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Infein England und Irland, und seinen Glauben, daß beibe, Bogel der gemeinsame Familienzug unwerkennbar. Wer aber ermißit den und Infel, ihren Ursprung einer großen schaffenden Ursache der- Zeitraum, der sich von dem einheitlichen Ausgangspunkt bis zu der panken. Seben wir zu, daß wir bei dem Bestreben, die zoologischettüberwältigenden Mannigfaltigkeit der äußerlich fo verschiedenen ab Urprovinzen des Erdenrundes zu bestimmen, nicht in ein Erkenntniße zweigungen and Mundarten erstredt! gebiet gerathen, das über unsere gegenwärtige Fassung hinausliegt Der Redner verteilt bei der Wichtigkeit der naturgeschichtlichen und nach dem Urtheil Bacon't zu den ,mortua principia rerum” National-Museen für die Sanitätswissenschaft und den Aderbau und gehört.

fährt dann fort: Betreffend das Erlöschen und Verfümmern gewiffer Thiere 3n den Dperationen der Natur zeigt fich im Augemeinen eine geschlechter, nimmt der Redner Bezug auf seine früheren Abhandlune Aufeinanderfolge von Prozessen für ein gegebenes Resultat: eine gen, worin er nachgewiesen, wie diese Vorgänge mit örtlichen Umständen Erbse entwidelt sich nicht als folche unmittelbar aus ihren Clementen; und mit der Körpermaffe der Thiere zusammenhängen. Wenn die der Same würde von vornherein keinen Begriff geben von dem trockene Jahreszeit, z. B. fidh über Gebühr verlängert und auf die Baum, der Baum keinen von der Blüthe, die Fruchtteime dieser Pflanzenwelt schädlid einwirkt, so werden die maffigen, grasfressenden Blüthen feinen von dem Fleisch, das den Samen birgt. Wunderbar Thiere nachtheiliger von der geschmälerten Koft berührt, als die gekennzeichnet wird die schöpferische Weisheit, jenes Fert- und Borsehen kleineren; wenn neue Feinde auftreten, dann werden ihnen die großen eines Endergebnisses, durch eine auf einander folgende -Reihe koordinirund ansehnligen Vierfüßer zur Beute, während die kleineren Arten ter, scheinbar febr verschiedener Bedingungett. Je schärfer nun ein fich leicht verbergen und dem Tode entgehen. Kleinere - Thiere fino Mensch in einer Reihe von Bedingungen ihre Koordinirung unter. endlich meistens fruchtbarer, als größere. Wenn also in gewiffen scheidet, um ein gegebenes Resultat zu erzielen, defto näher kommt Gegenden die Nachkommen manger Arten- fdwächer Find, als ihre er - obgleich der Abstand stets unermeßlich bleibt - der göttlichen Ahnen früherer Zeiten, fo ift dat teine Folge einer stufenweisen Abe Weisheit. Ein Philanthrop baut ein Krankenhaus, ein anderer leitet nahme in der Größe dieser Art, sondern das Ergebniß von Umständen, die fieberausathmende. Nässe von der Stadt ab. Der Eine, den Verdie in der bekannten Fabel: ,,Die Eiche und die Buche, beleuchtet wer- brechen vorbeugend, erzieht den Knaben, der Andere bängt den Mann; den; die kleineren und schwächeren Thiere fügten fich in die Ver- der eine Staatsmann möchte durch Vermehrung der alten, oder durch änderungen, denen die größeren unterlagen. Jeder Typus einer Auflage neuer Steuern Geld schaffen, und findet, daß die Einkünfte Art ist unbezweifelt derjenige, der den Eristenzbedingungen zu einer nicht in dem erwarteten Maaße zugenommen; der andere vermindert Zeit angemessen ist: er bleibt so lange unverändert, wie diese unvers diefe Steuer, schafft jene ab, und durch ein folgerichtiges Verfahren ändert bleiben; die Varietäten treten zugleich in gleichem Berhältnis verbessern fich die Einkünfte. Wasser ist das wohlfeilfte und wirt. mit den veränderten äußeren Bedingungen der Eristenz ein, und die' samste Mittel zum Transport der Absonderungen; man sollte aber beAbart wird dann wieder zum Typus für eine spätere und in dem- denken, daß die Anwendung auf das, was aus dem Jnnern der felben veränderten Zustand der Dinge existirende Art. Die Beoba Wohnung kommt, zu beschränken sei; denn nur das kann praktisch und achtung der Thiere im Naturzustand ist erforderlich, um den Grad ersprießlich für den Aderbau verwendet werden. Was aber von der ihrer Plastizität, oder den Umfang ihrer Varietäten zu bestimmen. Außenseite der Häuser abfließt, sowie die Gesammtinaffe des Regens, Ebenso nothwendig ist die Beobachtung der foffilen Üeberreste zur der in der Stadt fällt, müßte in den nächsten Fluß durch Kanäle geo Erkenntniß des Urtypus, in welchem die, den vorhandenen Varietäten leitet werden, die in durchaus keiner Verbindung mit den hydraulianalogen Varietäten vielleicht zusammengelaufen sind, um solchen schen Kloaken stehen. Der Acerbau hat, wie schon bemerkt, große ertremen Formen, wie die Giraffe z. B., bas Dasein zu geben. und ermuthigende Fortschritte gemacht und macht täglich weitere; atlein

In das ursprüngliche Gesells der geographischen Vertheilung der noch bleibt viel zu thun... Schiffe auszusenden, um von Peru's Müften Pflanzen und Thiere hat der Mensch störend eingegriffen. Auf seinen phoophorhaltigen Dung zu holen, während man diesen Stoff in der vielseitigen Wanderungen nahm er die ihm nüßlichen Pflanzen und Heimat vergeuden, und den edlen, die Metropole durchftrömenden Fluß Thiere mit fich, und fie blühten und mehrten fic-fernab von ihrer damit verpesten läßt - giebt ein freiendes Zeugniß von der Ver. Urheimat. Er ist auch die mächtigste und bekannteste Urfache für navlässigung eines Gebietes, wo Wissenschaft und Praris gemeinsam die Ausrottung gewiffer Arten imerhalb der Historischen Zeiten. Eri zur öffentlichen Wohifahrt arbeiten müssen.... und noch ein Thier, das er gezähmt hat der Hund -- find die einzigen Einige Zweige der Naturwissenschaft find bei dem Plan, Gleich Weltbürger. Die Menschenart wird durch wenige, feharfmarkirte förmigkeit in Maß und Gewicht durd die ganze civilifirte Welt berBarietäten vertreten und es ist zwisden ihren Dertlichkeiten und als zustellen, tief betheiligt. Wie wünschenswertb wäre es für die Chegemeinen zoologischen Provinzen eine gewisse Wedselbeziehung nicht miter und Naturkundigen der verschiedenen Länder, wenn jene für zu verkennen. Doch das greift zu Fehr in das weite und fruchtbare ihre zarten Waagen, diese für die Flächendimenfionen einen gleichGebiet der Ethnologie über, üm, sagt der Redner, auch nur einer förmigen Ausdruck bätten! flüchtigen Abriß von den Fortschritten derselben zu wagen. Er ver. Der Redner ergebt sich nun in begeiftertem lob auf die englische weift auf Agaffiz? Abhandlung in Gliddon't und Nott 8: ,,Varietäten Regierung, die mit Wort und That der Wissenschaft bei allen ihren des Menschengeschlechtes".

