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Atenüberzug , des Morgens hatte er eine Augen-Entzündung.

mie mein heftigen Talter-Fieber befällen und achizte die ganze Nacht hinc lica beni eigenthümlichen Charakter des nationafgrietischer Dramäng

Er mußte der Neueren antangt, so geht der Verfaffer davon aus, daß bet auer Revi, mebr trug als führte. 30 ging mit Zivan Ghigo etwas faneller føichte fushen tönnte, aber immer müsse er hierbet in beiden Be. binfirumen Perem erften Nachtlager und ließ ein warmes Frübftüd, Chee ziehungen ebenso wahrhafter Dichter all Criede-feit, und er müffe le mit Rre Num, bereiten. Auch mir warb das Herabsteigen durch ein die Interessen der griechischen Nationalität vertreten. Die Griechen,

Esware WoWenes Fußgelent und erfrorene Zehen erschwert ; unsere Ge Pagt er, find nicht von einem kosmopolitischen Geifte beseelt, wie die edite

, wurde Shaut wurde. entzündlich gespannt und schätte sich nachber: viele Deutschen, sie hängen und halten vielmehr mit einer gewiffent Zähigrblich, vor le lang. An allen Punkten wurden wieder Barometer-Beobachtungen teit an ihrer Nationalität, die aufzugeben weber die Philosophie und hernes Sree acht, und in Nino 3minda eriðarteten uns Pilger und Pilgerinnen Religion, noch andere lebendige Intereffen sie irgendwie veranlassen on einem di geschlachteten Schafen, deren Fleisd in einem Reffel vol Salz- können. Von - anderen Ursachen hierbei ganz abgesehen, liege ein ift an DH er gekocht wurde. Wie das mundete, fann nur ein mit einem Grund davor in der Zsolirung des griechischen Voltes, in feiner Fuß hoe be folde Strapazen erzeugten Hunger Geplagter beurtheilen. Als ganzeni bisherigen Lage und in feinen politisch gewaltfam zerriffenen

in der Station Kasbet ankam, froblodten die abtrünnige Gesells Zuständert. In politischer Hinsicht mit dem europäifchen Abendlande *t und alle Einwohner, welche mid fchon für verloren gehalten Werbunden, fürchte dasselbe, aud in kirchlich religiöser Beziehung mit 2n, und fchüttelten die Köpfe, als ihnen meine Führer durch Be- leßterem berschmolzen zu werden, und was dagegen seine firchliche zung beträftigten, daß wir am westlichen Gipfel gewesen waren. Verbindung mit Rußland-anlangt, so müsse es fürchten, von diesem b am späten Abend besuchte ich in Görtsdeti ben franken Zitlour politisch verschlungen zu werden, und wenn fchon e$ aus politischen

gab ihm Arznei aus meiner trefflich eingerichteten Reise. Apotheke. Gründen gegenwärtig mehr dem europäischen Abendlande fich zuneigt, * folgenden Tag reifte ich mit Fricke und der Gesellschaft nach wie es vor dem Jahre 1821 aus kirchlichen Ursachen mehr zu Ruße lis, indem wir an jeder Station unsere Barometer - Meffungert land fich binneigte, fo fei body baburd ebenso wenig die Sfolirung berholten."

des nun auch der Zahl nach so kleinen griechischen Bolfes, als die Aus obigen Auszügen werden unsere Leser zur Genüge erseben diesfallfige Furcht und eine diesfallfige Gefahr beseitigt oder auch nur sen, daß Herr Rolenati einen etwas öfterreichischen Stil fchreibt, der verringert worden.

böchstens durch feine Gemüthlichkeit, keinesweges aber durch Ele Insofern nun der neugriechische Dramatiker feinen Stoff aus az auszeichnet. Troß dieser und anderer Schwächen, ist jedoch nicht der Geschichte nimmt, dürfe dies nicht aus der altgriechischen Geschichte

leugnen, daß sein Buch manchen ganz schäßbaren Beitrag zur Rennts geschehen, indem ein solcher Stoff auch nur in der Weise der alt3 der von ihm bereiften Gegenden enthält, und wollen wir daher griechischen Tragödie dramatisch behandelt werden könne, dies jedoch merhin wünschen, daß er mit der Herausgabe seiner Memorabilier unstatthaft sei. Demnach bliebe nur die byzantinische und die neuere

Geldichte der nationalen Erhebung als Quelle für das neugriechische

Drama übrig. In dieser Hinsicht verbreitet sich der Berfaffer über Griechenland.

den Charakter der byzantinischen Geschichte und Poefte, welche Teştere

vornehmlich tirolicy - religiös und philosophisch-fontemplativ sei, jedoch Literaturberichte aus Griechenland.

nad der Einnahme Ronftantinopelo burde die Franken (im Jahre 1204)

in Folge der Berührung der byzantinischen Griechen mit dem AbendII. Drama und äftbetische Ansichten eines Neugriechen.

lande eine romantische Färbung erhalten habe. Anders gestaltete sich In München erschien im Jahre 1858 ein neugriechisches Drama: diese Geschichte und Poesie nach der Eroberung der Stadt durch die teen Magia doganaton, von Dimitrios Bernardalis. Der Digter Türfen im Jahre 1453. Die Geschichte der. byzantinischen Griechen, Latte baffelbe im Jahre 1857 zu der Preisbewerbung bei dem -poetis welche ihre politische Freiheit verloren hatten, glich seitdem der Ges er den Wettkampfe des Ambrosios Rallis in Athen mit eingesendet, schichte der Gefangenschaft der Juden, und ihre Poesie verwirklichte

Pallein das Gedicht hatte zwar dort seiner Zeit eine ehrenvolle Er- die Klage des Propheten, der da spricht: Wir faßen an den Wassern wähnung gefunden, dagegen namentlich wegen der gar zu sehr auf Babylons und weinten, wenn wir an Zion gedachten." Von jener tariner einseitigen Nachahmung der dramatisben Runft Shatspeare's Zeit an hingen die Griechen ihre Harfen an die Weiden"; die sernikgerubenden tünftlerischen Behandlung und Ausführung den Preis nicht Dichttunft war von ihnen gewichen, und sie hatte nicht länger weilen

fee oderrungen. Wir möchten diese Ansicht als wohl gerechtfertigt ansehen, mögen bei denen, die ihr Brob mit Thränen aßen und ihre Nächte 17:10 4Wein wir können damit dem Talente des noch jungen Dichters felbft weinend -zubrachten.". „Das Gebiet der Dichtkunft bei den Griechen", as a richt zu nahe treten, wenn wir es im Uebrigen der Selbständigkeit sagt dieser Grieche felbft, ,, war berödet und wüst, die faftalisde Quelle referbrate ined nnbefangenen Urtheiles überlassen, den falschen Weg zu erfen war vertrođnet, die Töchter der Mnemosyne waren entflohen. Freie nden miten, der nicht zum Ziele führen kann, damit er den rechten finde und Männer nur konnten berufen sein, den Musen zu opfern, und diese <igten eipähle, der allein zum Ziele führt.

