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, Mein Herr! Mehrmalo sah id Herrn Vidèle, und ich kann so einmüthig und so bald gezollt. Von seinem Original - Reisebericht Ihnen verfichern, daß ich namentlich um der Einsicht und Klugheit in englischer Sprache wurden in einem halben Jahre gegen 30,000 willen, womit er die Umstände erwägt, im höchsten Grade zufrieden Eremplare zu 1 Pfund Sterling abgelegt; dennod sind diesseits des geftellt bin. Wir sprachen Vieles über Griechenland, und stets ftellte Kanals, die Resultate der Entdeđungen des großen südafrifanisden er mir die Rammern und den Finanzzustand Frankreichs entgegen. Reisenden, da sein Originalwert selbstredend hauptsächlich auf Große 30 weiß, wie jeder Andere, diese Gründe zu würdigen; allein, zwei britannien beschränkt blieb, nur sehr unvollkommen durch fragmentaNationen, die so große Sympathieen für einander haben, wie die rische Auszüge und Referate in weiteren Kreisen bekannt geworden; französische und englisde, dürfen viel von der wechselseitigen Unters felbft die neuesten und beften geographischen Lehrbücher und Atlanten füßung hoffen. Bersichern Sie die Freunde Griechenlands, daß die enthalten nur mangelhafte Andeutungen und Angaben, und eine deutAngelegenheiten so weit vorgesdritten sind, daß es gewiß ist, Griechen- fche Ausgabe des englischen Reisewerkes ist zur Zeit noch nicht im land wird nicht verloren Fein.'")

Druc vollendet. Das fünfte Heft von Petermann's geographisden Indeß ftarb Canning bereits im Auguft 1827, nachdem auf seine , Mittheilungen" enthält nun ein sehr forgfältiges und volftändiges Beranlassung der Herzog von Wellington, der einzige Staatsmann Refumé der Gesammtresultate ber Livingstoneshen Reisen nach dem Englands, der auf den Kaiser von Rußland Einfluß hatte, in dieser englischen Reisewerk und allen anderen bekannt gewordenen MittheiAngelegenheit nach Petersburg gegangen war. Dem Whig-Ministe lungen Dr. Livingstone's, zusammengestellt von Dr. E. Bebm. Aber rium folgte unter Lord Goderich ein gemischtes und bald darauf das nicht bloß wurde der ganze geographische und wiffenschaftliche Inhalt Tory-Minifterium unter Wellington.

des livingstonesden Werkes gesichtet und übersichtlich zusammengestellt, Canning liebte Griechenland; als Staatsmann gehörte er jedoch sondern mit allen anderen bisherigen geographischen Leistungen in Südzu denen, die, felbft auf Kosten ihrer persönlichen Gefühle, den In- Afrifa in Verbindung gebracht, um die Basis zu gewinnen zu einem tereffen des Vaterlandes den Vorzug einräumen. Deffenungeachtet physikalisd -geographischen Gemälde dieses Theiles unseres Planeten betrachtete er die Befreiung Griechenlands als den Interessen Große im Lichte der Gegenwart.

im Lichte der Gegenwart. Wir finden deshalb auch in dieser Arbeit britanniens entsprechend, und obgleich Chateaubriand von dem englis die Resultate der Forschungen Moffat's, Galton's, Andersson's, Gafhen liberalismus die Bemerkung machte, daß er nach Merito die mitto's, Wahlberg's, Chailly's, Chapman's und anderer. Die Arbeit Freiheitsmüße und nach Athen den Turban trage, und damit auch zerfällt in folgende acht Kapitel: Bodengestaltung und Geologie, hy. gegen Canning einen Vorwurf ausspracy, so ist doch so viel gewiß, drographie, Klimatologie, Phytogeographie, Zoogeographie, Ethnogradaß, wenn Leßterer am Leben geblieben wäre, er mehr für Griechen. phie, Geographie der Eingebornen, Bemerkungen zur Karte. Die land gethan hätte, als alle seine Nachfolger. Das Tory - Ministerium Karte besteht aus einem größeren von Dr. Petermann gezeichneverdammte den Sieg von Navarin und erklärte offen, daß es fidh ten, folorirten Blatte, welches ein erschöpfendes Detail der Livingnicht, gleich dem Nachbarvolfe, von sdönklingenden Redensarten, wie ftonesden Resultate giebt und stellenweise noch vollständiger ist, als Ruhm und Freiheit, verlocken lasse; es verfolge vielmehr eine Politif die dem englischen Reisewerk beigegebenen Karten, außerdem aber der wahren Interessen Englands, und es sei der Ansicht, daß einer die Resultate anderer südafrifanischer Forscher enthält, von denen mehnationalen Politif mehr die Befestigung der Macht des Sultans als rere nach unpublizirten Dokumenten eingetragen worden sind. Ein die Bermehrung der des Raisers von Rußland entspreche. Inzwischen Profil ftellt die Höhenverhältnisse von Livingstone's Reiseweg quer war denn doch die Stimmung der öffentlichen Meinung in Europa so durch Afrika, von Loanda '

nach Quilimane, bar; ein Karton von günftig für Griechenland, daß das Tory- Ministerium zwar einer wirk- drei Kärtchen giebt eine vergleichende Uebersicht der neuesten Vorlichen Wiederherstellung desselben entgegen war, im Wesentlichen ftellungen über die Geographie des Inneren Süd-Afrifa's, und ein jedoch nicht zurüdgehen konnte.

anderer, betitelt: ,, Physikalische Skizze von Süd-Afrika“, enthält eine Lord Palmerston, der damals zur Opposition gehörte, belämpfte Darstellung ber geographischen Verbreitung der häuptsächlichsten Pflandiese Politik des Ministeriums und behauptete, daß die Gränzen zen, Thiere und Menschenraçen. Nicht ohne Interesse ist es, zu Griechenlands erweitert werden müßten: Frankreich dürfe nicht den wissen, daß diesed Kartenblatt in beinahe demselben Maßstabe Ruhm haben wollen, daß es zu deren Erweiterung mitgewirkt, aber (1:6,300,000) entworfen ist, wie die beiden Generalblätter zu der auch England nicht die Somad, daß es dieselben besdränkt habe. Barthschen Reife in Nord- und Central-Afrika, von welcher soeben Palmerston schien demnach die politischen Ansichten und Grundfäße ber vierte Band fertig geworden und der fünfte, welcher jene Canning's geerbt zu haben; allein es kam eine Zeit, wo er bewies, Generalblätter enthalten wird, in Drud gekommen ist. Außerdem, daß er auch das Recht haben müffe, von jener hochherzigen Politik daß diese Arbeit eine eingehende Verarbeitung bisheriger Forschungen Canning's, wennschon sie den wahren Interessen Englands entspreche, in Süd-Afrika ift, bildet fie ein handliched und zweckmäßiges Oriene wieder abzugeben.

