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find alle Dinge, die das versammelte Volt beschlossen hat, erwägend Frankreich.

und vorfchreibend, was zu thun und zu lassen ist.

Alkibiades. Aber ift es das Gute oder das Böse, was thun Béranger's, von Lamartine vertretene, politische Theorie. **) zu müssen, es als Gefeß beschließt?

In seinem „Cours de Littérature" in der zweiundzwanzigsten Peritles. Das Gute allerdings, o Jüngling; das Böse nimmer. Unterhaltung feiert Lamartine mit gutem Recht den Boltsdichter, Alfibiades. Aber, wenn nicht das Volf, fondern, wie etwa in feinen Freund, den er aber bei diesem Anlaß besonders als einen der Dligarchie, Wenige versammelt vorsdreiben, was zu thun sei, was Mann hochpreift, dem der Sinn für ein fräftiges Regiment angeboren ist nun das? war. ,,Die Republik", hätte Béranger öfters gegen ihn geäußert, Perikles. Alles, was die die Stadt beberrschende Macht bes „die Manchen eine Zersplitterung der Volfskräfte dünft

, muß, meiner rathschlagend und beschließend zu thun vorschreibt, beißt Gefeß. Meinung nach, die mächtigste Concentration derselben sein. Wenn das Alkibiades. Und wenn nun ein Tyrann, die Stadt beberrRecht Ader dargestellt, wenn der Wille Ader ausgesprochen ist, dann schend, den Bürgern vorschreibt, was sie zu thun baben, beißt das auch muß dieser Wille unwiderstehlich sein.“

Geles? Allerdings, würde der kleinste Schüler antifer Weisheit antworten, Perifles. Ja, alles, was ein Tyrann, die Dbmacht bekleidend, vorausgeseßt, daß dieser Wille gerecht ist. Wenn ihr aber nur die vorschreibt, heißt auch Gefeß. Gewalt der Zahl, das Gewicht der Menge betont, so ift eure Be.

Alkibiades. Was ift nur Gewaltthat und Ungefeßlichkeit, hauptung gerade die Negation des Rechts an fid; ihr stellt dann nicht Perifles? Ift das nicht, wenn der Stärkere den Sdwächeren, nicht eine absolute, vorausgebende, berrschende Gerechtigteit an die Spige, gütlich bewegend, sondern Gewalt anthuend, zwingt, das zu thun, was der fich felbft das Geseß anpaffen muß; ihr verlegt oder verkennt ihm gutdünft! die Prinzipien und macht euer Wort zur Lüge, denn ihr nennt den

Periflee. So bent id. Willen Adler, was nur ber Wille der Mehrheit ist, und hat diese Alkibiades. Und was ein Tyrann, nicht gütlid bewegend, Mehrheit selbft das Recht, eine Ungerechtigkeit zu beischen?

sondern zwingend den Bürgern vorschreibt zu thun, ist ungefeßlich? Dem sei nun, wie ihm wolle. Béranger verlangte für die Repu Perifles. 3d bente, und nehme meine Behauptung zurüd, blik von 1848 eine Regierung, die ihre Gewalt fonzentrirter, diktatoris baß das, was ein Tyrann, nicht gütlich bewegend vorsdreibt, Ge= fcher handhabe, als eine parlamentarische Regierung, und er gab feß sei. Lamartine den Rath, bei fich bietender Gelegenheit mindestens eine Alkibiades. Und was die Minderzahl, die Mehrzahl nicht zehnjährige, wo nicht die lebenswierige, Diktatur in die Hand zu gütlich bewegend, sondern durch Obmacht der Mächtigen beschließt, nehmen, mit der Berechtigung, feinen Nachfolger zu ernennen - Alles,

Alles, wollen wir sagen, daß das Gewalt sei, oder nicht? um der Freiheit Zeit zu laffen, eine Gewohnheit zu werden. Wie Perifles. Es dünft mich schlechterdings, daß, was Jemand foll aber die Freiheit eine Gewohnheit werden, wenn sie fuspendirt Jemanden, nicht gütlich bewegend, zwingt zu thun, er babe es vora ift? Müßte die Unterbrechung nicht gerade eine Entwöhnung ber- geschrieben oder nicht, Gewalt eher als Geseß sei. beiführen?

Altibiades. Und was das ganze Bolt, über die Reichen berr. Uebrigens hatte Béranger bei der Anwendung seiner politischen dend, nicht gütlich bewegend vorschreibt, wird also auch eber Gewalt, Formel, wie er sagte, ein Volt im Auge, das mehr Krieger als Bürger als Geseß sein? ift; Lamartine aber, der sie zu der feinigen macht, verallgemeinert fie. Perifles. Ganz gewiß, o Alfibiades. Die konzentrirte Volksgewalt, die Volksdiktatur, erscheint ihm als die Dieses Ergebniß, in welchem beibe zwiesprecher einstimmen wahrhafte Lösung der sozialen Aufgabe; , denn“, sagt er, ,, die Frei- wie weit ist es von jenem unwiderstehlichen Recht entfernt, das lamarbeit braucht nicht minder eine Regierung als die Monarchie". Eine tine dem Bolf in Maffe zuerfennt, auf das er die Gefeßlichkeit jener Regierung, ja wohl; aber ihr redet von Diktatur, und das ist ein ganz ihm von seinem Freunde angerathenen Diktatur gründet! Wie flach ander Ding.

