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herausgekommen. Es fiel durc; ebenso ein anderes von Kappellmans, 1: Belgien.

der Bad Recht ganz beiseite ließ und nur das Interesse des Autors Das geistige Eigenthumsrecht und der Kongreß zu Brüffel.') gewahrt wiffen wollte. Man fiebt, auf welche Shwierigkeiten dieses

1 geistige Eigentumsrecht" ftößt und ftoßen muß, indem bier z. B. ne II.

das Interesse des Autors; fein Wert aud in der Fremde anerkannt Wir fahren fort, nach der bereits erwähnten Quelle ,- über ben und verbreitet zu sehen, und das zweite, möglichft großen Gelderivers Bérlauf des Brüfeler Kongresses zu berichten, und beschränken uns davon zu haben, einander sūnurstrado entgegen sind. Dieses völfers dieomal auf das rein Thatsächliche. Es wurbe also in der ersten einigende, große Prinzip scheitert also bereits an einer bloßen eufer: Sigång ein geistiges Eigenthumsrecht anerkannt und dabei eine zeit lichkeit: an der Verschiedenheit der Sprachen. weise Dauer für seine Geltung den Autoren gesichert. Auch in der In den anderen Fachfommissionen gingen die Disfuffionen fonetier zweiten Sigung zeigte sich diefelbe Liberalität und dabei eine große und ungehinderter von Statten und kamen eher zu einem faßbaren Uebereinstimmung der Meinungen, so daß zu Prunkreben und Decla. Ziele. Die Vorschläge des Comité's wurden gewöhnlich beinah ganz mationen lange nicht der Anlaß geboten war, wie in der ersten. in der von ihm gestellten Faffung angenommen. Die Arbeiten in der Erfteng die Fadlommiffion, später die ganze Bersammlung, gestand ersten Section gaben Gelegenheit zu einer sóönen Berichterftattung zu, daß bei geistigen Erzeugniffent hinficts des Rechtes fein Unters des General - Secretairs Romberg, der damit endete, daß er die Los chies Fattfinden durfé, daß daffelbe für alle Betheiligten gleich fungen des Comité*fast einstimmig angenommen erklärte. Nur über sein müffe, daß die Veröffentlichung eines nachgelaffenen Werkes der die Formalität, welche der Autor zu beobachten habe, um fein Recht Witwe und den Kindern dasselbe Recht gebe, als der Verfaffer felbft im fremden lanbe zu sichern, stellte fich eine kleine Meinungsvera gehabt haben würde, daß die nicht erbenben Mitbesiger deffelben des fchiedenheit ein; aber audi biese ließ bei der Abftimmung keine Spur Redtesi nur dreißig Jahre lang genießen, und daß dem Herausgeber zurüc. Citi allgemeines geiftiges Eigenthumsrecht, in alle Gefeßeines anonymen Werfes das Eigentumsrecht auf breißig Jahre, vom gebungen aufgenommen, durchaus gleichartig in den verschiedenen Tage der Veröffentlichung an gerechnet, zugeftanden werbe. Mit Ländern, ohne besondere Formalitäten erreichbar, fand die nöthige pseudonymen Werfen glaubte der Rongreß fich nicht befassen zu dürfent

, Stimmenniehrheit in der Bersammlung. Auch die dritte Fachtommiffion ba fie der Sache nach entweder zu den anonymen oder zu benen, beren billigte durchaus die Beschlußnahmen des Comité's bezüglich der Bors Autor befannt fei; gehören würden. In Bezug auf Rebert, Vor- ftellung dramatischer und mufifaltser Werfe. Die Rechte des Autors lefunigen und mündliche Vorträge wahrt der Rongreß dem Autor bas wurden auch hierin vollständig anerkannt. Bei musitalifden CompoRecht. Für politische Reden in den Kammern (oho!) wollte er nur fitionen glaubte der Kongreß nur bann ben Autor des Eigenthums. die theilweife Reproduction erlaubt wiffen, nicht aber den Abdruck rechtes berauben zu dürfen, wenn es fich am Vorstellungen zu wohl. alo Sammlung eines bestimmten Autore. Herr Pascal Duprat war es, thätigen Zweden handele Man fieht, wie hier abermals das Prinzip der diese Ausnahme geltend machte, die unumgänglich nothwendig fei, bet geistigen Eigenthumsrechtes auf dem Sande Tigt. Mit Recht um zu verhindern, baß etwas der Deffentlichkeit entzogen würbe, was überging der Rongreß die ihm vorgeregten Bemerkungen eines Signor nothwendig aller Welt gehören Diese Ausnahme fand mehr Beie Ricordi betreffs des Notenfußes gegen schriftliches Ropiren, ber fich ftimmung, als eine andere vom Comité vorgeschlagene zu Gunsten des allerdings aus bem ,, Prinziperi ableiten läßt. Denn was sollte daraus Journalismus. Leider haben die Franzofen, die auf dem Kongreffe werden, wenn z. B. jeber Bierfiebler, der einen Straußifchen Walzer vielfach Anspielungen auf das in ihrem Lande jeßt herrschende System fopirt, dem Romponisten steuerpflichtig würde? Will man das Prinzip machten, yor ber Hand wenig Aussicht, mit schönen Kammerreben weiter verfolgen wenri z. B. Jemand ein Stück nach dem Schöre nebenbei eine gute Speculation zu machen. Wehe der Welt, wenn madspielt, begeht er nicht einen geistigen Diebftahr? Dieselbe Einglänzende Redner mit der Sicherheit eines breißigjährigen Eigen- Helligkeit fand auch in der vierten Section ftatt, welcher die artistithumsrechtes ihrer Reden fortar die Bühne betreten. Es ist sehr fchen Fragen zur Behandlung übergeben waren. Auch Tte war für Shabe, daß Raiser Napoleon fich hierin als ein so unerbittlicher Feind ein absolutes Eigenthumsrecht, möglicher Weise von ewiger Dauer. der Industrie" erweist, die er boch font fo großartig fördert. Ueber Die Berichterstattung hatte Herr Blanc. das Recht der Ueberseßungen entbrannte der Streit wieber Heftiger. C. Eine Diskuffion von Wichtigkeit erhob fide in Folge ber Be. 3n der Fachkommiffion hatte man sich dahin vereinigt, dem Autor richterstattung der 'fünften Fachkommiffion, deren Präsident Graf ein Recht auf zehn Jahre zuzugestehert, mit der Bebingung jedoch, Arrivabene und deren Referent der bekannte Staatsökonom Molinari daß er bereits innerhalb fünf Jahren davon Gebrauch gemacht. Wären waren. Es handelte sich um den leßten Theil des Programmes, der diese vorüber; ohne baß er es sich zu Nuße gemacht, so müffe baß die Hindernisse betraf, welche der Verbreitung der Bücher u. s. w. Recht Allen gehören: Das Comité hatte bagegen ein volles, under. durch die Zollschranken entgegen träten. Diese Frage gebört freilich Tebliches Eigenthumsrecht zugeftanden, und es dem ded Originalwerkes nur als Nebenfache hierher, war aber kaum zu umgeben. Die Ab. gleich geftellt. Das war fonsequent-und logisch. Troßdem waren geordneten der verschiedenen Staaten Yenkten natürlich hierbei die der allgemeinen Versammlung die zehn Jahre ber Fachlommiffion noch allgemeine Aufmerksamkeit auf die Normen, welche den respektiven zu viel, fie wollte das Ueberseßungsrecht eines Autors auf blos drei Buch- und Kunsthandel regeln, und zeigten flar, wie nöthig gewiffe Jahre herabgeseßt wiffen, ja eo gab Stimmen, die es ganz befeitigt Reformen feien. Freilich spielten hierbei Frankreich und Belgien, als wiffen wollten. "Die Abgeordneten von Sachfen, Dänemark und Holo zunächft liegend und am stärfften vertreten, die Hauptrolle, und die land brachten darüber ein Umendement ein, dem zufolge bas Ueber- Zustände anderer Länder famen babei weniger zur Sprache. Die feßungsrecht nie so umfassend sein sollte, wie in dem Cande, wo das Bert Ausgleichung der verschiedenen Zolltarife und Zollgefeße, dur, welche

