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amtlich zugegangen wären; sie sagte, daß ihr eine solche Verbindung Frankreich.

zu hoher Ehre gereichen würde, wobei fie den König als den größtsa

und tugendhaftesten Fürften der Erde idäste und lobte, als einen Maria Stuart, Katharina von Medici und Elisabeth von

Fürsten, der die Hoffnung einflöße, einst noch die ganze Welt zu er. England. *)

obern; sie fragte mich, ob, wenn es sich ereignen sollte, daß der König, Abermals ist Maria Stuart zum Gegenstand einer historischen mein Gebieter; fich mit ihr vermählte, ich wohl darüber betrübt (marri) Untersuchung gemacht worden, obwohl man taum hätte glauben sollen, fein möchte? Sie selbst bege die Besorgniß, daß sie eines so großen daß, nach den seit einigen Jahren von Deutschen, Franzosen, Enge Königs nicht ganz würdig sei, indem sie nichts befiße, als ein kleines ländern und sogar aud Russen publizirten ardhivalischen Forschungen, Königreich, sowie Güte und Reusdheit, in welcher Beziehung aber sie nach den Schriften von Kaumer, Mignet, Dargaud, Tytler und es mit jedem Mädchen der Welt aufnehme, da sie die tugendhaften Labanov, noch etwas Neues über die schöne Märtyrerin gesagt werden Dinge über Atles liebe, und daß, wenn sie ein armes Fräulein wäre, könne. Dem neuesten Historiographen derselben, Herrn A. Cheruel, fie fich niemals verheiraten würde; doch wolle sie um ihrer Unterthanen ift es jedoch weniger um die Person der Königin, als um die Ger und ihres Landes willen es thun, indem fie denke, daß, wenn Gott schichte der diplomatischen Beziehungen Frankreichs zu Schottland in eine solche Ehe wolle und er dieselbe mit Kindern fegne, diese doch der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts, um die Rivalitäten wohl nicht nöthig haben würden, Penfionaire des Kaisers, oder des der englischen und der französischen Krone am Hofe der Stuart's, zu Königs von Spanien, oder irgend eines anderen Fürsten zu sein, fos thun gewesen, weshalb er denn auch den Namen der Katharina von bald sie nur genügsam und verständig wären; aber, fügte sie hinzu, Medici dem der schottischen Maria an die Seite geseßt bat.

bald würde fie alt sein, und darum bege fie die Besorgniß, dem Vom Jahre 1564, der Zeit, wo Maria Stuart, die Witwe des Könige nicht angenehm genug zu erscheinen. - Und von Ihnen, hobe Königs Franz. II., dem franzöfischen Boden Lebewohl sagte, bis 1587, Frau, hofft sie, daß Sie sie niemals verlaffen werden; auch werde fie dem Jahre ihrer Hinrichtung auf Schloß Fotheringan, bat Frankreich Ihnen so viele Dienste leisten, daß Sie genöthigt sein würden, fie zu nicht aufgehört, feinen ganzen diplomatischen Einfluß anzuwenden und lieben, auch wenn Andere es nicht thäten. Und allermindestens würde alle Intriguen, die dem französischen Geifte zu Gebot ftehen, aufe der König ihr die Ehre erweisen, sie zu seinem Secretair zu machen, zubieten, um das Streben des protestantischen England nach der Herre ba fie fehr gut male und schreibe, wobei fie folgende Worte sagte: idhaft über das noch von einer fatholischen Königin beherrschte Shotte in Wahrlich, ich würde gar nicht unwillig sein, falls eine solche land zu paralysiren. Es ist interessant, die diplomatischen Noten, der. Heirat ftattfände, jeden Dienst zu leisten, der Sr. Majestät angenehm traulichen Briefe und anderen Schriftstücke, die damals in dieser Rich, wäre"... - Und obwohl ich nur ein einfältiger Mann bin, habe ich tung gewechselt wurden und die noch nirgends volftändig abgedrudt mich doch bestrebt, jeden dieser Punkte so weise, als ich es vermocht, find, fennen zu lernen. Herr Eberuel, der diese Dokumente gesama zu beantworten, und ich darf Ihnen wohl sagen, daß derlei Gespräche melt und volftändig mittheilt, hat sich dadurch ein anerkennenswerthes Zhrer Majestät sehr angenehm find. Jo habe sie niemals schöner Verdienst um einen nicht unwichtigen und bisher wenig aufgebellten und anmuthiger gesehen, und ich gebe Ihnen die Versicherung, daß es Abdonitt der Geschichte des sechzehnten Jahrhunderts erworben. manches Mädchen von fünfzehn Jahren giebt, welches fich für fhön

Insbesondere wird durch diese Dokumente auch ein von den Gea bält und ihr nicht nabe kömmt. Uebrigens befißt sie große und seltene schichtschreibern bisher sehr dunkel gelaffener Moment in dem Prozesse Tugenden und ein großes Königreich, und ich denke, daß, wenn Sie Maria Stuart's aufgeklärt: nämlich die Rolle, welche König Hein- darauf eingeben wollen, Sie einer guten Aufnahme sich gewärtigen rich III. von Frankreich und Katharina von Medici in diesem Prozesse können. Sie hat mir gesagt, daß fie Šommer (?) als Gesandten schicken gespielt haben. Von den Zeitgenossen verdächtigt, sich um das Schick werden und daß man Engländer in Frankreich und Franzosen in Enga sal seiner Schwägerin gar nicht gekümmert zu haben (Brantôme, Eloge land verheiraten müffe, fowie noch vieles Andere, was denselben Zwed de Marie Stuart), ward Heinrich III. von den Geschichtschreibern der batte und schwer fein würde, Ihnen zu schreiben uc." späteren Zeit (Louis Aubery, Bayle, Burnet, Napin-Thoyras, Sharon Herr Michel v. Castelnau ließ sich, wie man sieht, von der diploTurner) sogar besøuldigt, einen Gesandten, Herrn . Bellièvre, nad matischen, föniglichen Jungfrau ebenso an der Nase berumführen, wie England geschickt zu habeu, um die Hinrigtung Maria's, zu welcher nach ihm alle diejenigen, die mit ihr von ihrer Bermählung fprachen. fich Elisabeth scheinbar schwer entschloß, zu beschleunigen. Dies wird Wir : schließen diese Anzeige mit einigen Worten des Herrn von Cheruel als geradezu erlogen bezeichnet, indem er im Gegentheile 4. Cheruel über die drei Königinnen, deren Namen die Uebersdrift nachweift, daß Heinrich III. nichts weniger als gleichgültig in Bezug unseres Artifels enthält: auf das Schidfal feiner Schwägerin war, daß sein Gesandter pielmehr mi Katharina betrog alle Parteien, und alle verfolgten sie dagegen fich in feinen Unterredungen mit Elisabeth sehr lebhafter Ausbrüde mit ihrem Haffe und ihrer Berachtung; fie hinterließ das Königthum der Eheilnahme für die unglüdliche Königin bediente, was ihm eine ohne Stöße und Franfreich ohne Verbündete. Elisabeth, Abgott der febr ftolze und ironische Erwiederung zuzog,

