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Charakter Friedrich's herausgestellt, fo giebt es Einen britischen Herausgegebenen ,,Boltøfalender“, der diesmal in einer Berliner Shriftfteller, ') deffen Neugier über ihn ziemlich bald abgestorben Buchhandlung und für preußische leser auch mit einem preußischen wäre, und ebenso wenig hätte ihn ein noch so bringendes, unfluges Kalender -Stempel erschienen ift.) Bekanntlich ward am 11. No. Verlangen, jene Neugier bei weniger ernst gestimmten Leuten zu vember 1759") Friedrich Schiller zu Marbach in Schwaben geboren. befriedigen, bei Leben erhalten können in jenen gräßlichen historischen Dieses Familien-Ereigniß, das im Laufe der nächsten fieberundvierzig Aceronen und stygischen Sümpfen, wo er so lange zu graben und zu Jahre für ganz Deutschland zu einem freubenvollen und wichtigen Erfischen gehabt bat, fern vom licht der Dberwelt! - 3ersuche atle eigniffe werden sollte, bat Berthold Auerbach in feiner liebenswürdigen Leser, fich jene leidige Spreu gänzlich aus dem Sinn zu blasen und Erzählerweise geschildert, indem er uns in das Haus des Bädermeinichts über den Gegenstand zu glauben, außer wo ihnen der Beweis fters Kodweiß, mütterlichen Großvaters des schwäbischen Friedrichs, vorliegt.

(Schluß folgt.)

einführt und uns mit dem Bater, dem braven württembergischen HauptFrankreich.

mann, der Mutter, der treuert, biederen Schwäbin, den Großältern,

bem Onkel Sdultheiß und dem Better Student bekannt magt. Die Curiofa der „, Elzevirschen Bibliothek".

Andeutungen, die in den Lebensnachrichten Friedrich Schiller's über In Pariß erscheint eine „Bibliothèque Elzeviriende") (nicht seinen Vater gegeben sind, der das, was er an fich versäumt hatte, ganz passend fo genannt mit Hinblick auf die schönen Klassiker-Auss um es zu etwas Großem in der Welt zu bringen, für seinen Sohn gaben u. F. w. des alten holländischen Buchdruđers Elzcvier), welche vom Himmel erflebte und der, als er die aufgebende, schöne Sonne e$ fich zur Aufgabe gemacht hat, Curiosa der älteren literatur dieses Sohnes erlebte, in so rührender Weise bem Himmel dafür neu aufzulegen und in Umlauf zu feßen. Namentlich sind es dankte, hat Auerbach trefflichst für seine Erzählung zu benußen geErzeugnisse jenes Wiges und jenes ungezwungenen, geistreichen wußt. Für Friedrich den Großen schwärmend und an Friedrich den Plaubertalentes, das die Franzosen, besonders in früherer Zeit, Großen dabei denkend, hat der württembergisde Hauptmann, wie in fo ausgezeichnetem Grade befaßen. Manche Theile dieser Auerbach erzählt, seinem vor nunmehr bald hundert Jahren geboreSammlung richten sich ohne Zweifel nur an eine vergleichweise nen Sohne den Namen Friedrich gegeben, und er ist, wie es der beschränkte Zahl von Lesern; andererseits jedoch wird ein großer wadere Vater vom Himmel erbeten, auch wirklich ein Friedrich der Theil davon feinen Weg zu ben Büchersammlungen auch von Persos Große geworden. Neben dieser Friedrichs-Skizze befinden fide noch nen finden, die natürliche Laune genug baben, um über eine poffir- zwei Auerbach(de Dorf- und Stadt-Geschichten in diesem Zabrbüdlein, liche Dummheit herzlich zu lachen. Man benfe im Großen und Gan-deflen Monatskalender wieder mit anmuthigen, bildlichen Allegorieen zen etwa an Rabelais, oder, was noch bekannter, an seinen deutschen von W. von Kaulbach geschmückt ist, während Ludwig Richter den Verarbeiter, an Fifdart mit seinem ,,Gargantua“, ,,Pantagruel" 2C., schwäbischen Friedrich und seine Verwandten, A. v. Ramberg über der freilich deutsche Ingredienzien in nicht geringem Maße dazu ges zwanzig sehr charakteristische Bilder zu der Erzählung: ,, Der Bierthan hat. Sdwäßereien, Plaudereien in gemüthlicher Breite mit aller brauer von Culmbad", gezeichnet hat. Am Schlusse seines reichhaltilei pifanten Nedereien, Quiproquo's gewürzt, keinesweges zimperlich gen Volfsbuches liefert Auerbach ,,ein Stüc Naturkalender“, wie e in Bezug auf gewisse Gegenstände; aber niemals roh und ungeschickt. ihn von der Krone des Baumes abgelesen, der vor dem Fenster seines

Neue Veröffentlichungen dieser Bibliothek sind: ,,Die Spinnrocken- hochgelegenen Zimmers in dem Hause an der Struve-Straße von Dres Evangelien" (Les Evangiles des Quenouilles); „ Allgemeine Samm- den steht. „Hoch die Krone des Baumes! Keine regelnde Zaunscheere reimt lung des Sechswödhnerinnengeträtsches“ (Recueil général des Caquets hinan, er rundet sich selbst

. Erhebe dich, lerne hoch in dir steben, de l'accouchée); „ Die funfzehn Freuden der Ehe" (Les quinze und die Welt fann dich nicht willkürlich modeln“ - fagt eines dieser joyes de mariage). Den Inhalt des ersterwähnten Büchleins fann Baumblätter, deren beinahe so viele bier abgezeichnet sind, als es Tage man allenfalls erratben: Unterhaltungen der Mädchen und Frauen im Jahre giebt. Und ein anderes bieser Blätter erzählt: „Alles in beim Spinnroden über Gegenstände, wie sie folchen Kreisen nahe lies der Natur hat seine feste Bestimmung, der Mensch allein hat die gen, allerlei Geschichten und Sagen (,,aussy vray que l'Evangile"), Wahl und die Qual feiner Thätigkeit und seiner Bestimmung. 31 Mysterien, wie die, daß eine Spinne, ein gefundenes Hufeisen 2c. der ganzen Natur ist alles ein Müssen, vom Menscheu erst beginnt Glück bedeuten, daß man einer geliebten Person kein Meffer schenten das: du sollst! Darum heißt es in allen Offenbarungen: du sollft! darf u. s. w. Das Buch ist schon alt; es stammt aus der Mitte des und darum geht ein Befreiungsbedürfniß durch das Herz der Mensdfunfzehnten Fahrhunderts und gehört zu derselben Kategorie von heit; es ist das Bestreben und der Drang, unsere Naturbestimmung Büchern, wie das ,,Dekameron" der Königin Marguerite (sa- frei zu erfennen und zu üben. Das spricht das Wort Sdiler's: piepti sat!).