Bestrebungen unter die Arme greift, in der Ueberzeugung, daß jede Für ein weit höheres Alter des Menschengeschlechtes, -ale ihm praktische Anwendung ihrer Entdeckungen mit einer erleuchteten StaatsGeschichte und Genealogie anweisen, bringt der Redner das Zeugniß wiffenschaft dasselbe Ziel im Auge bat: Wachsthum der öffentlichen Leonard Horner's. In zwei Dentfdriften an die k. Gesellschaft von Wohlfahrt. Die Dampfmaschine in ihren' mannigfaltigen Anwendunt" den Jahren 1855 und 1858 wird das Ergebniß von 95. senkrechten Boh gen, das Gaslicht, der Blißableiter, der elektrische Telegraph, das rungen durch die Anspülung des Nils aufgeführt. In den Bobrlöchern Gefeß der Stürme und die daraus abgeleiteten Regeln für den Seenahe beim Kolob Rameses? II. zu Memphis war zwischen der 8 Zoll diden fahrer, das Bermögen, chirurgische Operationen schmerzlos zu machen, obersten Schicht und dem untersten Boden der Grundfläche, worauf die Maßregeln zur Erhaltung der öffentlichen Gefundheit, Epidemieen die Bildfäule geftanben hatte, ein 9 Fuß dider Nil Niederschlag. An- vorzubeugen oder ihre Gewalt zu schwächen - sie gehören zu den genommen, die Grundfläche Tet in der Mitte der Regierung-jenes praktischen Resultaten der reinen wiffenschaftlichen Forschung, wodurch Rönige, also 1361 %. Chr. gelegt worden, so giebt diese Zahl, zw die Mensdheit gesegnet und Staaten bereichert worden. Freilich for1854 addirt, die Summe von 3215 Jahren, in welchen sich der vor: : dert die reine Wifenschaft ein gewisses Maß Glauben von Seiten erwähnte Niederschlag angebäuft hat, oder einen DurchlQnitts-Anwadhye des praktischen Staatsmannes. Wer Blad zusah, über die abstrakte von 34 3001 auf ein Jahrhundert. Die ganze Tiefe des burchbohrten Natur des Wärmestoffes experimentiren, konnte fchwerlich vorhersehen, Geschichtes unterhalb der Grundfläche betrug 32- Fuß, und nad Aba daß dessen Entbeđung der gebundenen Wärme der Erfindung Batt's, zug von 2 Fuß der untersten Fläche, die aus Sand, also vielleicht nicht die Dampfkraft zu einem pratilidhen Werkzeug zu verwenden, als aut. Nil - Niedersdólag beftand, blieben nod 30 fuß- unbezweifeltes Grundlage dienen werden. Bei Derfted?$ tunstvođen Vorrichtungen, Sediment. Hatte sich nun bieses nach dem Verhältniß son 34 Zou die Elettrizităt it Magnetismus zu verwandeln, ließ man es sich nicht auf ein Jahrhundert angebäuft, fo-ergiebt sich für die unterste Schicht träumen, daß durch diese Entdeđung Menfchen über ungeheure Abs bis zum Jahre 1854 ein Alter von 13,500 Jahrer. Es müflen also, ftände ihre Gedanken blikschnell austauschen werden. Einige ärztliche schließt Horner, damals hier Menschen, und zwar in einem gewiffen Zeitgenoffen John Hunter's bemitleideten ión, daß er, wie sie meina Grad des Kulturftaates gelebt haben; denn man hatte aus der unter. ten, feine Zeit damit verschwendete, das Wachethum eines Hirschften Schicht jenes Bohrloches von 39 Fuß unter der obersten Fläche geweibes zu beobachten. Und doch hat ihn die auf diesem Wege gewonSherben von Töpferwaaren heraufgebracht.

nene Einlicht in die rasche Regeneration der Arterien zu Versuchen Eine ähnliche Fernsicht in eine weit ältere, als die gewöhnlich ans an aneuristischen Personen veranlaßt und eine neue Heilmethode bei dieser genommene Zeit für die Geschichte des Menschengeschlechtes eröffnet Krankheit eingeführt, die Tausende seiner Mitmenschen son einem uns Professor Mar Müller in der Sprache. Die Wahrnehmung langsamen und schmerzhaften Tode rettete. Die Chloroformirung mit und Anwendung der Analogieen in der Bildung der modernen, wie ihren preiswürdigen Wirkungen zur Verminderung der mensóliden der antiten, der lebenden, wie der tobten Sprachen führen auf Eine Qualen bei Operationen ist das Ergebniß der finnreioften ErperiSprach- Mutter zurück. In allen Rindern ift dem Auge bes Forsers ' mente der neueren Chemie. Und doch war die wohlthätige Anwen

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dung dem Geiste des wissenschaftlich vertieften Chemiters ebenso wes heißt, aber mit ihm nur weitläufig verwandt sein fot.: - Ueber das nig gegenwärtig, wie die gaserleuchtete Stadt dem Geifte Priestley'e, gegenwärtige Leben und Treiben im Amurlanbe fagt der „Daurisde ober bie dampfverdichtende Maschine dem Geifte Blads. Aus dem Korrespondent“ unter Anderem: ,,Unsere Gegend bietet das Spauspiel ursprünglich lauteren, himmlischen Quel der Wissenfchaft führen einer Völkerwanderung dar. - Alles geht, fährt und fchwimmt nach Rameele dem praktischen Leben früher oder später die irbische Nah dem Amur. Es ist, als ob man die Fahne der Kreuzzüge wieder auf. rung zu.

gepflanzt hätte. Im Maimonat glich Bianfing (ein kleines Städtchen Rufland.

an der Schilfa) einem Hafen, aus welchem ein Landungsheer absegelt.

Prabme, Kähne und Barten bededten den Fluß, von welchen sechsunds Die Ruffen am Amur.

funfzig mit Artillerie beladen waren. Längs dem rechten Ufer ftat. Die Sjéwernaja Ptschelà enthielt vor furzem ein Schreiben ihres den Prahme mit Auswanderera; auf einen Raum von zwei Werft daurischen Korrespondenten, in welchem interessante Details über die hörte man nur das Summen mensdlicher Stimmen und das Gebrüll Besißnahme des Amurlandes durch die Ruffen und die gegenwärtigen der Viehherden. Alles 30g an den Amur. Die Fahrzeuge, welche die Zuftände desselben mitgetheilt wurden. Sie werfen ein bedeutendes Schilta hinunterschifften, nahmen kein Ende. Die üfer des Flusses, Licht auf die ersten Operationen Rußlands in jenen Gegenden, die ober- und unterhalb Bjankina, waren mit Volf, Proviantfäden und durch den neulichen Vertrag von Aibun ihren einstweiligen Abschluß anderem Gepäc versperrt. Ueberall wogte ein geschäftiges Leben, es erreicht haben, deren Anfänge aber bisher wenig bekannt waren, und mischten fich die verschiedensten Physiognomieen: Muffen, Kleinruffen, · wir lassen sie baber hier im Auszuge folgen.

