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bemerkbar gegen diejenigen, die fie fo graufam mißhandelt hatten. Frankreich.

Sie sprach stets mit der tiefsten Anhänglichkeit von dem französischen

Volke, äußerte die innigften Wünsde für deffen Glück und duldete Die Herzogin von Orleans.

nie, daß man es hart tadelte. Kurz nad der Heirat Louis Napoleon's Das Londoner Athenaeum widmet der Herzogin von Orleans nahm Jemand Veranlassung, eine von den zahlreichen Anekdoten zu einen Nachruf, der in einfachen, aber geiftvollen und tiefgefühlten wiederholen, die zum Nachtheil der gegenwärtigen Kaiserin von FrantWorten dem Charakter der hohen Verstorbenen ben ihm gebührenden reich erzählt wurden. Die Herzogin unterbrach augenblicklich diese Tribut der Ehrfurcht und Bewunderung darbringt. Er ist mit den Unterhaltung, mit der Bitte, daß man in ihrer Gegenwart nie etwas Anfangsbuchstaben ,,S. A.“ unterzeichnet, in welchen wir die durch sagen möge, das für jene Dame beleidigend fei. Wir haben in ibre trefflichen Ueberseßungen aus dem Deutschen bekannte englische einem Tageblatte die Behauptung gelesen, daß die Prinzessin Helene Schriftftellerin Sarah Austin erfennen. Unsere leser werden diese von Medlenburg nur ungern die Braut des Herzoge von Orleans dem Andenken einer hochherzigen und unglüdlichen deutschen Fürstin wurde.

wurde. Dies beruht auf einem volftändigen Irrthum. Daß der erwiesene Huldigung gewiß nicht ohne Interesse lesen.

Halbbruder der Herzogin, der damals regierende Großherzog von ,,Eine Tragödie, von der wir lange Zeugen gewesen eine Medlenburg, sich der Verbindung energisch widerseßte, ist bekannt. Tragödie, von der weder Geschichte noch Dichtung ein denkwürdigeres Nichts vermochte ihn mit einer französischen Heirat auszusöhnen. Seine oder ergreifenderes Beispiel darbietet — hat jeßt ihren Schluß erreicht. Schwester aber, ohne im mindesten blind gegen die Gefahren der Die Herzogin von Orleans ift todt. Die Herzogin von Drleans hohen Stellung zu sein, zu der sie berufen wurde, hatte eine Seele war, wie man sich erinnern wird, eine Prinzessin von Medlenburg- von zu heroischem Gepräge, als daß sie nicht wünschen mußte, diese Schwerin. Ihre Mutter, welche ftarb, ale fie noch in der Wiege Gefahren mit einem solchen Gemahl und um eines folchen Landes lag, war die Tochter eines der aufgeklärtesten, bravsten und ebel- willen zu theilen.

willen zu theilen. Es war der Traum ihres Lebens - ein Traum, müthigften Fürften, die je einen Thron geziert haben - Karl August's

- Karl August’s von dem sie nie erwachte — fich jenem Lande zu widmen. Wer von von Sachsen-Weimar, des Freundes von Goethe und Sdiler. Bes der angestrengten Sorgfalt Zeuge war, mit der sie die Erziehung darf eine literarische Zeitschrift der Entschuldigung, wenn sie einige und den Charakter der jungen Prinzen überwachte, konnte nicht ums Augenblicke bei den merkwürdigen Schidsalen der Enkelin eines Fürsten hin, zu fühlen, daß es nicht die bloße Fürsorge einer Mutter war. verweilt, der der Literatur so theuer war? Wir glauben nicht. Die So entsgjeden fie die Idee von sich wies, den Grafen von Paris Erbgroßherzogin von Medlenburg war eine Tochter jener unersdrode als einen Prätendenten auftreten zu lassen, war es doch unmöglich zu nen und hochherzigen Fürstin, Louise von Sachsen-Weimar, welche verkennen, daß es ihr innigster Wunsch sei und ein Ziel, das sie nies alle Kanonen Napoleon's, wie er selbst äußerte, nicht einschüchtern mals aus den Augen verlor, ihn zu einem Manne heranzubilden, ber, konnten, als sie, allein und schußlos, fich ihm vorstellte, um für ihren wenn Frankreich, in einer Stunde der Roth, in einer jener frampfGatten und ihr Volf zu bitten. Es möchte lobes genug erscheinen, haften Zudungen, die es so oft erschüttern, ibn rufen sollte, bereit wenn wir fagten, daß die Prinzessin Helene von Medlenburg Des fein würde, dem Nufe zu gehorchen und die Geschicke des Landes mit heroischen Blutes würdig war, das in ihren Adern floß. Aber in weiser, fester und makelloser Hand zu leiten. Dieses Verlangen ist ihren geistigen Eigenschaften übertraf diese edle Fürstin ihre Ahnfrau nicht mit gemeinem Ehrgeiz oder mit der thörichten Sehnsucht eines ebenso sehr, wie in ihrem Unglück. Die Herzogin louise erlebte es, mütterlichen Herzens zu verwedsseln. Sie wußte, daß die Krone von ihren Feind gestürzt, ihr Land von dem Tyrannen befreit, ihren Gatten Frankreich fein Ding sei, das eine Mutter für ihren Sohn wünschen seinen Staaten und seinen Unterthanen zurüdgegeben, geliebt, geehrt könnte. Allein fie war der Meinung, daß an gewiffe Stellungen und zufrieden zu sehen. Sie starb an ihrem eigenen Heerde, unter gewisse Pflichten geknüpft sind, daß eine Nation Ansprüche hat, welche dem Volfe, das zu schüßen und dem zu dienen sie Alles gewagt hatte. nichts aufheben kann, und daß diese Ansprüche um so größer und ge. Ihr Gegner war ein auswärtiger Feind. Sie wurde nicht von dem bieterischer sind, je höher die Stellung. Bolfe aus seiner Mitte getrieben, unter welchem fie gehofft hatte, ihr Der Großherzog von Medlenburg war übrigens nicht der einzige Leben zu verbringen, und welchem alle ihre Sympathieen gewidmet unter den Verwandten der Prinzessin, der ihre Heirat entschieden mißwaren.

