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unnatürlicher Liebenswürdigkeit aufnimmt und sich von da an bea Frankreich.

fleißigt, ihre junge Freundin mit dem Charakter des jungen Grafen,

den fie von Kindheit an fennt, vertraut und zu defsen Behandlung Neue franzöfische Romane.

geldiđt zu machen. Wieder eine Fluth, die uns eine Anzahl schillernder Muscheln Der Tag der Einkleidung der armen Constanze rüdt berar. vor die Füße wirft, unter denen wir leider nicht eine einzige Perle Ihre Mutter, die Marquise von Retal, ift indessen vor Scred geo muschel gefunden haben. Im Kern, oder vielmehr Mangel an Kern, ftorben, weil sie während eines Besuches in Paris Zeuge der Erfind sich alle diese Produkte gleich, alle sind unnatürlich, verzerrt, un- ftürmung der Bastille war. Die Gährungen der Revolution brechen wahr, voll Effekthasderei und falscher Sentimentalität. Die bis ins nun immer mächtiger los und entzweien im Großen wie im Kleinen Ermüdende angebrachte Detailmalerei soll den unwahrscheinlichen Sie die Parteien. Der Marquis von Retal, mehr aus Furcht als aus tuationen das Ansehen der Wahrheit verleihen, fügt aber nur zur Ueberzeugung, erklärt sich für die Revolution, und in Folge beffen wird Kraßheit die langweil. Unwillkürlich fühlen wir uns gedrungen, seine Freundschaft für seinen Nachbar, den Grafen, zur tödtlichen zu fragen, ob denn unser Geschmack in der That so heruntergekom- Feindschaft. Dieser emigrirt mit seiner Familie und entgeht auf diese men sei, daß uns solche Produkte geboten werden dürfen? Beginnen Weise glüdlich den Verfolgungen; der Marquis wird guillotinirt, wir mit dem Buche, das uns zuerst in die Hand fält; eß muß wohl weil er vergessen hat, feinem Hund das Halsband abzunehmen, auf für ein vorzügliches gehalten werden, weil der Verfasser sich das Recht welchem sein Name mit seinem Titel ,, Marquis" gravirt ift. der Ueberseßung vorbehält! Es heißt: „La dernière Soeur grise, In den Klöstern herrscht indessen noch einige Zeit die größte par Léon Gozlan."

Rube. Die Einfleibung der jungen Marquise ist mit vielem Pomp Gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts lebten im Walde von beschrieben. Francis ist gegenwärtig, und als Constanze mit sterbenVincennes zwei adlige, nicht reiche Familien in der nächsten Nachbar- der Stimme das Gelübde der Armuth, Keuschheit und des Gehorsams shaft. Ihre Felder begränzten einander, 'und ihre Häuser lagen ablegt, ruft eine Stimme aus dem Hintergrund: Und ich aud! so nahe, daß die zahlreiche Nacfommenschaft von beiden Seiten Darauf verläßt Francis die Militairschule und logirt fich in ein auf einem Tummelplaß zusammenzukommen pflegte. Auch die Häup. Franziskanerklofter. Während der Fastenzeit wird er eines Tages ter der beiden Familien waren freundschaftlich verbunden, die Män- aufgefordert, in dem Kloster zu prebigen, in welchem Constanze und Louiner besprachen die politischen, die Frauen die häuslichen Interessen, fianne fich aufhalten. Seine Predigt ift anfangs sehr dürr und unund so verging ihnen eine lange Zeit des Friedens.

erbaulich; plößlich aber geräth er ins Feuer, der Krater seiner LeidenConstanze, die Stieftoditer des Marquis von Retal, war fechzehn, schaft bricht los, er klagt sich vor der ganzen Schwesterschaft an und Francis, der älteste Sohn des Grafen von Carmayenne, achtzehn Jahr erklärt, daß eine rasende Neigung ihn an eine Nonne in ihrem Kreise alt, als sie sich bewußt wurden, daß die Neigung, die sie als Kinderfefsele. Darauf neigen alle Schwestern ihre verhüllten Häupter, der zu einander gezogen hatte, einen tieferen Charakter annehme. Die Frevler geht ungestört in sein Kloster zurück, und wunderbarer Weise vermögenslose Constanze war für das Kloster bestimmt und wagte wird von seinem tollen Benehmen weder von den Vorstehern des nichts gegen den Beschluß ihrer Aeltern einzuwenden. Francis sollte einen, noch des anderen Klosters irgend eine Notiz genommen! sich in eine Militairsdule begeben, um später in die Armee ein. Man gestattet im Gegentheil dem jungen extravaganten Priester, fich zutreten.

seinen Gefühlen und Betrachtungen in einem Thurm zu überlaffen, Am Abend vor ihrer beiderseitigen Abreise nimmt Conftanze der sich am Ende des Klostergartens erhebt, und den er fich zur ihrem geliebten Francis das Versprechen ab, daß er bei ihrer Wohnung auserkoren hat. Die toleranten Klofterbrüder versorgen ihn Einfleidung, die in einem Jahre stattfinden soll, gegenwärtig sein monatlich mit den nothwendigen Bedürfnissen, und erst nach einem wollte.

Jahr verläßt er den Thurm, um fidh mit den Oberen zu besprechen Beide reisen am folgenden Tage nach den verschiedenen Orten und ihnen seinen Plan, als Missionar nach Indien zu geben, mitihrer Bestimmung ab; diese find für Francis dér. Siß der Militair: zutheilen. Shule, für Constanze das Kloster der Tempelftraße in Paris. In Als er den Klosterhof betritt, findet er alles öbe und leer, alle Arras stattet der Graf von Carmayenne mit seinem Sohn einen Ben Pforten offen und feine Spur der Klosterbrüder. Er begiebt fich fuch bei einem Jugendfreund, einem Herrn von Kermaji, ab. Dieser darum auf die Straße, wo er von einer Bande wüthender Patrioten Herr, ein gewesener englischer Schiffs-Capitain, ber lange Zeit in und Fisdweiber ergriffen und unter Hohn und Spott auf die GuilloIndien zugebracht hat, befißt, außer bedeutenden Reichthümern, eine tine geschleppt wird. Zum Glück erkennt ihn einer seiner ehemaligen schöne fechzehnjährige Tochter, Louifianne. Eine Heirat zwischen ihr Mitschüler aus der Militairschule und befreit ihn, indem er seine und Francis ist von den beiden Vätern besprochen, und wird von Priesterschaft als eine durch den Despotismus der Aeltern erzwungene Seiten Louisianne's kein Einwand gegen den Plan erhoben. In diesem darstellt. Mädchen hat der Autor den Versuch gemacht, ein Naturkind zu schil. Francis tritt nun als Soldat in die Dienfte der Republik, tämpft Dern, ein Versuch, der aber durchaus nicht gelungen ist, denn obgleich natürlich wie ein Löwe, erobert Kanonen 2c., wird vom Convent zum das junge Mädchen auf gezähmten Tigern mit goldenen Halsbändern Oberft ernannt und vom Bolf vergöttert. Mitten durch diese Scene reitet und fich von ihren Dienern nach orientalischer Sitte im koft- zieht einer jener festlichen Züge der Republif; auf einem goldenen baren Palanfin wie eine indische Braut tragen läßt, um den jungen Wagen stehen Louisianne und Constanze, Erftere als Vernunft, Francis zu amüsiren, so macht doch dies Alles nichts weniger als Leştere als „Opfer der älterlichen Autorität". Francis wird aufeinen natürlichen Eindrud.

