Billeder på siden
PDF
ePub
[blocks in formation]

zeugung von dem organischen Zusammenhang der Kirche trieb fie Frankreich.

dann zu einem Eifer gegen alle Früchte der Aufflärung und des

Denfens, und je logischer die Natur eines dieser Reactionaire anges Julian Schmidt's Geschichte der französischen Literatur

legt war, desto leidenschaftlicher 30g er gegen das Denfen zu Felde. seit 1789.*)

Hier waren die protestantisden Staaten ungleich günstiger gestellt, Die unten näher bezeichnete Sdrift ist eine willfommene Er da es für fie eine Vermittlung gab. Um die Dogmen mochte man deinung. Die Geschichte der französisden Literatur feit 1789 rechten, die fittlichen Grundlagen der Kirche waren auch die des giebt, wie der Verfaffer selbst in dem Vorwort bemerkt, Stoff zu Volfes. In den fatholischen Ländern ließ der Colibat der Geistlichen, cinem anziehenden Gemälde, und in der That ist auch das Ge das Klosterwesen, die Unauflösbarkeit der Ebe, der blinde Gehorsam mälde, das uns der Verfasser liefert, ein in vieler Beziehung an und die Kontinuität des Wunders der Freiheit innerhalb der idealen ziehendes, zumal es nicht blos durch den Stoff, sondern auch durch Welt feinen Spielraumn. Aus dem Cölibat gingen die galanten die geistvolle Form, in welcher der Stoff zur Anschauung gebract Abbé's hervor, aus dem Sakrament der Ehe der Leichtsinn in Bezug wird, den Beschauer felfelt. Das reiche Geistesleben der Franzosen auf die eheliche Treue, mit dem blinden Gehorsam hing die Trennung in der neuesten Zeit wird uns in fünf Büchern, übersdrieben: die der bürgerlichen von der geistlichen Welt zusammen, und der Glaube Revolution, die Restauration der Kirche, Bersuche einer Vermittlung, an die Kontinuität des Wunders, D. h. an eine fortwährende Unters die romantische Schule, die soziale Bewegung, geschildert. Es fann brechung des Naturlaufes, machte die Wissenschaft zur Feindin der bier weder eine Uebersicht des Inhalts gegeben, noch fritisch auf das Kirche. – Die Autonomie in Glaubenssachen, die der ProtestantisEinzelne eingegangen werden. Im Allgemeinen ist die Klarheit der mus dem Einzelnen erobert hat, geht auch in das Politische über und Darstellung und die Unbefangenheit des Urtheils anzuerkennen, und erhebt jeden Bürger zum Träger von Rechten und Pflichten, den der leser wird gewiß die Leftüre verlaffen mit der Befriedigung, ein Staat zu einem Verein freier Personeu; die rechtliche Begründung im Ganzen wahres Bild der geistigen Bewegung in Frankreich in seines Glaubens in dem bestimmten, der philologischen und historia fic aufgenommen zu haben.

dyen Kritif unterworfenen Bude treibt ihn auch in der Politik zum Es ist dem Verfasser als ein besonderes Verdienst anzurechnen, Streben nach einem geschriebenen Nedit und zur geseßlichen Entdaß er sich von den gewöhnlichen Vorurtheilen der Deutschen gegen widlung. Der Absolutismus wie die Revolution gehören den romania die Franzosen frei erhalten hat. Er felbft spricht sich hierüber auß schen, katholischen Völkern an; die beschränkte Staatsform, der orga(1, S. 10): „Seit leffing gehört es bei uns zum guten Tone, der nisirte Widerstand der verschiedenen Staatsgewalten ist germanisdier, französischen Literatur so viel Böses nadszusagen, als möglich. Im protestantischer Natur.“ Eifer des Kampfes vermischten fich alle Unterschiede, und selbst bei Das ist alles sehr schön gesagt, nur schade, daß ein Frangut unterrichteten Kritifern fieht es so aus, als ob fich die Schriften zose, der über die neueste deutsche Gesdhichte schriebe, denselben der Franzosen zu allen Zeiten gleich geblieben wären. — Vergessen Passus mutatis mutandis zur Schilderung der Bestrebungen der prowir nicht, daß Peffing, Wieland, Göthe u. f. w. die französische Sdule teftantischen Restaurations - Partei in Deutschland umfebren fönnte. durchgemacht, aus der französischen Literatur ficy jenen guten Ge. Auch in Deutschland, könnte er sagen, hat ein logisches Denken dahin schmad und jenen gesunden Menschenverstand angeeignet hatten, die geführt, daß man die Kirche in ihrer ganzen Fülle, wie sie die Kes der erste Schritt auf dem Wege zur Reform sein mußten. Durch formatoren auffaßten, wiederherstellen müsse, daß jeder Stein an dies diesen Gefamac geleitet, entdeckten fię tiefere Quellen der Bildung sem großen Gebäude fest mit dem anderen zusammenhängt u. f. w. und der Kunst: Luther, Shatspeare und die Griechen, und bald gelang Diese Verstandes - Ueberzeugung von dem organischen Zusammenhange es ihnen, ihre ersten Lehrmeister bei weitem zu überholen. Aber der Kirde treibt aud) bier wie dort zu cinem blinden Eifer gegen wenn bei den Neformatoren die Undankbarkeit sich rechtfertigt, so find alle Früdte der Aufklärung und des Denkens, und je logischer die wir, ihre Erben, in der Lage, in dem ruhigen Besit unserer nationa Natur eines dieser Reactionaire angelegt ist, desto leidenschaftlicher len Bildung auch gegen die Fremden Gerechtigkeit auszuüben. Wenn zieht er gegen das Denken zu Felde.

zieht er gegen das Denfen zu Felde. Auch die protestantische Kirche der Haß gegen die französische Literatur die Gränzscheibe unseres hat vielfach über die Verweltlichung der Geistlichen geklagt und die Jahrhunderts überdauert, so ist das nicht mehr Nothwehr gegen eine Ehe ist freilidh fein Sakrament, aber dennoch bält man es für nothtyrannische Bildung. Der Haß gilt diesmal den französischen wendig, um dem Leichtsinu in Bezug auf die eheliche Treue zu steuern, Éroberungskriegen, der Revolution und unmittelbar der literatur des auf strenge Ehegefeße zu bringen. Der Glaube, wenn auch nicht an achtzehnten Jabrhunderts, aus der sie hervorgegangen war. Man be die Kontinuität, dod an die Realität des Wunders macht auch hier fämpfte Corneille als den Vorgänger Voltaire's und Voltaire als den die Wissenschaft zur Feindin der Kirche, und man dringt mit nicht Vater der Jakobiner. Der Gegensaß war geblieben, aber die Gründe geringerem Eifer auf eine Umfehr der Wissenschaft. Die Autonomie batten sich geändert."

