Billeder på siden
PDF
ePub

zu geben, als verfumäbe er die Erauben, die ihm zu hoch hingen; Was ben albanesischen Sprachd as anlangt, der natürlich hierbei weil fie fauer seien.

ebenfalls besondere Berüdsichtigung verdient, To hatte Leibniz, der Was das Privatleben Cromwells betrifft, so stimmen wir dem zuerst in Deutschland die philologische Zergliederung albanesiscer Berfasser bei, daß seine Mäßigkeit, Einfachbeit, feine Liebe zu beri Spracherempel in Hinficht auf Berwandtschaft und Abstammung verSeinigen rühmenswerthe Tugenden waren: body brauchen sie nicht ge- fuchte, übrigens zu der Ansicht gelangte, daß die Albanesen teltischen rade nothwendige Folgen seiner puritanischen Grundfäße gewesen zu Ursprånges feien und ihre Sprache mit dem Germanischen und Galfein, wenn er sie auch mit falbungsvollen Worten zur Schau trägt. lischen zusammenhänge, nicht mehr als hundert albanesische . Bokabeln Die gärtlichen Briefe an die Seinigen, die der Verfaffer anführt, zu feiner Verfügung; durch das Hahnsde Wert aber ist dieser Sprachia würden einen günstigeren Eindruc machen, wenn sie in der natürlichen das bis auf etwa fechstausend Wörter angewachsen. Wenn 1. Hayn Sprache des Herzens, night, in dem affeftirten puritanischen Stile ge- die Albanesen geradezu für Pelasger hält und er fich offen für das frieben wären, wie denn auch seine öffentlichen Reben nur dann erst Peladgerthum der Albanesen erklärte, fo gelangte er zu diesem Ere $ou wahrer Beredtfamfeit zeugen und ihre volle Wirkung üben, wo gebnisse seiner Forschungen durch dasjenige, was theils die albanesischen der Redner feinen puritanisden Jargon vergißt und in klarer, ein- Sitten, sowie gewisse Erscheinungen unter den Albanesen im Könige facher Sprache Feine Gedanken aufeinanderseßt. .

reich Griechenland :(deren: etwa 100,000 bis 200,000 angenommen Den Tod Cromwell's (bildert der Verfaffer auf das erbaulichfte. werden.), im Verhältniß zu den Griechen bér Gegenwart, theils manche Ein Umstand jedoch scheint ihm vielen Kummer zu machen. Auf feia Momente im Leben und in der Sprache beider Volbftämme in Bernem Sterbebette soll, wie Einige berichten, Cromwelt den Doktor gangenheit und Gegenwart an die Hand geben. Auch aus geographis Goodwin einmal gefragt haben, ob ein Mensch aus dem Stande ber sehen und mythologischen Parallelen ergiebt sich. Mandes für jene Gnade fallen könne, und als der Doktor es verneint, foll der ProMeinung. Den þauptbeweis dafür findet jedoc *. Hahn in den, teftor gesagt haben: „Dann bin ich gerettet; denn ich habe die Gea zwischen der albanesischen Sprache und der ältesten griechischen Götterwifheit, einmal im Stande der Gnade gewesen zu fein." - Derlehre von ihm aufgefundenen Beziehungen, und icon Andere find Verfasser fugt aus inneren Gründen die Unwahrscheinlichkeit biefer gu gleichen Resultaten gekommen. So erinnern wir uns einer vor Nachricht zu beweisen, die, wenn sie wahr wäre, allerdings ein slim- mebreren Jahren in Athen veröffentlichten Abhandlung des Dozenten mes Zeichen für den aufrichtigen Glauben Eromwell's wäre. Sollte der hellenischen und lateinischen Literatur an der dortigen Universität, es indes wirklich so unwahrscheinlich sein, daß bei dem Naben bes Panagiotis Kupitoris, von der vorzugsweise albanesischen Insel Hydra, Todes fein rein mensdliges Gefühl die Oberhand gewann über die in welcher er die Verwandtschaft der albanesischen Sprache mit der theologischen Subtilitäten, womit er bisher sein Gewissen befchwichtigt altgriechischen nachzuweisen und darzuthun suđjte, daß der albanesische hatte? Mußte Cromwell nicht manche That feines Lebens auf dem Volfsstanim hellenisch, nämlich pelasgisch oder aeolisch sei, indem die Sterbebette anders erscheinen, als damals, wo er fie für den Glauber, albanefische Sprache viele Beziehungen zur aeolischen habe oder vielden er befannte, zu verrichten wähute? Gerade diese unwillkürliche mehr die Wurzeln ber legteren in der albanesischen Sprache fich vorHeußerung ist ein Zeichen, baß fein besseres moralisches Gefühl, die fänden. Falmerayer geht jedoch auf dies Alles nicht weiter ein, und wahre Religion des Menschen, noch nicht gänzlich erftict war, und ebenso wenig darauf, daß 6. Hahn in seinen „Albanesischen Studient" wenn die fürchtbare Mahnung feines Gewissens durch die Versicherung Pelasgisches nicht von Hellenischem trennt, er vielmehr geradezu - fagt, des Doktor Goodwin so leicht fich beschwichtigen ließ, so ist es eben daß für ihn überhaupt Pelasgisches und Hellenisches fo innig vera ein Beweis menschlicher Schwäche, die sich an jede trostreiche Ver- schmolzen fei, daß das Eine nur auf Kosten des Anderen getrennt ficherung wie der Ertrintende an einen Strohhalm bält, eine Schwäche, werden kann"; aber gleichwohl bemerkt der Erstere in seiner vorliegenworauf die hierarchische Macht in jeder Konfeffion beruht. Darum ben Abhandlung (S. 29), daß es sonderbar bleibe, wenn Achilles, können wir dem Verfasser wohl Recht geben, wenn er in Cromwell den den die Griechen wxónovs, d. 1. fchriedfüßig, nannten, nad Plutarch ausgezeichnetften Staatsmann, den tapferften Feldherrn, den treuften in der Sprache des alten Epirus Anéte hieß, dagegen röntétɛ, geFreund seines Baterlandes, wohl auch den bibelfeftesten Christen und ghisch ÖTTEITE :({prid: tropeïte und schpeite), im Albanesischen noch eifrigften Puritaner fieht; ob er aber auch ein wahrhaft frommer heutzutage fúnelt bedeutet. Nach dem, was Fallmerayer bemerkt, Mann gewesen, das zu beurtheilen, überlassen wir Gott, der Herz und ist bis jeßt, neben dem selbständigen Gepräge und dem charakteristiQlieren prüft.

M.

fchen Bau der albanefisden Sprache, die Verwandtschaft derselben mit

den indo-europäischen Dialekten allgemein anerkannt und durch die Griechenland.

maßgebende Autorität der größten Deutschen Philologen zur Evidenz

erhoben.) Das albanesische Element in Griechenland.