gefordert, sich Eine von Beiden zur Gattin zu wählen, nad edlen Räma Am Abend erfährt Francis von seinem Vater, daß er zum Bräu- pfen und Wettstreiten der Großmuth von beiden Seiten entscheidet tigam der schönen Louisianne bestimmt ist; er wendet so wenig gegen er fich für Constanze. diesen Beschluß ein, als Conftanze gegen das Klofter, und begiebt fich Siebzehn Jahre sind seitdem vergangen, da wird uns die vers in die Militairschule: Louisianne geht auf den Wunsch ihres Vaters, laffene und vergessene Befißung im Wald von Vincennes wieder vor: der abermals eine Geschäftsreise nach China macht, in dasselbe Kloster, geführt, und zwar in dem Augenblick, als die neuen Besiger einziehen. in dem Conftanze lebt, um daselbst die Rüdfehr ihres Vaters zu era Es sind zwei, wie es heißt, sehr junge-Damen, und wir freuen uns, warten. Sie schließt fich freundschaftlich an Conftanze an und ber bei dieser Gelegenheit zu erfahren, daß das galante Frankreich die traut ihr, daß fie mit dem schönen jungen Grafen von Carmayenne Jugend der Damen bis ins vierzigste Jahr gelten läßt. verlobt sei, eine Nachricht, die Conftanze mit überirdischer, wahrhaft Die zwei sehr jungen Damen find natürlich Conftanze und louis

fianne, Erftere, als Frau von Carmayenne, von ihrem Gemahl und reiche Tochter ift. Das junge Mädchen ist im Begriffe fich vor Grant ibrer Klofterfdwefter begleitet.

zu verzehren; da beschließt ihre Stiefschwester Celefte, welche die wirtNachdem sie einige Monate ein höchst idealisches Leben auf dem lich reiche ift, ihre Schwester vom Tod und von der Schmach, vor der Schauplaß ihrer Kindheit geführt haben, erheben fich nach und nach Welt als verlassene Braut gelten zu müssen, zu retten. Sie rdpreibt verleumderisde Gerüchte über das Verhältniß, in dem die beiden sehr demnach einen Brief an den schlechten Menschen, bestellt ihn zu einer jungen Damen zu ihrem Begleiter stehen. Man lebte ießt unter dem Zusammenkunft, giebt sich als die wirklich reiche zu erkennen und Scepter Napoleon's, der gelegentlich im Wald von Vincennes auf die bietet sich ihm zur Frau an, um den Verdacht, in welchem ihre Schwester Jagd ging, weshalb die Polizei ein besonders wachsames Auge auf steht, auf sich zu lenken. Sie hat deshalb genau das Rostüm gewählt, die Bewohner ber Umgegend hatte.

welches ihre Schwefter bei den Zusammenkünften zu tragen pflegte. Sei es nun, daß man die beiden Damen für gefährlich hielt, Herr Freftel willigt natürlich ein, was aber unnatürlicher erscheint, oder daß man sich über die Natur ihres Verhältnisses zu dem jeßigen ift, daß die Mutter des jungen Mädchens und ihr väterlicher Freund Besiger vergewissern wollte; furz, der Polizeiminister begab sich felbft fie nicht von dem Vorhaben, sich mit einem anerkannt schlechten Mennach St. Mandé und verlangte um 3 Uhr Morgens Einlaß im Hause, fchen zu verbinden, abzubringen fuchen. Die Unnatur und Unwahrheit das ehemals dem Marquis von Retal gehört hatte. Es wird, geöffnet, der Sache erreicht indeß dadurch den Gipfel, daß Celeste heimlich einen und die bestürzte Dienerschaft weigert dem Polizeiminister nicht, alle Gespielen ihrer Jugend, Lucien, liebt, der troß allem Weltschmerz ein Räume ihrer Gebieterin zu durchsuchen. Von einem Zimmer zum treuer Liebhaber ift. Als er, von Reisen zurückgekehrt, Celeste als die anderen gehend, hat dieser Herr Gelegenheit, sich von der großen Ord. Braut des berüchtigten Frestel wiederfindet, will er sich erst von der nung zu überzeugen, die in diesen Frauengemächern herrscht. Er dringt Eisenbahn zermalmen laffen, zieht es aber vor, nachdem er mit Celeste bis ins Schlafzimmer vor, eß ist leer, das Bett der Frau x.. Car- eine vertrauliche Unterredung gehabt, sich mit ihr zugleich durch Kohlenmayenne ist nicht berührt.

dampf zu tödten. Dies geschieht, sie werden jedoch wieder ins Leben Der Polizeiminister feßt seine Untersuchungen bis auf den Boden zurückgerufen, Celefte heiratet den Bruder Lüderlich, geht mit ihm fort; ein Lichtstrahl, der durch die Niße einer alten Thür dringt, führt nach Algier, wo er falsche Speculationen macht und endlich mit ihr ihn endlich auf die rechte Spur, die Thür wird mit Fußtritten ein- und mit einem Kinde zurücfehrt. Bald darauf stürzt er in Folge gestoßen, und was erblickt man?

einer unsinnigen Wette, wird von der Eisenbahn zermalmt, und ConZwei knieende Frauen, in der Tracht der Soeurs grises, betend stanze, die nun frei ist, heiratet nicht Lucien, mit dem sie doch, sterben vor einem kleinen Altar, über welchem eine Lampe brennt.

wollte, der aber auch indessen abgekühlt ist, fondern den väterlichen Es wäre zwar natürlich gewesen, wenn die beiden Damen fich Freund! bei dem Geräusch nabender Fußtritte und bei dem gewaltsamen Ein Der Roman einer Dame: „Notre Dame des belles fontaines“, bruch, erhoben hätten, dann wäre aber das effektvolle Tableau der von der Gräfin Dash, bringt ebenfalls eine höchft versdrobene Liebesbeiden Knieenden gestört gewesen.

geschichte zwischen einer jungen Frau, die ein wahres Ideal von einem Was machen Sie ba? fragt der Polizeiminister.

