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ald mit ihrem Reichthum prunkt

. Das ist alles sehr schön, aber durch mehrere geologische Perioden erhalten. Wenn eine Gattung nicht genug. Die Speculation ohne die fie rechtfertigende Industrie ober Species untergegangen und in der nächsten Periode nicht wieder ift verwerflich; die bloße Industrie, D. h. das Streben nach materiel. erzeugt worden ist, so ist sie nie wieder zum Vorschein gekommen. len Intereffen, ohne das höhere Ziel eines geistigen und fittlichen Der Elephant, der in der diluvischen Periode so häufig vorkommt, bat Ideals zu verfolgen, darf die Thätigkeit eines großen Boltes nimmer fich bis in unsere Periode erhalten; aber, wenn er, was nicht der ausfüllen, und wie hervorragend auch das Berdienst der modernen Fall ist, der tertiären Periode angehört hätte und dann in der diluviInb ustrie erscheine, Frankreich fann nicht aussdließlich industriell sein schen Periode nicht mehr vortāme, so würde er aud heutzutage nicht und bleiben; ihm ist ein anderes Ziel gestedt, es muß nach einem mehr eristiren. Eine Gattung überlebt wohl den Uebergang aus einer anderen Ideal ringen. Glüdlicher als das Cäsarenreich, das aus der in die nächftfolgende Periode, indem sie sich den neuen Bedingungen höchften materiellen Blüthe in den schmählichsten Verfall fanf, hat die ihrer Eriftenz, wenn diese nicht gar zu verschiedene sind, allommodirt; moderne Civilisation das Christenthum und die Unabhängigkeit der wenu fie untergeht, so ist die neue Welt eine von der eben unterBernunft, die Autorität und Freiheit als Schußwehr. Die Gemüther gegangenen sehr verschiedene und unfähig, dasselbe, was früher da allmählich geschmeidiger machen für das Joch des Glaubens, zugleich war, hervorzubringen. Ebenso verhält es sich mit den Arten. Auch allen menschlichen Kräften, und vor allem den Rechten des Gedankens, fie kommen nicht wieder zum Vorschein, wenn sie einmal unterfreien und heilsamen Spielraum fichern das ist das Ideal, das gegangen find. wir nimmer aus den Augen verlieren dürfen. Verhüllt es fich auch Gegenwärtig hängt die Temperatur auf der Erdoberfläche nur augenblidlich, so wird es bald wieder entwölft und strahlt im frühen von den Sonnenstrahlen und von der Dichtigkeit der Atmosphäre ab; ren Licht; felbft die materiellen Vorurtheile führen zu ihm zurüc. der Einfluß der inneren Gluth der Erde reicht nicht mehr bis auf Bedarf die Jndustrie der Sicherheit, fo bedarf sie nicht weniger als die Oberfläche. Ob es in den früheren geologischen Perioden, in Lebensbedingung der Unabhängigkeit, und man fönnte als Saß auf- benen Pflanzen und Thiere auf der Erdoberfläche entstanden sind, auch stellen: Die Länder, in welchen die Industrie am weitesten vorgerügt schon ebenso gewesen, weiß man nicht. Das aber hat die Paläontoist, find zugleich diejenigen, wo die bürgerliche und die politische Freis logie festgestedt, daß im Augemeinen in den früheren Perioden die heit am meisten in Ehren gehalten werden."

Temperatur überall eine höhere und gleichmäßigere auf der Erde ges wesen; ferner dies, daß die Mannigfaltigkeit in den Formen des Lebens in demselben Maße, wie die Mannigfaltigkeit der klimatischen

Verhältnisse, zugenommen hat. Haben auf der Erde auch schon vor der legten geologischen

Die Aufeinanderfolge der Erbschichten, die ersten Anfänge des Epoche Menschen gelebt?

Lebens in den ältesten Schichten, die verschiedenen organischen Wesen (Schluß.)

in den verschiedenen Schichten haben mehrere Zoologen veranlaßt, es Zu einer Zeit, wo Elephanten und Mastodonten auf den Ebenen als ein Gefeß der Paläontologie hinzustellen, daß die organischen Wesen der Picardie umherstreiften, wo Flußpferde und ähnliche Thiere auf einer Entwiđelang vom Unvollkommneren zum Vollkommneren unterder Somme und Dise umbersdwammen, muß das Klima ein von dem worfen gewesen sind. Sie wollen damit sagen, daß, je höher man in heutigen verschiedenes gewesen sein. Die Wälder, die von diesen der Reihe der Schichten hinaufsteigt, desto höher organisirte Gattungen antediluvischen Thieren bewohnt waren, können nicht unsere Eichen- und Arten angetroffen werden. Aber dieser Annahme scheinen mehrere und Buchen-Wälder gewesen sein. Die Temperatur war eine wärmere; Chatfachen zu widersprechen. Die Affen, welche vollkommner organic die Pflanzen- und Thierwelt war eine andere, als diejenige, die wir sirt find, als die übrigen Thiere, und unvollkommner, als der Mensch, beutzutage in den Gegenden nördlich von Paris haben. Die Men müßten, jener Annahme zufolge, in der Reihe der Erdschichten eine schenrage, die damals auf diesem Boden mit diesen Pflanzen und mittlere Stellung einnehmen, und doch findet man sie schon in den Thieren lebte, wird natürlid auch eine andere gewesen sein, als die, tertiären Schichten. Die Rückgrattbiere müßten erst später vorkommen, welche heutzutage hier wohnt. Virgil hat nicht Unrecht gehabt, indem und doch findet man Rückgratthiere (Fische) fchon neben den erften er von einer vergangenen Zeit gesprochen, in der ein ewiger Frühling wirbellosen Thieren. Aber troß dieser Abweichungen behält jenes auf der ganzen Erde geherrscht. Aber erst später, als die Tempera Gefeß seine allgemeine Wahrheit: die Pflanzenwelt, die Thierwelt, tur aufgehört hatte, eine To hobe und eine überall so gleichförmige zu die Menschenwelt sind eine nach der anderen ins Leben getreten. sein, traten voltommnere Thiergattungen ins Leben. Muß man nicht Weiter hat die Paläontologie zu der Ueberzeugung geführt, daß glauben, daß auch ein Menschengeschlecht in der Zeit vor unserer in allen geologischen Perioden, troß der Verschiedenheit der in dengeologischen Periode auf der Erde gelebt hat, welches, in Bezug auf selben vorkommenden Wesen, immer dieselben biologischen Gefeße geseine Entwidelung, sich zu dem gegenwärtigen fo verhält, wie die waltet haben. Was sich nicht mit einander verträgt, hat fich in antediluvische Thierwelt zu der gegenwärtig eristirenden Thierwelt? allen Perioden ebenso, wie heute, ausgeschlossen; was zusammengehört,