ift das Argument der Zahl, des Alwillens, in dessen Namen der Troß aber dem Fortschritt der Zeit, trop felbft der Autorität des Wille jedes Einzelnen unterdrüdt wird, gegen die ungekünftelte Tiefe, Publiziften, den Lamartine l'homme progrès (den menschgeworbenen womit der griechische Dialog die Frage auffaßt! Er begegnet fiega Fortschritt) nennt, dürfte es nicht unpassend sein, an die Grundfäßereich der Vorliebe der beiden publizistischen Dichter für die diktatorialter Staatsweisheit zu erinnern, die, durch alle Wedselfälle in den fiche Demokratie; er verscheucht jene Täuschung, daß die willkürliche großen und kleinen Staaten, durch alle Formen der Tyrannei und Gewalt mit ihrem Ursprung auch ihre Natur ändert, daß fie vere der Freiheit, die fie vor Augen hatte, früh belebrt, fich zu der Auf- nünftig und gerecht wird, wenn fie im Namen Aller das Scepter findung einer* oberften Regel absoluter, von der Zwingherrschaft Adler führt. oder Einzelner unabhängiger Gerechtigkeit naturnothwendig binge Gewarnt durch das Beispiel der Staaten, die zu ihren Zeiten drängt fühlte.

ins Leben getreten waren, hatten die scharfblidenden Weisen des Alter Villemain citiet nun eine herrliche Stelle aus Xenophon (die thums jenen grauen Sophismus der Unwiffenheit und der Gewalt in „Memorabilien des Sokrates" B. I, K. 11, 40.). Alkibiades, der noch feiner Blöße gezeigt, den man uns als junge Entdedung anrühmt. nicht zwanzigjährige, hatte, wie man erzählt, mit Perifles, seinem Sie gaben dem Gefeß die Gerechtigkeit zum Prinzip, der Abstimmung Bormund, der ersten obrigkeitlichen Person der Stadt, folgendes Ge die Fähigkeit, die Prüfung und die Freiheit zur Bedingung. Sie fpräch über die Gefeße:

dachten mit Bossuet: „Es giebt fein Recht gegen das Recht". Sie Altibiades. Sage mir, Perifles, fannft du mich darüber bes erkannten den Charakter und die Autorität des Gefeßes nicht in dem lebren, was eigentlich Gefeß fei?

wüften Beifallsruf, oder in dem Zwang, sondern in der Ges Peritles. Volfommen.

rechtigkeit, welche die Grundlagen vorbereitet, in der lichten UeberAlfibiades. Nun denn, in der Götter Namen, belebre mich zeugung, die feine Herrschaft fichert, in der befugten Macht, die es darüber; denn ich höre gewiffe Leute loben, als Gefeßfreunde, und ich vertheidigt. denfe, man fönnte dieses Lob nicht mit Recht verdienen, wenn man In allen Dialogen Plato's athmet die erhabene lebre von einer nicht weiß, was das Gefeß ift.

absoluten Gerechtigkeit, die von der Gewalt und der Zahl unabhängig, Peritles. Du verlangft, o Alkibiades, Etwas, was gar keine die ein fidytbares Bild hienieben ist der Wahrbeit, die in Gott felbft Schwierigkeit hat, wenn du wiffen wilft, was das Gefeß ift. Gefeße wohnt. Cicero war nichts, als der geschidte und begeifterte Ueber

feßer dieser Philofophie. Ihr entlehnte er die Definition des wahren, Nach Villemain in der Revue des deux Mondes.

des oberften Gefeßes, ,, daß weder aufgehoben, noch abgeändert werden

um.

darf, wovon uns feine Senatsverordnung, feit Voffsbeschluß befreien giebt es feine Mönche!" fo auf der anderen Seite nehmen manche taun".

(Schluß folgt.) Sadier die Sprache und Eigenthümlichkeiten der Suphis an. Solche Ditindien.

weiben fich dem Cölibat und bebaupten, weil sie gehört haben, es gebe

zebn Klassen der Sannjasis und zwölf der Sogis, ebenfalls in vier, Religions-Sekten in Ostindien.

zehn Klassen getheilt zu sein. Wenn sie zusammenfommen, fragen sie (Sclub.)