Männer waren - die Klephthen (Räuber). Raum hatten die Mufen Bon besonderem Interesse ist die dem Drama soranftehende, die Gesänge dieser freien Männer aus Griechenland vernommen, als te ziemlich ausführliche ästhetische Abhandlung, die 101 Seiten umfaßt. fie dahin zurüdkehrten, und fie führten mit sich eine zehnte Schwester:

Sie' zeugt von guten literarisch - poetischen Studien und von großer die Freiheit. Das geknechtete Vorf, von Entzüden ergriffen und von Belesenheit des Verfassers. Er untersucht und erörtert darin im der Freude durchschauert, eilte mit Frohloden ihnen entgegen; mit & Wesentlichen die Fragen, welcher Art gegenwärtig das nationalgriechis Berwunderung fab es die schöne Schwefter, und es erkannte in ihr I dhe Drama fein und welchen besonderen Charakter es haben müsse. die Göttin von Thermopylă und Marathon. Begeistert lief es zu

In der ersten Hinsicht erklärt er sich gegen die Wiederherstellung der Weiden, wo es die Harfen aufgehangen hatte, und es fang seinen aider antifen Tragödie, und er bezieht fich dabei auf die große Ver- begeisterten erhabenen Hymnus auf die Himmlische Muse. Der Klang

schiedenheit des Lebens der alten und der neuen Griechen, besondere der Waffen deo tämpfenden Griechenland war dieser Hymnus". ninsoweit hierbei das Christenthum von entscheidendem Einfluffe ift;

Der Charakter des Voltslebens, der Geschichte und der Dichtfunft ferner auf den von der heutigen Runft so sehr verschiedenen, mehr plastie der Griechen bis zur Zeit ihrer Wiedergeburt im Reunzehnten Zabr

fchen Charakter der alten Tragödie, während jener, namentlich auf hunderte war zunächst und vorzugsweise ein religiöser: das griedische Badem Gebiete des Theaters, mebr der Mufit und Malerei verwandt ift; Bolt athmete, lebte und hoffte in seiner Religion, in seiner Kirche. mid desgleichen auf die in der altgriechisden Tragödie Herrschende Suid- Adein dieses Verhältniß änderte fich mit der politischen Wiedergeburt ne fals-Idee, in deren Folge-bas Wesen jener mehr im fteten Wechsel des Volfes; die Politit verdrängte die Religion, die politische Freiheit

des Glüdes und Unglüdes (Peripetie), mehr in einem gewissen leiden und die Beschäftigung mit ihr verfchlang gleichsam und ordnete die und Dulben der Personen, weniger in scharfer Charakteristit besteht, kirchlich - religiösen Interessen sich unter. Mit Bebauern bemerke wogegen das "neuere Drama - mehr Handlung und mehr. Charaktere icy", sagte Lamartine in seiner „Voyage en Orient", als er im

barftellt, auch gleichsam die Aufgabe fic ftellt, gewiffe Probleme ber Jahre 1832 auch Griechenland besucht hatte, i, daß der religiöfe Geift Hei Piychologie zu lösen. Nach der Ansicht des Verfaffers, kann das na in Griechenland erloschen ist; ich finde dort die einfidtovolften un

tionalgriechische Drama der Neueren kein anderes sein, als das der muthigsten Männer, glänzendfte Menschen und Individuen, aber übrigen driftlichen Nationen Europa's: e$ muß also romantisch Tein. tein gemeinsames Band; io sebe Griechen, aber ich finde – keine Indem er hierbei das Drama bei den Spaniern, Engländern und Nation." Der Charakter des Voltslebens, der Geschichte und der Deutschen näher betrachtet (bei den Franzosen und Italiänern sei Poesie warb seitdem dorzugsweise ein politischer, ein patriotischer. baffelbe weniger ber Ausbrud des Nationalcharakters, als vielmehr Unser Verfaffer fühlt und rügt ben Mangel, der fich hierin, gegen eine erotische Treibhauspflanze), spricht er sich mit großer Vorliebe früher, in den gegenwärtigen Zuständen und Verhältniffen des griechiüber Shalspeare und mit besonderer Anerkennung über Goethe, ¡den Volfes offenbart, und er wünscht dagegen namentlich von Seite namentlich über deffen , Fauft" aus. Was die zweite Frage, näm- ber griechischen Regierung gebührende Abhülfe. ,Zu diesem heiligen

Zwede", sagt er, omüffen fünftig auch die Kräfte der Dichtfunft *) Vgl. No. 147 des „, Magazin" von 1858.

unseres Boltes mitwirfen. Allerdings fann und soll die Poefte nicht

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untergeordnet werden unter die Herrschaft der Religion und der Moc im Namen mehrerer auf deutschen Universitäten ftadirenber Griede ral: in der luft der Freiheit hat die Dichttunft gelebt, und lebt fie mit einer schwungvollen Pindarischen Ode begrüßte. Doge bas e. und wird leben; aber Religion und Moral follen die Zwecke der Griechenland die Jünger der Wiffensdaft und der Runft and Poesie fördern helfen. Eine religiöse Diotkunft, welche diesen Namen neuen Grießenland fort und fort zu allem Sdönen und Edlen verdient

, ift niot die Fruot einer unechten Frömmigkeit und Heuchelei, geistern! and mögen die neuen Griechen das schöne Wort Stille: vielmehr ift fie der füşduftende Weihrauch eines Herzens, das das immer im Gedächtniffe und im Geifte baben, daß die Griedbeit rs unverlördliche Feuer des Glaubens entzündet, und die Chat eines allen Dinger und wesentlid nur beftebe in ,, Berftand und Mea heiligen, gottgeweihten Eifers und Enthusiasmus. In diesem Sinne, und Klarbeit“, und daß auch die Griechen der Gegenwart ohne Bei zu solchem Zwede kann und soll die Tyrifde Gattung der Dichtkunft ftand and Maaß und Klarheit es zu irgend einer Boufommenbera wirfen und schaffen, und fie fann und folui eß auch bei den Griechen. nicht werden bringen können! Der epische Dichter dagegen vermag zwar bie religiöse Vergangenheit zu sdildern, aber sein Gemälde wird talt laffen, und seine Didtung wird die Gegenwart nicht ansprechen; denn Abright und Zwed jeder