Sibiriafen, Mongolen, und was die Sprachverwirrung betrifft, fo batte ,,Um die Mitte des fiebzehnten Jahrhunderts berichtete Jerofei man im Kleinen ein Bild des babylonischen Thurmbaus." Die HanPawlowitsd Chabarovo) an den Zaren: ,,Dies daurisde Land, Sire, dels-Aussichten, hinfidtlich deren man fich in Rußland fo überspanns wird für Dich ein zweites fibirisches Königreich sein.“ Die Prophe- ten Hoffnungen hingiebt, führt der Brieffteller indeß auf ein ziemzeiung dieses ungewöhnlichen Menschen båt fich nach zweihundertlich bescheidenes Maß zurüd. Er macht darauf aufmerksam, daß Jahren erfüllt. Die Nufsen befesten den Amur und hätten fich dort ganz Manbjurien faum eine halbe Million Einwohner zählt und daß behauptet, wäre der Stolnik Golowin, der den Traktat mit den Beam- bas land nichts weiter produzirt als Holz, welches die unermeßlicher ten des Reiches der Mitte abschloß, nicht von den Jesuiten bearbeis Waldungen allerdings im Ueberfluß liefern. Erft in der Folge, wenn tet und von einem mandjurisden Heere umringt worden. Im Jahre derbau und Viehzucht im größeren Maßstabe betrieben und die Bes 1689 zogen wir uns vom Amur zurüd und verließen die an seinen völkerung durch den Zuzug von Kolonisten vermehrt wird, könne von Ufern errichteten Befestigungen. Ungern fehrten die Russen heim, fiche regelmäßigen und lukrativen Handels-Verbindungen nach Amerika, saoft umsebend nach dem gelobten Lande, das sie aufgeben mußten. Pan u. T. w. die Rede sein. „Und doch soll der Amur unser werden!" wiederholten fie. Viele Versuche wurden seitdem gemacht, den Befis des Fluffes zu erlangen, aber es blieb bei balben Maßregeln oder Worten. Endlich erhielt

Mannigfaltiges. Dftfibirien einen unternehmenden, thätigen und entschlossenen Gene: Ebuard Munt's römische literatur-Geschiáte. Por ral-Gouverneur. - Kaiser Nifolaus wandte seine Aufmerksamkeit auf die Dr. Eduard Munf, dem Verfaffer einer auf vielen Gymnaffen und Wichtigkeit eines Stromed, der das südliche Sibirien mit dem öst- Realschulen, sowie beim Selbstunterrichte, außerordentlich beliebten lichen Weltmeer verbindet. Ein ruffisches Kriegsschiff fuhr in die „Geschichte der griechischen literatur") ist soeben der erste Band Mündung des Amur ein, wo die Giläfen, ein unabhängiger Voltsa einer nach ähnlichem Plane bearbeiteten „Geschichte der römischen ftamm, lebten, und am Ufer des Meeres errichtete man das befestigte Literatur“ erschienen.“) Der Verfasser, ein ebenso klaffiso geschulter, Winterlager Petrowskoje. Bald entstanden am Amur zwei ruffische als mit der neueren Bildung und literatur vertrauter und daher von Forts, Nikolajevsk und Mariinst. Die Engländer erklärten den Krieg; allem philologisden Pedantismus entfernter Gelehrter', befißt gerade man mußte die Rüften Ditfibiriend nad Möglichkeit in Vertheidigungs- diejenigen Vorzüge des Geschmades und der Schreibart, welde ein ftand feßen, und General Murawjev entsdloß fich, unseren Poften Buch, das uns mit den Eigenthümlichkeiten und Schönheiten der liteBerftärkungen zu Waffer auf dem Amur zuzuführen. Man ließ die rarischen Welt der Alten bekannt machen will, zu einer anziebenden Chinesen davon benachrichtigen, aber ihre Anwort abzuwarten fehlte Leftüre machen. Auch die gegenwärtige römische Literaturgeschichte ift, es an Zeit. Beim Schilfinsfji Sawod, an der Schilta, einem Neben- wie die griechische desselben Berfassers, kein bloßes Lehrbuch, sondern flufle des Amur, lag eine Flotille mit Truppen und Material, den ein an der Hand der alten Sdriftsteller selbst uns in bie Gebankere Mitgliedern ber fibirischen wissenschaftlichen Erpedition und einer welt derselben einführendes und mit ihr innig befreundendes Lefebuo. Kauffahrtei-Barfe; in der Mitte des Flufses ankerte der am Baikal Der bisher erschienene erste Band umfaßt die archaistische Literatur, gebaute Dampfer „Argun“ von sechzig Pferdekraft. Am 14. Mai 1854, von den ersten, bekannten Anfängen der römischen Volfspoesie und Abends, begab fich die Erpedition auf den Weg, unter Musikklang, Kunstliteratur bis zur Entwickelung der historischen Søreibart, der KanonensĐüssen und Hurrahgefchrei, der General-Gouverneur voran, Beredtfamkeit und der Wiffenschaften; der zweite Band wird die eigents ihm nach die ganze Flotille. Am 18. Mai erreichte man den Amur; lich klassische Literatur der Römer und ein dritter endlich ihre nados der General - Gouverneur schöpfte mit einem Glase Wasser aus den klaffische Literatur behandeln. ,, Ueberall ist besonders das berborgeFluthen desselben und wünschte Aden Glück zum Beginn der Fahrt hoben, was an den römischen Schriftstellern, bei ihrer Abhängigkeit auf dem Amur. Es waren hundertfünfundsechzig Jahre vergangen, von den Griechen, als echt Römisdes oder Italifdhes sich kundgiebt. seitdem die lebten russischen Fahrzeuge ihre Kriegsvorräthe und Hab. Bei der Mittheilung der Fragmente verlorener Söhriften in diesem Peligteiten von diesem Flufse wegführten; während der ganzen Zwischen ersten Theile sind vorzugsweise diejenigen berüdfichtigt, die Cicero zeit hatten nur Jäger insgebeim beffen Ufer besucht, ohne ficy jedoch anführt, und die Stellen des Horaz, die sich auf die Beurtheilung weiter als zu den Ruinen Albasins, unserer alten Stadt, zu wagen.: der älteren Dichter beziehen, werden wörtlich mitgetheilt. Unter die Dem General Murawjev war es beschieden, das wieder gut zu machen, überseßten Stellen ist der lateinische Tert gefeßt, damit der leser im was feine Vorgänger versäumt hatten. Die Fahrt der Erpedition ging Stande sei, eine Vergleichung der Uebertragung mit dem Driginal glüdlich von statten; die Uferbewohner floben beim Anblick der russie: anzustellen und der Schüler eine Kenntniß der archaistisden Sprache fchen Schiffe; der Befehlshaber von Sachalin-ula aber, der einzigen gewinne. 3n den Ueberseßungen ist der Grundfas, der alten befolgt, chinesischen Stadt am Amur, nahm die Russen freundlich auf und das fremde Original dem eigenen Geiste so nahe als möglio zu gab ihnen Führer.") Von der Mündung des Amur kehrte der Gente bringen.“ . Wir zweifeln nicht, daß auch das gegenwärtige, mit Fleis ral-Gouverneur zu Lande über Ajan und Fakutsi nad Zrfutóf zurüc, und liebe gesdriebene Wert sich einer gleich großen Verbreitung und während der Dampfer mit dem von Japan kommenden Admiral : einer ebenso günstigen Aufnahme, wie das über die griechische LiteraPutjatin den Amur wieder bis zur Schilta hinauffuhr,“