doch die Anerkennung des geiftigen Eigenthumsrechtes zum großen *) Vgl. Nr. 146 des ,,Magazin".

Cheile bedingt wird, dürfte nach dem, was hierbei zur Sprache fam, **) şerr Pascal Duprat ijt felbft noch aller Welt etwas schulbig, was iht noch sehr bedeutenden Schwierigteiten unterliegen. So entwickelte der Indépendante, für welche er sich im Januar ben Abonnementebetrag für das Abgeordnete der Akademie von Genf, Herr Gaullier, in der Generalganze Jahr (unter Anberem bon sehr vielen Abonnenter in Preußen und Versammlung die Hindernisse, welche die S$ußtarife dem Austausche Rußland ) vorausbezahlen ließ. Als jedoch die Februar: Nevolution aus: gebrochen und Herr Duprat ein sehr republikanischer Rammer: Nebner gewors

der Produkte zwischen der Schweiz und anderen Ländern in den Weg ben

war, vergaß er, den Abonnenten der Revue Indépendante die von ihnen legen, namentlich den Nachtheil, in welchen erstere in ihren Bes bereits bezahiten zehn Monatshefte vom März 1848 ab zugehen zu laffen. ziehungen zu Frankreich gestellt fei. Um eine Vorstellung von dem birden und ruffischen Poft- Abonnenten, reflamirt. Diefelben sind bis heute sonderbaren Systeme zu geben, das bis jeßt in Frankreio berrsche, noch unbefriedigt.

D. R. genüge zu sagen, daß, während die französischen Bücher nur 7 France

für je hundert Kilogramm beim Einbringen in die Schweiz jablen, gemeine Intereffe das Individuum an, wenn dessen privates Interese fohweizerische Bücher beim Eintritt nach Frantreich 120 Francs, Stiche unangetastet bleibt! Der Liberalismus stüßt fich auf die Rechte der und Landkarten 317 Francs 50 C., und musikalische Werte noch mehr Menschheit; er opponirt nur im Namen der Gerechtigkeit; er beruft zahlen. Dabei ist die Einfuhr von Büchern u. f. w. aus Frankreich fich auf ewige Wahrheiten, denn, nach dem wundervollen Ausdrud nad der Soweiz weit größer, als umgekehrt. Frankreich hat sich Turgot's, ist der Widerstand gegen Unterdrüdung ein Bündniß mit ftărter, als jedes andere Land, gegen wissenschaftlichen und fünftleris Gott selber. Allein der Mensch des roben Sensualismus, die Menso. iden Einfluß verbarrifadirt. Statuen z. B. zahlen an der Gränze Maschine, wie man sagte, ist ein Geschöpf ohne Würde, als solche bat 40 Francs pro Kilogramm, was ziemlich einem Verbote gleich kommt. er feinen Anspruch und keine Mittel, ihn gegen seine Feinde durcDazu tommen die verwidelten Tarif- Anfäße, die zahlreichen und zuseßen. Allerdings kommen die öffentlichen Freiheiten der Gemein widerwärtigen Formalitāten bei der Einfuhr. Und dies thut Franta ramkeit zugute und sie ist insofern betheiligt, fie aufrecht zu erhalten. reich, das mit seinen Produkten die ganze Welt überschwemmt. Man Reiner ist aber durch irgend ein moralisches Gefeß gehalten, fie iht tönnte fagen, eben darum, weil es ein gutes Geschäft macht und einzuräumen, und sie werden nur dem beimfallen, der ftart genug ist, die anderen nicht braucht.

fie zu nehmen. Die Zahl und ihre Stärke, das ist zuleßt der einzige Also Shußzoll und Freihandel auch hier! Welches Prinzip ist Rechtstitel und das einzige Werkzeug der Revolutionen. Die philo. das richtigere? ich glaube, darauf fann Niemand Antwort geben, als sophische Theorie demnach, wie wir sie feßen, würde nichts legitimiren; die Zeit.