Protestanten, fettete an ihr Geschid bas englische Volt, Schottland, Ueberhaupt werden uns hier Berichte über einige Unterrebungen die standinavischen Reiche, die reformirten Theile Deutschlands und französischer Gesandten mit Elisabeth mitgetheilt, die fast ebenso inter der Schweiz. Maria, von der Ligue und von Spanien angetrieben, effant und ebenso charakteristisch für die Königin, wie es die Berichte vertauschte den Chron gegen das Schaffot. Auf die Erfte fällt die des britischen Gesandten Sir George Hamilton Seymour über seine Schmach der Erniedrigung Frankreiche und der durch ihren Ehrgeiz berühmten Unterredungen mit dem Kaiser Nifolaus für den Charakter diftirten, durch den Fanatismus ausgeführten Verbrechen; der Zweiten des Leşteren sind. Im Jahre 1565 hatte der französische Botschafter, gebührt der Ruhm der proteftantisden Coalition, der Niederlage Michel von Castelnau, die Ebre, mit der Königin Elisabeth, nach ein, Spaniens und der Schöpfung einer Flotte, welche bald die Herrin genommenem Souper, in den Gärten von Leicester zu promeniren. Des Weltmeeres fein sollte; der Dritten endlid ift die Krone des Der Botschafter, der darüber an Katharina von Medici berichtet, Märtyrerthums nicht abzusprechen." hreibt ihr unter anderem:

,,Bon einem Gegenftand auf den anderen übergehend, sprac fie sehr offen über eine Vermählung des König$ (Karl IX.) mit ihr, als ob ich zu ihrem Ministerrath gehörte, oder als ob solche Dinge mir

Prinz Napoleon über die Welt: Ausstellungen.

(Schluß.) *). Marie Stuart et Cathérine de Médicis. Étude historique sur les relations de la France et de l'Ecosse dans la seconde moitié du XVI siècle;

Die Räumlichkeit ift besonders für eine Welt-Ausstellung von pac A. Cheruel, Paris, Hacbette, 1858.

großem Gewicht. So hat sich der Industriepalaft mit seinem Flächen

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und der französischen Ausstellung so sehräge der Großartigkeit und Halb“, fragte man, , einen Fabrikanten hindern, den Preis seiner aus.

raum von 45,000 Meter als unzureichend ethviesen; Da die Ausstellung fen des Auslandes würdigen und die National. Industrie durch vers der Industrie-Erzeugnisse allein 120,000 Meter uxo die Kunstgegen- kändige Nachahmung Nußen daraus ziehen. Endlich wird auch der ftände 20,000 Meter erforderte. Man mußte nun auf Mittel und günftige Einfluß der Universal-Ausstellungen in Frankreich auf den Wege sinnen, um diesem Uebelftande abzuhelfen: eine lange Galerie, Freihandel nicht ausbleiben und allmählich die Unterdrüdung der Eindie einen großen Theil der Duais von Billy bedeckte, wurde an fuhr-Verbote und der zu hohen Zölle herbeiführen. Esta gebradst; die Rotunde des Panorama's für die Aufnahme einer Abel 2) Wie ist es aber mit den Verkaufspreisen zu halten? Soll die theilung der Ausstellung eingerichtet; ein eigenes Gebäude für die Preis - Angabe auf den Gegenständen ganz untersagt, dem Inhaber Kunstfachen aufgeführt; an den Hauptstamm des Baues (dloffen sich überlassen oder zur Pflicht gemacht werden? Der erste Mobus wurde

, Gefälliges zu 1851 aber Tadel„Wesder glücklichen Harmonie nahmen, die man 1851 zu London so febr gestellten Erzeugnisse bekannt zu machen, und so das Publikum eines bewundert hatte. Der Erfolg der Ausstellung schien, nach dem Gewefentlichen Elementes berauben, die Waare vollständig zu würdigen? ständniß des Prinzen, durch diese Uebelftände gefährdet. Dazu kam, da Ein solches Verbot ist der Handelsmoral ftracks entgegen: es liegt daß der Industriepalaft damals einer Gesellschaft gehörte, deren Vers darin gewissermaßen das nahe Geständniß an das Publikum, daß man walter natürlich den möglichft größten Gewinn von der Ausstellung es weder aufklären, noch ihm die Wahrheit sagen wolle. Das Urziehen wollten; saber der ftete Konflikt zwischen der kaiserlichen Kome theil ist etwas hart, und die englische Kommission braucht es nicht auf miffion, die vor Allem das öffentliche, und der Administration der Ges fich fißen zu lassen. Der Billigkeit und Wahrheit näher liegt die fellschaft, die hauptsächlich ihr Privat. Interesse im Auge hatte. Das Annahme, daß die Kommission, in der

alle her füchte sie die Einnahmequellen zu vervielfältigen: Speise-Anstalt, Industriellen ihre Preise werden veröffentlichen wollen, es vorzog, für Trintftube u. 7. w., Atles schien ihr gut, Geld daraus zu schlagen, die Gesammtheit der Aussteller eine gleichförmige Regel festzustellen. denn weder aus Patriotismus noch zum Ruhme der Industrie hatten Sie hatte ferner begriffen, das freiüberlaffene Preis-Anzeigen, deren die Actionaire ihre Kapitalien hergegeben, um das ungeheure, in der Genauigkeit schwer zu kontroliren wäre, zu Hinterschlichen Anlaß Gesellschafts - Urkunde mit dem Namen Palaft geschmücte Gebäude auf geben könnten, wobei der eben nicht ängftlich gewissenhafte Fabrikant bem alten Plas Marigny aufzuführen. Es läßt sich nun leicht denken, fich zum Nachtheil des ehrlichen in ein vortheilhaftes Licht feben und wie läftig bieser fortwährende Kampf zwischen zwei einander wider das Urtheil des Publikums irregeführt würde. Die 1855 gemadite ftreitenden und oft unvereinbaren Intereffen sein mußte. Der Prinz Erfahrung rechtfertigt bis auf einen gewissen Punkt die in London spricht fich daher auf das entschiedenste gegen die Beibehaltung diefes angewandte Maßregel. Der Präsident der kaiserlichen Kommiffion Systems aus. Er stellt für die Zukunft die unerläßliche Bedingung hatte von vorn herein die bindenbe Preis-Angabe vorgeschlagen. ,,Da", auf, daß ein solches Gebäude aus dem Gesichtspunkte des Unter- sagt er im Bericht, nur Wenige die Preisbestimmung mittheilten, nehmens selbst aufgeführt werde; es müsse Eleganz mit Bequemlich so ergingen feitens der Kommiffion die dringendsten, aber erfolglosen keit und Festigkeit verbinden; die innere Einrichtung müffe darauf Aufforderungen, dem Publikum ober doch mindestens der Jury den berechnet fein, die Gegenstände methodisch in ihre Fächer zu prdnen, Preis bekannt zu machen; denn die Aussteller beharrten zum großen das Studium derselben zu erleichtern und den Besuchern Zeit zu era Theil bei der Verfdweigung des Preises, und felbft die geringere fparen. Der Prinz geht dann mit großer Sachkenntniß in die Einzel- Bahl, die ihn anzeigte, gab keine Bürgschaft, daß ihre Erklärungen heiten feines Planes ein. Bei

