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welde Art der , President", der ,,Pacific" und die „City of Glas Dergleichen Dinge kommen in den nordamerikanischen Handelsa gow” verunglüdt find, ist eine Frage, die Niemand beantworten Karavanen, bei denen Merikaner im Dienst find, nicht selten vor, und kann. Einige glauben, daß fie auf Eisberge gestoßen find – jene man kann sagen, daß sich diese Menschen unter den Anglo-Amerikas Seegletscher, die sich von den Polen herabsenken und die wegen ihrer nern in der That in einem Zustande der Rechtslosigkeit befinden. enormen Größe eben so gefährlich sind, als Granitfelfen, während Sie werden von den Führern der Karavanen Disziplinarstrafen untersie in den Seefarten nicht angegeben werden können und sich über- worfen, die weder nach den Gefeßen der Vereinigten Staaten, noch dies oft in dichte Nebel Hüllen, so daß nur das plößliche Fallen des nach denen der merikanischen Republik erlaubt sind; denn man irrt Thermometers ihre Annäherung verräth. Andere vermuthen, daß sich sehr, wenn man glaubt, daß in Merito das Gefeß dem Dienstjene Shiffe während eines Orkans von den Wellen auseinander- berrn ein Recht der körperlichen Züchtigung über seine Peonen eingerissen worden und so untergegangen find. Wenn nämlich ein räume. In der Regel ist für das merikanische Opfer anglo-ameriFahrzeug von bedeutender länge fich mit seinem Mittelpunkt auf kanischer Gewaltthätigkeit fein richterlicher Scuß zu finden. Der den Rand einer enormen Woge stüßt, so hängen Vorder- und entfernteste Versuch, mit einem als Arbeiter gedungenen Anglo-AmeriHintertheil ganz frei, und der Druck ist dort so ungeheuer, faner so zu verfahren, wie mit Merifanern auf der Reise und in den daß das Schiff leicht entzweibrechen kann. Durch die heutige Bauart Gränzgegenden so häufig verfahren wird, würde unfehlbar den augender Schiffe werden jedoch solche Unglüdsfälle vermieden. Das blicklichen Tod dessen zur Folge haben, welcher den Versuch wagen Dampfschiff der Peninsulars und Oriental-Compagnie, die ,, Ne- sollte, und so lange die Merikaner im Verkehr mit anglo-amerikanimelig", hat eine so außerordentliche Festigkeit, daß es schwer fein fchen Dienstherren nicht ihr Leben daran sepen, ein Attentat gegen würde, es in Stücke zu fchlagen. Die eiseruen Fahrzeuge, die man ihre Ehre und Freiheit auf die gleiche entscheidende Art zurüdzuweisen, ießt gebraucht, geben auch beim Scheitern nicht so leicht auseinander werden fie vor solcher Behandlung nicht sicher sein. Wer sich selbst als hölzerne. Der Poft-Dampfer ,,Tyne“, der vor einem Jahre an Recht zu verschaffen weiß, wird von Anglo-Amerikanern immer mit einer felfigen Küste ftrandete, wurde nach einigen Monaten wieder Rücksicht behandelt werden; wehe aber dem Schwachen, der es nicht Flott gemacht, ohne daß man den Verluft eines Menschenlebens zu bes vermag!

vermag! – Das gewöhnliche Urtheil in den Vereinigten Staaten klagen hatte. Ferner versteht man es nunmehr besser, die Schiffs- spricht die angebornen Menschenrechte nur dem zu, welchem zugleich ladung nach einem richtigen Verhältniß zu vertbeilen, und außerdem die Kraft gegeben ist, fie geltend zu machen. Welche rühmenswerthen wird man die Post-Dampfer wahrscheinlich bald mit einem elektri- Eigenschaften auch im anglo-amerifanischen Charakter liegen mögen, idhen Licht an der Mastspiße versehen, was die Gefahr von Rolli- eine der wesentlosten Zierden des Menschen, die Großmuth des Starfionen im Dunkeln und bei Nebelwetter vermindern wird. Sollte ken gegen den Sdwachen, gehört nicht dazu, denn fein auf den Grund übrigens der Versuci gelingen, den man jeßt mit dem „, Leviathan“ der Erscheinungen bli&ender Beobachter wird die alberne Komödie der anftellt, so würde er einen vollständigen Umsdwung in der Dampf. Galanterie, welche in den Vereinigten Staaten, und in der Regel schifffahrt bervorbringen.

auf eine so unbeholfene Weise, gegen die ,, Ladies" gespielt wird, da. Nord: Amerika.

hin rechnen. Sie würde, wenn aus keinem anderen Grunde, schon

darum nicht dahin gerechnet werden dürfen, weil das weibliche GeJulius Fröbel's , Amerika“.

schlecht hier, augenscheinlich durch die Minderzahl, in welcher es an3 weiter Bant.*)

fänglich in jedem Kolonielande auftritt, von Anfang an in die Stellung

des stärkeren Theiles getreten ist.
Karavanen-Juftiz gegen die Merikaner.
Es hatte während einer der Nächte, die wir in dieser Gegend

Anglo- und Hispano-Amerikaner in Kalifornien. zubrachten, gestürmt und geregnet. Bei Tagesanbruch wurde von der In der ersten Hälfte des Monats August 1855 wurden zu RattWache gemeldet, daß ein werthvolles Pferd aus dem Corral ver dheria, in Amador County, durch eine Bande von Hispano - Amerischwunden sei, und daß zugleich einer unserer merikanischen Maulthier- fanern - Merifanern und Chilenen - fedys Personen, nämlich fünf treiber fehle, welcher nach aller Wahrscheinlichkeit mit dem schönen Nordamerikaner und ein Indianer, ermordet. Unter meinen Notizen Thiere davongegangen. Der frisch gefallene Regeu erlaubte es, die fehlt mir das Nähere über diesen Anfang einer Reihe von GewaltSpur mit Sicherheit zu ermitteln und ihre Richtung zu verfolgen. thaten, die zu dem ergsten gehören, was in Kalifornien vorgekommen Es wurden Anstalten gemacht, dem Deferteur nachzuseßen, der, wie ist, und deren Ende noch nicht erreicht war, als ich das Land berließ. sich bei näherer Untersuchung ergab, auch einige Koffer seiner Kame- Die That brachte unter der anglo-amerikanischen Bevölkerung der raden erbrochen und theilweise ausgeräumt hatte. Die nächsten mensdh- Umgegend eine außerordentliche Aufregung hervor. Von den Er: lichen Wohnungen waren, mit Ausnahme des nicht weit abgelegenen mordeten wurde der leichnam des Judianers seinem Stamme überDörfchens Anton-Chice, etwa eine Tagereise entfernt. Der Dieb geben, welcher an drei Merikanern Blutrache nahm. Die fünf übrigen hatte aber, um sich und seinen Raub in Siderheit zu bringen, die Leichen wurden am 8. des Monats in ein gemeinsames Grab gelegt. Straße, auf welcher wir gekommen waren, nach Las Vegas zurüd- Unterdessen wurde gemeldet daß die nämliche Bande am Tage nach genommen, wo denn auch am folgenden Tage das Pferd, obschon durch der ersten That am Mokolumne-Flusse vier Franzosen ermordet habe; einen unausgesegten Galopp von vierzig bis funfzig Meilen fast zugrunde auch hieß es, eine bewaffnete Schaar von Merifanern ziehe gegen gerichtet, wieder erlangt wurde. Des flüchtigen Burschen konnte man Sutter, um dieses Städtchen anzuzünden. Die ganze männliche Benicht habhaft werden. Er hatte das Thier, welches einige hundert Dol- völferung von Amador County trat nun unter Waffen und beschäflar werth war, für fünf Dollar und eine wollene Dede verkauft. tigte sich mit der Aufsuchung der Mörder. Drei Chilenen, bei welchen

