen das Heft in Händen er an den Wohnungen der Mitglieder der vorigen Regierung vorbeiund verwandelte seinen Wohnsiß in Seybo zu einer Art Festung, 30g, brach er in ähnliche Mordrufe aus, und es fehlte nicht viel, daß ließ aus Santo Domingo Kanonen, mehrere Tausend Gewehre und der Mast mit der amerikanischen Flagge vor dem Hause des Unions: Kriegesbedarf kommen. General Regla - Motta, der den Augenblick Agenten niedergeriffen wurde. Es war leicht vorauszusehen, daß diese mit Ungeduld erwartete, die Laft der Präsidentur abzuwerfen, ließ ibn Unordnungen eine Reaction berbeiführen würden, die auf den Sturz gewähren. Während aber die domingische Bevölkerung, von dem Baez' und den Sieg des amerikanischen Einflusses hinauslaufen mußte. Schredensregiment Santana’s erstarrt, ohne zu murren unter dem Die Bevölkerung außerhalb der Hauptstadt zeigte sich in der That Joche fortfeuchte, kamen Umstände hinzu, die ohnehin traurige Lage von den Vorgängen zu Santo Domingo wenig erbaut und verdammte der Republik noch zu verschlimmern: die Ansprüche der Vereinigten das leidenschaftliche Gebahren der domingo-spanischen Partei, die eine Staaten einerseits, die Reclamationen Spaniens andererseits. In der Adresse an Baez richtete, worin sie ihn bat, den General Santana Hoffnung, auf seine frühere Kolonie einen gewissen Einfluß zu be- und dessen alte Anhänger vor ein Gericht zu stellen. Anfangs Januar halten, und gegen das Versprechen, man würde den Nord - Ameri 1857 brach ein Aufstand zu Heyba an der Gränze aus, und die Aufkanern niemals gestatten, hier Fuß zu fassen, hatte Spanien im ftändischen rotteten sich unter dem Geldrei: ,,Es lebe Santana!" zusamMärz 1856 mit der domingischen Republik einen Vertrag geschlossen, men. Baez besdhloß nun, seinen Vorgänger nach Santo Domingo zu beruin welchem es jedem Rechtsanspruch auf die Länder dieses Staates fen, um hier seine Bewegungen zu überwachen. Ein Offizier an der Spige entsagte

. Kaum aber war dieser so lange und so eifrig gewünschte von 200 Reitern überbrachte Santana den Befehl nach Seybo, sich Akt vollzogen, als Santana (8. April 1856) mit der Union beimlich in die Stadt zu verfügen. Der General gehorchte, und einmal in unterbandelte. Nicht zufrieden, der spanischen Regierung wegen der Santo Domingo, unterzog er sich den Bedingungen, die ihm Baez stellte ; gehässigen Behandlung spanischer Unterthanen, die er ohne Urtheil ja, er willigte ein, das Land zu verlassen. Am 11. Januar wurde er ausweisen oder erschießen ließ, jede Genugthuung zu versagen, ver nach Martinique eingeschifft. Baez benahm sich übrigens bei dieser Ges weigerte Santana die Ausführung der im genannten Vertrage ftipu- legenheit weit mäßiger, als der Senat, ber den libertador einem Ge. lirten Immatriculation. Der Artifel 7 gewährte nämlich den ,,ehema- richtshof übergeben wollte, um Rechenschaft über seine Verwaltung zu ligen Unterthanen Spaniens" in Santo Domingo das Recht, sich in die fordern. Da ihm der Gouverneur von Martinique die Aufnahme verMatritel der spanischen Gesandtschaftskanzlei einschreiben zu lassen, weigerte, so gewährte ihm der Befehlshaber der französischen Flottendadurd als Unterthanen Ihrer fatholischen Majestät angesehen zu wer Station in den Antillen, Admiral de Geydon, eine Zufluchtsstätte auf den und so den drückenden Gesegen der Republit sich zu entziehen. der Fregatte ,,Cleopatra". Anfangs überrascht, dann aufgebracht, fah Santana, daß Alle fich an 3m März 1857 lief die Frist zur Auswechselung der Ratificaschidten, von dem Artikel 7 Gebrauch zu machen. Zuerst nun bedrohte