Es stehen in Bezug auf die Frage, ob in der antediluvischen bat fid früher verbunden, sowie heutzutage. Die Farrnkräuter können Zeit auf der Erde don Menschen gelebt haben, die Sachen folgender- bobe Bäume werben; aber sie bleiben Farrnfräuter. Die Eidechsen maßen: Es werden hier und da Menschenknochen gefunden, welche fönnen Flügel bekommen und fliegen; aber sie bleiben Eidechsen. Die tiefen Erdschichten anzugehören scheinen; aber sie sind bis jeßt noch Faulthiere und die Panzerthiere können groß werden, wie Elephanten, zu selten gefunden und es ist noch zu wenig sicher, ob sie, wenn aber sie bleiben Faulthiere und Panzerthiere. Etwas Anderes als fie in antediluvischen Schichten gefunden worden sind, diesen Monokotyledonen oder Difotyledonen bieten auch die früheren PflanSchichten ursprünglich angehören. Ferner werden Waffen und Ge- zenwelten nicht dar, und in den Thierwelten hat man nichts Höberes, räthschaften, aus denen sicher auf dagewesene Menschen zu schließen als Rüdgratthiere, nichts Niedrigeres als wirbellose Thiere aufist, in diluvischen Erdschichten neben wirflid foffilen Thierfnodyen ge gefunden. Die Wiffenschaft hat fidy nie beffer bewährt, als indem funden. Sind diese Waffen und Geräthschaften vielleicht nur von sie Anwendung gefunden auf Fälle, an welche sie nie gedacht. außen, etwa durch Spalten, in die tiefen Erdschichten hineingerathen? Ist diese Annahme niớt durch die auffallend große Anzahl dieser

China. Geräthschaften auf einer und derselben Stelle widerlegt? Oder,

Zur näheren fenntniß von China. wenn es ausgemacht ist, daß die Erdschicht, in der fie gefunden sind, einer früheren geologischen Zeit angehört, täuscht man sich nicht in Das uns in so mancher Beziehung immer noch råthselhafte China Betreff der Beschaffenheit dieser Kieselsteine? Sind die Formen, die zieht gegenwärtig die Blide der Europäer wieder mehr auf sich; Canman meint als Menschenwert ansehen zu müssen, nicht vielleicht ein ton befindet sich in der Gewalt verbündeter europäischer Mächte, und bloßes Naturspiel? Wir dürfen hoffen, daß die Wiffenschaft in Be es ist nicht abzusehen, welche Geftalt der Verkehr mit dem Reich der zug auf diese Fragen in nicht gar langer Zeit zur Gewißheit ge- Mitte erhalten wird. Wir begrüßen baber jeden Aufschluß, der uns kommen sein wird.

Wie die verschiedenen organischen Wesen in über dasselbe gegeben wird, mit erhöhterem Interesse, welches wir jeder geologischen Periode entstanden sind, das ist eine Frage, auf denn auch durch die folgenden Mittheilungen bekunden wollen. welche die Wissenschaft wohl nie eine Antwort wird geben können. Im fiebzehnten Jahrhundert brachten die Mandschuren zu wiederShre Aufgabe kann zunächst nur die sein, das Terrain zu bestimmen, holten Malen ruffisde Gefangene von den Ufern des Amur nach Peauf dem organische Wesen hervorgegangen sind, und die Gränze an fing, wo man sie in das Corps der gelben Fahne, 0. H. in die kaiserzugeben, über welche hinaus jeder Schritt des Bodens der Erfahrung lidhe Garde, einreihte. Unter diesen Gefangenen war auch ein Priester, entbehrt

. In dieser Beziehung wird die Paläontologie noch Bedeuten- Marim Leontjev, der, mit Einwilligung des Metropoliten von Todes leisten.

bolst, zu Peting eine griechische Kirche gründete. Gegenwärtig beEs ist gewiß, daß alte Thiergattungen, die man im foffilen Zu- finden sich in der Hauptstadt von China ein Kloster zu Mariä Reiniftande findet, eine begränzte geologische Dauer gehabt. Die zuerst gung und eine Pfarrkirche zu Mariä Himmelfahrt, beide unter einer entstandenen Gattungen, die den ältesten Schichten der Erdrinde an russischen geistlichen Miffion, deren Mitglieder auf sechs Jahre dortgehören, sind gegenwärtig nicht mehr vorhanden. Alle diejenigen, die bin entsendet werden, den Gottesdienst für die griechisch - katholiso ges

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mit dem Studium der Landessprachen und Eigenthümlichkeiten China's verboten, damit Jeder die Quelle feiner Nahrung behalte. Das beschäftigten. Der Verkehr der in Peking angeseffenen Ruffen mit Uebermaß von land verfällt der Krone und wird nach Bedürfnif den Eingebornen unterliegt keinen Beschränkungen; vor dem Absteige- den Dörfern zugetheilt. Wer an der Weisheit diefer Anordnungen hause der ruffischen Kaufleute, welche alljährlich mit den Handels- zweifelt, wird verbannt, wer sie berleßt, getödtet. Karavanen daselbft anlangen, schildert eine dhinesische Ehrenwache, und Ein fo wahnsinniges Gefeß, dem fich die Fürften wie der ges banken die Russen diese Begünstigungen dem Umftande, daß fie es meine Mann unterwerfen mußten, batte jedoch nur drei Jahre Be nie versuchten, als Befehrer aufzutreten, weshalb sie auch nie von den stand. Um das Jahr 280 nachy Chr. theilte ein neues Geleg die Christenverfolgungen in jenem Lande betroffen wurden.

sämmtlichen Aderbauer, je nach der Arbeitsfähigkeit, in verschiedene Von den Mitgliedern der ruffischen Mission zu Peking erscheinen Klassen und einer jeden derselben ein bestimmtes Areal zu. In der von Zeit zu Zeit Berichte, welche uns in folgendem Werke vorliegen: ersten Klasse von 16 bis 60 Jahren sollte jeder Mann ungefähr 18, „ Arbeiten der Raiferlich Ruffischen Gesandtschaft zu Peking über China, jedes Weib ungefähr 8 Morgen, in der zweiten von 13 bis zu 15 sein Volf, seine Religion, seine Institutionen, sozialen Verhältnisse 2c. und von 61 bis zu 63 Jahren die Hälfte erhalten. Auch diese VerAus dem Ruffifden nach dem in St. Petersburg von 1852–1857 ordnung war nicht lange gültig. Wir übergeben ähnliğe geseßgeberiveröffentlichten Original, von Dr. Carl Abel und F. A. Mediens sche Versuche. In der Zeit von 619 bis 907 nach Chr. regierte die burg, S. R. Oberlehrer."'")