mit der Wahrheit übereinstimmten. Der Prinz kommt also zu dem In Bezug auf die Fragen endlich, welche die Vorbereitung zu einem Schluß, daß auch die 1855 versuchte fakultative Preis-Anzeige von auf die Ausstellungen anwendbaren Reglement betreffen, bezeichnet der einer Ausstellung zu verweisen fei, und spridt fio nachdrüdlichst für Prinz brei Hauptpunkte, die eine gründliche Untersuchung førdern: die obligatorische Preisbeftimmung aus. Er verhehlt fich keinesweges 1) können die Gränzzoni-Gefeße so bleiben wie fte finde 2) Was ift die Schwierigkeit, auf die man froßen, den Widerstand, den man in Betreff der Verkaufspreise zu bestimmen? 3) Entsprechen die Zu- zu brechen haben wird; diese Hinderniffe schrecen ihn aber nicht. Er ries über Prämien - Vertheilung dem Zwecke, der sie hervorgerufen?. hofft, daß das Beispiel, von einer namhaften Zahl Industrieller ge(1) Bekanntlich schließt die französische Zollgefeßgebung noch zur geben, nach und nach um sich greifen und zuleßt die WiderspenstigStunde einen großen Theil fremdländischer Produkte von der Einfuhrften zähmen werde. „Warum", fragt er, soll man gerade in Hanganz aus oder belegt sie mit fehr hohen Zöllen. Als die Welt-Aus. del und Berträgen, wo es die Gefeße der Gerechtigkeit am bringendften Hellung beschloffen war, erhob fich die Frage, wie man die für den forbern, das Licht scheuen! Alles, was sich mit der Rechtlidskeit berIndustriepalaft eingegangenen Gegenftände zu behandeln habe? Anträgt, muß laut gesagt werden können. Der Handel muß sich den fange entschied man sich dafür, daß sie im Palaft als Stapelgut lagern Forderungen der Deffentlichkeit fügen; ich achte ihn zu hoc, um die follten. Wie aber nach gesdlossener Ausstellung? Sollten die Fabria fdzimpfliche Meinung von ihm zu begen, daß er nur im Drüben fischen kanten für die in den Tarif aufgenommenen Waaren den vollftändigen, kann. Der Handel ist eine Macht der Civilisation, er muß fich also mitunter 100 pct. des Waarenwerthes betragenden Zoll erlegen? Das in der Höhe der Rolle zeigen, die ihm zugefallen ist.“

Die wäre eine übertriebene Härte. Sollten fte gehalten werden, die ftreng 7. Es giebt fürwahr keinen Industriellen, keinen Kaufmann, selbst verbotenen Artikel wieder auszuführen? Das wäre ungereimt; denn unter den Ausstellern im Jahre 1855, die täuschende oder absichtlich welcher Fabrikant würde fich herbeilafsen, auf diese Aussicht hin seine ungenaue Preise angefeßt haben, keinen, der die von dem Prinzen auf. Fabrikate einzusenden! Das Einfachste war sicherlich, die zollfreie und gestellten Grundsäße über die Rolle und die Obliegenheiten des Hana von allen Douanen-Förmlichkeiten unbefäftigte Zulassung der aus dels nicht laut verkündete. Alle hassen die Lichtscheu, Alle betheuern ländischen Produkte ausnahmsweise zu gestatten; allein was hätten die ihre Wahrheitsliebe. Leider aber ist es nicht minder gewiß, dab, Protectionisten und Prohibitionisten, d. h. die große Mehrheit der wenn es sich darum handelt, ihre Preise an die Deffentlichkeit einer Industriellen, dazu gesagt? Welche schöne Gelegenheit, über Eingriffe Ausstellung zu bringen, ein großer Theil Zndustrietter, aus dem eigenen, in ihre Intereffen Lärm zu schlagen und die Regierung der Freihandels- wohl oder übel verstandenen Interesse Gründe hoft, mit der Wabra Tendenzen anzuflagen! Man wagte es nicht, diese eingefleischten Vora heit hinterm Berge zu halten. In der That ist der Preis eines Proürtheile vor den Kopf zu froßen, und blieb bei einer vermittelnden buktes, nicht blos nach dem Werth des Ertrages, fondern der eigente Maßregel stehen: die ausländischen, felbft verbotenen Erzeugnisse folla lidhe Marktpreis das Geheimniß des Fabrikanten und des Kaufmanns. ten nach dem Söluffe der Ausstellung einen Einfubrzott von 20 Pro. Mit Ausnahme einiger großer Fabrit - Anftalten, die in gewissen Fa: zent abgeben. Da ftellte man nun ein Hundert Zollbeamte beim brit - Arten, so zu sagen, bei offenen Thüren arbeiten und beren Industriepalast an, ein Büreau für Schreibereien aller Art wurde Preiscourant fich faft nie ändert - fie find weltbekannt und gerade eröffnet. Und das Resultat? Die Einfuhr, die einen Werth son das Feststehende ihrer Preise ist mit eine Duelle ihrer Blüthe und 2,200,000 Francs darstellte, warf richtig 333,000 Francs Zollgebühren ibres Rufes – haben die meisten Fabrifen innerhalb und außerhalb ab! Der Prinz schlägt nun mit Recht vor, diese drückenden und Frankreichs wechselnde Tarife, die fica nad der Natur und der Be fächerlichen Förmlichkeiten für die Zukunft aufzuheben. Einige Pro- deutung ihrer Kunden, nach den Jahreszeiten, nach den Bewegungen ben von Garnen, Zeugen und Porzellanwaaren werden wahrlich das im Handelsleben richten. Die Angabe des Ertragwerthes ist gar Lovs der National - Industrie nidt aufs Spiel feßen und den inländi nicht zu verlangen, denn hier gestehen die sprudfähigsten Fachmänner fohen Manufakturen Konkurrenz machen. Ein Douanenposten mitten ein, daß eine sichere und genaue festzustellen an das Unmögliche streife. in einer Welt-Ausstellung ist ein Yebendiger Widerspruch. Erst ladet Der Prinz verlangt nur die Bestimmung des Kaufpreifes für den man die vollkommenften Arbeiten der ausländischen Fabrication feier- Konsumenten. Nun aber dürften selbst ehrliche und rechtschaffene lich ein, ftellt fie Ader Augen aus, preift und belohnt sie, und hinter- Fabrikanten in Verlegenheit kommen, wenn sie den angemessenen Preis brein besteuert man sie oder bringt fie unter Plombe und Bewachung für ihre Erzeugnisse in einer Ausstellung auf das Haar angeben follüber die Gränze! Im Interesse des Publikums, ja im Interesse der ten; zumal da, wie fchon gesagt, viele Inðuftrielle fich von dem Ger inländischen Fabrifen felbst, erscheint es schlechterdings wünschenswerth, danken nicht losmachen fönnen, daß das Geheimniß von dem Intereffe baß die Douane mit den künftigen Ausstellungen nichts zu schaffen des Gesđäfts nicht zu trennen sei. Und nun erst die Fabrikanten, be, bas Publikum wird die unbehindert zugelassenen Mufter - Arbeie die absichtlich über den Preis der ausgestellten Waare zu täuschen