tur desselben Verfaffers, zu erfreuen haben werde. Heltere Søriften, Wir bemerken bei dieser Gelegenheit, daß der General-Gouverneur von Dr. Eduard Munk, wie namentlich die über das Metrum der von Diffibirien, Nikolai Nikolajewitíd Murawjev, der jeßt den Titel : Alten, haben die Auszeichnung gehabt, the Englische überseßt zu Graf Murawjev vom Amur führt, nicht mit dem aus dem leßten werden und sind in Nord-Amerika in allen höheren Lebranstalten orientalischen Kriege bekannten, ehemaligen Statthalter Kaufasiens zu eingeführt. verwechseln ist, der zwar gleichfalls Nikolai Nifolajewitso Murawjev..

*) Ueber den Zug des Rosafenhetmang Chabarov nadj beni Amur und *) 2 Bde. Berlin, Dümmler, 1849–1850. seine Kämpfe mit der Chinefen findet fid Näheres in Müller's. Sibirischer · Bildungs- Anstalten, von Dr. Eduard Munt. Criter Theil. Gesdichte der

**) ,, Geschichte der römischen Literatur". Für Gymnafien und höhere Geschichte **) Wozu auf einem Flufsc Führer (nPOBOAHUKU) nöthig gewesen, ist

archaistischen Literatur der Römer. Berlin, Ferd. Dümmler's Verlagebadia nicht recht erfichtlich, es müßten denn Lootsen gemeint sein, die mit den Win

handlung, 1858. dungen des Stromes bekannt waren.

D. R.

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Die Tugenden, deren der griechische Staat bes Alterthums entGriechenland.

behrte, waren damals auf der Erde noch unbefannt. Das wahrhaf

tige licht war noch nicht vom Himmel berabgefommen, um den Mens Literaturberichte aus Griechenland.

foenverstand zu erleuchten, die neue Lehre von der Liebe, das neue

Gebot, jener Friede, den und Gott in der Sündenvergebung gewährt, 1. Neuere Vaterlandsreden ber Grieden.

fie batten noch nicht die Gemüther der Menschen erwärmt. Wenn man die Stellung des gesammten griechischen Volfes, tros Darum hatte fich auch im Staate die Gewaltthätigkeit in ihrer der im Laufe der Jahrhunderte stattgefundenen Fittlichen und geistigen bäßlichsten Geftalt, nämlich in der Sklaverei, eingenistet, und diese Verkommniß und der noch immer über dasselbe zum Theil verbangenen Sklaverei zerfraß und zerstörte, wie ein frebsartiges Gesówür, den politischen Abhängigkeit, aus dem richtigen Gesichtspunkte betrachten Körper des Staated, und der Krieg erstreckte sich sogar bis weit über will, so muß man dod, immer davon ausgeben, daß dieses Volt die Entwaffnung der Feinde hinaus. Wehe den Besiegten! Als nun aber mag man es nun Romäer, Gräfen der Neuzeit, oder wie sonst nennen das beilsame Wort von der Religion ber Liebe in der bezaubernden wollen, — von den alten Griechen abstammt. Hierin darf man sich Sprache Griechenlands der Welt verkündigt worden war, fanden weder von Fallmerayer, noch von Fraas, noch von sonst wem, auch in ihr auch die göttlichen Rathschlüsse und Gebote Eingang bei den nicht durd irgend welchen in der Geschichte des Volfes und in seiner Merden. Gegenwart erkennbaren Umstand, fo wie namentlich durch die Zustände Auch nach diesem, da die Zeit erfüllet und die leßte Stunde gedesselben, zu denen es im Laufe der Jahrhunderte berabgekommen ist, kommen war und die Schaaren der Barbaren, die uns umgaben, mit irgendwie irre machen lassen. Auch liegt in dieser Erwägung und in der Gewalt des Sturmes über unsere entkräfteten Körper hereinbrachen, der ganz objektiv gehaltenen Anerkennung eines thatsächlichen Ver- auch da noch wirfte das Feuer, das unsere Nationalfreiheit durchbrang bältniffes nichts weniger als ein Kompliment (wenn anders Jemand und die Kaiserkrone von Byzanz schmüdte, zur Erleuchtung und zur so etwas darin finden könnte und wollte!); wohl aber liegt darin, in- geistigen Wiedergeburt Europa's. soweit die Griechen der Gegenwart selbst auf diese Abstammung ein Hat nun aber bas burc göttliche Fügung und durch die geGewicht legen, sie sich vielleicht etwas darauf einbilden und stolz darauf waltigften Opfer nadh anhaltenden und schweren Kämpfen wie ein sind, eine um so mächtigere Aufforderung an fie, fich ihrer Abstam- Phönir aus der Asche wiedergeborene griechische Volf allenthalben mung würbig zu machen, je weniger fie bereits in der Gegenwart fich seine Bestimmung erfüllt? 3ft in der Kette unserer National-Ueberfelbst auf solche Würdigkeit zu beziehen und zu berufen im Stande lieferungen auch bereits der leßte Ring hinzugefügt worden? Kann der sind. Alle ihre Bestrebungen können und müssen nur darauf gerich. Freiheitskampf der Griechen, dem durch seine Rühnheit, durch seine natet sein, ihre Zustände zu verbessern, aus ihrer Verfommenheit fich tionale und religiöfe Parole (Vaterland und Glaube!) und durch seine aufzuraffen und — jener Würdigkeit mit allen Kräften nachzueifern, Großthaten das Glück zu Theil warb, die Aufmerksamkeit und die und nur diese Bestrebungen selbst find es, nach denen man das gries Theilnahme der gebildeten Welt auf fich zu ziehen, als eine einzeln chische Vorf der Gegenwart in seinem Verhältnisse zu den alten stehende Begebenheit, als eine abgeschlossene Thatfache angesehen werGriechen betrachten und beurtheilen muß.