Dan-Dynastie, welche die Abgaben nicht mehr von der Arbeitskraft, Der bis jeßt herausgegebene erfte Band enthält folgende Auf- von den Alter oder von dem Grundbefie, sondern überhaupt vom fäße: 1) Ueber das Grundeigenthum in China, mit einem Anhang, Eigenthum erhob und daher das Volt in neue Vermögensklaffen über das Flächenmaß in China. 2) Bericht des Affignaten-Comité's, theilte. Seitdem ist das Recht, Landbefiß zu erwerben, unbejdräntt

. aus dem Chinesischen überseßt. 3) Ueber das Christenthum in China. Um jedoch die Pädter vor der Widfür der Verpächter zu sdügen, 4). Ereignisse in Peking beim Falle der Min-Dynastie. 5) Häusliche hat man einen bestimmten Pachtzing, je nach der Beschaffenheit des Gebräuche Der Chinesen. 6) Die See-Verbindung zwischen Thian. Grundes und Bodens, festgelegt. sätt und Sdang-bai. 7) Hong-kong. 8) Denkwürdigkeiten eines Es kann jeder Chinese über seinen Grundbesit durch Berkauf, Chinesen über Nangasaki

. 9) Ueber die Sette der Da-osz. 10) Ueber Verpfändung und überhaupt unbeschränkt verfügen; eg wird aber von das di inesische Rechnenbrett. 11) Die Beziehungen China's zu Ti- der Regierung darauf gesehen, daß sich der Aderbau im besten Zubet. 12) Ueber die Herkunft des Stammdaters der jeßt in China ftande befindet, weshalb diejenigen Beamten, in deren Bezirken dera berrschenden Dynastie Zin und vom Ursprunge des Namen Mandschu. felbe untadelhaft ist, belohnt, im entgegengeseßten Falle aber bestraft

Wir wollen hier Einiges über die Grundeigenthums-Verhältniffe werden. Wer bradliegendes herrenloses land anbauen will, erhält in China mittheilen.

bazu erft die Erlaubniß, wenn sich fünf Monate nach einer dieserhalb Bereits in den älteften Zeiten waren die Chinefen Aderbauer; erlassenen amtlichen Bekanntmachung kein Eigenthümer meldet. Der fie fannten ten Pflug und die fünf Körnerfrüchte, welche die Haupt- neue Anbauer erhält in folchem Falle Steuerbefreiungen und Darnabrung des Volfes ausmachen. An der Spiße des Landes stand ein lehne von der Regierung. Privatländereien könnnen von den Eigene Wahltaiser, der mit der Regierung über die einzelnen Thäler Amte thümern nur, wenn diese nicht selbst Bauern oder wenn fie arbeitsleute bekleidete; diese ernannten alsdann die Vorsteher der kleineren unfähig sind, an Andere zum Anbau ausgethan werden. Das unter Bezirke. Ade Beamten erhielten Ländereien zugewiesen, deren Ertrag dem Pfluge befindliche Land betrug im Jahre 1831 nicht weniger als ihren Gehalt ausmachte. Das Volt befaß das übrige land als ges 44 Millionen Morgen. meinschaftliches Eigenthum, welches jedoch nur diejenigen bebauen Ein Theil dieses Landes ift Apanagegut des Herrscher und der durften, die dazu körperlich befähigt und zugleich im Stande waren, Mitglieder seiner Familie, ein anderer Kirchen-, Schul-, Gemeindedem Staate im Frieden zu steuern, im Kriege zu dienen.

gut, noch ein anderer ist zu Militair-Ansiedlungen bestimmt. Im Jahre 2205 vor Chr. wurde Jui der Große zum Kaiser ges Wir glauben schon durch diese flüchtigen Auszüge auf den Werth wählt, sein Sohn 2197 vor Chr. zu seinem Nachfolger ernannt; so des vorliegenden Werkes der russischen Mission zu Peking hingewieser gelangte die Dynastie Sia zum Thron. Seit dieser Zeit entwidelte

zu haben und empfehlen dasselbe zu genauerem Studium namentlich fich die Ansicht, daß alles land dem Kaiser gehöre, der baffelbe weiter ber medlenburgischen und hinterpommerischen Ritterschaft, die in den zu verleihen berechtigt wäre; auch Afterverleihungen wurden gestattet. älteren Zuständen China's zum Theil ihre sozialen Träume verwirt Die Ländereien, welche den Staatsdienern verlieben wurden, waren licht feben dürfte. Zubehör des Amtes und gingen daher auf den Amtsnachfolger über. Die Besißverhältnisse der steigenden Bevölkerung gestalteten fich

Mannigfaltiges. in folgender Weise. Man theilte das Land in Flächen von ungefähr Die Soweiz, von der Gräfin Dora 0'3stría. Por 212 Morgen, welche man in neun Absønitte abgränzte; von diefen dem in Paris gedruckten Buche „La Suisse Allemande” ist jest erhielten acht Familien acht gleiche Theile mit der Verpflichtung, den gleichzeitig mit einer deutschen, eine englisde Ueberseßung unter dem neunten für den Staat zu bebauen und den Ertrag an denselben als Titel: „Switzerland, the Pioneer of the Reformation", erschienen. Steuer abzuliefern. War das Land minder ertragsfähig, so gab man

Auf dem Titel der englischen Ueberseßung ist gesagt, daß darin and den Familien größere, in der Nähe der Städte geringere Antheile. dasjenige Kapitel enthalten sei, welches auf Befehl der kaiserligen Noch heute bestehen in einigen Gegenden Korea's Spuren dieser alten Regierung in der französischen Ausgabe des Buches unterdrüdt wou Einrichtung, die sich jedoch in anderen Provinzen des Reiches theils

den. „Gräfin Dora D'Istria" ist der Schriftstellername der fra wegen der geringen, theils wegen übergroßer Bevölkerung allmählich Fürstin Rolzov - Marsalory, geborenen Prinzessin Ghita, einer als mangelhaft erweisen mußte. Es beschloß daher im Jahre 350 Nichte des gegenwärtigen Kaimakams der Waladei. Nach den Mit vor Chr. ein Minister, ,, sein Vaterland durch Urbarmachung des theilungen des Londoner Athenaeum ist die Fürstin eine Frau vor brachliegenden Landes zu bereichern und eine Auswanderung des ob hoher Bildung, eine Schülerin von Papadopulos, die namentlió aud Bodenmangelo darbenden Volkes nach den benachbarten Lehnsdistrikten mit deutscher Wissenschaft sehr vertraut sein soll. Es wird ferner era zu veranlassen".

zählt, daß sie, als eine sehr geschidte Schwimmerin, ihre Sdwefter Demgemäß erhielt ein Jeder das Reật, wo es ihm guttünkte, einst vor dem Ertrinken gerettet hat. Auch ift fie die erfte Dame, Land zu okupiren und daffelbe ohne Rüdsicht auf frühere Vermes die den 13,000 Fuß hoben „Mönch" im Berner Oberland bestiegen. fungen abzugränzen. Bei zunehmender Bevölferung fehlte es jedoch In Venedig, wo sie sich im Jahre 1849 in der Malerfunft unter bald an zu okkupirendem Lande; bestanden einzelne Familien aus zahl- Shiavoni vervollkommnete, lernte sie ihren jeßigen Gemahl, den ruffi reichen Mitgliedern, so wurde eine allzugroße Zersplitterung des idhen Fürsten Rolzov - Maffalsky, kennen, mit dem fie na Bodens nothwendig, der namentlich während langjähriger innerer