tionen des amerikanischen Vertrages ab, und es ftand zu befürchten, er unter der Hand diejenigen, die jenes Privilegium benußen wollten; daß die von Baez gegen die Vereinigten Staaten befolgte Politié die endlich befahl er, einen Spanier-Sohn, ber es gewagt batte, fich Union veranlassen fönnte, ein Kreigsschiff vor Santo Domingo zu senden, immatrikuliren zu lassen, in's Gefängniß zu werfen. Auf diesen Ge um der Stadt mit Kugeln ihre Meinung zu sagen; Baez blieb aber waitftreich folgten vonseiten der spanischen Regierung energische In: in dem damaligen Genuß seiner Sicherheit von dieser Gefahr unstructionen an Segovia, ihren Geschäftsführer zu Santo Domingo, und gestört. Gereizt durch die Widerwärtigkeiten, für die er sich eigentum feinen Vorstellungen den gehörigen Nachdruck zu geben, erhielt lidh bei seinen Freunden, den , Immatrikulirten", zu bedanken batte, der General - Capitain von Cuba zu gleicher Zeit Befehl, ein Kriegs- nahm der Präsident unglüdlicherweise allmählich eine nichts weniger als Geschwader dahin zu senden. Angesichts solcher Schwierigkeiten beeilte versöhnende Haltung an und griff zu Maßregeln der Härte, die einen fida General Regla- Motta, die Leitung der Geschäfte seinem Vorgänger peinlichen Eindruck erzeugten. Inzwischen dachte er daran, die Dauer zu überlassen, der im Juli 1856 wieder in Santo Domingo erschien, seiner Gewalt zu verlängern, ja, er soll sich sogar um den Titel eines während zu gleicher Zeit zwei spanische Kriegsfahrzeuge „Blasco de Präsidenten auf Lebenszeit beworben haben, als am 8. Juli 1857 ein Garay" und „Gravina" im Hafen vor Anker gingen.

furchtbarer Aufstand in den nördlichen Provinzen der Republik zu Die Unruhe, die der Abschluß eines Vertrages mit der Union, über Cibao, San Jago, in den Distrikten von Vega, Cotuy, fogar von bessen Punkte das tiefste Gebeimniß waltete, in Spanien bervorrief, Seybo, einem der Hauptstadt ziemlich nahen Punkte, zum Ausbrud batte zur Folge, das Madrider Kabinet in eine gefährliche Bahn zu kam. Die Aufständisden nahmen den Ruf: ,,Es lebe Santana!" brängen. Segovia empfing die Weisung, dem Artikel 7 die möglichst zum losungswort. Und Santana zögerte nicht, wieder auf dem ausgedehnte Auslegung zu geben, und so nahm er denn das Recht in Schauplaß zu erscheinen, um die Leitung der provisorischen RegieAnsprucs, alle früheren spanischen Unterthanen zu immatrikuliren. Die rung, die zu San Jago ihren Sit batte, zu übernehmen. Angebeiden Schiffe im Hafen als Rüdhalt, ging Segovia mit der Sprache sichts einer so ernsten Bewegung, ift es zweifelhaft, daß Baez fich beraus und drang besonders darauf, ihm das Versprechen zu geben, noch lange im Besiß der Gewalt erhalten werde, und der wachsende baß die domingisde Regierung den Vertrag mit der Union nicht ratio Fortschritt der Anarcie flößt die Besorgniß ein, daß Souloucque fie fiziren werde. Ueberdies verlangte er die Zurücnahme mehrerer harter zum Vorwand nimmt, seine Armee über die domingische Gränze rüden Maßregeln und die Verkündigung einer Amnestie, die dem früheren zu lassen. Präsidenten Baez zugute kommen mußte; deffen Wiedereintritt in den Staatsbienft war dann vorberzusehen.

Stoff vollauf zu ernften Verlegenheiten für General ReglaMotta! Wohl fühlte das Kabinet, das er leitete, den Vortheil, der

Ueber akademisches Leben und Studium. für die Wiederherstellung der freundlichen Beziehungen mit Spanien

Nach Profesor Erdmann. baraus erwachsen würde, wenn Baez wieder an die Spiße der Regie

( Soluß.) rung träte; allein man fürchtete den, troß seiner scheinbaren Zurüd Von dem armen Studenten fordert der Verfaffer, daß er erwerbe, gezogenheit von allen Geschäften, noch immer furchtbaren Santana d. 5. etwas leiste. Seine Betrübniß darüber, daß in Halle, wenn und suchte also zuvörderst zwischen dem libertador und dem Präsiden- Geldbewilligungen zu vertheilen sind, mehr als hundert Petitionen einten eine Versöhnung zustande zu bringen. Was den amerifanischen laufen, während es vorkommt, daß in einem Jahre für die theologische Traktat betrifft, that der Minister der Auswärtigen, levastida, alles Aufgabe und für zwei philosophische fich nicht Ein Bewerber meldet, Möglide, die endliche Ratification zu hindern, und der Geschäfts- obgleich wenigstens die leßteren so eingerichtet sind, daß ein ange

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