den, gleich den Nationalitäten innerhalb offiziell abgestedter Gränzen? In dieser Hinsicht fann inan niðts Bessered thun, als den Griechen oder ist er nur wie ein heller Morgen, der danach den glänzendsten der Gegenwart einen Spiegel vorhalten, worin sie erkennen, was das Tag weifsagt? 3st er der Triumph des Rechtes und der christlichen griechisce Volt der Vergangenheit in den verschiedenen Epochen der Bildung in der Welt des Orients? Wäre das: wann endlich wird Geschichte gethan habe, und welche Stellung ihm in der Geschichte die menschenfreundliche, driftliche, europäisdhe Idee des griechischen der Mensdheit gebühre, namentlich und vor allen Dingen, daß das Rämpfes, die von den nämlichen Mägten, welche sie erft bekämpft griechisde Volt es gewesen ist, das einst die europäische Kultur und hatten, nachmals gutgebeißen und ausdrüdlich anerkannt worden war, Civilisation vor dem asiatischen Despotismus und der asiatischen mit der Kraft der Gefeße umgeben? Wann wird das Recht auch in Theofratie geschüßt und gerettet hat.

ben Ländern bes Drients Gefeß, Sitte und That werden? Einen solchen Spiegel bielt ihm vor kurzem in Athen felbst, an Europa richtete noch vor kurzem feine Blicke nach dem Oriente, der dortigen Universität, der Profeffor der Staatsökonomie, G. Sout und während es mit der Tiefe seines Verstandes und seiner Erfahrung fos, bei einer feierlichen Gelegenheit vor, als er am 20. Mai 1858, die kommenden Geschicke erkennt, ist es vol Unruhe und Ungewißheit, dem Jahrestage der Thronbesteigung des Königs Otto, bie Festrede zandert es und geht zurück. Welches sind seine geheimen Gedanken hielt, in welcher er über mehrere wichtige Bestimmungen der Staats und Erwägungen? Was beschließt es? Was will es? Verfassung des alten Athen in interefjanter und geistreicher Weise Vielleicht liegt die Lösung biefer Ungewißheit in jenem leßten fich verbreitete. Er sagt dabei zum Sölufle seiner Rede über die Worte Arerander's des Großen, als feine Getreuen ihn fragten, wem Stellung des griechischen Volkes in der Geschichte der Menschheit er das Reich überlassen wolle, und er antwortete: „Dem Beften". Folgendes:

So wollen wir denn mit Achtung und Ehrfurcht diesen leßten Willen ,,Das griechische Volt hat für alle Zeiten die Trennung in des großen Alexander begrüßen und im Besiße eines freien und unabKasten, diese unnatürliche und schwer zu beseitigende Grundlage der Hängigen Königreichs bahin streben, uns als ,, die Besten" in der Welt Ungleichheit der Menschen, von Europa ferngehalten.

des Drients zu erweisen, ebenso burch die Einheit unserer Nationalität, Aus ihm erblühten die Wissenschaften, eine gesunde Philofophie, ale burd wahre Bildung, durch Gefeßlichkeit und durch die Bee die Dichtfunft, die Gesdidhte, die wahre Beredtsamkeit und die schön förderung unserer materiellen Intereffen! Und wie wir im Stande nen Künfte, welche die Seele auf die ewige Schönheit und auf die find, durch friedliche Kämpfe und mit den Waffen des Friedens, deren unwandelbare Harmonie der göttlichen Weltregierung hinlenken. Gefeßlichkeit die gesammte gebildete Welt segnen wird, unserem schönen

3m griechischen Staate fanden die heilsamen Grundfäße der Vaterlande zu der hohen Stellung zu verhelfen, die ihm Gott anfreien Erörterunng und der Deffentlichkeit der Staatsangelegenheiten so gewiesen hat, so wollen wir das königliche und inhaltreiche Gebot des wie der Verantwortlichkeit der Regierenden ihre ausdrüdliche Anerken- Macedoniers muthig auf uns nehmen und, wenn wir dann die Besten nung. Die Griechen waren die Erften, welche ein vollfommenes Mufter geworden, von neuem den allgemeinen Interessen der Menschheit dies voltethümlicher Regierungen fanden und aufstellten. Ihnen zuerst ver nen und wollen die nicht immer mit Erfolg gefrönten Bestrebungen danft man weise Geseße, die naturgemäßen Grundlagen einer gefeß- Europa's, feine Civilisation dem Oriente mitzutheilen, zu unterstüßen lichen und wohlgeordneten Verfassung des Staatet. Sie gaben zu uns bemühen", erft das Beispiel einer echten und in Thaten mächtigen Vaterlandse Wir erwähnen demnächst einer in ausgezeichnetem Grieduifdh liebe, einer religiösen Aufopferung für das Vaterland.