Neben der Meinung, daß die Albanefen Uutochthonen seien, Unter diesem Titel, i mit dem Zusaße: - Ueber. Ursprung und machte fich aber bereits im vorigen Jahrhunderte die Unsicht geltend, Alterthum der Albanesen“,-) ist die erste Abtheilung einer aus den daß fie vielmehr lein mit den (ursprünglich) finnischen Bulgarea Ubhandlungen der königlich baperischen Akademie der Wiffensdaften verwandtes Mischvolt und erst nach dem siebenten Jahrhundert, nach besonders abgedrudten Abhandlung des Dr. 3. Ph. Fatimerager er der Geburt Chrifti, etwa aus Albanien am Rautasus, über Süda føienen, als deren Zielpunkt er felbft die Aufgabe binstellt, o die Rußland und den taurischen Chersonesus in das: illyrische Albanien gegenwärtige Phase der Streitfrage (über Ursprung und Alterthum eingewandert seien. Dieser Meinung war unter Anderen der bekannte der Albanesen oder Schlipetar, und ob dieselben Autochthonen oder Franzose Pouqueville.

Franzose Pouqueville. In neuester Zeit nahm sie ein Grieche, Nieingewandert feien) zu zeigen und durch forgfältiges Abwägen der kokles aus Rozani in Macedonien, in einer von ihm zur Erlangung beiderseits in's Spiel gebrachten Argumente auf ein ficheres Ends der philosophischen Doktorwürde in Göttingen in altgriechischer Sprache Ergebniß hinzudeuten". Die Mehrzahl der europäischen Gelehrten, gesohriebenen historisch-philologischen Abhandlung *) wieder auf, und die sich mit dem betreffenden Gegenstande, zunäcft aus dem ethno ex richtete seine Schrift besonders gegen die Ansicht ». Hahn's, indem graphischen Gesichtspunkte, besøäftigt haben, ist von jeher der Meinung er dieselbe in ethnographischer und linguistischer Beziehung zu wider: von dem Autochthonismus der Albanesen zugethan gewesen, indem man legen suchte, den von Leßterem erwiesenen hiftoriso-philologischen fie allgemein für ein Urvolt der illyrischen Halbinsel, für die Nad - Zusammenhang der alten Epiro - Macedonen unter einander und ihr barn der alten Hellenen und folglich für geradlinige Deszendenten gemeinschaftliches Verwandtsein mit den Albanesen leugnete, vielmehr der Illyrier, für die Stiefföhne der alten Thrazier, bielt. In neuefter Darthun wollte, daß diese Repteren erst nach dem siebenten Jahrhun. Zeit behauptete und bewies namentlich Dr. Joh. Georg von Hahn, pert n. Chr. Geb., von den Tataren aus dem Raukasus vertrieben, österreichischer Konsul für das öftliche Griechenland, der ganz Alba- in ihr gegenwärtiges Heimatland am jonisch-abriatischen Küstenstriche nien bereift, die verborgenften Winkel des Landes durchforscht, Ger eingewandert seien. Diese Schrift des Griechen Nifokles würdigt müthdart, Sitte, Dent- und Lebensweise mit dem ganzen politischen nun Fallmerayer finer besonderen und ausführlicheren Widerlegung, Sein der Schlipetaren erlauscht und die albanesische Landessprache und er kommt dabei zu dem Endergebniß, daß die Versuche, das in ihren beiden. Haupt-Dialetten, denen der beiden Hauptftämme, der Autochthonenthum der illyrijgen Albanier, der Geghen und der Geghen und der Eosten, lesen, dreiben und sprechen gelernt hatter Tosfen, wegzudemonftriren und ihre Einwanderung auf das acte daß die Albanesen keine Slaven, sondern daß fie die Naslommen der Säfulum nad Chriftus herabzubrüden, als geschichtlich unbegründet, porslavischen Urbewohner des Landes, daß sie also Autodthonen, da irrig, unwissenschaftlich und untritisch zurüdzuweisen seien". Die ift sprach- und ftammverwandte Weberrefte jener Urbevölferung seien, Schrift des genannten Griechen, n wie wenig. es auch diesem felbft gedie schon vor ben Hellenen in Epirus, Macedonien und 30yrien gelungen, die gange historische Prozedur á. Hahn's in allen ihren Arguwohnt und sogar den Rern der Tyrrheno-Pelasger gebildet haben, mepten, Rorollarien und Schlüssen zu zerstören", bezeichnet Falmerayer die das Alterthum als Urbewohner der Südhälfte der illyrischen Halbinsel und also als unmittelbare Vorgänger der Hetlenen anerkannte.my *) Vgl. Franz Bopp: .,, llcber das Albanesische in seinen verwandtschaft

lichen Beziehungen", Berlin, 1855, und Prof. Pott in seiner Beurtheilung *) München, 1857, Verlag der F. Akademie, in Rommission bei G. Franz. des Gobineausden Berfeo: ,,Sur l'inégalité des races bumaines”.

** Albanefische studien von Dr. Joh. Georg v. Hahn": wsi Hefte, **) Περί της αυτοχθονίας των Αλβανών ή του Σκοπιταρ". Θtting Sena, Friedr. Maute. 1853,

gen, 1855.

gleichwohl, als das erste, mit ebenbürtiger Gelahrtheit und Kritit doch ihre schönste Blüthe, die aber erft auf dem rechten Standpunkte ausgearbeitete historisch - philologische Produkt des Neu-Hellenenlan- ihren wahren Glanz erhält", so weiß man erst redt, daß Fallmes des", das min-ein Gewand von Kenntniß und Wissenschaftlichkeit ge- rayer das für eine vielleicht ganz achtbare So wärmerei erklärt, die hüllt sei, dergleichen bisher an neugriechischen Literaten, wenigftens ihm ein Gräuel und wohl gar — zum Ekel ift. in diesem Fadhe, nicht zu finden war“. Läge hierbei nicht etwas Fronie mit zum Grunde, die ja Falmerayer bekanntlich in bohem Orade liebt, fo müßte man sich billig über ein folches Lob eines

Mannigfaltiges. Griechen in dem Munde Faumeraper's wundern; aber freilidh fhwindet - ,,Der Frauen Beruf". Die Engländer befigen mehrere auch dieses Lob theils nach der Kritit felbft, die Leßterer im Wesenta portreffliche Schriften aus weiblicher Feder, zur Charakteristik der lichen über die angebliche Beweisführung des Griechen ausspricht, Frauen und zugleich zu ihrer eigenen Belehrung. Am befanntester theils nach dem, was er fonft über den Berfaffer äußert. Allerdinge auf diesem Gebiete find die fittlichen, Poetischen und geschichtlichen nennt er ibn ,, einen der gelehrteften unter den jest lebenden Grie Frauen-Charaktere" von Mro. Jameson, die in England bereits den" (?), der aber feinesweges naud als einer der Klarsten und mehrere Auflagen erlebt haben,') sowie ihre „Dentwürdigkeiten fou. wissenschaftlich verständigften gelten dürfte“; vielmehr feßt Fallmerayer verainer Fürstinnen“.) Es find hauptsächlich die Frauen-Charaktere hinzu: „Es ist in diesem Manne etwas von jenen platonischen So- Shatspeare's, welche die Verfasserin, mit Geist in die Ideen des pbiften, denen es im Dialog nicht um ftrenge Wahrheit, wohl aber großen Dichters eingehend, in dem erstgedachten Werke dargestellt hat. um fiegreiches Durofechten einer Meinung zu thun war, an die er Die uns vorliegende, aus dem Englischen überseste, kleine Schrift selbft nicht immer glaube",