..., Suchst du das Höchste, tas Größte? Die Pflanze fann es dich lehren; Die „, Caquets de l'accouchée" enthalten, außer den beluftigenden Was sie willenlos ist, sei du es wollend bas ift's!" Klätschereien der die Sechswödynerin besuchenden Damen, schäßenswertbe Nachrichten über öffentliche Ereignisse und Charaktere, topo

Die australische Kolonie Victoria. Die Zustände dies graphifdhe Miscellen aus dem fiebzehnten Jahrhundert.

ser Kolonie haben sich während des verflossenen Jahres sehr zufriedens Der Autor fingirt, daß er auf einem Befuche bei seinem Vetter stellend gestaltet. Die Einwanderung war beträchtlich, und der Er„Rue des Mauvaises Paroles” ift und dort, hinter dem Vorhange trag der Goldminen, wenngleich nicht ganz so groß, als im Vorjahre, versteckt, gewissenhaft Alles aufnotirt, was drin im Zimmer gesagt näherte sich dem des leßteren doch bedeutend. Der Zugang an Einwird. Acht Tage hinter einander dauert die Konferenz, in welcher wanderern betrug 63,223 Personen, der Abgang 20,411, die Effektivganz Paris und alle Stände durchgehechelt werden. Man kann sich zunahme also 42,812 Personen, wozu noch etwa 9000 zu Lande von denken, was da für ein Garn gesponnen wurde; denn es waren da- Sidney und Adelaide eingewanderte Goldgräber kommen. Die Ges bei toutes sortes de belles dames, demoiselles, jeunes, vieilles, riches, sammt-Bevölkerung am Jahresschluß wurde auf 463,135 Köpfe vermédiocres, de toutes façons. Für den Verfasser der „Quinze anschlagt. Die Bewegung des Goldes war folgende. Mittelst Eons joyes de mariage”; wird von den besten Bibliographen Antoine de vois gingen in Melbourne und Geelong ein 2,483,685 Unzen, durch la Salle gehalten, der berühmte Verfaffer von „Petit Jehan de Einzelne dorthin gebracht 191,163 Unzen. Der Hafenausgang der Saintré." Dieses unterhaltende, aber zugleich rührende und bei Ge- Provinz betrug nach den Angaben der Zollämter 2,729,656 Ungen, legenheit pathetische Gemälde des häuslichen Lebens findet in der äl- wozu als Defraude noch 40,730 Unzen kommen. Nach Adelaide ginteren Literatur nicht feines gleichen. Dbgleich er in der ftärksten gen 268 Unzen deklarirt, 15,000 wenigstens als Defraude, nad SioSprache gegen die leiden des Ehestandes loszieht und auf das weib- ney 87,000 Unzen deklarirt, 22,730 als Defraude, nach Tasmania liche Geschlecht nicht eben gut zu sprechen ist, so scheint es doch, daß 1688 Unzen deflarirt, 3000 als Defraude. Am Jahresschluß waren er keinesweges zu den verachteten alten Junggesellen gehört, welche in der Staatsschagkammer, in den Banken, bei den Eskorte-Kommisvon der Ehe wie der Fuchs von den fauren Trauben sprechen, fon- faren it. f. w. mindestens 306,652 Unzen, und es scheint, daß der ge dern daß er aus eigener trüben Erfahrung redet. Das Buch ist übria sammte Ertrag der Minen pro 1857 auf 2,606,040 Unzen oder ! gens unanstößig und macht eine rühmenswerthe Ausnahme von den 52,000,000 Dollars veranschlagt werden kann. Fallirt hatten in Folge ,,Wigbüchern" der alten Zeit mit ihrer fetten und ftark gepfeffere der Handelskrise 17 Häuser mit einem Ueberschuß der Passivmasse ten Speise,

von 846,394 Yfb. Sterling.

(Pr. C.) Mannigfaltiges.

*) , Berthold Auerbach's Volfe - Kalender für 1859. Mit 52 Originals

Zeidhnungen von Wilh. v. Kaulbach, Ludw. Richter und Arthur v. Ramberg." ,,Friedrich der Große von Schwaben". So heißt ein Berlin, A. Hofmann & Comp; zur Erinnerung an das Jahr 1759 gezeichnetes Zeit- und Charakter **) Auerbach bleibt beim 10. November, dem Martini- und Luther Toge

wie früher stets angenommen wurde, doch besagt der ausgefundene Taufidein bild von Berthold Auerbad, in seinem für das Jahr 1859

Schiller’s ganz unzweifelhaft, Baß im Kirchenbuche von Marbach ber 11. Nos vember als Geburtstag Schiller's angegeben ist.

D. R. *) Carlyle. **) Paris, Jannet.

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natürlichen Töchter zu verheiraten wünschte. Doch die Bäter konnten Frankreich.

über die Wahl nicht einig werben: der Connetable wünschte Fräulein

von Beudome; aber der König hatte diese dem Hause Longueville verFrankreich im fiebzehnten Iahrhundert.

sprochen und schlug dafür Fräulein von Berneuil vor. Der eigen

finnige Connetable verweigerte seine Zustimmung, der König verbannte I. Madame de Montmorency.)

ihn nach Chantilly und behielt den jungen Montmorency unter seiner Der Hiftorifer foll nicht immer den leser auf den Schauplaß Obhut. Doch der Vater spielte dem Könige einen Streich. Er untergroßer Staats- und Kriegs- Actionen führen, sondern ihn auch zuweilen handelte heimlich die Heirat feines Sohnes mit einer Erbin in der einen Blick in die Häuslichkeit und das Privatleben historischer Per- Bretagne, Fräulein von Chemillé, und die Vermählung fand statt, ebe sönlichkeiten thun lassen und ihm, wie in einem Spiegel, das Bild der der König fie verhindern konnte. Heinrich IV, wollte aber einmal den Zeit mit ihren Sitten, Anschauungen, Neigungen, Vorurtheilen, Gen jungen Montmorency zum Schwiegersohne haben; er willigte in die brechen und Tugenden zeigen. Solche Darstellungen bieten der großen Verbindung mit Fräulein von Vendome, nachdem er die Ehe mit Maffe der Leser eine anziehendere und zugleich belehrendere Leftüre, Fräulein von Chemillé für nichtig erklärt hatte. Eben sollte die als Staats- und Kriegsgeschichten, und außer ihrer wissenschaftlichen Hochzeit ftattfinden, als der König starb. Die Königin - Regentin, Bedeutung haben sie auch noch das Gute, daß fie dazu beitragen die ebenfalls die Verbindung mit dem Hause Montmorency wünschte, fönnen, die große Fluth der sogenannten hiftorischen Romane, jener gab bem jungen Heinrich von Montmorency ihre Nichte Maria. Nach Zwittergattung zwischen Dichtung und Wahrheit, die weder Dichtung dem Tode seines Vaters, des Connetable, fiel ihm die Statthalternoch Wahrheit ist, zu dämmen. In Frankreich hat sich von jeher die fchaft von Languedoc zu. Er verließ Paris und seine Gemahlin mußte Neigung, historische Personen in Privat- Beziehungen zu schildern, in gegen ihren Wunsch im Louvre zurüdbleiben. „Wir haben“, sagte einer reichen Memoiren-Literatur fundgegeben. Erst in der neuesten die Königin, als sie ihre Nichte in ihre Träumereien versenkt fab, Zeit hat auch diese Gattung geschichtlicher Darftellung ein kunftvolles Madame von Montmorency nur halb: ihr Körper ift bei uns, ihre Gepräge erhalten und ihr hat sich, wie es deint, besonders Amédée Seele in Languedoc." Sie erwarb fich die Gunst und Achtung Renée gewidmet. In einer Reihe von Schriften: „Les Nièces de