des Einzelnen in Glaubenssachen reicht eben auch nur so weit, als sie Nicht mit gleicher Unparteilichkeit verfährt der Verfasser in der innerhalb der von der Kirde geftedten Gränzen bleibt. Vor dem Beurtheilung religiöser Verhältnisse

. Hier stellt er fich auf einen Absolutismus hat auch der Proteftantismus nicht geschüßt, und mit idealen germanisch - protestantischen Standpunkt, von wo aus es leicht der Revolution und dem Königsmorde ist das germanisch-protestantiift, einen Schatten auf den Gegner zu werfen, während man selbst ide England dem romanisch-katholischen Frankreich vorangegangen im bellen lichte ftrahlt. Der Verfasser spricht von der Restauration und hat ihm ein leider nur zu genau befolgtes Beispiel gegeben. der Kirche in Frankreich (I, S. 195 ff.): ,,Da man sich vergebens Die beschränkte Staatsform, den organisirten Widerstand der Staatsbemühte, auf das bloße Bedürfniß der Moral einen neuen Kultus zu gewalten, angeblich aus der germanischen, protestantischen Natur ergründen, so mußte man sich wohl oder übel zu der einzigen Stätte wachsen, betrachtet die protestantische Restaurationspartei als ein uns zurückwenden, wo dieser Nahrung geboten wurde, d. 5. zur fatholi- feliges Geschent des romanisch-katholischen Frankreich, deffen man fich fchen Kirche. – Das Bedürfniß der Kirche aus politischen Gründen nicht sdnell genug entledigen fönne. Die Constitution Englands, ein war vorhanden, aber an logisches Denken gewöhnt, faben sie ein, daß Wert vieler Jahrhunderte, trieb ihre Wurzeln schon, als das Land man sie in ihrer ganzen Fülle wiederherstellen müffe, daß jeder Stein noch fatbolisch war, und das romanisch-katholische Sardinien und an diesem großen Gebäude fest mit dem anderen zusammenhing, und Belgien fcheinen für die beschränkte Staatsform ein geeigneterer Bo. daß man Gefahr lief, durch das Weglaffen eines einzelnen Glieder den, als manches germanisch - protestantische Land. bem Ganzen feinen Sowerpunkt zu nehmen. Diese Verstandes - Ueber Mit felbstgefälliger Hervorhebung der Vortrefflichkeit des Eige*), Geschichte der jrpnzófichen Literatur seit der Revolution von 1789.“

nen dem Fremden gegenüber wird der unbefangenen Auffassung kein Ven Julian Schmidt. 2 Bande. Leipzig. F. C. Herbig, 1857.

Dienft geleiftet. Gewiß ehrt den Mann die Actung seiner Nationalität

und Ronfeffion, um so mehr aber, je gerechter er gegen die fremde ift

. tprannischen Heeren. Die Barbaren des Norbens und das folge In die gewöhnlichen National- und Konfessions - Borurtheile einzustim. Albion triumphiren jeßt über Frantreich. Docs wechselnd find ia die men, ziemt am wenigsten einem Historifer.

Geschide. Es drobt der Priester: Der jüngste Tag ist nahe; die Welt In der Beurtheilung der Söriftsteller zeigt sich der Verfasser ist dem Untergange verfallen. Ich glaube nicht an einen Gott des im Allgemeinen gerecht und vorurtheilsfrei; nur den armen Béranger, Zorns. Er, der die Welt geschaffen hat, wird sie nicht zerstören. dem der Verfasser sonst alle Gerechtigkeit widerfahren läßt, trifft der Laßt uns die trüben Gedanken mit Wein, Freundschaft und liebe, den Vorwurf einer lüderlichen Religionsphilosophie. „Wenn Béranger“, Gaben des gütigen Gottes, verscheuchen!" — Daß man ihn dieses beißt es (1, S. 104), dat Christenthum nur in diesen Pharifäern Gedichtes wegen verfeßern und zum Religionsspötter stempeln würde, (nämlich den fatholischen Priestern) sucht und ihnen die Religion hat der Dichter gewiß nicht geahnt; aber einem anderen Vorwurfe Epifur’s entgegenstellt, so fant man fich das so lange gefallen lassent, glaubte er begegnen zu müssen; daber die Anmerkung zu dem Verse: als es fomisd ift. Wenn aber der Epifuräer den ,,Gott der guten

Sur nos débris Albion nous défie: Leute" dogmatisch beschreibt und für das Glaubens - Bekenntniß der Des critiques Anglais, très-bienyeillants d'ailleurs pour notre Gedankenlosigkeit die ernste Aufmerksamkeit des Lesers in Anspruch auteur, lui ont reproché les traits plaisants ou graves dirigés contre nimmt, darf man das Recht der souveränen Kunst nicht mehr gelten leur nation. Ils auraient dû se rappeler que ces attaques remonlaffen; durch diese sehr populäre lüderliche Religions - Philosophie tent au temps de l'occupation de la France par les armées étranbat Béranger der echten Religiosität einen empfindlichen Schaden gères, qui avaient fait la Restauration; à ce temps où Sir Walter gethan."

Scott venait chez nous écrire les Lettres de Paul, lâche et cruel Gewiß, eine harte Besduldigung! Lessing hat einmal Rettungen outrage à un peuple aussi malheureux qu'il avait été grand. L'idée des Horaz, des heidnischen Epifureers, geschrieben. Der edle Béranger, d'entretenir la haine entre deux nations a toujours été loin du coeur der driftliche Epifuräer, verdiente es wohl ebenso gut, daß ein zwei- de celui qui, à l'évacuation de notre territoire, fut le premier à ter Lessing fich seiner Rettung annehme. Wir fönnen, bis ein solcher appeler tous les peuples à une sainte alliance. - Ein Dichter, der sich findet, nidt mehr thun, als das Gedict: „Le Dieu des bonnes fein Volt auffordert, seinen Feinden zu einem heiligen Bunde des gens", das ihm eine so arge Antlage zugezogen, dem Leser vorlegen: Friedens und der Liebe die Hand zu reichen: Il est un Dieu; devant lui je m'iocline,

Français, Anglais, Belge, Russe ou Germain,
Pauvre et content, sans lui demander rieu.

Peuples, formez une sainte alliance,
De l'univers observant la machine,

Et donnez-vous la main,
J'y rois du mal, et n'aime que le bien.

wie es in dem liede: „La sainte alliance des peuples", beißt, fann Mais le plaisir à ma pbilosophie

kein Glaubens - Befenntniß der Gedankenlosigkeit, feine lüderliche Révèle assez des cieux intelligents.