tirungsmittel für die gegenwärtig bereits wieder aufgenommenen weiWir entlehnen diese Mittheilungen einer in Athen erscheinenden teren Expeditionen, an deren Spiße Dr. Livingstone felbft steht. griechischen Zeitschrift. Wenngleich darauf weiter nichts ankommt, ob diese

(Eingefandt von Iuftus Perthes.) Mittheilungen, namentlich auch der øbige Brief Canning'$, zur Entscheidung der Frage etwas beitragen, ob England oder Rußland zuerst für - Die Mündung des Pei-ho. Das Ermansohe , Archiv für Anerkennung der Unabhängigkeit Griechenlands sich ausgesprochen habe, die wiffensdaftliche Runde Rußlands“ giebt einen Auszug aus dem so ist es doch gut, pon Zeit zu Zeit an diese geschichtlichen Vor: Reise- Journal des russischen Dampfers ,, Amerika", auf welchem be. gänge zu erinnern. Gerade die griechische Frage in ihrer verschiede- tanntlich der Admiral Putjatín seit einem Jahre in den chinesispex nen Auffassungs- und Behandlungsweise, vom Anfange an und in allen und japanischen Gewässern hin- und berfährt und welcher fich, obwohl Klassen der Gesellschaft (freilich auch bei denen, die gar kein Urtheil nær als Zusdauer, auch an den neuesten Dperationen der alliirten Flothaben!), hat aufs neue den, alten Saß bewährt; politica est multi ten auf dem. Pei-ho betheiligt hat. Schon im Auguft v. J. besuchte plex! Und wie es in Europa eine Regierung giebt, welche die die ,, Amerifa" die Mündung jenes. Fluffes, um Depeschen für den Griechen und deren politische Zukunft nur um ihres tirdlichen Hof von Peting abzugeben, die erst nach langen Unterhandlun Bekenntniffes willen grundfäßlich bekämpft, so mag es auch wohl noch gen angenommen wurden.

gen angenommen wurden. Wie in dem ruffisden Bericht gemel ießt manchen Staatsmann in Europa geben, der mit Friedrich Gen det wird, hatten die Chinesen, in Erwartung eines Angriffes vor die Anficht theilt: ,,Die Griechen, die alten wie die neuen, sind mir Seiten der Engländer und Franzosen, ein Corps von etwa 7000 Mann. in jeder Hinsicht zum Etel". Das ist und bleibt nun freilich Geschmads- am Pei-ho zusammengezogen und einige Ufer-Batterieen errichtet, die sache; aber es ist wenigstens gut, daß sich mit folchen Gründen und jedoch nur mit Geschüß von kleinem Kaliber armirt waren und sich Stimmungen auf die länge teine Geschichte machen läßt.

nicht lange gegen Schiffs. Artillerie würden halten können. Etwas

weiter von der Mündung bemerkte man kleine Forts, die, ihrem Mannigfaltiges.

Aussehen nach zu urtheilen, keine wirkfameren Vertheidigungsmittel

darboten, als die Batterieen; indeffen waren die Chinefen überzeugt, Livingstone'd Süd-Afrika. Daß Dr. D. Livingstone's daß ihre Rüftungen vollkommen dazu ausreichten, um allen Angriffen Reisen die bedeutungsvolften find, die in der Südhälfte des afrifa auf jenen, durch die Nähe der Hauptstadt und bie Verbindung mit dem nisden Kontinents bisher ausgeführt wurden, und daß fie zu den wich großen Kanal fo wichtigen Punkt die Spiße zu bieten. Der Pei-ho tigften gehören, welche die Geschichte der Reisen und Entdedungen übera bat auf der an seinem Eingang befindlichen Barre beim niedrigfter haupt aufzuweisen bat, ist allgemein anerkannt

. Selten hat die ganze Wasserftande nur zwei bis drei Fuß Tiefe; zur Fluthzeit aber können wissenschaftliche Welt ihre volle Anerkennung einer Entdedungsreise Shiffe, die zwölf bis dreizehn Fuß ziehen, ohne Mühe in den Fluß

hineinsegeln. *) Man sehe: ,,Histoire des États européens depuis le Congrès de Vienne", par le Vicomte de Beaumont-Vassy, 1846. Tom. XI, p. 56.

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daß uns Gerechtigkeit werbe, auf diefelbe Weise und aus demselben Frankreich.

Grunde, wie man sich für berechtigt dünft, uns nicht Treu und

Olauben zu halten: Eines ist so gerecht, wie das Andere.“ Die Zur Geschichte des französischen Protestantismus.

Witwe mit ihren fechs Kindern geht den föniglichen Prokurator ang

er will fie nicht anhören. - ,, lauf du aur, ungerechter Richter", 3ean R o u.")

sagt sie, wide werde dich schon einholen; denn flebenden Fußes gebe Es giebt in der französisch - protestantischen Literaturgeschichte un ich zur Königin, meine Klage anzubringen, die Frau Herzogin von bestritten keinen rühmligeren Namen, als Jean Rou. Die „Gesell- Bouillon wird mich vorstellen. Die Drohung wirkte, und die Meuchschaft für Geschichte des französischen Protestantismus“ war anfangs ler wurden lebendig gerädert. „Nan, Madame, bin ich noch ein unmit dem Gebanken umgegangen, ihre umfassenden historischen Veröffent- gerechter Richter ?" sagte der Prokurator zu Rou's Matter, als sie lichungen mit einem Theil der Korrespondenz Calvin's einzuweiben: ihm zu banken fam. — 1 Nein, mein Herr, und ich lobe den Herrn eine Arbeit, die dann von Rechts wegen dem scharfsinnigen Heraus- bafür; allein erlauben Sie mir, Ihnen zu sagen, daß Sie leider auf geber der französischen und lateinischen Briefe Calvin's, Jules Bonnet, dem Wege dazu waren, und daß Sie mir vielleicht verdanken, Sie zugefallen wäre. Calvin hätte gewissermaßen ein Seitenftück zu von einem verberblichen Shritt abgebalten zu haben." Erhabenes Gregor von Tours gebildet. Diefen, den erften franzöfifd-natio