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fudhen : wie ist hier der Stifeier zu lüften, wie find fie zu überführen? boppelt, *um bie Fabrikate zu vervottommneh und Bas Erscheinen Auf die Vergleichung bér Preise ist die Kontrole nicht To leicht

, wie neuer Erfindungen zu besdleunigen. Will tün 'Einet behaupten, daß. man meint, zu begründen; in allen Fällen würde die Jury eine sehr die Hoffnung auf ebrenvolle Auszeichnung dieser Bewegung freno kifliche Aufgabe zu lösen haben, und müßte sie über die Aufrichtige fet? Gewiß nitst. Die Belohnungen unterhalten einen Wetteifer, der feit oder die Täuschung bei einer Preis- Erklärung ihren Wahrspruch bedeutend geschwächt würde, entzöge man ihm eines der gesundesten, abgeben, so würde Fie eine loft gefährliche Verantwortlichkeit über- tens blichsten Elemente. Und jenen rüßrenden Kundgebungen, jenen nehmen. Genüg, der obligatorischen Preis-Angabe werfen fich nicht Familienfeften in der Werkstätten, wenn der Fabrikherr, geehrt durch #tinder schwierige und zahlreiche Hindernisse in den Weg, als der die Stimme der höchsten Vertreter der Indusirie

, unter seine Arbeiter fakultatisen, und die Frage über die Wahl zwischen beiden bleibt Heimkehrt, die sich in und mit ihnt belohnt fühlen - würde mit der eine offene.

Unterbrüdung des Kampfpreises der Nery zerschnitten werden. Alles, 3) Fr Betreff der Jurn über Prämien-Zuerkennung Thlägt der was zwischen dem Patron und den Arbeitern ein Band' gemeinsamer Prinz vor, daß ffe aufgeboben werden und eine Studien-Jury an die Gefühle und Interessen knüpft; Ades, was an die Solidarität des Stelle Fominien Folle Nach seinem Dafürhalten bedarf die Industrie Hauptes und der Glieder des großen Arbeitskörpers mahni alles zum Vorschreiten keiner offiziellen Anregung und Aufmunterung: am das ist beilfam und müßte sorgfältigft gepflegt werden. Uebrigens ift Beften richtet übér erlangte Bollkommenheit einer Waare der Konsu- die Act, die der Prinz über die Denkmünzen ausspricht, nicht unbement; der wahrë Areopag der Preiszuerkennung ift die Welt. Mit dingt; denn für die Kunst-Ausstellungen will ér fie beibehalten wissen, großer Schärfe betont er die zahlreichen Uebelstände, die nach feinem weil in diesem hohen Gebiete der Geschmack des Publikums der Leis Bedünfen die Institution der Jury, so wie sie biß zur Stunde ihrem tung vonfeiten einer berufenen und auserwählten Minderheit bedarf. Berufe obgelegen, darbietet. Die besten Absichten, die gewissenhafte. Der Bericht schließt mit höchst interessanten Betrachtungen über die ften Prüfungen (hüßen sie nicht vor Irrthümern, "vor bedauerng Zukunft der Hauswirthschaftlichen Ausstellungen. Diese neue, von einem wertben Ungerechtigkeiten. Den Industriellen ersten Ranges, deren Engländer, Twining, vorgeschlagene und unter den Auspizien des Erzeugniffe die allgemeine Bewunderung herausfordern, darf freilich Prinzen 1855 eingeweihte Art Ausstellung dürfte auf das Wohlsein Sie Palmie ohne Anftanb, und ohne Besorgniß eines Einspruches von der unteren Volksschichten nüßlich mitwirken und der Thätigkeit der Seiten des Publikums, zuerkannt werden. Ein Anderes aber ift es Industriellen, die sich an die Masse der Verbraucher richtet, einen lebmit den Belohnungen, die dem großen Haufen der Industrietten von baften Aufschwung geben. relativer und angezweifelter Ueberlegenheit in ihrem Fache gewährt Der Prinz hat alle hier einsdlagenden Punkte scharf geprüft, allen werden: da spielen um die Jury bie Ränte, die Einflüffe, die schlauen Schwierigkeiten gerade ins Auge gesehen, ohne Anstand seine persönUmtriebe und -entreißen in vielen Fällen bie verdienten Ehrenzeichen liche Meinung ausgesprochen, auf die Gefahr hin, gegen Hertommen den entfernten oder minder gewandten Mitbewerbern. Ueberdies giebt und Vorurtheil zu stoßen. Durch das Ganze weht eine Offenheit es für die Abschäßungen der Juries fein Kriterium, feinen allgemei und ein Freifinn, die den Leser wohithuend ansprechen. Er hat die nen Maßftab. Da die Produkte in verschiedene Gruppen Wertheilt Wichtigkeit der Welt-Ausstellungen für Regierungen und Völfer find, so kommt es oft vor, daß ein Probukt, das in feiner Gruppe keineswege$ übertrieben. Sie sind für die Zukunft zu den thatkräftigbelohnt wird, nad Arbeit und Erfindung tief unter den nichtbelohnten ften Organen der Civilisation und des Fortschritte$ berufen; sie werProdukten anderer Gruppen fteht.