St. Petersburg ging. Nach sechsjährigem Aufenthalte in Rußland, Ariege die kleinen Befißer nicht zu ernähren vermoote

. Um so übers mit deffen damaliger Politit sie sich nicht befreunden konnte, fand fie mächtiger wurden die Reißen, die die kleinen liegenschaften während fich, w, ihrer Gesundheit wegen", veranlaßt, eine Reise in das Ausland solcher Notbftände billig an sich brachten. In einem despotisde re

zu machen, wo sie feitdem, und zwar jeßt zu Aarau in der Schweig gierten lande wird man aber kein Mittel jdeuen, um ein Unrecht lebt. Nachdem ihr Buch über die deutsche Shweiz, das vornehmlich durch ein anderes zu beseitigen. Im Jahre 9 nach Chr. erschien für die Franzosen bestimmt war, mit Beifall aufgenommen worden

, folgendes Gefeß:

ist die Gräfin Dora d'Jftria jeßt auch damit beschäftigt, über die ,, Adler Grundbesiß im Lande wird faiserlich; fein Unterthan darf französische und die italiänische Schweiz ähnliche Sáhriften heraus. mehr als ein Zin ( ungefähr 25 bis 30 Morgen) Landes und acht zugeben. Demnächft wird auch ein vielversprechendes Buch von i Sklaven männlichen Geschlechts haben; der Verkauf des Landes ist unter dem Titel: Les femmes en Orient" erwartet.

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*) Berlin, F. Beinide, 1858.

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Details zu verschaffen, welche sich auf den Sklavenhandel von Miffis. Nord: Amerika.

fippi beziehen und von Betheiligten beftätigt find. Es ift überflüssig,

zu bemerken, daß die Barfe, die zum Handel nach dem Süden geWiedereröffnung des afrikanischen Sklavenhandels. braucht wird, ein schneller Segler fein muß, denn dies ist unerläßlich

Die Einfuhr afrikanisdjer Negersflaven ist bekanntlich in den für die Sicherheit der Offiziere und der Mannschaft, die Gesundheit Vereinigten Staaten verboten, und im Sklavenhandel famen gemein- der Ladung und raschen Geldgewinn. Für eine Reise von der Rüfte bin bisher nur die im Gebiete der Union gezogenen Farbigen in den des Staates Mississippi nach Afrika und von dort zurück braucht man Verkehr. Indeß ist schon seit einigen Jahren die Rede davon gewe einen Capitain, einen Supercargo, drei Steuermänner, drei Köche, fen, daß trop jenes Berbotes doch afrikanische Neger eingeführt würs einen Steward und zwischen zwanzig und dreißig Matrosen erster den, ohne daß etwas Eflatantes darüber wäre befannt geworden. Klasse. Das Fahrzeug muß mit Tafelage, sowie mit überzähligen Neuerdings aber brachten öffentliche Blätter die Nachricht, daß afris Segelstangen, Tauen, Topmaften und einer Anzahl Segel, gut verfanische Neger an der Mündung des Pearl River, im Staate Miffif- fehen sein. Ein Vorrath von Flaggen aller Nationen wird besonders sippi ausgeschifft würden, und kurz darauf ward hiesigen Blättern aus erforderlich sein, indeß ist die nüßlichste jeßt die französische Flagge, New-Orleans unterm 3. März mitgetheilt, daß im Repräsentanten- da englische Kreuzer Schiffe dieser Flagge nicht durchsuchen und sich bause von Louisiana eine Bill durchgegangen, wodurch eine schon gegen sie nicht dieselbe Freiheit berausnehmen werden, als gegen die organisirte Compagnie autorisirt werde, zweitausendfünfhundert freie Flagge der Vereinigten Staaten. Der Lohn des Schiffsvoltes muß Schwarze von der Küste von Afrifa einzuführen, welche aber nicht sehr reichlich sein und dessen guter Wille sorgfältig erhalten werden, weniger als funfzehn Jahre unter Aufsicht stehen sollten. - Es scheint weil eine Meuterei während der Reise gefährlich und nach derselben dies eine Nachahmung der neuen französischen Einfuhr von Negern eine Anzeige aus Verrath oder Rache im günstigsten Falle lästig oder nach den westindischen Kolonieen zu fein. Ungefähr gleichzeitig er- kostspielig ist. Für den guten Willen der Leute hängt viel von den fuhren wir nähere Einzelheiten über die thatsächliche Wiedereröffnung Steuermännern ab, über die der Capitain ein wachsames Auge haben des afrikanischen Sklavenhandels durch einen Artifel des „, New- muß. Zum Unterhalt der Neger muß das Schiff vollauf mit ZwieOrleans Delta" vom 26. Februar, dessen Ueberseßung ich nachstehend back, Maismehl, Reis und einem Ueberfluß von Weinesfig, rothem mitzutheilen nicht verfäumen will.

Pfeffer, reinem Wasser und Droguen versehen fein. In Vertheilung ,,Einige staunenerregende und bezeichnende Thatsachen sind zu der Nahrung muß die größte Regelmäßigkeit beobachtet und Krankunserer Kenntniß gefommen. Wir haben angestanden, sie zu veröffent- beiten müssen bei ihren ersten Symptomen schnell in Behandlung gelichen, aber nach Erfundigung, Prüfung und Berathung find wir zu nommen werden. Von den Fähigkeiten des fommandirenden Offiziers der Ueberzeugung gekommen, daß sowohl Pflicht als Politik deren kann man sicher behaupten, daß auf einem Sklavenschiffe mehr Enthüllung erfordern.