geschriebenen Rebe über Alexander den Großen, von dem Pro

feffor Rouft. Asopios in Athen.) Er hatte biefelbe bei der Ueber- 'Ahegavdgov xui twv Muxedovwy spainywr”, welches in Athett 1856 nahme des Rettorates an der Universität Athen im September erschien, Alerander den Großen mit dem Chriftenthume in eine solde des Jahres 1856 gehalten. Der Redner geht davon aus, daß, unmittelbare Verbindung gebracht, daß er bei der feierligen Hohjeit wenn diejenigen, welche gegenwärtig die Geschide Europa's leio desselben in Susa auch den Evangelisten Johannes mit auftreten läßt, ten und bestimmen, in edlem Eifer bemüht sind, die Kultur und Civi- der dem Alerander die Geheimnisse des neuen Reiches offenbart und lisation Europa's nach dem Oriente zurüđzuführen, von wo sie einst ihn selbst als einen in diese Geheimnisse Eingeweihten, als einen nach dem alten Hellas gekommen, sie nichts Anderes unternehmen, als Christgewordenen darstellt. Nach dem, was asopios in seiner Rede was in alten Zeiten der griechische Alerander gethan, der die Schäße über den inneren Zusammenhang zwischen der weltbewegenden Ers der griechischen Bildung nac Afien und Afrika verpflanzte. Denn deinung Alerander's des Großen und dem Chriftenthume fagt, ist der Hellenismus der alten Welt war für die damalige Zeit das, was jene Fiction in dem Gedichte des Terßetis erflärt und gerechtfertigt, jeßt die europäische Kultur und Civilisation ift, welche sich aus den und fie dient um fo mehr dazu, jenen geistigen Zusammenhang ta bisherigen Kulturzuständen und Civilisationen in einem weiterer und einem um fo flareren lichte erscheinen zu laffen, ie erhabener der breiteren Umfange und mit der Bestimmung entwickelt hat, die Cis Standpunkt ist, von welchem aus Terbetis und Asopios die großer vilisation der Welt zu werden. Sodann kommt der Redner auf die Begebenheiten der Weltgeschichte betrachten. Aug Dropsen sagt ir: verschiedenen Urtheile alter und neuer Schriftsteller über Alerander gendwo: ,,In der That, es war eine Weltsprache, in der die Apofte! den Großen zu sprechen, die so entgegengesegter Art find und so weit predigten.auseinandergeben, daß fie geradezu die Vermuthung veranlassen könn ,,Wir müssen", sagt Alopios gegen das Ende feiner Rebe, ,, wir ten, es handele fich dabei um zwei Personen, oder es feien in dem müssen das Wert vollenden, das wir begonnen haben, wir müssen dor: nämlichen Individuum die Tugenden und die Lafter so überwiegend wärts, wir können nicht anders, auch wenn wir nicht wollten. Bor. gewesen, daß diejenigen, welche die ersteren vergöttern, und die, welche wärts gezogen und rücwärts gestoßen, von der Civilisation getrieben die zweiten verdammen, den unerfahrenen Renner der Geschichte darüber und aufgestachelt, müssen wir weiter schreiten, damit wir nicht ges in Ungewißheit und in Zweifel lassen, ob ein bestimmtes Urtheil über treten werden. Bei der Ausdehnung, welche die europäische Kultur ihn bereits entschieden habe, oder ob noch ein foldes ftreitig sei. Die bereits gewonnen hat, ist es auch unsere, des Oricchenvolfes, heiligste Bewunderer Alerander's nennen ihn einen großen Mann, einen Wobl. Pflicht, den Ring in der großen Kette der Kultur zu soließen, indem thäter der Menschen und ein Wesen fast göttlicher Art, seine Auflä wir nach allen Seiten hin das Gute uns aneignen und, so weit mögger dagegen heißen ihn einen Räuber, einen Bezwinger und Verder- lich, das Sólechte fernhalten, immer aber dabei unseren Nationalber der Völker. Mit Hülfe der durch die neuesten Forschungen und Charakter uns bewahren. Es ist unrecht, wenn Griechenland in dem Untersuchungen erleuchteten Kritik prüft der Redner diese verschiede. Streben nad der Civilisation und Kultur, deren erste Heimat es einst nen Urtheile, weist ihnen ihre richtige Stellung an und führt sie auf war, hinter' anderen zurüdbleibt. Ein Jeder von uns muß sein Scherfihr rechtes Maß zurüd. Als einer der heftigften und leidenschaftlichsten sein, sei es groß oder klein, zu den Gebäude der griedisden WiederGegner Alerender's wird unter den älteren Schriftstellern der Philos geburt beitragen, und weder die gegenwärtige, noch die zukünftige Toph Seneka mit seinen Urtheilen zurüdgewiesen, unter den neueren Geschichte wird es versäumen, den Namen und die einzelne That in dagegen der Geschichtsschreiber Niebuhr. Zur Erflärung des heftigen, ihren Büchern zu verzeichnen. Wohl weiß ich, daß viele und verídieleidenschaftlichsten Tabeld des Leşteren wird die Vermuthung ausge- denartige Schwierigkeiten uns umgeben und unsere Schritte bemmer sprochen, als habe Niebuhr, der ein guter Deutscher war, Alerander aber es liegt in der Natur der Schwierigkeiten, daß der Menso Tie genannt, aber den Feind seines Vaterlandes, Napoleon, gemeint, und durch Kampf besiege, und ohne Kampf vermögen wir Güter weder zu er habe dadurch um so ficherer auf diesen und die Deutschland dros erwerben, noch zu erhalten. Auch find Schwierigkeiten noch keine Unhenden Gefahren aufmerksam machen wollen.°) Besonders günstig möglichkeiten, die Niemand verlangt, und wenn es gilt, das gesuntene äußert sich der Grieche Afopios über Drogfen und über desen Beurtheis Vaterland burd Bildung zu erheben und es fähig zu machen, daß es lungen Alexander's, die zu den Urtheilen Niebuhr's ben geraden Ge- gleich anderen ruhmgekrönten Nationen Geltung erlange und Siß und gensaß bilden. Bei dieser Gelegenheit rühmt Ersterer im Allgemei- Stimme habe im Rathe der Völfer, so mag das Unternehmen ein nen das Wert Droysen's: ,,Geschichte des Hellenismus" (2 Bde., großes und schwieriges sein, aber es ist fein unmöglices." Hamburg, 1836-1843) und spricht den Wunsch aus, daß es Jemand in Griechenland unternehmen möchte, daffelbe in's Griechische zu über:

Belgien. reßen. Den gleichen Wunsch hat er in Ansehung des Werkes des Franzosen Theodor Jouffroy: „Mélanges pbilosophiques", nament

Das geistige Eigenthumsrecht und der Kongreß zu Brüssel. lich des Abschnittes: „Du rôle de la Grèce dans le developpement

(Fortseßung.) de l'humanité."

Das Comité hatte vielleicht geglaubt, die Hauptfrage ungehen zu Asopios felbft ftellt Alerander den Großen bar als Griechen, als müssen, oder gemeint, fie fei gelöst und fast allgemein angenommen; einen großen und starken Charakter, vou Adel des Herzens, mit kräf- die Thatsache bewies das Gegentheil und zeigte, daß es unumgänglich tigem Geifte und von Klarheit des Verstandes, fowie von festem Widen, nothwendig sei, wenn man zu einem greifbaren Ergebniß kommen von politischem Scharfsinn und kluger Voraussicht in die Zukunft, wolle, das Prinzip zuerst festzustetten. Es entstand eine babylonis von wissenschaftlicher Bildung und von seltenem Geistedreichthum, der fche Verwirrung, denn es gab allerdings eine bedeutende Partei, welche von der Weisheit der göttlichen Vorsehung zur rechten Zeit auf die ein geistiges Eigenthumsrecht leugnete. Berardi, der Redacteur der Bühne der Welt berufen worden sei, als ein Apostel der hellenisden Indépendance Belge, rügte freimüthig in der zweiten Sißung diese Bildung, der diese Bildung babe zu den Barbaren bringen sollen, um Unordnung, die aus dem offenen Widerspruch zweier Prinzipien ent. zugleich auf diese Weise die Entwickelung und Verbreitung des Chriften- ftebe, und wies darauf hin, daß man erst dann mit Erfolg über diese thumes im Driente vorzubereiten. Dies bewirkte er durch seine polis Dinge handeln und beschließen könne, wenn die Grundfrage gelöst sei, tischen Maßregeln, durch die Verpflanzung des bellenischen Geiftes und ob ein wirkliches geistiges Eigenthumsrecht sich aus der 3dee des der hellenisden Rultur nach Asien und Afrika, namentlich auch durch Rechtes überhaupt ableiten lasse, oder ob dasselbe vielmehr nur eine die Verbreitung der griechischen Sprache in jene länder. Wenn Rongeffion an zeitweise Zustände und Berhältnisse sei? Soviel wir Alerander in dieser Hinsicht dazu beitrug, daß in Folge dieser Ver- errathen können, nahm die für ein wirkliches Eigenthumsrecht, gebreitung der griechischen Sprache die in dieser Sprache verfaßten wonnene und fich begeisternde Mehrheit dasselbe als feststehende ThatBücher des neuen Testaments die chriftliche Lebre um fo weiter vers fache an und versuchte vorwärts zu kommen, ohne der Meinung und breiteten, so kann, so muß man ihn nicht bloß als ein einflußreiches Ansicht der Minderheit Rechnung tragen zu wollen. Da diese inde Werfzeug in der Hand der Vorsebung, sondern man muß ihn geradezu nicht überstimmt und durch Beschluß beseitigt war, so hatte sie Geals einen Vorläufer des Chriftenthumes, als einen Vorgänger der legenheit genug, die weiteren Verhandlungen zu unterbrechen und zu Evangelisten, als einen Mitdiener am Worte Gottes und Gehülfen verwirren. In dieser zweiten Sißung follte über die Dauer des der Apostel ansehen und betrachten. Das thut auch Asopios, und Eigenthumsrechtes verhandelt werden, ob dasselbe dreißig, oder funfzig, ebenso wenig unterläßt er ed, zu bemerken, wie selbft die prophetischen oder auch mehr Jahre, oder für immer dauernd, ob diefe von der Bücher des alten Teftaments, namentlich des Jesaias, auf die Thaten Veröffentlichung eines Wertes oder von dem Tode des Berfaffers an Alerander's des Großen und auf deren weltbewegende Folgen, die dem gerechnet werden sollten u. f. W. Natürlich hatten die Gegner des Worte Gottes die Bahn ebenen, hinweisen. Daher hat auch, was Eigenthumsrechtes leichtes Spiel, die Sache durch Einsprachen zu vera wir hier nebenbei erwähnen wollen, der in Deutsøland bekannte und wirren. An Rednern fehlte es nicht, schier zwei Drittel ber Rons als begabter Dichter fowie als geiftreicher Gelehrter geachtete Grieche, greß - Mitglieder, deren Hunderte waren, hatten fich zum Reden einG. Terßetis in Athen, in einem Gedichte: „Oi rúuoi tol Meychou schreiben lassen, und die Sißung währte ungewöhnlich lange. Natürlio,