Mannigfaltiges. Dichtung ist vornehmlich darauf gerichtet, das Wort der Gegenwart Das Runftbud , Argo"..) London und Paris lieferte: felbft zu treffen, das Räthfel der Gegenwart zu lösen. Nur im früher faft ausschließlich die Prachtwerte, welde, zu anmuthigen fet Drama, welches seinem Wesen nach ebenso für das episde, wie für geschenken bestimmt, nicht felten glänzende Beweise von des forts das lyrische Element empfänglich ist, laffen fich die entgegengefesten schreitenden Leiftungen der Kunft und der Typographie waren, während Interessen, ohne Gewalt anzuwenden, harmonisch verknüpfen, und also fich die deutschen Verleger mit jener zierlichen Taschenbüchern begnia; soll der dramatische Dichter des neuen Griechenland die Vergangen- ten, an denen unsere Großmütter und Mütter ein fo großes Bot! heit und die Gegenwart seines Bolfes einander nähern und in ein- gefallen fanden. Gegenwärtig liefert auch Deutschland Prachtwer's ander verschmelzen: Baterland und Glaube, Religion und Freibeit, welche in Bezug auf fünftlerische Bedeutung sowohl wie vermo das sind die beiden Pole der Adse, um welche das neugriedische ihres dichterischen Inhaltes mit dem, was die Fremde bringt, je Drama fid dreben muß. Der dramatische Dichter des neuen Griechen wohl in die Scranken treten können. Zu diefen einheimischen Pru land foti ben Hand der Gegenwart ber religiöfen Bergangenheit eins buctionen gehört bie ,, Argo“, welche der thätige Verleger zum brittc! athmen; er sou ben tobten Riesen des byzantinischen Raiserreiches in's Male mit reichfter Ladung binaussendet. Gleich ausgezeichnet burd Leben zurüdrufen und die ernften Schatten jener vergangenen Jahr Bild, Wort und typographische Anstattung, bat fic dies Werf bereid hunderte neu beleben; er sou die þarfe David's und die Zither des in seinen beiden früheren Jahrgängen einen großen Kreis von futur Klephthen zur Hand nehmen, und die religiöfen Hymnen des heiligen den and Freundinnen erworben, und der vorliegende Jahrgang enthalt Sänger und den Kriegsgefang, des Pheräers Rigas soll er zu des wahrhaft Schönen fo viel, daß wir demselben mit Sicherheit eine Einem harmonisden Ganzen verschmelzen. Nur der, der dies glüce noch größere Theilnahme versprechen können. Die Künstler W. Am lich, ausführt, verdient den dichteris den forbeer; denn er deutet das berg, C. Arnold, H. 0. Blomberg, L. Burger, C. Cretius, A. Haun Vergangene und verkündet das Künftige, und von ihm gilt, was Th. Sosemann, H. Kreßidhmer, L. Löffler, A. Menzel, Ed. Pap! Sdiller fingt:

W. Riefftahl, K. Steffed, D. Weber, D. Wisniewski haben die töftlis „Ihm gaben die Götter daß reine Gemüth,

ften Bilder und Initialien beigesteuert und H... Blomberg, Fr. Egger: Wo die Welt sich, die ewige, spiegelt:

Th. Fontane, Em. Geibel, Rub. Gottschal, Th. þeyse, B. . Er hat Alles gesehn, was auf Erben geschieht,

pel, Herrm. Lingg, W. v. Merkel, Chr. Fr. Sderenberg, Th. Stor Und was und die Zukunft verfiegelt!"

eine reiche Auswahl vorzüglider Digtungen. Namentlich wert Von ben in Vorstehendem aufgestellten Ansichten und Grundfäßen „Salomon de Caus“, eine poetische Erzählung von Rub. Gottro ausgebend, hat nun der Grieche Bernarbatis fein Drama: „Mapia Th. Storm's Novelle: „ Auf dem Staatshofe“ und W. ). Merdel doganaign", gedichtet, übrigens, wie er felbft sagt, in drei Monaten. Novelle : Aus dem , Poftwagen", großen und verdienten Beifai Den Stoff hat er aus der byzantinischen Geschichte, nämlich aus dem finden.

A. . durch den Franzosen Buchon im Jahre 1841 herausgegebenen: „Xp0. νικών των εν τω Μωρέα πολέμων των Φράγκων", entleynt) από

Gratulationssdrift zum Jubiläum der Universität eine in demselben enthaltene einfache erotische Episode benußt, welche Sena. Außer den bereits von uns erwähnten Briefen Lavater's, if er im Charakter und Geifte Shafspeare's dramatisch entwidelt. zur breihundertjährigen Zubelfeier der Universität Zena nod

Zu bebauern ift, daß der Verfaffer am Soluffe feiner äfthes zweite intereffante Shrift aus Rußland eingegangen: die tibetiide tisd - philosophischen Abhandlung, die wir seinen Landsleuten nicht version des indischen Gedichte , Vimalapragnottaratnamâlâ", beras genug empfehlen können, weil sie daraus für fic, sowie für nähere gegeben im Auftrage der Petersburger Akademie der Wiffens after Kenntniß der Geschichte des Drama’s und der dramatischen Kunst bei von Herrn Anton Sdiefner. *) Es ist dies eine Sammlung von is den neueren Nationen gar Mandes zu lernen vermögen, noch zurdischen Sprüchen, deren Sanskrit-Original nicht mehr vorhanden zu Ungebühr eine Art oratio pro domo hält und seine eigenen Angelegente fein scheint. In der Einleitung theilt der Herausgeber feine Konjelheiten zur Sprache bringt. Er pertheidigt fick bort nämlich gegen turen über den Verfaffer mit; dann folgt der tibetische Tert, dem fico einzelne Aeußerungen, die der Rettor der Universität Athen, Profeffor die deutsche Uebersegung und kritische Bemerkungen ansgließen. ,,Die Asopios, in seiner im Jahre 1857 bei Niederlegung des Rektorates fleđenlose Juwelenschnur der Fragen und Antworten“ – fo heißt gehaltenen Rede über die Ergebniffe des von dem Griechen Kallie diese Spruchsammlung -- ist voll trefflicher Lebensweisheit und bietet, eingeführten poetisden Wettkampfes im Jahre 1857 gethan hatte und neben dem wifsenschaftlichen auch ein ethisches und ästhetisches Interwelche Bernardalis auf fich bezog, weil er bei diesem Wettkampfe effe. Einige Sentenzen des indischen Weisen mögen hier als Probe sich mit dem hier besprochenen Drama betheiligt, aber den Preis nicht folgen: „Wer ift blinder als der Blinde? Die mit verwirrender Leie erlangt hatte. Er erblicte in jenen Aeußerungen nicht gutgemeinte denschaft Behafteten. Wer befindet fich im Solaf? Der Mann, , Winte und Ermahnungen, was sie waren, sondern empfindliche Vor der Tehr unwiffend ift. Was ist von feinem Bestand und sonel ver würfe für sich, und diese Vorwürfe weist er nun hier nicht ohne gee gänglich, wie der am Lotusblatt baftende Wassertropfen! Die Jugendreizte Empfindlichkeit und Bitterkeit , namentlich gegen Asopios, zurüc. traft der Männer, der Reichthum und ebenso die Zeit

. Was ift die Er bätte beffer gethan, zu schweigen, eingebent des ihm vielleicht bes Feffel eines Mannes? Dummheit und Unwiffenheit. Was erfährt kannten Wortes Schillers;

man am Ende? Daß alles Beginnen feinen Beftand bat. Weloes Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort!

find die vier Güter, die der Mensd hierfelbft schwer findet? Geben Dagegen wollen wir nicht unterlassen, hier noch zu erwähnen, mit freundlichen Worten, Wiffen ohne dünfelhaften Stolz, Dulden daß derselbe Bernardatis auch in altgriechischer Sprache zu dichten mit Mannhaftigteit gepaart, ein leidenschaftlofer Sinn." — Die Graversteht und auch da als ein begabter Dichter fich bewährt bat. Er tulationssdrift ift in der Dffizin der Petersburger Akademie gedrudt ift der nämliche, der bei Gelegenheit des funfzigjährigen Jubiläuins, und in jeder Beziehung ein typographisches Meifterwerk. welches im Juni 1858 Friedrich Thiersch in München feierte, denselben

*) *) Jenes „Xpovixóx" ist die nämliche historische Composition aus dem

,, Argo". Album für Kunst und Dichtung, herausgegeben von Fr.Eggers, vierzehnten Jahrhundert, aus welcher der als Dichter und Archäolog befannte

Th. Hofemant, B. v. Lepel. Breslau, Eduard Trewendt, 1859.