billigte. 3hr ehrwürdiger Dheim, der verewigte Großherzog von Sachfens So grausame Prüfungen (und die grausamfte von allen – der Weimar, sprad mit der Verfasserin dieser Zeilen, während die Thräa plößliche und tragische Tod eines jugendlichen und leidenschaftlich ge nen über seine Wangen rollten, von seinen Befürchtungen für die liebten Gatten) wurden der Herzogin Louise erspart, aber sie ver- Zukunft seiner Nichte, die er auf das zärtlichste liebte, wie er ihre einigten fich über dem Haupte ihrer sanften und zarten Enkelin. Nie Mutter geliebt hatte. Die Ahnungen und die Thränen des Großmand, der fie fah, bätte auf den ersten Blic glauben können, daß fie herzogs waren prophetisch. Die Wolfen, die sich nachher so schwarz dieselbe Frau war, die in der Deputirtenfammer, mit ihrem kleinen um sie lagerten, hatten damals noch nicht begonnen, ihre glänzenden Sobne neben ihr, faß und, während geladene Musketen sich auf fie Aussichten zu verfinstern. Wenn das Unglück der Herzogin hehr, richteten, nicht durch einen einzigen Zug ihres schönen, bleichen Ant- feierlich und fchredlich war, wie eine griechische Tragödie, so war ihr lißes die geringste Furcht verrieth. Wir haben von verschiedenen Herz groß, fest und stark genug, es zu tragen. In ihrer sanften Augenzeugen eine Beschreibung dieser stets denkwürdigen und ver Nähe fonnte man es vergessen, daß fie eine anderen Schußes behängnißvollen Scene gehört. Einige von diesen waren leute, deren durfte, als chriftliche und weibliche Geduld; aber erinnerte man sich Theorieen jeder Form der Monarchie feindselig sind, aber sie ge an das, was sie erlitten, und mit welcher Stirn fie allen Streichen ftanden, daß sich nichts Erhabneres und Rührenderes denken ließ, als des Schicfals getrogt hatte, so war man geneigt, fich vor ihr zu die Haltung der jungen Witwe - der schußlosen Mutter, welche dem

der schußlosen Mutter, welche dem beugen, als vor Einer, die geprüft und gestärkt worden über das gefürchterlichsten Tode der Niedermegelung durch den Pöbel wöhnliche Maß unserer fchwachen Natur. Ihr Geist war früh und ruhig ins Auge fah, um die Rechte des vaterlosen Knaben an ihrer forgsam gebildet, unter der Aufsicht ihrer vortrefflichen Stiefmutter, Seite zu vindiziren.

der sie mit warmer Liebe anbing. Sie hatte viel gelesen, und ihr Kein Urtheilsfähiger konnte sich der Herzogin von Orleans näs Verstand war scharf und klar. Der hervorragendfte Zug in ihrem Chahern, ohne daß ihm die feltene Vereinigung der zartesten weiblichen rafter aber war feine moralische Größe. In ihrer Gegenwart geAnmuth und Grazie mit männlichem Mutbe, Verstand und Seelen- dachte man ftets der Zeilen Milton's: adel aufgefallen, wäre, die ihren Charakter bildete. Ihre Ansichten

Greatness of mind and nobleness their seat, und Gesinnungen waren alle erhaben und groß. Niemals machte sich

Build in her loveliest, and create an awe in ihren vertraulichsten Gesprächen auch nur ein Schatten von Groll

About her, as of guard angelic placed."

Mit welchen Mitteln könnte man die Künstler gegen betrügeriItalien.

dhes Ropiren, gegen Nachmachung ihrer Gemälde, Statuen u. 1. w.

füßen? Der Buchhandel in Italien.

Belche Vorkehrungen müßte man treffen, um im Besonderen III. .'

zu verhindern, daß die Kunstwerke unter erdichtetem Namen geben?

Schließt das Eigenthumsrecht auf Produkte der zeichnenden Der Kongreß zur Erörterung des geistigen Eigenthums - Künste auch die Anwendungen in fich, die von diesen Productionen redytes in Brüssel.

durch die Industrie gemacht werden können? (Sdluß.)

3ft es nöthig, bestimmte Förmlichkeiten festzuseßen, um das Diesem Ausschreiben" ist ein Programm beigefügt, welches die in Eigenthumdrecht von Kunstwerken zu wahren, die nicht vermittelft Druck Betracht kommenden und nach vorläufiger Berathung festgestellten und Stich hervorgebracht sind? Fragen formulirt und dem Nachdenken derer empfiehlt, welche mittel

5. bar oder unmittelbar an der Sache theilzunehmen sich berufen fühlen. Der. Kongreß ist der Ansicht, daß sich die Annahme der folgenDa hierin alles Wissenswerthe und Materielle enthalten ist, so können den Vorschläge empfehle als förderlich zum Ziele, welches er im Auge wir uns umständlicher Betrachtungen und Reflerionen überheben, wenn þat

, mit Wahrung der Polizei- und inneren Administrations - Gelege wir das Wesentlichste baraus mittheilen:

jedes einzelnen Staates:

a. die Abschaffung der Zoufteuer auf Bücher und Kunstwerke, 1.

oder wenigstens ihre größtmögliche Herabfeßung; Glaubt der Kongreß, daß das internationale Eigenthumsrecht b. ihre Vereinfachung dort, wo der Tarif Unterschiebe madyt literarisder und künstlerischer Werke zu Gunsten der betreffenden nach gewissen Kategorieen der literarischen Erzeugnisse; Urheber in die Gesebgebung aller civilisirten Völfer aufgenommen c. Herabsegung der Posttare auf Gedrucktes u. s. m. werden müsse?

Das sind also die Fragen, die der internationale Kongreß wo Glaubt er, daß ein solches Recht in allen Ländern anerkannt möglich zu beantworten und zu lösen hat – eine Sache, die bei der werden müsse, auch wenn die Gegenseitigkeit in einem oder dem an- großen Verschiedenheit der Ausgangspunkte nicht gerade Teicht ist deren nidt gewährleistet wird?

denn wenn man auch über einzelne Fragen dnell hinwegkommen, vielSollen die fremden Autoren ganz und völlig mit den einheimis leicht mehrere ohne Diskussion annehmen wird, so giebt es doch einige fchen gleichgestellt werden?

barunter, über welche die Ansichten ungemein weit auseinanderSollten sich die fremden Autoren besonderen Förmlichkeiten unter- gehen können, mandie, die vielleicht zur Zeit noch unlösbar sind. werfen, um ihr Eigenthumsrecht anrufen und geltend machen zu kön- Jedenfalls steht das fest, daß man diese Gefeßgebung, wenn sie ins nen, oder genügt es, ihnen dieses Recht zu geben, ohne daß fie den Leben treten sollte, nicht allzu eng und formel wird abschließen können, Formalitäten genügt, welche das Geseß ihres Vaterlandes verlangt? ohne Gefahr zu laufen, größere Uebelstände hervorzurufen, als dies Ist es wünschenswerth, daß alle Länder eine gleichmäßige Geseßgebung jenigen, die bisher bestanden. Wie gesagt, es ist redt gut, löblid in Bezug auf diesen Punkt eingehen?