den den Nationen Gelegenheit geben, sich einander zu nähern, und die Die Belohnungojuries müssen also in Studienjuries amgestaltet Mittet' bieten, sich einander kennen zu lernen; sie werden alle Entwerden. Diese hätten den Beruf, die Erzeugnisse zu beschreiben, die deđungen, alle Vervollkommnungen des industriellen Geistes, der unErfindung und Vervollfommnung in das rechte licht zu ftellen. Anftatt ablässig unter allen Breitengraden in Arbeit ist, zu einem gemeinsaVerdifte abzugeben, würden sie ihre Wünsche und näßliche Bemerkuns men Stammkapital der Menschheit zusammentragen und niederlegen. gen anbringen, die Verdienste jedes Industriellen hervorheben, im Indem Erzeugnisse und Menschen in Berührung gebracht werden, erIntereffe jedes auszeichnungswürdigen Werkes vor dem Forum des öffnen sich Bahnen zu leichterem Austausch, zu lebhafterem Verkehr, Publikums plädiren, sich aber jeder Beschlußfaffung enthalten. Das zu vollständigerem Einklang der internationalen Bedürfnisse und Ges find die wesentlichen Bestimmungen des Modus, bte der Prinz - Präs finnungen. Gleichförmigkeit in Münzen, Maaß und Gewicht, innere fident der kaiserlichen Kommiffion empfiehlt. Dagegen sei einige solidarische Verbindung des Kredits und der Banken, übereinstimmende Einwürfe auszusprechen erlaubt

. Daß eine Zury nicht vollfommen ist Legislatur in gewiffen staatswirthschaftlichen Zweigen und in gegenund sein kann, bestreitet Keiner; baß bei der Austheilung der Ehren- seitiger Verbürgung des fünftlerischen, industriellen und literarischen Belohnungen oft das Wiffen dem Scheit, das bescheidene Verdienst Eigenthums – jene Fortschritte alle

, die man nod; vor wenigen Jahder Ränken den Plaß räumt, ist ebenso unbezweifelt; alle Tage sieht ren in das Reich der Träume verwies, scheinen heutzutage möglich, man das und wird es feber, bei Ausstellungen und sonstwo. Man einige sogar in naher Aussicht. Wir haben erst zwei Welt-Ausstelluna kann sogar zugeben, daß die Nothwendigkeit, die konkurrirenden Gegerte gert erlebt, und schon werden in den Hauptländern Europa's ernstliche ftände Flafsenweis zu gruppiren zu einer Quelle vielfältiger Ungerecha Shritte gethan, in Maaß und Gewicht die Gleichförmigkeit zu gründen. tigkeiten wird. Kurz, es ist nicht in Abrede zu stellen, daß die Kritif 3m Jahre 1855 hat fich in Paris ein Verein zu diesem löblichen Zwede des Prinzen gegen das Institut der Belohnungsjury viel Wahres ent- gebildet. Wie die gaftlichen Karavanserais, oder wie die strahlenden Halte; allein, trifft diese Kritit mit Einem Schlage nicht zugleich die Leuchtthürme, erheben sich die Ausstellungen auf der leider so holprüchStudienjury? Hören die Ehrenmünzen auf, so kommt der Rechenschafts- ten und dunklen Straße, welche die Völfer zur politischen Freiheit Bericht an die Stelle. Die Belohnung wird die Form wechseln, und führt; denn fie find für jede Nation ein Unterpfang des Friedens der Ehrgeiz der Aussteller wird nun darauf aus fein, von der Studiens nach außen, der Arbeit und der Ordnung nach innen. jury einen umftändlichen und günftigen Bericht zu erlangen. In dem einen wie in dem anderen Syftem können die Bescheidenen vergessen,

Italien. bie Abwesenden übergangen, hier wie dort fann das Gewissen der

Die italiänische Armee in Nußland, 1812. Fury burc Intriguett, barch falsche Nachweisungen, durd läftige 3bringlichkeiten geirrt werden. Was aber die relativen Ungerechtig

Gine Reclamation gegen Thiert. .' teiten anlangt - die werden nie gänzlich ausbleiben: zwei an Werth Das Februar - Heft der Turiner Rivista militare enthält nachgleiche Gegenstände fönnen oft nicht gleich gewürdigt werdeti, entstehenden Brief des General-Lieutenants Grafen Cesare laugier weder weit nicht dieselbe Zury - Abtheilung fie beurtheilt oder nicht de Bellecour in Florenz an Herrn Thiers: derfelbe Geschworne den betreffenden Bericht abgefaßt hat. Aber ,,Mein Herr! Erlauben Sie einem alten Soldaten Napoleon's, woza uns bei dem Vergleich der beiden Systeme aufhalten? Der der Ihre treffliche Geschichte des Konsulats und des Kaiserreich Gdwerpunkt der Frage liegt ganz anderswo. "Nicht das Bedürfniß mit eben soviel Vergnügen als Bewunderung gelesen hat, Ihnen seinen absoluter Gerechtigkeit hat das 3rftitut der Ehrenpreise bei den in. aufrichtigen Glüdwunsd darzubringen, zugleich aber auch einige Bes duftriellen Wettkämpfen ins Leben gerufen. Wohl find bis heutzutage richtigungen zur Würdigung vorzulegen. 35 wage zu hoffen, das die Entscheidungen der Jury: als der Ausdruck eines annähernd ge Sie in Ihrem Rechtlichkeitsgefühl dieselben nicht nur entgegennehmen, rechten Urtels betrachtet worden; nichtsdestoweniger weiß man sehr gut, sondern auch bei einer neuen Auflage Ihres Buches einen entsprechen. baß die Faries nicht unfehlbar sind, und daß man hin' und wieder den Gebraud von denselbeu machen werden. Unicuique suum, das gegen ihre Erkenntnisse Einspruch erheben kann. Bei der Gründung ift es, um was ich Sie im Namen Jtaliens und der historischen Wahrdieser Anstalt ließ man sich vielmehr von dem Wunsd leiten, die heit ersuche." Reiner von uns wird die lüđen und Irrthümer, welche

' , dieses Mittel feine entschiedene Wirkung hat. Unabhängig von der vorkommen, der Parteilichfeit oder einem nationalen Egoismus beiAussicht auf materiellen Gewinn, reizt der Gedanke an die Denkmünze meffen. Diese Schuld trifft seit langer Zeit gewisse neidische mittelden Industriellen und ermuthigt zu Dpfern, deren Ergebnisse Allen mäßige Schriftsteller, welche fid unterfangen haben, bie Kriegsgeschichte zugute kommen. Es ist notorisch, daß während des einer Ausstellung zu mißhandeln. Wir wissen, daß Sie über solche Schwäden erhaben vorangebenden Jahres die Thätigkeit in den Werkstätten sich ver find, und find überzeugt, daß Ihnen nur die in den italiänischen