Les Nièces de Ludwig's XIII. Er schien ftolz darauf, sie seine Verwandte zu nennen. Mazarin”, „Les Princes militaires de France”; „Louis XVI. et sa ,,Man muß fie nur fprechen hören“, sagte er, „um ihre feltene Weißcour”; „Biographies et Portraits", hat er sich die Schilderung der beit zu bewundern.“ , Ja“, meinte die Königin, ,, ihrem Gesichte nach Sitten und Charaktere vergangener Zeiten zur Aufgabe gemacht. ist sie kaum erst funfzehn Jahre, hört man sie aber sprechen, so hält Wir haben es hier mit einer eben in neuer und vermehrter Ausgabe man sie für älter als dreißig Jahre."

man fie für älter als dreißig Jahre." – Maria von Medici zog sie erfdienenen Schrift desselben: „Madame de Montmorency, moeurs oft zu ihren wichtigften Berathungen, wiewohl sie sich gern dieser Ehre et caractères au XVII siècle", zu thun, deren Heldin eine durch entzog. Eigenschaften des Geiftes und Herzens, wie burd Schönheit und An Nach einer Trennung von einem Jahre brachte die Reise des muth gleich ausgezeichnete Frau ist, die zur Zeit der Maria von Me Hofes nach Bordeaur, bei Gelegenheit der Bermählung des Königs dici unb Anna von Desterreich, als weibliche Tugend und eheliche mit der Infantin von Spanien, die jungen Eheleute wieber zusammen. Treue immer seltener wurden, burd Reinheit der Sitten und trepe Maria begleitete ihren Gemahl hierauf nach Languedoc, wo sie sich Anhänglichkeit an den Gatten, der ihr ihre Hingebung nicht immer durch ihre Anmuth, ihren Geift und ihre Milde die Herzen Adler geo mit gleichem Maße vergalt, den Meisten ihres Geschlechtes und wann. Der Herzog beauftragte sie mit der Leitung der häuslichen Standes als Mufter vorleuchtete. Duro eine Stizze des Inhaltes Geschäfte; feine kleine Aufgabe, da nach dem Tode des. Connetable wollen wir auf das Buch felbft die Lefer aufmerksam machen. ber Sohn den ganzen Hausstand des Vaters mit dem seinigen ver

Mademoiselle de Monpenfier berichtet in ihren Memoiren, daß, als einigt hatte. Sein Gefolge beftand gewöhnlich aus hundert Edelreuten. einst der Hof während einer Reise in Moulins anhielt, Ludwig XIV., Der ganze Abel brängte sich in den Dienft des Herzogs. Der Haus. Anna von Defterreich und die Prinzen sich in das Kloster der Heim- balt war ein faft föniglicher, so daß des Herzog& Vermögen bald sich suchung begaben, um daselbft eine Nonne, ihre Verwandte, die sich als unzulänglich erwies. Die junge Frau suchte Ersparnisse einzuführen. dorthin zurückgezogen hatte, zu besuchen. Diese Nonne war die Witwe Sie ließ sich über Alles genaue Auskunft geben, fümmerte fich um des Marschalls Montmorency, den Richelieu zu Toulouse hatte ent- die geringste Kleinigkeit mit einer unendlichen Geduld, sah nach Allem haupten lassen. Nach ihrem Tode wie eine Heilige verehrt, war sie und stellte endlich ihrem Gemahl die Nothwendigkeit einer Reform während ihres Lebens die Heilige der Liebe. – Sie war in Rom, im bes Hauswesens por. Sie bezeichnete diejenigen Personen, deren Jahre 1600, geboren und stammte aus dem berühmten Hause der Dre Dienste fie entbehren könnten. Der Herzog hörte aufmerksam ihre fini. Ihre Erziehung hatte fie in Florenz erhalten, denn sie war Gründe an und feßte ihr darauf die reinigen entgegen. ,,Die uns durch ihre Großmutter, Elisabeth, mit den Medici verwandt. Ihr heute unnüs find“, sagte er, „können uns vielleicht morgen unentbehrlich Vater, der Herzog von Bracciano, General der toskanischen Galeeren, sein." Nur bei zwei seiner Lieblingsbiener verließ den gewandten batte mit Ruhm zur See gedient und fich zum Schreden der Korsaren Anwalt der Scharfsinn. Er gab fich für besiegt. „Nun gut, mein gemacht

. Die Türfen hatte er in mehreren Sólachten geschlagen. Herz," sagte er zu der Prinzessin, „nimm es auf Dich, den Einen zu Er 30g fids nach Rom zurüd und heiratete eine Nichte des Papstes verabschieden; des Undern werde ich mich entledigen. Doch bald das Sirtus V., von der er zehn Kinder, fleben Söhne und brei Töchter, rauf fügte er lächelnb hinzu: ,,Sind sie nicht so schon unglüdlich gem erhielt. Die Großherzogin von Toskana übernahm die Erziehung der nug, zu nichts zu taugen; sollen wir ihnen noch den Rummer dazu Töchter

. Gerade als die jüngste geboren wurde, verließ Maria von verursachen, daß wir sie aus unserem Dienste entlassen?" Die Medici, im October 1600, Florenz, um sich auf den Thron Frankreichs Herzogin sah, daß in dieser Hinsicht mit dem Herzog nichts anzuzu feßen. Sie wollte des Kindes Pathe sein, gab ihm den Ramen fangen sei; fie versuchte also ihren eigenen Hausftand einzusdränten. Maria und bewahrte für diese ihre Nichte und Pathe immer eine bee Sie hatte zwölf Þagen und glaubte, mit sechs, ebenso gut auskommen zu sondere Vorliebe. Sie ließ die faum Bierzehnjährige nada Frantreich können. Diesmal gab der Gemahl seine volle Zustimmung. Die kommen in der Absicht, - fie mit Heinrich von Montmorency zu vers fechs Pagen wurden verabschiedet. Aber was that der Herzog? Er mählen. Dieser, der Sohn des Connetable von Montmorency, war nahm sie in seinen eigenen Dienft. Dieser Montmorency war über. der Pathe und Liebling Heinrich's. IV. gewesen, der ihn mit einer seiner haupt der prachtliebendfte Mann. Wenn man ihm Verwunderung

über seine Freigebigkeit bezeigte, fagte er: „Warum bin ich nicht Bon Amédée Renée (Verfafser der „Midten Mazarin'g'). Barie, Kaiser, um noch mehr thun zu können!" Rein Wunder, daß er über