Während wir noch mit den nöthigen Anstalten zur Verfolgung man verdächtigende Goldartikel fand, wurden aufgegriffen, nach Sutter beschäftigt waren, wurde die Aufmerksamkeit der Reisegesellschaft auf Creek gebracht, verhört, verurtheilt und aufgehängt. Eine Menge einen merifanischen Jungen gelenkt, der zu unseren Maulthiertreibern Anderer, theilo Merifaner theils Chilenen, deren Schuld nicht besser gehörte. Man hielt es für wahrscheinlich, daß der Diebstahl vor fich begründet war, hatten das gleiche Schicfal. Jedes Haus in der gegangen, während er am Eingange des Corrals die Wache gehabt, Gegend, welches einem Chilenen oder Merifaner gehörte, ja das und der Verdacht war nach dem vonseiten der Anglo-Amerikaner ganze Städtchen Chilitown, wurde niedergeriffen oder niedergebrannt. gegen Merifaner üblichen Verfahren hinreichend, um inquisitorische Aden Personen dieser beiden Nationalitäten wurde die Weisung geGewaltmittel zu rechtfertigen. Es empörte sich mir das Herz, als geben, das County innerhalb vierundzwanzig Stunden zu verlassen. man den Jungen entfleidete and an ein Wagenrad band. Ich war Die Mittel zur Erreichung dieses Zwedes wurden in einer am außer Stande, in diese Angelegenheiten einzugreifen, und als ein 12. Auguft zu Jadfon gehaltenen Versammlung berathen. In den starfer amerifanischer Fuhrmann mit einer Maulthierpeitsche herans Beschlüssen derselben heißt es, daß die Pflicht der Selbfterhaltung den trat, ging ich auf die Seite, um nicht Zeuge des weiteren Vorganges Bürgern von Amador die Nothwendigkeit auferlege, die spanische Besein zu müssen. 3 hörte jedoch, wie der junge Mensch aufgefordert völferung aus dem Lande zu vertreiben, soweit nicht Einzelne gewurde, zu gestehen, und nochmals feine Unschuld betheuerte. 3eßt fiel nügende Beweise ihres guten moralischen Charakters beibringen können. ein Peitschenbieb. ,,Um der Liebe Gottes willen, Herr, schlage mich Alle Personen jener Volfsklaffe, benen ein Aufenthalt im County ge. nicht!– ,,Sprich! geftebe!" - Es fiel ein zweiter Hieb. - ,,Um ftattet wird, sollen für die Handlungen ibrer Landsleute verantwortdes Lebens Deiner Mutter willen, Herr, fdlage mich nicht!" - Es lich sein, denen sie etwa Herberge gewähren möchten. Keinem Meris fiel ein dritter Hieb. ,,Um der schönen Augen Deines Weibes willen, kaner oder Chilenen soll es gestattet sein, tödtliche Waffen zu befißen, Herr, halt ein! ich wil gestehen!" - Der Junge erzählte nun, daß und es ist jedermann untersagt, ihnen Waffen zu verkaufen oder zu der Pferdedieb ihn mit dem Tode bedroht, wenn er ihn verrathe; daß verschaffen. Ade Perifaner und Chilenen, welche im County fich auf. er darauf allerdings während feiner Wache das Pferd durchgelassen halten, sollen Päffe führen müssen. Die der spanischen Bevölkerung und den Dieb babe durchreiten laffen ohne Alarm zu machen, daß er genommenen Waffen follen zu ihren Gunsten versteigert werden. Das aber im Uebrigen nichts wifle und an feiner weiteren Schuld An County übernimmt die Pflicht, die Entwaffneten gegen Indianer und heil habe.

Chilenen zu düßen.

Diese Befdlüffe find von einem weitreidenden Interesse und *) Vgl. Nr. 44 u. 46 des „Magazin".

bezeichnen das Auftreten hiftorifd widtiger Tendenzen innerhalb de

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nordamerikanischen Staatssystemet. Der Verfassung und den Gefeßen 1) Aftenstüde zur Geschichte der Juden, gesammelt in den Ardiven der Union und des Staates Kalifornien zuwider, verweist die politisch zu Wien, Venedig, Mailand und Mantua, von G. Wolf. 2) Die dominirende Raçe der Anglo-Amerikaner, mit denjenigen kaukafifden Tijdendorffchen Handschriften, von M. Steinschneider. 3) Die Editio Elementen, welche zu ihr halten und fidh mehr oder minder mit ihr princeps des „, Jalkut", von B. Beer. 4) Die Sdriften der Don verschmelzen, eine der anderen Hauptragen, die bispano-amerikanische, Miguel de Borrios, von M. Kayserling. JII. Bulletin des Hebräi. des Landes, oder gestattet ihr den Aufenthalt nur unter Bedingungen, schen Antiquariates von A. Asher & Comp. – In dem Artikel über welche in das Gebiet polizeilicher Beaufsichtigung und legitimationen die Tischendorfschen Handschriften macht Herr Steinsdneider die im europäischen Stile gehören. Ich habe Kalifornien verlassen, bevor ebenso interessante als literargeschichtlich wichtige Bemerkung, daß eine diese Angelegenheit ihr Ende erreicht hatte, und der Ausgang ist von Tischendorf als ein arabisch: philosophisches Werk des Said, nicht zu meiner Kenntniß gekommen. Ich weiß nur, daß die Zahl eines angeblichen Karaiten, bezeichnete Handschrift nichts Anderes fei, der Hispano - Amerifaner in Kalifornien fich fortbauernd vermindert als ein mit hebräischen Budiftaben von Said abgeschriebenes, höchst hat und wahrscheinlich noch vermindert. Sollten aber auch die oben feltenes und wichtiges arabisches Werk des Gazzali, „Ansichten bezeichneten Tendenzen wieder eingeschlafen sein, weil ihnen der der Philofophen", namentlich nach Avicenna u. A. Bereits im zwölfspätere Vorwand zur Wirksamfeit gefehlt hat, fo werden sie in der ten Jahrhundert wurde dieses Werf, ebenso wie in's Hebräische, auch Zukunft einmal mit erneuerter Kraft auftreten, wo immer die anglos in's lateinische überseßt und unter dem Titel: ,,Logica et Philo. amerifanische Raçe sich in weiteren Befis bispano-amerikanischer sophia", edirt. In Drford befindet sich ein zweites Eremplar diefes Landestheile feßen wird. Daß fie fich in solchen Besig seßen wird, mit hebräischen Buchstaben geschriebenen arabisden Coder, das Herr unterliegt keinem Zweifel, und für mich ist es dann mehr als wahr- Steinschneider bei seiner Katalogisirung dieses Theiles der Bodleiana fcheinlid), daß fich aus den Konflikten der anglo-amerikanischen und kennen zu lernen Gelegenheit hatte. hispano-amerifanischen Raçe ein politisch-soziales System entwickeln wird, welches die Mitte zwischen dem der Sklavenstaaten und dem Zur Sprachforschung in Ungarn. Das erste Heft des der freien Staaten hält, und unter dessen Herrschaft sich einmal die dritten Jahrganges des Magyar Nyelvészet enthält, außer einer Fortehemaligen merikanischen Länder, mit Ausschluß von Teras und von feßung der daco-romanischen (rumänischen, walachischen) Grammatif Neu- Mexifo, aber mit Inbegriff von Central-Amerika, vereinigen des Herrn Fefete, zwei größere Artifel: „ Die ungarischen Verbalwerden.