Diefen, den erften französisch-natio- Wort, das weder bugenottisch nocy jesuitisch klingt; es ist der Ausnalen Schriftsteller, hat die ,,Gesellschaft der franzöfischen Geschichte“, brud eines edlen und muthigen Herzens. Als Gegensaß höre man welcher jene protestantische Gesellschaft nacheifert, der Deffentlichkeit den Jesuitenjünger: Einer der beiden Verbrecher rief auf dem Blutübergeben. Lernt man aber Jean Rou kennen, so findet man gute gerüfte, so laut er konnte, er bereue es am schmerzlichsten, den Keller Gründe für die Entscheidung zu feinen Gunftent; Calvin fann, wie so baftig aus der Welt geschafft zu haben und dadurch die Ursache man es auch anftelle, nimmer fühlechthin als Schriftsteller ftudirt der Berbammniß desselben gewesen zu sein, da er ihm die Muße ges werden: in Allem, was er schreibt, felbft in seinen Briefen, tritt der raubt habe, an seine Bekehrung zu denken. Dottor der Gottesgelabrtheit, das Haupt einer Kirche vor. Umsonft Jean Rou fühlt fich immer in der Hand Gottes. An dem geringwürde man einem Ratholifen zumuthen, fich an der Hand eines solchen ften Ereignisse in seinem Leben beweift er, wie Adles fich nach Gottes Leiters in die Sitten, in die Sprache des fechzehnten Jahrhunderts Willen zum Guten, zu feinem Seelenheil, oder zu seiner zeitlichen einführen zu laflen; für ihn ist die Reformation ein Blatt in der Ges Wohlfahrt gewendet habe. Als echter Magister der freien Künfte fchichte, das er gern überschlägt. Calvin gehört ganz und gar der denn diefen Titel hatte er, mit einem geringen Fonds von GelahrtSette, und die Gesellschaft hätte außerhalb ihres Kreises schlechten Seit, sich erworben, bevor er Advokat wurde stellt er vier HauptDank und wenig Abnehmer gefunden, wenn fie zum Debüt mit einem punkte auf, um die sich seine Betrachtung dreben fol: 1) seine Liebe Befehrungsversuch aufgetreten wäre.

zu der italiänischen und spanischen Sprache, die ihm eine große Gem Der madere Jean Rou ift Calvinist aus Ueberzeugung, der für wandtheit im Ueberseßen gab; 2) seine Sucht, im Geschmade Balzac's, feinen Glauben gelitten hat, ein Mann von Kopf, mit etwas höflichem Briefe über alle möglichen Gegenstände an Adewelt zu schreiben; Unftrich, der gern mit der vornehmen Gesellschaft, mit Künstlern und 3) feine Leidenschaft für Romane und Schauspiele; 4) und leftlich Literaten verkehrt, ein fleißiger und mitunter angenehmer Schriftfteller, sein Widerwille gegen Jura und Advokatenkniffe, der ihn dahin brachte, der fe inem Wefen, feinen Neigungen, der Natur feiner Arbeiten wie Kutte in die Nesseln zu werfen“, wie er sich ausdrüdt. ,,Ich nad, mehr der Welt, als der Kirche angehörte. Wie so viele Huge- weiß“, fährt er dann fort, daß Gott, unbemerkt und von ferne, selbft notten am Ende des fechzehnten Jahrhunderts, hatte er ein doppelteß durch meine Thorheiten, in einer bestimmten Zeit zu den Leistungen Vaterland: Frankreid und Holland; zu fanft und gut, um das erste der verschiedenen Poften, zu denen er mich einft berufen woltite, mich zu verwünschen, war er doch dankbar genug, um dem legteren treu tähtig machte. Die fremden Sprachen, womit ich mir das Gedächta und liebevoll zu dienen. Rißlich im Ehrenpunkte des Verstandes, mit niß überlub, und die unnöthigen Briefe, womit ich Adewelt behelligte, einem etwas übertriebenen Selbstgefühl, aber auch mit einem Herzen, erwarben mir die Fähigkeit zu meinem gegenwärtigen Translatoriat echt und treu wie Gold, zu Dienft und Nußen seiner Freunde; feiner bei den holländischen Staaten und meinem Secretair - Amte für die Freunde? nicht bodh, ides Unbekannten, des Erften, Beften, der ihn auswärtigen Depeschen. Meine Leidenschaft für Romane und Schaubranost. Um biefer wahren Tugend willen, verzeiht man ihm gern spiele diente mir bei der Ausführung meiner Uebersicht der allgemeinen seine Schrullen einer Haralosen Eitelkeit. Uebrigens hat nichts an Geschichte. Das Aufgeben des juristischen Berufes machte mir das ihm den Schnitt eines Helden; es ist ein burchaus šriftlicher, ehrlicher Scheiben aus dem Baterlande leichter, daß ich fouft, mit den Wurzeln Bürger; am Ende eines langen Lebens tann er fich fammeln, der darin haftend, nicht bätte verlassen fönnen, und wobei ich dem Unglüd Vergangenheit in das Auge feben und nach der Feber greifen, um ausgefeßt gewefen wäre, gleich To vielen Anderen den Härten der Berfeinem Sohne in einem ungleichen Stil, in welchem das Alter und folgung zu erliegen. Das brachte mich zu der Ueberzeugung, die ich der Aufenthalt in der Fremde fich spüren Taffen, alle Kleinigkeiten einer bie heilige Borsehung bewundernd and anbetend, mehr als einmal in mehr bewegten, als glänzenden Laufbahn zu erzählen; die guten Handa den Worten aussprad: 3d war verloren, wenn ich nicht verloren gen lungen wiegen hier fühwerer, als die guten Schriften ....

wesen wäre." - Diesen Gedanfen, daß fein þeil gerade aus dem Ein neunjähriger Knabe, verlor Fean Nou seinen Vater, Pro: Trübfal erwachsen, drüdt er anderswo in ganz biblischer Weise aus: kimator am Parifer Parlament: zwei Schreiber hatten ihn beftohlen „Vor dreißig Jahren (1680) kam ich hierher (nach Holland), unt, au& furcht vor dem Galgen, meuchlings ermordet (1647). Wären ohne ein weicheres Kopfteffen zu haben, als der Stein, worauf Jakob ber Kriminalrichter Carbieu, deffen Startereien Boilean gebrandmarkt, fein Haupt legte. 30 war in der Heimat), wie Mofes in dem verwab sein würbiger Helfershelfer, der königliche Prokuratar Bonneau, führerischen Aegypten, der Versuchung ausgeseßt, den Versprechungen and nicht die Rechtsverbreber gegen Jedermann gewesen, die sie waren, großer Ehren durch meine Unbeständigkeit zu erliegen; Gott wies so hatten die Berbreter dennoch die Aussicht, durchzufolüpfen, denn mich hinweg, wie er eß den Ifraeliten gethan, aber es geschah, am fle waren Katholiten. Wir", fchreibt Rou, ale Hugenotten, (dienen mich in den wahren Port des Seils zu führen, d. 5. in ein Land, nach den Grundfäßen diefer heiligen Meligion es nicht zu verdienen, das von Mild und Honig fließt und überreich ist an allen Arten

von Luft." Motnoires -inédits et Opuscules de Jean Ron, avocat au parlement So spricht Einer, der burde harte Prüfungen gegangen und an de Paris (1659), secrétaire-interprète des Etats généraux de Hollande, das Lebensziel gelangt ift. In der Jugend verfehrte Jean Rou nicht depuis l'année 1689 josqu'à sa mort (1711), publiés pour la Société de l'histoir e du presim ne français, par Francis Waddington. 2 vol. 8.