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Besonders hingen die Soldaten treu an ihm. Eines Tages hatte er Nad einem kurzen Frieben ergriffen die Protestanten die Waffen eine Schaar von Kriegern verabschiedet. Sie folgten ihm überall hin wieder. Das katholische Spanien unterstüßte die Häupter derselben, und blieben vor den Häusern, in die er eintrat, ftehen. Er glaubte, den Prinzen Rohan und seinen Bruder, den Herzog von Soubise. fie wollten noch einiges Geld von ihm und warf ihnen feine Börse Lekterer bemächtigte sich von La Rochelle aus in Port-Louis der aus einem Fenster zu. Aber die Soldaten hoben sie nicht auf, sondern königlichen Flotte. Der Herzog von Montmorency ward als Admiral schrien: „Nicht Geld wollen wir, sondern unseren Feldherrn!" Wenn gegen ihn geschickt, und seiner Kühnheit gelang es, die Flotte Soubise's man ihm feine Verwendung vorwarf, bezog er sich auf diesen Zug zu schlagen. Die Befeßung der Inseln Ré und Dléron bereitete von Uneigennüßigkeit seiner Soldaten.

die Einnahme von La Rochelle vor und auf seinen Vorshlag ward Ein solcher Mann erschien Maria Orsini wie ein Gott. Er der berühmte Damm nad der Stadt ausgeführt. Ebe noch die nahm ihre Seele ganz eint; felbft in der Kirche wandte sie ihr Auge Stadt fiel, ward Montmorency abberufen. Richelieu hielt es nicht für nie von ihm. Doch war sie leider nicht die Einzige, auf die der Hers rathsam, daß Montmorency's Popularität noch wachse; darum beraubte zog einen solchen Eindruck machte. Er liebte feine Gemahlin, er be er ihn damals feines Ruhmes, wie später seines Hauptes. wunderte die Schönheit ihrer Seele, die Güte ihres Herzens, er kannte Das zweite Buch schildert die Katastrophe, welche die Verbindung ihre innige Liebe, er bezeigte ihr Achtung und Zärtlichkeit; aber fie des Herzog von Montmorency mit Gaston von Drleans herbei war eine Heilige in seinen Augen und vielleicht zu sehr Heilige für führte. Die Veranlassungen lagen in der Härte, womit Richelieu seine menschliche Natui. Er war ein Zögling Heinrich's IV. und be- Languedoc aller früheren Rechte beraubte, in dem verlegten Ehrgeize nußte nur zu gut das Beispiel, das er am Hofe Marien's von Medici des Herzogs von Montmorency, der vergeblich den Titel eines und in dem Haufe feines Vaters, des alten Sultan's von Languedoc", Maréchal général beanspruchte, in der Parteilichkeit Richelieu's, wo: vor fich gesehen hatte. Seine galanten Abenteuer blieben der Her- mit er dem Herzoge von Chevreuse, mit dem Montmorency einen zogin nicht verborgen. Mit Schweigen, sagte fie einft zu einer

Mit Schweigen", sagte sie einst zu einer Ehrenstreit hatte, in Folge dessen Beide auf vierzehn Tage vom Hofe Frau, die wie sie litt, „werden Sie dergleichen am besten überwinden. verbannt worden waren, die Strafe abkürzte. Eifrige und unzufriedene Man muß von Kummer dieser Art nur zu Gott sprechen." Sie ver Freunde fachten die Flamme des Hasses an. Der Herzog ichwankte barg ihren Schmerz, aber ihr Aeußeres verrieth ihn nur allzusehr. Eines lange; ja, er schrieb selbst auf den Rath des Erzbischofs von Narbonne Tages fragte sie der Herzog: ,, Sind Sie Frank, meine Beste? Sie an Richelieu und rechtfertigte sein Benehmen. Der Minister gab sind ganz verändert.,, Ja“, sagte sie, w mein Gesicht ist verändert, seinen Gründen kein Gehör und ertheilte den geheimen Befehl, ihn mein Herz nicht." Er verftand fie und gerührt von ihren Thränen zu verhaften.

zu verbaften. Jeßt gab Montmorency Gafton fein Wort driftthat er zu ihren Füßen die zärtlichsten Versprechungen, die zu halten lich. - Die Herzogin batte lange eine Ahnung von dem, was vorseine Kräfte überftieg. Sie liebte ihn nichtsdestoweniger mit immer ging. Ihr Gemahl leugnete anfange, gestand ihr aber endlich die reinerer Zärtlichkeit, und mehr als Ein Zeitgenosse versichert, daß fie Wahrheit. ,, Ach“, sagte sie, w ich habe so sehr gefürchtet, als Sie dem eine Art von Sympathie für die Frauen, denen der Herzog seine Könige dienten; was werde ich erst zu fürchten haben, wenn Sie ge Zuneigung schenkte, gefühlt habe. So groß war ihre wunderbare gen den König die Waffen ergreifen."

gen den Rönig die Waffen ergreifen." – Der Erfolg ist bekannt. Se Leidenschaft!

dem Treffen bei Castelnaudary ward Montmorency verwundet. Sein Im Süden Frankreichs brachen Religionsstreitigkeiten aus und Pferd stürzte; er fühlte seine Kräfte ihn verlassen und nur an sein die Gefangennehmung der Königin Maria von Medici in Blois brachte Seelenheil denkend, rief er; „Zu Hülfe! ich bin Montmorency!" Er einen Konflikt zwisden Dankbarkeit und Pflicht. Das berzogliche wurde als Gefangener nach Castelnaudary gebracht. Gafton, der noch Ehepaar liebte und beklagte die Königin, ihre Verwandte. Maria von über eine seinen Feinden überlegene Macht zu gebieten hatte, hätte ibu Medici wandte fich selbst shriftlich an Montmorency, der jedoch in retten können; aber er blieb unthätig. Man erzählt, daß er, als er seiner Treue gegen den König nicht wankte. Ein Vertrag zwischen das Unglück des Herzogs von Montmorency erfuhr, ruhig ein Liedchen Sohn und Mutter (30. April 1619) endete für eine Zeit den Zwift. pfeifend, gesagt habe: ,, alles ist verloren!" Er unterwarf fic dem In den Religionskämpfen leistete der Herzog dem Könige die wichtig- Könige und verpflichtete sich in dem Vertrage, keinen Antheil an seinen ften Dienste. Vor Montauban warb er von einer ansteckenden Krank. Berbündeten zu nehmen und sich nicht zu beklagen, wenn der König heit ergriffen. Mehrere seiner Edelleute und der größte Theil seiner sie die verdiente Strafe erleiden ließe. Das war das Todesurtheil Leute waren schon der Seude erlegen. Die Herzogin eilte zu seiner Montmorency's. Der Prozeß des Herzogs wurde in Toulouse per Pflege nad Rabafteins, wohin der Kranke gebracht worden war. Erst handelt. Vergeblich waren alle Bemühungen, ihn zu retten, vergeblid nach Wochen von Angst wich das Uebel ihrer wunderbaren Hingebung. die Verwendung Karl's I. von England, des Herzoge von Savoyen Vor Montpellier verwundet, wurde er von der Gattin nach Pézenas der Republik Venedig. Richelieu äußerte: ,, Ich bin von Natur furdtgebracht. Eine der Wunder war gefährlich, aber kaum hatte sie sich fam; ich sowanke lange; habe ich aber einmal meinen Entschluß gegeschlossen, so eilte der Genesende wieder in den Kampf. Die arme faßt, so schlage ich zu und mähe nieder; ich bedece Alles mit meinem Frau hatte eine minder rasche Heilung gehofft. Die Verehrung für rothen Kardinalsgewande." Montmorency ftarb muthig, wie er ihren Helden wuchs mit den Gefahren, denen er Troß bot. Wenn gelebt hatte. Seine leßten Zeilen an seine Gemahlin lauteten: er sich unter dem Schalte der Klarinetten und Trommeln von ihr ,,Mein theures Herz, ich sage Dir mein legtes Lebewohl mit derfelben trennte, fühlte sie sich dem Tode nahe, bis man ihn ihr blutend wieder- Liebe, wie sie immer unter uns geherrscht hat