für sie bezeichnen die Worte Tyrannei und Freiheit nur Thatjaden, Aber ein Zeichen der Zeit ist es, daß auch die Männer des die im Prinzip gleichgeltend sind. Da fie nur durch Bedürfnisse beGeiftes, wolite sagen, die Männer der geistigen Industrie oder in- ftimmte Intereffen und durch Leidenschaften bestimmte Willen kennt, dustriellen Geistigfeit, für den Freibandel find. Eine andere Frage To ist ihr buchstäblich nichts heilig. Und was fann fie nun den Mädten ist es, wie die Regierungen, namentlich die französische, diese Sache der Erde Fagen, um sie zu veranlassen, ihre Interessen und Leiden, ansehen, ob fie eine offene Quelle der Finanzen so leicht im Interesse faften zu opfern? der Menschheit aufgeben werden. Doch, wie gesagt, die Soranten Das ist die dwache Seite diefer Philosophie im Gebiete der fallen hier und da, und somit scheinen diese Bestrebungen wohl die Speculation. Wie kommt es nun, daß in Frantreich, und, wie hier, Zukunft für sich zu haben. Der holländische Abgeordnete theilte mit, so überall, diese Philosophie die Bestrebungen des liberaliomus bedaß seine Regierung von der freien Ein- und Ausfuhr der Bücher gleitet, oder sogar inspirirt hat? Durch welche lobenswerthe Jalons jedes Hinderniß beseitigt, und daß dieselben feinen eigentlichen Zoll mehr fequenz war die Gegnerin der nothwendigen Begriffe und der un zahlen. Die General- Versammlung, welche das eben erwähnte franzö- wandelbaren Prinzipien faft überall der Anwalt einer Politit, die nur fische Monopolwesen lebhaft gemißbilligt, betlagte diese dem Umlaufe dann gerechtfertigt ist, wenn sie die absolute Wahrheit für sich bat? der Bücher geseßten Hindernisse und drüdte den Wunsch aus, fie Es kommt daber, daß der liberalismus nur durch die vödige Lose beseitigt zu sehen; aber die Fachkommission glaubte doch nicht auf der sagung von den veralteten Autoritäts- Doktrinen, die zu schwer auf dem vollständigen Abschaffung der Tarife bestehen zu dürfen, weil daduro mensaliden Geldlecht gelaftet haben, möglich geworden; daß der Geist für die Staaten finanzielle Berlufte erwachsen würden. Sie war also der Reform der natürliche Feind dieser Dottrinen ist und daß er geger für ein Temporisiren, für ein allmähliches Vorgehen und Geltendmachen sie die Unabhängigkeit der Vernunft zur Geltung gebracht hat. Nan des aufgestellten Prinzipes der Gleichförmigkeit und Gegenseitigkeit

. war die Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts nur der überfdwang. Herabseßung der Zölle, Bereinfachung der Tarife, unverzoute Zurüc. liche Ausdrud des dentfertigen Individualismus, der alle traditio. sendung der nicht im Auslande abgeseßten Bücher, Herabseßung des nellen Konvenienzen, alle amtlichen Grundfäße abschüttelte. Sie hat Poftporto's und Bermehrung des Berfebres auf diesem Wege u. f. w., den Anspruch eines jeden, 34 zu sein, bis an seine äußerste Gránze das waren Punkte, über die man sich als vor Adem wünschenswerth gerüdt. Dadurch entfaltete sie die Dentfreiheit, daburd ward fie vereinigte. Hierbei entspann sich wieder eine Diskussion zwischen von grundaus liberal. Der Absolutismus, der einen dauernden Bund denen, welche die Posttare nach dem Gewichte, und denen, die sie nach mit den Vorurtheilen der Bergangenheit geschlossen, machte fich ihre dem Formate bestimmt wissen wollten. Frankreich z. B. bat neuer. große Gegnerin zum Feinde, und es gelang ihm, in die Reiben des dingo seine Tarife nach dem ersteren Systeme reformirt, Belgien und Angriffes eine empirische Metapbysit zu ftellen, die ebenso gut im die Soweiz dagegen befolgen das zweite. Wenn das erstere den An- entgegengeseßten Lager, beim Macchiavellismud des Widerstandes, batte dein größerer Billigteit gewährt, so ist doch das andere bequemer dienen können. Wenn Hobbes den Absolutismus lobpreift und alle Geund handlicher. Da die Abwägung der Vortheile nach der einen unb feße zu widtürlichen Abtömmnissen stempelt, so ift er ebenso in der anderen Seite in eine Menge Einzelnheiten führte, welche slegtere Wahrheit der sensualistischen Philosophie, wie jene großberzigen Madings die Sache selbst nicht fördern konnten, so ging der Kongreß in terialisten, die das Volt zur Freiheit und die Gefeßgebung zur ewigen diese Frage gar nicht ein, und überließ die Entscheidung darüber dem Gerechtigkeit zurüdriefen. Nur daß diese um den Preis eines Streides, Ermessen der Regierungen; pur drüdte er auf den Vorschlag des den sie der Logit spielen, in der Anwendung die Fehler der SpeculaHerrn Hymans den Wunsch für Abschaffung aller Formalitäten aus, tion ablaufen. Das sie beseelende moralische Gefühl lentt ihre Prinwelde den Buchhandel bebindern. Dieser Wunsch, der vor Allem das zipien von ihrem Wege ab und führt sie in ihren Ronsequenzen, die franzöfisde Monopol zum Ziel hatte, wurde von einem französischen ihrer wahren Natur entgegen sind, der Sache der Freiheit zu. Die Budbändler bekämpft, der die gerügten Uebelftände u. f. w. in Ab. Logit mag darüber seufzen, wenn sie will; aber Ehre und Dant ihnen, rede fteülte und auf nähere Erweise drang. Nach einer lebhaften die unlogisch denken und dadurch der Mensdheit dienen. Die Mes Diskussion wurde er indessen überstimmt und der Ausdrud dieses taphyfit, in den Shulen wichtig, ist ohne Belang in den Parteien. Wunsches von der General- Bersammlung angenommen.

Wer möchte nicht Lode in seinem Leben, seinen Diensten, feiner Iuo Die Sißungen wurden feierlich vom Präsidenten geldloffen, und gend gleichen, selbst um den Preis seiner Irrthümer? DG der die Versammlung schied von dem gastfreundlichen Brüffel. Die Res Herzog o. la Rochefoucauld 1789 wie Condorcet philosophirt hatte oder sultate des Kongreffes find abzuwarten.

night - wird man darum sein Gebächtniß weniger ehren, seinen Ruf

weniger beneiden, oder seinem tragisden Tod das Lobgedicht Rlopftod's Franfreich.

streitig machen? Möglich, daß Malesherbes felbft mehr Lodeianer als

Leibnizianer war, hört er darum auf, eine der edelften Zierben der Die franzöfische Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts. Mens heit zu sein? Wer dentt bei der rührenden Majeftát ber legten Nad Charles de Rémusat,

Augenblide Baidy's an seine Theorieen? (Soluß.)