und verftändig, wenn Bud- und Kunsthändler und vielleicht einige. 2.

bedeutendere Autoren einen geseßlichen Sdus ifred Gewerbes auch Welche Dauer soll dem Eigenthumsredyte literarischer und fünft- über die staatlichen Gränzen hinaus erlangen, um ihre UnternehmunIerischer Werfe zugestanden werden?

gen von vorn herein mit genügender Sicherheit beginnen zu können Ist es thunlich, die verschiedenen Kategorieen dieser Werke, als und nicht Gefahr zu laufen, Mühe und Rapital zu verlieren; es ist da find: literarische Werke, musikalische Compositionen, Produkte der gut, wenn der Schriftsteller, der Künstler, der Musiker wenigstens inzeichnenden Künste, zu unterscheiden?

direkt einen Schuß gegen die literarische und fünftlerische Freibeuterei Wenn diese Dauer sich über das Leben des Autors binaus ver- bat; aber es giebt audy bier gefährliche Folgerungen.

. - Wer schreit längern fou, ist es tbunlich, Unterscheidungen zu machen für die Dauer denn am lautesten, am eindringlichsten nach diesem geistigen Eigendes Rechtes während des neuen Termins, mit Berücksichtigung der Um- thumsrechte? Etwa die wahren großen Gelehrten, die wahren stände der Betheiligten, z. B. der hinterlassenen Frau, der Kinder, Künstler? Nein, wahrhaftig nicht denn diese wissen, daß ihr eigentanderer Erben, Cessionaire u. f. w.?

lichstes geistiges Eigenthumsrecht vollständig gewahrt ist, daß geistige Welche Dauer soll man dem Eigenthumsrechte eines nachgelasses Schäße fich nicht einfassiren und kontroliren lassen, wie Geldstücke; nen Werkes zugesteben?

sie sind hochherzig genug, um zu geben, was sie haben, und zu ftola, Dasselbe gilt von einem anonymen oder pseudonymen Werfe. um ihre geistige Befähigung zum Gewerbe zu machen. – Der al.

Können Vorlesungen, Abhandlungen, von Stenographen auf- gemeine Schrei nach Schuß des geistigen Eigenthums, das bisweilen gefaßte Reden ein Eigenthumsrecht beanspruchen?

auf sehr verfängliche Weise erworben ist, beweist nichts mehr und Bedingt das Eigenthumsrecht auf den Driginaltert zugleich in nichts minder, als die von den Dächern gepredigte Thatsache, daß derselben Ausdehnung und auf eine gleiche Dauer das Privilegium heutzutage für die Allermeisten Wissenschaft, Poesie, bildende Kunst, der Ueberseßung?

Musik ein ehrliches, rechtschaffenes Gewerbe, eine geldbringende InMüßte sich nicht in jedem Falle die Erhaltung eines solchen bustrie ist. – Ich habe natürlich nichts dagegen und wünschte nur, Privilegiums gewissen Bedingungen unterwerfen, wie z. B. der Ver- daß man den Muth baben möchte, dies frei berauszusagen. Wiffenpflichtung, innerhalb einer gewissen Frist eine Ueberseßung des fchaft und Kunst will Zunft werden und Zunftsouß genießen – und Originalwerfes erscheinen zu lassen?

damit wird man sich in leßter Instanz begnügen müssen. Denn 3ft es nöthig, die Urheber literarischer und artistischer Werke das sogenannte geistige Eigenthum hat seine fehr fennbaren, aber zur Erfüllung gewisser Formalitäten anzuhalten, und zwar im Ver. juristisch schwer zu bestimmenden Grängen. Will man alle Entbältnisse zu ihrer Berechtigung? Kann ferner die Nichtbeachtung der- lehnung verbieten und von geseßlichen Formalitäten abhängig machen, selben das Recht aufheben?

fo kommt man zu dem absdredendsten Widersinn, dann hört aller 3.

Humor, alle Unbefangenheit auf; dann fann fein Bierfiedler mehr Ist das Recht zu Darstellung dramatischer oder musikalischer einen Walzer kopiren oder nach dem Gehör spielen, fein Stubenmaler Werke von selbst unabhängig vom ausschließlichen Rechte der Re- mehr eine Schablone schneiden, kein Dichter mehr eine Anzahl Berle production?

schreiben, ohne Furcht vor gerichtlicher Verfolgung. Sft es statthaft, zwischen beiden Rechten zu unterscheiden rücksicht Es ist also sehr zu wünschen, daß man des Guten nicht zuviel lid der Dauer des Genusses, den sie gewähren?

thue, daß man dem geistigen Eigenthumsrechte nicht einen allzugroßen Ist das Eigenthumsrecht musikalischer Compositionen unverträglich Wirkungskreis einräume und namentlich die Wichtigkeit und den mit der öffentlichen Aufführung irgend eines Theiles des musikalischen Kosten-Aufwand in Anschlag bringe, den eine Veröffentlichung des Werfes ohne Erlaubniß des Autors, welches auch immer die Wichtige macht. - Man wird nicht jeder

Man wird nicht jeder Bagatelle ein Eigenthumsrecht ges keit und die Art und Weise der Aufführung sein mag?

währen. Was das Berbot betrifft, die Kunstwerke Anderer in dieser Begreift das Eigenthumsrecht musikalischer Compositionen auch oder jener Weise zu reproduziren, so müßte dasselbe ganz eingehend das ausschließliche Recht in fich, Auszüge und Variationen mit Mo spezifizirt werden und eine große Menge Paragraphen enthalten, wenn tiven aus dem Originalwerke zu machen?

es der Sache gerecht werden sollte: denn die ganze bildende Kunft 4.

lebt von Entlebnung und Umbildung. Soll der Urheber einer Zeichnung, eines Gemäldes, einer Bild Aud der italiänische Publizist, dem wir oben gefolgt waren, fommt hauer-Arbeit, eines Bauplanes oder irgend eines anderen künstlerischen zu ähnlichen Ansichten über den Charakter des betreffender GegenWerkes allein das Recht befißen, es zu reproduziren oder die Re- ftandes, und er giebt sein Urtheil recht gut mit dem Saße, daß es production vertragemäßig abzutreten, wenn sie durch dieselbe oder eine fich nach Feststellung des juridischen Begriffes von geistigem Eigenverwandte Kunst (3. B. Kupferstich nach Gemälden) in gleichen oder thum zunächst darum bandele, zu bestimmen, wo das Recht des Autors