Ehemann verläßt, um einem mit Weltschmerz und Wahnsinn bebafWir beten, wie Sie fehen.

teten Roué in die Gebirge zu folgen, und dann als reuige Sünderin Um diese Stunde?

mit engelbafter Andacht ftirbt! An diesem Kleeblatt haben wir vor Wir beten die ganze Nacht, mein Herr, meine Freundin, um der Hand genug! meinem guten Beispiel zu folgen; ich, mein Herr, weil ich 1788 das Gelübbe der Keuschheit, der Armuth und des Gehorsams abgelegt habe.

Aber Sie halten sich hier mit einer anderen Person auf? fragt Zur Geschichte des französischen Protestantismus. der Polizeiminister. 3a, mein Herr, mit meinem Mann, Francis von Carmapenne,

I e a n Rou. welcher das Haus uns gegenüber bewohnt.

- (Schluß.) Von Carmayenne! ruft der Oberst der Gendarmerie, der brave Die Idee zu diesem Berfe war eine ganz unverfängliche: die Maubert, nicht wahr? (So hatte man ihn umgetauft.)

Gesammtgeschichte sollte in Tabellenform gebracht werden. War der Sie kennen ihn? fragt der Polizeiminister. — Db ich ihn fenne, Rahmen einmal gewählt, so ging das Uebrige von selber: er durfte er ist einer der tapfersten Soldaten der Republik.

nur ausgefüllt werden. Zwei Dinge waren aber dazu unumgänglich Ein Priester! flüsterte Constanze.

nöthig: Zeit und Geld, denn der Stid war sehr loftspielig. Er 30 weiß, ich weiß, Madame!

mußte fich also nach einem reichen Mäcen umseben. Durd Verwendung Kommen Sie, Herr Minister, ich werde Ihnen die Geschichte er. Convert's, Chapelain's, besonders des Erprotestanten Montausier, des zählen, und sich zu Constanze wendend, sagt er: Grüßen Sie den Gouverneurs beim Dauphin, wurde das Wert dem königlichen Knaben braven Maubert von seinem ehemaligen Kameraden! Der Oberft gewidmet und Ludwig XIV. vorgelegt; felbft Bossuet zeigte sich günftig, war derselbe, der ihn damals von der Guillotine gerettet hatte. ba wurde am 25. November 1675 Sean Rou von einem Kommiffar

So endet diese abenteuerliche Geschichte, und wir bekennen, daß und einem Gefreiten plößlich aus seiner Wohnung gerissen und in die wir über den Grundgedanken des Verfassers in totalem Dunkel geo Baftille geworfen. Seine Frau wandte fich flebend an Bossuet: „3hr blieben sind, denn während er S. 40 das damals so übliche Einsperren Mann“, erklärte der Bildhof, batte mir nicht gesagt, daß er Hugenott eines jungen Mädchens in ein Klofter als eine „Gewaltthat der Ges fei; für einen solchen verliere ich kein Wort“. Wir sind also in der sellschaft" betrachtet, stellt er am Schluß das Festhalten dieser Ge- Baftitle, und Rou, nachdem er zu Gott gebetet, ihm Ergebung einlübde in ejne Glorie. Wir hätten nichts dagegen einzuwenden, wenn zuflößen, um soviel Unrecht zu ertragen, und von dem Gouverneur Conftanze, aus innerer Ueberzeugung Nonne geworden, mit Begeisterung der Baftille die Erlaubniß erhalten hatte, Besuche anzunehmen, fördert diesen Beruf ergriffen und festgehalten hätte. Nun aber ist sie ge- insoweit feinen frohen Muth wieder, uns in jene Höhle der ichrantenzwungen ins Kloster gegangen, denn ihr Herz ist von der Leidenschaft losesten Despotie einzuführen, uns von Personen und Sachen auf das zu Francis erfült, der fie unverhofft wiederfindet, nadidem die Rede interessanteste zu unterhalten und einen finsteren Winkel in der gloriosen lution ihre Bande gelöst hat; fie oft feine Frau geworden und beharrt, Regierung des großen Ludwig zu beleuchten. Welce Sittenentwürdiihrem Herzen, dem Geseß und der Natur zum Troß, auf der Er- gung, welde Widfür im Innern dieses Hauses! Doch warum sollte füllung ihrer erzwungenen Gelübde. Und zwar in welcher Ausdehnung! der Gouverneur beffer und gerechter sein, als der Gebieter, von dem Aud in den strengsten Nonnenklöftern ist es nicht Regel, die ganze er seine Gewalt hat? Racht zu beten. Und dann das verwöhnte Naturkind Louisianne, das Endlicy, nad einigen Wochen, auf Verwendung Montaufier's und gewohnt ist, auf Ligern zur reiten, und nun aus purer Freundschaft La Repnie's, fommt er ohne Urtheil und Spruc beraus, wie er birebenfalls die ganze Nacht auf den Knieen zubringt. - Wir geftehen, eingefommen. Bei seinem ersten Dankbesuch bei La Reynie will er daß wir für solche verfchrobene Tugendheldinnen feine Sympathie seiner Berbaftung auf den Grund kommen: bat er etwas pon Perhaben.

fonen und Sacen der Kirche Ungebührliches gesagt? Aber er þat Nod totler und unwahrer ist die zweite Geschichte desselben Ber- ja ftets seine Quellen angegeben: Baronius, den Jesuiten Labbé, fallers, ,, Celeste", die wir nur mit einigen Strichen bezeichnen wollen. Mezeray! „Ah, mein Herr“, sagte la Reynie zu ihm, glauben

Die Befißerin dieses überirdischen Namens ist die Tochter einer Sie, daß das Sie dedit? Baronius ift das Kind vom Hause, der Witwe, die sich einen reichen Sdwiegersohn wünscht. Dieser Wunso kann sagen, was er will, er wird nicht verdächtig; Sie aber find ein scheint durd Jules Freftel in Erfüllung zu geben. Dieser Herr, der Fremder. Ein Vater, der mit seinem Sohne unzufrieden ist, beißt uns als ein rober, lüderlidher, aber reicher und schöner Mensch ge ihn einen Schlingel, einen Nichtsnuß über den anderen; es wäre aber schildert wird, knüpft ein Liebesverbältniß mit der ältesten Tochter der feinem Anderen zu rathen, fic gleiche Freibeit zu nehmen." - Rou Witwe, die aus der ersten Ebe ftammt, die man ihm als gute Partie verlangte seine Tabellen zurüd, erbietet fid zu jeder für nöthig er: bezeichnet hat, an, in der Meinung, daß sie die reiche Tochter sei, von der achteten Verbesserung, zur Ausmerzung mißliebiger Thatsachen; nur er gehört hat. Er beredet sie zu einigen Zusammenfünften, die nicht uns die Wahrheit zu verfälschen, dazu mag er fide nicht verstehen. Diese bemerkt bleiben, und verläßt sie, nachdem er erfahren hat, daß fie nicht die Berhandlungen wegen der Tabellen geben mande Gelegenheit zu