formen, mit denen des Griechischen und lateinischen zusammengestellt", Was die Verfolgung der Hispano-Amerikaner und die darin fich von Aler. Imre, und „, Ueber Florian Mátyás' Bestrebungen auf beweisende Gewaltthätigkeit der anglo-amerikanisden Naçe betrifft

, dem Gebiete der vergleichenden linguistif", von dem Herausgeber, To trat die Presse von San Francisco, foviel ich weiß einmüthig, zum P. Hunfalvy. Den Beschluß macht die Ueberseßung eines kleinen Scuse der Verfolgten auf, und namentlid enthielt der ,,Herald“ einen Artikels des ,,Magazin" (1857, Nr. 109), unter der Ueberschrift: Artifel, in welchem er den Anglo-Amerifanern harte Wahrheiten fagte. ,,Eine ungewöhnliche Naturerscheinung und eine Stelle des Xenophon“. ,,Es unterliegt feinem Zweifel" – fo hieß es in genanntem Blatte 3n der Arbeit des Herrn Imre erwarte man nicht stoffliche Ver,, daß seit 1849 sich in unseren Städten, Minendistrikten und der gleichungen (die hier ganz unstatthaft sein würden), sondern scharfViehzudit gewidmeten Counties eine große Zahl von Dieben und sinnige Hervorhebung geistiger Einklänge und Verschiedenheiten; Räubern gesammelt hat, die aus Chili und Merito stammen. Aber eine solche ist immer belehrend, wie weit auch die betreffenden Sprachen wao man von diesen Spanisch sprechenden Schurken sagen kann, läßt in vieler Hinsicht aus einander liegen mögen. Der Verfasser findet sich in zehnfacher Weise von Amerikanern und Personen britischen Ur- hier Gelegenheit, auch seinerseits zu bemerken, daß die ungarisde sprunges fagen, von denen es thatsächlich und unbestreitbar ist, daß Sprache dem Streben nach Wohllaut und Kürze manches Alte, bes Individuen dieser Nace, wenn sie einmal einen schlechten Charakter sonders gewisse Tempus - Bildungen geopfert und im Gebraude anhaben, teuflische Eigenschaften an den Tag legen, die hundert Mal derer den tonangebenden Sprachen des heutigen Europa fich anbequemt schlimmer find, als die der bezeichneten Hispano-Amerikaner, oder und genähert habe. Er berührt die Frage, ob gewiffe alte Former selbst irgend eines anderen Vorfes der Welt. Die der englischen Nage und Wendungen im Magyarischen für Latinismen zu halten seien, eigene Energie des Charakters, die anderen Völfern fehlt, bewirkt bei und behauptet, diese Frage könne nicht eher genügende und erschöpfende Personen dieser Raçe, wenn sie einmal sich dem Verbrechen ergeben, Beantwortung finden, bis die alten Sprachdenkmäler mit der leber eine gänzliche Nuchlosigkeit, in der sie, wie der gewöhnliche Ausdruck digen Volfssprache – wobei aber keine Mundart, feine sprachliche fagt, weder nach Menschen, noch nach Gott oder Teufel etwas fragen.“ Eigenthümlichkeit dieser oder jener Gegend unbeachtet bleiben dürfe ,,Diese Menschenflafse", fährt der Verfasser fort, „, hat bei jeder Bande auf das sorgfältigfte verglichen sein werden. Ein Zusaß des Herrn von Pferdebieben, Straßenräubern und Mördern die Hände im Spiele Şunfalvy zu dieser Abhandlung wirft einiges licht (und verbeißt node oder die Leitung. Unsere südlichsten Counties, der Gadsden -Ankauf, mehr) auf das etymologische Dunkel derjenigen Anfügungen zum die Staaten Sonora, Durango und Chihuahua, füllen sich mit diesen Verbum, welche Arten (modi) und Zeiten bezeichnen. – Die zweite Schurfen, die, mit ihren merifanischen Spießgesellen männlichen und Abhandlung ist polemisch und gegen zwei kleine Schriften des Herrn weiblichen Geschlechtes, die Feinde jedes fleißigen, friedlichen und Mátyás gerichtet, von denen eine die Bestrebungen, das Ungarische anftändigen Bürgers find."

zu ,,finnisiren", bekämpft, die andere beffen Verwandtschaft ,,Dies find barte Wabrbeiten, aber es sind Wahrheiten" - fügte arischen Stamme beweisen will. Wie sogenannte ,,flaffische Philos ein anderes Blatt hinzu. ,,Der Verfasser des obigen Artifels hätte logen Europa's wohl ein Menschenalter hindurch über die angenomnody weiter sagen fönnen, daß diese der angelsächsischen Raçe an mene und bewiesene Verwandtschaft der Sprachen Griechenlands und gehörige rudlose Menschenklasse nicht nur mit Merikanern und Chi- Roms mit denen des alten Persiens und der Länder am Gange Venen, sondern sogar mit Indianern gemeinsam das Räuberhandwerk Krämpfe und Zudungen bekommen haben, so jeßt ein Theil der ge betreibt oder dazu die Führer liefert, - daß sie auch hinter der Hälfte bildeten Magyaren über die Anfinnung, ihre Muttersprache als eine aller Kaub- und Mord - Unternehmungen der Indianer gewisser Gegen. Verwandte des Estnischen, Finnischen, Lappischen anzuerkennen; fie den ftedt, und daß sie, wenn diese Unternehmungen nicht mehr lohnend möchten das Ungarische um jeden Preis in unser Arisches Gebiet find, sich gegen ihre rothhäutigen Gebülfen wenden und die Eifrigsten hineinzwängen. Die wahre Triebfeber ist aber eine ganz offen liga find, diese bängen zu helfen, um sich bei dieser Gelegenheit in Besiß gende gefränkte Eitelkeit, welche das ritterliche Magyarenvoll durch ihres Eigenthumes zu seßen."