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Ardiven niedergelegten Dokumente nicht zugänglich und Sie beshalb feldes zu nehmen, ist euch aufgespart! Folgt mir!" Ein bonnern genöthigt waren, manchmal vorurtheilsvolle und lügenhafte Schrift- der Zuruf:

der Zuruf: – „Viva l'Italia, viva l'imperatore!” beantwortete fteller zu Rathe zu ziehen. Es schmerzt uns namentlich, daß Sie in diefe kurze Anrede. Die Garde formirte fich in rechts abmarscirte Folge eines jener tüdischen Zufälle, die uns verfolgen, nicht wußten, Rolonge, wobei die zwei ersten durch das Terrain nicht gedeckten Abdaß die italiänische Bibliographie drei kriegsgeschichtliche Werfe be theilungen unter dem Feuer der Neboute litten. Plößlich sprengen fißt, welche Ihnen die vollständigste Aufklärung über die von unseren nach einander zwei Adjutanten heran und benachrichtigen den BiceSoldaten im Laufe jener Feldzüge an den Tag gelegte Tapferkeit fönig, daß unsere linke Flanke bedroht sei und ein ungeheures Ras hätten geben können.

vallerie-Corpo uns im Rüden angreife. Der Prinz hemmt sogleich Nod leben 6200 dieser Braven allein in Toscana, obwohl jene die bereits begonnene Bewegung, läßt die Kolonne Front rüdwärts Kriege seit 43 Jahren ihr Ende erreicht haben, und in der Stunde, machen, befiehlt seinem Generalstabschef, Teodoro Lechi, ihm zu da ich dies niederschreibe, darf man die Anzahl italiänischer Veteranen, folgen, und eilt nach dem Punkte, von woher die Gefahr droht. Die welche mit mir hoffen, daß Sie meine Bitte gut aufnehmen werden, Garde pasfirt die Kalotsda wieder, eilt in geschlossener Kolonne dem auf nicht weniger als 70,000 anschlagen! Haben Sie daher die Güte, Vicekönig nach und siebt fidy nun der zahlreichen Ravallerie von Umás ohne Leidenschaft und als gerechter Richter jene drei Werte durch, rov und. Platos gegenüber, welche den Refervepark und die Batterie zulesen, und ich zweifle nicht, daß Sie einsehen werden, wie man ber 3talianer bedroht. Das 9. leichte, bas 92. und 84. der Linie bilo irrthümlicherweise Thaten, die von Italiänern gethan wurden, Fran- den ein Viereck, um den Vicefönig, werfen sich dann wüthend gegen zosen zuschreibt. Sie werden dort auch die Dokumente finden, die die 14,000 russischen Reiter und jagen sie in die Flucht. alle diese Ihnen bis dahin gefehlt haben, und hierdurch manche erhebliche Lüde Thaten wurden von der königl. italiänischen Garde in weniger als in Ihrer Erzählung ausfüllen können. In einem Briefe vermag einer Stunde verrichtet.

(Shluß folgt.) ich sie Ihnen nicht alle auseinanderzuseßen, denn sie würden einen ganzen Band erheischen. Ich beschränke mich daher darauf, Ihnen

Mannigfaltiges. einige Hauptpunkte aus dem Feldzuge von 1812 in Rußland an

Deutsd-amerikanische Nachdrüde in Deutschland, zudeuten.

Kürzlid ift der Versuch gemacht worden, deutsche Naddrüde aus Sie waren im Irrthum, wenn Sie glaubten (Bd. 14, Seite 246), Amerika in Deutschland zu importiren, doch hat die Wachfamfeit des die Italiäner seien auf dem Marsche von dem Niemen nach Moskau deutschen Buchhandels diesen Versuch bereits im Entstehen unterdrüdt. und auf dem Rüdzug von da gegen die Weichsel zweifelhafte Bundese Ju Württemberg, demjenigen deutschen Staate, in welchem der Naggenossen oder gar verlarvte Feinde von Napoleon und Frankreich ges druck, bis ihm im Jahre 1836 durch den deutschen Bund ein Ende wesen. Sie werden im Laufe Ihrer Geschichte fich genöthigt sehen, gemacht wurde, am längsten sein Wesen getrieben hatte, ließ ein nach diese Behauptung zurüdzunehmen. Vergessen Sie nicht, daß Italien Amerika ausgewanderter, ehemaliger. Reutlinger Nadybruder, Namens im Jahr 1814 der einzige Bundesgenosse war, der mitten in dem all. Johann Weif, durch den „Schwäbischen Merkur" ankündigen, daß gemeinen Abfau Napoleon und Frankreich treu blieb. Als schon die Eremplare von Heinrich Heine's gesammelten Werken, gedruckt bei Lilien in Paris triumphirten und die kaiserlichen Armeen vernichtet John Weif & Comp. in Philadephia, aus St. Gallen, duro Verwaren, blieb die italiänische Armee noch der Fahne getreu, die Napo- mittelung eines dortigen Bücherhändlers, gegen Poft - Nachnahme zu leon ihr anvertraut hatte.

beziehen seien. Der amerikanische Nachbruder hatte sich nämlich die Sie behaupten ferner, die italiänische Division Pino fei von Schweiz als Speditionsland audersehen, nachdem sein erster Versuch, 11,000 auf 5000 Mann (Bd. 16, S. 162) herabgesunken. Die Standes- einige Ballen mit Drucsachen dieser Art über Bremen nach Leipzig ausweise der königl. Garde sowie der Division Pino von jener Zeit zu befördern, durch das Einschreiten der Bremisden Gerichte gescheitert liegen vor mir. Der plößliche Uebergang von einer erftigenden war. Auch in Württemberg fand sich die Behörde durch jene Vera Tageshiße in eine eisige Nachtfälte, die langen Märfche ohne Raste öffentlichung im ,, Schwäbischen Merkur" auf Veranlaffung einiger tage, der Honig, das Obst, das Roggenbrod und die außerordentlichen Stuttgarter Buchhandlungen veranlaßt, einzuschreiten, so daß es wohl Strapagen hatten allerdings die Ruhr herbeigeführt, allein dieses Una der St. Galler Vermittelung erschwert, wo nicht unmöglich gemacht glüd hat unsere Bataillone keinesweges in dem von Ihnen angegebenen sein dürfte, ihre ungesebliche Waare über die deutsche Gränze eina Maße vermindert. Als Beweis hierfür mag die Thatfache gelten, zuschmuggeln. Gut wäre es allerdings, wenn die Heineschen Erben daß es mehrere Compagnieen gab, die noch in Moskau genau so ftarf mit dem sein Interesse in dieser Hinsicht wenig fennenden Verleger anlangten, als sie von Mailand abmarscirt waren.