Charakterschilderungen, Anekdoten, wo der Geift und die Feber des

Atekdoten, wo der Geift und die Feber des nur eine oder zwei Unterrichtsstunden, die ich pünktlich einhielt, indent Advokater ihr Spiel haben, ohne daß man seine Redlichkeit verbächtigen ich es zur Bedingung gemacht hatte, bei fühlechtem Wetter im Wagen fönnte. Ein Freund erlangt endlich von de Sarlen, dem Erzbischof geholt und wieder nachhause gefahren zu werden, was auch niemals von Paris, dem eigentlichen Urheber der plößlichen Berbaftung Rou'& unterblieb.pak bas Bert brei Dottoren der Sorbonne zur Beurtheilung vor Seine vollständige Befriedigung für seine literarischen Neigungen gelegt werde. , Bon meinen drei Doktoren“, fagt Nou, nfchien mir und seinen religiösen Glauben fand Rou erst in Holland... Er vergaße der Eine ein guter Engel, der zweite ein eingefleischter Teufel, der es nicht, daß er als Hugenott in der Baftille gesellen: er diente mit Dritte - ein Schwachkopf." Dieser machte ihm z. B. den Einwurf: feinem Rath, mit seiner Feder, mit seiner aufopfernden Freundschaft ,,Ei, mein Herr, Sie lassen den heiligen Dionysius gegen 91 n. Chr. feinen Glaubendgenossen in der Heimat, wie im Lande des Erils, wo fterben, und 160 Jahre später, gegen 249 oder 250, machen Sie ihn fie unter Entblößung vom Nothwendigen und unter allerlei Herzenszum Bischof von Paris?" — ,,3 geftehe", sagt Rou, diese Namens trübsal lebten. Die meisten seiner Schüßlinge und Freunde find in Verwirrung des Dionyfius Areopagita mit dem Pariser Heiligen kam der Unterhaltung, wie in der Schrift, Männer von Kopf, die in dem mir so unerwartet, daß es für mich, der ich nicht immer meine ersten Frieden des Gewissens die echte Heiterkeit finden, welche sich gelegentlich Gefühle bemeistern kann, ein großes Glüd war, nicht in ein helles zu Luft und Scherz steigert. Um des vielen wahrhaft Guten, das er Lachen auszubrechen." - Seine Tabellen wurden ihm nicht zurüd- gethan, verzeiht man ihm gern, daß er mitunter feine Wichtigkeit gegeben; später aber erfuhr er, daß man die Unverschämtheit hatte, etwas zu hoch anschlägt. Ob er an der Gründung der berühmten fie in dem Kupferstich-Saal der Bibliothek aufzustellen, und daß der Rotterdamer Schule, im Jahre 1681, und an der Umgestaltung der Bibliothekar, ein gewisser Herr de Rainssant, fie, mit Bewilligung geistlichen Konferenzen im Haag zu einer Akademie, zehn Jahre später, Louvois', als fein Eigenthum betrachtete.

mehr oder weniger Antheil gehabt, was liegt daran? Seine literariSo weit es von ihm abhing, suchte Montausier das Unrecht gegen den Arbeiten sind nicht alle von bedeutendem Werth. Seine Differseinen Shüßling gut zu machen. Mittelbar ist die Erziehung des

Mittelbar ist die Erziehung des tation über Nektar und Ambrosia, seine Ueberseßung des Gargilias Dauphin's eine Brodquelle fitt Rou. Der Gouverneur überträgt ihm Mamurra von Ménage, sein Versuch einer Uebersegung der Geschichte die zum Behufe des prinzlichen Unterrichts dienende ,, Anleitung, Ges Spaniens von Mariana, mit einer langen Liste Jrrthümer des Verdanfen zu klaffifiziren“, was ihm 39 Louisb'or einbringt, eine hinkende fassers, Bemerkungen über die französische Sprache, eine Menge Briefe, Zahl, die in einem durch Unterschleif gemachten Abzug vonseiten die er mit Ménage, Gousset, Bayle und Rapin-Thoiras über einzelne des Secretairs ihren Grund haben mochte. Auch hatte er eine lange Punkte der Philologie, Kunst, Religion, Geschichte gewechselt sind Zeit einert , Karl der Weise" für den Dauphin in Arbeit, wie andere ohne Tragweite oder nur son beschränktem Interesse. Dem gutett zu demselben Zweck einen ,,Karl der Große", einen „, der heilige Luds Manne, der foviel geschrieben und aufgestapelt hatte, blieb feine Zeitp wig", einen „, Theodofius“ zuftußten. Diese Begünstigungen schließen eine Auswahl zu treffen; er hätte die Hälfte des literarischen Gepäcks ihm den Mund und fristen den Aufenthalt der verfolgten Protestanten über Bord werfen müssen. Verlargt von einem alten, in sich selbst in Frankreich.

verliebten Autor den Muth, einige Pfund von seinem Fleische abRou hat, wie oben bemerkt, im Vorbeigehen auf einen Zug seines zuschneiden! Das war Sache des Herausgebers, des Herrn Francis Charakters hingedeutet, der es vielleicht erklärt, warum er nach dem Waddington; er trat aber vor der Zumuthung zurüd, Henferdienst zu Verlust feiner Tabellen in feiner Stelle lange aushielt: er konnte verrichten. seiner Gefühle nicht Herr werden. Und gerade schlug er damals eine Laufbahn ein, wo man ohne Geduld, obne Selbftbeherrschung keinen

Griechenland. Schritt thun kann: er wurde Lehrer; da er, wie er fagte, y nights seiner so unwürdig fand, wie den Müßiggang und Anderen zur Last

Blide auf die geistigen Zustände Griechenlands. zu sein.“ Zum Glück find feine ersten Schülerinnen brei junge, schöne Fräulein von Stande. Sier fteht er nicht auf dem Fuße des