dann einander: ,,Wer sind die vier Weifen, und welches die vierzehn Die Berehrer des Windes, Pavana, glauben, die Substanz Got edlen Familien?" Die Antwort ift: ,,Der Weisefte der Weifen ift tes sei die Luft, und dies auch die intellektuelle Seele. Die Dschala Muhammed; nach ihm war der Gottgeweihte Ali; nach ihm fam das Bhakta halten das Wasser für den Repräsentanten der höchsten Gott: Imamat auf der Imâm Hossain; nach ihm kam es auf den Chodída beit, weshalb fie Flüssen und Quellen ihre Huldigung darbringen. Haffan von Basra. Vom Hassan Basra gingen zwei Aefte aus. Der Die Prithiwi Bhakta balten die Erde für die Substanz Gottes und fie eine ist Habib Adsdemi, von dem neun Familien hervorsproßten; der daher ihres Dienstes würdig. Noch eine andere Sekte, die Tripújas, andere ist der Schaikh Abdul Wahid Zaid, von dem vierzehn entverebren alle drei Reiche der Natur, und jedes Symbol derselben ist sprangen". Gegenstand ihrer Anbetung. Wieder eine andere, die Manuscha Bhakta, Bedeutend unterscheiden sich von diesen die Didelalianer oder meinen, das Wesen Gottes sei im Menschen, verehren daber diesen Jünger des Said Didelal von Bokhara. Sie beten nicht und fasten und haben die Ueberzeugung, daß nichts Schlechtes in ihm sei. Die nicht, üben auch sonst nicht die Gebräuche der Supbis, genießen aber Dhaids, von der niedrigsten Klasse, find nur dadurch bemerkenswertó, viel Bang und verzehren Schlangen und Skorpione. Wenn ihre am daß fie Alles essen, außer Menschen. Und darin kommen mit ihnen weitesten Gediehenen eine Schlange fehen, steden sie diese in den die Choharas überein, die Reiniger der Kloaken und Ausfehrer, welche Mund und versdlingen sie mit den Worten: „Dies ist ein Fisch des behaupten, Scah Diduna fei ihr Meister, der, in der einen Hand heiligen Ali!" Skorpionen verscluden sie mit der Bemerkung: „Das einen Besen von Gold, in der anderen einen Korb von Silber, im ift ein Meerfrebs Ali's!" Aud Würmer, die sie im Wasser finden, vierten Himmel das Haus Gottes reinige.

nennen sie Ali's Krabben. Sie geben nackt, auch bei strenger Kälte, In dieses Gemisch mannigfaltiger Sekten, die mehr oder weniger führen ein Wanderleben und fißen gern am Feuer. Ihr Oberhaupt mit dem Brahmanismus zusammenhängen, und deren Aufzählung hier fiebt sich alle Tage nad der Verbindung mit einem anderen Weibe nur als ein Auszug des Wichtigsten anzuseben ist, fam nun von Wenn er ein hübsches Mädchen unter feinen Schülern kennen Besten ber die von Muhammed verfündigte Religion, getragen von lernt, läßt er die Trompeten blasen, reitet nach ihrem Hause und den Fahnen islamitischer Heere, des Mahmud von Ghisni, um 1000 verfährt mit ihr nach Wilfür, heiratet sie aber nicht. Sie balten der christlichen Zeitrechnung, Tamerlan's, im funfzehnten, seiner Nach- dies für einen Akt der Souverainetät und eine Prärogative der Familie folger, im sechzehnten Jahrhundert. Alle diese Fürsten waren Sonniten des Propheten. oder rechtgläubige Muselmänner, mithin mußten es auch ihre Truppen Noch eine andere Sefte nennt sich die leute ,,obne Brod und sein, und die unausbleibliche Folge war, daß sich auch in Ostindien Nahrung“. Sie nehmen von Niemand etwas, außer der nöthigen Speise Sonniten festseßten, da diese Machthaber zumal dem orthodoren und dem unentbehrlichen Trunfe, bekleiden sich mit den lumpen, die Glauben Tempel bauten und mit einem guten Beispiel vorangingen. sie auf der Straße finden und zu einem Rođe zusammenfliden, und Zu vermeiden war es indessen nicht, daß nicht, wenn auch diese Herr wenn sie irgend etwas von Jemand erbitten, so schimpfen fie ibu zuvor fcher nicht Muhammedaner und Chriften, wie später der Sultan von und geben ihm üble Namen, weshalb fie oftmals von dem Volle Mysore, Tippu Sahib, verfolgten, viele Indus, um dem Regenten Shläge bekommen. Sie glauben an Gottes Einbeit, trinken bes zu gefallen, zum Scheine Muhammedaner wurden und dies blieben, rauschende Getränke und haben mit der vorigen und anderen Selten und Viele fich noch als solche bekennen, ob sie gleid, nicht das Ge das gemein, daß sie nie Blut vergießen. ringste vom Muhammedanismus wissen. Eine solche Sette ist die der Außerdem giebt es eine Schaar frommier Sektirer, die dem MuhamVishnavas. Sie haben die Namen Gottes und der Engel, des Allah, med gar nicht anhängen, ob sie gleich bekennen: er sei der gesegnete Mikail, Izrail, Diibrail, Mubammed's auf ihren lippen, und beten Sammler der Aerndte der Vollfommenbeit. Sie treiben mit diesem fünf Mal täglich, aber mit dem Angesichte 'gegen Often. Ihnen Propheten der Araber, recht betrachtet, ihren Scherz. Sie erzählen ähnlich sind die Piara Panthian, die als ihres Glaubens Urheber nämlich: Dieser sei einst auf einem Spaziergange in ein Haus ges den Baba Piara nennen. Sie haben die Gewohnheit zu betteln, ohne kommen. Da habe er vierzig Personen figen seben, nact, wie der ein Wort zu reden. Sie gleichen unseren Bettlern auf Straßen und Mensch vom Mutterleibe kommt, und Andere ihnen eifrig dienend. Promenaden, wo die Polizei das Betteln verboten bat. Sie sehen Der Prophet bot ihnen seine Dienste an, sie schlugen aber alles aus, die Menschen nur an, nehmen, was sie befommen, und geben fort, bis der Bang gemahlen war. Es fehlte ihnen an einem Stüđe Tud, wenn ihnen nichts gegeben wurde. Der Dichter fagt:

um ihn durcseiben zu fönnen. Da nabm der Prophet seinen Turban Ohne Zunge, durch der Augeu Blide wird vollbracht ilır Flohr.

ab und seiete ihnen die Brübe des Bang durch. Die grüne Farbe Was man hört, wie käm’es dem gleich, was mit Augen wird gesehn! des Bang blieb an seinem Turban. Daber, fagen sie, kommt es, das

Diese Leute aber, wiewohl fie fid Muslemin nennen, nehmen die Kleiderfarbe der Beni Hasdem grün ift. Da fie nun über des teine Notiz von ihnen, d. h. vermeiden fonft alle Gemeinschaft mit Propheten Dienst sehr erfreut waren, sprachen fie: ,, Laffet uns diesen den Muhammebanern. Und ebenso zäblt man die ausgebreitete Sette Boten Gottes, der immer zu den Thüren der Unwissenden geht, ein ber Mabarianer, die von dem Ausspruce ,,Dam Mader!" Seele der Bischen Bang geben, daß er die Geheimnisse der Allmacht empfangen Madar! den Namen haben, nadt und mit verworrenen Haaren und mag." Sie gaben dem Propheten also etwas von den Ueberbleibseln eisernen Retten um Haupt und Schultern einbergeben, mit Unrecht zu der Brübe. Als er dies getrunken hatte, erhielt er die Geheimnisse den Sonniten. Sie pflegen freilich solche, die als Schiiten gelten, zu des Engels der Bestimmung, und was Menschen von ihm hörten, verfolgen. Dessenungeachtet besteht ihr ganzer Anspruch auf den Namen kam durch Vermittelung dieser Gutthat. Man fieht, daß diese Leute der Rechtgläubigen darin, daß fie schwarze Fahnen und Turbane tragen. Säufer sind, weshalb ihnen denn auch die Religion Muhammed's im Sonst widerspricht ihr Verhalten dieser Behauptung. Denn sie Grunde ein Gegenstand des Spottes ist. Es verdient jedoch befaften nicht und beten nicht! Was würde Muhammed zu solchen merft zu werden, daß die Zahl der Leute dieser Sette in Hindustan Gläubigen gesagt haben! Dagegen trinken fie, am Feuer fißend, viel groß ist. Die oben genannten Madarianer gehören zu ihnen. Bang (Hanfblätter-Absub) und geben dem den größten Vorzug, der Eine ähnliche Sekte sind auch die Rafanier in Kaschmir, von das größte Maaß dieser berauschenden Flüssigkeit zu sich nimmt. 3hr Ibrahim Kakak abftammend, der unter dem Padischah Didebangir lebte. Name rührt von Badih -eddin, einem Sohne des Said Ali ber, der, Alles, was dieser Mann ansab, wurde unwiderstehlich gefesselt und ein Wunder der Religion, nach Indien tam, 1050 n. Chr., und 1433 zu seinen Füßen gezogen. Solchergestalt gewann er viele Jünger, daselbst starb, also 400 Jahr alt geworden sein soll, welches Wunder nöthigte indessen weder den Hindu, noch den Muselman, seinen Glauben man seiner Gabe zuschreibt, den Athem anzuhalten.

zu ändern. Er legte weder dem Hindu den Koran aus, noch suchte Weit größer an Zahl müssen natürlich die Schiiten in Indien er den Moslemen zur Tragung des Gurtes zu bewegen, der das fein, in Betracht, daß die Muslimen nicht blos aus dem benachbarten Kennzeichen des Brahmanen ift. Die Nacht pflegte er nicht zu schlafen, Perfien, wo sich der Schiitismus am meisten ausbreitete, zuerst und sondern mit seinen Genossen zu durchwachen. Einer feiner Schüler am frühesten nach Indien berübertamen, fondern von dort ber auch sagte zu ihm: ,,Trinte nicht Bang, denn die Bang-Trinker werden im Laufe der Jabrhunderte immer mehrere nach Often zogen, und die Brüde des Gerichts nicht überschreiten können". Kakaf erwiederte: diejenigen Shiiten, die, um die Gunst der mongolischen Herrscher zu „Groß ist die Zahl der Bang - Trinker; lasset uns denn auf der diefgewinnen, die Maste der Sonniten annahmem, später, als dieselben seitigen Gegend dieser Brücke eine Stadt erbauen, und fie Bang Pur nicht mehr vorhanden waren, diese wiederum abwarfen. Auch entstand (lange Stadt) nennen, und an das Ueberschreiten dieser Brücke gar hier ein wechselseitiger Umtausch der Meinungen und Gebräuche nicht denken". Goya Kasem hat über diese dem Trunfe ergebenen zwischen Indern und Persern. Wie die Supbis von den Sannjasis und Settirer eine derzbafte Erzählung verfaßt. Häufig soll es zwisden Jogis die mönchische Färbung annahmen, die dem Muhammedanismus diesen Leuten und den Sannjasis zu Streit und Raufereien kommen,