Religions - Philosophie predigen und der Verberber seines Volkes sein. Le verre en main, gaîment je me confie

Uebrigens bat er sich selbst am besten gegen die Anflage der GottAu Dieu des bonnes gens.

losigkeit in der Vorrede zu seinen Chansons verteidigt: QuelquesDans ma retraite où l'on voit l'indigence,

unes de mes chansons ont été traitées d'impies, les pauvrettes! par Sans m'éveiller, assise à mon chevet,

MM. les procureurs du roi, avocats généraux et leurs substituts, Grâce aux amours, bercé par l'espérance,

qui sont tous gens trés - religieux à l'audience. Je ne puis, à cet D'un lit plus doux je rêve le duvet. Aux dieux des cours qu'un autre sacrifie!

égard, que répéter ce qu'on a dit cent fois. Quand, de nos jours, Moi, qui ne crois qu'à des dieux indulgents,

la religion se fait instrument politique, elle s'expose à voir méconLe verre en main, gaîment je me confie

paître son caractère sacré; les plus tolérants deviennent intolérants Au Dieu des bonnes gens.

pour elle; les croyants, qui croient autre chose que ce qu'elle enUn conquérant, dans sa fortune altière,

seigne, vont quelque-fois, par représsailles, l'attaquer jusque dans Se fit un jeu des sceptres et des lois,

son sanctuaire. Moi, qui suis de ces croyants, je n'ai jamais été Et de ses pieds on peut voir la poussière

jusque-là: je me suis contenté de faire rire de la livrée du cathoEmpreinte encor sur le bandeau des rois.

licisme. Est-ce de l'impiété! Vous rampiez tous, ô vous qu'on déifie!

Béranger's Chansons haben gewiß der echten Religiosität weniger Moi, pour braver des maîtres exigéants,

geschadet, als die süßlichen Schriften Lamartine's u. 4. Gerade der Le verre en main, gaiment je me confie

Kreis, für den Béranger geschrieben, die Masse des Volkes, mit Ausschluß Au Dieu des bonnes gens.

der forrumpirten und blasirten Gesellschaft der Salons und des roben Dans nos palais où près de la Victoire

Pöbels auf den Straßen, befißt bei allem französischen Leichtsinn doch Brillaient les arts, doux fruits des beaux climats,

noch einen guten Fond von sittlicher Kraft und echter Religiosität. J'ai vu du Nord les peuplades sans gloire

Das weiß aud der Verfasser ganz wohl, daß es mit dem französischen De leurs manteaux secouer les frimas.

Volfe nidyt fo ídlecht steht, wie man gewöhnlich glaubt, und wir sind Sur nos débris Albion nous défie;

ganz mit dem einverstanden, was er in seinem Vorworte sagt: ,,Die Mais les destins et les flots sont changeants :

Franzosen sind bei uns wieder sehr in Verruf; früher erregten sie nur Le verre en main, gaîment je me confie

den Widerwillen der konservativen Partei, jest beklamiren auch die Au Dieu des bonnes gens.

Demokraten gegen die leichtsinnige Politik eines Volfes, das ihr ein: Quelle menace un prêtre fait entendre!

ziger Leitstern war. Es ist wahrlich nicht schwer, die Fehler dieser Nous touchons tous à nos derniers instants:

liebenswürdigen Nation herauszufinden, und wenn einzelne HypochonL'éternité va se faire comprendre;

der in ihrer Sdwarzsichtigkeit so weit geben, den nahe bevorstehendeu Tout va finir, l'univers et le temps. 0 chérubins à la face bouffie,

Untergang Frankreichs zu verkünden, so können sie sich damit entschuldiRéveillez donc les morts peu diligents!

gen, daß es auch jenseits des Rheins an derartigen Propheten nicht Le verre en main, gaiment je me contie

fehlt. Ebenso schwer ist es aber, sie nicht zu lieben, wenn man sich Au Dieu des bonnes gens.

etwas ernstlicher mit ihnen beschäftigt hat, ich wenigstens muß meine Mais quelle erreur! non, Dieu n'est point colère ;

Vorliebe offen bekennen. Für ihre Schwächen hat sie mich nicht blind S'il créa tout, à tout il sert d'appui:

gemacht. Die gespreizte Declamation der jüngsten Poesie ist gewiß Vins qu'il nous donne, amitié tutélaire,

eine ebenso unerfreuliche Erscheinung, als der Sozialismus und die Et vous, amours, qui créez après lui,

lüderlichen Romane; aber die Elasticität des Bolfes und seine Kraft ist Prêtez un charme à ma philosophie

dadurch nicht angegriffen, das haben die Ereignisse von 1854 gezeigt..
Pour dissiper des rêves affligeants,
Le verre en main, que chacun se coutie

Nord: Amerika.
Au Dieu des bonnes gens.

Notizen über die Administration der Vereinigten Staaten.
Es giebt doch wahrlich nichts Harmloseres als dieses Gedicht!
Vergessen wir nicht, daß es in einer trüben Zeit, furz nach der Restaura-

NI. Die Armee. tion der Bourbons, geschrieben ist. Der Mächtigste auf Erden war

(Sdlug.) gefallen; die Fremdeu hatten Frankreich beseßt. Der Dichter tröstet Sold und Berpflegungskosten sind im Krieg und Frieden gleid; fic: ,,Es lebt ein Gott nod); vor ihm beuge id mich. Mein Glück nur wenn auf fernen Märschen die Ration auf gewöhnliche Weise nicht fann Niemand mir rauven; arın zwar, bin ich dodzufrieden, und beschafft werden kann, erhält der Soldat zu seiner Beföstigung täglich den Wettlauf beobachtend, feb id viel Böses zwar, doch lieb id nur 75 Cents. Verschiedene deutsche Soldaten vom amerikanischen Militair, das Gute. Liebe und Hoffnung verschönern mir das Leben. Möge die ich gesprochen habe, waren mit der Verpflegung zufrieden. Zwar sind ein Anderer den Göttern der Höhe opfern; ich traue nur auf meines auch Klagen darüber laut geworden, indeß fönnen dergleichen AeußerunGottes Huld. Könige, die kurz vorher noch vor dem stolzen Eroberer gen Einzelner schwerlid) einen genügenden Maßstab abgeben; auc mag frochen, werden jegt vergöttert; id trobe, meinem Gott vertrauend, die Verpflegung wohl nicht überall in gleicher Qualität geliefert wer