. Joh beschwöre Did brachte. Dann gränzte ihre Hingebung an das Unmögliche. Sie fand bei der Ruhe meiner Seele, die, wie ich hoffe, bald im Himmel sein ihre Kräfte wieder, Tag und Nacht zu wachen. Doch nagten diese wird, Deinen Schmerz zu mäßigen und aus der Hand unseres heiligen Heftigen Erschütterungen an ihrem Leben. Zum Glüde wurde der Erlösers diese leiden entgegenzunehmen. Jd empfange soviel Grade Friede wenigstens für eine Zeit wieder hergestellt, und mit ihm kehrte von seiner Güte, daß Du jede Ursache haft', Didy zu trösten. Lebe auch die Freude wieder und die Luft an den Künften des Friedens. nochmals wohl, mein theures Herz, lebe wohl!". (Schluß folgt.

Das Haus Montmorency wetteiferte mit dem Hause Rambouillet, die größten Geifter, die das damalige Frankreich zierten, in seinen Räumen zu vereinen. Montmorency war ein Landsmann der

Zur Poesie der keltischen Bas-Bretons. Troubadouro. Er hatte den Geift und die Phantafie des Südländers und war selbst in der Dichtfunft nicht unbewandert, wie Heinrich IV., Als Napoleon der Dritte im vergangenen Sommer an der Seite der ihm hierin wie in anderen Beziehungen Muster war. Von allen seiner Gemahlin den festlichen Umzug durd Nord-Frankreiờ hielt, großen Herren jener Zeit, die zwischen Heinrich IV. und Richelieu erfreute man das kaiserliche Paar unter anderen schönen Dingen aud liegt, war Montmorency der Einzige, der als Patron der Schöngeifter mit einer buldigenden Ode im alten Idiome der bretagnischen Kelerscheint. . Ihm widmete Scudéri seinen ersten Roman. Er nennt ten, beffen nächster Blutsverwandter das Kymrische in Wales ift. ihn in der Vorrede den Vater der Soldaten und den Beschüßer der Mit diesem und dem Gaelisch-irisden bildet der Jez Wamm (b. i. Dichter. Die Herzogin harmonirte hierin ganz mit ihrem Gemahl. Muttersprache) des ehemaligen Armorica’s eine wohlgeschloffene FüSie wurde von Dichtern unter bem Namen Sylvia besungen. Unter milie, deren Verwandtschaft mit den arif -europäischen Stammihre Schüßlinge gehörte der Dichter Théophile de Viau, den der sprachen jedoch (in neuerer Zeit) nachgewiesen worden. Herzog von Montmorency vom Feuertode rettete, als er durch die Her. Es läßt sich allgemein bemerken, daß kleine und politisch Herah. ausgabe des „,Parnasse satirique" fich den Unwillen des Parlaments gekommene Völker ihre angestammte Sprache wenn sie von der des zugezogen hatte und zum Scheiterhaufen verurtheilt worden war. Er mächtigen herrschenden Volfes sebr verschieden ift - mit einer Art fand ein Asyl in Chantilly, wo er in einem Gedichte: „La maison de von religiösem Kultus verehren und ihr vorzugsweise einen unmittelSylvie", seine Beschüßerin pries. Zwei andere Dichter, Mairet und bar göttlichen Ursprung anweisen. Noch der würdige Grégoire Boiffat, erfreuten sich ebenfalls ihres Soußes. Der Erstere, ein Schüler Kostrenen fagt in der Vorrede zu seiner (1833 gedructen) ,,Graz Théophile's de Viau, widmete ihr ein Gedicht: ,,Sylvanice"; auch ift maire française -celtique" ganz ernfthaft: „Die Vortrefflichkeit une er der Verfasser der ,,Sophonisbe", eines Stüdes, das bis zur rer Muttersprache findet To meine ich ben gültigften Beweis Erfdeinung des ,,Cid“ von Corneille für das größte Meisterwerk der in ihrem Ursprung; denn sie ist nidt Menschenwerk, wie alle

men,“) sondern ein Idiom, das Gott felbft dem Japhet and Eine genaue grammatische Zergliederung der vorftehenden Sprach. deffen Familie im lande Sennaar gegeben."")

probe ist hier nicht an ihrer Stelle; wir wollen nur auf ErfdheiDas Keltische der Niederen Bretons bewahrt, wie seine Schwestern nungen, die schon in diesen wenigen Versen öfter sich wiederholen, aufin Großbritannien und Irland, viele, Aden gemeinsame Eigenthüm- merksam machen. Der Leser begegnet siebenmal einem Genitiv-Verlichkeiten mit großer Zähigkeit. Lange fortgesekter Umgang mit ihn hältniß, und es ergiebt sich immer nur aus Stellung und Zusammenhang, , ren französischen Herren und Nachbarn hat ihnen, was ganz unver. indem jede positive Bezeichnung fehlt; in der Poesie scheint dies also meidlich, viele franzöfische Wörter – die man von urverwandten Regel zu sein. Der bestimmte Artifel ann oder ar (vor 1 fogar al) Wörtern beider Spradjen forgfältig unterscheiden muß zugeführt, bleibt von Numeru$ und Casus so unberührt, wie das englisdhe the. und auch die Aussprache der des Franzöfischen angenähert; dod ist den Das Adjektiv fteht gewöhnlich nicht in der Mehrheit. Gewiffe AnBretons wenigstens ihr, einem französischen Organe höchlich widers fangslaute unterliegen, wenn Etwas vorhergeht, sehr oft einer Verftrebender, rauher Rehlhauch geblieben, welchen in der Schrift ein änderung (meist Milderung): k wird zu g oder c'h, g zuch, t zu Apostropb zwischen c und h Fund giebt. ***) Beispiele: c'hoar,' Schwe: dober z, d zu z (gelindes s), m und b zu v, p zu b. Beispiele: ster, sprich doar (fast genau das chôher der heutigen Perser); mamm, Mutter, aber ar vamm, die Mutter; Gall, Frankreich, aber louc'h ober loc'h, See, sprich Tuch, loch; c'houéac'h, die Zahl Sed8, brỏ Chall, Land Frankreich); trî, drei, aber hô zrî, euere (oder ihre) Drei. spridh chueady!