solde Blutsverwandte, die in der Weltgeschichte eine ziemlich un

bemerkte Rolle gespielt haben, beschimpft und enthonigt glaubt. Als Mannigfaltiges.

ob nicht eben die bezüglice politische Unbedeutendheit verwandter Steinschneider's ,,Hebräische Bibliographie". Nr. 1 Völfer eine starke Folie wäre für den Glanz des eigenen, wie irgend der unter diesem Titel (auch unter der hebräischen Benennung: „Ha ein ausgezeichneter Mensch noch interessanter wird, wenn seine HerMaskir”) angekündigten, alle zwei Monat erscheinenden Zeitschrift funft möglichst unberühmt ift! Wer bei wissenschaftlichen, die rue ist nunmehr ausgegeben“) und entspricht allen Erwartungen, die man higste Besonnenheit und vollkommenste Parteilosigkeit erfordernden von einer derartigen Arbeit des gelehrten Herausgebers begen konnte. Untersuchungen von übel verstandenem Nationalftolze fich leiten läßt, Auf 24 kompreß gedructen Oktavseiten bringt diese Nummer, außer der kann nicht anders als auf schiefe Bahn gerathen. Dem zum dem Programm über Tendenz und Inhalt, folgende Hauptrubriken Troße werden solche Versuche, wie die des Herrn Mátyás, nur zu und Unterabtheilungen: 1. Gegenwart. 1) Nachrichten aus der Presse oft fich erneuern, und Männer, wie der gelehrte Herausgeber, wie and der Mappe. 2) Bibliographie für 1858: A. Periodische Schrif. Fábián, Imre, Ballagi, Réguly, noch lange mit einer Hydra ten; a. Hebräisch; b. Deutsch. B. Einzelschriften. C. Journallese. von Empörern gegen ihre Forgerungen fämpfen müssen. Daß übriD. Bibliotheken und Kataloge. E. Miscellen. Jl. Vergangenheit. gens die echte Wiffenschaftligkeit und dialektische Schärfe des Herrn

Hunfalvy auch hier wieder schöne Triumphe feiern, bedarf von unsea *) Verlag von A. Asher & Comp. in Berlin.

rer Seite kaum einer Versicherung.

W. S.

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der Musen sich zu widmen beschloß. Er fiedelte deshalb nady der Brafilien.

Hauptstadt über, nach dem herrlichen Rio de Janeiro, das mit seinem

vielgestaltigen Leben, dem faiserlichen Hofe, dem Siße der Gesammt. Brasilisch - portugiesische Dichter.

Verwaltung, in fommerzieller und sozialer Beziehung einen großarti

gen Wirkungsfreis bot und wo sicherlich viele Gleichgesinnte anzu1. Gonçalves Dias.

treffen waren. Während er sich schon in Portugal vielfach in Ges Wie die englische Literatur Nord-Amerika's gegenüber derjenigen legenheits- Gedichten versuchte, richtete er jeßt mit flarem Blick fein Großbritanniens, des Mutterlandes, fchon seit längerer Zeit Bedeu- Hauptaugenmerk auf das Theater, als des Dichters vorzüglichste tung zu gewinnen und Interesse zu erweden gewußt hat, so treten Schule, die dem angebenden Dramatifer selbstverständlich vor allem jeßt auch die literarischen Bestrebungen des Tochterlandes Brasilien noth thut. Während er sich als Mitarbeiter an mehreren, literarische gegenüber der auf alten klassisden Grundlagen fortlebenden Literatur Zwecke verfolgenden Tagesblättern betheiligte, fand er zugleich Ge. Portugals in angenehm bemerkbarer Weise in den Vordergrund. Selbsts legenheit, seinen Geschmack zu läutern und zu prüfen, und dann trat verständlich war Brasilien früher auf das Stammland verwiesen, er rasch hinter einander mit einigen dramatisden Versuchen hervor. sobald es sich um eine gediegene Bildung handelte, und der größte Noch mehr als diese sollten jedod feine in Rio de Janeiro 1846 in Theil der Beamten, Geistlichen 2c. bestand aus europäischen Portu- erster Sammlung herausgegebenen Gedichte (,, Primeiros Cantos”) giesen, die in ihren verschiedenen Wirkungskreisen mit möglidst we die Aufmerksamkeit seiner Landsleute und selbst Portugals auf ihn nigen Modificationen das in der Heimat gewohnte Leben in der neuen lenfen und ihm einen (dem Dichter fo nothwendigen!) Namen machen. Welt fortsekten und die mit der Muttermilch eingelogenen Vorurtheile, Nicht lange nach dem Erscheinen jener Gebidste verlieb man dem Ansdauungsweisen und soziales Gebahren in den meisten Fällen so auch in anderer Richtung wohlbewanderten Dichter und Gelehrten, als lange festhielten, bis sie wieder in das gelobte Land, ihre europäische Zeichen der Anerkennung, den Lehrstuhl für Geschichte zu Rio de JaHeimat, zurüdfehren konnten, wohin ja, troß aller Zauber und Genüsse neiro, während Alerander Herculano, der ausgezeichnetfte Dichter und des Tropenlandes, ihr sehnsüchtiges Auge über den unermeßlichen Geschichtschreiber des heutigen Portugal, ein warmes Wort der WürOcean gerichtet blieb.

