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das Morgenland beherrschten, durch die reichen und mächtigen Ansiedelungen, durch die Niederlassungen und Stiftungen in Asien und Afrika; sie hatten europäisches Dasein durch ihre Alles umfassende Betriebsamkeit, durch ihren ausgebreiteten Handel und durch die in allen Theilen der handeltreibenden Welt begründeten HandelsrichterStellen; ferner durch die Umsicht ihrer Gesandten, durch die Macht ihrer Bündnisse, durch die weisen Anordnungen ihrer Regierungen, durch die Bildung und den Fortschritt, welchen sie über ganz Europa verbreiteten; endlich durch jene geordneten staatlichen Zustände, die fortdauernd Ursache waren, daß ihr Bündniß von den größten Staaten Europas gesucht und gewünscht wurde. Der Gedanke an solche Weisheit und solche Macht der vergangenen Jahrhunderte darf auch das jetzt gefallene und geknebelte Italien nicht an der Hoffnung einer besseren Zukunft verzweifeln lassen! Die Geschichte des italiänischen Staatsverhandlungswesens, welches in dem Zeitraum von dem Emporblühen der Gemeinden an während mehrerer Jahrhunderte sich an das der ganzen gebildeten Welt anschloß, ist also einer der wichtigsten Theile der Geschichtsstudien. Und das in erster Reihe in Anbetracht der politischen und geistigen Macht des Papstthums, dessen Einfluß mittelst seines Gesandtschaftswesens sich auf nahezu alle Staaten und Völker erstreckte; dann wegen des bereits angedeuteten doppelten äußeren Lebens der italiänischen Freistaaten, wodurch die italiänischen auswärtigen Beziehungen die Verbindungen mit den ersten Staaten Europa's und Asiens umfassen, bis zum Eintritt des politischen Verfalls Italiens, dessen Anfang mit dem Untergang des Florenzer Freistaates, mit dem Verlust des morgenländischen Handels, mit der veränderten Richtung und der verminderten Wichtigkeit der auswärtigen Beziehungen des päpstlichen Roms und mit der zwar langsamen, aber immer zunehmenden Bildung der großen auswärtigen Mächte zusammenfällt, und jenes europäische System, welches unter verschiedenen Namen und Formen seit drei Jahrhunderten dauert, ist Ursache der gegenwärtigen Knechtschaft Italiens. Seitdem hört die Bedeutung des italiänischen Gesandtschaftswesens allmählich auf, und es verbleiben nur als Erinnerung an jene glorreiche Zeit die zahlreichen Urkunden und sonstigen hier und dort gesammelten Schriftstücke. Aber obgleich die Geschichte des italiänischen Urkundenwesens die älteste und wichtigste für die Kenntniß des neueren Europa ist, so hat es bis jetzt noch Niemand unternommen, dieselbe in einem Werke zusammenzufassen, während andere Völker seit einiger Zeit sich allgemeiner oder doch wenigstens besonderer Geschichts-Abhandlungen über gleiche Punkte zu rühmen haben. So haben z. B. die Franzosen ein umfassendes Geschichtswerk ihres Unterhandlungswesens von Flassan“) und viele kleinere Abhandlungen über diesen Gegenstand, namentlich die von Mignet.“) Aber auch Deutschland und England sind darin nicht zurückgeblieben.“) Nur für Italien bleibt diese Aufgabe noch zu lösen, und doch besitzt letzteres jedenfalls die größte Anzahl Urkunden behufs Zusammenstellung einer Geschichte seiner gesandtschaftlichen Beziehungen. Höchstens dürften jene für einige minder wichtige Zeitabschnitte und für einige Unterhandlungen des römischen Hofes fehlen; für die Freistaaten von Venedig und von Florenz sind hingegen die Urkunden sehr zahlreich und meistentheils bereits gedruckt; die ungedruckten können ohne Schwierigkeit in den öffentlichen und privaten Bücher- und Urkunden-Sammlungen aufgefunden und nachgesehen werden. Zur Erreichung dieses Zweckes kann insbesondere der lebensbeschreibende Theil des Reumontschen Buches,

welchen der Verfasser außerdem durch viele Anmerkungen und Ur

*) Flassan, Histoire générale et raisonnée de la diplomatie française ou de la politique de la France depuis la fondation de la monarchie jusqu'à la fin du règne de Louis XVI. 7 vol. in 8. **) Mignet, Histoire des négociations - relatives à la succession d'Espague. 4 vol. in 8. ***) Wir begnügen uns, nur die wichtigsten zu erwähnen: De Garden, Histoire générale de traités des paix et autres transactions principales entre les puissances de l'Europe depuis la paix de Ä jusqu'à nos jours. 20 vol. in 8. (noch in der Fortsetzung begriffen). Jene von Koch, von Schöll, von Martens, von Klüber :c., vom Amerikaner Wheaton c.

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*) Ein zweiter Artikel folgt im nächsten Blatte. .

**) Docüments inédits relatifs aux affaires religieuses de la France, de 1790 a 1800, extraits des archives secretes du Vatican, publiés par

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