der Heineschen Werte in Hamburg darüber sich einigten, wie selbst in Dody zu einem spezielleren Faktum: Von dem Hügel gegenüber Amerifa und in der Soweiz dem Nachbruce dieser Werke, die dort von den Redouten von Semenovskoje, wo die Batterie Anthouard oder sehr verbreitet sind, ein Ende gemacht würde. Das Einfachste würde bie italiänisde Batterie aufgepflanzt war, hatte ich zwei Stunden lang sein, dem Beispiele der Cottaschen Buchhandlung zu folgen und nicht alle Muße, um mit anzusehen, was sich am 7. September auf dem blos für das Ausland, sondern auch für das Jaland rechtmäßige Ausweiten Schlachtfelde von Borodinó ereignete, und ich muß gestehen, gaben zu wohlfeilen Preisen zu veranstalten. als ich Ihre malerische Schilderung dieses denkwürdigen Tages las, glaubte ich beinahe, Sie seien bei mir gewesen und haben die vere Keltische Sprachforsdung. Ein für die Völfer- und schiedenen Akte des großen Dramas mit mir beobachtet. Ihr zauberis Sprachenkunde der vorgeschichtlichen Zeit febr interessantes Werf ist sches Wort hat mir noch einmal jeneg erhabene Schauspiel vor Augen eine fürzlich auch in der französischen Akademie (des inscriptions) geführt, und ich fühlte mich von Freude und Schmerz durdbebt; aber besprochene , Gatlische Ethnogenie"'), vom Baron Noget de Beloquet. diese JUusion schwand, sobald Sie die Bewegungen der italiänischen In der bis jeßt erschienenen erften Abtheilung, welche die Einleitung Armee zu beschreiben begannen.

des Werkes bildet und zugleich ein gallisches Glossarium umfaßt, ist Vou Begeisterung und Bewunderung sah ich die Division Mo- der Verfasser hauptsächlich bestrebt, die vollständige Identität des rand in der größten Ordnung zum Sturm auf die Redoute von Keltischen, gleichviel ob Kymrisch oder Gaelisd, mit der alten gallie Semenovskoje vorrüden. Kartätschen - furchten ihre unerschrođenen Ichen Sprache darzuthun,, abgesehen natürlich von der Verschiedenheit Reihen, aber die Soldaten schließen sich von neuem an ihre Fahnen, der Dialekte. In seinem Gloffarium hat er alles zusammengestellt, rüden mit Todesverachtung weiter, gewinnen den Kamm des Hügels, was noch von der alten gallischen Sprache auf uns gekommen, sei es greifen an und nehmen die Redoute. Aber Soreden und Zorn vers in älteren Soriftstellern, oder auf Denkmälern, Münzen und anderen drängten' meine Bewunderung, als ich fab, daß diese mathige Division Insdriften. Der Berichterstatter der Akademie, Herr Guigniaut, bea nicht alsbald wieder ihre Reihen schloß und Massen von Ruffen aus dauert, daß der Verfasser nicht auch von der pergleidenden Sprach der zweiten linie vorrüdten, um den Poften wieder zu nehmen. Bald kunde außerhalb der keltischen Zbiome, namentlich vom Sanskrit, Nußen. darauf ward fie in der That von der Uebermacht über den Haufen gezogen. Im Uebrigen aber werden die Forsdungen des Herrn Noget geworfen und flob zerftüdelt nach dem Dorfe Borodinó. Als ich in de Belloquet, der fich auch schon durch seine „, Questions bourguig. diesem Augenblicke die Tambours der königl. Garde Marsch dlagen nonnes" und seine „Origines dijonnaises” die Anerkennung der Afas hörte, beeilte ich mich, mit zerrissenem Herzen, den Hügel hinabzusteigendemie erworben, rühmligft hervorgehoben. und mich unten mit der Garbe zu vereinigen. Die Garde war bes ftimmt, die Redoute wieder zu erobern; sie

rüdte durch die Kalotføa parente des commériens, des Cimbres, des ombres, des Belges, des

*) Ethnogénie gauloise, ou Mémoires critiques sur l'origine et la und formirte sich in Linie, den Bach im Rücken und Semenovstoje Ligures et des anciens. Céltes. Introduction. Première partie: Glossaire vor der Front. Die Unebenheit des Terrains sowie das Buschwert gaulois, Paris, Duprat, 1858. verhinderten uns, die Redoute selbst zu seben, aber Granaten und Vollkugeln regneten von da auf und herab. , Soldaten meiner Garde', rief der Vicekönig, ,, der Ruhm, diesen wichtigen Punkt des Schlacht Hierbei Titel und Inhalt des 53sten Bandes.

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unten zu erwähnenden bodenlosen Unordnung in den Büchern nicht Nord: Amerika.

möglich ist, jedenfalls aber geben sie die entwendete Summe der

städtischen Gelder eher zu niedrig als zu hoch an, dem europäischen Betrug und Unordnungen in der öffentlichen Verwaltung

Lefer aber, der an dergleichen Eindrüde weniger gewöhnt ist, mögen 1. der Vereinigten Staaten.

jene Zahlen eine ungefähre Vorstellung von den in Amerika übliden Zu verschiedenen Malen ist in diesen Blättern von der Corrup- Betrügereien erleichtern. Die Untersuchung konnte ichwerlich so gründ. tion und den Betrügereien die Rede gewesen, welche in allen Zweigen lid sein, um die Betrügereien in ihrem vollen Umfange zu entdecken, der amerifanischen Verwaltung vorlonimen. Zur näheren Veransdaus, wie man schon daraus abnehmen kann, daß in den Berichte des Conlichung mögen einige Beispiele aus der hiesigen Stadt- Verwaltung trollers Flagg aus den Jahren 1855 und 1856 verhältnismäßig so dienen, die kürzlich veröffentlicht und einige Tage besprochen würden, wenige Posten aufgeführt sind. Andere Betrügereien mögen in einer um wieder vergessen zu werden, denn hier zu Lande verfdwinden alle

t; denn hier zu lande verschwinden alle Weise verübt worden sein, daß sie aus den Büchern sich gar nicht Eindrücke so schnell wie die Spuren in der Wüste, über welche der entdecken laffen. Wie leichtsinnig Alles betrieben wird, kann man Wind den Sand hinweht.

aus manden dem Berichte beigefügten Erläuterungen ersehen. In Der städtische Controller Flagg ftattete über den Zustand der dem Berichte des Controllers finden sich acht Poften, bei denen die Finanzen der Stadt New Yorf einen Bericht ab, der in hiesigen Arbeit schon früher bezahlt und der Preis dafür noch einmal in AnBlättern englischer Zunge fünf ellenlange enggedructe Spalten ein: faß gebracht worden, einer, wo gar keine solche Arbeit vorgekommen. nimmt, und in welchem er auch eine Menge Beträgereien im Straßen- Die Berichte des Herrn Conover führen vorzüglich ungesebliche ErDepartement befannt macht. Andere dergleichen wurden durch die Höhungen der bewilligten Summen auf, sowie einen Fall, wo FälUntersuchungen des vom Gouverneur King angestellten Straßen-Kom- (dung in den Zahlen ersichtlich ist, einen großen Posten (12,887 Doll.) missars Conover veröffentlicht. Europäische Leser würden gelangweilt wo gar kein Kontrakt vorhanden war, und zwölf Poften, wo Arbeiten werden, wollte man diese Berichte in der Ausführlichkeit mittheilen, ohne alle gesegliche Autorisation in Ansaß gebracht wurden. wie sie dem hiesigen Publikum vorgelegt wurden; ich beschränke mich Die Betrügereien mögen in verschiedener Weise verübt werden, baber nur auf Anführung der Summen, auf deren Höhe die Be z. B. auch folgendermaßen: Wenn Aufforderungen zu Geboten für trügereien angegeben werden. Dieseiben find bei Erweiterung, Arbeiten an städtischen Straßen ergangen find, fo stecken gewöhnlich Pflasteruug, Regulirung und überhaupt bei Anlegung und Erhaltung drei Bieter unter einer Decke.