rührt unstreitig ebenfalls von Frauenband ber, dod ift uns darüber Die politischen Seitenblide, die Herr Dr. Fallmerayer in feiner nichts Näheres bekannt; auch hat die deutsche Uebersegung kein Wort Abhandlung auf das von ihm mit ungünftigen Augen betrachtete der Erläuterung vorangeschict, obwohl sie im Uebrigen mit voll. Königreich Griechenland wirft, und wobei er fein Stedenpferd der kommener Beherrschung des Gegenftandes, fowohl dem Inhalte als weiland bellenenfreffenden Slavenhypothese reitet, die übrigens an sich der Form nach, abgefaßt ist. Abweichend von der denselben Stoff weiter nicht hierher gehören, fann und mag man fich um fo leich behandelnden Sõrift A. Monob's, der den wichtigen Beruf der ter gefallen lassen, je milder gegen früher) der Verfaffer über die Frauen fast aussdließlich von seiner religiösen Seite auffaßt, geht Gegenwart, im Verhältnisse zur Geschichte vergangener Jahrhunderte diere englische Lebrschrift vielmehr hauptsächlich auf den häuslicher und zu den überwundenen Zuftänden der Vergangenbeit, sich äußert. und mütterlichen Einfluß der Frauen ein. Auch nicht, wie die emancis Freilich muß dagegen auch bemerkt werden, daß die Wissenschaft von pationssüchtigen Weiber, will diese Shrift den Frauen Macht, soziale Bozanz“ und das anatolische Kirchendogma, in welchem allein Fall. oder politische Macht, vindiziren, sondern lediglich auf den ftiden, merayer ,,Einheit, Seele und Subftanz der chriftlichen Völfer des aber um so fegensreicher wirkenden Einfluß weift sie bin, den die Liebe illyrischen Kontinents" findet, das spezifisch hellenisde Element feines der Frau auf den in das Leben hinausgetretenen Mann und den die weges ausschließt, und daß vielmehr der chriftliche Hellenismus in liebe der Mutter auf die der fünftigen Weltgeftaltung angehörenden einem besonders herrorragenden Theile der Bekenner des anatolischen Kinder zu üben vermag, wenn er in rechter Weise angewandt wird. Kirchendogma'd auch Anspruch auf besondere Anerkennung hat. Diesen Wir können diese kleine, aud äußerlid gut ausgeftattete Schrift als Anspruch gesteht freilich Falmerayer den ,,Gräfen der Neuzeit“ ebenso ein würdiges literarisches Angebinde für Frauen empfehlen. wenig zu, als er auch die unverwüstliche Kraft des betlenischen Elementes nicht anerkennt, die von Alters her fremdartige Elemente ge

Aus dem British Museum. Das Londoner Athenaeur radezu absorbirt hat. Dies gilt von dem slavischen, es gilt auch von berichtet: ,,Das British Museum hat in seinen öffentlichen Näumen dem albanesischen Elemente. Noch vor furzem scrieb Professor Vischer eine neue und wichtige Einrichtung erhalten. Einige der seltenften und in Basel in seinen ,, Erinnerungen und Eindrüden aus Griechenland“ auserlesenften Schäße jenes eifersüchtig bewachten Winkels (the Prist(1851), S. 248: ,,So mannigfaltiger Wechsel der Herren, fo viels Room), wo die ersten und ältesten Drudsachen liegen, wurde Ende faches Eindringen verschiedener Bewohner in Griechenland ftattgefun. September 8. 3. in Sörănfen an der lichtefter Stelle im Mittelden hat, so nabe das Land daran war, ganz slavisërt zu werden, fo punkte der fönigl. Bibliothek aufgestellt; bisher war dem Auftos der hat doch das griechische Element mit merkwürdiger Zähigkeit am Ende ersten und ältesten Drucksachen kein genügender Spielraum gewähri, immer den Sieg davon getragen, natürlich im Verlaufe der Zeit nicht feine Sachen auszulegen, und selbst jeßt bieten ihn die acht Søränke mehr dag, altheđenische, fondern, wie es fich durd den Gang der Gen und die Behältniffe noch nicht so vollständig dar, als es wünsens schichte und besonders durch Annahme des Christenthums geftaltet werth ift. Indeß begrüßen wir freudig diesen Anlauf zum Befferen hatte, das byzantinisch -römische, und aud heutzutage hat es die ent- in der Ueberzeugung, daß, wenn das Publikum einmal auf den Ges fchieben größte Lebenskraft, so daß es die albanesischen Bevölkerungs- jdmac gekommen ist, ihm auch die Koft reidlicher wird vorgefegt wer. theile .fic affimilirt. Der Bildungsprozeß dieses neuen Wesens ent- den. Schon in diesem beschränkten Raume giebt der Kuftos, Herr zieht sich aber dem Blick fast ebenso sehr, als einft der Uebergang Carpenter, Zeugniß von seiner Umsicht in der Wahl und Anordnung aus dem Pelasgerthum in's Hellenenthum, und hat sich sehr allmäh. feines Stoffes. Wie in der Galerie der alten Meister auf der bistorie lich gemadt. Es ist eben im Grunde nur die weitere Entwidelung schen Runft-Ausstellung von Manchester, ift aud hier das System des des durch Alerander's Eroberungen entstandenen Hellenismus, unter Nebeneinanderreihens der typographischen Hauptschulen Deutschlands dem Druck der späteren römischen Herrschaft und dem mächtigen Ein und Italiens durchgeführt. Die Kupferftiche find in zwei Reiben fluß des Christenthums" u. f. w. So sagte auch W. Hahn in feinen übereinander geordnet, oben die italiänisden, unter die deutschen, vom ,, Albanesisden Studien": ,,Solche außerordentliche Umstände sind Anfang der Runft bis in das 16. Jahrhundert hinein, und zwar ideinen nun im griechischen Königreich eingetreten; in diesem Lande gährt jeßt die Perioden in beiden Reihen einander genau zu entsprechen. Da ein nationaler Mischungsprozeß, welcher allem Anschein nach mit dem der Stich der deutschen Kunstwerke von den ersten Zeiten an reiner, gänzlichen Aufgeben des albanesischen und walachischen Elemented in lieblicher und zarter war, als der italiänische, fo find jene mit Bordas griechisde enden wird.“. Auf solche ideale und idealistisde An- bedacht dem Auge näher gerückt worden. Noc fehlen an vielen schauungen läßt fich der praktisch-historische Realift Falmerayer nicht Werken die Angaben der Namen und Zeiten, indeß halten wir es ein, und man kann es wiffen, wie er über dergleichen Vorstellungen für unsere angenehme Pflicht, die Neuerung, wie sie ift, ohne Verzug und deußerungen urtheilt, zu denen nicht nur Ausländer, sondern zu erwähnen und unsere Zufriedenheit auszusprechen, daß sich die vers auch Griechen selbst sich veranlaßt finden. Von einem der fepteren, borgenen Schäße des Print-Room immer mehr dem Beschauer ers einem der gelehrtesten und wissenschaftlich gebildetften Griechen der fließen. Ein Katalog dieser Auswahl wirb vorbereitet, der um bila Gegenwart, lafen wir neulich in dieser Hinsicht Folgendes: ,,Es ift ligen Preis zu haben sein wird. Die leßten Behältnisse find noch gleichgültig, ob die Albanesen Pelasger ober gayrier find; denn durd nicht aufgestellt, sollen aber in kurzem an die Reihe kommen und die griechische Sprache haben fie das Christenthum und griechische einige der seltenften und kostbarsten Nielli (Gold- und Silber-Drude), Sitte empfangen, und überhaupt hat das Christenthum den Helleniss Werbunden mit Maso Finiguerraß und den ersten Kupferstichen, entmus und feinen alterthümlichen Charakter da, wo er sich noch erhalten halten. Hinzugefügt sollen alte Driginalzeichnungen der französischen, batte, verstärkt und ihn da, wo das Evangelium in griechischer Spradie englischen und spanischen Schulen werben, fowie italiänische und verkündet warb, eingeimpft und eingepflanzt." Und wenn nun vollends deutsche Holzschnitte. Das ausgedehnte Felb bes Holzschnittes, voi v. Hahn am Schlusse feiner Vorrede zu den „ Albanesischen Studienu dem roben rylographischen Druck bis zu Dürer und den Bevetiaden Wunsch ausspricht, daß diese Blätter dazu beitragen fönnten, bas nern, wird gewiß die allgemeine Theilnahme ansprechen.“ Helenenthum zur Menschheit zurüdzuführen, von der man es zu ifoliren versucht hat, und wenn er noch hinzuseßt: ,Ift und bleibt es ) Nach der vierzehnten Driginal-Auflage aus dem Englijoen. Sotes