Sollten wir aber aus alle bem den Søluß ziehen, daß der spes Aehnliches läßt sich bei der Philosophie, die der Revolution vor, kulative Frrthum gleichgültig fei? Mit Nichten. Wenn sie in gewisse angegangen ist und sie inspirirt bat, beobachten. Angenommen, das Köpfe fallen, die des Urtheils der Mäßigung baar sind; wenn fie fich die psychologische Theorie, die das Denken überhaupt aus der Sin. mit den Leidenschaften

mit den Leidenschaften feuriger oder gemeiner Seelen verbinden, To nenthätigkeit, als aus seiner einzigen Quelle, herleitet, zur Folge bätte, können Prinzipien-Irrthümer sich zu Systemen entwideln, die der Ges auf die Evidenz der Sinne alle Gewißheit, auf die äußere Erfahrung walt oder der Ungerechtigkeit das Wort reden. Es ist einige Verwandtalle Methode zurüđzuführen, daß, demnach die Ideen: Gott, Seele schaft unter den Doktrinen, welche die Interessen zählen, anftatt die nur als Hypothesen, wo nicht als Hirngespinaster fich ergäben; das Rechte zu wägen, die den Willen höher schäßen, als die Vernunft, welche das Vergnügen das einzige Triebwert im 2 Menschen, daß die Moral die Gerechtigkeit dem großen Haufen zur Seite stellen, und diese Politik, nur auf das. Nügliche gegründet wäre. Soweit führt wirklich, oder welche die Revolution zu retten glaubte, indem sie ihre Prinzipien kann doch der rohe Sensualismus führen. Nun, an diesem Punkte an. verlegte und To die Freiheit zur Ungebundenheit drängte, hat der Tra gelangt, forbere man die spip findigfte Logit Heraus, aus diesen Präe rannei wieder Thür und Thor geöffnet

. Nicht also au8 platoniser missen die Idee, des Rechts berzuleiten. Will man sich darauf beru. Liebe zur Wahrheit muß man diese wieder an die Spiße der Wiffenfeu, daß die Gerechtigkeit im allgemeinen Interesse liege? Daraus schaft stellen, wenn man die Philosophie von der falschen Methode würde aber nicht streng folgen, baß die Gerechtigkeit verpflichtend, oder von der willes Maß üverschreitenden Polemit befreit, fo arbeitet daß irgend eine iyrer Prinzipien unverleßlich ist. - Wað geht das alla man nicht blos für das Ideal, sonderu ebnet die Straße und sichert

den Gang Aller, die in die Weltångelegenheiten die allgemeine Idee wd zuvor teine vorhanden waren. So wurden bie Gebirgstreise und bringen und die des Glaubens leben, daß in der Politit, wie überall, die lachenden Thaler meiner Geburtsstadt Bologna, damals wegen die Wiffenschaft über der Kunft, das Redit über der Chatsache fteht. ihrer friedlichen, gastfreundlichen Haltung bekannt, plößlich in einen Da fich demnac, ohne die französische Revolution zu derrathen, die Schauplaß des Waffenlärmes und der Räubereien umgewandelt, Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts beurtheilen läßt: fo tann unter dem Vorgeben, ihre Trabanten aus dem Stegreif zu der Ehre man audy, indem man sie durch eine bessere Philosophie berichtigt, der vaterländisder Guerillas zu erheben. Das waren sie aber nicht. Das Revolution selber dienen und das Nüßliche mit dem Wahren aus Vaterland war nicht ihr Augenmerk, sie foonten nur für die Priefter. föhnen.

Die franzöfifden Gewalthaber achteten sie auch nicht als Guerillas; gtalien.

benn anstatt fie nade dem Kriegsrecht zu behandeln, wandten sie auf

die Eingefangenen ihre bratonischen Gefeße an. Massenbaft wurden Eine Gegenschrift zu Kardinal Wiseman's: Mom unter den

fie zum Tode verurtheilt, darunter viele Priefter, die sich nicht beo leßtverstorbenen vier Päpften.#)

gnügten, die Einwohner in die Reihen der Banditen zu verloden und Kardinal Wifeman's Apologie der vier Păpfte Pius VII., diefe aus dem Süden einzuldwärzen; fie begleiteten fle auf ihren Leo XII., Pius VII. und Gregor XVI. hat in England eine Gegen. Streifzügen, um ihren fanatismus zu spüren und den Meuchelmorb Edrift, und zwar aus italiänischer Feder, der des bekannten, in London zu heiligen. Nur in einem einzigen Falle, defien id mid erinnere, Lebenden Padre Gavazzi, berborgerufen, deren Titel wir unten in wurden zwei dieser Priefter unschuldig befunden. Es waren Pfarrer der Anmerkung geben.")

eines Gebirgsdiftrifteß, die man anklagte, einer zur Zeit in Haft unb Kardinal Wiseman hat seine Geschichte erzählt, und ein englisches Untersudung ftehenden Räuberbande Dbbach, Nahrung und Borsdub Auditorium hat ihm achtungsvoll zugehört. Aber wenn ein Kardinal gewährt zu haben. Sie wurden fammt und sonders zum Eobe vervon der Ruppel der St. Peterskirde berab Predigten für englische urtbeilt. Mein Bater bertheidigte die beiden Priester mit dem ganzen Zuhörer halten darf, warum sollte nicht ein italiänischer Möndy von Aufwand anwaltischer Beredtsamteit, in der er Meister war. Umsonft! der Treppe herab ebenfalls predigen dürfen? Padre Gavazzi beruft Schon war das Todesurteil über fie verhängt, als einer der Bes sich auf die Autorität eigener Anschauung. Er war, wie er sagt, tein laftungozeugen in Ihränen ausbras. Mein Bater ahnte sofort den prausländischer Einfuhr-Artikel in Rom", wie andere Leute, sondern Grund dieser Gemüthsregung, stellte ihn ftreng zu Rede und brachte ein römisder Unterthan. Auf diese Thatsache gestüßt, beansprucht ihn zum Widerruf feines Zeugniffes und zum Geftändniß der Uner, in Betreff der ,, leßten vier Päpfte", das „Audiatur et altera fchuld der beiden Geiftlichen, die auf die dringende Borstellung ihres pars". Er spricht von seinem Vaterlande, von Männern, mit denen Bertheidigers freigesprochen wurden.“ er dort der Kirche gedient, von Inftitutionen, die ihn zu dem gemacht Dr. Biseman erklärt in seinem Bude, daß das Banbitenweren haben, was er ift. Gavazzi beginnt mit der Schilderung einer Reise in Italien - er meint eigentlic: den römischen Staaten, denn in in Italien, die er im jugendlichen Alter gemacht, und seines damaligen Piemont, in den öfterreichisch-italiänischen Ländern, und im GroßEintrittes aus Toskana in das römisde Gebiet:

herzogthum Toskana ift es rein unbetannt - der durch Krieg unb „Wir schieden von der toskanischen Gränze und betraten der Revolution zerrütteten Gesellschaft zuzuschreiben sei. ,, legt es nicht", römischen Staat, wo der Papft als Priefter- Rönig herrscht. Wir find bittet er, der päpstlichen Regierung zur Paft: Räuberei ift ber in Radicofani. Woran merkt der Reisende, daß sein Fuß den Priester.