leeres Stroh war da genug zu dresden. Wenn es wirtlid eis » Περί Αλεξάνδρου του Μεγάλου". Εν Αθήναις, 1857.

geistiges Eigenthumsrecht giebt, so versteht es sic pot felbft, daß Ginc nicht geringe Bestätigung dieser Vermuthung findet fich in der Vorrede von Frieerid Jacobs zur zweiten Ausgabe von „Demofthenes" Staates dasselbe entweder allein an die Person des Autors oder auch an seine

funfzig, hundert Jahren u. T. w. eine reine Willkürlichkeit ist, die man etwas, sondern das materielle Buch, so und so viel Roth oder burd nichts Prinzipielles begründen kann. Der Präsident Faider be Pfund bedrudtes Papier u. f. w. Schidler's und Goethe's Werke ging den Fehler, die Entscheidung, ob es ein geistiges Eigenthumsrecht rangiren hier vollständig mit Schuben, Stiefeln, Seife, Po. gäbe oder nicht, von der Beschlußfaffung abhängig zu machen, je nach. made u. f. w.; der Budbändler handelt nicht mit Geist, sondern mit dem man für die immerwährende oder zeitlich beschränkte Dauer deß bedrudtem Papiere. Was den Preis uud Markt desselben macht, ist Redtes fich entschied. Sehr darakteristisch für den philosophischen völlig gleichgültig. Homer's, Dante's Geift mag unschäßbar fein; Geift

, der in der Versammlung herrschte, und ein neuer Beweis dafür aber Thatsache ist, daß ich unter Umständen ihre fämmtlichen Werte für daß solche Kongreffe nicht der Ort find, wo tiefe Probleme gelöst und fünf Silbergroschen und noch weniger erkaufen fann. Das Publis. Grundlagen zu feften Gefeßgebungen gelegt werden!

kum andererseits tauft nicht bedrudtes Papier blos, sondern (der ReEine bedeutende Zahl, darunter, wie es scheint, besonders die gel nach) den Geift des Werkes; diesen bezahlt es nicht dem BuchStaliäner, ftritten für die Unverlöfdlichkeit des Rechtes; die Gegner Händler, sondern dem Autor, und es bezahlt ihn auch nicht mit Geld, behaupteten, diese sei praktisch vuausführbar. Mit Recht! Bei der fondern mit der entsprechenden Münze, mit Bewunderung, Liebe, AnWahl des Präsidenten für diese Sißung fam es bereits zu Mißhelliga erkennung, Ruhm, unter Umständen auch mit dem Gegentheil

. feiten, indem Faider den französischen Staats-Defonomen Wolowski Die Gegner der immerwährenden Dauer des Rechtes haben anzu dieser Würde vorschlug und eine einstimmige Annahme des Handic geführt, daß auch das Publikum Rechte an den Autor babe, nicht daten eifrig befürwortete. Da indeffen Wolowski als eifriger Gegnerblos er auf das Publikum; daß endlich feine Werte Gemeinbesis der immerwährenden Dauer berufen war, so wurde seine Wahl nicht desselben werden müßten u. f. w. Auch eine glänzende, aber hoble ohne bedeutenden Widerspruch durchgefeßt. Seinem Versprechen der Redensart; als ob das Publikum nicht immer im Gemeinbesit des Unparteilichkeit, das er bei dem Betreten des Präsidentenstuhles gab, Autors wäre, oder, wenn man wil, auch das Gegentheil davon, im foll er nicht ganz nachgekommen sein; er nahm an der Diskussion pro fteten Nichtbefiße. 3 2. B., um als ein Theil des Publikums zu und contra mit Lebhaftigkeit Theil. Defto unparteiischer soul fich reden, entsinne mich nicht, daß ich je einen berühmten oder unberühmHachette, der befannte Pariser Verleger, als Bicepräsident benommen ten Autor umsonft bekommen hätte; immer (abgesehen von Bibliobaben. Er ift Anhänger des immerwährenden Rechtes.

theten) habe ich das Buch kaufen und die Erlaubniß zum Eintritt in Troß einer glänzenden Rede des Moralphilosophen Jules Sis ein Konzert oder eine Kunstausstellung bezahlen müffen. Bei Bemon wurde in der Fortseßung die Unverlösdlichkeit des Rechtes mit außung eines Werkes ist es ganz gleichgültig, ob es die rechtmäßige 58 Stimmen gegen 38 abgelehnt; Berichterstatter war Victor Foucher, Ausgabe oder ein Nachdruck sei. Praktisd würde nur entscheiden, ein entschiedener Gegner derselben. In der General-Versammlung welches die beffere und wohlfeilere Ausgabe sei. Man kann also das kam es noch einmal zu Verhandlungen darüber, da die überstimmte Publikum und die Großmuth gegen dafselbe getroft aus dem Spiele Partei fich nicht zufrieden geben wollte. So z. B. brachte der Advou lassen; es handelt sich um ganz andere Dinge, und zwar um eine fat Breulier einen Antrag ein, wo er die Immerwährendheit prats Sache, die dem geistigen wahren Eigenthumsrechte schnurstrado enttisch fallen lassen, dagegen das Prinzip anerkannt wiffen wollte. Als gegengefeßt ift. derselbe abgelehnt war, tauchten noch eine Anzahl ebenso unglüdlicher Es eriftirt allerdings ein geistiges Eigenthumsrecht, dieses aber Amendements von Blanc, Garnier, Pascal Duprat und dem Staats nur in dem Geifte und der Person des Autors, und ist vollkommen Defonomen de Molinari auf. Als Beschluß wurde angenommen, daß geiftiger Natur, unveräußerlich und unzerftörbar; dieses fauft kein literarisd-artiftisdes Eigenthumsrecht nach dem Tode des Autors auf Budbändler und sonstiger Verleger weg; es ift das Recht des bes die Erben übergehen und noch funfzig Jahre dauern folle. Das ist treffenden geistigen Schöpfers auf Anerkennung, Bewunderung, Kuhm. die Gränze, die auch das spanische und ruffische Gefeß macht, während Es kann kein Anderer kommen und sagen z. B., Leffing's Werke ges der Kongreß anfangs nur dreißig Jahre vorgeschlagen.