digung den „Primeiros Cantos” in der Revista Universal Lisbonense So lange also das Tochterland Brasilien mit der europäischen (tom. VII) widmete, die Gelegenheit benußend, um eine hier und da Mutter Portugal unter einem Scepter verwaltet wurde, so lange be freilich etwas zu melancholische Bergleichung des jebigen alternden ftanden auch die eben angedeuteten Verhältnisse, und das unter diesen Portugal mit dem jugendlich aufstrebenden ehemaligen Tochterlande am allerwenigsten die dort ohnehin spärlich genährte Liebe zur Litera- Brasilien anzustellen, und worin er aus Anlaß jener schönen Dichtuntur ein nationales und originales Gepräge erhalten konnte, liegt auf gen dem berrlichen Südlande jenseits des großen Wassers eine dopa der Hand. Jeder Brasilier betrachtete sich als Portugiesen, und somit pelt goldene Zukunft verhieß, während das Mutterlande feinem ficytfielen alle Ursachen zur Anbahnung und Begründung einer nationalen lichen Verfall entgegenwanke. Literatur, die den deutlichen, scharf ausgeprägten Charakter des Heimat Diese doppelte und wohl kaum vom Dichter erwartete Anerkenliden Bodens trug, hinweg. Anders wurde es, als sich 1822 ein nung seines Strebens verfehlte natürlich nicht, ihn zu immer Besses felbständiges Kaiserthum Brasilien konstituirte, das vor allem im rem und Größerem anzuspornen; eine Reihe historischer und dramatiRegierungs- und Verwaltungssystem vollständig mit Portugal brach, scher Arbeiten trat ans Licht, während sich zu den „Primeiros Cantos” obwohl natürlich die übrigen Beziehungen nur zum Theil und nach aud ,,Segundos Cantos” und „Ultimos Cantos" gesellten, welche und nach sich lockerten, in manchen Hinsichten aber gar nicht ab der Dichter während seiner längeren Anwesenheit 1856 und 1857 in gebrochen werden konnten. Gleidwohl schickte das junge Kaiserthum Europa, und zwar besonders in Deutschland, in einer neuen, gesichteten nach wie vor seine Söhne nach Portugal, um in Coimbra in die Ausgabe dem Publikum darbot. Ueber diese 1857 in Leipzig elegant Wissenschaften eingeweiht zu werden, da dieser Universität noch von ausgestattet erschienenen Poefieen wollen wir nachstehend in Kürze res dem einzigen Camões ber ein klaffisches Andenken in den Herzen Adler feriren und gelegentlich versuchen, den Sinn einzelner, als vorzugsbewahrt wurde, die das portugiesische Idiom die gemeinsame Mutter- wcise gelungen betrachteter Gedichte in einer dem Versmaße der Driprace nennen.

ginale entsprechenden deutschen Dichtung wiederzugeben. Inzwischen wurde, besonders seit dem Antritte des jeßigen Nai. Den Anfang des Buches bilden die ,, Amerikanisden Poesieen". fers von Brasilien, Dom Pedro II., für die Hebung der nationalen Bezeidynend für die Stimmung des schon lange im Auslande weilenSculen und Kollegien Alles gethan, was die Würde des Staates er den Südländers, dem wohl oft das Heimweh angekommen sein mag, heischte, dem es unbedingt um eine ehrenvolle Selbständigkeit auch im ist die 1843 in Europa gedichtete „Canção do Exilio“, welche wir Punkte der Erziehung seiner fünftigen Bürger zu thun fein mußte. nachstehend in Ueberseßung bieten: Und so hat sich denn, besonders nach dem Dekret vom 17. September 1851 (betreffs des Sefundär-Unterrichtes) eine nach den liberal

Lied aus der Verbannung. ften und tüdytigften Grundsäßen erfolgte Drganisation der Kollegien

Mein land nur hat Palmenhaine, Mein Land bietet Schönheitsfülle, der verschiedenen Fakultäten, denen unserer Hochschulen entsprechend, Wo hold singt der Sabiá;*) Wie ich hier sie nirgends sah; bewerkstelligen lassen, von deren trefflichen Resultaten wir uns, offen Sänger, die mich hier umflöten, Ginsam finnend Nachte, und grübelnb, geftanden, zu unserer Ueberraschung überzeugen konnten.

Sind so lieblich nicht als da.

Find' idh mehr Vergnügen da. Kommen wir nach dieser uns nothwendig erschienenen Abschweiz

Mein Land hat nur Palmenhaine, fung zur Sache. Einer der ersten und zugleich bedeutungsvolften Unser Himmel zeigt mehr Sterne, Wo hold singt der Sabiá. brasilifden Dichter, der unter nationaler Flagge aufzutreten wagte, unsre Fluren schöner blühen;

Unser Wald hat reich'res Leben, Gott der Huld, laß mich nicht sterben, ist Dom A. Gonçalves Dias. Er wurde 1823 in Cachias, Provinz

Heißer wir in liebe glülyen.

Sh' mein Land ich wiedersah TA Maranhão, geboren. Früh dicten ihn die Aeltern nad Portugal, wo

Und sein Zauber mich belebte, der strebsame Jüngling auf dem weltberühmten Coimbra feine philo- Ginjam linnend Nachts, und grübelnd, Wie noch nie mir hier geidah); To phischen und juristischen Studien vollendete. Das früh erwachte dich. Find' id mehr Vergnügen ba; Laß mich [djau'n die Palmenhaine,

erishe Talent pflegte der junge Brasilier mit großer Vorliebe, und als Mein Land nur hat Palmenhaine, Wo hold singt der Sabiá.
ir nach Beendigung der wohlbenuşten Studienjabre in seine schöne Wo hold singt der Sabiá.
Deimat zurüdfeyrte, um plangemäß als Staatsanwalt in der Provinz zu
Maranhão zu wirken, erhielt seine poetische Richtung ein solches Ueber-

*) Sabiá, ein niclodisch und lieblich singender Vogel dos brasilischen

Das folgende Gedicht: „0 Canto do Guerreiro", fohildert uns Blöden genommen. Herr Betsd fam hinter den Pfiff dieses interden Kriegsgesang eines indianischen Häuptlings der brafilischen Ur regnum hominis, entfernte den Betrug und zeigte, was er könne und wälder, mit all dem stolzen Selbstbewußtsein und dem gänzlichen worin feine Erfindung eigentlich beftehe. Diese ward von allen Verleugnen irgendwelcher Bescheidenheit einer rohen Natur; der Dich Kennern und Vernünftigen mit Begeisterung begrüßt, aber sie fann ter giebt uns in abendländischer Sprache ein möglichst der Wirklichkeit nicht weiter fortgeseßt werden, da der Erfinder kontraktlich an , die abgelauschtes Portrait jenes unbändigen Kriegertypus der Rothbaut, Compagnie" gebunden ist. Diese läßt ihre Apparate und Rapitalien die sich, wie die Erfahrung zeigt, lieber ausrotten als civilisiren läßt. seit Jahr und Tag verrotten mit der pfiffigen Hoffnung, den Er: Wir halten uns genau an das Versmaß des Originals, das durch finder auszuhungern, ihn mit einigen Goldstüden hinauszutaufen, um frische, naturwahre Bilder, der blumenreichen Sprache der amerifani dann den Profit allein zu machen und die Erfindung als national idhen Indianer entsprechend, interessant wird.

englische vor die Welt zu stellen. Gefang des indianischen Kriegerhäuptlinge.

In ähnlicher Weise wurden beinahe vor meinen Augen eine Menge

andere deutsche Erfindungen von englischem common sense in Angriff I. Wer lebt, der geschickter

genommen und ruinirt, so daß die Kapitalisten thatsächlich ihr baares Im Urwald, im dichten,

und tapfrer fidh zeigt? Den Stürme durchbrausen,

VI.