*) Academiae Jepepsi saecularia tertia diebus XV, XVI, XVII Aug. und geschäfte Grieche, der gegenwärtige Minifter der auswärtigen Angelegenheiten, Alerander Nijos Rangavid, den Stoff zu seiner von Güiffen in Göt:

anni MDCCCLVIII celebranda gratulatur Academia Caesarea scientiatingen im zweiten Theile seiner Analekten der mittel- und neugriechischen

rum Petropolitana. Carminis indici „Vimalapraçnottaratnamâlâ" ver

sio tibetica ab Antonio Schiefper. edita. Literatur" (Leipzig, 1856), überseßten Novelle: Der Fürst von Morea", entlehnt hat.

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von einem Spaziergange und bringt eine in tiefftem Elende, Somus und England.

Abscheu kaum ohne Grauen anzusehende verlorene Seele mit. Sie wird

in der Waschküche in ein großes Faß mit warmem Wasser gestedt, Korrespondenz: Berichte aus London.

mit der Weisung, sich energisch der Seife und des Scheuerlappens,

sodann des Kammes zu bedienen. Ihre lumpen werden sofort verLondoner November und Deutsche Gemütblidhteit.

brannt und Kleidungsstüde aus der Garderobe der Töchter für fie bination der deutschen, englischen und französisden Vora hingelegt. Sie kommt menschlic, sogar jugendlics fhön zum Vorschein züge in einer Familie.

und erzählt nun ihre Geschichte, die fie der Tochter bruchstüdweise zum Alle Monate des Jahres, alle Tage ber acht bis zehn Jahre, die Beften gegeben, daß fie Mutter ohne Gatten und ein elendes, perftoa wir hier verlebt haben, hatten und behielten für ung etwas Trauriged, Benes, son aller Welt gemiedenes Wesen fei. „ Respektable" Leute Frembes, Kaltes. Aber man ist immer verhältnißmäßig froh, wenn nach englischen Begriffen wären jeßt, wenn es denkbar wäre, daß fie man einmal wieder den November überstanden. Er hat sich in London diese Barmherzigkeit bis hierher gezeigt, mit Abfcheu zurüdgefahren. den Titel ,,Monat des Selbstmordes" erworben und ist sicherlich der Fier wars fie erst recht zur „poor creature" und zum Gegenstande tödtlichste, der geist- und gemüthtödtendste atter Monde. Kossuth, der erhöhten. Mitleidens. Man verhalf ihr und dem Kinde zu einer ger in Edinburg eine Vorlesung über die verschiedenen Charaktere der sunden, lohnenden Beschäftigung und Stellung, und bleibt mit ihr im Deutschen, Engländer und Franzosen hielt, stellte uns mit unse- freundlichften, mitleiðigsten, theilnehmendften Verkehre, wie mit Aden, rem weber in's Französische, nod in's Englische überseßbaren ,,Ge- die nicht aus innerer Verwahrlosung und Verschuldung aufs neue müth" am Höchften, obgleid er gebührend hinzuseßte, daß wir, weber aus ihrem Bereiche verschwinden. Solche und ähnliche Züge erfuhr mit unserem philosophischen Sinn noch mit unserem Gemüth, etwas ich in Masse durdy dritte Personen, die sie feit Jahren kennen und Großes erster Klasse produziren könnten. Zu dem votifommenen oft ungehalten sind über diese nicht selten mit Undant belohnte Menschen und einer kulturgeschichtlichen Nation erster Klaffe gehörten Samariterei. Und welchen Humor haben fie in Gesellschaft! Führaußer deutscher Gründlichkeit und Gemüthlichkeit auch die ebenso ten fie dodh neulich das historische preußische Werk: ,, Febrbetlin', unüberseßbaren Eigenschaften des englischeu common sense (nicht für uns deutsche Zuschauer und Zusdauerinnen nicht blog in echter ,,Gemeinsinn") und bes franzöftfchen esprit. Deshalb feien bie dret draftisder Dramatif, sondern auch in fomifchfter Englisirung auf. 3m Nationen nur im Vereine die Blüthe der Menschheit.

ersten Akte saben und hörten wir in lebensfrischefter Natürlichkeit Aber wie ist diese Vereinigung möglich? Nur burch Zusammen einen englischen Markt (fair). Im zweiten gingen andächtige Leute wirfen der sonst verschieben bleibenben Nationen für die höchften unter Glodengeläuten (bell) in die Kirche; ber britte führte und in Intereffen der Menschheit, was aber der lieben Politit wegen nicht eine englische Herbergskneipe (inn). Und als Ganzes faben wir das To bald gehen wird. Beiläufig gesagt, foeint eine Combination der berühmte Gemälde der Schlacht bei Fehrbellin als lebendes Bild, nur deutschen, englischen und französischen Vorzüge in persönlichen und daß der große Kurfürst auf einem umgekehrten Stuhle ritt. Man Familienbeziehungen die Höchften Reize des Menschenthumes zu ente hatte und gleich als Leitfaden für das Errathen gegeben, daß es ein wideln, obgleich man andererseits oft geltend macht, daß diese Kreuzuns in der preußischen Geschichte vorkommender Name sei, der mit englischgen nur Degeneration befördern. Aber dies ist eine künftige phyfio. perftandenen Silben ohne Rüdsicht auf Orthographie aufgeführt werde. logische Wissenschaft, welche Kreuzungen degeneriren und welche ver Doch in welche Regionen ist mir die Feder davongelaufen? Ich volkommnen. Ich kenne hier einen Franzosen mit den blauen Augen wollte von dem traurigen, tragischen November Londong sprechen, in feiner deutschen Mutter und geftebe, daß ich keinen robusteren, noble. welchem das deutsche , Gemüth" verkommen müffe und komme in die ren, geistreicheren und weicherzigeren Mann habe fennen lernen. 30 herrlichste, heiterfte, gebiegenfte Gesellschaft. Warum bin is nicht bin in einer englischen Familie bekannt geworden, wo die drei Töchter früher in solche gekommen? D, diese Combinationen kommen selter und drei Söhne wie Gefdywifter ihres Vaters ausfeben, fo alt find Her in London sor, als Rometen am Himmel fichtbar werden. Ich Erftere, so jung legterer. Aber fie fehen fo verschieden aus, wie die bin während der Jahre hier in manche englische Gesellsdaft gekommen. drei Nationen, aus denen sie bestehen. Die Mutter ist eine Französin, Nicht selten ganz gute, liebe, brave Menschen und Familien, aber feine der Vater Sohn eine Engländers und einer Deutsøen. Ein Sohn Wärme, kein Fluß, kein herzliches Herauskommen. Immer febr artig, ließt wie ein gewaldener Neger aus, nur ohne deffen Lippen und sehr freundlich

