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Im Verlage von Veit & Comp.

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Berlin, gedruckt bei A. W. Hayn.

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mir übrig, als daß ich mir eine Kugel vor den Kopf schieße und wenigstens Eine wahre Handlung verrichte?“ – was das arme Jahrhundert auch that; ihm sei Dank dafür unter den Umständen. „Denn es bedurfte einmal wieder einer göttlichen Offenbarung an die erstarrten frivolen Menschenkinder, wenn sie nicht völlig in den Affenstand versinken sollten. Und in jener Windsbraut des Universums – die Lichter verlöscht und die zerrissenen Trümmer der Erde und Hölle zum Empyreum hinan geschmettert; schwarze Windsbraut, die sogar Affen ernst und die mehrsten von ihnen verrückt machte, – war, für Menschen, eine Stimme vernehmbar, eine Stimme einmal wieder aus dem Innersten der Dinge, gleichsam sagend: „Das Lügen ist nicht erlaubt in diesem Universum. Der Lohn des Lügens, seht Ihr, ist der Tod. Lügen bedeutet Verdammniß in diesem Universum, und Beelzebub, wenn auch noch so herausgeschmückt mit Krone und Infulen, ist nicht Gott!“ Dies war eine in Wahrheit als des Ewigen zu nennende Offenbarung in unserem armen achtzehnten Jahrhundert und hat von da an die Beschaffenheit des besagten Jahrhunderts für den Historiker bedeutend geändert. „Kurzum, jenes Jahrhundert ist darauf völlig konfiszirt, bankerott geworden, dem Gant überlassen, und Trödler sortiren gegenwärtig, in verworrener betrübender Weise, was davon noch werthhabend oder verkäuflich ist. Und es liegt im Grunde zusammengehäuft in unserer Vorstellung als eine unheilvolle schiffbrüchige Nichtigkeit, bei der zu

verweilen nicht ersprießlich ist, eine Art dämmernder chaotischer Hin

tergrund, worauf die Gestalten, die einiges Wahrhafte in sich hatten, – eine kleine und mit der zunehmenden Strenge unserer Forderungen immer kleiner werdende Genossenschaft, – für uns abgebildet stehen. – „Und dennoch, ist es nicht das Jahrhundert unserer eigenen Großväter?“ ruft der Leser. Ja doch, Leser; allerdings. Es ist der Boden, dem wir selbst entsprungen, auf dem wir unmittelbar nun fußen und worin wir, Nahrung suchend, zuerst Wurzel schlagen müssen: – und leider in großen Bezirken der praktischen Welt florirt es (was wir besonders unter es verstehen) noch fortwährend rings um uns her! Es ganz zu vergessen, ist noch nicht möglich und wäre auch nicht ersprießlich. Was damit machen und mit seinen vergessenen Narretheien und „Geschichten“, die nur des Vergessens würdig? – Wohlan: so viel desselben als von Natur aus festhaftet; was desselben nicht abgelöst werden kann von unserem Helden und seinem Wirken: ungefähr so viel und nicht mehr! Sei das unser Uebereinkommen in Betreff desselben.“ Daß Carlyle unter der Ueberschrift „English Prepossessions" einen Exkurs liefert, worin er die Vorurtheile des vorurtheilsvollen Englands in Bezug auf Friedrich bekämpft, ist gewiß ganz am Orte. Steckt er selbst auch noch tief in englischen Vorurtheilen in Bezug auf kontinentale Zustände, so kann doch immerhin das, was er zur besseren Informirung seiner Landsleute sagt, dazu dienen, überhaupt eine genauere Kenntniß des Auslandes unter ihnen zu verbreiten: „Für Engländer sind die Ouellen der Kenntniß oder Ueberzeugung über Friedrich, nach meiner Beobachtung, hauptsächlich folgende zwei: Erstens, was seinen öffentlichen Charakter betrifft, ist es eine überaus wichtige Thatsache, nicht für Letzteren, sondern für England in Betreff seiner gewesen, daß Georg II., als er es für gut befand, sich über Hals und Kopf in die deutsche Politik zu stürzen und Maria Theresiens Partei im österreichischen Erbfolgekrieg von 1740–1748 zu ergreifen, damit anfangen mußte, seinem Parlament und den Zeitungen, die im tiefsten Dunkel über den Gegenstand waren, zu versichern, daß Friedrich ein Räuber und Bösewicht sei, weil er die andere Partei ergriffen, welche Versicherung – auf was für Grund fußend, werden wir später ersehen – Georg's Parlament und Zeitungen guter Dinge, und ohne den geringsten Zweifel zu hegen, annahmen. Und sie haben sie immerwährend seitdem zurückgeschallt und reverberirt, sie und wir Uebrigen Alle, bis auf den heutigen Tag, als völlig abgemachte Thatsache und als vorläufige Bezeichnung von Friedrich's Charakter. Räuber und Bösewicht zu gutem Anfang; das war Ein abgemachter Punkt. „Als nachher Georg und Friedrich Verbündete geworden und die großartigen Kampfführungen des siebenjährigen Krieges stattfanden, kamen Georg's Parlament und Zeitungen über einen zweiten Punkt in Betreff Friedrich's überein: „Einer der größten Soldaten, die je gelebt.“ Dies zweite Attribut räumt der britische Schriftsteller seitdem völlig ein: aber er fügt noch immer die Eigenschaft des Räubers in unbestimmter Weise hinzu; – und stellt sich einen königlichen Dick Turpin *) vor, von der Art, wie er in Revüe-Aufsätzen“) und in Abhandlungen über den Fortschritt des Menschengeschlechtesgangbar ist, und überschreibt es Friedrich; sehr begierig, neue Aufwärmungen der lügenhaften Anekdoten, falscher Kritiken, hungriger französischer Memoiren zu sammeln, die ihn in jener unmöglichen Idee befestigen sollen. Hätte sich bei einigem Ueberblick dies als der

*) Ein berüchtigte englischer Straßenräuber und Räuberromanheld. **) Macaulay

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