... Denn barin liegt eben die Hauptfrage. Das Objekt des Eigens Manuskripte zum Druc zu befördern". Allein dies Alles, sowie etwa thumo muß also bestimmt werden, damit der Mißbrauch desselben das was sonst noch in dieser Beziehung geschah und begonnen worden ganze Prinzip nicht lächerlich und unbequem madhe, damit feine alle

war, blieben nur schwache Anfänge eines -griechischen Buchhandele. gemeine Bevormundung des nicht Geld habenden Publikums daraus Nach dem Jahre 1832 ist dies allerdings anders geworden, und es sind entstehe, wenn jedesmal jedes winzige Redtchen abgetauft werden seitdem im Königreich Griechenland Buchdruđereien und Buchhandmüßte.

lungen von Griechen sowie von Ausländern errichtet worden, die grieAls im Jahre 1841 ber Minifter Willemain feinen Gefeßego chische Bücher zu Tage fördern. Borídlag über das literarische Eigenthum den Kammern vorlegte, und Einer der thätigsten Buchdruckereibesißer in Griechenland ist Atte zwar durch den Mund Lamartine's, wurde die Idee des Eigenthums breas Roromilas in Athen. Er errichtete seine Budybruderei bereits yon fast allen Juristen, die in der Rammer faßen, auf das heftigste im Jahre 1834 auf der Insel Aegina. Damals ließ der gelehrte bestritten, indem sie meinten, es sei fein wahres Eigenthum, sondern Neophytos Dufas eine große Anzahl der Werfe altgriechischer Dichter nur eine besondere Form des Nedtes; das Eigenthum sei seiner Na und Schriftsteller in Paraphrasen und mit seinen Kommentaren auf tur nach dauernd und das Recht eines Autors nur zeitweise, und da seine Kosten dort druden, die im Ganzen vielleicht 85,000 Bände ausdie Gesellschaft ihm nur immer eine Geltung innerhalb einer bestimm- machten und auf den Wunsch des Dufas an die einzelnen Schulten Frift gestatten könne, so entbehre es des juristischen Charakters -Bibliotheken, an die Lehrer und an bedürftige Shüler unentgeltlich des wahren Eigenthums. Unser italiänischer Gewährsmann nennt vertheilt wurden. Im Jahre 1837 verlegte Koromilas feine Anstalt dies ein Sophisma, und sucht es zu widerlegen - indessen glaube nach Athen und begann daselbst den Druck von Unterrichtsbüchern für ich, ohne auf juristisden Scharfsinn Anspruch zu machen, nicht mit die Elementar- und hellenischen Schulen des Drients, wozu auch späbesonderem Glück. Man muß fich den Begriff des geistigen Eigen- ter der Druck vieler Werte für die Gymnasien und für die im Jahre thumsrechtes nur etwas zergliedern, um einzusehen, daß es sich hier 1837 errichtete Universität in Athen fich gesellte. Diese Ausgaben nicht um geistiges Eigenthum, sondern um materielle Benußung eines waren stereotypirt, und dadurch ward Roromilas in den Stand geseßt, unveräußerlichen Eigenthums handelt. Dieses leßtere behält der die Bücher zur Hälfte und fogar zum Drittheil des früheren Preises Künstler, der Gelehrte vollftändig, auch wenn er sein Werk bereits den Schülern zu liefern. Außerdem hat er auch den Druck verschies veräußert hat: denn das Gemälde, das z. B. ein Maler angefertigt, dener griechischer und französisch- griechischer Wörterbücher, zum Theil ift nur eine Ropie dessen, welches er in seinem Geiste erzeugt hat ebenfalls in stereotypirten Ausgaben, in geschmackvoller Weise aus und welches darin bleibt, insofern feine geistige Arbeit eine innere geführt. Nachdem er im Jahre 1840, auf erhaltene Aufforderung von Entwickelung und mit Vortheilen für sein geistiges Dasein verbunden Seiten des Patriarchats in Konstantinopel, daselbst den Druck der ift. Ebenso ift es mit dem Dichter, bem Komponiften. - Es ist Kirchenbücher, zum Theil mit rothen lettern, zu besorgen, fich entledigt also sein Recht an das Kunstwerk nur so lange ein Eigenthumsrecht, hatte und sodann wieder nach Athen zurückgekehrt war, unternahm er als er es nicht veräußert hat, denn dann begiebt er sich dieses Rechs hier im Jahre 1847 die Anfertigung von Formen zum Drud von tes an den nächsten Käufer - und wenn er z. B. mit einem Buch- ABC-Büchern für den Gebrauch der Schüler in den Elementar. händler u. f. w. kontrahirt, wenn er dem Publikum gegenüber feinen Schulen, woran damals in Griechenland noch großer Mangel war. In Vortheil wahrt, so geschieht das dadurch, daß er sein Benußungsrecht dem kurzen Zeitraum von 1848–1854 druckte Koromilas für die Eles in bebingter Weise verlängert, daß er fein ursprüngliches Eigenthums. mentar- oder Gemeinde-Schulen mehr als fünfunddreißig Bücher in recht nicht unbedingt abtritt. Ein Buchhändler, der ihm dieses 16., im Ganzen zu 90 Drudbogen, für die hellenischen Shulen zehnt volftändig abkauft, hat jedenfalls nur das Benußungsrecht eines frem- Bücher in 8., im Ganzen zu 200 Druđbogen, und außerdem noch das ben geistigen Eigenthums, weil dieses, das geistige, schlechterdings im 18 Eixòr tñs eranvixens yawoons", von Starlatos Byzantios (1852), Geiste zurückbleibt. Eben baffelbe ist mit den Erben eines solchen in zweiter stereotypirter Ausgabe und zu 113 Drudbogen. Im Jahre Benußungsrechtes der Fall. Es fragt sich nun einfach, wie weit 1856 erschien bei ihm das „degrxov Ekanvıxov xai yalnıxor" desselben ift dieses Recht mit anderen Interessen des Gemeinwohls verträglich? Skarlatos Byzantios, gleichfalls in zweiter ftereotypirter Ausgabe und Bir unsererseits müssen die Behauptung binstellen, daß alle geistige zu 80 Drudbogen. Die Anzahl der einzelnen Bücher, welche Koromilas Errungenschaft das Bestreben hat, der freien Benußung anheimgeftella in jedem einzelnen Jahre für die Schulen, Gymnasien und für die tes Gemeingut zu werden, daß das sogenannte geistige Eigenthums: Universität herausgegeben hat, find zu 600,000 Eremplaren veranrecht nur den Zweck haben kann, die materiellen Kosten und Auslagen, fdlagt worden, und dieselben geben, verbunden mit den übrigen Wer. welche die Vermittelung fordert, sicher zu stellen gegen Beeinträchti- ten seiner Druckerei, zum mindesten für seinen aufgeklärten Eifer, für gung, nicht aber, einem schrankenlosen Industrialismus mit geistigen seine Thätigkeit und seine Ausdauer ein rühmliches Zeugniß ab. Erzeugnissen Vorschub zu leisten, wie er uns leider bereits bedroht. Schon nach dem eben Bemerkten läßt fich die buchhändlerische