Fuß den Priefter. anormale — Frieben, Wohlstand und Sittlidteit find der normale 3uboben berührt hat? An Schmuß, Armuth und Elend, die er überall stand der römischen Staaten." Pater Gavazzi ift Idnurftrado enterblidt. Por einer Stunde war er in einem Lande reicher Kornfelder, gegengefeßter Meinung. Er spricht die Franzosen, wie die Republitaner, grünenber Fluren, ladender Ansichten; bie zierlichen Dörfer zeugten frei davon, Urface des Banditenwesens zu fein; er rückt seinem Gegner pon Wohlftand und Zufriedenheit; die Bauernbäufer waren fdlicht in dieser Beziehung mit einigen gebarnishten Fragen auf den Leib: freilid, aber sauber und behaglid. Er begegnete Hirten, die ihre 1, Aid unter Gregor XVI. die Banditenschaft eine solche Höhe er. Naturlieber aus dem Stegreif fangen und landmädchen, die Strob. reicht hatte, daß seine Unterthanen um die Erlaubniß baten, Waffen Hüte flochten: die doppelte Bürgschaft für ein schuldlos und thätig zu tragen, um fioh ihres Leibes und Gutes zu wehren, war das eine ausgefülltes Leben. Wie kommt es, daß, taum hat er den Schritt auf Folge des ,, anormalen" oder des normalen Saftandest". Als vor den Boden der Priester geseßt, der Schauplaß fich jählinge vor seinen dem Jahre 1846 bie Frechheit der Räuber so weit ging, daß keiner Augen verwandelt und widrig, öde und wüfte wird? Sft der Boden fich aus der Stadt auf seinen Sommerlandfiß wagte, aus Furcht, don ein anderer? Rein, es ist derselbe. 3ft das Klima ein anderes? Nein, dem Raubgefindel entführt und um ein ungeheures Lösegeld geprellt és ift baffelbe. 3ft die Sprache eine andere? Nein, es ift dieselbe zu werden – war das die Frucht der revolutionairen Störung Was hat nun so ganz versøiedene Richtungen und Zustände hervor. der öffentlichen Drbnung!". War es nicht vielmehr die natürliche gebracht? 30 weiß nicht, ob der Leser schon die Apenninen, die Frucht der päpstlichen Regierung? Mag Wiseman so viele Novellen Piemont von Genua fdheiden, an dem Punkte, den man Giovi nennt, schreiben, wie ihm beliebt, und seine geliebte Heerbe mit so vielen áberstiegen hat. Wenn er Turin Mitte Januar verläßt, den Gipfel Märchen unterhalten, wie ihm einfalten: solche Gemüther vertragen dieser Berge duro ununterbrodene Stürme, Nebel, Schneegestöber und alles, das Unwahrsdeinlichfte, das Ungereimtefte, wofür Der Rardinal Eis erreicht hat und dann gegen San Pier d'Arona abwärts zu ein absonderliches Talent zu haben eint. Aber er foreibe teine fteigen beginnt, so kommt es ihm vor, als trenne die Bergmauer zwei Geschichte, denn die will unbefangenes Urtheil und unverfáist dars antipobisde Gebiete. Wie durch Zauber, fteht er plöblid unter einem geftellte Thatfagen; vor allem aber unterlaffe er das Philosophiren. lidten, blauen Himmel, umbuftet von den Kindern des Frühlings: Der Rarbinal behauptet, daß bas Banbitenwesen in den nörblichen Pro. von Beilchen, Rofen, Kanunteln, Fonquillen, Hyazinthen; unter vingen wieder eingeslummert sei. 3. möchte ihn um die Ertlärung ben Rädern feines Gefährts wallt der glühende Staub empor; turz, einiger Thatsachen bitten. 3m leßten Dłtober wurde zwischen Civita er fleht fich in ein anderes Rlima perseßt. Das läßt fich nun leidt Becchia und Rom ein mit einer allertatholisoften Fracht von Bildöfen, erklären. Ueber Giovi hinaus waltet der Nordwind der Alpen; füde Priestern, Shirmrittern, Proselyten aus Amerita und England be Lid weht der fanfte Sauch des Mittelmeeres. Die Gränge zwischen labenes Gefährt von einer verlarsten Räuberbande angegriffen, rein Costana und Rom aber wirb weder burd Alpen noch durd Gewäffer, andgeplündert und manche der Insafsen höchft undevot durdgeprüfondern einfach durch einen Solagbaum bezeichnet. Die Berschiedens gelt – waren das bloß nachgemachte oder echte Banditen? Geldab beit des Lebens, oder richtiger bes Daseins, der beiden Länder muß dieser Angriff in den nörblichen oder in den füblichen Provinzen! ? auf ihre wahre Ursache zurüdgeführt werden: auf die Versdiedenheit Herr Wifeman antworte darauf. Bor wenigen Monaten, zum ersten beider Regierungen."

Mal in den Jahrbüchern der Eisenbahn Zeit, überfielen Räuber an Wir reifen nun mit dem Pater auf Rom zu. ,,Sagen wir mit einem Sonntag zwisden Rom und Frascati, nur vier Meilen von der dem Sänger von Venosa ***)", bemerkt er, ,, daß die Furcht vor den päpflichen Metropole, einen Zug und befreiten im Nu mehrere HunMäubern mit uns reifte, so wiederholen wir nur, was Wiseman felbft bert aristokratische Touriften ihres Somudes, ihrer Börsen – waren in seinen Erinnerungen nicht zu unterdrüden vermag. Run, warum das die Schatten von Räubern ober, Räuber mit Fleisch und Blut, fühlten wir diese Furcht nicht in Toskana?"

die ihren edlen Beruf unter der eigenen Rase Sr. Þeiligteit ausDie Antwort giebt fic Gavazzi selber in dem Kapitel mit der übten? Herr Wiseman antworte darauf. Am leßen Charfreitag ftahl Uebersdrift: Die Straßenräuber". Als ihre Berbündeten gegen der Bandit ,, Vendetta" die Madonna von Belletri aus ihrem heiligen die Franzosen, hatten die Priester im Jahre 1814 die Räuberbanden Schrein in der Kathedrale, führte fie in feine Höhle - die Madonna auch in den nörblichen Theilen des Kirchenftaates hervorgerufen, in solcher Gesellschaft! – und erbot fick zur Rüdgabe unter folgenden

Bedingungen :: Straflosigkeit für seine Person, Auszahlung von Vgl. Nr. 86 u. 87 008 ,, Magazin" von 1858.

mehreren Tausend Scubi und das Leben seines Bruders, der für **My Recollections of the Last Four Popes, and of Rome in einen äßulichen Handel zum Tode verurtheilt war – war das der their Times. Au Answer to Dr. Wiseman". By Alessandro Gavazzi. Geist eines Räubers, der blog sputte, um die , nördlichen Provinzen" Veüusia, Geburtsort des Horaz, Unspielung auf defleu „atra

in Angst zu jagen p oder war es ein handgreiflicher Mordgefell, der cura", die den Sorgenvollen auch auf der Reise nicht verläßt.