Man benußt diesen Umstand, um gewisse Zweideutigkeiten zu vermei. Recht merkwürdig ist, daß der Bas · Breton für Franzose den; da z. B. hô, sofern es persönliches Fürwort, sowohl euch als noch immer Gall, d. i. Gallier, fagt, für Frankreich ebenso oder sie (Affuf. Plur.) bedeuten fann, so heißt mé hô kar (mit unver. Brô C'ball, d. i. fand Gallien. Auch heißt das Französische bei ändertem k): je vous aime, aber mé hô c'har: je les aime.") He ihm nur galleg, und französisch sprechen: gallega. Den Engländern fann er, ihn und sie (elle) bedeuten, außerdem sein, ihr und bleibt in der Bretagne, wie im schottischen Hochlande, ihr Urname feine, ihre in jedem Sinne der deutschen Formen: nun sagt man Sachsen (Saoz, Mebrzahl Saozon), daher heißt Englisch saoznek (von tâd, Vater) für fein Vater: hé dâd, für ihr (eines Weibes) (das gaelische sassenach), u. f. w.

Vater: hé zâd! Merc'h (wohl urverwandt mit dem lateinischen Von der oben erwähnten Fest-Ode theilt eine französische Pro- virgo) ist Mädchen und Todter: hé merc'h ift ihre (der Frau) vinzial-Zeitung die legte Strophe als Probe mit. Wir lassen den Tochter, aber hé verc'h, seine Tochter.

S d. Tert derselben in Begleitung unserer zwischenzeiligen, möglichft wörtlichen Ueberseßung, der fid eine freiere ansdließt, hier folgen. Die

England. Strophe besteht aus zehn Alerandriner-Versen und hat Endreime in Friedrich der Große, nach Thomas Carlyle. **) der Ordnung abbabccbbb. Die aus zu häufiger Wiederfehr des Reis

. (Soluß.) mes b (in ed oder et) fich ergebende Eintönigkeit ist dadurch etwas ,,Die zweite englische Quelle (für Friedrich) hat Bezug auf seinen gemildert, daß die zwei leßten Verse auch in der Mitte einflingen Privat-Charakter. Friedrich's Biographie oder Privat- Charakter haben und zwar mit einem vierten Reime.

die Engländer wie die Franzosen vornehmlich aus einer schändlichen Pede nuou any did vẫd a zô skanv ha nerzus;

Schmähschrift von Voltaire geschöpft, die benannt zu werden pflegte ,,Vie Gebete der Menschen gut sind leicht und wirkjam;

Privée du Roi de Prusse" (Privatleben des Könige von Preußen), **) Tizout a reoot ann énv, skuilla a reont iec'hed

welche Schmäbschrift ohne Zweifel von Loltaire in einer Art von Erreichung madjen sie den Himmel, Grgießung madsen fie Wohlsein

Wuth verfaßt worden, die er aber nicht herauszugeben beabsichtigt E kavel ar bugel ha var dal ar brinsed, In Viege des Kind[es] und auf Stirn der Fürsten,

hatte, ja verbrannt und vernichtet zu haben sich nachher einbildete. Zô gwir gannaded Doué, 'vel d’han madelezus.

Nicht eine Zeile dieses Machwerfes, welche nicht anderweitig bewiesen [Die] Sind wahre Gesandte Gott[e8), gleich ihm wohlthätig.

werden kann, verdient Glauben; ja, von einem großen Theile fann Pa c'hanaz Map Bro-C'hall, ha pa hé badezet,

bewiesen werden, daß es wilde Hebertreibungen und Verdrehungen, A18 geboren ward [ber] Sohu (tes] Land[ee] Gallien und als er getauft[ward), oder sogar geradezu nichts als lügen feien, — niedergeschrieben in einer Kouls hag enn deiz birio, Breiziz holl a unan,

der Raserei des John Dennis †) analogen Stimmung. Dies gilt als So wie an Tag Heute, Vriten Alle zumal,

die Biographie oder der Privat-Charakter Friedrid's, der hier aller Dreist birroud ar môr braz, disar hô brûk, hô lann,

Verbrechen, natürlicher und unnatürlicher, bezichtigt wird; — während Ueber Stöhnen des Meer[es] groß, von auf ihren Haiden, ihren Steppen,

es in der That, wenn man es mit anderweitig bekannten Thatsachen Gant mouéz hô c'haloun o dereuz lavaret: Mit Stimme ihr[ee] Herz[eng] haben gesagt:

vergleicht, und auch schon an und für fich betrachtet, als eine durch Bevet ar vamm dener! beret hé map karet!

und durch unstichhaltige, unglaubbare und unmögliche Darstellung erLebe die Mutter zärtlid, lebe ihr Sohn geliebt!

fdeint, etwa wie diejenige eines flammenden Teufelsfopfes, mit Beret ann ipalaer! hô zrí euruz, bevet!

Phosphor auf die finstere Wand des Stochaufes hingemalt, von Lebe der Kaiser! Ihre Drei (sei] glücklich, [sic] lebe!

einem Künstler, der (nicht ganz ohne Grund) über Nacht darin ein,,Die Gebete der Guten sind leicht +) und wirtsam: fie gelanger gesperrt war. zum Himmel und ergießen (von daher) Wohlsein in die Wiege des

,,Der arme Voltaire schrieb jenes „Vie Privée" in einem der Kindes und auf die Stirn der Fürften, der wabren Abgesandten (De Raserei des John Dennis wenig nadigebenden Zustande, – wie ver. putirten) Gottes, die wohlthätig sind wie Er. Bei der Geburt des anlaßt, werden wir seiner Zeit sehen. Und dies ist die Urkunde, Sohnes von Gallien und bei seiner Taufe haben alle Briten (Bre, welche englische Lefer am sicherlichsten gelesen und so weit wie mögtons) insgesammt, wie sie noch am heutigen Tage thun, über dem lich zu glauben versucht haben. Unser Nath ift: zum Fenster hinaus Gefibbinz des Weltmeers und ron ihren Haiden her, mit des Herzens damit, wer da Friedrich von Preußen kennen möchte; behalte es aber Stimme gerufen: Ed lebe die zärtliche Mutter! Es lebe ihr geliebter noch eine Weile, wer da François Arouet de Voltaire kennen möchte Sobn! Es lebe der Kaiser! Es leben alle Drei, fie feien glüdlich!"

und eine gewiffe zahlreiche unglüdselige Klaffe Sterblicher, zu deren Da dreist nicht bloß oberhalb, über, sondern auch mehr als Wortführer in der Welt Voltaire mitunter berabsinken kann! – Ah, bedeutet, fo läßt sich dreist hirvoud ar môr braz wohl auch fo übers gebe wohin du wilft, besonders in diesen unehrerbietigen Zeitaltern, feßen: , mehr als das Gestöhn des Meeres groß", D. h. größer so ist der große Todte ficherlich unter unendlichem Roth liegend an(stärker) als das Tosen der Meereswogen", und braz bezieht sich dann zutreffen, endlose Verleumdungen und Dummheiten über ihn zusammenauf die im nächsten Vers nachkommende Stimme. Das wäre frein gebäuft. Denn die Klasse, von der wir reden, die Klasse der „im lich energischer, vielleicht sogar poetischer, aber die Wortsteđung würde

untern Geschoß Saturnalien haltenden Lafaienseelen“, ist zahlreich, dadurch, wie Jeder sieht, unnatürlich gezwungen. Und wie paßte n, mit der Stimme des Herzens gesagt“ zu einem die Wogen über

*) Dieses hô ist außerdem audi besipanzeigendes Fürwort zweiter und

dritter Person (Ginheit und Mehrheit)! tönenden Rufen? Dazu kommt noch, daß braz (groß, ausgedehnt) **) „History of Friedrich II of Prussia, called Frederick the Great”. schwerlich der rechte Ausdrud für Stärfe der Stimme ist, und daß By Thomas Carlyle. Vol. I, II. London: Chapman & Hall. – TauchnitzBretons nicht blos auf Haideland rufen, daß ein Theil derfelben von

Edition, 3 yols. Leipzig, 1858.