Daß der Italiäner sich von dem Kongresse viele Vortheile für Thätigkeit in Griechenland in gewiffer Hinsicht beurtheilen. Uebrigens sein Vaterland verspricht und zur Beschidung desselben dringend er beschränkt sich dieselbe, was zunächst den Druck der Bücher selbst ans mahnt, braucht nicht besonders erwähnt zu werden – in seine weite. langt, feinesweges auf Athen allein. Nach einer statistischen Neberren Vorschläge, in seine Aussichten, Hoffnungen und Befürchtungen ficht aus dem Jahre 1851, die wir vor uns liegen haben, die jedoch einzugehen, scheint hier nicht mehr der Ort zu sein, da sie wenig fich selbst keinesweges als erschöpfend und vollkominen genau bezeicheigentlich massenhaftes Material zur Beurtheilung bieten.

net, waren in dem angegebenen Jahre im Königreich Griechenland,

auf den Zonischen Inseln, in der Türkei u. f. w., 151 Bücher, FlugGriechenland.

fdriften, Reden, Kalender und dergleichen im Druck erschienen, wovon

103 auf Griechenland (in Athen 85, in Hermuporis auf der Insel Der Buchhandel in Griechenland.

Syra 11, in Patras 3, in Chalkis auf Euboa 2, in Tripolizza und Das diesjährige , Magazin, Nr. 46, enthielt einen interessanten in Nauplia je eines), ferner 32 auf die Ionischen Inseln und 13 auf Auffaß über den ,,Buchhandel in Italien". Vieles von dem, was dort die Türkei (in Smyrna 9 und in Konstantinopel 4) famen. Unter der über die traurigen Zustände des italiänischen Buchhandels und Ver in Griechenland erschienenen Büchern 2. gehörten, außer den politischen Jagswesens, sowie über deffen Plan- und Ordnungslosigkeit gesagt Zeitschriften (45), periodischen Schriften (4), theile zur Unterhaltung, warb, paßt auch auf die Verhältniffe des griechischen Buchhandels und theils zur Belehrung, und wissenschaftlichen Zeitsdriften(2), acht der gries Berlagswesens, namentlich auf die diesfallfigen Zustände im Könige chischen Literatur und Archäologie, zwei der lateinishen Literatur, zwei reich Griechenland. Die Klagen hierüber find nicht neu, aber freis der italiänischen, je eines der französischen, englischen und indischen Lites lich ist die ganze Einrichtung selbst, die hierbei in Frage steht, noch ratur; ferner der Theologie 10, der Philosophie 4, der Geschichte und eine gar zu neue, ba begreiflicher Weise von einem felbständigen Biographie 4, der Geographie und Reise-literatur 2, der Politik 5, griechischen Buchhandel und von griechischem Verlagswesen vor der der Dekonomie und dem Handel 2, der Kriegswissenschaft 1, der PäErrichtung eines Königreichs Griechenland kaum die Rede fein konnte. dagogit und Volfsbildung 5, der Poesie 17 an. Dagegen waren im Die Sache ist also dort im Wesentlichen noch ziemlich neu. Zwar Sabre 1850 im Königreiche Griechenland allein 142 Bücher u. ges gab es auch früher schon in der griechischen Provinzen der europäischen drudt worden, unter denen namentlich die Rechtswissenschaft, die Mes and asiatischen Türkei Buchdruckereien, X. B. in Chios und in Kye dizin und die Mathematit init je zwei Büchern vertreten waren. bonia, in Kleinasien, sowie es auch griechische Buchdrudereien in Aus der späteren Zeit feblen und ähnliche bestimmte ftatiftische Benedig, Wien, Ddeffa u. f. w. gab, in denen Bieles gebrudt ward, Nadzrichten, aber so viel ift gewiß, daß namentlich in Griechenland, was der beginnenden neugriechischen Literatur wenigftens zum Theil vorzugsweise in Athen, die dort befindlichen Buchdruckerpressen binzur Ehre gereicht, und aus gedructen Mittheilungen Anderer ist uns reichend beschäftigt sind und sie mehr griechische Bücher zu Tage bekannt, daß z. B. im Jahre 1811 ein griechischer Bushändler in förbern, als Mancher meinen mag. Leider fehlt es an einer entsprechenden Konstantinopel, Georgios Zisis, eristirte, sowie daß um das Jahr 1820 Verbindung zwischen Griechenland und dem Auslande, burd welche in Odessa ein griechischer Buchhändler, Nifolaos Guftis, fich nieders zunächst die Renntniß von dem Erscheinen der einzelnen Bücher, fou ließ, der unter der Leitung eines anderen Griechen, Georgios Galatis, wie deren Vertrieb nad Außen, vermittelt und erleichtert würde. eine Berlagshandlung und Buchbrucerei errichtete, ,, un ilgriechische 3war helfen einem solchen Mangel einzelne wissenschaftliche Zeitschrif

ten in Athen, Ø. B. die feit dem Jahre 1851 erfdeinende „Na Es ist nicht weiter nöthig, dagegen im Einzelnen auf die Bere Il ardugu” sowie die mit dem Jahre 1853 begonnene „Egnuegis twv bältnisse des deutschen Budhandels hinzuweisen und die ganz pera gthou alwr”, insoweit ab, als sie, wie z. B. die Ilavdwiga”, welche schiedene Grundlage, sowie die ganz anderen Grundfäße auseinander zwei Mal monatlich erscheint, auf ihren Umschlägen, die andere Zeit- zufeßen, auf denen das Verlagswesen in Deutschland beruht. Was

drift dagegen von Zeit zu Zeit die neuerschienenen Bücher, oft auch sich an dem gegenwärtigen ungeordneten und abhängigen Zustande unter Angabe des Preifee, aufführen. Allein dies ist und bleibt unter des Buchhandels in Griechenland ändern läßt, mag nun die Schuld allen Umständen ungenügend und mangelhaft, und - wer liest denn dieses Zustandes an den Schriftftellern oder mag sie an den Buchim Auslande jene Zeitschriften? Auch das Bücher-Verzeichniß, welches händlern liegen, das möge man je eher je lieber ändern, und zwar, im Jahre 1856 der thätige und unternehmende Buchhändler Nifolaidis soweit dies angeht, nach dem Beispiele des deutschen Buchhandels Philadelpheus in Athen herausgab („Karádoyos Beßhiwy toữ xataciń- und des Verlagswesens in Deutschland; denn ohne dies kann auch ματος Χ. Νικολαΐδου Φιλαδελφέως”) uns bag 32 Geiten in Dttan eine neugriechische Literatur mit wahrhaft selbständigem Leben fich füllt, übrigens in Ansehung der einzelnen griechischen Bücher, die faum entwideln. Daß Leßteres geschebe, daran hat auch das Ausland, in dem Buchladen des genannten Griechen zu haben sind, bis in das hat besonders Deutschland einiges Interesse