dam, 3. Schlesier (Siedertide Buchhandlung), 1859. *) Man vergl. dic Vorrede zu Fallmera yer's, Geschichte der Halbinse! **) , Characteristics of Women, Moral, Poetical, and Historical". By Morea während des Mittelalters", 1830.

Mrs. Jameson, author of „Memoirs of Female Soyereigos".

[blocks in formation]

Leffing an sich lodten, so war es ihre fünftlerische Schönheit, die harGriechenland.

monische Uebereinstimmung des Inhalts und der Form ihrer Werke,

an der unsere größten Dichter, Goethe und Schiller, fid beranbildeten Sophokles, von Oswald Marbach. *)

und ihre eigene Klaffizität errangen. Sciller war auch der Erste, Es ist ein erfreuliches Zeichen, daß man in der neuesten Zeit die der es versuďt hat, einige Meisterwerke des antifen Drama's und Geiftesídäße der Alten in vielfachen Nachbildungen dem größeren Epos in moderner Form dem größeren Publikum vorzuführen. Seine Publifum näher zu bringen sucht. Unser Stücden Mittelalter, daß , Iphigenia in Aulis“ und die Scenen aus den ,,Phönizierinnen'' des wie ein Gespenft immer noch in der Gegenwart umgeht, fann nur Euripides, so wie feine Uebertragung zweier Bücher der Aeneis Virgil'e, durch dieselbe Zauberformel gebannt werden, durch die es einft schon baben gewiß zu einer allgemeineren Kenntniß beider antifen Dichter gebannt worden ist: durch die Schriften der Alten, das beste Gegen- mehr beigetragen, als die schulgerechteften, treuesten Ueberseßungen gegift gegen alle Berdummung und Verbumpfung des Volfes. Als im fonnt hätten. In ähnlicher Weise hat Wieland durch seine treffliche vierzehnten und funfzehnten Jahrhundert die Geistessgäße des Alter- Ueberseßung der Satiren und Briefe des Horaz diesem geistreichen thums aus langer Vergefjenheit hervorgezogen wurden, da übten sie Dichter der Römer zahllose Bewunderer geworben. ihre bildende und berebelnde Kraft zunächft nur auf die Wenigen, die Eine Reaction gegen die Klassiker trat durch die Romantifer ein. sie zu würdigen und zu benußen verstanden; doch der Geist der echten Die Klassiker waren wieder auf die Shule beschränkt, und von der Humanität, der in ihnen weht, blieb nicht auf den kleinen Kreis der Schule aus gingen die vielen fteifen wörtlichen und treuen UeberAuserwählten beschränkt, sondern, die Welt erfüllend, begann er den feßungen, die dem größeren Publikum meist unverständlich waren und Kampf gegen die dunklen Mächte des Mittelalters. Es war der daber von ihm unbeachtet blieben, wie fehr aud Männer von Fach, wiedererweckte freie Geist der Alten, der gegen jede Unfreiheit in den antiken Text in der Hand, sie bewunderten und rühmten. Dazu der religiösen, politischen und sozialen Welt proteftirte, der die fam noch der unselige Wahn einer philologisch-pädagogischen Nich Wissenschaft und Kunst von neuem in's Leben rief, der die Barbarei tung, daß die Klassiker für uns nur noch einen formalen Werth has der Sitte zurüddrängte in die länder, die fich seinem Einflusse nicht ben, daß sie auf der Schule gelesen werden müßten, damit man an hingeben wollten oder konnten. Mit der Auferstehung des Alterthums ihnen dem Schüler die Gefeße der Logit und Grammatik beibringe. beginnt die Neuzeit. Alles, was sie Großes im menschlichen Wissen Durch geistlose Behandlung wurde der Jugend in der Scule bas und Können geleistet, hat seine Wurzeln im Alterthum, 'aus dem fie Herrlichste, was der Menschengeift hervorgebracht hat, so verleidet, leben und Kraft fog, und wo das Kind im thörichten Hochmuthe seiner daß fie den Widerwillen gegen Alles, was an die Schulplage erMutter vergaß, ba ift es bald wieder der Unfreiheit anheimgefallen. innerte, aus der Schule mit in’s Leben trug. Hierin liegt gewiß ein

In Deutschland hat sich der Protestantismus ein nicht genug Hauptgrund der Zerfahrenheit unserer jeßigen Zustände. Es fehlten anzuerkennendes Verdienst um das Verständniß und die Berbrei- den Jünglingen die Ideale, woran sie sich begeistern konnten; tein tung der Klassiker erworben; doch bald verbüfterten theologischer Zelo- Wunder, daß fie als Männer dem gröbsten Materialismus huldigten; tismus und die Barbarei, die der dreißigjährige Krieg im Gefolge eg war der Sinn für das Schöne nicht geweckt worden, daber gebatte, den freien Geist, und das Studium der Alten war, mit wenigen meiner Sinnenrausch bie edleren Genüffe an den Erzeugnissen der Ausnahmen, ein geistloses und unfruchtbares. Als daher in Frankreich Künfte verdrängte; es war das mensdlid Wahre, das sich in den unter Ludwig XIV. eine neue klassische Literatur aufzublühen schien, Klassikern unverholen ausspricht, verdunkelt worden duro scolastische da wandte man fich zu dieser abgeleiteten Quelle, weil sie zugäng. Spißfindigkeiten, die dem blinden Autoritätsglauben wieder den Weg licher und dem Geschmade entsprechender war. Erft Leffing führte bahnen sollten; baber die schroffen Gegenfäße des Aberglaubens und wieder zu der Urquelle zurüd. Er batte jenen antifen Geift so in fich Unglaubens, die sich in ihren traurigen Erfolgen brüderlich die Hand aufgenommen, daß er den alten Klassifern in Denken, Gesinnung und reichten. Eine Besserung ist nur möglid burch die Anwendung des Sprache ganz ebenbürtig erscheint. Welchen Einfluß er auf das Stu- þeilmittels, das schon einmal geholfen. Der antife oder, was einerlei dium und die Erfassung der Alten geübt, bas auszuführen ist hier ist