Die Universität von Athen. Schulmeisters, fondern er foli ihnen, auf dem Wege der Unterhal Wer in der in Athen erscheinenden wissenschaftlichen Zeitschrift: tung und des bloßen freundschaftlichen Besuches" von verschiedenett Néa Tavduga, Kr. 190 und 191 (vom 15. Februar und 1. März Theilen der Schönwissenschaften, der Geschichte, der Geographie, der 1858) die Rede gelesen hat, welche am 29. September 1857 ber abGenealogie, der Heraldit u. f. w. einen Anflug beibringen. Der An- gebende Rektor der Universität Athen, der gelehrte Konstantin Usopios, fang brachte ihn in Ruf, und etwa zehn Herren von Anfehen, Frans der Nestor der dortigen Professoren und ausgezeichnetfte und geschmackzosen und Ausländer, nahmen bei ihm Unterricht, was ihm im erfter volste Kenner der hellenischen Sprache und Literatur, bei Uebergabe Sahre über 1800 Livres einbrachte. Er wagte es endlich, eine Hofu feines Amtes an seinen Nachfolger gehalten, der hat keinen anderen meister- Stelle anzunehmen. Von einem Freunde an den Grafen von Eindrud dieser. Rede davontragen können, als das Gefühl einer geSunder land in London empfohlen, reift er bahin und stellt sich dem wiffen Befriedigung und eines lebendigen Interesses an jener jüngsten lord vor. Bei der ersten Unterredung äußert der Graf den Wunsch, unter den Universitäten Europa's, an der von Athen, daß seine beiden Kinder, ein Sohn und eine Tochter, ausschließlich Vornehmlich macht in dieser Rebe bas patriotische Nationalfranzösisch sprechen. ,,Das ift“, sagte Rou, meine hohe Ehre für die Gefühl einen Höchft wohlthuenden Eindruď, womit der Redner im französische Sprace, Mylord, und....." - ,,D, täuschen Sie fich Allgemeinen die Ansicht festhält und geltend macht, daß, wie die nicht“, fiel der Engländer ihm ins Wort, nes ift nicht aus großer Borsebung das kleine Königreich Griechenland als einen Kern hin: Werthsdäßung der Sprache und derer, die fie sprechet; im Gegen- gestellt habe, an den sich der chriftliche Drient anschließen und aus theil, wir verachten die Sprache, wie die Ration. Wir wollen nur welchem eine schönere Zukunft des gesammten Griechenstammes hernicht, daß, wenn wir sie bisweilen sprechen müffen, man von uns fager Borwachsen soll, ebenso an die Universität in Athen die Ardhe der daß wir darin Fehler machen, noch weniger möchten wir darin, fo vers Bildung, gleichsam der Leuchtthurm lei, von welchem aus belebende ädtlich fie uns auch ift, unwiffend fein. Da galt's, an fido balten, und erwärmende Strahlen der geistigen Wiedergeburt nad allen abbrechen, dem Gespräch eine andere Wendung geben. Wie oft hat Seiten und Richtungen des cristlichen Drients ausgeben. Die Unier die Familien gewedselt, weil er fich in die Launen der Mütterversität Athen ist und gilt dem Redner als die Vermittlerin der nicht fügen konnte! Sehr bald überwirft er fich mit der Gräfin Civilisation und des Lichtes der Wissenschaften für den gesammten Sunderland, weil fie glaubt, er liebe ihren Sohn nicht; mit der Her- Drient nach Westen und Often, nach Norden und Süden, und mit zogin von Cleveland, der schamlosesten Buhlerin Karl's H., weil er, Bewußtsein erkennt er nicht nur diesen Beruf der Universität an, nad Uebereintunft, ihren Sohn, den Grafen ». Northumberland, ehre sondern er erkennt aus diesen Beruf und die in ihm liegende Miffion kich in der reformirten Religion erziehen will; mit der Gräfin vor als eine heilige Verpflichtung. Daß und in welcher Weise die UniSommerdid (?), einer, troß ihrer vielen Wochenbetten, noch immer versität nach zwanzigjährigem Bestehen dieser Verpflichtung nach fchönen und anmuthigen Frau, die aber in ihrem Urtheil über Litera- gekommen sei, welche

Vortheile fie bereits nach Innen und nach Außen, tur wenig Geschmack und viel Dünfel verräth; besonders fonnte sie im Großen und im Kleinen gewährt, und wie sie besonders auf die es nicht leiden, daß man in ihrer Gegenwart ihren Mann lobte. Die noch türkischen Griechen anregend eingewirkt habe, das hebt der Reda Prüfung, die diese Dame ibren Sohn vor Jurieu unterwirft, um ner im Einzelnen ebenso hervor, als er aud das nicht verschweigt, nicht den Shüler, sondern den Lehrer der Fahrlässigkeit zu zeiben - es vielmehr offen und entschieden forbert, woran es noch für die dieser Auftritt gehört zu den ergöglichsten Episoden. Ueberhaupt vera Universität Athen und an derselben in den verschiedensten Beziehungen, steht Rou vortrefflich, seine Personen in Scene zu feßen: die Leiden- namentlich auch in dem Intereffe jener Rüdfighten auf den chriftlichen schaften, die Lafter, die lächerlichkeiten des gräflichen Paared Sommer. Drient, auf die Griechen außer dem Königreiche Griechenland, mandick bilden eine mit vielem Glück gezeichnete Nebengruppe. Dies war gelt. Mit fefter und entschiedener Ueberzeugung, und mit feinem das leßte Haus, in welchem er als befoldeter Lehrer wirkte; von jeßt Geschmacke, aber auch hin und wieder mit Humor und feiner Froab, da ihm andere Subsistenzmittel zu Gebote ftanden, trieb er das' nie, spricht der ehrwürdige Asopios, der schon früher einmal das Unterrichten nur als Liebhaberei. So vertrat er Le Vafjor in deffen Rettorat an der Universität Athen bekleidet batte und also mit dem Abwesen heit bei dem Sohne des Lord Portland. ,,30 batte täglich Gegenstande genau bekannt sein konnte, über die Bedürfaiffe jener

höchsten Unterrichtsanstalt Griechenlande, über die nothwendigen Mittel Königreiches nicht nur bereichert, sondern auch erleuchtet, und fie baben zu den nothwendigen Zweden derselben sich aus. Für diese Zweder im Hinblick auf alle die Großtbaten deffelben sich überzeugt, daß für die Ehre der Universität und der Stadt Athen, für die Interessen ohne Bildung weder dies Ades geldeben tann, nod fie felbft ibre Griechenlands und des gesammten Griechenstammed erhebt er mit gegenwärtigen Bedürfnisse zu befriedigen vermögen. Nachdem fie in Begeifternng feine Stimme, und wenn man gehörigen Orts jene deffen Folge ihre bisherige Sorglosigkeit aufgegeben haben, kommen Zwede ebenfalls versteht und begreift und mit gleicher Begeisterung fie von allen Seiten herbei und verlangen Lehrer, denen sie die günftigeinsieht, was jene Ehre verlangt und was diese Intereffen forbern, ften Bedingungen gewähren. Aus Kabira und Aleranbrien, aus Šmyrna so werden auch die gerechten Vorschläge und Forderungen eines er. und Konstantinopel, von Tenedos und Seres (in Macedonien), von Teuchteten Patrioten gerechte Beachtung finden und verdienen. Kydoniä (in Kleinasien) und Fannina, sowie von anderen Drten kommen