D. R. von seinen Bergen niederstieg, um unter dem lieblich klingenden Nas

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u. 4.

mes , Vendetta" bardh feine lustigen Thaten Beben in den füblichen tiänischen Sprache au Ber Berliner Universität, Herr Profesor Kirchenstaat zu bringen?"10,51.7914; 71 3 Fabio Fabbruoci, eine Sammlung der mannigfaltigftert, den 'bers

9. Als Gegenstüc gu Wiseman's Beschreibung der großen Kirchens diebenen Perioden der italiänisden literatur angehörenden, lyriften feierlichkeiten in Rom bringt Pater Oavazji bie Schilderung eines Dichtungen herausgegeben. Das alphabetische Inhalto. Verzeichnis Ronflave, uder. Berfammlung der Karbinäle beim Zobe eines Papder Dichter weist nicht weniger als neunundachtzig verschiedene Namen ftes. Dad Gemälde deint eber, bem Corso, als dem Baticartrente mach, oon Dante Alighieri bis auf die Gegenwart. Hauptsächlich für nommen: is g. Ta'sib!:15*40141122: 6 junge Dámten bestimmt, die sich in Deutschland vorzugsweise dem

n Einige Stunden nach dem Schluß der Feter, am Abend des Studium der melodischen Sprache Italiens widmen, ist in dem elce folgenden Taged, berließen die Kardinäle die Sheatinerkircher genannt gant gedructen, 356 Seiten starten Buche nichts enthalten, was nicht St. Gaetano, mit einem, wo nicht durchaus beibnischen, doch gang jede Mutter ihren Töďtern in die Hand geben darf, obwohl es auca Bebufe des Konflave: eingerichtet war. Während diefer Novenali Besonders des Leßteren », Ciarla" (,,Gefchwäß"); ganz im ausgelassen die Römer ihren Pasquinaben beißenden Boltsfatiren, in denen Tassenen, nedenden Tone ber italiänischen Satiriter gehalten, wird fie Ihresgleichen nicht haben * freien Lauf. Man kann von der auch fonderfirenden, jungen Damen, denen der Dichter sein Poen geo Menge und der Mannigfaltigkeit dieser Spottreden Schwer einen Bei widmet hat, eine angenehme Unterhaltung gewähren. Bon Aurelio griff geben; alle aber tragen mehr oder weniger das Gepräge bell Bertoia (1753-1798) findet fich hier unter anderem folgender Wißes und der Driginalität. 3o will nur einige anführen, die beim Scherz über den Vorzug der Anmuth oder der Schönheit: Tobe Lep's XII. im Umlauf waren. Die eine verglich das Konttavé dem presepio, einer Art Panorama von Statuetten, welches den Stall

Epigramma, zu Bethlehem vorstellt, in dem Moment, wo die Hitten ben neugebor: 19

se il Candore sia da preferirsi alla Bellezza, nen Meffias anbeten. In dem presepio der Kardinäle vertreten: !!! 6.** ... mili's Hai candore, ed hai bellezza, Kardinal Micara den heiligen Jofeph, Obescalchi die Madonna,

: Epon so qual şia maggiore, Barberint das Kind, Bernetti ben Dosen, Bidoni ben fel; bon ben

:: 9. La bellezza, od il candore übrigen Kardinälen Einige die Hirten, Andere die Ziegen, das Ge

Che ciascuno adora in te. I! flügel, die Gemüse, die nach der römischen Tradition an der Wiege

.

Ma se voglia un Dio' geloso des göttlichen Kindes als: Dpfergaben niedergelegt wurden. Eine

Involarmi o questo, o quella, andere Pasquinade ftellte das Konflave neben die drohe Noä, wbrein 6.155 is viitsiin Risolvei: per lui sia Bella, die Thiere, wie dort die Kardinäle, paarweise einzogen. Jeder Kar- og 5.0W: E sia Candida per me." binal führte den Namen des Thieres, bas. in feinen 3nftinften mit den Charakter des Trägers übereinftimmte. Eine dritte wendete auf Huf den Tod Friedrich & des Großen" ist ein schönes Sonett jeden Kardinal einen Vers der großen Litanei an unb lautete: , Bon von dem „pastore arcade", Euristo Timbreo, einem Zeitgenoffen der lift und Gewalt des Teufeld (= Kardinal Albani), guter Gott bed Königó, mitgetheilt. Es liefert den Beweis, wie allgemein die erlöf und! Bon Peftileng, þungersnoth: und Krieg (= Karbinal Bewunderung des großen-Rönigs auch in Italien war. Das hübid Vibori), guter Gott, erlöf uns! Bon Blig und Sturm (= Kardinal ausgestattete Buch ist ganz besonders, zu Festgeldenfen geeignet. Pacca), guter Gott, erlöf und! Bon Morb und jähem Tob (Rate dinal Bernetti), guter Gott, erlöf uns. Und fo folgte noch ein

Tartuffe" und „ManfreddBei den Herren Boigt und langes Berzeichniß von Hochmuth, Prahlerei, Heuchelei, Neid, Haß, Günther in Leipzig sind Molières Tartuffeffi und Lord Byron's Bosheit, Unbarmherzigkeit und anderen Tobfünden. So würdigen die Manfred'1 in neuen, Deutschen Bearbeitungen erschienen, und zwar Römer das heilige Kontrave, das ist ihre Ehrfurcht vor den Bählern jedes Büchlein in bandlichem Sedez-Format, , Manfredi fogar mit und der Wahl eines Papsteg!".

Goldschnitt und auf Belin gebrudt.“). Herr Otto-Walster, der Weber . Der Kardinal Wiseman erzählt in seinem Buche, daß. Lep Xl, leißer des :: ,, Tartuffe" hat dazu den elffilbigen- reimlosen Jambus die erhöhten Siße für fremde: Danen in den päpftlichen Kapellen gewählt, wodurch der Dialog aber nicht gewonnen hat. Im Luftspiel babe beseitigen lassen. Hören wir, wie. Gavazzi fich darüber äußerts ift der gereimte Alerandriner ganz an seinem Plaße, wie auch viele