den. Der Dienft hat wenig Anziehendes und ist theils langweilig, theils tärischen Mittel geschrieben. Die Möglichfeit, die amerikanischen Mia beschwerlich. Manche Abtheilungen liegen außerhalb der civilifirten lizen mit Erfolg gegen gute europäische Truppen zu verwenden, wird Gegenden in den Forts, andere müssen sich in ruhmlosen Indianer. Niemand glauben, der sie gesehen hat, wenn auch einige New - Yorker kriegen abm üben und aufreiben, in Kriegen, welche die Geschichte Regimenter besser einererzirt find, als die anderen. Zene Prahlereien nicht verzeichnet und die sich von Bären- und Büffeljagden nidät viel find aber um so wohlfeiler, als dermalen die Vereinigten Staaten unterscheiden, sowie z. B. fürzlich die Blätter vom 23sten vom Indianer- von den europäischen Mächten nichts zu fürchten haben. Der Feind triege in Florida meldeten: Capitain Parfhill von Talahassee ward fommt nicht von außen, er entwidelt sich von innen. bei einem Streifzuge durch den Cypressensumpf getödtet und vier Verschiedene deutsch-amerikanische Blätter enthalten ebenfallo Uusseiner Leute gefährlich verwundet; von den angreifenden Indianern züge aus den Berichten, woraus ich in diesem und dem vorhergehens glaubt man, daß drei geblieben seien. Einen anderen von besserem den Artikel meine Mittheilungen gezogen. Da dergleichen Blätter Erfolge begleiteten Streifzug bat Oberft C. A. Harden unternommen; auch nach Deutschland gelangen, will ich nicht unterlassen, zu bemerer überraschte eine Partie Indianer, nahm neunzehn gefangen, tödtete fen, daß man darin in den Zahlen Abweichungen von den von mir zwei und erbeutete achtunddreißig Pferde. Uebrigens ist der Sole angeführten finden wird. Die Zahlen sind in meinen Artikeln nada dat im Allgemeinen nicht geachtet und der Armee wird wenig öffent- der , New - Yorfer Tribune“ mitgetheilt, und ohne der leßteren uns liche Aufmerksamkeit zugewendet.

umstößlichen Autorität beizulegen, fann man doch ihrer großen und Hier im Osten fieht man nur selten Bundesmilitair; es mögen gutbedienten Druderei mehr Zuverlässigkeit zutrauen, als den Drucea daher westliche Berichte Plat finden, welche bei Gelegenheit des reien der deutsch-amerikanischen Blätter, in denen der Saß ungemein Marsches durch Kansas gegen die Mormonen einige für das amerifa- nachlässig ausgeführt wird. nische Militair dharakteristische Züge enthalten. Aus der , Kansas Eine Abweichung von der meinerseits im vorhergehenden Artikel Zeitung" drudte die hiesige ,,Staats- Zeitung" am 21. Juli Folgendes mitgetheilten Zahl der Fahrzeuge, aus denen die Flotte besteht, will ab: ,,Das Leben ist ein Würfelspiel! wird hier zur Wahrheit. Sehen ich ebenfalls nicht unbemerkt lassen. 34 habe dieselbe auf 82 angewir uns um, und wir erbliden zuerst einen deutschen Baron, mit geben; im ,, New - Yorfer Herald" vom 27. Dezember wird der Bes feinster aristokratisder Tournure, die große Trommel schlagend; dort stand der Flotte nur mit 73 Fahrzeugen angeführt. Der Autor des einen ungarischen Grafen, wie er Sergeantendienste thut; ein Göttin betreffenden Artikels giebt eine Aufzählung der Fahrzeuge der engliger Studiosus der Rechte ist Bedienter beim Herrn Oberst; Merita- schen Flotte, um seine Landsleute auf die Schwäche ihrer Seemacht ner, Spanier, Italiäner, Norweger, Polen und Franzosen find leicht aufmerksam zu machen, und erwähnt der amerifanischen Flotte nur herausgefunden; die Masse aber sind Deutsche und 3rländer." - - ganz kurz. Er sagt, wenn man die Schooner, Briggs, Tender und „Wir waren gerade Zeuge einer hier sehr gewöhnlichen Erecution Transportschiffe in Abzug bringe, verblieben der Flotte noch 60 Kriegsan fünf Mann, die wegen Desertion aus dem Soldatenstande her- schiffe; da aber außer dem ,, Vermont“ feines der Linienschiffe dienstausgeprügelt wurden. Mit Halbgeschornem Kopfe und mit auf die fähig sei, so könne man nur 50 rechnen, von denen manche nur kleine Hüfte gebranntem D. (Deserter) wurden die Unglüdlichen, nachdem Fahrzeuge seien. In eine genauere Aufzählung läßt fidder Verfasser die Truppen einen Kreis geschlossen, an eine Kanone gebunden und des Artikels nicht ein und die Notiz einer amerikanischen Wochensdrift, erhielten jeder funfzig Hiebe auf den nadten Rüden. Originell ist aus der ich meine Angabe entnommen habe, war in dieser Hinsicht es, daß die Erecution von den Regiments- Musifanten, meistens Deut- ausführlicher. Die Stärke der Flotte findet man nur selten erwähnt, shen, ausgeführt wird. Nadıdem die Prügel unter entfeßlichem Ge und es ist bei der Unvollständigkeit der amerikanisden Statistik schwer, beul ausgetheilt und einige der Dulder vor Schmerzen ohumächtig fich genaue Mittheilungen darüber zu verschaffen. geworben waren, wurde eine lustige Polta gespielt, und mit blutigem

New York.

A. Bob me. Rücken wurden sie zur Festung hinaus (aus Fort Leavenworth) und

England. in die Freiheit getanzt." Aus derselben ,, Kansas-Zeitung" schrieb die New Yorker ,,Abend

Sir William Symonds über die ruffische Flotte. Zeitung" vom 30. Juli von Fort Leavenworth unterm 20sten desselben Die reichhaltige biographische Literatur Englands ist neuerdings Monats: „Das nach Lawrence geschichte Militair ist zurüdberufen durch ein Werk über den berühmten Schiffbaumeister, Sir William worden, um sofort nach Fort Riley zu rüden. Am 19ten wurden Symonds, vermehrt worden, das größtentheils nach seinen eigenen 4 Compagnieen dahin abgeschickt. Mehrere Soldaten hatten Kugeln Aufzeichnungen bearbeitet ist.") Sir William Symonds, der im an ihren Füßen, die fie auf diesen beschwerlichen Märschen zur Jahre 1856 als pensionirter Contre-Admiral starb, nimmt in der GeStrafe für Disziplinarvergeben søleppen müssen." – von anderen