„Geschichte Friedrich's des Zweiten, Königs von Preußen, genannt Friekleinen Inseln, also wirklich über dem Meere her, sich vernehmen dridh der Große", von Thomas Carlyle. Deutsch von 3. Neuberg. Deutsche, läßt. — Was brûk und lann betrifft, so sind dies nur zwei Ausdrüde Berlin, Deder, 1858.

vom Verfasser autorisirte Uebersepung. Erster Band, erste Hälfte, Bogen 1-20. für Haideland, die eigentlich zwei Arten des Haidekrautes bezeichnen, ***) Zuerst nach einer gestohleuen Abschrift gedruckt zu Oenf 1784; Volwie bruyère und lande im Französijden.

taire’s Versafferschaft (die einige seiner Vewunderer bezweifeln wollten), zuerst

nachgewiesen Paris 1788, ist seitdem anerkannt in fämmtlichen Ausgaben sei*) Schönen Dank von Slaven und Basfon, obgleich die Zusammen, ner Werfe (II, 9-113 der Ausgabe von Baudouin Frères, 97 Vol., Pa. ftellung wunderlich genug ist!

ris, 1825 -1831) unter dem Titel: „Mémoires pour servir à la Vie de **) Man leitet nämlich den Namen Kymren gern von Gomer, einen M. de Voltairc" stückweise wiederholt in dem Ding: „Commentaire Hi. Sohne des Japhet, ab.

storique" genannt, welches ebendaselbst in großer Länge folgt. (Anm.d. Verf.) ***) Aber ch ohne den Apostroph dazwischen liest man jest ich, wie im *) „The Frenzy.of John Dennis ist der Titel einer satirisden Sdurist Französischen.

von Pope gegen einen Zeitgenossen und feindlichen Kritifer' dieses Namens. I) Mit leidt muß wolnl gesagt sein, daß fie ganz ohne Schwierigkeit, . Die Naserei" endet damit, daß der unglüdliche Kritifer den Inhalt eines gleidsam wie Dpferrand, emporfteigen.

unsauberen Gefäßes an den Kopf empfängt. (Anm. d. Ueberseßers.)

ist unzählbar und fann einen , ftimmreiden lataien", der bei einer eigentlich der berufenste mögliche Geschichtfreiber ist, und daß es folden Gelegenheit ihren Zweden dienen will, gut bezahlen!

foredlich ist, den gelehrten Dummfopf, welchen ich Dryaebust (Troden. ,, Friedrich ist mit nichten der vollkommenen Halbgötter Einer staub) nenne, dem Amt der Geschichtschreibung nachgeben und Shaf. und es läßt fich Manches mit gutem Grund gegen ihn Tagen. Bis speare und Goethe es vernachlässigen zu sehen. Ereignisse auslegen; ans Ende bleibt er ein bedenklicher Heros, mit vielem an ihm, das die universal sichtbare, völlig uuzweifelhafte Difenbarung des Urhebers man gern hinweg, und Vieles ermangelnd, das man hinzu wünsøen dieses Universums auslegen – wie kann Dryasbust der Art Dinge möchte. Aber da ist ein Zug, der bald in unserer Untersuchung her- auslegen, der finstere chaotische Gesel, der den Sinn von nichts Ros portritt, nämlich daß er in seiner Art eine Realität ist; daß er stets mischem ober Edlem begreift oder es je begreifen wird? Der arme meint, was er spricht; auch seine Handlungen auf das, was er für Wicht, man sieht, was für Art Sinn er sich seit langer Zeit soon die Wahrheit erfennt, begründet und mit einem Wort gar nichts vom aus der Geschichte des Menschen abgezogen und die ganze Welt dazu Hppofriten oder Scheinmenschen an fich hat; wovon einige leser zu bekommen hat, es ihm nachzuglauben. Unglüdlicher Dryasdust, breigeben werden, daß es ein äußerst seltenes Phänomen ist.

mal unglüdliche Welt, die Dryasduft's Lefeart der Werfe Gottes fich ,,Bir nehmen wahr, daß Friedrich gar weit davon entfernt gefallen läßt! Jedoch was war auch Anderes möglich? Diejenigen, geblieben, zu versuchen, nach Sdwindlerart mit den Thatsachen um die Besseres hätten lehren können, waren mit Geigen beschäftigt, was zuspringen; daß er besagte Chatsachen ehrlich anerkannt hat, wo fie gut bezahlt wurde. Und unser Schaden daraus, unser Shaden, immer zu Tage traten, und auch sehr begierig gewesen ist, ihr Dasein ja wenn du noch menschlich und nicht geierartig bist, – übersteigt zu ergründen, wo sie noch verborgen oder zweifelhaft waren. Denn vielleicht sämmtliche Kalifornien, die englische Nationalschuld, und er hat wohl gewußt, in einem ganz ungewöhnlichen Grade und mit zeigt sich unberechenbar in Rontinenten von Goldbarren!" einem Verdienft, das um fo höher, als es ein unbewußtes war, wie Wir denken, wenn das ganze Wert erst vollständig erschienen völlig unerbittlich die Natur der Thatsachen ist, ob anerkannt oder fein wird, auf dieses merkwürdige Buch hier wieder zurückzufommen. nicht, ob ergründet oder nicht; wie vergeblich alle lift der Diplomatie, Şoffentlich wird sich durch die unschöne Form Niemand zurüdhalten Feinbeit und Sophisterei, um einen Sterblichen, der nicht auf der laffen, den schönen 3nhalt desselben näher fennen zu lernen. Dinge Wahrheit fußet, auf die Länge vom Sinken zu retten, vom Sinken zu den Rotbgöttern hinab, mit aut feinen Diplomatieen, Besige thümern, Ausführungen, und ein namenloses Object zu werden, tief

Mannigfaltiges. verborgen in den Pfuhlen des Universums. Dies hoffe ich darzuthun,