drei Bieter unter einer Decke. Brown erbietet sich, die Arbeit für . städtischer Straßen in den legten Jahren vorgekommen. – Die Zah 5000 Doll. zu liefern (ungefähr ein guter Preis), Jones für 7000 Dod.: len ohne weiterem Beifas bedeuten Dollars.

und Robinson für 12,000 Doll. Nun wird die Lieferung Brown, dem

Mindestfordernden, zugeschlagen, aber derselbe entdeckt plöslich, daß Nach dem Berichte des Controllers Flagg.

er einen falschen Ueberschlag gemacht und lehnt die Annahme ab. 3m Jahre 1855.

Man gebt nun auf Jones zurück, aber dieser erklärt, er sei inzwischen 82. Straße 2854 55. Straße 4965 – 45, Straße 11,117. dergestalt mit Geschäften überhäuft worden, daß er sich mit der Sache Im Jahre 1856.

nicht mehr befassen könne, worauf die Lieferung Robinson angetragen 47. Straße 5113 35. Straße 1166 - 11. Straße 1259. wird, der sie für 12,000 Doll. übernimmt. Er ist mit 5000 Dol. fm Jahre 1857.

reichlid bezahlt und die übrigen 7000 Doll. werden unter alle Drei " 52. Straße 8425 – 57. Straße 24,531 – 55. Straße 25,979 vertheilt, wobei freilich auch die betreffenden Beamten müssen bezahlt in Betreff derselben Straße 3974 desgleichen 135 — 57. Straße werden, welche den Betrug begünstigten. Schon Sahre lang foll ein 59,040 - desgleichen 8747 -- 6. Avenue 2800 - 55. Straße 1148

organisirtes System für dergleichen Betrügereien bei der städtischen 48. Straße 1757 55. Straße 2900 36. Straße 3743 Verwalturg bestanden haben und ich habe aus feit acht Jahren jährs 37. Straße 1319

lich über diesen Gegenstand sprechen hören und unzählige Zeitungs

Artikel darüber gelesen. - In den oben mitgetheilten Zahlen komAus den Berichten des Straßen-Rommifjars Conover

men verschiedene Straßen mehr als einmal vor, dies ist aber keine (ohne Angabe der Jahre).

Wiederholung aus Jrrthum, sondern es haben sich verschiedene Posten 57. Straße 50,000 – 3. Avenue 12,439 — 57. Straße 12,676 - bei einer und derselben Straße ergeben. 54. Straße 2750 - 4. Avenue 6165 – 6. Avenue 3523 - 56. Straße Zur Erläuterung dieser Betrügereien wird eine Andeutung der 3328 - 84. Straße 539 – 4. Avenue 12,887. - In Betreff der

In Betreff der Unordnungen in der städtischen Administration dienen, über welche 89. Straße ift der Kontrakt aus dem Buche geriffen und daher der fürzlich die ersten Enthüllungen eines zu deren Untersuchung nieder. Betrug nicht zu ersehen - Canalstreet 9000 - 57. Straße 4100 — gelegten Comité's veröffentlicht wurden. Die Bücher wurden in der : 49. Straße 625 - 23. Straße 591 – 52. Straße 745 — desgleichen größten Unordnung gefunden und in Berechnung der von der Stadt 1 1560 3. Avenue 4445 49. Straße 10,844 — 52. Straße 4234 ausgegebenen Stocs fanb man zwischen dem Hauptbuche und den 3. Avenue 3390 – 49. Straße 731 – 3. Avenue 479 – 46. Straße Büchern des Stod-Clerks eine Differenz von 931,935 Dollars; indeß 1421 – 15. Straße 800 - 51. Straße 1607 - 37. und 38. Straße foll dieselbe ausgeglichen worden fein und von nachlässiger Buch, 334 40. Straße 282 — 34. Straße 219 — 43. Straße 130 —

-- 43. Straße 130 = führung bergerührt haben. Der Haupt-Buchhalter des Controllers 38. Straße 270 — 49. Straße 350 – 6. Avenue 1441 – 8. Avenue sagte als Zeuge aus, daß man keine genaue Buchführung in Auf341 10. Avenue 338 — 35. Straße 612 — 47. Straße 532 zeichnung der Stods habe; daß die Zahlen in seinem Hauptbuche 5. Avenue 3631 — 52. Straße 624 — 37. Straße 545 – 40. Straße fortwährend von denen in den Büchern des Stock-Clerks differiren 207 = 55. Straße 580 – Duanestreet 1115 — 36. Straße Eaft und daß die Bonds der Stadt für Zwecke ausgegeben wurden, die 250 — 36. Straße West 250 – 61. Straße 3634 – 53. Straße ihm unbekannt sind. Es scheint, daß Niemand angeben kann, wieviel 697 29. Straße 103 - 54. Straße 3471 - Hudsonstreet 323– die Stadt schuldig ist, welche Bonds ausgegeben sind und zu welchem 51. Straße Weft 4040 – 51. Straße East 12,416 desgleichen Zwecke. Ein anderer Zeuge giebt an, daß man ganze Bündel Pa7122 – 6. Avenue 1840 – 2. Avenue 284 — 48. Straße 304 - piere aus des Controllers Office, ohne sonderliche Gefahr, entdeckt zu 5. Avenue 278 — 51. Straße 268 – 53. Straße 253 — 48. Straße' werden, entwenden könne. 212 - 29 Straße 141 – 37. Straße 1071 - 46. Straße 305 - Bei den Ausgaben fand das Comité, daß höchst leidsinnige 10. Avenue 2415.

Zahlungen gemacht wurden und verschiedene Belege verloren oder Diese Haufen von Zahlen ohne weitere Ausführung machen durch vernichtet waren. Im Büreau dèr Rüdftände fand man, daß keine aus keinen Anspruch auf strikte Genauigkeit, die schon bei der weiter geeignete Berechnung der ungeheuren, diesem Virean zum Einkafsiren

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