Muth, Talent, Ehrenhaftigkeit, Treue, Geschick und Besonnenheit er. ,,Diese Thatsachen, sagen wir, find auffallend, fie find peinlich. fordert werden, als auf irgend einem anderen Schiffe oder bei einem Sie werden Manche in unseren Comtoirs und anderen Geschäftsloka- anderen Handel. In der That müffen der Capitain und Supercargo die len, sowie auf den Plantagen und in den Städten in Erstaunen feßen Functionen als Seefahrer und Schiffsoffiziere, als Kaufleute, Aerzte, und ermuthigen, aber am meisten werden sie die westeuropäischen Diplomaten und Obrigkeit übernehmen, nicht zu gedenken der eines Rabinette überraschen und ausnehmend dazu beitragen, zwischen dem Kaplans. genialen französisden Bolfe und unserem normännisden und huge „, Ueber Kosten und Gewinn haben wir die neuesten Angaben nottischen Süden ein ungeschriebenes, aber herzliches, edelmüthiges von dem Capitain einer Barfe, die aus einem der Häfen von Geors und unverwüstliches Bündniß gegen die Verbindung von Geiz und gia absegelte. Derselbe ist erst kürzlich zurüdgekehrt und berichtet, Neid, Gewinsel und Habgier Englands und der nördlichen Staaten daß vermöge der Wachsamfeit der Kreuzer die Neger an der Rüfte zu befestigen. Wenn auch die besiegten und wüthenden Feinde' unse- angebäuft und die Märkte überfüllt waren, in Folge deffen die Preise rer Institutionen die schäumenden Gefäße ihrer Wuth öffnen und bis unter 30 Dollars das Stück gefallen find; indeß muß die Zabüber unsere gefurchten Stirnen ausgießen werden, wenn auch der lung in Gold oder Silber geleistet werden, da die Häuptlinge nicht Präsident dadurdy betroffen werden und in Verlegenheit gerathen mag; mehr wie früher Waaren in Tausch nehmen wollen. wenn auch die großen Parteien des Landes bitter enttäuscht werden ,,Man fann eine Ladung auf 700 Neger schäßen, obgleich oft und in Verwirrung gerathen mögen, so soll doch hiermit unverhohlen wohl mehr als diese Zahl eingeschifft werden; wie viele es aber aud gesagt sein, daß die Südmänner das Gefeß in eigene Hand genom- fein mögen, so dürfte doch keiner gekauft werden, der über 25 Jahre men und den afrikanischen Sklavenhandel mit dem Süden wieder er alt ist. Siebenyundert, zu dem Preise von 30 Dollars das Stüd, eröffnet haben, daß Afrikaner bereits nach Miffiffippi und anderen Küstens fordern 21,000 Dollars, und bier oder in Cuba wird sich ihr Preis staaten importirt werden, daß im Staate Miffissippi ein Markt für auf 450 bis 1200 Dollars belaufen. Wenn sie aber zu 500 Dollars afrifanische Neger ist und daß auf Plantagen dieses großen und un das Stück verkauft werden, so wird man für die Ladung doch erschrodenen Staates kürzlid importirte Neger ihre tägliche Arbeit 350,000 Dollars bekommen. Rechnen wir auf alle Roften der Reife

verrichten. Die Autorität, auf welde hin wir diese Veröffentlichung und allen möglichen Verlust 150,000 Dollars, so bleiben als Reini maden, ist unzweifelhaft. Ebenso find wir in Kenntniß geseßt, daß gewinn einer Reise immer noch 200,000 Dollars übrig. Da der Pro

in Miffissippi Henry Hughes und einige Männer seiner Partei jeßt fit so ungeheuer ist, so begreift man wohl, weshalb das Geschäft im

für die Einwanderung von Arbeitern agitiren, nicht um eine ergän- Süden in Angriff genommen wurde. Ebenso begreifen wir die Uns 1 zende Einfuhr von Afrikanern zu eröffnen, sondern um die bereits möglichkeit, dem einmal begonnenen Handel wieder ein Ende zu machen.

eröffnete und unmöglich abzuschneidende Einfuhr zu legitimiren und Vor allen Dingen leuchtet uns ießt ein, daß die große Frage nicht allgemeiner zu machen.

die ift, ob der Süden eine Zufuhr afrikanischer Arbeitskräfte haben Wir haben noch einige Einzelheiten mitzutheilen. Manche Nes foll, denn diesen Punkt betrachten wir jegt alo ausgemacht, sondern į ger werden an der atlantischen Rüfte ausgesdifft und über land auf die große in den Vordergrund tretende Frage ist, ob diese Einfahr

die Baumwollenfelder von Miffissippi gebracht, aber die eigenthüm von Negern nach dem von Hughes eingeschlagenen Wege fo modifilichen Vortheile der Küste des Staates Miffiffippi zur Landung und zirt werden soll, um geseßlich, offen, geregelt und gleichmäßig betries, Verbergung der Ladung, sowie die gute Lage des Pearl River, als ben zu werden." eines Kanals zu deren Bertheilung, find nicht zu übersehen.

Der von Hughes beabsichtigte Plan ift night angeführt, indes ,,Der Gewinn an dem Sklavenhandel in Miffiffippi ift enorm. läuft er vielleicht auf die Maßregel hinaus, die, wie erwähnt, neulichy Wir waren so glüdlich, uns aus zuverläffiger Quelle einige interessante im Repräsentantenhause des Staates Louisiana gut geheißen wurde.

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Jedenfalls steht aber fest, daß die Wiederöffnung des afrikanischen Der Grubenarbeiter ist im Augemeinen kenntlich an seiner Mager. Stlavenhandeld im Süden der Union thatsächlich erfolgt ift. Das feit, seiner Blässe, an den stroßenden Muskeln des Rumpfes, dem ges Gouvernement wird um so weniger dagegen einschreiten fönnen, alo, trümmten Nüden, dem hinkenden Gang. Aus der schwierigen lüftung abgesehen von dessen Dhnmacht, der jeßige Präsident ebenso in den der Gruben ist das frankhafte Aussehen des Bergmannes leicht zu er. Händen der Sklavenhalterpartei ist, wie sein Vorgänger, und übers klären. Anämie und Afthma (Blutmangel und Engbrüstigkeit), die baupt den ihm vorliegenden schwierigeren Fragen fich weniger ges unmittelbaren Folgen der verdorbenen Luft in den Gruben, sind nicht wachsen zeigt, als man bei seinem Amtsantritt behauptete.