„Ich war in Rom ju beiden Zeiten, zur Zeit berry erhöhten deutsøe Driginalftüde beweisen, während hier Orgon, Elmire und Siße" und zur Zeit der Parterre: Siße“, und ich kann als Augena Tartuffe, mit dem tragischen Vers auf den Lippen, unerträgfic fteif zeuge versichern, daß an die Stelle der angeblichen Kirchenentweihung und hölzern sind. Besser ist des Herrn s. Köfew , Manfred"; obwohl nod etwas Shlimmeres fam. Troß der Schweizerwache jeten fide auch von diesem Urquell alles,Weltschmerzesh deutsche Uebertragungen oft Männer auf die für die Frauen vorbehaltenen Pläße, besonders bereits vorhanden sind, die dem Driginale nåber stehen, als die vora bei Gelegenheiten, wo das Gebränge sehr groß war, und im Schatten liegende, nicht mißlungene. Wir wissen nicht, warum fich unsere ber fünftlichen Dunfelbeit, die in den Kapellen herrscht, tamen hier poetischen Ueberseker in neuerer Zeit soviel an Dinge machen, die Dinge vor, die sich wahrlich nicht mit Sitte und Anstand. pera Andere vor ihnen schon besser oder mindestens ebenso gut gemacht tragen. Und waren die erböhten Sige" den Augen Leo's folch ein

Bras Gräuel in den beiden päpstlichen Rapellen, warum duldete er fie in San Giovanni vom Lateran, in Santa Maria Maggiore und dor 1.3.17. Gräfse', Büderfda". Noch im Laufe des Sabres Aftem in San Pietro vom Vatican? Will mich Wifeman glauben 1858 ist das dritte Heft des „, Trésor des livres rares et précieux"; madjen, daß die verhöhten Siße" hier nicht so in fchmählich gemiße herausgegeben pou Direktor und Bibliothekar Dr. Gräfse in Dresden, braucht" würden, wie in den beiden päpstlichen Kapellen? Ich kann versandt worden.s) Es reicht von dem Autor: Ramen Argall bis zu aber gerade das Gegentheil bezeugen, denn ich schäme mich nicht, zit dem des Hermplaus Barbarus. Den Buchftaben A bätten wir nunbekennen, daß ich eben unter Leo dem Zwölften zum ersten Male it mehr auf 333 Bogen hinter uns, wonac Leritographen fehr leicht bea meinem Leben Gelegenheit hatte, die rengléden Frauen zu bewundern, reginen können, wie umfangreich das ganze Wert werden wird. Im die auf der hohen Altane' von St. Peter den trunkenen Bliden Buchstaben B machen. :fich vor Adem die beidett: Bacon bemextlid, der Beschauer ihre blendende Schönheit preisgaben."

und zwar Find dem Mönd dreizehn und dem Corb breiundbreißig Wir brechen Hier ab. An der Probe werden die leser wifferir Nummern gewidmet. Mit Vergnügen haben wir bemerkt, daß unter was sie in diesem Buche zu finden haben, und obness ihnen zusagte den vielen deutschen und ausländischen Bibliographen, die dem Bera Pater Gavazzi fchreibt, wie er spridit: seine Schlaglichter find charfe faffer Mittheilungen und Bemerkungen zugeber lassen, aud berr! seine Sprache ftürmisch. Ju der Abrundung feiner Perioden und in Brunet fich befindet, der demnach weit entfernt von aller kleinlichen der rhetorischen Kunst wüberfarbinalt er den Kardinal." Doch Gas Rivalität ift. Gräffe gehört wie Brunet zu den Beteranen der vazzi ist ein Italiäner, und daber ift es auch natürlich, daß er an Bücherfunde und Beide können gewiß Manches von einander lernen. Uebertreibungen und unbewiesenen Behauptungen feinen Gegner weit binter fich läßt.

*) ,, Tartuffe" Lustspiel in fünf Aufzügen von 3. Bcquelin de Molière. In Jamben übertragen von Aug. Dito - Walfter. Lord Byron's „Manfred".

Deatíd von Hermann H. Kösen. Leipzig, Voigt & Günther, 1858.
Mannigfaltigeß.

**) Dresden, Rudolph Runge.
Italiänische Perlen. Unter dem Titel: „Perle del para
nasso lirico Italiano") hat der rühmlichft belannte Lector der ita-

*) Date in luce dal Cav. Fabio Fabbrucci, Senese, R. Professore &c. Berlino, T. C. F. Epslio, 1858.

haben

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Fieur Pufas bei ihnen einkehrte. Eben berfelbe ,,batte die Ehre", Afrika.

dem Könige eine verkleinerte Rarte von den Ratabupen zu überreichen,

die er bei feiner bermaligen Anwesenheit aufgenommen; die 200 Fuß Afrikanische Reifen. *)

hohen Berge sind nicht vergessen. - NB. Die Ratarakten von Syene

sind nichts als bloße Stromschnellen und die einzelnen über einander II, Charles Didier und Edward William Lane.

gereihten und von Felsröden unterbrochenen Wafferfällchen haben etwa ,,500 lieues sur le Nil” – ein unüberfesbarer Titel, wenn wir

ein unüberseßbarer Titel, wenn wir die Höhe von einem halben Fuß und darunter. die französischen lieues nicht auf deutsche Meilen reduziren dürfen - Es find also nur etwas über hundertfunfzig Jahre her, daß man doch wollen wir nicht zu peinlich fein. Also ,,500 Meisen auf dem das Lügenhandwert so naiv, so unverschämt, so im Angesichte der Nil", lautet der Titel eines neuen Budhes des französischen Reisen- ganzen Akademie von Frankreich treiben konnte, ohne daß man ausden Charles Didier, der leider bas Unglück gehabt hat, in Folge feiner gelacht oder hinausgeworfen wurde. Welch ein Umschwung! Unsere Reifen in jenen, der Augenkrankheiten wegen verrufenen Gegenden Reisenben, felbft leichtfinnige Touristen, wagen nicht mehr, etwas zu gänzlich zu erblinden. Der neue Band, welcher dieses Jahr (Paris, unternehmen, was der nächste Nachfolger lügen strafen fann, oder bei Hachette) berausgefommen; gilt als Fortseßung zu den zwei wenn sie dichten, To find es vielleicht Uebertreibungen einer Gefahr, früheren deffelben Verfassero: „Aufenthalt bei dem Oberscherif Abenteuer, die unter Umständen möglich wären, etwas Schminke oder (von Mekta)" und „, Funfzig Tage in der Wüfte". Er vervollständigt etwas Shwärze mehr, je nach den Ansichten und Absichten. Man die von ihm in Arabien, im öftlichen Sudan und in Nubien gemachten weiß heute nur zu genau, daß es überall ziemlich wie zuhause ist; Reisen und fährt den Leser nach Kabira zurüt, welches der Augs Menschen, Kluge und Dumme, Ehrliche und Spißbuben, Arme und gar punkt derselben gewesen. Sie hatten ungefähr feche Monate ge Reiche, Unterdrückte und Tyrannen in buntester Misóung. Die dauert.