Es kann hier night darum fich handeln, die gedachte Rebe in dem folche Gesuche, und ich felbft habe fünf oder sechs dergleichen erGange ihrer einzelnen, weitläufigen Darstellung über die Verhältniffe halten, aber auf alle habe ich erklären müssen, daß die vorhandenen der Universität verfolgen zu wollen. Nur das wollen wir hier kurz Lehrer kaum für die Bedürfnisse des Königreichs ausreichen. Und ausheben, was dazu dienen kann, zu dem Bilde ihres gegenwärtigen weil man nun in dieser Weise und ehrt und unser Land für einen wiffenschaftlichen Zustandes die wesentlichften Züge darzubieten. Hort der Auftlärung achtet: ift es da nicht unsere Pflicht, uns solcher

Die Zahl der Studirenden an der Universität Athen hatte im Auszeichnung würdig zu zeigen? 3. habe die bestimmteften Nach. legten Studienjahre (von Michaelis 1856 bis Michaelis 1857) 583 richten, daß ein Lehrer, der mit dem Diplome unserer Universität betragen. Davon waren aus dem Königreiche Griechenland 383, da- versehen ist, im Auslande besonders begehrt ist. Wir müssen bemgegen von auswärts (aus der Türkei u. f. w.) 200. Unter Letteren nach diese gute Meinung zu erhalten und zu erhöhen uns bemühen; befanden fich drei Geistliche aus der Moldau, die von ihrer Regierung noch beiliger aber ist die Verpflichtung, die Civilisation nicht vom nach Athen gesendet worden waren, um die griechische Bildung fiche Oriente zu erwarten, sondern dieselbe babin zu verbreiten." anzueigenen, und es war Hoffnung vorhanden, daß Alehnliches dem nächft auch von Petersburg und von Amerika aus geschehen werde. Von jenen 583 ftudirten: in der theologischen Fakultät 28, in der

Mannigfaltiges. juristischen 263, in der medizinischen 192, in der philofophifchen 71 und

Was bedeutet Wall (besser Wal) in Wallfisd? Forauf der pharmaceutischen Schule 29. Mit Unterstüßung der Regies fdhen wir nach dem ersten Ursprung dieses Wortes, so ergiebt ficha yung ftudirten 10 und als Stipendiaten einzelner Vermächtniffe ic. 36. mit vieler Wahrscheinlichkeit, daß es dem indifch-europäischen SpradDer an der Universität, als Professoren und Privatdocenten, lehren- ftamme fremd und finnisch - tatarischer Entstehung ist. Die Indos den waren über 40.

Germanen haben ihre ältesten Wohnsiße muthmaßlich nict an einem Zu den Anstalten der Universität war, als ein ergänzendes Glied Meere gehabt; als die griechischen Stämme an das Mittelländische zur Beförderung der praktischen Zwecke des medizinischen Studiums, Meer kamen, faben sie große Fische, die sie xñtos nannten, aber den im vergangenen Jahre auch eine ftädtische Poliklinit binzugekommen, Wallfiso (guan, puhaivu) konnten fie da nicht fehen; diefen lernnachdem die diesfalls ausgesprochenen Wünsche längere Zeit unerfüllt ten fie gewiß erst aus Berichten kennen, welche in leßter Instanz geblieben waren. Das Vermögen der Universität, an Grundstücken, vom Nordmeere kamen. Haben nun bereits in ältester Zeit altajische Kapitalien u. f. w., hatte sich auch im leßten Jahre nicht unwesentlich (finnisch - tatarische) Stämme, und nur soldhe, in der Nachbarschaft vermehrt, und auch mittelbar war für die Zwede des Unterrichts und des Eismeeres gewohnt, so ist glaubwürdig, daß man erft durch fie der geistigen Bildung Manches, namentlich von einzelnen Grieden jenen Roloß der Thierwelt und seinen Namen kennen gelernt. Berfelbft, geschehen. Außer der schon früher (,, Magazin", 1857, Nr. 138) gleichen wir nichts Anderes, als das fales der lappen und valas erwähnten Stiftung eines wissenschaftlichen Wettkampfes von Ronft

. (Mehrzahl valkaat) der Finnen, so bleibt zwar noch der Vermuthung Tzokanos, der alle zwei Jahre ftattfinden for (im Jahre 1858 zum Raum, daß die Priorität des Befißes Nord-Germanen zukomme. ersten Male) und dessen Kampfpreis 2000 Drachmen beträgt, hat der

Nun aber hat man für Fird (überhaupt) in den Sprachen altajilder reiche Grieche D. Bernardakis in Petersburg die Herausgabe alt- Klasse einen dem skandinavischen Hval febr nabekommenden, ja mit griechischer Dichter und Shriftsteller, mit den nöthigen Kommentaren ihm so gut als identischen Namen: Lappijo kval oder kvel, Finnisch nach den alten Scholiaften und den neueren Philologen, in Griechen- kala, Estnisch kalla, Ungarisch hal u. f. w.) Am wichtigsten find land selbst veranlaßt, und er hat zu diesem Zwede auf zehn Jahre für unseren Zwed die samojedischen Formen håle, fisch, und alljährlich zweitausend Silberrubel bestimmt. Der akademische Senat balei, großer Fisch, d. 5. Wallfisch! Lesteres ist für baleji (wie in Athen hat bereits in Ansehung der herauszugebenden Dichter und z. B. lâtaja, große Bank, neben lậta, Bank). Sagen wir also Sdriftsteller, fowie der einzelnen Herausgeber, selbft das Erforderliche Wallfiso (hvalfisk), so ist dies, ftreng genommen, eine Tautologie, festgefeßt.

nur nicht eine so auf der Hand liegende, wie z. B. Geheim - Se. Das Münzkabinet hatte ebenfalls einen bedeutenden Zuwachs er

cretair! Das fales der Lappen und valas der Finnen (für Wallfiso) halten, und der öffentlichen und Universitätsbibliothek waren in dem find so zu erklären, daß diese zwei Völfer ihr uraltes Eigenthum aus akademischen Jahre von 1856 1857 über 8000 Bücher zugekommen. dem Munde fremder Herren zurückempfangen haben, ohne es wiederDie Mehrzahl derselben verdankt man freiwilligen Geschenken, von zuerkennen eine oft fid wiederholende Erscheinung. Griechen und Nichtgriechen, von Einzelnen und von Regierungen, Ge

(Hunfalvy im Magyar Nyelvészet.) fellschaften u. f. w. Die Dankbarkeit der Universität unterläßt es auch bei dieser Gelegenheit nicht, durch genauere Anführung der Ein.