. Bereits hat sich ein vorige Jahrhundert zurüdgeht und in gewisser Beziehung in die Klaffe folches Interesse, wennschon in sehr untergeordneten Maße, in neuester der jeßt in Deutschland so gewöhnlichen antiquarischen Bücher - Vers* Zeit zu erkennen gegeben, und nicht ohne Genugthuung mag zu deffen zeichnisse, Anzeige - Hefte u. s. w. gehört, ist ungenügend und mangel- Urkund darauf hingewiesen werden, daß die Anfänge, welche in Anbaft. Dies ist schon in Betreff der inneren Anordnung der Fall, in- sehung des Vertriebes griechischer Bücher und einer geordneten buch. dem es nur alphabetisch, jedoch ohne alle und jede Rüdsicht auf den bändlerischen Verbindung mit Griechenland die Buchhandlung von Gegenstand der Bücher, geordnet ist und auf einer gewissen Widfür F. A. Brodhaus in Leipzig seit einigen Jahren gemacht hat, indem beruht, die bei der alphabetisden Anordnung nur nach den Anfang&- diefelbe in ihrer Allgemeinen Bibliographie", sowie auf ihrem ausworten der Lücher, nicht nad; den Namen der Verfasser fich richtet. ländischen Bücherlager, auch die neugriechische Literatur mit berüdfio.

Ueberhaupt scheint es, wenn man vorzüglid die fo trefflich geord- tigt, nicht ohne erfreuliche Erfolge geblieben sind, wie wir aus befter neten Behältnisse des deutschen Buchhandels ins Auge faßt, als feble Quelle wissen. Einem folden Interesse muß man nun aud is es den Griechen an einem gewissen formalen Taft und Geldid, um Griechenland felbft und von Seiten der Vertreter der Literatur, in ihren Buchhandel und in ihr Verlagswesen eine beftimmte Orbe namentlich von Seiten der Buchhändler, auf geeignetem Wege entnung und Regelmäßigkeit zu bringen. Von einem Verlag und von gegenkommen. Daß es dazu, sowie zur festen Regelung des dortigen Verlags-Budbändlern fann in Griechenland und in Bezug auf grie- Buchhandels und eines frudtbaren Verlagswesens in Griechenland an chische Buchhändler wohl noch kaum die Rede sein, mindestens nicht Muth, an industriellem Verftande und Gemeingeist, sowie an geiftiin dem Sinne, wie in Deutschland. Der griechische Buchhändler ist ger Befähigung fehlen sollte, ist nicht zu glauben. noch zu wenig felbständig und selbstthätig; er ist nicht Kaufmann genug, es fehlt ihm zu sehr an unternehmendem Speculationsgeift, an

Mannigfaltiges. innerer Productionskraft und innerem Productionstriebe zum Verlegen Monod's lefte Worte. Den Freunden des ehrwürdigen auf seine Rechnung, zum käuflichen Erwerbe der Manuskripte; er ift Pastors Adolphe Monod, des Verfassers der in deutscher wie in zu wenig der berechnende Vermittler zwischen dem Produzenten und französischer Sprache viel gelesenen beiden Søriften über den Beruf dem Publikum, und er müßte gleichsam mehr den Accoucheur bei dem des Weibes) und ,, Lucile"), der vor ießt zwei Jahren zum himmproduzirenden Schriftsteller, in dessen Interesse und in seinem eigenen, lischen Vater heimgegangen, welcher sein ganzes irdisches Dasein gee sowie im Interesse des faufenden Publifums und vornehmlich auch in widmet war, wird es erwünscht sein, die lebten Worte dieses Predia dem der Literatur, nicht aber darf er den bloßen Handlanger machen, gers der Liebe zu vernehmen, und wir machen fie daher auf das ohne alle eigene geistige Thätigkeit und Speculation, ohne eigenes soeben im Verlage der Agentur des Rauben Hauses in Hamburg'ermoralisches und materielles Interesse an der geistigen Production in fchienené Büchlein aufmerksam, das diese legten Worte enthält). ihrer äußeren Erscheinung als Buch und an deth Vertriebe desselben. An seinem Schmerzens- und Sterbelager sah der Kranke an jedem

Sehr häufig, wenn nicht durchgängig, wird in Griechenland oder Sonntag in dem leßten halben Jahre seines Lebens eine Anzahl von überhaupt, wenn ein griechischer Gelehrter, Dichter oder literator ein Verwandten und Freunden verfammelt, mit welchen gemeinschaft im Manusfript vorhandenes Buch im Druck erscheinen lassen will, das lich er das heilige Abendmahl nahm und denen er jedesmal einen Verfahren beobachtet, daß Jener selbst oder ein Freund desselben Sub- Vortrag hielt, der sorgsam von einem der Zuhörer nachgeschrieben skribenten (ourdeounińs) auf das Buch zu gewinnen sucht, um auf ward. Fünfundzwanzig solcher Vorträge, von welchen der erste: Alles diese Weise die Kosten des Druces zu decken, und erst dann, wenn die in der Schrift ift ideal“, und der leßte: „Gott ist die Liebe", heißt, nöthige Anzahl Subskribenten gewonnen worden ist, wird das Buch liegen uns in diesem leßten Monod-Büchlein vor, das vielen religedrudt. Das Nämliche geschieht wohl auch auf Pränumeration giösen Gemüthern, auch wenn sie nicht alle dogmatischen Auffassuns (Tportangwuń). Ob dann noch das Buch in den Buchhandel kommt, gen des Verewigten theilen, Trost im Leiden und neue Zuversicht zu oder ob nur eine bestimmte Anzahl Eremplare für die Subskribenten der göttļichen Waltung des Lebens verleihen wird. und Pränumeranten gedrudt wird, ist uns nicht bekannt, und ebenso wenig wissen wir, wenn das Lettere nicht der Fall ist, ob der Autor Mythoterpe. So nennt sich eine Gedichtsammlung von die übrigen Eremplare an sich nimmt, um sie gelegentlich zu verwerthen, Amara George, Georg Friedrich Daumer und Alerander Raufmann, oder ob er fie, und unter welchen Bedingungen etwa, einem Buch herausgegeben von Amara George. t) Die Gedichte find in Abtheihändler übergiebt.