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Wird es aber schon hieraus klar, wie die große Mischung reli er im folgenden Jahre, nachdem er mit den Kindern der Gemeinde giöser Sekten in diesem Lande, während jede Recht haben will und Religions- Unterricht gehabt, zum ersten Male das heilige Abendmahl ihre Vorschriften nicht blos felbft eifrig oder nachlässig befolgt, sondern einnahm. Im Herbste desselben Jahres begab er sich gleichwohl wieaud Andere angreift, auf Viele die nachtheilige Wirkung gehabt hat, der auf Wanderung, vielleicht mit denselben Vorfäßen, wie früher, daß fie beucheln oder ganz gleichgültig wurden, so zeigt dies auch die aber diesmal in der Eigenschaft eines Colporteurs, versehen mit einem Geschichte der Seifhe, die in späteren Zeiten kriegerisch aufgetreten find, Pad solcher Schriftchen, die das finnische Bolf, mit Rüdsidst auf sich den Namen der Singhs gegeben und in Lahore ein eigenes Reich Form und Inbalt, arkli-Wirret“) zu nennen pflegt, und von de geftiftet haben. Seiths bedeutet eigentlich Schüler, und fie waren in ren Verkauf er sich ernähren zu können hoffte. Unbekannt, wie er

ganz Dftindien zerstreut. Ihr Stifter ist Nanaf, der, unzufrieden an den Orten war, die er nicht vorher schon besucht, und ohne obriga Det mit den Afghanen, die Mongolen in das Land rief, so daß im Jahr feitliche legitimation zu seinem Schuße, wurde er bereits im Januar

der Hedschra 932, Chrifti 1525, Zehir-eddin Baber, der Padischay, 1836 wieder aufgegriffen und nach der Stadt Åbo, dann weiter an den Sieg gewann über Ibrahim, den König der Afghanen. Nanat's die Statthalterei in Wasa geschickt, die ihn ihrerseits, nach ertheilter

Lebre aber war Verleugnung aller der Autoritäten, worauf die relis Züchtigung wegen Landstreichens, in seine Heimat zurückschidte. Oder

giösen Selten, als auf vom Himmel gekommene Botschafter, ihre Allmählich wurden indeß Pohto's unfträflider Wandel und fuldalier Lehren füßen. Ranat behauptete: Es giebt mehrere Himmel und lose Absichten fo allgemein bekannt, daß Niemand mehr ein Bedenken aber

Erben. Propheten und Heilige und solche, von denen man annimmt, begte, ihn den leßterwähnten Nabrungezweig fortseßen zu laffen, wohin fie seien von oben herab gekommen und Personen von ausgezeichneter er auch kommen mochte, versehen mit einem Paß aus seinem GeburtsFrömmigkeit gewesen, die haben ihre Vollkommenbeit durch Eifer im orte, in welchem er nur einen kleinen Theil des Jahres sich aufhielt. Dienste Gottes erlangt. Wer immer dem Dienste Gottes fich weiht, Jeßt hatte er noch einen anderen Erwerbszweig ergriffen: er besserte

der mag einen Weg erwählen, welchen er will, er wird zu Gott die Bücher der Bauern aus oder band fie ein, wobei er, wenn lose Tiub kommen, und das Mittel dazu ist, fein Wesen zu verleßen.,

Blätter zu festigen und schadhafte zu flicken waren, mit größerer Sei wahr, und du wirst frei sein;

Sorgfalt verfuhr, als mancher Budbinder von Gewerbe, und mit Deine Sadje ist Wahrheit (Treue), der Erfolg die Sache des Schöpfers. untadelvafter Geschidlichkeit in allem, was zu einem festen, aber