Vandalismus im neunzehnten Jahrhundert. Ein zelnheiten fich felbft gewissenhaft zu bewähren. Was das Ausland bea Akt des Vandalismus ist neulich in Spanien verübt worden, den man trifft, so finden sich hier: Frankreid (mit 59), die nordamerikanischen in einem europäischen Staat und im Jahre 1858 nicht für möglich Freistaaten (mit 3), Großbritannien (mit 7), Belgien (mit 9), Spa- gehalten hätte. Die berühmte Brücke von Alcantara, in der Provinz nien (mit 1), Italien (mit 989), Dänemark (mit 19), Preußen (mit Eftremadura, mit dem Triumphbogen Trajan's, ift niedergeriffen wore 179), Sachsen (mit 70), Defterreich (mit 45), Rußland (mit 22) und den, um die Steine zu anderen Zweden zu verwenden. Diese Brüder: Bayern (mit 2) aufgeführt. Dazu kommt noch eine der Anzahl nady welche beide Ufer des Tajo verband, war bekanntlich eine der schönnicht näher angegebene Sammlung verschiedener Werke aus Oldene ften Neliquien römischer Baukunft in Europa. Sie hatte eine länge burg. Alles Uebrige (über 6000 Bücher) rührt von Griechen her. von 670, eine Breite von 28 Fuß, und der auf der Brüce befinda Aber auch hierbei ertönt von neuem die laute Klage, daß es an dem liche Triumphbogen maß 40 Fuß in der Höhe. Dieses herrliche nöthigen Raume fehlt, um die vorhandenen Bücher gehörig aufzustellen, Denkmal, welches Vandalen, Gothen und Franzosen verschont hatten und daß vor allem der Bestand der Bibliothel dem Zwede selbst um

und welches eine ber Zierben Spaniens bildete, ist, wie englisde so weniger entspricht, je mehr dieselbe , nicht blos eine Bibliothek Blätter nach dem Peninsula Correspondent berichten, jeßt von der für 'Athen und für Griechenland, fondern, To Gott will, für den gee Spaniern selbft zerstört worden. Quod non fecerunt Barbari, fecere sammten Orient“ sein soll. Zu einer fyftematischen Vervolftändigung Barberini. derselben werden a. a. D. alljährlich mindeftens 12,000 Drachmen erfordert.

*) Ein Lippenlaut statt des Rehllautes erscheint in dem Türkischeu balyb, Als ein intereffantes Zeugniß für die Universität Athen, sowie

dessen Wurzel bal. So heißt balykly fiscalaltig, fisch reid, und daher

ijt Baliflava oder Balaflava in der Krim (nidit aus bella chiave (clave], für den Umschwung in den Gemüthern der Griechen des Drients, fchöner Schlüssel). ftehe hier noch folgendé charakteristische Stelle aus der fraglidhen Rektorats- Rede: ,,Der lebte orientalische Krieg“, sagt der Rebner, „, hat, allem Anscheine nach, unsere Glaubensgenossen außerhalb des

Wodentlich erscheinen 3 Nummern. Breio jabrlich 3 Iyle. 10 Ogr., balbfabrlid 1 Thlr. 20 Sgr, und vierteljährlid 25 Sgr., wofür Das Blatt im Inlande portofrei und in Berlin fosi ins Daug geliefert wird.

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Niederwallfir. Nr. 21), sowie von allen tonigl. Boft-Aemtern, angenommen.

Literatur des Auslande s.

Tedarf wohl nicht erst der Rechtfertigung, daß wir in

für die No 95. Berlin, Dienstag den 10. Auguft.

1858., Januar 1781 bis September 1782; 3m Strom der Welt und in der

Stille, September 1782 bis Juli 1783; Mannheim, Juli 1783 bio Schiller's Leben, nach Emil Palleske. *)

April 1785. Ein Seitenstück zu fewes' ,, Leben Goethe's" bildet ,,Schitler's Wir können dem Verfasser nicht im Einzelnen folgen und be Leben und Werke von Emil Palleste:) Wie umfangreich auch sehränken uns darauf, nur Weniges und Solhes hervorzubeben, worit fchon die literatur über das Leben und die Werfe unserer großen Dicha er von seinen Vorgängern abweidst. - Es hat uns zunächst eine ges ter ist, so verdient doch jeder neue Beitrag die Beachtung schon deshalb, wiffe Befriedigung gewährt, daß er dem Herzog Karl Eugen und weil er das große Intereffe des deutschen Publifums für seine Klaffifer seiner Schöpfung, der Militair - Afademie und späteren Karloschule, vora usseßt und ihm neue Nahrung zu geben sucht. So lange Deutsche mehr Gerechtigkeit widerfahren läßt, als es andere Biographen land dieses Interesse noch bewahrt, ist es auch ein einiges Deutsch Schiller's gethan baben. , Man hat geglaubt“, heißt es S. 53, uden land, trog aller politischen Zerstückelung und Verkümmerung. Es war Manen Schiller's gerecht zu sein, indem man gegen die Manen des eine sichtbare Fügung eines über Deutschland waltenden guten Ge Herzogs eine Fauft machte. Giebt man zu, daß eine gemeinsame Ers schides, daß, als der deutsche Körper immer mehr zerfiel und seiner ziehung für Jünglinge große Lichtseiten bat, so muß man aud einAuflösung entgegenging, der deutsche Geist ein neues und dauernderes räumen, daß gemeinsame Erziehung in großem Maßstabe nicht ohne Band um die Nation flang, das keine innere Spaltung, keine äußere Ordnung möglich ist. Drdnung aber erbeischt Kommando. Ich will Polítit zerreißen fann. Für uns haben daher unsere Klaffifer eine nicht behaupten, daß die Einrichtung des Instituts eine vollkommene höhere Bedeutung, als bei jedem anderen Volfe. Das deutsche war; fie hatte natürlich auch die Schattenseiten der gemeinsamen Er. Nationalbewußtsein knüpft fich faft nod allein an fie; fie find das ziehung; aber für das vorige Jahrhundert und als Schöpfung eines gemeinsame Eigenthum der Nation, die einzige Macht, die dem deutschen Fürsten, der diese Vergangenheit hatte, war fie bewundernswürdig. Namen auch im Auslande eine unbestrittene Achtung verschafft. Es Der Geift des Instituts war ein durchaus liberaler. Vor allem gab fann daber nicht zu viel für die Renntniß und das Verständniß unserer der Herzog selbst das Mufter einer liberalen Behandlung. Er ließ Klaffifer geschehen und namentlich verdient es Schiller, der liebling den Professoren bei ihren Vorträgen volle Freiheit. Er ging mit den des Voltes, daß ihm vor allen Anderen eine besondere Rücficht zu Eleven um wie ein Vater, in Strenge und Milde, in Ernst und Theil werde. War Goethe ein Schoßfind des Glüces und gleicht Scherz. Der Intendant des Instituts, Herr von Seeger, war ein Feine Entwidelungsgeschichte einer anmuthigen Fahrt auf ruhigem Wissenschaftlich gebildeter, wohldenfender Mann. Die Zöglinge liebten Strome, der ihn ficher in den Hafen des Ruhmes bringt, so ift ihn aufrichtig. Der Glanzpunkt der Akademie war das Verhältniß Shiller's Leben ein beständiger Kampf mit den feindlichen Elemen ber Eleven zu ihren Lebrern. Dieses beruhte wesentlich auf der ten auf ftürmischer See: Seine Schriften find treue Spiegel feines Stellung und der Persönlichkeit derselben. Der Herzog verkümmerte vielbewegten lebens und ihr Verständniß ist nur unvollkommen ohne seinen Lehrern nicht die Luft an ihrem Berufe; er trennte den Unterdie genaue Renntniß der Zeiten und Umstände, in und unter denen richt von der Beaufsichtigung. Er gab den Lehrern ihre rechte Lebensfle entftanden sind. Sie gleichen einer Musik, die uns nicht bloß des luft, lebens- und Lehrfreiheit