Der Planet Alerandra". Den Verhandlungen der Paetwas, das ich seit lange schon für mich selber mit Freuden in der Phy. rifer Akademie der Wiffenschaften vom 13. September d. Ž. entlehnen fiognomie Friedrich's und seines Lebens wahrgenommen und was in wir nachträglich Folgendes: der That die erste Veranlassung und die ganze Zeit über meine An Herr H. Goldschmidt zeigt die Entbedung feines elften Praregung und Aufmunterung war, sein Leben und ihn zu erforsden. Wie meten, des 54sten der Gruppe zwischen Mars und Jupiter, “) an, den dieser Mann, der noch dazu amtlich ein König, rich im achtzehnten er am 10. September um 8 U. 30 M. im Sternbilde des Wasser. Jahrhundert benahm, und es dahin brachte, nidt ein Lügner und mannes gefunden hat. Er weist ihm die nachfolgende Stelle an: Charlatan zu sein, wie sein Jahrhundert es war, verdient ein wenig 11. September 1858, mittlere Pariser Zeit 10 u. 55 M. von Menschen und Königen beachtet zu werden und dürfte ftillschwei

gerade Auffteigung .. 21 u. 38 M. 42 S. gend didaktische Bedeutung in fich haben.

südliche Abweichung .. 6° 64 Wer es ehrlich mit seiner Aufgabe hielt, der hat stets Bedeutung , Die tägliche Bewegung in gerader Aufsteigung ist 40 Sekunden; für ans, sei er König oder Bauer. Wer damit blog fingirte und die abweichende Bewegung war unmerklich. Der Planet gleicht einem grimassirte, einerlei wie viel und mit was für Geräus und Trompeten. Stern zehnter bis elfter Größe. ftoß er in der Welt gefocht und verzehrt habe, kann nicht lange Bes ,,Herr Abbé Moigno, von Herrn Goldschmidt beauftragt, dem deutung haben. Manche Menschen foden wirklich ungeheuer (nennen neuen Planeten einen Namen zu geben, schlägt den Namen Aleratwir es fochen, was ein Mensch nur aus Gehorsam für seinen dra" vor, um ihn auf diese Weise unserem berühmten Zeitgenossen, Hunger, nur für seine Begierben und Leidenschaften thut), - ganze Alerander von Humboldt, zu weiben." Kontinente und Bevölkerungen bratend in den Flammen des Krieges oder anderer Zwietracht; - Zeuge Ber vorerwähnte Napoleon. Denn

Galilëi und ber Pendel von Huygheng. In der obert der Menschen-Appetit in diesem Betracht ist gränzenlos, in Wahrheit gedachten Sißung der Pariser Afademie theilte zugleid Herr Biot unendlich, und der Kleinste von uns könnte das ganze Sonnensystem mit, daß der Professor Eugenio Alberi in Florenz, Herausgeber der aufessen, wäre und die Gelegenheit dazu verliehen, und dann weinen, volftändigen Sammlung von Galileo Galilei’s Werken, auffindig wie Alerander von Macedonien, weil wir nicht noch mehr Sonnen- gemacht, leßterer habe bereits 1641, in feinem legten Lebensjahre, fysteme zu kochen und aufzuessen hätten. Nicht der Umfang der den Plan gefaßt, den Pendel anzuwenden, um die mechanischen Uhren Rocherei des Menschen ist es, was mich viel an ihn fesseln kann, zu verbessern und das Sinken ihres bewegenden Gewichtes regelsondern nur der Mensch selber und was er an Kraft hatte, um mit mäßiger zu machen. Wegen seiner Erblindung, habe Galilöi die den Koth-Elementen zu ringen, und was er an Sieg gewann zu Ausführung dieses Planes seinem Sohne übertragen und von diesem feinem Frommen und meinem."

sei auch nach dem Tode des Vaters eine Pendeluhr angefertigt wors Wir foließen diese Auszüge mit einer Betrachtung über poetic den. Hiernach gebühre also das bisher dem Huyghens zugesGriebene i dhe Behandlung der Geschichte, die Carlyle seinem deutschen , Freund Verdienft der ersten Anwendung des Pendels bei den Uhren, da die Sauerteig" in den Mund legt, einer jener Sonderlings- Figuren in seiner Schrift: „ Horologium oscillatorium etc." ausgesprochene à la Jean Paul, die in einem komischen Romane von großer Wirkung dee erst 1657 **) veröffentlicht worden, dem Galilëi, der schon fecha sein können, in einem ernsten Geldichtswerke jedoch einige Ber: zehn Jahre vorber diesen Gedanken gehabt, welder nachmals der wunderung, wo nicht gar Unwillen, erregen:

Aftronomie so wichtige Dienste geleistet habe. — Herr Biot, der dies ,,Schiller, sagt Freund Sauerteig, ging einst, wie es heißt, mit Alles im Namen des Herru Alberi der Akademie mittheilte, fand fich dem Gedanken um, ein episches Gedicht auf Friedrich den Großen, inzwischen veranlaßt, hinzuzufügen, daß er, bei aller Achtung vor der ,, auf irgend eine That Friedrich's", wie es Sditler nennt, zu fdreis Richtigkeit der neuen Ermittelungen des gelehrten Florentiners, doch ben. Glüdlicher Weise that es Schiller nicht. Wenn er den That den Soluß, den dieser daraus zum Nachtheil von Huyghens ziehe, bestand über den Haufen warf, die Wirklichkeit außer Acht ließ, und nicht als richtig zugeben könne. Herr Biot behielt sich vor, seine AnZeit und Raum das Unterfte zu oberft fehrte, hätte Schiller mit seiner ficht in einer Abhandlung zu vertreten, die er nächstens im Journal schönen Begabtheit zweifelsohne ein zeitgemäßes nepisches Gedichty des Savants veröffentlichen werde. schreiben können, von der Art, wie sie von vielen gutmüthigen Leuten Von Biot's gesammelten wissenschaftlichen Abhandlungen **) ist gern gelesen und bewundert werden. Aber das hätte wenig genußttürzlich der dritte Band erschienen. Jeder dieser drei Bände enthält und nicht lange gedauert. Nicht das unwahre imaginäre Bild eines 15—20 der intereffanteften Auffäße oder Vorlesungen über GegenMannes und seines Lebens ift es, was ich von unserem Schiller haben ftände der Astronomie, der Erdkunde, der Physik und der Naturwill, sondern die wirklice natürliche Abbildung, wahr wie das Gesicht wiffenschaften überhaupt. Es ist eine wahre Encyklopädie zur Geo felber, ja wahrer, in gewiffem Sinne. Der Rünftler, wenn sich ein schichte dieser Wissenschaften während der leßten funfzig Jahre, und solcher findet, fönnte wohl ein solches Wert liefern, der Pfuscher nie. wenn die Auffäße durch ein einheitliches Band zu einem Ganzen vermals! Aber der Künstler versucht es gar nicht einmal, überläßt es bunden wären, so könnte man fie ein Seitenstück zu Humboldt's vielmehr dem Pfuscher, da er sich mit Anderem beschäftigt!

,, Rosmos“ nennen. ..,, Aber ich denke, alle wirkliche Poeten sind bis zur heutigen Stunde Pfalmiften und Iliadiften in ihrer Art, und tragen in fich Vgl. Nr. 65 und Nr. 75 bes ,, Magazin" von 1858. eine göttliche Ungeduld, eine göttliche Untauglichkeit, mit und unter

Nachmals : Paris, 1673. Fol.

***) „Mélanges scientifiques et littéraires". Par M. Biot. 3 vol. Lügen zu leben. Daraus folgt, daß der högste mögliche Sbakspeare Paris, 1858.

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