lung 1-VI nad Bölferschaften geordnet: Griechisches, Perfildes, Aus jener Gewohnheit des Subskribenten-Sammelns erklärt sich Muhammedanisches, Rabbinisches, Amerikanisches, Kamtschabalisches, übrigens die ziemlich allgemeine Sitte, das Verzeichniß der Substria Japanesisches, Finnisches, Estnisches u. s. w. Chriftlich-Germanisches, benten oder Pränumeranten dem Buche selbft beizufügen. Mag nun Keltisches, Romanisches. Abtheilung VII giebt driftliche Legenden, aud anerkannt werden, daß dieser Gewohnheit, namentlich, wenn es VIII freie Phantasieen und Erfindungen, IX Thiersagen und Fabeln fich um irgend ein Wert von nationaler Tendenz oder um einen X Phantasieen, Blumen und Bäume betreffend. Die Sammlung enta Schriftsteller von nationalem Ruf bandelt, ein nationales Moment hält viel Schönes und Ansprechendes; wenn aber die Herausgeberim zum Grunde liegt, und daß die Subsfribenten-Verzeichnisse in dieser meint, die ,, Mythoterpe" – beiläufig ein sehr unglüdlich gewählter Hinsicht einen Gradueffer für das nationale Interesse an einzelnen Titel – habe einen kultur- oder literarhistorischen Werth, so ist fie Büchern und an einzelnen Shriftstellern darbieten und einen Maß. febr im Irrthum. Eine Sammlung von Volfspoesieen, die auf eine stab für den Patriotismus und das Nationalgefühl des griechischen wissenschaftliche Bedeutung Anspruch macht, darf erstens nicht schon Polfeo gewähren, so kann man doch auch ebenso wenig in Abrede längst Bekanntes und nichts von freier Phantasie und eigener Erfiastellen, daß das ganze diesfallfige Verfahren, vornehmlich insofern es bnng enthalten; dann ist die genaue Angabe der Quellen, woraus die die Regel ist, der Würde und Selbständigkeit der Literatur, beziehent- Dichtungen geschöpft sind, unerläßlich, und endlich muß in der Uebera lich der Schriftsteller, gerade nicht entspricht. Auch deint es damit tragung Ton und Rhythmus des Originals so treu als möglich zusammenzubängen, daß auf den Büchertiteln fein Buchhändler und wiedergegeben sein. Dichtern und Dichterinnen, die Blüthenlesen der keine Budy handlung genannt ist, wo das Buch etwa zu haben wäre, Volfsbichtung veranstalten, können Herder's ,,Stimmen der Völfer" sondern der Drucer des Buches aufgeführt wird, als ob es nur immer noch Mufter fein. darauf ankäme, daß und bei wem ein Buch gedruckt ist, und als ob

*) ,,Das Weib". Zwei Vorträge von Monob. 1850. mit dem Druce des Buches und mit der erfolgten Ablieferung der **) , Lucile". Ein Buch für Leser der heiligen Schrift, von Monod. 1854. Eremplare desselben an die Subsfribenten und Pränumeranten der ***) „Adolph Monod's lopte Worte an seine Freunde und an die Kirche.

Ditober 1855 bis März 1856." Autorisirte Ausgabe. Mit Monod's Bildnißi. Verfasser fein Wert felbst wahrhaft vollbracht hätte und das Geschäft

Hamburg, Agentur des Nauhen Hauses. 1858. (Preis 22; Sgr.) zu Ende wäre.

†) Leipzig, F. U. Bredhaus, 1858."

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nöthigte, und über die wahre Bedeutung des Vertrages vom 15. April, Sürkei.

deffen Cert, namentlid wat die wichtigen $$ 46 und 53 betrifft,

hier auf eine gewiß für jeden Politifer interessante Weise erklärt wird. Die orientalische Frage der Gegenwart und Zukunft.

Der Lendenz unseres Blattes gemäß, balten wir uns weniger an Ueber den Verlauf der orientalischen Ariste von 1853–1856 ift den politischen als an' den kulturhistorischen Inhalt der beiden vors in Leipzig und Brüssel, in deutscher und in französischer Sprache, eine liegenden Schriften, und deshalb theilen wir, gleichzeitig als Proben Kleine Söhrift erschienen, die ebenso die diplomatische Geschichte der seiner Auffassung, wie seines Stiles, von den sechzig Thesen, die er leßten fünf Jahre mit Klarheit erzählt und erläutert, ale fie die Ges aufftellt, die erften acht, wie die legten vier, nachftehend unseren les sichtspunkte feftstellt, von welchen aus die Beziehungen des Decibents sern mit: zum Drient in der Gegenwart, wie in der nächsten Zukunft, betrach. 1) Der allgemeinste und sichtbarfte Zug, durch welchen fide die tet werden müffen.) Bei dem Wiederbeginn der orientalischen Kon neue Zeit von der alten unterscheidet, befteht darin, daß die Bildung, ferenzen in Paris werden diese augenscheinlich aus der Feder eines anstatt fich, wie früher, von Often nach Westen zu bewegen, fich feit mit den Angelegenheiten des Drients wohl vertrauten Mannes ber- einigen Jahrhunderten immer mächtiger von Westen nad Osten ausa rührenden Sdriften dem Publikum als ein sicherer Leitfaden dienen breitet. Der Geift der abendländisden Hälfte Europa's ist der befruchkönnen. . Daß fich der Blic des politischen und des sozialen Europa tende Strom der ganzen Erde geworden, und er würde bereits viel nidht mehr vorzugsweife, wie seit dem leßten Viertel des achtzehnten weiter gegen Afien bin vorgedrungen sein, wenn er in den slavischen Jahrhunderts, dem fich neugestaltenden, in feiner Bildung jedod weit Bölferstämmen, welche fide im Dften von den füblichen bis zu den hinter den Erwartungen zurüdgebliebenen jungen Amerifa, sondern nördlichen Gegenden unseres Welttheiles ausdehnen, nicht auf einen vielmehr wieder dem alten Orient zuwendet, bas haben die Ereignisse Damm gestoßen wäre, der ihn um so mehr aufgebalten bat, als die von 1853-1856, das hat die Aufmerksamkeit bewiesen, mit welcher politischen Mächte, welche diese Völterftämme beherrschen, das westman dem Rampfe in Dftinbien folgt, und das beweift endlich der liche Element nur durch eine unzureichende Anzahl von Köpfen verZug der europäischen Auswanderung, die den Dsten wieder aufzu treten, und überdies die natürlichen Unterschiede zwischen der germafuden beginnt, seitdem ihr der Weften durch den Knownothingismus nifchen und der flavischen Art theils in inneren, theils in äußeren etwas verleidet worden ist.