ausschließlich mit Jakob und Mofes. Er gefteht, an dem Umgang

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weg vonseiten des Charakters und des Talenté, empfehlenswerth waren, reicher tamen aber die Zeichen des Mitgefühle von außen. Der Tod Vergnügen gefunden zu haben. Wir führen unter Underem als Bei Milly'& hatte in der öffentlichen Meinung einen güuftigen Umschwung spiele an: Claude le Petit, der seine kirchenshmähenden Dichtungen bewirkt." Ades fam ihm zu Hülfe. Durch eine Zeichnung seiner Umts1664 auf dem Scheiterhaufen büßte. Er schließt fic Chapelain an, genossen unter sich und durch ein reiches, freiwilliges Darleher des weil ihn - wenigstens ist das der eingestandene Grund, der seinem Herrn Oldinport ward ben dringendften Geldverlegenheiten abgeholfen. Geschmad eben teine Ehre macht - Boileau kritiso gemißhandelt Man nahm sich der Kinder liebreich an, suchte fie außer dem Aelternhabe. Znbeß scheint noch ein anderer verschwiegener Grund obgewal. hause auf allerlei Weise zu unterhalten; nur Patty, dieses über ihr tet zu haben: Chapelain hatte über Unterstüßungen an Schriftsteller Alter verständige Mädchen, blieb bei ihrem Vater und fannte feine zu verfügen. Wir übergeben eine Reihe von Befanntschaften, die ihn größere Lust, als Abends auf einem Schemel vor dem Feuer zu feie in Berührung mit bodygestellten und einflußreichen Personen brachten, nen Füßen zu figen, das Köpfchen auf seine Kuiee zu legen und seine und kommen zu den chronologtschen Tabellen, auf die er seine Zu- liebkosende Hand it ihren Loden zu fühlen. kunft zu gründen vermeinte; der Plan fheiterte, das Gerüft braci Mit der Rüdfebr des Frühlings hatte fich die Lage freundlicher zusammen, und sein Geschic nahm eine ganz veränderte Wendung. zu gestalten begonnen, als von dem Titularpfarrer, Herrn Carpe, ein (Schluß folgt.)

Shreiben einlief, des Inhalts, daß er, fraft einer in den Vertrag

aufgenommenen lösenden Klausel, gewillt ist, die Parochie Sheppers England.

ton persönlich zu verwalten; nach einer sechsmonatlichen Frist babe

demnach der Verweser feine Amtsverrichtungen einzustellen. Und Eliots „Bilder aus dem Leben englischer Geistlichen

warum dieser so plößliche Entsoluß des unbarmherzigen Pfarrers (Solub.)

Einfach darum, weil fein Schwager eine Anftellung, braucht und weil Auf der Heimkehr zu Faß von einem guten Mittagsmahl bei Sheppertou diesem Schwager zusagt and, wenn der arme Barton ben Miffes Farquhar, wiegte sich Amos in diesen füßen Gedanken, binausgejagt ist, der Heimfall des Priefteramtes fich von selber obgleich er zum Schuß gegen den kalten Abend, außer einer Boa machen wird. un den Hals, einem Wasserdichten auf dem Kopf und einem Paar So endigt die Tragikomödie: Mißgeschick des Reverend Amos dürftigen Beinkleidern an den schwächlichen Gliedmaßen, nur wenig Barton, und der Verfaffer läßt den Vorhang fallen, um uns nad am Leibe hatte. Inzwischen machte man sich in dem Zimmer, das er Milby, einer Nachbarstadt, zu verfeßen, wo wir anderen Kämpfer, eben verlaffen, auf seine Kosten luftig. 1, Der arme Mensch", äußert anderen Leiden, anderen Märtyrerthümern zuschauen werden. unter Anderem Mil Julia, ,, mit seiner rebellischen Nase; ich war Milby ist eine Fabrikstadt, ohne Ruhe, ohne Reiz, in flacher, pro. mehr als einmal versucht, ihm mein Taschentuch anzubieten!"

faischer Landschaft, wo der religiöse Sinn unter dem industriellen Ereis Unglücklicher, verblendeter Amos! Versenkt in seine amtliche ben und dem Kultus des Geldmachens erfti&t ift. Der Paftor im Amte, Rolle, über Predigten finnend, von Erfolgen, von Nuhar träumend, unter der geistlichen Rüftung, ergraut, Stubenhođer, Schlendriansindeß seine Frau zuhause aus Sparsamkeit sich wohl hütet, vor seiner menfch, verwendet das Wenige, was er noch an Thätigkeit befißt, Heimkunft Feuer anzumachen und licht anzuzünden! So geht fie im darauf, seine jungen Kostgänger für das Eramen in Cambridge oder Finstern umber, mit dem fechften Kinde im Arm und mit einer fieber- Eton einzupauken, und läßt feine Heerbe auf den ausgetretenen Wegen ten Hoffnung unterm Herzen! Die schöne reizende Midy, wie muthig, wandeln, wird aber deswegen nicht weniger geachtet, nicht weniger wie ergeben, wie beiter ringt sie gegen das Unmögliche! Sie näht, fie geliebt. Seine Gefälligkeit, seine Gaftlichkeit, feine Nachficht werden wäscht, flict unverbroffen, unermüdlich, um sich und die sechs Kleinen ihm hoc angerechnet, so wenig sie ihm toften. Mit seinen Amtsgenossen sauber und ganz zu tragen. ... Als Amos in die Stube tritt, giebt filebt er auf freundlichem Fuß; die Diffidenten machen ihm feine gefährfie ihm den alten Schlafrock um und sucht es ihm so behaglich 3# liche Konkurrenz. Die fehr verschuldeten Wiedertäufer sehen fidh gemachen, wie es die dürftigen Mittel gestatten; allein, fie kann es ihm nöthigt, die Hälfte ihrer Kapelle einem Seidenhändler in Aftermiethe nicht ersparen, fie muß ihm die Rechnung des Fleischers vorlegen, der zu überlassen. Um einige Methodiften als feltene Proben aufzutreiben, nicht mehr borgen will. Amos, wie alle Ehemänner in solchen Fällen, müßte man die dunkelften und sdmußigften Gäßchen in den entlegenften findet seine Frau unangenehm, legt fich'in übler Laune zu Bett, schläft Borstädten durchsuchen. Selbft die Fndependenten, deren Kapelle, aber bald ein. Die sanfte Midy inzwischen, die aus ihrer Pflichttreue Salem benannt, in der großen Straße im vollen Glanz ihrer rothen verdoppelte Thatkraft und Geduld schöpft, zündet die ausgelöschte Lampe Ziegelsteine prangte, and die in ihren Reihen manchen reichen und wohlwieder an und arbeitet noch tief in die Nacht hinein. Wir haben da berufenen Zinsmann zählten, konnten dennodi, unglüdlich in der Wahl ein Häuslides Gemälde, das in seinen sehr einfachen, febr profaischen ihrer Geiftlichen, fein merkliches Uebergewicht, teine thatfädlich umZügen nur die traurige Wirklichkeit darstellt, und doch zittert uns bei greifende Macht gewinnen. Von den Predigern, die in Salem nach seinem Anblick das Herz in der Byust.