. Er berief am liebften jugendliche Meisters Runft, sondern auch seine Stimmung verräth; wir intereffiren Kräfte, die zugleich die Freunde der Zöglinge sein könnten. Einfama uns nicht nur für das Spiel, fordern auch für den Meifter felbft; wir keit, Mangel jedes anderen Umganges buf ein herzliches Vertrauen; wollen wissen, was ihn gerade in diese Stimmung verfegt hat, weil der Scüler theilte dem Lehrer oft feine wichtigften Geheimnisse mit wir uns daraus am besten die Wirkung seines Spieles erklären können. und bat ihn um Nath über Dinge, die sonst dem Lehrer sorgsam vera Die Berke Goethe’s gleichen Statuen, über deren Anschauung wie schwiegen werden. Stiller hat dieses vielleicht reinste Jugendglück, des Künstlers felbft vergeffen. Sie sind Gebilde genialer Auffassungen die Liebe zu einem edeln und begabten Lebrer, nicht entbehrt. Proa der Außenwelt, die ein ruhiges und ungetrübtes inneres Leben des feffor Abel war sein Freund. Dieser ,,engelgleiche Mann", wie ihn Meifters vorausseßen. Daher find die vielen Notizen, die man von feine Shüler nanntent, war Humanist

, er las logik, Metaphysik und Goethe's Leben gesammelt und überliefert hat, meist nur interessante Moralphilosophie. Er blieb auch Soidler'd Freund, als längst die Kuriosa, die uns böchftens zur Erläuterung und zum Verständniß von Thore der Akademie sich hinter ihm geschloffen hatten. - Man sieht Einzelheiten in seinen Schriften bienen fönnen, während das Ganze wohl, die Werkzeuge hatten ebenso wenig etwas von Treibhaus und Feine Erklärung in fio felber oder in der allgemeinen Zeitrichtung von Dressur an fic, als das Werk des Herzoge. Und in der That, findet, inde bei Schiller-felbft der geringste Umstand aus seinem man thut Schiller am meisten Unredt, wenn man so in Bausch und Leben ein neues und überraschendes Licht auf seine Berke werfen Bogen den Grund zu seiner Freiheitsliebe in der Akademie sucht. kann. Wir müffen daher jeden neuen Beitrag zur vouftändigen Rennt. Die Anstalt beförderte ja felbft die Kunft, und fie bat einen Data niß von Shiller's Leben mit Dant-hinnehmen, und fo ift auch vors neder hervorgebracht. Sie-begünftigte das Genie, denn sie war die liegenbes Werk gewiß ein berechtigtes, unb um fo mebt, als es von Shule Cuvier's, und wir können dreift hinzuseßen: Fie Teiftete, was der Liebe und Verehrung zu dem Manne, von dem es handelt, eins eine Schule überhaupt für einen Dichter Teifter faun, Fie gabung gegeben ift.

einen Sciter. Sie leiftete für ihn, was die Meißner Fürstensule Von Bem Werte ift bis jegt nur der erste Theil erschienen, der für Gellert, Rábeker und Leffing) was die ähnlichen Anfalten" von das leben Sdiller's bis zu feiner Abreise von Mannbeim, April 1785, Klosterberge und Pforte für Elias Shlegel, Wieland, Klopftod und erzählt

. Er fchildert die sielbewegte Jugend- und Bildungezeit des Gaudy. Für den Dichter als solchen giebt es keit Atelier und teite Dichters in fünf Büchern mit den Uebersdriften: Duc der Kindheit; Schule. Seine Shule ift die Tiefe deg einsamen 36g und die Fülle In der Militair-Arabemie, 1773-1781; ") Megimentsmebifus Stiller, bes Lebens. In dem eigen Wechsel diefer beiden rubt seine Schule * GB

Die Akademie war vielleicht arm an Einsamkeit, aber fie bot ein Ausa

Stüd Welt für den Dichter bar, wie es nicht leicht zum zweiten Mate Ausländer (wie das über Goethe von Lewes ) herrührt, eine ausführliche Ves einem Dichter besdieden wird: einen Fürsten, und was für einen! sprechung widmen. Schiller gehört nicht mehr Deutschland allein an, und jedes Moment fer Külturgeschichte der Menschheit ist, bem seit einem Viertels

einen Hof, Theater, eine reiche Auslese von jungen und älteren Chajahrhundert festgehaltenen Blane unserer Zeitschrift gemäß, ein Gegenftant rakteren, Lehrer, Kleingeister, Fraßen, eine schöne, angebetete Patronin ihrer speziellsten Betrachtunga...

D. R.

und den Anblic von großen Zeitgenossen. Also nicht aus der Akades **) Berlin, Franz Dunđer, 1858. ***) Det Verfasset weist nach (S. 185), daß Schiller den Namen „ Karls:

mie als solcher zog Schiller feine Empörung, und das ist der Anfang Ichüler" mit unrecht trägt. Schiller verließ die Anstalt sdon im Januar 1781, feiner Größe! Er faßte alle Selbstverjärtelung, alle schlechte Suband erft am 22. Dezember - 1781 erhob Kaiser Joseph die Militair-Afademić jeftivität, er lernte schon damals das Höchfte seines Wesens: mit sich in den Rang einer deutsden Nniversität für drei Fakultaten. Sie hier fortan

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