Geld verloren, weil sie auch nach dem in der Zukunft oder in der
Die Thaten der Braven
Durchallet den Urwald

Hand des Erfinders fich fpiegelnden Theilgewinn fchnappten.
Erzieh'n feine Sklaven,
Mein Boré **) zur Nacht:

Das ist vorläufig Peitsche genug, um diese Wechsler und Krämer Die Furdt hält und Grausen Tausend Bogen sich spannen,

der Wissenschaft aus dem Tempel der Wissenschaft zu vertreiben. Sie Bom Kampfe so bang. Tausend Pfeile dann zischen,

ift ein Tempel und hat ihre Hohenpriester und Eingeweihten, welche D hört mich, ihr Krieger, Tausend Rufe sid, mischen,

darin allein reden, predigen und lehren dürfen. Der Laie lerne nur Qört meinen Gesang!

Tausend Krieger steh'n Wadyt, gehörig, und er wird mehr praktischen Nußen aus dieser , reinen"
II.
Erheben fidy, folgen

Wissenschaft ziehen, als aus der blos für praktische Zwede verfladten Wer war wohl im Streit mir Dem Rufe zur Schlacht!

und verblödsinnigten Räsonnirerei, die sich dottisde und englische An Tapferkeit gleich? Wer lebte je tapfrer,

Philosophie nennt. In Deutschland kann man sich dies aud ad notam Wer schwingt den Tacápe*) Wer zeigte mehr Macht?

nehmen, in Deutschland, wo diese foottische und englische Philosophie Mit wilderer Macht?

VII.
Wer führt in der Schlacht Durch die Wälder sie kommen,

so recht dummbreist als Materialismus in der Naturwissenschaft fich So tödtlichen Streidy? Still, ohne Geräusch;

breit macht. Diese interpretatio naturae spekulirt auch auf ein regnum - D hört mich, ihr Strieger, Der Winde leif' Klagen,

hominis und denkt mehr ,,idola" zu beseitigen, als Bacon. Wir wiffen, Wer stellt fid) mir gleich ? Durch die Wildniß getragen,

wie elendiglich der große Bacon ohne diese idola in Betrügerei und III. Das dumpfe Gefreisch

Schuld versant. Wir wissen auch ohne diese demonstratio ad homiWer ichidt in die Luft den Gincs Vogels erklingt:

nem, daß die sich selaviso an beschränkte, von Instrumenten und täuschenGefiederten Pfeil, Die Krieger find's, die mit

dem Schein abhängige, sogenannte „Thatsachen" haltende InterpretaDas Wild niederschlagend, Des Boré Ruf bringt.

tion der Natur oft durch die kleinste Entbedung gestört und Lügen So ficher hintragend

VIII.
Zum Felsen so steil,
Und mit dem Maracá ***)

gestraft wird, daß diese fogenannten Thatsachen, logisch genommen, Wie's steto mir gelang? Der Biaga 1) wild sdredt;

keine wissenschaftliche Sicherheit, feinen substantiellen Halt gewähren - O hört mid), ihr Krieger, Dort hauset der Tod,

können, weil, wie dies in der Naturwissenschaft wieder und wieder Hört meinen Gesang.

Wo die Luft Pfeil und Speere vorgekommen ist, eine und dieselbe Thatsache unter schärferen Augen
IV.
Durchsausen, bald Heere

und vervollkommneten Instrumenten fic in ganz etwas Anderes aufWer hat so viel Feinde Des Feinds hingestreckt:

löst und Zabrzebende lang als Thatsachen gemünzte und zirkulirende EntIn Fesseln gebracht?

Tausend Mannen ersteh'n mir, dedungen 2c. später sich in Unsinn oder ganz und gar in nichts auflösten. Wer singt seine Thaten Zum Stampfe gewedt.

Die Höhe aller Unverschämtheit aber ist es, zu behaupten, daß, weil in Mit wiiderer Macht?

IX.

der Physik und Chemie fich alles auf physische und chemische Gesebe Wer führt in der Schlacht Und wenn dann mein Boré So töstlichen Streich? von neuem erschallt:

zurüdführen läßt (und dies ist just die Schuldigkeit der Physik D hört mich, ihr Krieger, Dem Duell gleich, der hoch auf

und Chemie, dies zu thun, und nichts weiter), auch in allen nicht physis Wer ftellt sich mir gleich ? Dem Felien entspringt,

den und nicht demischen Gebieten Alles auf phyfischen und demiV. Und schäumend zum Thal

idhen Geseßen beruhe. Man hat entbedt, daß beim Denken ElektriziWer fordert im Jagen, Sich stürzt, und vor Dual

tät und Phosphor im Spiele sei. Victoria! ergo: geistige Elektrizität, Im Kampf mich heraus?! Wild tobt, ba ihn zwingt

Phosphor u. f. w. ,,Combination der Materie", das ist ebenso logisch Die Unze, die wilde, Des Ingrimms Gewalt:

wie folgende Deduction: der elektrische Telegraph ist eine Combination Sie wittert mein Kommen, So fommen meine Streiter,

von Metallen, Wasser, Säure, Drath. Shlägt man das Ding entDer Feind flieht bellommen; EH' der Ton noch verhallt.

zwei, ift feine Spur von Elektrizität mehr zu entdecken, wenigstens läuft Jn luftige Gefilde Wer herrsdít, ö ihr Krieger,

die Nadel nicht mehr u. s. w. Folglich ist Elektrizität blos eine Der Vogel entweicht. Mit folder Gewalt?

Combination von Metallen, Säuren und Dräthen, fie selbst aber blos (Schluß folgt.)

eine Einbildung. Das ist, schottisch-englisch und modern natur

wissenschaftlich deutsch philosophisch zugleich gedacht, sehr einleuchtend England.

für den gesunden Menschenverstand, ganz frei von Hegelschem KauderKorrespondeuz: Berichte aus London.

welsch, dafür aber auch eine Ignoranz, an welder Randidat Jobs

durch das Nachtwächter- Eramen in Schildburg gefallen wäre. Schottische und englische Philosophen im Gegensaße zur Denken, Urtheilen, Schließen ist eine sich in sich selbst bewegende Philosophie der Deutschen.