einander die Kanzel einnahmen, war der eine ein ftadtrundiger Säufer, Um den Leidenskelch voll zu machen, mußte fich eine Frau Ezera der sehr oft mit seinem Weibe zankte; der andere ftreifte mit seinen Verki, angeblich eine Gräfin, in Shepperton niederlaffen. Sie war zu kühnen Lehren an den Antinomismus; ein Dritter, der Lieblingsfrüher an einen Lanzmeister, einen geborgen Polen, verheiratet, deffen Prediger ber Steinkohlengruben und Hammerwerke, legte fich zu Adel aber ebenso zweifelhaft, wie ihr Charakter zweideutig war. eifrig auf die Dichtkunft und rezitirte zu oft feine Berse den jungen Sie schlof enge Freundschaft mit der arglofen Milliy und wußte Damen seiner Gemeinde; kurz, die freie Rapelle blieb halb leer. Ja auch den Teichtgläubigen, eitlen Amos durch ihre vornehmen Airs, dem fleißiger besuchten offiziellen Tempel fab man nur schöne Das durch ihre vorgeschwindelten Verbindungen mit hochgeftellten und men, die mit ihren. Toiletten prunkten, junge Leute, durch diese einflußreiden Personen so zu ködern, daß fie, als sie fich mit ihrem wöchentliche Schaustellung angezogen - in Summa, viel Lauheit, siel Bruder überworfen hatte, in der Pfarrwohnung gaftliche Aufnahme leichtfertigkeit, ein rein äußerliches Fröhnen des Vertömmlichen Diens Fand. Das war nun, außer der vermehrten Laft des Haushalts- ftes: lauter Anzeichen einer erschlaffenden Tradition, die fico nach and die Frau Gräfin mit ihrem Gepäck and threm Schoßbündchen, das nach, wie gewisse Bäche, zulegt in den Sand verliert. nur von geschlagener Sahne lebte, nahm ein Zimmer für sich Da erscheint in Milby ein junger Geiflicher Namens Eryant eit – Baffer auf die Mühle aller Klatschweiber, aller giftigen und schlägt seinen Wohasis in einer armen, ausschließlich von ArZungen, and riøtete den Ruf des Unglüdlichen vollendo zagrunde ich beitern bewohnten Vorstadt aaf. Er ist aas guter Familie, reic and Unter der schweren Bürde mußte endlich die Dalberin Midy: erliegen. dou vortheilhaftew Aeußern. Sein Zimmer, beffer feine Zetle, it Der Berfaffer führt ans an das Sterbelager der som fiebeaten Rinde dem Hause einer armen Witwe, auf das dürftigfte ausgeftattet, oft Entbaudepen, and ein feétegerschätterades Bild ist es, wie fie noch anr fein Zelt, in welches, er Abend. einkehrte un fein Haupt niederzum lebten Male ihre feche Lieblinge füßt and fegnet. Am anderen zulegen. Der Tag ift guten Werken, dem unermüdlichen Befehrange Morgen lag fie mit dem Neugeborenen, der ihr das Leben gekostet, in Gefdäft geweiht. Tryan gehört nämlio der evangelischen Shole

, demselben Grabe.

die ihrer Zeit feit ihrem Hauptbeförderer Benn vor etwa 30 Jahren Als Amos von dem Friedhofe in seine verödete Wohnung zurüd- einigen Lärm gemacht, viel polemischen Staub aufgerührt, um, nat. febite, als er die Erinnerungen an die Jahre, die er mit der theuren dem sie. Proben felteper Tugenden, ungewöhnlicher Handlungen des Dahingedtedenen verlebt, wachrief: da ging in seiner Seele ein Opfermathes kandgegeben, wie so viele andere derartige Berfudhe, chredlicher, ihm ganz teter Gedanke auf. Seine Zärtlichkeit gegen vom Schauplaß abzutreten.: fie, die er für so makellos gehalten hatte, erschien ihm jeßt in ihrer". Der in Milby eingeführte Evangelismas briot fið allmählich potlen egoistischen Trägheit und Armseligkeit. Er erinnerte fich der Baba, steigt aus der untepften Schichten nach den Höheren, von den liebevollen Klagen, auf die er nicht gehört, der fanften Vorwürfe, die Webern zu den Bürgern, welche in der Handelbftabt die eigentliche er leichthin abgefertigt, der verhütten Leiden, die er nicht zu lüfter Aristokratie bilden. Hier aber ftößt er anf Biberftand. Erpan, bis und nad Kräftedt 30 mildern gesuot. Allein diese verspätete Er dahin auf eine nur wenig Zuhörer faffende Filialtapelle (chapel of leuchtung der Einfidht, biefe quälenden und eitten Gewiffensbiffe --- ease) beschränkt, wendet fich an der Rektor mit dem Gesad, in der was fronuten fie ießts.

Pfarrfitoe Abendlectiopen halten zu dürfen. Dieser Söritt if das

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Bewegung; parteiet fick in Tryaniften und Gegentryaniften. Die bang, und felbft ihrer ehelichen Verbindung, zu ber der gegenseitige Lesteren gehören gerade der religiðs gleichgültigften Fraction der Gen Zug ihre Herzen bringte, steht nichts im Wege; denn Janet if tarz meinde, gebrauchen aber die ziemlich gemeine Taktit: im Namen der nach der Katastrophe, die sie auf den Weg des Hellø zurücgeführt, Rechtgläubigkeit, im Namen des fie vertretenden greifen Seelsorgers Witwe geworben, ohne daß Dempster, von Körperqualen und Wahaprotestiren sie aufs Heftigste. An ihrer Spiße' fteht Dempster, der finn gefoltert, den fie Fieben lange Monate mit heroischer Selbstverbeschäftigtste Anwalt des Kreises, der fein Wort verpfändet, Milby feugnung gepflegt, fie um die Rechte betrügen konnte, die sein Tob gegen ,, die Eingriffe der Heudelei“, gegen die Neuerungen im Lehr- ihr gab. Sie ist also frei, fie ist reich; aber Tryan stirbt. Bis zum begriff zu vertheidigen. Dempster, eine eiferne Stirn, eine ftets leßten Tage kämpft der unermüdliche Sendbote und verschwendet das fertige Zunge, ein mitleidiofes' Herz, ein an Ränfen und Verleumdun. Leben, dessen nahes Ende er fühlt, mit so volen Händen, als wenn gen fruchtbarer Verstand, ist kein zu verachtender Gegner. Auf sein er ans dem Born der Ewigkeit: schöpfte. Janet begreift diesen heldernen Betrieb bildet fich ein Comité, das eine Deputation, worunter müthigen Selbstmord, denn audy fie fühlt sich deffen fähig; fie macht Dempster, mit der Bitte an den Rektor fendet, das Gesuch Tryan's also keinen vergeblichen Versuch, ihn umzustimmen, und wartet gebulzurücfzuweisen. Der Rektor geht auf das ein, was er für den Aus- dig, daß das fortschreitende Uebel Tryau zwinge, den Kampfplaß zu brud der öffentlichen Meinung hält. Eryan's Gegner zieht in

Tryan's Gegner zieht in räumen. Und als dieser vorhergesehene Moment eintritt, eilt fie herMilby als Sieger ein, wo ihm seine Gesinnungsgenossen eine Art bei und führt ihn nach ihrer Vida, die zu seiner Aufnahme bereit ift. Dvation zum Voraus veranstaltet haben.