, sehr gemessen, sehr referpirt, febr arm, unerträglich Nase, der Zweite ist ein Franzosé an esprit; Grazie und Lebendigkeit, arm an Geift, Gemüth, Herz und Humor. 'Zum Daponlaufen lange der Dritte, ein Gelehrter in China, ift mir nod unbefannt. In den weilig. Man kann in der englischen Geselfdhaft Reben halten, aber drei Töchtern lernte ich deutsche Anmuth, Bescheidenheit und wunders wicht sprechen Die französische „Conversation" fehlt ganz und das bar reiche und gründliche wiffenschaftliche Bildung kennen. Ein deutsche Gemütý, das in englische Gesellschaft fommt, zittert vor Angst Bruder lernte bei der älteften Schwester foviel Latein, daß er der wie ein ftedbrieflich Verfolgter, hinter welchem berittene Konftabler Horaz lefen kann. Diefelbe Tieft den Homer und spricht fließend neita berjagen. O wie gern möcht' ich in mein liebes Deutschland zurüd! griechisch. Sie war Tängere Zeit in Griechenland Enblich geftand Aber englisirte Deutsche, die drüben gewesen, fagen, man fönne es, fie auch, daß fie ein bischen Deutsch radebrechen könne. Wir sprachen wenn man aus Verzweiflung und langweil England geflohen, nicht bernach einen ganzen Abend Deutrof, wobei ich nie eine Verlegenseit mehr drüben aushalten. Sowie man Aachen hinter sich habe, rieche um ein Wort, nie einen grammatischen oder fyntaktischen Fehler be es nach ftrenger Polizei (?). Aud befomme man in deutschen Zimmern merkte. 3hr Französisch war ganz korrekt und fließenb. Sie fragte mit Defen immer gräßliche Kopfschmerzen. Die besten Freunde vont mich aus der Deutschen und franzöfifchen Literatur nach Details, die ehemals feien entweder alt oder ganz abhanden gekommen. Die noch ich zu meiner Beschämung mehrmals nur zweifelhaft beantworten Lebenden fingen an, und nach der ersten Stunde zu haffen, weil man konnte. Sie spielt Beethoven, Chopin, Hensett mit Geift und Poesie, immer unwidtürlid bald von England spreche und Feber fich grimmig nicht etwa bros forrekt. Der sechsundfunfzigjährige Water fteht noch beleidigt fühle, wenn man die Miene machte, als fei uns England kerzengrade und' tanzt - beim Familienballe atte seine Kinder müde. anders vorgekommen, als man sich zuhause vorstellt. Und was für Bescheidenheit und Gemüth hat diefe herrliche, hochgebil. Aber wer kann es auf die Dauer in England aushalten? Wir dete Familie! Unlängst schleppt der Vater drei in Shmuß und Hunger wollen das Englifofte und Beste von England mitbringen und über zitternde Kinder mit nach Hause

, läßt fie wafohen, speifen und tränken. Frankreich kommen, um uns gleich etwas esprit und conversation unter Die Tochter geht im schlimmsten Unwetter mit ihnen, bis in den entleges weges anzueignen. Ich meine nichts politisch Französisches, weil man

bann ja nicht einmal ungestraft Angriffe auf das allgemeine WahlGrund zu energií Beiftande. Ein andermal kommt eine Tochter recht wagen könnte. Aber so englisirt und französirt fönnten wir in

Deutschland einen Himmel auf Erden findett. Aehnlich sollten Fich ,,Norfolk (bas.). Laßt euch warnen: Heizer nicht den Ofen die Engländer germanisiren und galliciren, Franzosen mit Germani- für eure Feinde so stark, daß ihr euch selber versengt.“ Bergl. Dasation degalliciren und englisiren.

niel 3, 19. 23. 3d meine natürlid mit diesem Rezept für die kosmopolitische ,,Derselbe (das.)... Adler Menschen Ehren liegen gleich einem Kultur keinen Brei, aus drei Nationen gemischt, sondern jede Nation Klumpen vor ihm, um diesem Form und Höhe zu geben, wie es ibm auf ihrer eigenen klimatischen und natürlichen Grundlage etwas ere gefällt.“ Vergl. Paulus a. d. Römer 9, 21. , Hat nicht ein Töpfer beitert und erweitert durch den besten Spiritus der anderen. Die Macht, aus Einem Klumpen zu machen eine Form zu Ehren und die jeßige ruffische Kultur-Bewegung hat etwas davon. Sie ist echt andere zu Unehren?" rusfisch, aber die Hälfte der Kultur-Träger sind Deutsche von Ge. Lear. Stad mid mit ihrer Zunge, einer Schlange gleich, ges burt oder Bildung, von denen die Meisten auch englisch und französ räde in's Herz. Ferner: fisch sprechen. Auch ist bekannt, daß die russische Literatur, auf eige , Hermia (im Mittsommernachts - Traum). Eine Otter that's; nen Füßen ftehend, doch auch in der englischen, Deutschen und fran- denn mit zwiespältiger Zunge; wie deine, hat nie eine Otter geftoden.“ zösischen sehr zuhause ist und zum Theil aus ihr schöpft und schafft. In beiden Stellen liegt pr. 140, 4. zum Grunde:,,Sie foarfer

Es scheint, als könne man uns Deutschen am wenigsten den ihre Zungen, wie eine Solange, Otterngift ist unter ihren Lippen." Vorwurf nationaler Abgeschlossenheit und Einbildung machen. Wir ,, Der Narr zu Lear. Wir wollen dich zur Ameise in die Schule leben in der Mitte verschiedener Kulturen und eignen uns mehr da. Foiden, dich zu lehren, daß man im Winter nicht arbeitet. Bergl. von an, als den eigentlichen Nationalen lieb ift. Gleichwohl werden Prov. XXX, 25. die uns eigenen darakteristischen Vorzüge nicht selten zu Fehlern und Diese und ähnliche Hinweisungen und Anspielungen auf die þeizum Ladstoffe für andere Nationen. Die Engländer sprechen fast ligen Schriften, die ein bibelfester Leser noch vermehren könnte, würstets mit Geringschäßung und Spott von unserer philosophischen den, wenige Blätter füllend, als dankenswerthe Beigabe zu einem Gründlichkeit, noch mehr von unserer bescheidenen, träumerischen, fei- Shakspeare Rommentar am rechten Orte sein; zu einem Buche aber, voll gen, zögernden Gemüthlichfeit, die so leicht in Rechthaberei und der ungereimtesten, oft bei den Haaren herbeigezogenen ZusammenZantsucht ausartet, wenn dem zarten Herzen praktische Opposition stellungen ausdehnen, konnte sie nur ein hochfirdlider Reverend, der entgegentritt