Von anderen schichte der englischen Marine eine höchst ehrenvolle Stelle ein. Vor sehr barten Strafen erinnere ich mich, verschiedene Berichte gelesen seiner Zeit hatte das meerbeherrschende Britannien in der eigentlichen zu haben. Unter Anderem theilte die New-Yorker ,,Tribune" vom Schiffbaukunft nur geringe Erfolge aufzuweisen; seine schnellsten Seg. 20. August nach dem „, St. Louis Demokratmit, daß im legten ler waren den Franzosen und Spaniern abgenommene Prisen, und in Sommer einem Soldaten in Fort Pierce wegen leichter Beleidigung den Einzelkämpfen englischer Fregatten mit ebenbürtigen Gegnern, feiner Vorgeseßten funfzig Hiebe dergestalt applizirt wurden, daß er 3. B. den Yankees (im Kriege von 1812–1814), zeigten sich die Fehler den Geist aufgab. Ein anderer Soldat, an demselben Plaße, der in ihrer Bauart und Ausrüstung im traurigsten Lichte. Nach Ueberwindung südlide Blätter forrespondirte, machte in einer Korrespondenz eine unendlicher Schwierigkeiten, die ihm der Geist des Schlendrians und Bemerkung über die Härte dieser Strafe. Hierfür ward er zu dreißig der Routine entgegenstellte, brachte Symonds eine vollständige RevoHieben verurtheilt, sowie eine Kette mit einer Kugel ein Jahr lang lution in der Marine - Architektur seines Vaterlandes zuwege; während zu tragen; auch ward ihm der Kopf geschoren. Jedenfalls ist unter der funfzehn Jahre, in denen er mit dem Titel eines Surveyor of einer Armee von der Zusammenseßung der amerikanischen eine scharfe the Navy an der Spiße des Schiffbau - Departements stand, wurden Disziplin nothwendig. Es scheint aber doch, wie auch aus anderen unter seiner Leitung hundertsechsundsechzig Kriegsfahrzeuge verschiedener Beispielen könnte nachgewiesen werden, Wilfür und Grausamkeit Größe von Stapel gelassen, die sich durch die Schönheit ihres Models, öfter vorzufommen. Würden dergleichen Fälle aus deutschen Heeren ihre Festigkeit, ihre Shnelligkeit – kurz, durch alle Eigenschaften ausbekannt, so würden sie in Europa einiges Aufsehen erregen; hier zu zeichneten, auf welche die Nautifer von Fach Werth legen. In der Lande fragt man nichts danach.

Folge ist allerdings der größte Theil derselben durch die Erfindung Daß in einer solchen Armee Desertionen nichts Seltenes find, der Schraube unbrauchbar geworden, und man hat sie fast insgesammt läßt fich erwarten; fie deinen aber auf dem Marsche nach dem entweder umbauen oder ganz auseinander nehmen müssen, so daß nur Westen in ungewöhnlicher Zahl vorgekommen zu sein. So schrieb wenige der von Symonds gelieferten Meisterwerke, man der New - Yorfer ,,Tribune" (und auch anderen Blättern) vom

,That walked the waters like a thing of life", 22. August aus St. Louis: Ein Brief in dem Republican, batirt nod) in ihrer ursprünglichen Gestalt existiren mögen; indessen wäre es Fort Kearney, den 7. August, besagt, daß das 5. und 10. Infanterie- unrecht, diesen Umstand, den er faum voraussehen konnte, dem tüchtigen Regiment und Phelp's Batterie dort angekommen. Die Trup- und thätigen Mann zum Vorwurf zu machen. pen waren sehr unzufrieden und die beiden Infanterie - Regimenter Troy seiner überhäuften Amtegeschäfte fand Symonds Zeit, die batten beinahe 500 Mann durch Desertion verloren.

Schiffswerfte der anderen europäischen Seemächte zu besuchen, um Wenn der Kriegsminister hofft, New - Yorf zu einem zweiten Ses den Zustand ihres Marinewesens mit dem englischen zu vergleichen bastopol zu machen und binnen 14 Tagen bier eine formidable land und sich aus persönlicher Ansdauung von den Vorzügeu oder Mängeln macht zu konzentriren, so ist dies eine jener amerikanischen Aufsanei- derselben zu überzeugen. So unternahm er im Jahre 1839 auch eine bereien, welche hin und wieder zur Satisfaction des Publikums auf- Reise nach Rußland, über die sich in seinen Memoiren einige Bez getischt werden. Indeß kann man eine davon sehr verschiedene Sprache merkungen finden, die man im Hinblick auf das, was später in der vernehmen, wenn nur im entferntesten eine westliche Gefahr vermuthet Dstsee vorgefallen - und nidt vorgefallen - mit Interesse lesen wird. Als man in der ersten Hälfte des Jahres 1856 an ein Zer

*) Memoirs of the Life and Services of Rear. Admiral Sir Wo. Sywürfniß mit England bacte, wurden lange Artifel über die Schwäche

monds, K. C. B.

Edited by James A., Sharp, London: Longman der Vertheidigung von New-York und die Unzulänglichkeit der milis Berlin, A. Ajher & Comp.

wird. „Ungeachtet der gerühmten Stärke ber Festung Kronstadt und Die beharrliche Sorgfalt, welche der Kaiser aten Einrichtungen und der allgemeinen Ansicht, daß sie uneinnehmbar sei, bin ich“, sagt er, Fädern der Marine zuwendet, wird diese so vollkommen machen, wie ,, entschieden der Meinung, daß in einem wohlgewählten Augenblick es der Theorie ohne Praris möglich ist. 3d fonnte nicht umhin, und mit Fahrzeugen, die zu offensiven Operationen gegen dieselbe Vergleiche anzustellen, welche mich von unserer großen Inferiorität geeignet wären, man auf eine hinlängliche Zeit in ihren Befiß ge in mehreren Punkten überzeugten. Bei allebem muß man zugeben, langen könnte, um die von ihr geschüßte Seemacht zu zerstören, in daß in dieser ganzen ruffischen Demonftration viel Humbug und dem die Kanonen fich meistens in einer solchen lage befinden, daß Spiegelfechterei mit unterläuft, indem Alles, was sich auf die Marine die Bedienung dem Feuer der Angreifenden ausgelegt ift. An jeder bezieht, nach einem so großartigen Maßstabe angelegt ist, daß ex für Seite des Einganges in Kronstadt ist zwar eine mit Mauerwerf zum fämmtliche Flotten in der bekannten Welt hinreichen würde. In der Shuße der Artilleristen versehene Batterie. Aber von den Wirkungen That stehen die zahlreichen, in Uniform gefleideten Beamten, die un der Ueberschwemmung, die im November 1824 ftattfand, sdeinen sich geheuren, den Marine-Angelegenheiten gewidmeten Räume in lächerdie Batterieen noch immer nicht erholt zu haben. Einige Mauern lichem Mißverhältniß zu dem, was wirklich in den Arsenalen geschieht'; find jeßt in der Ausbesserung begriffen, indem sie restaurirt und ver aber man hält dadurdy ein enormes Offizier - Corpo in fteter Bea ftärft werden. Sie haben alle den Nachtheil, daß fie durch das periodis fchäftigung.“ dhe Steigen des Flusses beschädigt werden können. Auf unserer Rüdfebr von Kronstadt nach St. Petersburg wurde ich in dem neuen