, der humane Geist muß wieder lebendig werden, und will oder der Ort night. Er erkannte auch schon, daß der Geift des Alterthums fann ihn die Schule nicht lebendig machen, so muß es auf andere Gemeingut werden müsse, wenn er seine Misfion, der Barbarei ent- Weise geschehen. In jener Zeit des Wiedererwachens waren es die gegenzulämpfen, erfüllen folle. Das Studium der alten Klassifer und Fürsten und Großen, die fich dem schönen Geschäfte hingaben, die ihre philologische Behandlung betrachtete er als die bloßen Mittel, in Schäße zu sammeln und zu genießen. Heute ist die Wissenschaft und ihr Verständniß einzubringen zu dem Zwede, den aus ihrer Erkennt- Kunst kein Luxusartikel bevorzugter Klassen mehr; Jeder, der Sinn für niß gewonnenen Sohag von Anschauungen zum gemeinsamen Befik zu das Höbere und Beffere bat, fann an ibnen theilnehmen. Man ermachen. Leffing hat vor allem die ethische Seite des Alterthums er fennt es mit Recht als einen Vorzug unserer Zeit, daß felbft die faßt. Es darf bier blos erinnert werden, mit welo genialer Selbftän- Herren der phyfischen Wissenschaften es nicht unter ihrer Würde Haldigkeit er den äsopischen Apolog in seinen Fabeln behandelt und das ten, das Ergebniß ihrer Forschungen und Erfahrungen dem Volfe in Luftspiel der Alten in seinen Nachbildungen der Plautinischen Stüde verständlicher Weise mitzutheilen. 3mmer mehr häufen sich die po„Trinummus“ und „Captivi“ bei uns eingebürgert und nach solchen pulären naturwissenschaftligen Werke, und ihr Einfluß auf die Auf. Studien in seiner Minna von Barnhelm" dao Mufter eines echt klärung des Volkes ift gewiß nicht gering anzusdlagen. Aber wie deutschen Luftspiele gegeben hat. In ,,Emilia Galotti" übertrug er weit wirksamer würde den Uebeln der Zeit begegnet werden können, eine antite Geschichte in die moderne Zeit, um zu zeigen, wie der wenn man mit demselben Eifer fich bemühte, bie Maffe der Gebildeten Heroismus echt römischer Tugend auch noch in der Neuzeit gegenüber mit dem humanen Geifte der Alten zu tränken. An den sittlichen der Berderbtheit und den Rabalen, wie sie die Höfe und die höheren Idealen, woran die Schriften der Alten so reich sind, würde die Stände im vorigen Jahrhundert vielfach aufwiesen, ihre Stelle hat, Mensábeit sich von neuem erheben aus dem Sumpfe, in den sie der und in , Nathan der Weife" ift die echt antife Humanität verkörpert Absolutismus, der Hierarchismus und der Materialismus gestürzt haben. im Gegensaß zu der mittelalterlichen zelotischen Unduldsamkeit und Es ist baber jeder Versuch, klassische Schriften dem größeren orthodoren Bornirtheit, die auch zu leffing's Zeit noch ihre Repräsen- Publikum zugängliò und genießbar zu machen, als ein wohlberechtigter tanten hatten, wie sie auch der unseren nicht fehlen. War es die und zeitgemäßer zu begrüßen, und in dieser Hinsicht glauben wir, auch Wahrheit unverdorbener und unverkünftelter Natur, mit der die Alten die neuefte Ueberfeßung der Tragödien des Sophokles von Oswald

Marbach empfehlen zu dürfen. Die Form ist die ber modernen Tra*) Sieben Bändchen. (Jedes Bändchen enthält eine Tragödie von Sophofles und eine ausführliche afthetische Erklärung derselben.) "Beipzig, C.

gödie: der Dialog in fünffüßigen Jamben, der Chor und die Bühnena B. Lord, 1858.

gesänge in gereimten Verfen. Es ist hier night der Ort, auf Einzel

nes fritisch einzugehen. Im Allgemeinen ist die Hebetragung treu, 'Atles, Sophistif auf der Ranger stets ficher und unfehlbar. klar und fließend. A18 Probe geben wir den herrlichen Chorgesang Daß fie in ihrem Glauben an die Scholaftit eigentlich an den alter aus der ,, Antigone" 332-353:

Heiden Aristoteles glauben, fümmert diese resoluten Männer wenig. Ob die Welt an Wundern reidy, Muß bemühn der wilde Stier

Also Pater André verfannte feine Stellung: vergeblich beídnoSo ist doch kein Wunder gleich Raflos, um zu dienen dir!

ren ihn feine Ordensbrüber, darunter P. Porée, der Lehrer Boltaire's Dir, o Mensd, dem wunderbaren!

in der Rhetoril, und P: Guimon, fein ehemaliger Novizenmeister, Durch das graue Meer zu fahren Du erschufst dir selbst genug

sich zu unterwerfen. Strenger ermahnten ihn der Ordensgeneral Auf gebrechlich morschem Holze Fittige zum ftolzen Flug

Tamburini, später sein Nachfolger François de Reß, der Provincial Scheust du nicht, ja seinem Stolze Deines Geistes: Wort und Spreche,

Delaistre, der P. Daubenton, gleichfallø ein Oberer (assistant de Sdmeidhelt's, wenn bei rauhen Gie, tie eine, tausendfadhe,

France); fie werfen ihm ,,eine allzustarfe Neigung zu Neuerungen in Stürmen Starf, Gefeße zu verfünden,

Theologie und Philosophie" por: propensionem nimiam ad novitates Hudy fidy auf die Wogen thürmen Staaten klug und felt zu gründen. Und dein Schifflein riesig raden, Und auch mit des Himmels Mächten

in theologicis, vel philosophicis. P. André wurde immer barinadi: Schaufeln es auf starkem Nacken. Weißt du vortheilhaft zu rediten:

ger in diesem ungleichen Kampfe. Bald verdächtigte man ihn auá Selbst der Allgebärerin, Lasit in deinen Tempeln thronen

des Sansenismus, und als eine Broschüre gegen die Jesuiten erfdier, Ihr, der Nllernährerin,

Götter, daß sie nienschlich wohnen. worin dieselben stark angegriffen wurden, schrieb man ihm dieselbe zu. Ihr, der höchsten Göttin, Erde, Selbit des Schidsals starfe That Schon früber hatte man, wie oben angegeben, eine schriftliche Rid. Hast du, daß sie dienend Iverde, Findet nie did ohne Rath.

nahme verlangt, man hatte ihn feinen philosophischen Lehrstuhl eatAltes Herrscherred)t entrungen; Ging nur wirst du nie ersinnen: zogen und ihn bald zur Studienleiter gemacht, bald zum Beidytstube Glorreich haft du fie bezwungen, Wie du magst dem Tod entrinnen;

verwandt. Nun schritt man gegen ihn ein; man ftellte eine Haut Inb es muß der Boden tampien Doch der Krankheit wildem Gece

untersuchung an und fand unter seinen Papieren ein, Leben vor Unter deiner Rosse Stampsen. Sdufst du starke Gegenwehr.