Hier, von lieblichen Täuschungen gewiegt, denen er sich so gern binTryan, ohne Verwandtschaft, ohne thatkräftigen Beiftand, bleibt giebt, von der zartesten Fürsorge gepflegt, die fich durch das leisefter. dennoch von diesem ersten Solag unerschüttert; er ist einer Genug. wehmüthige Lächeln feiner Lippen bundertfach belobat fiebt, beldließt thuung gewiß, die ihm auch bald wird. Der Bisoof, an den er gegen er ohne Klage ein ebel geopfertes Dafein. In der leßten Stunbe die Entscheidung des Rektors appellirt hat, hebt diese bei seiner Rund werden fie Beide über ihr wahres gegenseitiges Gefühl völlig klar. reife auf, und an Dempster ift fegt die Reibe, den bitteren Relo Bis dahin hatte Tryan ftets zu diesem Weibe, das sich vor ihm beugte, einer Niederlage zu trinken. Doch er sollte i fiebenundfiebzig Mar" nur als Priester gesprochen; ießt aber, im Augenblic des Scheibens, gerächt werden an diesem Menschen, dem die Vorsehung eine grau als fie, in Thränen gebabet, mit hochschlagender Bruft, seinem festen fame Sühne vorbehalten hat.

Worte lauscht, flüftert er kaum hörbar: „Einen Kuß vor der TrenStark am Ziel seiner Laufbahn nämlich, heiratete er ein armes aung!" Und fie reicht ihm die Lippen zu dem heiligen Brautfuß, der Mäddsen, Janet Raynor, an das die Natur ihre reichften Gaben ver an der Schwelle des Grabes gegeben und genommen wird. fchwendet hat: Körperschönheit, Gemüthswärme, Herzensadel, Ges Eine Chatsache jüngsten Datums aus dem wirklichen Leben möge finnungshoheit – Alles, was ein Weió liebenswerty und achtungs, den Reigen schließen. Herr Smith, jung verheiratet mit einem Mäde würdig machen kann. Aber Dempster weihete dieses auserwählte chen von niedrigem Stande fie war Scantjungfer (bar-maid) Wesen dem Unglüc. Nach wenigen Honigmottaten eines Glüdes, in einer bekannten Weinstube - lebte seit Jahren glüdlich als Gatte das fie fich mehr souf, als von ihm empfing, famen Jahre unsäge und Vater einer zahlreichen Familie, als gutbesoldeter Geistlicher im lichen Leidens, und unter dem brutalen Despotismus dieses Haus einer bevölkerten und wohlhabenden Parochie. Eines Tages wirft fich tyrannen, stumpfte sich allgemad, die Zartheit des Gedankens, der ihm feine Frau zu Füßen und gesteht ihm, daß fie, von einem Adel der Gefühle ab. Ueberwältigt, zermalmt, beschimpft, brach aller Handlungsdiener verführt, schon zur Zeit ihrer Verheiratung fich uninnere Widerstand, fie duldete, pergab; allein gegen den ftets tiefer würdig gemacht hatte, die Frau eines rechtschaffenen Mannes zu werund tiefer wurzelnden Trübsinn, gegen diese unabläffig fich wieder. den. Sie bekennt ihm ferner, daß fie auch in der Folge den Zuholenden Schreden bedurfte sie einer Zuflucht. Die Religion konnte muthungen ihres Verführers nachgegeben und, schon Mutter, all ihrer fte ihr nicht geben: wir haben gesehen, was in Milby die Religion Pflichten vergeffend, das Vertrauen ihres Gatten verrathen, feine Gäte war. Janet's Mutter, Mrs. Raynor, don der fie angebetet wird, und Ergebenheit mit schmählichem Undant gelohnt habe. Seit ihrem bat fein schüßendes Ansehen, fie kann nur mit ihr weinen, ihr aber legten Fehltritt waren Jahre verflofsen, ohne daß ihr gequältes Gewiffen weder Nath noch Beistand gewähren. Von Aden verlassen, fällt ende Ruhe fand; daher ihre Traurigkeit, deren Ursache der Mann niemals lich der Engel und finkt in den Safterpfubt – des Trunfes! ein Hatte errathen finden. Gerührt von der Rege seiner Gattin, entLafter, mit dem fie überdies durch ihren Quälgelft vertraut geworden; brennt er dagegen in maßlofen Zorn and glühendem Rachedurft denn es verging fein Tag, an dem er nicht, feiner Sinde beraubt, gegen ihren Verführer. Mit eiserner Beharrlichkeit führt er den ents aus der Weinstube nadhause schwankte, um die Unglüdlige, in gleichem worfenen Plan, in dem Blute seines Feindes seinen Durft zu löschen, Zuftanbe, auf das entseßlichfte zu mißhandeln. Hin und wieder em aus; er diftirt seiner Frau mehrere Briefe, in welchen fie ihrem pórt fich die Widerstandskraft in ihr, e$ ift aber nur ein flüchtiger früheren Liebhaber den Tod ihres Mannes anzeigt und ihn, der auch Aufblik; bald beugt fie fich unter das knechtende Uebergewicht des Witwer geworden, zu einer neuen Schäfenftrade einladet. Dieser Herrn, den fie früber geliebt; ja, fie leiht ihm, mit ihm im Prinzip Menso, anfangs gleichgültig, läßt fich endlich von den wiederholten einverftanden, ihre Feder zu den schändlichen Sämähschriften, die er dringenden Bitten an einen entlegenen Ort verloden, wo der lauernde, gegen Tryan Häuft. Doch es kommt der Tag, wo diese fortwähren- beleidigte Ehemann, einen Revolver in der einen, einen bleiausgegoflen den häuslichen Stürme eine entscheidende Wendung herbeiführen: nen Knüttel in der anderen Sand, über ihn herfällt und ihn so zato blind bor Zorn und Wein, wirft Dempfter das unglückliche Weib richtet, daß er für tobt auf dem Plaße liegen bleibt. Ueber auf diese mitten in der Nacht aus seinem Hause. Nadt und bloß in der schar: Einzelheiten legt der Pfarrer Smith, ein offenes Geständniß vor dett fen Luft einer Novembernacht, fucht fie eine Zufluchtsftätte bei einer Geldwornen von Gloucestershire' ab, and fie Verartheilten ihn ftreng, Frau, einer früheren Bekanntschaft, die fie aber, aus Scheu vor der aber gerecht, zu einer vierjährigen Gefängnißftrafe. öffentlichen Meinang, später nicht mehr besucht hatte. In diesem Unterhalten ift nicht die einzige Miffion der Erzählung; unsere Moment tiefer Noth, wo alle Lebensstüßen brechen, wo file ohne Beit verlangt von ihr, daß fie Erägerin richtiger Vorstellungen fet, foHülføquellen, ohne Schuß dem frafsen Elend, dem drohenden Hunger wohl von der Gesellschaft, in welcher fich das Individuum bewegt, ins Auge und ihren Ruf unwiederbringlid verloren fieht - da als von dem Individuum, deffen Tugenden oder Lafter einen unwirft fich die gedemüthigte, die bereuende Janet dem Priefter zu beftreitbaren Einfluß auf seine Umgebung übt. Die angezeigte NoFüßen, den fie noch vor kurzem verhöhnt, beschimpft hat. - Der vetlen-Sammlung entspricht dieser doppelten Forderung und rechtferZufall batte fie Beide an das Lager einer armen Kranten geführt, tigt den Erfolg, der ihr in England geworden. und ein einziger Blid, der sie hier ausgetauscht, war hinreichend, fidh gegenseitig im wahren lichte zu sehen. Und als fie in der höchfted Hoth fich feiner erinnert und bei ihm Hülfe sudt, findet fte it be