Mannigfaltiges. Seefadetten-Corps unter Leitung des Admirals Krusenstern herum

Die adotzebn driftlichen Jahrhunderte. ,,The Eighgeführt und war in der That erstaunt über die Großartigkeit und gute teen Christian Centuries", fo heißt ein vor kurzem in Edinburg (bei Einrichtung dieser Anstalt

. Sie muß den Erfolg haben, wissenschaft- Blackwood) erschienenes Geschichtswert bed Geistlichen James Wight, lich gebildete Offiziere für die russische Flotte zu erziehen, da nichts das vielleicht, seiner eigenthümlichen und vom Publikum mit Beifall zu fehlen scheint, was ihnen eine gründliche Kenntniß von Allem ver aufgenommenen Form wegen, auch anderwärts Nachahmung findet. leihen fönnte, das in theoretischer und praftischer Beziehung mit ihrem Der Verfasser behandelt nämlich die Weltgeschichte jedes Jahrhunderts Berufe zusammenhängt. Eine kleine Dampfmaschine ist beständig vor als ein besonderes Bild in einem eigenen Rahmen, wobei er Ueberihnen in Arbeit, ferner das Modell einer Fregatte, das sie auseinander: sichten der politischen sowohl als der fulturhistorischen Ereignisse jeder nehmen und wieder zusammensegen müflen, ein Formen-Depot und Epoche an die Namen der regierenden Fürsten, der berühmtesten Hel. jedes erdenkliche Mittel zur Erlernung der Schiffbaukunft. Auch den und der Männer in Wiffendaft, Kunst und Literatur fnüpft, giebt es zablreidse Apparate zu magnetischen und chemischen Erperi- durch deren Leistungen das betreffende Jahrhundert von den übrigen menten und eine sinnreiche Tabelle, welche den Zweck hat, das Stu fid unterscheidet. Es ist durch diese einfache Forin, wie es feint, dium der Schiffs- und Flotten-Evolutionen zu erleichtern. Die Ka die bequemste Gelegenheit geboten, dem Gedächtnisse sowohl die vers detten, 650 an der Zahl, erhalten alle in diesem vortrefflichen Infti schiedenen Zeiträume, als die Ereigniffe einzuprägen. Auf eine tiefere tut Koft und Wohnung. Augenblidlich befanden sie sich im Finnischen Forschung und auf speziellere Belehrung im Felde der Geschichte Meerbusen, wo sie auf einigen zu ihrem Unterricht in der Nautit macht ein foldes für die Schule und das große lernende Publikum bestimmten fleinen Fregatten und Briggs dienen.... Eine Division geschriebene Buch natürlich keinen Anspruch. der ruffischen Flotte war soeben von einer Kreuzfahrt in Gegenwart des Kaisers zurückgekehrt und sollte jeßt desarmirt werden; vier oder

Rom und die morgenländische Kirche. 3m „Magafünf Linienschiffe lagen fáon, zum Theil abgetakelt, im Baffin, und zin“, 1857 Nr. 138, gedachten wir einer in der Propaganda zu Rom im die anderen waren im Begriff, ihnen zu folgen. Sie fchienen alle in Jahre 1855 erschienenen Schrift: „L'église orientale”, deren Verfasser, derselben guten Ordnung zu sein, die ich schon früher bemerkt hatte; ein Apostat der morgenländischen und ein Inspirirter der römischen ihre Masten standen aufrecht und zeigten keine Spur von einem Un Kirche, die Einheit der morgenländischen und abendländischen Kirche fall, den sie während des kurzen Uebungszuges, von dem sie zurüd- in Folge der Florentiner Besdlüsse vom Jahre 1439 als zu Recht fehrten, erlitten haben könnten. Diese Division batte vor meiner bestehend behauptete und daher zur Beseitigung des, zwischen beiden Ankunft aus Lübeck im Finnischen Meerbusen manövrirt; ießt war Kirchen feit dem eilften Jahrhundert eingetretenen Schisma, fowie zur ihre Stelle von einer zweiten eingenommen worden, die ich auf dem offenbaren Stärkung und Erweiterung der päpstlichen Macht nach Wege nach Helsingfors zu sehen hoffte."

Außen, verlangte, daß die morgenländisdhe Kirche den Papst als ihren Die Anstrengungen, welche die russische Regierung auf die Her- gesegmäßigen Dberberrn und Dberhirten auch wirklich ansehen und ftellung einer respektablen Kriegsflotte verwendete, wurden von Symonds unter den Hirtenstab des heil. Petrus in Rom zurüdfebren folle und mit eifersüchtigen Augen bewacht, da er fie, wohl nicht mit Unrecht, müsse. Als ob die morgenländische Kirche von Rom fich getrennt als eine gegen England gerichtete Drohung betrachtete. „Die Ur bätte! Und als ob rom ebenso in seinem Rechte wäre, auch von der fache, bemerkt er, ,, die von Rußland vorgeschüßt wird, um die protestantisden Kirde grundfäßlich die Rückfehr in den Scooß seiner Unterhaltung einer im Verhältniß zu den anderen Ditfeestaaten so alleinseligmachenden Kirche zu fordern! Wie öffentliche Blätter beüberwiegend starken Seeinadit zu rechtfertigen, ist die Nothwendigkeit, richten, haben einige katholische Bischöfe in Deutschland an sämmtder schwedischen Marine das Gegengewicht zu halten – ein lächer liche Kirchenfürften daselbst mit der Aufforderung fich gewendet, einen licher Vorwand, da es augenscheinlich ist, daß das Motiv zu der allgemeinen Gebetverein zu gründen, der die Aufgabe haben soll: gleidyen kostspieligen Rüstungen nicht im Baltischen Meere liegt. , die Wiedervereinigung der vom Mittelpunkte der katholischen EinMan wird mir entgegnen, daß nichts von Rußland zu fürchten ist, so heit getrennten orientalisdhen Kirche mit dem Dberhaupte der fatholilange es feine praktisch in ihrem Handwerf erzogene Matrosen befißt schen Christenheit anzustreben". Als ein Mittel zu diesem Zwede Dieses Argument würde aber nur im Atlantischen Meere Stich hal- wird, außer jenem Gebetvereine, auch eine Zeitschrift zu wiffenschaftten, desfen Stürme bessere Seeleute erfordern, um die Schiffe zu res lider Behandlung der zwischen beiden Kirchen bestehenden Kontrovers gieren und vor Unglücksfällen zu bewahren. Ich habe die Mann- fragen in Aussicht gestellt. chaft von mehreren ihrer Schiffe gefeben und ihren Manövern beis gewohnt, die keinesweges schlecht waren. In physischer Kraft, muß