Nanaf war kein Gottesleugner, er däßte vielmehr den Koran schlichten Einband, ohne Bergoldung oder andere Zierratben, gehörte, und die indische Lehre, trug in seinen Händen den muhammedanisden wie viele seiner eigenen Bücher ausweisen. Mit dem Sammeln Rosenkranz, um seinen Nacken den Sonnâr, das Abzeichen der Brah- dieser begann er fdon 1838 und fuhr feitdem ununterbrochen damit manen, leuguete nur die himmlische Abkunft dieser Religionen. Da fort. Seine Bemühungen Katten fo glänzenden Erfolg, daß er nach mit durchschnitt er jedoch beiden den Lebensnerv, und der Seifh ist eigener Angabe um die Mitte des Jahres 1857, außer einigen weni. natürlich ein vom Brahmanen und Moslemen Verabscheuter und Ver gen Büchern in anderen Sprachen als der finnischen, dreitausend und folgter, kann nur durch das Schwert seine Eristenz sichern. Einer etliche hundert von den etwas über viertausend Werken befaß, welche der Machfolger Nanat's, der aus dessen Schriften und aus den Bei das jest gedruckte ,, Verzeichniß" (F. o. die Anm.) fennen lehrt, und trägen Anderer seine Lehren im Adi-granth tompilirte, einem Buche, unter ihnen eintausend fünfhundert von den vor Finnlands Vereini. das im Gurumukh - Dialekte und Schrift verfaßt ist, wurde durch die gung mit dem ruffisden Reiche herausgekommenen (deren Zahl in Intoleranz der Muhammedaner schon 1606 umgebracht. Nichtsdesto dem erwähnten Verzeichniffe ungefähr eintausend neunhundert beträgt). weniger bat sich die seit dem Zeitalter der Reformation aufgekommene Beinabe

Beinahe die Hälfte der Büchersammlung Pohto's bestand demnach Lehre der Seiths immer mehr erhoben und bedroht Muslemen- und aus Werken und Werfchen, die ießt nicht im Buchhandel fich vors Brahmanenthum durch Leugnung ihrer Göttlichkeit mit dem Umfturze finden, ja einige darunter gehören zu den allerfeltensten und werden und Untergange. Insofern die Grundfäße der Seikhs gegen jede sehr hoch tarirt, wenn sie einmal in einer Versteigerung vorkommen.

geoffenbarte Religion gerichtet sind, stehen auch alle anderen, die auf Auch trug er fein Bedenken, solche Seltenheiten anständig zu bezahlen, 900. göttliche Autorität sich stüßen, mit ihr im Konflikte. Dr. Þ-r. desgleichen ein oder das andere zu ihrer Ergänzung etwa nothwendige

Blatt, das fein Rennerauge irgendwo entdecte. Außerdem besaß er Finnland.

eine Münzsammlung, zwar weder groß, noch reid an Stüden aus

edlerem Metalle, aber nicht eben werthlos. Auf die jährliche VerMatts Pohto, der finnische Bibliomane.)

mehrung beider Sammlungen mußte er eine im Verhältniß zu seinen der Die Geschichte erzählt von Manchem, der, ohne Unterweisung Einkünften bedeutende Summe verwenden, wenn auch viele Bücher

Anderer, auf eigene Hand tiefe wissenschaftliche Kenntnisse erworben ihm sehr wenig kosteten; denn wahrscheinlich bekam er die meisten

bat; daß aber Einer, dessen geistige Anlagen nie in irgend einer kleineren Drudschriften entweder unentgeltlich, oder als Bezahlung für uri Weise gebörig ausgebildet worden, schon in jüngeren Jahren eine feine Buchbinder-Arbeiten, oder auch als Austauso gegen Bücher, die

solde Liebe zu Büchern bekam, daß er es zur höchsten Aufgabe seines er hausiren trug und die er den Verlegern um Partie- Preise gegen Lebens madte, Bücher zu sammeln, fide anzueignen und gleichsam mit ansehnlichen Rabatt abkaufte. Aber Vieles wurde nicht ohne bedeuihnen allein Umgang zu haben, ohne doch eigentlich Kenntnisse aus tende Geldopfer erworben, und es fragt sich daber Jeder, wie die ihnen zu ziehen, ist gewiß ein seltenes und schwer zu erklärendes febr beschränkten Mittel des Mannes dergleichen gestatten konnten. psychologisches Phänomen. Ein solches war der Mann, von dem ich 3o glaube, daß die Antwort in Pohto's außerordentlicher Sparießt reden will. Er hieß Matts Pohto und war 1817 in einem samkeit zu suchen ist. Von Kindheit an gewohnt, viel zu entbehren Dorfe der Statthalterschaft Wasa geboren. Als Knabe lernte er und viel zu erleiden, konnte er ohne Schwierigkeit mit sehr Wenigem kein anderes Buch kennen, als das finnische A-B-C-Buch, und nach auskommen. Ein Stüc trođenes Brod in der Tasche war für ihn genug mals ließ man ihn ganz ohne Aufsicht und Unterweisung, so daß er auf dem Wege von einem Orte zu einem anderen, wo er irgend Be. bis ins elfte Jahr mit Spiel und Herumlaufen, des Sommers im friedigung zu finden hoffte für seine brennende Begier nach Büchern,

bloßen Hemde, feine Zeit vertrieb. Das Gehöft seiner Aeltern ging und mehrentheils mag er, wenn es auf Bezahlung anfam, für ein 1 unterdeß in andere Hände über, und von jeßt ab ernährte sich Matts paar Pfennige die ganze Nahrung gefunden haben, deren sein Körper 1

im Sommer mit Biebhüten und im Winter mit Betteln. Anfangs bedurfte. Sein Quartier, das er bei den Bauern in ihren eigenen bettelte er nur in benachbarten Gegenden, nachmals aber trieb er dies Wohnstuben oder, wenn es Standespersonen waren, bei deren Ges