die einzigen Krankheiten der Arbeiter: rheumatische Anfälle, (trophulose € Der mit der Küste von Afrifa wieder eröffnete Sklavenhandel Leiden, Lungenschwindsucht, Krankheiten des Rüdenmartes, die fie fico { ist aber eine Thatsache von großer Tragweite und läßt nach den vor bei ihren anstrengenden Arbeiten zuziehen, sind ihr trauriges loos. liegenden Verhältnissen nicht allein eine größere Verwidelung in der Ueberdies gehört die Bergwerks-Industrie zu denjenigen Industrieen, Stlavereifrage, sondern auch noch andere Folgen vermuther. Er bei denen die Arbeit Tag und Nacht ununterbrochen fortgeht. Biss führt die Sklavenstaaten immer unvermeidlicher einem Sklaventriege weilen wird der Arbeitstag von 24 Stunden in drei Poften zu acht entgegen, dem alle Völker nicht entgangen sind, welche eiue große Stunden getheilt; sonst theilt man ihn auch in zwei gleiche Hälften Menge Sklaven hatten, und der bis jeßt zum Theil durch den Um und läßt die Tagreihe mit der Nachtreibe in je acht oder vierzehn ftand verschoben warb, daß die Sklaven im Lande aufgezogen und von Tagen wechseln. Jugend auf an Gehorsam gegen die Weißen gewöhnt waren, nicht zu Die Bevölferung, die zu diesem mühseligen Leben verurtheilt gedenken, daß die Staaten der Union feine hinreichende Militair. ist, zählt in drei Ländern, die hier in Betracht kommen in Frankreich, macht haben, wodurch, wie in Cuba, die Schwarzen können im Zaum England und Belgien) und in Bezug auf den Steinkohlenbau allein gehalten werden. Die immer steigende Anfüllung der südlichen Staas mehr denn 300,000 Seelen. Davon fommen auf England 220,000 ten mit der niedrigen afrifanischen Race läßt aber auch Fortsdritte (darunter 2642 weiblichen Geschlechts, die jedoch außer den Gruben der Entcivilisirung in denselben vermuthen, und zugleich wird die beschäftigt sind), 48,000 auf Belgien, 40,000 auf Frankreich. In einer Kluft zwischen der amerifanischen Entwicelung und der europäischen Dentschrift über die Krankheiten der Bergleute bemerkt Herbert MadCivilisation immer weiter. Dieser afrikanische Sklavenhandel gehört worth, ein Inspektor in den Kohlenwerken Englands, daß die Sterbübrigens zu den Mertzeichen, wodurch man nachgerade in Europa inne lichkeit bei den Grubenarbeitern in dem Alter zwischen 10 und 25 Jahren, werden wird, daß die amerifanische Entwidelung ihrem Wesen nach die Normalzahl, welche die Statistifer für diese Altersstufe im Aleine andere als die europäische ist, eine Entwicelung, nicht allein gemeinen angeben, um das Dreifache übertreffe und daß dieses Mißver: ärmer an Inhalt, sondern auch geringer an Qualität. Das läßt sich hältniß früher bei Kindern unter 10 Jahren sich noch trauriger gestaltet auch aus verschiedenen anderen Thatsachen nachweisen, von denen ich habe, Daß zu Merthyr (einer Bergwerksstadt in Wales) die Cholera, so nur die Ausartung der weißen Raçe iu Amerika andeuten will, die heftig sie auch aufgetreten, dreimal weniger Verwüstungen angerichtet schon verschiedentlich und neuerdings wieder zur Sprache gekommen ist, habe, als die Krankheiten, die den Kohlenwerks - Arbeitern eigenthümlich ohne daß bisher gründliche Untersuchungen darüber wären angestellt sind. Daß endlich in dem Alter zwischen 15 und 25 Jahren ein Drittel der worden. Doch etwas Weiteres über diesen Gegenstand muß ich an Todesfälle den Krankheiten der Athmungsorgane zuzuschreiben feien. derer Gelegenheit vorbehalten.

Doftor Tardieu in seinem ,,Dictionnaire d'hygiène et de salubrité" 1. New York.

A. Böhme. versichert, daß die unterirbischen Arbeiter foon zwischen 30 und 40 Jab

ren dem Greisenalter verfallen sind und selten das funfzigste Jahr Frankreich.

überleben. Daraus erklärt es sich, daß unter den Arbeitern in den Die Arbeit in den Kohlen-Bergwerken.")

Kohlenwerfen Englands die Zahl der unter 20 Jahren diejenigen, die

zwanzigste Jahr zurüdgelegt haben, um 15,000 übersteigen. Das Gefeß von 1841 über Hüttenwerfe und Fabrifen, das Die Arbeit in den Roblen-Bergwerfen ist nicht nur mühsam und über die Verwendung der Rinder in denselben genaue Vorsdriften ungesund, sie ist auch in Betracht der Schwierigkeiten, die mit der für die Dauer der Arbeits- und Ruhezeit enthält, und namentlich die Ausbeutung nothwendig verbunden sind, überaus gefährlich. Im fi nächtlichen Beschäftigungen derselben untersagt, hätte auf das Arbei. Jahre 1856 starben in den 2600 Steinkohlengruben Großbritanniens fi ten in den Schadsten schwer Anwendung finden können. Nach dem 956 Arbeiter eines gewaltsamen Todes, fo daß jede Million Tonnen Wortlaut des kaiserlichen Defrets vom 3. Januar 1813 dürfen Kinder Steinkohlen funfzehn Menschenleben gekostet hat. Im Jahre 184 unter zehn Jahren nicht in den Minen verwendet werden, denn fielen 892 Dpfer, und zwar: in Eisenhütten und Fabrifen nimmt man befanntlich schon acht 321 durch Einstürze, jährige Kinder auf. Dieselbe Beschränkung gilt natürlich auch in 231 durch Zufälle in den Schachten (Reißen des Taues u. 1. w.), Belgien, wo die Vorschriften der französischen Bergwerkspolizei noch 192 durch Erplosionen des sogenannten Grisou (des bösen Wetters), in Kraft bestehen; sie wurde fogar von England entlehnt, das mit der 148 durch allerlei andere Ursachen; Grundafte von 1842 auf der Bahn der administrativen Ueberwachung nur wenige bleiben von diesen Unglüdsfällen verschont, und in der der Koblenwerfe den ersten Schritt gethan hat. Bei diesem Anlaß Leben der meisten bilden sie die Haupt-Epochen. war die englische Regierung von der öffentlichen Meinung buchstäb Aus amtlichen statistischen Berichten gehen für das Jahr 188 lid gezwungen, die scheue Zurüchaltung, die sie gewöhnlich in ihren folgende Data hervor: die Steinkohlenwerfe in England allein be Beziehungen zur Industrie beobachtet, zu überwinden. Die in den schäftigten unter der Erde 36,430 Arbeiter; darunter 3495 FrauerKoblen · Bergwerfen angestellten Untersuchungen hatten betrübende zimmer, und zwar 1221 unter 16 Jahren. Durch 156 Unfälle ver: Einzelheiten an das Licht gebracht. Die Lüftungspforten, mittelst deren schiedener Art kamen 270 theils ums Leben, theils um ihre gesunde die fünftliche Atmosphäre in den Schachten geschaffen wird, dürfen nur Glieder. Die Ziffer der Getödteten ist dort größer, als in Frantfür den Durchgang der Waggons geöffnet und müssen sofort geschlossen reid; dagegen sind die Verwundeten hier zahlreicher. Doch stebt werden; dieses fortwäbrende Deffnen und Schließen war das Geschäft Großbritannien auf der statistischen Todtenlifte in erster Reibe: sdnell der Kinder zartesten Alters. Diese armen kleinen Frobnknechte der und viel produziren ist dort bei dieser, wie bei jeder anderen Judufirie, Gruben - Judustrie, abgeschlossen von Luft und licht, den nothwendis das Losungswort, und die Arbeiten in der Erde Eingeweiden werden gen Bedingungen zur physischen und moralischen Entwidelung, vers daher mit geringer Behutsamkeit geleitet. brachten ihre jungen Jahre im Finstern zusammengefauert, unter einer Ein Bericht des Ministers der öffentlichen Arbeiten an den Kaiser so eintönigen verthierenden Arbeit, die häufig den Blödsinn herbeis der Franzosen giebt für das Jahr 1856 folgende ftatiftische Uebersicht: führt. Die Bill von 1842 hat überbies in die Gewohnheiten dieses

Bergwerfe für

be unterirdischen Lebens eine bedeutende Veränderung gebracht, indem sie

Steintohlen die Verwendung von Frauen in den Roblengruben slechterdings unter: Arbeiter in den Gruben .. 21131 1342 1333 sagte. Frankreich, das muß man sagen, fannte diese Barbarei nies Arbeiter außer den Gruben. 7342 351 152 mals; in einigen Gruben Belgiens aber arbeiten bis zur Stunde Vorgekommene Unfälle

451 78

5 Mädchen und Knaben gemeinschaftlich, ohne daß irgend welcher Unters Zufolge deren ftarben

117
2

3 sdied im Anzuge den Unterschied des Geschlechts auch nur andeutete. Zufolge deren wurden verwundet. 395 17

4 Zu welcher Sittenverderbniß das führen muß, bedarf feines Beweises. Danach läßt sich also der Grad der Gefahr in den verschiedenen Brende Vor der Bil von 1842 gab es in England Roblengruben, worin mineral - Gruben genau ermessen und ersehen, daß in diesem Betrachte Männer und Frauen in einem Zustande völliger Radtheit zusammen die Steinkoble in erster, die Braunfoble in leßter Reibe steht... arbeiteten.