Das Andenken an Gellert. Es ist der Zug einer wahr. id sagen, find ihre Leute gegen die unsrigen im Vortheil, doch haben haft rührenden Pietät gegen Verstorbene, der einen Theil unseres sie nicht die Behendigkeit der lepteren, und es fehlt ihnen sicherlich an Volfslebens warm und in fräftigem Bewußtsein durchdringt, und welcher Uebung; gleichwohl find fie tapfer, willig und gehorsam und würden neben einer gewissen selbstgefälligen Eitelkeit, die unserer Zeit in ihrer fich, glaub ich, unter gewöhnlichen Umständen als zäbe Gegner er Denkmäler-Sucht in hobem Grade ebenfalls eigenthümlich ift, um weisen. Was die äußere Erscheinung betrifft, so habe ich niemals so wohlthuender und tröstlicher ist. Eine solche Pietät madt fich auch achtundzwanzig Linienschiffe in besserer Drdnung geseben; eine systemas in verschiedenen Beziehungen in Bezug auf den frommen Gellert tische Einrichtung war in ihnen nicht zu verkennen, und es muß eine geltend, und man mag fich an diese treue Anhänglichkeit halten und Meisterband da fein, welche Alles leitet und in so gutem Zustande ibrer fidh freuen.

ihrer fidh freuen. Diese Pietät giebt fich auch auf literarisches erhält. Obgleich fie Kanonen an ihren Fallreeptreppen haben (die Gebiete zu erkennen, und sie wirft nun wieder in den verschiedenFregatten ebenfalls), lo schienen doch feine von ihnen zu tief zu sten Kreifen des lesenden Deutschland auf Herz und Gemüth des liegen; fie faßen alle elastisch auf dem Wasser, ohne mehr Gewicht, deutschen Volfes zurück. Fand kürzlich die kleine, wahrhaft rührende als fie tragen konnten, und hielten die richtige Sdwimmlinie ein. und ergreifende Voltóschrift: „Drei Tage aus Gellert*s Leben" 3hr Tafelwerf fab außerordentlich gut aus, die Maftspißen waren (Bremen, 1856), in weiteren Kreisen besonderen Beifall, so findet dicht eingefeilt und die Maften selbst ungewöhnlich schön aufgerichtet. jegt die Erzählung Berthold Auerbach'8: ,,Gellert's leßte Weihnachten" Sie waren in jeder Hinsicht sauber, gut gemalt und in friegsschiffs in seinem bereits in diesen Blättern erwähnten , deutschen Familienmäßiger Ordnung, und es ift mir nie eine gleiche Anzahl britisder Kalender“ auf das Jahr 1858 viele Leser, besonders auch in Leipzig, Kriegsschiffe vorgekommen, die so durchgängig schmuck" aussaben. dem Schauplaß dieser Erzählung.

[blocks in formation]

trauen erwedende Skizze von dem Entwicelungsgange reinet wiffen.

schaftlichen und fittlichen Lebens gegeben, weist er, zu dem Gegen. Ueber akademisches Leben und Studium.

ftande der Vorlesungen, als den er ,, das akademische Studium" angiebt, Nach Professor Erdmann.*)

übergebend, darauf hin, wie dieser Gegenstand drei Jdeen in fich faffe: Die in früherer Zeit unter dem Namen ,, Hobegetif" auf allen die Idee deffen, der ftudirt, die Idee der Wiffenschaft, die ftudirt wird, deutschen Universitäten regelmäßig gehaltenen Vorlesungen, deren Zwed und die Idee deffen, der durch vollendetes Studium in den Stand ges dahin ging, den Stubirenden eine encyklopädische Uebersicht über die feßt ist, ein Amt im Staate zu bekleiden. Er theilt demnach seine gesammten Wiffenschaften, eine Einsicht in ihren Beruf und außerdem Vorlesungen in drei Theile, von denen er den ersten als den methos vielleicht auch noch eine Anleitung für ihre Studien zu geben, find dologischen, den zweiten als den encyklopädischen, den dritten als den in den legten Jahrzehnden immer seltener geworden. Unter denjenigen politischen bezeichnet. Universitäts- Professoren, welche troßdem, daß der Zeitgeist diesen Zu dem Begriffe des Studenten gelangt der Verfasser, indem er Vorlesungen nicht günstig zu fein scheint, und vielleicht gerade eben die in diesem enthaltenen Begriffe: den des Jünglings im Gegensatz barum desto häufiger und mit desto größerer Liebe Vorlesungen dieser zum Knaben und zum Mann, und den des Studirens im Gegensas Art gehalten haben, dürfte der Profeffor der Philosophie an der Univer zum Lernen und Lehren, erörtert und dann zusammenfaßt. Das Ersität Halle, Herr Dr. Erdmann, die hervorragendste Stellung einnehmen. gebniß dieser Erörterungen ist folgendes: Derselbe hat in den dreißig Jahren seiner akademischen Lehrthätigkeit , 3ft das Jünglingsalter die Zeit des auf fich felber Berubens, seine Vorlesungen über das akademische Leben und Studium sehr häufig der Selbständigkeit und kühnen Ungebundenheit, besteht ferner das und immer vor einem ungemein zahlreich versammelten Auditorium Studiren in dem rücksichtslosen und selbständigen in Frage stellen und gehalten. Ueber den Werth derartiger Vorlesungen überhaupt und Prüfen, ist endlich die Universität das Institut, wo das vorschriftsüber die Bedeutung derselben für die studirende Jugend ein Urtheil mäßige Müssen aufgehört, und, da das pflichtmäßige Sollen noch zu fällen, find jeßt auch wir, die wir eine solche Vorlesung zu hören nicht eingetreten ist, das Wählen und Selbstversuchen fich geltend nie Gelegenheit gehabt, in den Stand geseßt, da Herr Professor Erde macht, so ist der Begriff des Studenten von dem der unbeschränkten mann feine Vorträge über akademisches Leben und Studium ganz so, Freiheit gar nicht zu trennen, und unsere Frage: „Wer ist der wahre

wie er fie dreißig Jahre lang zu halten pflegte, durch den Druck der Student?" fädt mit der zusammen: „Worin bethätigt sich die akade1 Deffentlichkeit übergeben hat.