Gewerbe auf sehr weitem Raume, felbft bis in andere Statthalter finde nahm, in Städten aber bisweilen auf einem Boden, oder in E schaften hinein, und zuweilen ftellte sich der Hülfesuchende außerdem irgend einem Nebenbau, oder ungebeizten Wohnzimmer, toftete ihm

nodh taubstumm, damit er um so größere Theilnahme erwedte. Im wahrscheinlich gar nichts, und für ein besonderes Kämmerlein, das Sabre 1833 wurde er, da er feinen Paß hatte, im Kirchspiel Bjerno man in irgend einem Bauerhause, wo er als Einlieger steuerpflichtig angehalten und ins Schloßgefängniß zu Åbo, dann aber, nach seiner war, ihm einräumte, wurde gewiß nicht viel gefordert. Seine Kleider Genesung von einer dort übertommenen Krankheit, ins Krongefängniß waren vom billigsteu Stoffe, im Winter den Erforderniffen des finnizu Helsingfors geschickt. Nachdem er hier den ganzen folgenden Win- schen Klima's wenig entsprechend, oft sehr zerrissen und geflict. ter geseffen und man endlich fein beimatliches Dorf ermittelt batte, Seine Wäsche war gewöhnlich schmußig, was man nur dem Umstande eskortirte man den jungen Landstreicher im Sommer 1834 wieder schuld geben fann, daß er nicht Weißzeug genug besaß, um öfter dahin. Auf dieser Fahrt wurde auch seine Taubheit als eine Vers damit wechseln zu können; denn Gesicht und Hände hielt er immer ftellung erkannt, da er die angenommene Rolle einmal vergaß. Unter rein, und auch fonft bemerkte man keine Unsauberkeit an ihm. Wasser deß hatte sich Pohto aus eigenem Antriebe soviel im Lesen geübt, daß war sein täglicher Trant, auch Schmalbier trant er, wenn es ihm

angeboten wurde, aber Branntwein und andere geistige Getränke *) Aus der schwedisch geschriebenen Ginleitung zu einem bibliographischen

wies er immer zurück. Selbft Kaffee und Thee weigerte er sich, anWerke von beinahe 800 Seiten in Quart, von welchem wir der Finnischen Literatur - Gesellschaft zu Helfingfors ein Gremplar verdanfen. Der Berfaffer zunehmen, indem er erklärte, nichts genießen zu wollen - wie uns

(Herr W. Pipping) hat in diesem „Verzeichniß“ (ichwed. Förteckning, fin schädlich es auch sei – an das er fich nicht gewöhnen dürfe, D. h. 3

nisch Luettelo) Alles aufgeführt, was ihm von gedructen Werken und Werfchen ' in finnismer oder über finnisde Sprache, oder die nur etwas Fin: *) Arkki wirret heißt Bogen-Lieder, d. i. Lieder, die man auf einjeine nisden enthalten, von 1543 bis 1855 (incl.) befannt geworden.

Bogen Papier zusammendructt.

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beffen Genuß ihm feine Umstände nicht erlaubten. Die zum Verkauf die alljährlichen Drucwerke pünktlich zu übergeben und eine bestimmte oder Umtausch bestimmten Söhriften, wie auch die Bücher, die er auf Anzahl Eremplare einzureichen, um an Bebörden vertheilt zu wera einer Wanderung erwarb, wickelte er forgfältig in mehrere Bogen den

den - wenn er, fag' ich, in folchem Gespräche mit ebler Entrüftung Pappe, schlug, damit sie nicht durch Nässe beschädigt würden, noch das Ergreifen energisder Maßregeln befürwortete, damit die Univera ein Stüd braunes leder darum, und trug fie auf dem Rüden, oder fitäts- Bibliothek nicht ferner in Folge jener Fahrlässigkeit (wie nur zog fie in einem Sólittchen hinter sich her. Bei fo ausnehmender zu lange geschehen) etwas entbehren müßte von dem, was fie auf Sparsamkeit ist es glaublich, daß Pohto höchstens einhundert Thaler diesem Wege zu erhalten berechtigt ift. Schulden machte, welcher Summe, feines Dafürhaltens, fein Eigenthum – bie Büchersammlung nicht gerechnet - an Werth politom men gleichfam.

Mannigfaltiges. Als das Gerücht von diesem Manne zu meinen Ohren brang Ein Huldigungsgruß. Unter den Huldigungen deutscher und ich vor etwa zehn Jahren Gelegenheit fand, ihm meine Begier Poesie zu Ehren der Vermählung Ihrer Königl. Hobeiten des Prinzen nach seiner persönlichen Befanntschaft zu erkennen zu geben, fand er Friedrich Wilhelm und der Prinzessin Victoria von Preußen hat uns fich alle Jahr, nicht selten zwei Mal des Jahres, hier in Helsingfors ein Gedicht in der Nibelungen-Strophe, aus der Feder von Mar ein und brachte immer einen Pad kleiner Schriften mit, vor Adem Moltke, Herausgeber des ..