Chemie des Geiftes, die eben so genau studirt werden muß, wie die (Schluß.)

reine Mathematit, um praftische Mathematif verstehen und anwenden In dieser Weise habe ich zufällig selbst während der lekten drei zu lernen. Die Philosophie ist die reine Mathematik des Denkens. Jahre wohl ein Dußend deutsche Erfindungen in den Händen engli- Wer aus praktischen Dingen, Thatsachen, chemischen und physikalischen der Kapitalisten und ihres gefunden Menschenverstandes in der Erperimenten Schlüsse ziehen, allgemeine Gefeße konstruiren will, Geburt umkommen sehen. Am ftupidesten und selbstmörderischften kann dies nur durch die Anwendung dieser reinen Mathematik, des verfuhr die ,, galvano - photographische Compagnie", welche die Ers logischen und dialektischen Prozeffes. Diesen muß man aber auc dege findung des ehemaligen Faktors der Wiener Staatsdrucerei, Herrn balb vorher ordentlich ftudirt und handhaben gelernt haben, sonst werPetsch, Photographieen als solche durch den Druck zu kopiren, aus den wir von den Thatsachen wie Schafe umhergetrieben. Urtheile und zuführen unternommen hatte. Sie ruinirte und stumpfte galvano. Shlüffe haben ihren Beweis in fich selbst. Wer fein collegium logicun graphische Drudblöde ab, von denen Muster für das Museum gedruckt gehört und diese Vorschule überhaupt vernachläffigt hat, braut fich worden waren, und präsentirte diese absichtlich entftellten Abdrüde im Thatsachen im Laboratorium zusammen und beweist damit seine Ges Museum mit dem Bemerken, daß die Erfindung des Herrn Petídy danfenlosigkeit, seine Trugschlüsse, seine geistige Pauperität. Elende nichts tauge, daß sie aber eine bessere gemacht. Zum Beweise zeigte Sklaverei und Barbarei, die in sich selbst substantielle Wahrheit und fte Abdrücke, die sie vorher von den noch nicht absichtlich abgeftuupften ihre logische und dialektische Chemie von zufälligen, flüssigen, fich

ftets forrigirenden, widerlegenden Thatsachen abhängig zu machen! *) Tafáve, Art Schlachtbeil oder Tomahawf.

Auf diesem Wege läßt sich die ganze Lehre von der Kongruenz **) Boré, eine Art großes Sdılachthorn.

der Dreiece umstoßen. Die reine Mathematik beweist ohue That***) Maracá, eine Art großes Tambourin, besonders bei den Jubianern

fachen, durch bloße, in sich selbst substantielle Schlußfolgerung, daß der Provinz Maranhão in Gebrauch.

+) Piága, Pagé, Name des indianischen Gößenrichters, der zugleich Arzt, Dreiede mit drei gleichen Seiten fongruent sind. Hinge der Beweis Beschwörer, Wahrsager und Sånger. Meist in dumpfen Höhlen ber Wildnis nods vpn der Praris ab, bliebe diese mathematische Wahrheit min. wohnend, vermögen die Piaga's auf die abergläubischen Gingebornen ohne Tridhied den unbegränztesten Einfluß audzuüben.

deftens sehr zweifelhaft, da man in der Praris selten so vollfom

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men gleidseitige Dreiede zeichnen kann, wie sie sich die reine Mathes räsonniren, diefseits der Tweeb den Gelehrten und Gentleman spielen. matit in die Luft malt. Die reine mathematische Linie ift praktisch Beide fommen im Parlamente zusammen, wo fie Reden halten, daß fogar ganz unmöglich. Sie hat blos eine Dimension, auch die dünnfte, das Ausland vergebe und deshalb zuhause wieder nicht reformirt nur durch ein Bergrößerungsglas fichtbare wirkliche Linie hat alle werben könne, weil Indien näher liege, wo fie Reden falten und mal zwei. Selbst die ersten Elemente der äußerlichsten Wissenschaft Gefeße geben, die auch danach sind. Die Times brachte neulich eine vom Raume müssen ihren Beweis in sich selbst haben und find un faustische Jeremiade über den gänzlichen Berfall parlamentarischer abhängig von Thatsachen und praktischen Beweisen. Und diese Phie Berebtsamkeit; man sdwaße fabelhaft langweilig, aber unphilosophisch, losophen wollen den raum- und zeitlosen Geist und Gedanken von ohne Geift, ohne Logik, ohne Pathos. Das kommt davon: wenn ihren Säuren und Linsen, Retorten und Flaschen abhängig machen! man die Wissenschaft als melkende Ruh in dem Stalle bält, giebt fie

Dugald Stewart, der größte, populärste schottische Philosoph, eben gar keine Milch mehr, sondern Waffer, Wasser, Wasser! Und machte ihn vor noch oberflächlicheren Thatsachen des sdottischen ges Blut dazu, Blut, den ganz besonderen Saft, englisches, indisches, chifunden Menschenverstandes abhängig, da es für ihn noch keine Chemie nesisches, Raffern- und, je nach dem „, Nußen'', aller Mensden Blut. und Physik gab. Er war der größte schottische Philosoph, nur daß er eigentlich gar kein Philosoph war, sondern nur ein gewandter ,, didattischer Redner", der fein Talent hauptsächlich dazu anwandte, gegen die Philosophie, gegen die Metapbysit" zu polemifiren. Mit gar

Apologie Heinrich's VIII. keiner Physik gegen die Metaphyfit! Das war sein Standpunkt. Und Herr James Anthony Froude, der vor einigen Jahren durch ist das ein Standpunkt ?

seine „Nemesis of Faith" in den theologischen Kreisen Englands fo forb Palmerston und sein Bruder (die bei Stewart wohnten), Lord großes Aufsehen erregte, ist jeßt mit der Ausarbeitung einer bändus Ashburton, Lord Powerscourt, die Grafen von Warwid, Dudley und reichen Geschichte der englischen Reformation beschäftigt, o) in der er Selfirt, der Marquis von Lothian, Lord Lansdowne, Lord Brougham, fich unter Anderem die Aufgabe stellt, den Charakter Heinrich's VIII., Lord John Russell, Lord Webb Seymour, Sir Robert Juglis, Sir als des Monarchen, durch welchen der Brud Englands mit dem Papft Walter Scott, Sir Archibald Alison, Lord Cockburn, Lord Jeffrey, entschieden wurde, zu rehabilitiren. Seiner Meinung nach, haben Francis Horner, Sybney Smith, Lord Lauderdale, Lord Dundonald frühere Hiftoriter diesem Könige schweres Unrecht gethan; sie haben und viele andere geseßgebende und literarische Größen waren feine die parteiischen Berichte der Römlinge für baare Münze genommen, Sdüler. Außerdem war er sebr populär und wird noch ießt siel ihm auf Grund derselben Verbrechen angedichtet, an denen er uns gelesen, - er lieft fich hübsch glatt, ohne daß man nachzudenken fuldig, und seinen Handlungen Motive untergeschoben, die ihm völlig braucht - so daß wir in ihm zum großen Theil die Quelle englischen fremd waren. Jenen Berichten hält Herr Froude die in den engliLebens und englischer Anschauungsweise zu suchen haben. Er sprach fchen Archiven befindlichen offiziellen Aftenstücke entgegen, welche die

in seinen philosophischen Vorträgen viel über Korn und Weizen, Ereignisse der Regierung Heinrich's VIII. in einem ganz anderen see on über Gebrauch und Mißbrauch von Prinzipien in der Politik (,, Miß- lichte darftellen und keine Spur von der launenhaften Widfür, der irt ' brauch, wenn sie keinen ,, Nußen zu bringen scheinen"). Auch war orientalischen Ueppigkeit und der barbarischen Gleichgültigkeit gegen

er als Philofoph ein Mann der Gesellschaft und richtete sich nach Menschenleben und Menschenrechte zeigen, die sich an seinen Namen pet leßterer. Auch trug er der , ZeitRechnung und modulirte seine knüpft.