mische studentische Freiheit?" – In der Analyse des Saßes: ,,Der 1 Wer dieses Buch des Herrn Professor Erdmann gelesen hat und Student ift frei“, wird unser ganzer erfter Theil befteben. Was aus

zu würdigen im Stande ift, wird sich leicht vorstellen können, daß die ihm für das Verhältniß des Studenten zu Familie, bürgerlicher Ge ,,Bielen nah und fern, die diese Vorlesungen gehört haben“ (diesen sellschaft, Staat folgt, das ist das Normale in sittlicher Hinsicht oder bat der Verfaffer das Buch zugeeignet), das Buch mit großer Freude feine ethische Pflicht; wie seine religiöse Pflicht nur ist, was aus dem begrüßen und mit demselben Interesse lesen werden, mit dem sie die Begriffe der Freiheit hinsichtlich feines Verhältniffes zur Religion abmündlichen Vorträge, die ihnen hier wiedergegeben find, einst gehört geleitet werden kann. Dagegen, was mit der Freiheit streitet, das baben; aber er wird weiter auch der Ansicht sein, daß dieses Buch in ift das absolut Verwerfliche und Shlechte. Es giebt nur Ein Ziel, einem noo viel größeren lesertreise die freudigste Aufnahme zu finden auf welches das Leben des Studenten zielt, wie die Magnetnadel berufen ift. Nicht bloß allen denen, welche das Universitätsleben einst nach dem magnetischen Pol; es ist: daß er frei sei und fich frei wiffe. genoffen und noch immer mit Freude daran zurüddenfen und allen Nachdem der Verfasser den wahren Studenten von seiner physidenen, welche auf das ihnen bevorstehende Studentenleben sich mit den Seite geschildert und die Mittel (die ritterlichen und die geRecht freuen, sondern überhaupt Allen, welche ein wahres Intereffe selligen Künste) besprochen, die dem Studenten den ihm ziemenden für die Wissenschaft und darum auch für die wiffenschaftlichen Insti- Muth, das Freiheitsbewußtsein gegenüber den Naturmächten und gegentute haben, welche, wie die Universitäten, einen so entschiedenen Ein über allen anderen Menschen in der Geselfdaft, die ihm zutommende fluß auf das gesammte fittliche Volksleben ausüben, wird dieses Buch Selbständigkeit im Verhältniß zu seiner Familie und in öfonomischer eine höchft willkommene Erscheinung sein, und sie werden dasselbe ge- Beziehung, und die von der Freiheit nicht zu trennende sittliche Auswiß, wenn sie es erst zu lesen angefangen haben, mit wahrem Genuffe bildung zu geben geeignet sind, läßt er sich ausführlich über die bis zu Ende lesen, auch wenn ihnen hier und da eine Ansicht begegnet, Stellung aus, die der Student zur bürgerlichen Gesedschaft, zum in der fie dem Verfaffer nicht beiftimmen können.

Staat, zur Rirche, zu den Professoren, zu den Mitftudirenden und Eine kurze Uebersicht über den Inhalt und einige wörtlich mit- endlich zum Objekt des Studiums: zur Wissenschaft, einzunehmen hat. getheilte Steden aus dem Buche, welche geeignet sind, eine Vorstellung Jn der Besprechung dieser Verhältniffe, die den umfangreichsten von der frischen, lebensvollen, Gemüth und Geist gleich sehr an und interessantesten Theil des Buches ausmacht, legt der Verfasser regenden und ansprechenden Darstellungsweise des Verfaffers zu geben, eine Sympathie mit dem Geist der studirenden Jugend, dabei aber werden ben Lesern dieser Blätter, denen wir vielleicht dadurdy die erste auch eine Sicherheit des Urtheils, eine Gediegenheit und Selbständige Bekanntsdaft mit dem Werte vermitteln, gewiß die Luft erwecken, feit des fittliden Charakters an den Tag, wie man sie in der heutigen biese gediegenen Vorlesungen, durch welche der Verfasser ebenso, wie Zeit, wo die Freiheitsbestrebungen im Gebiete des Staates und der durch seine Vorlesungen über Glauben und Wissen und wie durd Kirche fo leicht Mißkredit und Ungunst einbringen, nicht bei vielen von die über den Staat (von denen jene 1837, diefe 1851 im Drud er den Staatsregierungen angestellten Universitäts-Professoren antrifft. fchienen find), gleich sehr der Wissenschaft und dem fittlichen Leben Für die Gründlichkeit und Ausführlichkeit, mit welcher ein jedes gedient bat, selbst und zwar gründlich zu lesen.

der hier in Betracht gezogenen Verhältniffe behandelt wird, möge die Nasdem der Verfaffer in den drei einleitenden Vorträgen zuerst Vorlesung als Beispiel dienen, die das Verhältniß des Studenten nadgewiesen, daß Vorlesungen über das akademisde leben und Studium zum Staate behandelt. In dieser Vorlesung wird nach einer kurzen, sowohl in ihrem methodologischen, als auch in ihrem encyklopädischen für den vorliegenden Zweck ausreichenden Erörterung der Begriffe: Theil, ein unabweisbares Bedürfniß der Universität als solcher sind, Nation, Volf, Reich, Staat bargethan, daß der Student das Recht dann bargethan, daß solche Vorlesungen zu halten zu dem Berufe und die Pflicht habe, fich durch Politisiren eine politische Ueberzeugung eines Professors der Philosophie gehört, und zuleßt, um zu zeigen, wie zu verschaffen; weiter werden die Mittel, die er zu diesem Zweck zu ihm die zu solchen Vorlesungen nöthigen praktischen Erfahrungen in benußen babe, einer sehr in’s Einzelne gehenden Kritit unterworfen. reidlichem Maße zu Theil geworden, eine sehr ansprechende und Ver Was der Verfasser hier über Vorlesungen und Bücher politischen In

balts, über die Organe der öffentlichen Meinung, über die Landtags*) ., Vorlesungen über akademisches Leben und Studium“, gehalten von Dr. Johann Gouard Erdmann, ordentlichem Professor der Philosophie an der

Debatten, über Klubs und Volksversammlungen, über den Werth der
Zeitungen im Muurinen über den Sharakter pder die Charaktere

ninis littenbera.

Reipsia. Berloo non orl Seiber 1878.

« ForrigeFortsæt »