So selten die Einstürze von einiger Ausdehnung vorkommen, so Ade, die in unreifem Alter – und zehn Jahre sind wahrlich für häufig richten die berabfallenden Koblen- und Feløblöde Unglüd an die mühsamen Arbeiten des Bergmannes fein Alter der Reife — fich indem sie sich plößlich unter den Schlägen der Arbeiter ablösen und diesem Berufe ergeben, bleiben oft in ihrer Entwiđelung gehemmt. diese zermalmen oder doch mindestens verstümmeln. Gegen die Fols

gen, die das Reifen der Taue Verbeiführt, süßt jeßt ein Fausdirm, *) Nad Lamé Fleury in der Revue des deux Mondes.

die finnreiche und fühne Erfindung des Herrn Fontaine, Wertführers

Anthracit Brauntobica

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.

der Compagnie von Auzin. Diesem Mechanismus, der sich ohne finn- einen englischen Bergmann bamals auf den Gedanten, eine Rohr liche Anschauung schwer beschreiben läßt, verdanken bereits Hunderte von t' Meter im Durchmesser damit in Verbindung zu leben, und von Arbeitern ihr Leben.

man schäßt die jährliche Masse fohlenhaltigen Wasserstoffgafes, das Die Erplosionen des fohlenhaltigen Wasserstoffgases, bas außer- fich bis jest aus der Mündung entwidelt hat, auf eine Million Rubit. dem, wie alle in den Gruben sich entwidelnden töbtlichen Gase, un meter. Die Röhre wurde bis zu einer gewiffen Höhe über den Bo. einathembar ist, haben die unheilbringende Wirkung, daß an der den geleitet, das ausströmende Gas an der Mündung angezündet, und Stätte des Ausbruchs nicht nur die betroffenen Arbeiter verbrennen, so brennt diese Riesenflamme, vor den Winden hin und her wogend, sondern daß auch eine große Zahl derselben in dem nach der Entzün seit neunzehn Jahren Tag und Nacht; 1846 ftieg die Hiße zu einer dung des Grisou (des bösen Wetters) alle Räume anfüllenden Gase folchen Intensität, daß fie über eine beträchtliche Fläche und in einer erstiden. Durch ihre Gewalt werden oft Tonnenlaften aus den Schach Dide von eivigen Linien die Stollenwände in Coke verwandelte. In ten, wie Bomben aus einem Mörser, geschleudert und ganze Gänge den Koblengruben Nord-Englands allein wird die Zahl der Opfer, in einer Weise verwüstet, wie wenn eine furchtbare Wasserhose gewisse die der Grisou in den Jahren zwischen 1799 und 1841 gefordert, auf Thäler überfluthet. Man höre die Schilderung eines Augenzeugen, 1480, in den Werken von Durham und Northumberland von 1756 der eine Kohlengrube bei Newcastle nach einer solchen Katastrophe bis 1843 auf 1491 geschäßt. In einer siebenjährigen Periode der besuchte:

neuesten Zeit haben die Haupt - Explosionen in den Kohlenminen ,,Nichts vielleicht stimmt das Gemüth so büfter, als der Anblic 1099 Arbeiter getödtet. eines Kohlenwerkes, das vor kurzem der Schauplaß einer Erplosion In zweiter Reihe der Unglüdsfälle in den Bergwerten stehen die gewesen ist

. Eine Stunde zuvor, welche lebenvolle Thätigkeit! Wohin Ueberschwemmungen. Nachdem am 10. Januar 1812 eine GasDas Auge blidte, da traf es auf sprechende Zeugnisse eines blühenden Erplosion 78 Bergleute getödtet hatte, überfluthete am 28. Februar Gedeihens. Da sah man die Kohlenförbe ununterbrochen aufsteigen, ein jäber Wasser-Einbruch einen Stolen, in welchem sich 93 Arbeiter ihren Inhalt in die großen, klingenden Siebe schütten, um dann in befanden; 22 ertranken, 71 aber konnten nach sechstägigen angestreng adier þaft von den brausenden Waggons aufgenommen zu werden. ten Arbeiten, unter der aufopfernden, faltblütigen und geschidten LeiDer belle Ruf der Männer, der Gesang und das Lachen der Jugend, tung des Bergmeisters Hubert Goffin, gerettet werden. Den waderen und die gewaltige Dampfmaschine seufzend, stöhnend, schwang raftlos Mann belohnte der begeisterte Beifall der Zeitgenossen und der Orden

Jeßt Alles starr, stumm, schauervoll! Einige der Ehrenlegion, den ihm Napoleon sofort übersandte. Diese beiden Bergleute, ernst und traurig, erwarten den Direktor an der Einfahrt fo nabe auf einander folgenden Unglücksfälle mußten wohl die Sorge der Grube. Die Dampfmaschine rubt lautlos; die Drebrotlen über der französischen Regierung erweden. Unter den Vorsichtsmaßregeln, den Schachten rühren sich nicht; die Waggons, wirr durcheinander, die seitdem in Anwendung kamen, ist besonders die, daß es jedem fteben müßig. Die einzigen Töne, die man hört, find das Weinen Konzessionar einer Grube zur Pflicht gemacht wird, die tägliche und Schluchzen der jungen Bursche und der Kinder; die Hütten der Situation der Arbeiten in einem Grundriß zu verzeichnen und jeden Bergleute sind verschlossen, wie an einem Sonntag.