hören ießt mir; ich bin in seine Stelle getreten und bitte euch, das, So weit unser Gewährsmann. Sollen wir den allgemeinen Ein- 'was ihr bisher gegen Lessing gefühlt habt, auf mich zu übertragen. brud wiedergeben, den dieser Kongreß nach der freilich gewiß nicht Was der Autor verkauft, ist nicht sein Geist, sondern nur eine Bererschöpfenden Schilderung machen muß, so ist es vor allem der der förperung, Beräußerlichung desselben, in einem materiellen Vehifel, Verwirrung, wie überhaupt die ganze Sache diesen Charakter an sich Kunstwerke, Bude u. f. w., und von diesem Vehifel gilt ganz baffelbe, trägt. Praktische Uebelstände, Billigkeitsfragen und Rechtsbegriffe was von jeder anderen Waare gilt; auch bestimmt fich sein Geldwerth find in einen wüsten Knäuel gewirrt, und nun zerrt der Eine hierbin, ganz nach denselben Grundfäßen, nach Zeitaufwand, Zuthat, Her: ber Andere dorthin. Man sieht, daß die Frage erst in den erften ftellungskosten und andererseits nach Zeitumständen und äußeren KonStadien der Entwickelung steht und nur tumultuarisch und ohne lei- junkturen. Wie man nun das Recht auf Ausnußung dieses Vehifels tende Grundfäße angegriffen wirb.

ein ,,geiftiges Eigenthumsrecht“ nennen könne, will uns nicht recht 3ft es nicht eine Gedankenlosigkeit fonder gleichen, daß die An- einleuchten; wir dächten doch, es wäre nur ein sehr materielles Benahme, als wären die Interessen des Produzenten, d. 6. des Schrift- nußungsrecht.

(Soluß folgt.) stellers und Künstlers, und die des Verlegers und Kunsthändlers identifd, ganz unschuldig und ohne Weiteres acceptirt wird? Ift

England. denn wirklich der Buch- und Kunsthändler so unbedingt der Mandatar und Sachwalter des Autors, daß Leßterer fich vertrauensvoll uns

Das Drama im heutigen England. ter seine Flügel begeben kann? Vermischen sich ihre beiderseitigen Es wird vielleicht manchen unserer Leser nicht uninteressant sein, Interessen wirklich in dem gemeinsamen Rechte des geistigen Eigen- etwas über die Art und Weise zu erfahren, wie die heutigen Engthums? Wir däộten doch, Beide hätten sehr verschiedene Interessen, und länder in ihrer Art Aesthetit treiben, und namentlich, mit welchen ihr beiderseitiges Verhältniß wäre nicht immer das einer rosenfarbenen Augen fie Shatspeare und die Zukunft ihrer Bühne betrachten. Gemüthligkeit. Was Buch- und Kunsthändler für ein Interesse ha- Ein Artikel aus der North British Review, der in England felbft ben, ein geistiges Eigenthumsrecht zu wünschen und festgestellt zu durch seine tühnen Paradoren Aufsehen und zum Theil auch Widerfeben, liegt auf der flachen Hand. Kapital. und Industrieschut; ganz sprud erregt hat, soll uns als Ausgangspuntt dienen. baffelbe, was man früher Privilegium nannte. Das Wort , geistiges Der Verfasser fängt damit an, die Dramen in brei Klaffen zu Eigenthumsrecht" ist nichts als eine Etifette im Gefdmade unserer theilen: 1) in das einfache rhythmische, oder epifdhe Drama (wir würZeit und heißt auf deutsch „Privilegium eines Verlegers u. f. w. auf den es das ,, klassische“ nennen); 2) in das harmonische oder Shaleinen nußbaren Autor“. Wäre der legtere wirklich im freien Besige spearische Drama, und endlich 3) in das gemischte, welches an den seines geistigen Eigenthums, so bedürfte es eines so vorsorglichen Ge- Eigenschaften der beiden ersten Klassen theilnimmt. Zu der ersten feßes nicht, welches der Dauer desselben Fristen feßt. Ein Sohrifte Art rechnet er die Griechen, zur zweiten Shatspeare allein, zur dritten fteller z. B., der entweder seine Werte felbft herausgiebt oder seinem die besten englischen neueren Dramatifer, einschließlich z. B. Jonson Verleger immer nur Eine Auflage verfaufen würde, bleibt von und Maffinger. Dann geht er zu der Bemerkung über, daß, da das felbft im immerwährenden Besiße seines Rechtes und könnte das- griechische Drama zur Darstellung auf einer anderen Bühne nicht gefelbe testamentarisch an Kinder oder jeden beliebigen anderen eignet, da ein zweiter Shatspeare unmöglich geworden und die mitt. Erben vermachen. Hier wäre wirklicher Besit vorhanden, der lere Shule von Dramatitern durch und durd fehlerhaft sei, wir mit auf keine Weise ftreitig gmacht werden könnte. Andererseits fann Recht annehmen können, das vorftellende Drama sei tobt, und es fei aber berselbe Søriftsteller sein Wert und fein Eigenthumsrecht gut, wenn dem nicht anders wäre. dem Verleger für eine runde Summe dergeftalt abtreten, daß er al Wir glauben", fährt er fort, ,, daß der Tag des vorstellenden len weiteren Ansprüchen entfagt; natürlich ist dann der Verleger der aufgeführten) Drama's in Großbritannien für immer vorüber ist, Befißer, und fein Recht auf Herausgabe des Buches, so oft und wann und sind überzeugt, daß weder die Gesellschaft noch die dramatische er wil, tann feinem Bedenten unterliegen. Hier ist aber nicht mehr Literatur eigentlich daran Sdulb find. Die ungeheure Mehrheit von einem geistigen Eigenthumsrechte die Rede, das ja mit dem einer großen britisden Zuschauerschaft muß (ganz wie bei uns!) imRüdtritte des wirklichen geiftigen Eigenthümert erlischt, sondern mer mehr duro ftarte, ale burd fanfte Mittel zur Theilnahme angevon dem Benußungsrechte einer Sache. . Rigt das Geiftige gilt regt werden. Bon allen neueren Dramatikern war Shatspeare allein

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