Mähren vor-,, Tausend und eine Nacht“ schwinden-in bedenflicher Weise, Charles Didier ist feiner jener Reifenden, die der Wissenschaft die Rousseauschen Träumereien über das Glück des Naturzustandes find und neuer Entdeckungen wegen jene unfultivirten Strice besuchen; zerstört, und auch im Orient sucht man die Urweisheit und den Steint er ist einer der Touristen, die, zum Vergnügen oder aus dem Hange der Weifen nicht mehr, feit es offenbare Thatfache ist, daß er nod zu Abenteuern, aus dem langweiligen und enggewordenen Kreise der gründlicher banferott sei, als unsere Civilisation. Civilisation, aus dem Bereiche der Gasthöfe, ber Rellner, der Table Die Touristen haben ihr Gutes und selbst ihre Borzüge vor ben d'hôte, der Eisenbahnen unb Droschfen entfließen, um sich bei der streng wissenschaftlichen Reisenden, vorausgeseßt, daß diefe den Weg Kannibal und Menschenfressern zu unterhalten, um einige Gefahren gebahnt haben. Jeder kann die Reise mitmachen und wird weder zu bestehen und die Genüffe des einfachsten Naturlebens zu kosten. Durch die antiquarische Perspektive noch durch den Ballast der ges Ein ganz besonderes Laufrevier ist in neuerer Zeit Aegypten und das lehrten Beobachtung gebindert

. Wer Geld, Gesundheit, Humor und daneben liegende Afrika geworden, da es nicht gerade übermäßige An- Muße hat, macht einen solchen Weltlauf, sieht mancheriei Sitten, ftrengung erfordert, von Kabira aus in der bequemen Dalabijeh fich macht mancherlei Erfahrung und genießt nach Kräften die Freuden den Nil hinaus und hinunter fuhrwerken zu lassen, und auch, seitdem des Nomadenlebens, das der Menschheit nie ganz aus den Knochen die Türfen Wein trinten, Schweinefleisch effen und Komödie spielen, kommen wird, troß aller Civilisation; er mustert den Sklavinnenmarkt die Civilisation nie ganz abreißt. Man braucht nur etwa fechs bis zu Kahira, lernt die Schönheit des Ebenholzes schäßen, wohnt den acht solche Reisebeschreibungen gelesen zu haben, um, ohne bort ge Tänzen der Almehs bei, die für Ball und Oper entschädigen, trinft wefen zu sein, ziemlich genau zu wissen, wie es in Aegypten aussieht: Champagner zu Khartum oder Fasogl, macht bei den Abyffiniern die Batidisch bawadsche! Fellahin, Almeb, Phantafia, Kurbatich, Ham. Bekanntschaft von zwei oder drei Engländern, die eben aus der Wüste melfleisch u. f. 'W. Die Zeit ist vorüber, wo glaubwürdige Reisende, Robi kommen und sich durch verschiedene whims auszeichnen, oder wie z. B. Paul Lukas (der sogar auf Kosten des großen Könige trifft einen mit einer Neuseeländerin verheirateten deutschen DamenLudwig Xiv. reiste) vom lande der Pharaonen Dinge erzählen schneider an, der früher in Kalifornien Goldsucher war. fonnte, wie sie uns der treffliche Jonathan Swift von Liliput und Ja wirklich, es ift fo; burchaus nichts Uebertriebenes! Wir haben Brobdignag berichtet.

burchaus feine Ursache, diese allgemeine Schilderung, welche den ChaDer ehrenwerthe, gelehrte Paul Lufa$ durfte es' wagen, ohne rafter unserer Zeit bezeichnet, zum Nachtheile des Herrn Charles Furcht, der lüge 'gestraft zu werden, 'nach seiner Zurüdfunft im Didier zu wenden, vielmehr müssen wir ihm das Lob geben, daß er Jahre 1704, dem Könige und feinen perüđentragenden Zeitgenossen sich entschieden über die gewöhnliche Höhe der Touristen erhebt, und die lächerlichften Märchen aufzubinden. - Lukas hatte den Lärm der daß sein Buch dod Lehrreiches und Interessantes in Fülle bietet. Katarakte von Syene con in ber Entfernung mehrerer Meilen gehört, Das Buch beginnt mit einer Schilderung bes Reiches Senaar und es ist ein großes Wunder, daß er ,, den Ratabupen (Donners im Sudan und der Stadt Khartum; die, an dem Zusammenfluß der fäden) zu liebe nicht auch taub geworden ist, wie man im Alterthume beiden Arme des Nils gelegen und von ganz jungem Ursprung, die von den Anwohnern derselben fabelte. lufas ist auch nicht unverschämt; Hauptstadt des Subans zu werden verspricht. Bei Gelegenheit der denn die 200 Fuß hohen Gebirge, über die er den Nit herabstürzen österreichischen Miffion unter dem apoftolischen Vifar und Jefuiten läßt, hätte er dreift 2000 Fuß hoch machen können. Schade, daß er Dr. Knoblecher ift ihr Name vor Jahren in deutschen Zeitschriften den Muth nicht gehabt hat, unter der Wölbung, die das Herabfallende vielfach genannt worden, und e$ dürfte deshalb nicht ohne Intereffe Waffer machte, trođenen Fußes von einem Ufer des Nils zum anderen sein, etwas Darüber hier mitzutheilen... zu geben; denn möglich wäre es ihm gewesen, wenn er ein klein ,,Dant ihrer glüdlichen Lage, bem Zusammenfluß ber Karavanen wenig unverschämter log. Riesen, welche auf den Bergen Theffaliens und dem Handelsbetriebe, - ist die Entwicelung der Stadt Khartum umberftiegen, hatte Lufas schon auf früheren Reifen gefehen; in reißend schnell vor fich gegangen; 1823 gegründet, zählt fie jest dreißig Dber-Aegypten fand er die berühmten Einfüßler, die nur auf Einem bis fünfunddreißig Tausend Einwohner, Türken, Araber, eingeborene Beine geben, und ftattete bem berühmten hermetischen Philosopher Nis Neger und, ohne von den Juden zu sprechen, Griechen in ziemlich großer kolaus Flamel und beffen Frau, Petronella, einen Besuch ab. Mit Anzahl; ebenso Kopten, welche leßteren eiue kleine chriftliche Gemeinde Unrecht wähnte man ffe in Europa seit dreihundert Jahren tobt; mitten unter den Ungläubigen bilden. Was die eigentligen EuroDant dem hermetisoßen Lebens-Elirir und ihrer' einfachen und naise päer betrifft, denn die Griechen gelten bei den Türken nicht als solche, turgemäßen lebensart, befanden fie fich noch recht Tüftig, als Mons fo werden wir bald Gelegenheit finden, von ihnen zu fpreopen. Die

Stadt felbft ift weder befestigt, noch felbft abgeschloffen. Ihre Bes *) Vgl. Nt. 148 des „Maaime"...

3&496 fapung, etwa 3000 Mann fart, besteht aus nubifen Sklaven und

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