. Das mag Fehler der Engländer sein, daß fie die teine Gelegenheit versäumt, seinen andächtigen Zuhörern langathmige, Trauben deutscher Eigenthümlichkeit, die ihnen zu hoch bängen, sauer falbungsreiche Sermone zum Besten zu geben. nennen; aber die vergleichende Anatomie verschiedener Völker-Charaktere zeigt, daß unsere Vorzüge in philosophischen und gelehrten

Frankreich. Dingen, unser Gemüth, unsere Gefühlsweise in nüchternen praktischen Dingen oft lächerlich, Karikatur werden, und bei aller Tiefe und Die französische Philosophie des achtzehnten Iahrhunderts. Wärme wir alles treffen, nur nicht den Kern der Sache. Ich

Nach Charles de Némusat. komme nächstens auf dieses Thema zurück, und zwar bei Gelegenheit

(Fortsegung.) der auf dem Meere verbrannten ,, Austria".

Wir wollen keine Lanze für d'Alembert einlegen. In der Philosophie ist er Sfeptifer, aber er ist es, wie er alles ist, aufrictig, fest. Dieser hervorragende Mathematiker, so vertraut mit der des

monstrirenden Gewißheit, vermochte es über alle hohen Fragen der Shakspeare und die Bibel.

moralischen Dronung nicht weiter zu bringen, als zu einem logisdy Iu dem Buche „Shakespeare and the Bible" will der Reverend begründeten, ruhigen Zweifel, der aller Kontroverse die Spiße zu bie. Mr. Eaton zeigen, wieviel Shafspegre dem Buche der Bücher verdankt. ten schien.

ten schien. Von den meisten Mathematikern, seinen Vorgängern, Daß in dem Zeitalter der bißigen religiösen Rontroverse, wo die unterschied er fich dadurdy, daß er unter seinen Anhängern eine Bibel durch alle Bolfsschichten gelesen, erörtert, bei jedem Anlaß zitírt Shule bildete. Der Skeptizismus wurde nach seinen Beispiel, außer wurde, der große Dichter es nicht versdmäht habe, aus jenem uralten in den exakten Wissenschaften, eine Zufluchtsstätte der Gelehrten. Born Bilder, Gleichnisse, Redewendungen zu schöpfen - wer zwei- Unter dem genialen Lavoisier und Laplace nahmen befanntlich die feit daran? Aber lächerlich ist es, die Bibel zu einem Magazin zu mathematischen Wissensdaften in Frankreich einen glänzenden Aufmachen, das unserem Shatspeare au seine Gedanken geliefert hat; (dwung; aber ebenso bekannt ist, daß diese Meister und ihre Zünda er in Gedankenregionen weilt, weldje die biblischen Urkunden nie ger alles, was sich nicht auf Berechnung und Beobachtung gründete

, berührt haben. Wer Shakspeare kennt, weiß recht gut und brauchts in das Reich der leeren Einbildung gewiesen haben. Die Welt war ihm kein Neverend von der Kanzel zu predigen, daß jede Fafer in nichts, als ein mechanisches Gewerk, und aus der großen Idee des ihm mit dem Christenthum verwebt ist; bisweilen Steptifer, wie im großen Newton gingen Folgen hervor, die Newton erschredt bätten. Claudius, ift er doch nie Atheist. Autolycus leugnet nicht eine an D'Alembert hat die Bahn eröffnet, und wenn er auch dadurd dem dere Welt, sondern , verschläft den Gedanken an fie. Andererseits mensdlichen Geift feinen großen Dienst geleistet, so hat er mindedogmatifirt er felten, nur in Malvolio's Charakter erscheint er als stens feine geistige Macht bekundet. Der Reinertrag seiner PhiloAntipuritaner. Ein einziges Mal zeigt er sich als reiner Proteftant, sophie beschränkt fich auf eine Hoffärtige Nichtachtung alles deffen, was wenn Rönig Zohann den unverschämten Anmaßungen Pandulph's ent- fich ben analytischen Formeln und den Werkzeugen des Erperiments gegentritt und mit dem Fuße stampfend schwört: ,, Rein römischer entzieht, und obgleid er auc an die Fragen anderer Gebiete mit einer Priester foll in seinem Gebiete Zehent oder Zoll erheben;" eine deute nicht gewöhnlichen Verstandesfraft ging, To lehrte er doch nur, wie man Berung, die heut, wie vor 250 Jahren, auf der Galerie der engli. sie zu beseitigen habe, um sie los zu werden; sie schlechtweg leugnen, sei, schen Theater einen Beifallsfturm hervorruft. Es ist aber ein eitles

Es ist aber ein eitles meinte er, eines Gelehrten würdiger, als sich in sie zu vertiefen. Und Beginnen geistlicher Befangenheit, den i, süßen Schwan vom Avon" er hat noch unter uns zu viele Jünger, als daß es uns gestattet wäre, zu einer Art Präsident der Bibelgesellschaft zu ftempeln, weil Sir von seinem Zug durch die Welt des Gebantens gar keine Notiz zu Andrew den Malvolio, eben nicht fehr treffend, eine 1, Isabel" nennt, nehmen. Und steht er nicht durch eine andere und bessere Seite über Sir Toby von dem Seemanu Noah spricht und der Rüpel Marien dem großen þaufen? Sein Leben wenigstens ist das eines Philo. ein wißiges Stüd. ,, Evafleisch" beißt. Und was hat Faulconbridge's sophen. Einfach, würdig, treu und stolz, kriecht er nie, um zu gefallen. ir Mantel und Gurt“ mit Elias, der , seine Lenden gürtet“ (1. Kör Seine Zuneigungen sind selten, aber echt, und er wil lieber für kalt nige 18, 46.) zu schaffen?

gelten, als in eiteln Lobrednereien der Wahrheit Blößen geben. Man Glüdlicher ist Herr Eaton in der Auswahl einiger Parallelftellen braucht ihn nicht zu lieben, fann aber nicht ohne Achtung von ihm aus der Bibel, die Shalspearischen Ausdrüden entsprechen; z. B. sprechen und seine Biographie, auch ohne Aufzählung der Werte, die

,,Banquo. Furcht und Bangen schütteln uns; (boch) unter ihn berühmt gemacht, wird ihn immer in die Reibe der ehrlichen Gottes großer Hand stehe ich; und daher kämpf ich gegen vers Männer stellen, aus denen es wünschenswerth wäre, daß die Fama fledte Anmaßung verrätherischer Bosheit.“ ,, Die Hand Gottes ihre Lieblinge wählte. mahnt am P. XVIII, 35.