Nord: Amerita. reit, ihr zu dienen, fie zu retten. Die beiden Empfindungen: hier bei Tryan, der dem Tode der Auszehrung verfallen if, der apoftolis

Ein Großueffe Cromwell's als Präfibent von Lerać. Tohe fieberglühende Eifer, dort bei Janet die verzehrende Rede einer 3r dem Tagebuche des alten 3oon Evelyn, das als eine der in den Schooß der Kirche rüdkehrenden Sünderin, diese Empfindungen Hauptquellen zur Renntniß der englischen Gescihte während der zwei geben balb diesem Berhältniß, ohne daß sie es ahnen, eine gewiffe ten Hälfte des fiebzehnten Jahrhunderte dient, findet fich unterm leidenschaftliche Stimmung. Ein unbedingtes Vertrauen hat von 17. Oktober 1660 folgende Notiz: ,,Scot, Scroope, Coot and Jones erster Stunde Wurzel gefaßt. Um sein Beichtfind — der Ausbrad erlitten den Lohn ihrer Miffetbaten bei Charing Croß, im Angesicht der mag hingehen, obgleich der evangelische Kultus die eigentliche Beichte Stätte, wo fie ihren rechtmäßigen Fürften dem Tode überliefert, and in nicht tennt – zu ermuthigen, ihr Herz vor ihm bis auf die Neige Gegenwart des Königs, feines Sohnes, den fie gleichfalls hatten tödten auszugießen, vertraut ihr Eryan als Geheimniß seine eigene Befeh. wollen. 3 fab ihre Hinrichtung nicht, fügt Evelyn hinzu, der rung, das Ergebnis von Gewissensqualen, die feine Büfung zur Ruhe folche Shauspiele weniger liebt, als der joviale Rarl II., aber ich bringt. Und Janet ihrerseits enthüllt ihm die ganze Sómach des begegnete ihren geviertheilten Körpern, als fie, verftümmelt, gera Lafters, det fle so lange die Herrschaft über fich eingeräumt. 3wie fonitten und dampfenb in Rörben von bent Richtplaß geføleift

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Bon diesen Königsmörberu, welche fo „der lobt ihrer Miffe bem Jahre 1836, wo die Baumwollen-Rette zuerft in die englische thaten“ erhielten, war Jones der Gatte Ratharine Henriette Crowie Wollenweberei eingeführt wurde - ein febr wichtiges Moment — well's and der Schwager des Protettors. Während er in Gegenwart and reicht bis 1857. Es werden alle die großartigen Erweiterungen und seines angeftammten Königs geviertheilt wurde, eilte fein Soho ab Ausdehnungen der Rammwollen-Manufaktur besprochen, deren Erzeag. Bord eines Schiffes, das ihn wohlbehalten van Amerika brachte. niffe in England jeßt auf achtzehn Millionen Pfund Sterling jährlich Dieser Sohn, William Jones, ließ fich in Hemhaven nieder und war geschäft werden. Kap. XIl dildert die phyfisden, moralifden und von 1683 bis 1698 Gouverneur von Rhode 3sland und Connecticut. intellektuellen Zustände der britischen Wollenfabrik - Arbeiter. Rap. XIV Bon ihm flammer fünf Brüder, die, ben repubifanischen Erinneran- beschreibt die verschiedenen Fabricationsarten, die durch Abbildungen gen ihrer Familie treu, in dem ameritanischen Unabhängigkeitskriege erläutert werden. Kap. XV endlich ift den Hauptfißen der englifden gegen Georg III. tämpften und wovon einer an den Schlachten von Bollen. Industrie gewidmet, deren gegenwärtiger Umfang in ftatistiBanfer Hill unb Saratoga theilnahm. Er war der Bater Anfon fcher und kommerzieller Hinsicht vollständig geschildert wird. Fones', eines Mannes, der in der Geschichte von Teras eine hervorragende Rolle gespielt hat.")

Sowebirde Revue. Es liegt uns die Probenummer einer Anson zones wurde im Jahre 1798 im Staate Massachusetts seit dem Ende April in Stocholm in französischer Sprache erscheinen. geboren. Er widmete fich zuerft der Heilkunde und lebte eine Zeit den „Schwedischen Repue" vor.) Sonst bedienten sich die Standilang als praktischer Arzt in Philadelphia. 3m Dktober 1833 wan navier, wenn sie mit dem Auslande literarische Unterhandlungen pflege derte er jedoch nad Teras aus und ließ sich in Brazoria nieder. Erten, des verwandten Deutsch als vermittelnder Sprache. Seitdem jes war es, der im Jahre 1835 die Resolutionen beantragte, welche die doch die Dänen Krieg mit der deutscher Sprache und Bildung in Erennung der Provinz Teras von Merito ausiprachen, worauf er sich Schleswig-Holstein führen, sind auch die beiden anderen skandinabi. in dem Feldzuge gegen Santa Ana als gemeiner Soldat der Armee [chen Nationen mit unserer Literatur, wie mit unserer Sprache, etwas des Generals Houston anschloß, in der er außerdem die verschiedenen über den Fuß gespannt. Selbft in der vorliegenden Probenummer Poften eines General - Auditeurs, eines Wundarztes und eines In- einer neuen Zeitschrift, die boch, wie aus dem Prospektus hervorgeht, spektors ber Hospitäler bekleidete. In der Folge wurde er Mitglied den Zwed hat, auch in Deutschland das eingefolummerte Intereffe des teranischen Kongresses, Gesandter in den Vereinigten Staaten, für schwedisches Leben und Denken wieder zu weden, fdeut man fid Präsident des Senate, Staatssecretair, und im September 1844 wurde nicht, die gewöhnlichen schlechten Wiße darüber zu machen, daß die ber Urgrofneffe des Protektors der englischen Republik zum Präfiden- Deutschen, und zwar , fowohl Kabinette und Kammern, als Klubs und ten der Republik Ceras erwählt. Sdon vorher hatte er jedoch er Kneipen", mit ihren deutschen Brüdern in den unter dänischem Scepter kannt, daß Teras nur in Verbindung mit den Vereinigten Staaten stehenden Herzogthümern sympathifiren! ,,Wer weiß“, beißt es dant etiftiren könne, und ohne Rüdficht auf fein persönliches Interesse, in der Einleitung dieser Probenummer, ,,ob nicht Deutsdland anderwelchem diese Union verberblich werden mußte, bemühte er sich nach febens einmal auch mitten unter den nomadischen Stämme FinnmarKräften, sie zu Stande zu bringen. In der That wurde der ,,ein- tens und des schwedischen Lappland unmittelbare Unterthanen des fame Stern“ von Leras bald den „Sternen und Streifen“ des deutschen Bundes entdecken wird. Deutföland gleicht in einigen amerikanischen Banners hinzugefügt, und am 19. Februar 1846 ver. Stüden etwas jenem guten Rönig Pierodhole, von Rabelais, der das tündete Anson Jones, baß ,, die Republik Teras nicht mehr fei". ganze Land .. Gualice, Portugal, Tunis, Italia, Malta, Türtei, Fies Geitdem zog er fich, wie sein Borfahr, Richard Cromwell, in den rusalem, Kleinafien, Babylon, Arabien" nehmen wit und zuleßt nichts Privatstand zurück und lebt jeßt als tüchtiger und fleißiger Landwirth wird als „paoure guaigne denier à Lyon." Der franzöfisch-schwes auf feiner Farm.