Malebrande", worin der Cartesianismus als allein vernünftige bi 3mmer thatig, sinnig, Flug

losophie gepriesen und der Jesuitenorden mehrfach scharf verurteilt Alles, was sich regt und Leben Hat, ist deinem Dienst crgeben. Schafft der Menschengeist, im Flug

wird, namentlich in Bezug auf seine Lehren über Moral. Das war Listig weißt du zu umgattern Seiner göttliden Gedanken

natürlich cin Verbrechen, welches die Bastille und mehr verdiente. Vögel, die in Lüften Flattern, Uebersdreitend alle Schranken.

Wie er zur besseren Einsicht gebracht wurde, ist oben bereits er. Weißt mit fecker Hand zu greifen Und so ist ihm Wahl gelassen,

zählt worden. Thiere, die durch Wälder soweifen, Wie das Böse zu erfassen,

Drei Briefe an Malebrande (im ersten Theile) sind von besonlind mit Noßen zu errilen

So zum Guten sich zu wenden, derem Interesse, weil sie eine viel behandelte Streitfrage betreffen. Sisdhe, die die Wogen theilen. Odle Werfe zu vollenden,

P. André befragt Malebranche darüber, ob es unter Umständen er So bist du, mit Lifi geboren, Weiser Sapung nadzutrachten

laubt fei, zu lügen. ,,Die Drdnung (als Orden), sagt er, ist unser Dieser Welt zum Herrn erforen. Und das Heilige zu adyten.

einziges Gefeß; es ist ein unveränderliches Gefeß. Die Drdnung Selbst das Theu entfliehende, Also grint und blüht der Staat,

kann nichts wider die Ordnung befehlen, und doch giebt es Fälle, wo Frei durd Wälder zichende

Dech des liebermütligen That Wild vermagst du zu bezūímen. Wird zum Fluche. Nimmer werde

die Vernunft selbst mich zu der Schlußfolgerung fortzureißen beini

. Deinem Willen muß bequemen Prevlern Nuh' an deinem Heerbe;

So ist z. B. die Lüge flärlich etwas Ordnungswidriges; wenn ich Sid das Noß, ob es die Mähnen Nimmer dulde du als Freund, mich nichtsdestoweniger unter gewissen Umständen dazu verpfliditet Zürnend wirft; die starken Sehnen Wer dem Vaterlande Feind!

glaube, so befiehlt mir die Vernunft also, dann zu lügen. So ver Mit Recht hat der Neberfeßer in der Erklärung auf den wahrhaft bietet mir also der Orden zwar im Allgemeinen die Lüge, in frommen Sinn, der sich in diesem Chorgesange, wie überhaupt in gewissen besonderen Fällen aber, in die ich gerathen, verlangt er for Sophofles' Dichtungen, ausspricht, aufmerksam gemacht. Wenn er von mir.aber besonders darauf ausgeht, in Sophokles chriftliche Ansdauungen Malebrande antwortet: ,,Die Lüge oder Täuschung, als der und Gefühle nachzuweisen, so dürften unsere Frommen, denen die Tu- Wille genommen, zu lügen oder zu täuschen, ist immer etwas Cto: genden der Heiden doch nur immer glänzende Lafter find, nicht damit nungswidriges, wie es ordnungswidrig ist, ben Nächften zu mißbar einverstanden sein, und auch wir nicht

, weil Sophokles, wenn er heute deln, in der Absicht, ihn zu beleidigen; aber Jemanden, der etwas BoYebte, in den Schriften christlicher Dichter ganz so wieder bellenische res gethan, zu schlagen, um ihn zu bessern, ist der Ordnung gemäs. Ansdauungen und Gefühle herausfinden würde. Es folgt aus folchen Die Ordnung ift nicht fich felbft entgegengeseßt; aber sie schließt te Uebereinstimmungen eben nur das, daß wahre Frömmigkeit und echt feße ein, die einander untergeordnet sind." religiöser Sinn nicht eine fpezifische Eigenheit einer einzelnen bee Man sieht, wie er die heitliche Frage umgeht, welche unsere Moftimmten historischen Religionsform, sondern Eigenthum der Menschheit ralisten bis heutigen Tages nicht gelöst haben. Man thut den Jieüberhaupt sind. Darin liegt aber die hohe Bedeutung der Alten, daß suiten Unrecht, wenn man ihnen allein den Saß: ,,Der Zwed heiligt sie uns von jedem partitularistischen Vorurtheile Heilen, indem sie uns die Mittel", aufbürdet. Dieser Saß ist die praktische Moral aler rebren, wie das Göttliche im Menschen zu jeder Zeit und in jeder Welt, aller Parteien, und die Jesuiten sind nur dadurd in die ar Form zur Erkenntniß und zur Erscheinung kommen kann.

glüdliche Lage gerathen, daß ihr starres Gefeß, ihre haarspaltende Außer der Nebersegung der Sophofleischen Tragödieen liegen uns Rasuistit fie dazu zwang, diesem Probleme so nabe in's Auge zu fo von demselben Verfaffer noch zwei freie Bearbeitungen Euripideisoerben. Jede Partei muß den Muth baben, zu lügen, zu verdeden, fed Stoffe: der ,,Hippolytog" und die ,, Medeia", vor.) Shre Beur- rein zu waschen und den Gegner zu beschuldigen, zu verleumden, theilung müssen wir für eine andere Gelegenheit vorbehalten. wenn es nöthig ift, und jede thut es nach Herzensluft - das ift

Thatsache, die mit Händen zu greifen ift. - Hätten wir die absolute Frankreich.

Wahrheit, oder wenigstens bie unbedingte, rückhaltlose Liebe zur Wahr. Frankreich im fiebzehnten Jahrhundert.

beit, so würde es feine Partei geben, weil sich aus lauter Unparteis

liditeit feine bilden könnte; da nun die Jesuiten als Drben felbft is 11. Philosophie und Jesuitenorben.

terhalb des Ratholizismus ftrenger geldlofsen find, als irgend weide (Schluß.)