Diderot & Bild stellt sich unserem Gedächtniße nicht in derselben Macbeth. Und all unsre Gestirne haben Narren auf dem Ruhe und Klarheit dar. Bei regerem Gemüthe und größerer liebenes Wege zum ftaubigen Tode geleuchtet." - Der ,, Staub des To würdigkeit des Charakters hat er jene verführerischen Mängel, gegen best ift ein Bild des Psalmisten 22, 16. Ebenso zu Macbeth's: die feine Zeit fo naglichtig war, die ihn so gern nachahmte. Die ,,Das Leben ist nur ein wandelnder Schatten“, ist zu vergleichen 39, 7. fruchtbare Beweglig leit seines Geistes beredtigt ihn nicht, eine Stelle und 144, 4.

unter den Meiftern einzunehmen, und, außer einigen reizenden Gr„Suffolt (in Heinrich VIII.). ,,'8 ist der rechte Ring, beim Him- zählungen, hat er etwas Ausgezeichnetes weder dem Inhalt noch der mel! 30 sagt’s euch allen, als wir zuerst diesen gefährlichen Stein Form nach erzeugt. Er ist weder als Denfer hervorragend genug, um in's Rollen brachten, er wird auf uns selber zurüdfallen.“ Der den schönen Stil missen, noch guter Schriftfteller genug, um uns über auf den Rollenden zurüdfallende Stein erinnert an den Spruch die Richtigkeit seiner Gedanken wegfeßen zu können; aber ein großer

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nicht zufrieden, fie mit der Stimme aufzunranterx, verbängt er ihnen der sich ihr zuneigt, genießt größeres Vertrauen bei der Rirche, als die Zügel; er lenkt nicht, er spornt, und seine Menner seßen im fal- Plato, der sie abweist. Katholische Theologen find es, die das beo fden Galopp über die Schranken und verlaufen sich nach allen Rich rühmte Ariom:

rühmte Ariom: „Nihil est in intellectu quod non prius fuerit in tungen. Heberat daber, wo Bewegung und Unordnung zu sehen sind, sensu", erfunden, oder erläutert haben. Selbst kirchliche Heilige find ahnt man seinen Einfluß. In jedem Fache, besonders der Kritik des nachzuweisen, die diese Waffe gehandhabt haben, ohne Fich daran zu Schönen, hat er etwas vom deutschen Geiste. Die Richtung, ift

Die Richtung ist verwundet. Gassendi hat die Lehre: so weit getrieben, wie sie nur verschieden, die Manier ist dieselbe, und seit Lefsing bis auf unsere gehen konnte; er hat sie – wie unbesonnen! – sogar an die Atomistit Zeit erinnert die Deutide Aesthetik an Diderot, wenn sie ihn nicht Epifur's angelehnt, und - Gaffendi ist gestorben, wie er gelebt hat: nachahmt. (?!)

als geachteter Priefter. Betrachtet man das Leben Lode's, fo fiebet Was Holbach betrifft, fo will ich nur gestehen, sagt Rémusat, daß man die Frömmigkeit und die Sittenreinheit in einer Philosophie verid fein , System der Natur“ nicht gelesen habe, und es wohl schwer. eint, die für eine Feindin der Moral und bes Glaubens gilt. Wenn lich jemals lesen werde. Was ich aber davon weiß, bringt mich auf nun diese Philosophie

; je nach den Zeiten und Personen, verschiedene die Meinung, daß es, Alles in Atem, die beste Abhandlung über den Früchte getragen hat: so müffen wohl die Folgerungen, die man ihr Atheismus bei den Neuern ift. Voltaire hat ihn aus guter Absicht aufbürdet, nicht unvermeidlich fein. Müffen bei den Resultaten unserer. bart mitgenommen und ihn um die leser gebracht; þat es aber Systeme individuelle und soziale Ursachen in Anschlag gebracht werden, nicht verhindern fönnen, daß das ,,System“ ein gewisses Ansehen in so müffen wir zu dem Schluß kommen, daß nicht alles in dieser Welt der Welt erlangte. Die Atheisten Großbritanniens und Amerika's von Ideen abhängt. machen großes Wesen davon und überseben es. Lord Brougham, der Uebrigens bat bas achtzehnte Jahrhundert felbft seine Frres kräftig widerlegt, spricht nicht ohne Achtung davon. Endlich be: thümer widerlegt. D'Alembert weiß allerdings nicht aus der Magegnet man dem Grundgedanken des Buches in den leßter Umge- thematit den Beweis für die allmächtigen Rechte der Beruunft staltungen der deutschen Philosophie und mehr als Ein Schüler Hegel's berzuleiten – aber ist nicht Montesquieu mit der Frage da: ob begnügte sich mit dem Argumenten, die 1780 einige Pariser Salons nicht, bevor man noch einen Kreis gezogen, alle Halbmesser gleich bezaubert hatten, um daraus für die überschwängliche Dialettit des ab waren? Damit giebt er ihm zu verstehen, daß die Geometrie nur foluten Idealismus positive Schlüsse herzuleiten.

eine Wahrheit von Ewigkeit her offenbart, Nun aber, beißt eine Der legtere Umstand giebt Damiron's Werke Gelegenheit zu einem ewige Wahrheit fassen, etwas anderes, als fich zu Gott erheben? Wenn Beitgemäßen Worte. Indem er auf die Irrthümer einer andern Diderot nad mannigfaltigen Bendungen und vielen Widersprüchen Epoche schlägt, treffen seine Streiche zugleich gewisse Berirrungen roh herausplaßt: ,,Seßet an die Stelle Gotted eine empfindende Mader unsrigen. Frankreich ididte vormals nach Potsdam Paradore, die terie zuerst in potentia, dann in actu, dann habt ihr Alles, was im Deutschland ihm jeßt zurücsendet. In der Philosophie des vorigen Universum erzeugt wird, vom Stein bis zum Menschen“, so ift Jahrhunderts, bei den Trägern wenigstens, die Damiron aufs Rorn Rouffeau mit der Frage ba: Wenn die bewegte Materie mir einen genommen, wehet unstreitig ein atheistischer Athem. Der Skeptizis- Wiđen zeigt, zeigt mir die, nach gewiffen Gefeßen bewegte Materie mus d'Alembert's spricht freilich die Gottesleugnung nicht geradezu aus, nicht auch einen Verstand? Thun, vergleichen, wählen sind Operatiofagt sich aber auch nicht ausdrücklich von ihr los. Und wenn die nen eines thätigen, denkenden Wesens, also existirt dieses Wesen. Po Anderen die Gottheit auch nicht immer in das Nichts zurückweisen, fo sebet ihr es eriftiren? werdet ihr sagen. Ich fage: überall; nicht nur erheben sie doch folche Shwierigkeiten gegen deren Natur und ihre an den Himmeln, die rollen, an dem Gefirne, das uns leuchtet; nicht Thätigkeit, daß das nothwendige Sein zweifelhaft wird; mindestens nur in mir selber, sondern in dem Shaf, das weidet, in dem Bogel, erscheint dessen Dasein als gleichgültig für die Menschheit. Wenn man der fliegt, in dem Stein, der fädt, in dem Blatt, das der Wind versich in diesem Theil der philosophischen Welt umsiebt, so möchte man webet. – Sagte ja schon ein Alter, die anatomischen Untersuchungen auf den Gedaufen kommen, daß das, was Plato die Idee des Gött- seien eine Hymne an die Gottheit. Diese schweigende Hymne babe lidhen nannte, der irdischen Intelligenz entflohen und wieder in den Buffon selber, Bersichert man, nicht gehört und er scheint in der Ebat Himmel zurüdgefehrt sei.