Beziehungen zu Herrschaftsmitteln benußt haben. Wer nur irgend einen durch die Kenntniß der Geschichte der 2) Am meiften hatte bei einer solchen Politit Desterreich gegen Menschheit geschärften Blict befißt, der ist auch längst schon zu der feine Sendung verstoßen; denn da es das reichhaltigfte Gemenge von Ueberzeugung gelangt, daß das Verhältniß des Dcaidents zu dem deutschen und romanischen Beftandtheilen in fich aufgenommen hatte Orient unmöglich noch lange so in der Schwebe gehalten werden könne, und von der Hand der Borsebung bis zu den ländern vorgeschoben wie es seit den Tagen geschieht, wo die europäische Diplomatie zu * worden war, wo Europa mit halber Bildung nach Afien und Asien der Ansicht gelangt ift, daß die Herrschaft der Kürfen in Europa ein mit halber Barbarei nach Europa bineingeragt, fo fdien es zum nothwendiges Uebel fei, welches um des lieben Friedens und des fo- Borposten des westlichen Auftlärungszuges bestimmt zu fein. Lange genannten europäischen Gleichgewichte wegen ertragen werden müffe. Zeit haben Refte mittelalterlicher Grandfäße Desterreich an einer Die Rüctsichten, die, wie Hamlet sagt, das Elend zu boben Jahren moralischen Naderoberung des europäischen Südostens verhindert, bis. kommen lassen, scheinen zwar noch lange nicht ihre Geltung verloren foließlich der, bezeichnend genug, von Westen berkommende Anstoß zu haben, aber daß man das Elend allgemein als solches anerkennt, im Jahre 1848 es dazu nöthigte, feine deutsche Krone breiter um ift doch immerhin auch fchon ein Fortschritt.

seine flavisden Stämme zu ziehen. Die günstigen Folger, welche Man wird sich erinnern, daß die Frage in Betreff der Juris dieser Fortschritt für die Bildung in den Gränzländern der Levante diction der Heiligen Orte in Palästina, worüber die römisch und die haben wird, sind unberechenbar. griechisch - fatholische Kirche im Widerspruch mit einander waren, zu 3) Ganz anders haben fich die Verhältnisse im nördlichen und nächft scheinbar den Bruch zwischen Rußland und der Pforte im Jahre mittleren Dsten Europa's gestaltet. Dort lebt eine Mafie von fünf1853 herbeigeführt hat. Der Verfaffer der beiden vorliegenden Schrif- undfunfzig Millionen Slaven, also mehr als die doppelte Anzahl, ten, der sich ebenso gewandt in französischer wie in deutscher Sprache welche Desterreich und die Türkei zusammen beberrschen, unter dem auszudrüden verfteht, jebenfalls aber ein Deutscher von Geburt und mächtigen Scepter Nußlands,

mächtigen Scepter Nußlands, Diefe flavischen Bölfer würden side Gesinnung it, theilt als Anhang zu feiner (später als die deutsde 'vielleicht nie zu einer geordneten Madt und nodo viel weniger zu Ausgabe erschienenen) französischen Sdrift eine geschichtliche Darstel- einer Macht ersten Ranges aufgesdwungen haben, wenn das germalung der Frage über die beiligen Drte, von den Zeiten der Kreuzzüge nisde Element feine bildende Kraft nicht unter ihnen bewährt jätte. bis zur Gegenwart, mit, welche außerordentlich viel Belebrendes über Befanntlid war es das Geldledt des Normannen Rurit, das diesen Gegenstand enthält. Außerdem stellt sie aber auch viele neue die Slaven, nachdem sie sich lange durch Kriege unter einander gee Gesichtspunkte auf, namentlich über das Verhältniß zwischen Frant. [dwächt hatten, allmählich einer großen Weltstellung zuführte. Der reich und Rußland zur Zeit der Errichtung des zweiten französischen Geist der Normannen hat sich felbft durch den der Ruritschen Familie Raiserthums ; über die noch nicht in dem Maße, wie bier, beleuchtete Ruß" entlehnten Namen in seinem Bildungewerte verewigt, und als Polítit des Kaisers Nikolaus bei Gelegenheit seiner Unterhaltungen mit ob die Kraft, die über den größten Staat der Erde zu regieren be=; dem englischen Gesandten Sir 6. 5. Seymour; über die wichtige rufen war, sich immer mehr an einem reichen Duell geistigen Lebens Thatsache, daß Frantreid die orientalische Frage als willkommene stärken sollte, wurde das ruffisde fürftenbaus mit der Zeit, und Gelegenheit benußt hat, die Staatenverbindung, welche Kaiser Nikoa daratteristischer Weise besonders in Folge slavischer Zerrüttungen, laus gegen dasselbe: anstiften wollte, zu verhindern und felbft der vollkommen deutschen Geblütes. Mittelpunft einer neuen Staaten-Gruppirung zu werden; endlid über 4) Die Grundverhältnisse des Westens, das heißt diejenigen, die gewandte Politif Englands, alo man eg zum Friedens. Abschluß welche sich auf seine Erblage und auf die Eigenschaften seiner Völker

beziehen, sind von denen des Dstens so verfdieben, daß aud die Ents *)... Türkische Rede nach besonderen Quellen. Ueber den Ablauf der Widlung in jeber dieser Hälften anders ausfallen mußte. Das westai orientalischen angelegenheit alteno en Mitte des neunzehnten Jahrhunderts“.

liche Stüd bati nady brei Himmelsrichtungen hin dal Meer zur Friedensvertrag vom 30. März 1856, nebit Etläuterungen. Leipzig, Otto Wigand, 1857. na

Schranke und konnte sich nur an der einen und selben Seite vers: ,,Histoire diplomatique de la crise orientale de 1853 à 1856, d'aprés größern, die es mit den Fluthen feines Geiftes bereits durcybroden des documents inédits, suivie d'un mémoire sur la question des lieox saints”: Bruxelles, "Emile Flatau, 1858. (Von riefer franzöfischen Schrift hatte. Die Menge natürlicher Gränzen, die al& Meere und Berge wird bereits die szweite Auffage angefündigt. )

den Westen burdraden, baben seinen Leib zur Geburt einer Weltsi

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