dische Sprachmeister, der dies geschrieben, sollte doch, bevor er weia

tere Versuche dieser Art in der internationalen Kritik macht, darüber Mannigfaltiges.

sich unterrichten lassen, wo eigentlich die deutschen Herzogthümer liegen, Die Wollen- Fabrication Englands. Eix englisches die dem Könige von Dänemark das Recht verleihen, in der Bundeslo Buch, das auch im Auslande gekannt and fludirt zu werden verdient, versammlung zu Frantfurt a. M. feine Stimme abzugeben! ift die türzlich erschienene Gesdichte der Kammwollen-Manufaktur Es heißt wahrlich das eigene Interesse verkennen, wenn die Schwe in England", von 3ohn James, dem Berfasser einer Geschichte der ben, die im Jahre 1855 das bekannte Scu- und Cruß-Bündniß Fabrikstadt Bradford.") Wir geben in Nadftebendem die Inhalts- An- mit Frankreich und England abgefoloffen, um sich vor einem mächtis zeige des etwas weit ausholenden, aber viel umfassenden und belebs gen, dräuenden Nadbar zu wehren, der schon einen Fuß auf die Sowelle Tenden Werkes. Das Ganze zerfällt in funfzehn Kapitel. Rap. I ift Stocholms gefest, das gute Einvernehmen mit Deutschland ganz aus ber Geschichte der Spinnerei und Weberei bei den Hegyptern, Baby. Den Augen feßen zu können glauben. Noch herrscht denn dod, tros loniern, Griechen und Römern gewidmet, wobei es nicht an Abbildute der französischen Dynastie, die in Stockholm regiert, und trop der Eingen der damaligen unvollfommenen Werkzeuge fehlt. Rap. II beban flüsse Eugen Sue's, Lamartine's und Victor Syugo's auf bie nedere delt dieselbe Kunst im Mittelalter, und zwar bei den Staltänern, Nies fowedische Literatur, eine größere Uebereinstimmung zwischen germaberländern, Franzosen und Spaniern. Rap. H umfaßt die Geschichte nisden und sfandinavisden Ideen und Interessen, als die kurzfichtige der Wollenweberei in England von der frühesten Zeit bis zu Eduard HI., Politif glaubt, die lächerlicherweise für die Danifirung von einigen wobei festgeftellt wird, daß in Norwich die Weberei bereits zur Zeit hunderttausend Deutschen Partei nimmt. ,,Was du nicht wilft, das Wilhelm's des Eroberers betrieben wurde. Rap. IV und v seben diese dir geschiebt u. f. 7.", das sollten fich Schweben und Dänen gefagt Geschichte von der Zeit Eduard's II. bis zur Thronbesteigung der sein lassen, dann würden sie Deutsdland nicht unter ihren Gegnern, Königin Elisabeth. fort. Rap. VI reicht von der Zeit Elifabeth's bis sondern unter den eifrigsten Bertheidigern des Standinaviðmus gegen zum Jahre 1700, erzählt die Gefdichte der Niederlaffung der blae- jeden Angriff feben. mischen Weber in England, die vor dem Schwert des Herzoge dok Jene unklage Bemerkung in Bezug auf Deutschland foll uns ita Alba floben und in Norwich, Coldefter, Sudbury. u. den Samen dessen nicht zurüdhalten, für das neu entstandene Journal, das ein ausftreuten, der seitdem in England fo reiche Früchte getragen. Kap. VIL Glied-mehr ist in der großen Bundstette der Weltliteratur, Interesse - von 1700 bis 1750 reichend - berichtet über die Verpflanzung zu nehmen. Die Probenummer enthält, außer der Einleitung, einen der Wollen-Manufaktur nach Yorkshire, wodurd Norwich fein bisa Artifel über die kommerzielle Lage Schwedeng nach der Handelsfrife beriges Uebergewicht in diesem Zweige derfor. Rap. VII fellt diefe von 1857, ferner den Anfang einer Abhandlung über die ftaatsökonoGeschichte bis zum Jahre 1800 fort. Die ersten großen Wollen- mischen Kräfte Swedens, wobei zunädit die drei Landesprobutte: Spinnereien entftehen im Weftriding von Yorkshire. Kap. IX ift den Eifen, Kupfer ænd Sdiffbaubola, besprochen werden, und endlich die mechanischen Erfindungen auf diesem Gebiete gewidmet: Hargreave's ersten Säße des ersten Kapitels einer bistorischen Novelle aus der Zeit „Spinning - Jenny", Arkwrights „Water Frame", Crompton's „Mule”, Guftav?6 - III: Haß und liebe".

Guftav’s HIL; r Haß und liebe". - Bir denken nächstens auf diese Watt’s Dampf-Spinamaschine und Cartwright* ;;Power-Loom". Publication noch zurückzukommen. Rap. X bespricht die ftaunenswerthen Fortschritte, die in der Zeit von 1800 bis 1836 auf diefem Felde gemacht worden. Kap. Xl be

*) Revue Suédoise. Paraissant à la fin de chaque mois. Avril 1858. handelt die Alpaca- und Mobair Fabrication. Sap. XII beginnt mit Stockholm, E. T. Bergegren. - Leipzig, Ginrichsiche Budhandlung.

Vergl. „Texas: her Resources and her Public Men". " By J. de Cordova. Philadelphia, 1858.

***) History of the Worsted Manufacture in England, from the earliest times. By John James, F. S. A. London, Longman. Berlin, afher.

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