unter seine zurüdhaltende Sprache die Tendenz zu versteden, an die Ein anderer, wo möglich noch verlegenderer Charakterzug in faft Stelle der Idee eines allumfassenden Berstandes die Idee der univerallen Schriften jener Nachtreter der falschen Naturphilosophie fellen Natur zu regen; aber hier ruft Voltaire: ,, Und wenn ich euch wiederum mit Ausnahme d'Alembert's — ist die ungebundene Freiheit sagte, es giebt teine Natur, und alles in uns, um uns, hunderttau. in Adem was die Moral betrifft. Wird auch in den meisten Büchern send Meilen von uns, ist ohne Ausnahme Runft?'' die Praxis des Bösen nicht in thesi gepredigt, so ist doch eine Er Die Citate ließen sich in's Unzählige häufen. Man könnte den fchlaffung der Prinzipien, ein Sichgebenlassen des Gedankens und des spiritualistisden Stoizismus Bauvenargues' anführen. Man könnte Ausdruces unverkennbar. Mehr als Ein Schriftsteller jener Epoche auf den getreuen Schüler Code's, auf den Abbé Condillac, hinweisen, steht auf dem Abhang des Cynismus. Mitunter stimmen sogar die der es sich angelegen sein läßt, Spinoza zu widerlegen und die UnHandlungen zu der Sprache. Die Lebensbilder, dic Damiron genöthigt ftofflichkeit und Freiheit der menschlichen Seele darzuthun. Endlich ist, zu zeichnen, bringen ihn oft in Verlegenheit und er sieht sich unter würde man in Turgot wundervolle Stellen finden, in denen eine den Tisdgästen des großen Friedrich in ziemlich schlechter Gesellschaft. Plato's würdige Moral athmet. Wenn nun die Philosophie eine solche Die Wahrheit zu fagen, war das der Ton des Tages, und die Philo- Sprache geführt, ihre Zeit aber nicht auf sie gehört und fic minder fophen, die ihn anstimmten, thaten es nur ihren Gegnern nach. Die zuverlässigen nnd minder geldidten Führern überlassen hat, so ist das Sittlichkeit berrschte überall nicht, und man machte kein Hebl daraus. nicht die Schuld der Philosophie, sondern ihrer Zeit. Eine gewisse Redheit des Geiftes verschmäbete es, in Shriften eine Man wende uns nicht ein, daß eitle Abstractionen für das Ges andere Sprache, als im Leben anzunehmen, und man brachte die Theorie wissen feinen Werth haben und daß der Deismus unfruchtbar sei, wenn mit der Praris in Einklang. Diese Offenheit, der Gegensaß der Sheins er sich nicht mit der Moral felbft gattet. Rousseau sagte: ,,Wena Heiligkeit, ist um kein Haar besser als diese und giebt einem Volfe ein die Gottheit nicht ist, dann ift nur der Böse verständig und der Gute sehr schlechtes Ansehn; aber Ludwig XV. hob fie auf den Thron. Sein nur ein Dummtopf". Und mit der Entwiđelung dieses Gedankens find achtzigjähriger Lehrer hatte ihn dadurch nicht davor bewahrt, daß er seine Bücher angefüllt. Keiner hat die Verwüftungen des Atheismus ibn die Philosophen verachten lehrte.

mit grauenhafteren Farben gemalt.“) Voltaire verkündet einen anderen Das Alles war eine Krankheit der Zeit; kam aber die Zeitfranks Gott, als den Gott einer dürren Metaphysik, wenn er sagt: q?

Von heit von der Philosophie her? Ift fie deß anzuflagen, daß sie geges Gott weder Strafe fürchten, noch Lohn erwarten, ist wahrhaft atheis ben, was sie bekommen hat? Hat sie ihre Prinzipien gewählt, um stisd... Dann find alle Bande der Gesellschaft zerrissen, alle beim. dem Publikum nachzugeben, oder zu widerstehen? Wer war hier Verlichen Frevel brechen über die Erde herein, wie das anfange faum führer, wer Verführter: die Philosophie, oder die Gesellschaft? bemerkte Heuschredenvolt fich verwüstend über die Flur lagert... Ein

Die Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts vermeint, alle atheistisøer König ist gefährlicher, als ein fanatisøer Rapaillac." menschliche Erkenntniß aus dem Sinnenleben herzuleiten. 3 weiß Ja, Voltaire sagt das. es, und weiß es auch, wie viel Böses man dieser Theorie nachsagen tann; ich glaube, es selber gethan zn haben. Sie fann, auf eine ge

*) „Diese bequeme Philosophie der Glüdlichen und Reichen, die ihr Para: wiffe Art entwidelt, febr bedenkliche metaphysische Folgerungen nach dies in diese Welt verlegen, fann

unmöglich auf die Länge den großen Baufen sich ziehen und den Steptizismus zu Tage fördern. In der That aber befriedigen, der das Opfer ihrer Leidenschaften ist, und ber zur Entschädigung ist es nicht richtig, daß, wenn der Sittlichkeit eine zu ausgedehnte entbehren fann, bie ihm biele barbarischen Lehren raubten. Männer, von Kinde Rolle in der Erkenntniß zugetheilt wird, dies nothwendig zur Ver. heit an auferzogen in unduldsamer, bis zum Fanatismus getriebener Gottlosig: leugnung Gottes und der Moral fährt. Die Parabora der Theorie feit, in einer Puderlichfeit ohne Scheu und ohne

Scam eine Jugend ohne haben keinesweges jenen unwiderstehlichen Einfluß und die sie auf- ohne einen Höheren, den fie fürchten und baar jegliches Zugele --- Áfle Pflichs

Könige ohne Geleg, stellen, find weit entfernt, alles zu denken was ihre Tadler daraus ab ten des Gewissens gelöst die Liebe zum Vaterlande, die Anhänglichkeit an leiten. Braucht man daran zu erinnern, daß ein Theil der Sho- Fellschaftliches Band als die Gewalt,

ben Fürften in allen Herzen erloschen mit Ginem Worte, fein anderes ges

läßt sich nicht leicht vorausschen, wo: faftifer fich zu der Philosophie der Sinne bekannt hat? Aristoteles, bin das alles hinauslaufen mog?" (Rousseau, drittes Gespråd

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