Partei je gewesen ist, da auf dem unerschütterlichen blinden Glauben Die Philosophie ist den Jesuiten, und man kann sagen, der katho- an diesen Orden das ganze Geheimniß seines Beftehens beruht, so lisden Kirche (ia vielleicht aller positiven Religion), gar nicht das ist es klar, daß ihre Parteilogif verbiffener, abweisender, berffodter Mittel, die absolute Wahrheit als x auszurechnen, fondern nur das gegen die Thatsache (um nicht zu sagen Wahrheit) sein muß, als die Mittel, die Nichtvernunftwidrigkeit der Glaubenslehre zu beweisen. jedes anderen engeren Vereins. Ein Jefuit wird den Saß: Der Das ist ganz in der Ordnung, da das Materielle der Lehre ganz Zwed heiligt die Mittel", mit Abscheu als ihm fremd abweisen und ebenso als unabweisbare Thatfache gilt, wie eine geschichtliche oder als eine böswillige Erfindung der Proteftanten erklären; faktisch aber physikalische Wahrheit

. Gebäffig wird diese Philosophie nur, wenn stellt fich die Sache doch nicht anders heraus. — Das kommt daher, fie, wie bei den 3efuiten, ein bloßes Präparat ist, das zum beftimm- weil an die Stelle des Glaubens an unbedingte Wahrheit um ihrer ten Zwede perfaßt ist. Was ist denn diese Philofophie, mit welder felbst willen die Constitutionen des Ordens als infarnirte Wahrheit sie ihren Drden und die Kirche zu ftüßen suchen? - eine aufgebraute getreten find. Scholastik, die attes innere Leben verloren und als todte logische For Späterhin gelangte Pater André zu der Anfidt, daß das Lüger mel fortgepflanzt wird Thomismus, Scotismus? eigentlich unter allen Umftänden unerlaubt fei- eine Ansicht, die den Knoten gleichgültig – weder das Eine noch das Andere - et genügt, daß zerhaut, ohne ihn zu lösen. Er beruft sich auf St. Augustin. fich durch fie die frommen Bäter das Anfehen von Denkern und Phia Er sagt in einer Predigt über die verzeihliden Sünder : losophen geben und so der Welt imponiren können: Dialettit ift 1.3ft es erlaubt zu lügen, um der Unterhaltung willen? Nein. Ils

dem Nächsten einen Dienft zu erweisen, oder um Frieden zu baben' *)., Hippolyt". Von Dswald Marbad;. Mebcia". Von demselben, Leip.

Nein. Um sein Gut zu retten? Nein. Um seine Ehre zu retten

um die Taufe einem Kinde zu verschaffen, wenn man es auf andere quini u. A. vertreten, mit ebenso geringem Erfolge Hebräifced heraus. Weise nicht fann? Nein!"

loden will. Wenn man so weit gebt, fo fönnte es kommen, daß mancher In Deutschland bat Otfried Müller in seinen ,, Etrustern" auss Jesuit oder sonstige katholische Theologe nicht unter allen Umftänder führlicher über die etrustische Sprache, wie sie fich nach den Dente die Kirche und ihre Einrichtungen vertheidigte und Zugeständniffe an mälern barstellt, gebandelt. Der besonnene, vorsichtig prüfende und die Gegner machte, 3. B. daß der Kirchenstaat schlecht regiert werde, feine Phantasie beherrschende Gelehrte fam zu dem Resultat, daß die daß die vielen Klöfter Spanien zum Theil finanziell ruinirt, daß der etruskische Sprache durchaus feine Aehnlichkeit mit den benachbarten Drden selbst weltliche, felbst sehr weltliche und theilweise schlechte Sprachen zeige, und da es sich weder durch Griechisch, tod durds La. Zwede verfolgt habe. Das wird man aber nicht zugestehen; Apologie teinisc, noch durch das Keltische erklären lasse, so müsse man anneh. unter jeder Bedingung! Denn nach der heiligen Theorie muß die men, die Etrusker hätten einen ganz besonderen Voltostamm für sich geRegierung des Kirchenstaates gut, das Mönchswesen der höchste Se- bildet. Ebenso hat es der große Niebuhr ausgesprochen, „daß in den gen jedes Landes, der Orden der Inbegriff aller Vollkommenheit Worten der tuskisden Insdriften auch durch die gewaltsamsten etymo. sein. Pater André war ein Grübler und taugte deshalb nicht zum logischen Künfte keine Analogie mit der griechischen Sprache oder dem Jesuiten.

ihr verwandten Stamm der lateinischen entdeckt werden könne, nod Bei Gelegenheit der Auffindung dieses Briefwechsels ist an den auch mit dem Ostischen eine folche ftatthabe und allem Anschein nach Tag gekommen, daß André einen ausführlichen Plan zu einem „ Essai jene Denkmäler auf immer ein todter Schas sein werden. Mit diesen des principes de la théologie chrétienne" verfaßt und eine Art Kom- Ergebnissen hat sich die vorsichtigere Forschung begnügt, und heute mentar zu den Hauptwerfen von Cartesius und Malebranche geschrie- lesen wir in den Geschicht8 - Handbüchern die nadte Behauptung, daß ben hatte. Einige Werke von ihm, z. B. „über die Stadt Gottes", die Etrusker einen besonderen Volfsstamm, wie z. B. die Basken, vom Heil. Augustin, sein Leben Malebranche's, find vollständig ver- gebildet, als ausgemachte Wahrheit, obgleich D. Müller entschiedene schwunden, sehr glaublicher Weise bei der Haussuchung in Amiens, Fehlídlüffe gemacht, namentlich aber aus der mangelhaften Drthodie ihn in die Bastille brachte. Man weiß, daß lepteres Werk im graphie Folgerungen auf das Wesen der Sprache gezogen hat, die Jahre 1721 dem P. Frogerais, damals Rektor am College zu Amiens, fich durch einfache Thatsachen widerlegen. So soll das Etrusfische zugestellt wurde. Die Herausgeber vermuthen, daß dieser es nach der Media g, d, b entbehrt haben -- aber vereinzelte Denkmäler Rom geschickt haben könnte, wo man es zunächst in der Bibliothek an weisen auch diese Buchstaben auf, und der Vergleich der alt-umbrider Kirche di grande Gesù zu suchen hätte. Der Orden hat dort fchen Schrift, die mit der etrustischen fast identisch ist, mit der bekanntlich fein Profeßhaus.

neu - umbrisch - lateinischen, der D. Müller zur Hand war, konnte Die Werke des P. André find vom Abbé Guyot herauøgegeben, lehren, daß das mangelhafte Alphabet für k, g, t, d, p, b nur die ber in der Einleitung seine Lebensgeschichte giebt. Außerdem befins drei Zeichen x, t und p hatte. Ebenso unrichtig find seine Schlüsse bet sich in der „Bibliographie universelle" ein Artifel von P. Tas in Bezug auf die Härte der Sprache, auf die Annahme eines häufibaraud über ihn; ferner hat Cousin, der bedeutendste Philosoph Frank- gen Sdwa u. f. w.; hatsache ist, daß fich die Etrusker häufiger und reichs (seit 1843), über ihn geschrieben („Oeuvres philosophiques du gewaltsamer Abkürzungen bedienten, Nasenlaute ausließen u. f. W. P. André, introduct."). Die Korrespondenz mit Fontenelle, die den So schreiben sie z. B. den auch römischen Namen Pomponius, den britten Theil bildet, hat nur ein mäßiges Interesse. Es ist eine bloße sie etwa Pompoñis ausgesprochen haben mögen, Pumpun, Pupni, PuHöflichkeits- Korrespondenz. Ebenso die Briefe im vierten Theile, die pui, ebenso Petronius, Petrni, Petrui. — Hier wird s am Schlusse an der Kanzler Aguesseau, den Bischof von Bayeur, de Lugnes, den weggelassen, wie auch im älteren Latein, der Nasenlaut e fällt aus, Abbé Guyot (den späteren Herausgeber feiner Schriften) u. f. w. o wird u geschrieben, weil fein Zeichen für o vorhanden ist u. f. w. gerichtet sind. Die Noten der Herausgeber sind größtentheils sehr Aus folchen höchft abgekürzt geschriebenen Grabschriften u. s. w. bewerthvoll, namentlich was die innere Organisation des Ordens ben fteht aber der weitaus größefte Theil der Denkmäler. Was würden trifft, auf welche durch diese Briefe vieles lidt fällt.