Umstand, der für die Folge wichtig sein könnte, in einem Register zu Wir fahren nun mit dem Direktor in den Schacht. Welch eine vermerken. Bernachläffigt man diese Borsicht, so fann die Rettung Umwandlung! Hier, wo man sonst gewöhnlich auf Gruppen von der verschütteten oder durch einen Baffer-Einbruch abgesperrten Arbeiter rauchenden, scherzenden Bergleuten traf - Grabesstille! Wir steigen

Grabesstide! Wir steigen nur aufs Gerathewohl versucht werden, und das Leben dieser nüßaus dem Korb, ohne daß uns eine gefällige Hand Hülfe leistet. Schon lichen Menschen ist in jedem Augenblick allen Zufällen ihres gefahrnad wenigen Schritten in der Grube bemerfen wir die Spuren der vollen Berufspreisgegeben. Nur mit dem Grundriß in der Hand Explosion. Die Stollen, sonst so überfüllt, find leer, feine Bewegung, läßt fich eine der größten Gefahren vermeiden: auf alte, im Stich kein laut. Ein ganzer Zug Roblenwaggons steht ruhig auf den Shies gelassene Gruben zu ftoßen, die ftets mit Waffer oder schädlichen nen. Kein Pferd, kein Führer zu sehen. Die Explosion ereignete sich Gasen angefüllt sind. Der Niß ist aber nicht blos ein Mittel der an einem entlegenen Punkte der Grube. Hier und da idimmert ein Sicherheit - er ift zur Lösung der mannigfaltigen Aufgaben, welche schwaches Grubenlicht, bei dem ein Bergmann die Leichen seiner Ge die Symptome des Terrains, die Formation der Koblenlager im Bes fährten fucht. Wir müssen über Haufen Steine und Koblen weg sonderen dem Bergmann stellen, und folglich für die Ausbeutung des steigen. Weiterhin tragen die Stollenwände die Spuren des ent- Berggutes selbst von großem Nußen.... zündeten Gases, das über sie hingefahren. Endlich stoßen wir zu den Die Bevölferung der Arbeiter in den Koblenwerten Frankreichs Leuten, welche die Leichen der Verunglüdten aufsuchen. Ungeheure wird auf 150,000 Seelen geschäßt. Mit gerechtem Stolz bemerkt Blöde lagen da, die der Grilou von der Dede losgerissen hatte; ein das Comité der Rohlenbergwerfe, daß, lange bevor die Februar-ReTheil der Trümmer war seit einigen Stunden aufgeschaufelt und solution jene beifeln und aufreizenden Fragen in Bezug auf das beiseite geschafft

. Der Schauplaß ist schwach erleuchtet von unseren Proletariat hervorgerufen, die Konzessionäre von Kohlengruben aus Grubenlichtern, die wir von Zeit zu Zeit in die Höhe halten, um freien Stüden die Bahn der Wohltätigkeit eingeldlagen haben. Sie auf diesen greulichen Wust einen unruhigen Blic zu werfen. Nach gründeten für ihre Arbeiter Unterstüßungs- und Alterversorgungskassen, einer halben Stunde machen wir eine Entbedung, die Zeben tief er legten Verpflegungshäuser und Schulen an; bauten Arbeiterdörfer, greift, der an einen solchen Anblid nicht gewöhnt ist: da lag eine wie namentlich zu Auzin; scheuten fein Dpfer, das die Theurung der (chwarze, träge Masse, die völlig wie Kohle aussah es ist ein Cerealien gelegentlich forderte. Ju erster Reibe steben die beiden mensdlicher Leignam! er wird anständig eingehüllt und zu Tage ges großen Bergwerks - Gesellschaften von Auzin und der Loire. Die erstere förbert. Auf uns macht der Auftritt einen ershütternden Eindruct; hat zwar keine Versorgungsfasse eingerichtet, fie bestreitet aber alle überdies ist der Ort nicht ohne Gefahr: die furchtbare Gewalt der Kosten, welche die Unterstüßungen, die ärztliche Pflege, die Pensionen Erplosion hat die Firfte. erschüttert und die Stempel (Stüßbalfen) der arbeitsunfähigen Bergleute und ihrer Familien nöthig machen. verrüđt. Das plößliche Gepolter, das wir einige Minuten früher ge Die legtere hatte, mit anderen Konzessionären von kleineren oder hört, rührt von dem Herabsturz der Kohlenblöde in dem gelben Stol. größeren Kohlengruben, troß dem unverständigen, das eigene Interesse len her, den wir soeben verlassen hatten."

verkennenden Widerstreben der Arbeiter, eine Versorgungskaffe aus Der Grisou, vielleicht durch die Gährung erzeugt, welche die folgenden Elementen organisirt: Aus den Löhnungsabzügen jedes Zerseßung der Pflanzenstoffe in der Steintohle begleitet, ift gewiffer- Bergmannes, aus den Ordnungsstrafen, aus den Geschenken vonseiten maßen im Innern der Roble gefangen, aus welcher er sich mit einem des Staates, des Departements, der Gemeinden und der Privatleute, febr vernehmlichen Geräusch und bisweilen in der Form weißlicher Strab. endlich aus einer freiwilligen Beisteuer der Gesellschaft felbft, die len befreit. Er findet sich besonders in den Stollen, wo das Geldichtjabraus jahrein dem Betrag der Lohnabzüge gleichkommt. Die Ververschoben ist, und gerade in den Steinfohlen erster Qualität. Die waltung dieser Kasse ist einem Rath anvertraut, der theils aus MitSpannung ist so beträchtlich, daß von ihrem alleinigen Impuls ein gliedern der Gesellschaft, theils aus dazu erwählten Arbeitern gebils Kohlenblod von mehr als 11,000 Kilogramm in einer englischen det wird. Die Gehaltsabzüge wechseln bei den verschiedenen derartigen Grube gewaltsam vorwärts getrieben wurde. Die Entbindung des Anstalten zwischen 2, 3 und 4 vom Hundert; ja, bei den Bergwerken Grisou ist veränderlich und scheint mit dem atmosphärischen Druck in der Sarthe und Mayenne steigt er auf 5 Prozent. Inzwischen hinBeziehung zu ftehen; bei stürmischem Wetter strömt er reichlicher aus. dern all diese Maßregeln das Elend nicht, den Weg in die Hütte des Bon großer spezifischer Leichtigkeit steigt er in den Stollen nach der ertranften Arbeiters zu finden, der für den Augenblid arbeitsunfähig Firfte und niftet sich in den Winfeln, aus benen er schwer zu vers ist und obendrein Frau und Kinder zu ernähren hat; was will dana treiben ist. Eine Roblengrube, die diesen gefährlichen Gast beherbergt, eine tägliche Unterstüßung von }, }, 1 Franc sagen, wenn auch der beischt bei der Lüftung und Beleuchtung eine unausgefeßt sorgfältige Frau und den unerzogenen Kindern · Franc bewilligt wird? ... Ueberwachung.

Herr Léonce de Lavergne erinnerte neulich in einem Vortrage Eine merkwürdige Chatsache wird von dem unseligen Ueberfluß in der Académie des Sciences morales” an eine Stelle im „ Dictionan Grisou in den Gruben von Newcastle einen Begriff geben. Ein naire philosophique" von Voltaire: „Wenn die weichlichen Städter seit neunzehn Jahren verlassener und isolirter Kur der Koblengruben, wüßten, was es koftet, um ihnen ihr Brod zu verschaffen, sie würden wo jede Koblenpore als Gasrohrmündung beauft werden kann, brachte darüber ers(ređen“. Es dürfte nicht minder unser Mitgefühl erregen,

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