Philosophie z. B. nach den Ereignissen der französischen Revolution, Nun würde man allerdings dem Verfasser einräumen fönnen, daß Crocs

So etwa schildert ihn die Times aus der Feder eines schottisden offizielle Aftenstüde zu den werthvolften historischen Materialien gePhilosophen und lobt ihn, weil er so hübía abstrakte Gedanken den bören und als solche von dem Geldichtreiber fleißig zu Rathe ge

„Umständen“ angepaßt habe. An einer anderen Stelle beißt es, zogen und berücksichtigt werden müssen; aber es bliebe doch immer colate er habe eine Geschichte der Metaphysik geschrieben und darin viel höchst mißlich, sie als einzige Quelle zu benußen. Wenn ein fünftiger

von Ethif, Politik, Jurisprudenz u. 1. w., aber nie von Metapbysit Historifer den Staatsstreid, vom 2. Dezember einzig und allein nach nite gesprochen. Wer es nicht glaubt, fann es in langen Spalten der ben amtlichen Eröffnungen des Moniteur oder den Krim-Feldzug ausder Times vom 1. April nachlesen. War der 1. April mit Absicht ges schließlich nach ruffisden Bulletins darstellen würde, so dürfte er nicht wählt, oder ist es Ernst? Ernst, voller Ernft! Beweis, die 10 Bände unseren Nachkommen faum ein treues und erschöpfendes Bild jener und von Dugald Stewart.

Ereignisse liefern. Wir wollen nicht leugnen, daß es Herrn Froude Genug von dem Größten der Großen, und von seinen neueren gelungen ist, einzelne Beschuldigungen zu entfräften, die man gegen El: Kollegen und ihren philosophisden Productionen nur ein Bort. den Gemahl Anna Boleyn's und Katharine Howard's erhoben hat, weber

A. C. Frazer, Professor der Logit und Metaphysit in Edinburg, aber im Großen und Ganzen wird er das Urtbeil der Geschichte über Gr hat eine , Rational Philosophy in History and in System" (Edinburg: seinen Helden nicht modifiziren können, und wenn wir das von ihm as Constable & Comp.) geschrieben und publizirt. Der griechische Pros gegebene Resumé jenes Charakters mittheilen, so geschieht es nicht

fessor John Stewart Bladie, drei Vorträge über Schönbeit mit deshalb, weil wir mit demselben auď nur im entferntesten übereineiner Erposition des Schönen nach Plato („On Beauty. Three dis- stimmen, sondern eher als ein Curiosum und als ein Beispiel von courses, delivered in the University of Edinburgh, with an Exposi- dem Aufwande von Sharfsinn und subtiler Kasuistit, den ein geisttion of the Doctrines of the Beautiful according to Plato"), Loris reicher Mann an einen undankbaren Gegenstand verschwenden kann.

mer, der Edinburger Advofat, einen Beweis, daß politisder Fort ,, Heinrich", jdreibt Herr Froude, batte viele Febler. Sie sind 1 & fritt nicht nothwendig demokratisch zu sein brauche („Political Pro im Laufe dieser Erzählung dargelegt worden, und ich brauche nicht in gress not necessarily Democratic"). Die Frazersche Logik reicht noch darauf zurüdzukommen. Aber seine Lage war eine beispiellos schwierige,

nicht an die deutschen Rompendien, die man vor einem halben Jahr- und er muß wie jeder Andere nach dem Werte, das er podbracht, The e hundert nach Rant performelte, und hat keine Ahnung von den sub- und den inneren und äußeren Bedingungen, unter welchen ihm seine

ftantiellen Eroberungen, welche von Kant bis Hegel und durd Hegel Aufgabe zufiel, beurtheilt werden. Er war infonsequent; den Vorwurf auf dem Gebiete des reinen dialektischen Denkprozesses gemacht wurden. fann er tragen. Er endete damit, das zu acceptiren und zu billigen,

Die rationale Philosophie der Geschichte ist daber auch nur was er anfänglich verdammt batte; aber es war die rebliche Infon. rationalistisd pragmatisch gerathen. Bladie weiß nichts von dem phi- fequenz, welche das Benehmen der meisten Männer von praktischer losophischen Schönheits-Begriff, der im Schönen sich manifeftirt, Befähigung in Zeiten des Uebergangs auszeichnet und fraft welcher phänomenologifirt, Fleisch und Blut wird. Die Schönheit ist ihm sie sogar ihre Erfolge erreichen. Hätte er zu Anfang der Bewegung mehr Absoluted, feine Mutter", sondern nur ein Konglomerat von das Abendmahl als ein bloßes Gedächtniß" betrachtet, so hätte er » Merkmalen“, Schönheitspflästerchen. Lorimer flügelt Chancen des feine Ueberzeugungen verheimlichen oder auf seinen Thron Verzicht Fortschrittes heraus, die ohne Erweiterung des Wahlrechts und sonstige leisten müssen; wäre er ein ftationärer Fanatifer gewesen, so wäre die Gebote aus dem demokratischen Ratechismus möglich und nüßlich sind. Reformation auf ein Jahrhundert hinausgeschoben und nur um den Das ist sehr richtig, nur muß man solche publizistische Raisonnements Preis eines Bürgerkrieges erobert worden. nicht zur Philosophie rechnen.

,,Wie aber die Nation fidy borwärts bewegte, ging der König Schottische und englische Philosophie, wie sie jeßt praktizirt wird, mit, fie leitend, ohne ihr vorauszueilen; diejenigen im Baum haltend, unterscheiden sich dadurch, daß erstere über praktische Dinge disputirt, welche zu rasd, gingen, und diejenigen nach sich ziehend, welche zurücüber Nationalwohlftand, Banten, Sparsamkeit, Fabrication, Seelens blieben. Die Konservativen, oder wenigstens alle gesunde und tüchtige fräfte, was die eine für'n Geschäft" habe und , mache" und die Elemente unter ihnen, vertrauten ihm, weil er ihren Konservatismus andere für’n „Geschäft“ und nicht könne u. f. w., um Geläufigkeit so lange theilte, und als er ihn von fic warf, klagten sie ihn nicht des ,,Naisonnements“ und „Selbstkenntniß" zu erzielen. Legtere an, ihr Vertrauen gemißbraucht zu haben, weil sie gleichzeitig mit geht auf „Gelehrsamkeit“ aus und auf Cambridge- und Drfords ihm vorgeschritten waren.

Gentlemen". Beide haben praktische Zwede. Denn wozu treibt man überhaupt ein Geschäft“, wie z. B. Philosophie, wenn kein

*) History of England, from the Fall of Wolsey to the Death of

Elizabeth. By James Anthony Froude, late Fellow of Exeter College, Profit dabei gemacht werden kann? Im Norden lernt man geläufig

Vol. I to IV. London: John W. Parker.

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Oxford.

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