wir aber für ein Urtheil fällen, wenn uns das Latein nur meist in

ähnlich abgekürzten Inschriften erhalten wäre, wie es deren so viele Italien.

giebt, wenn man z. B. eine Inschrift, wie folgende: Cai. Carvil,

deab. Matron. exvt. lubs, mert. für vollfommene lautliche Darstellung Neue Versuche, das Etruskische zu entziffern.

hielte? (Caius Carvilius deabus Matronis ex voto lubens meDer Zufall fügt es, daß uns ziemlich zur felben Zeit zwei ganz rito). — Nicht wahr, dieses Latein würde febr etrustisch aussehen, verschiedene Versuche, das Etrusfische zu entziffern, zugehen, und wir exvt wäre ohne Sdwa gar nicht auszusprechen; schließlich konnte können nicht umhin, darüber einen so ausführlichen Bericht zu erftat- man es aus dem Hebräischen deuten, namentlich wenn man die Punkte ten, als es unser Raum hier zuläßt. Es giebt nun einmal gewiffe nicht berüdfichtigt und Caica rvil, ildeab u. f. w. lieft. - 39 babe Räthfel in der Geschichte, die aller Bemühung des Forschenden spot- eine ganze Anzahl von solchen finnbadenbrechenden Laut - Verbinten und schnöbe den Eingang in ihr Heiligthum verwehren, und hierzu dungen gesammelt zur Hand: mracl, sranctsl, mealcblse, methlgehört nicht als das legte die Sprache der alten Etrusker, der näch mauphtsc, trutnot, tprnthn u. 1. w., Laute, die allerdings einen beften Nachbarn des großen Römervoltes.

rühmten flavischen Gelehrten besonders anheimeln mußten. Sdon ist eine ganze Geschichte der Entzifferungsversuche möglich Es gebührt Lepsius das Berbienft, zuerft darauf hingewiesen zu geworden, ohne daß man eigentlich zu irgend welchem verlaßbaren Ers. haben (,, über die tyrrh. Pelasg."), daß einige etruskische Denkmäler gebnisse gekommen wäre. In früherer Zeit, ehe man noch die Mer eine verhältnismäßig weiche und wohlklingende Sprache zeigen, und daß thode und Hülfsmittel der vergleichenden Sprachforschung fannte, bie ferner unzweifelhafte Anflänge an das naheliegende Umbrisde vors bereits fo Staunenswerthes geleiftet hat (8. B. die Entzifferung der handen sind. Aud Schwegler in seiner römischen Geschichte notirt Keilsdriften), verstand es fich eigentlich von selbft, wenn Erklärungs- Einiges in Endungen und sonstigen Spuren, die Verwandtschaft mit versuche unbefannter Sprachen nicht geriethen, oder nur unbedeutende dem Umbrisdh - Lateinischen verrathen. Brödelchen des Sinnes errathen wurden. Man hatte, wie gesagt, So weit ift also die kritische Philologie gekommen; die patriotinicht das Instrument dazu, welches vornehmlich in einer genauen The Philologie bat größeres Glück gehabt und ift gewöhnlid im Stande Kenntniß der Lautlebre befteht, und welches aus einzelnen fefteren gewesen, alle Denkmäler, som ersten bis zum legten, zu entziffern. Erscheinungen allgemeine fautgereiße abftrahiren läßt. Lanzi schrieb Welche Befriedigung nicht sowohl für den Deutschen, als vielmehr im vorigen Jahrhundert seinen ,, Saggio della Lingua Etrusca", worin für den Teutschen, in den alten Bewohnern des Arno - Thales urbümmer eine recht gute und umfangreiche Zusammenstellung aller bis dahin liche Wodansdiener mit langen Bärten und treuen germanischen Hergefundenen, meist sehr kurzen und einförmigen Inschriften gab und zen zu entdeden und über die Brüde der Jahrhunderte an das Herz fie, so weit möglich, zu deuten suchte. Natürlich konnte er nichts thun, zu drücken; welche Freude für den patriotischen Tshechen, das liebliche als nach Aehuliðkeiten mit griechischen und lateinischen Wörtern suchen krk, étwrt, prst und ähnliche Euphonieen bereits aus dem Munde der und den Sinn manches öfter vorkommenden Wortes aus anderen Spuren alten slavischen Stammbrüder jenseits der Apenninen zu vernehmen errathen. So kehrt auf Beibgeschenken öfters der Ausdruck turke und daraus für die Zutunft zu prognoftiziren! Wie erfreulich für nach Eigennamen wieder; also griechisch dedwonxe, wer hat gen den unter dem Joche der bartherzigen Engländer schmachtenden Zren, foenkt"; aivil ril, auf Grabfteinen ftets mit Zahlzeichen verbunden, seinem unterbrüdten Volfe den Glanz zu verleihen, der aus so alter, bedeutet vixit annos, , bat so und so viel Jabre gelebt. Die Mehr: edler Verwandtschaft zu entspringen scheint! – Wie gesagt, Jeder finzahl der italiänischen Etrusfologen ist auf diesem Wege fortgegangen, det, was er sucht, und Zeber sucht das, was er nicht suchen würde, ohne Rüdsicht darauf zu nehmen, daß man vor Allem erst auszumachen wenn er einen vernünftigen Begriff von Wissenschaft befäße. – Ein hätte, ob das Etrustische überhaupt mit latein und Griechisdem ver- patriotischer Baske würde bastisch, ein für sein Volt eingenommener wandt sei, und ohne alle Kritit bloß nach Lautähnlichkeiten baschend. Litauer litauisch herausfinden, und so nach Belieben, Magyar, AlbaDieses von Lanzi eingeschlagene Berfahren ift von Vermiglioli, Drioli

, neser, ja warum nicht Odsdibwab oder Zrotese? Es wird Aded seine Coneftabile u. X. fortgefeßt worden, während eine andere Schule

, Gläubigen finden. Wir man eine Probe aus dem Deutschen? wenn man es so nennen darf, burds lanzi, Janelli, Leudier, Car. Auf einer kleinen Bildsäule, die einen gebarnissten Krieger vorftellt, der

[ocr errors]
« ForrigeFortsæt »