Moltke, Herausgeber des , deutsden Sprachwart", mit am meisten folche, die man felten anderswo trifft als in den Händen der Bauern angesprochen.) Das Gedicht ist in einem besonderen Abdruck zum und der weniger gebildeten Volfsklaffen. Von diesen Schriften ver Beften zweier Wohlthätigkeits-Anstalten erschienen und fann Vielen ehrte er auch dann und wann der Universitäts-Bibliothek einige eine recht poetische Erinnerung an die vaterländischen Fefttage des hundert; außerdem überließ er der Bibliothek gegen unbedeutende 25. Januar und 8. Februar fein.

25. Januar und 8. Februar fein. Den an diese Vermählung fich Vergütung an Geld oder gewiffe entbehrliche Doubletten, viele größere knüpfenden Gedanken an Friedrich den Großen, an den diese Blätter Arbeiten und ältere Bücher, die sie nicht befaß, von denen er aber bereits zu erinnern wagten, spricht die Ribelungen-Strophe folgenderzwei oder mehr Eremplare hatte. Jedes Mal hatte er auch viele maßen aus: feiner unica oder Werke in nur einem Eremplare bei fic, damit ich

,,Der völkervermählenden Hochzeit, hei! freuen die Uhnen sich, zu meinem ,, Berzeicniffe", an welchem er ein lebhaftes Intereffe

Der zweite Georg und der zweite, doch einzige Friederich! nahm, von ihnen Gebrauch machte. Er beklagte nur, daß er nicht Hei! wie sie am Enfel -Brautpaar die seligen Augen weiden, vor Anfang des Drudes von Allem, was ich sehen sollte, unterrichtet Segnend, was Gott gefügt und nicht der Mensch soll wieder scheiden. worben. Um nun den Mängeln dieser Arbeit nach Möglichkeit abzu

Zu ihrer Zeit schon einmal im Plane lag ein Bund, belfen, begehrte und erhielt er nachmals ein Eremplar von jedem bis Wie nun er ward geweihet vor Gott in heil'ger Stund’; dahin aus der Preffe gefommenen Bogen, und dadurch veranlaßt, Daß damals er gescheitert, hat tief das Herz gefránket brachte er feitdem zu verschiedenen Malen, und noch bei seinem les. Des Helden, der dann erfahren: e$ denkt der Mensch; Gott aber lentet! ten Besuche in Helsingfors (im Sommer 1857), eine so große Anzahl mir bis dahin nicht vor Augen gekommener Bücher und ganz Hebräife Bibliographie. Für dieselbe, deren Gebiet unbekannter fleinerer Schriften mit, daß die Berbesserungen und jest in allen Ländern des Occidents und Oriente angebaut wird, der Zusäße viel zahlreicher wurden, als man anfänglich vermuthen fonnte. es aber bisher an jedem übersichtlichen Organe gebracy, wird jest Erft während seines leßten Aufenthaltes in Helsingfors mag er den ein folches in der Form einer Zeitschrift erscheinen unter dem Titel: Entschluß gefaßt haben, sich von hier in die Statthalterschaft Wiborg „Ha-Maskir; Hebräische Bibliographie. Blätter für neuere und zu begeben, deren fübliche Gegenden er noch nie besucht hatte, und ältere Literatur des Judenthums".") Herausgeber dieses bibliographic wo möglich aud in Ingermanland seine Nachforschungen fortzuseßen, fchen Repertoriums, das in kurzen gebrängten Notizen die jüdische zumal nach solchen finnisden Büchern, die in den genannten Gegen Literatur ber Gegenwart sowohl als der Vergangenheit umfaffen soll, den vermuthlich allgemeiner vorkommen als in Neu- Finnland; ia insofern legtere in felten geworbenen Werken fich darbietet, ift der es erftredte fich fein Wanderungsplan fogar bis Petersburg, nachdem als Renner der hebräischen Literatur und Bibliographie rühmlichst beer die beften Reifepäffe und folche fdriftliche Empfehlungen erhalten, kannte Dr. M. Steinschneider, der dabei von einigen Gelehrten die ihm vielleicht Zutritt zur kaiserlichen öffentlichen Bibliothek vera des Auslandes, namentlich von Herrn Professor Luzzatto in Padua, fchafft bätten. Mit diesen Dokumenten versehen, trat er wirklic in Herrn 3. Zedner in London u. A. unterstüßt wird. Jährlich sollen der ersten Hälfte des Juli die Reise an und zwar, wie gewöhn- fechs Nummern von 16 –24 Seiten erscheinen; der Preis des Jahrlich, zu Fuße; aber lange vor Erreichung des leßten Reiseziele fam ganges ist auf einen Thaler festgeseßt. der unermüdete Wanderer an das Ziel seines Lebens: an einem der Testen Tage beffelben Monats wurde er, neun Werft füblich von der - Das Pferd, ein Urbewohner von Amerika. Der CharStadt Wiborg, im Schlafe überfallen und gemordet! Wie weit die leston Mercury theilt folgende interessante Notiz mit: ,,Es ift unseren Hoffnung auf literarische Ausbeute, die feine legten Schritte gelenkt, Lefern wohl bekannt, daß Profeffor Holmes vom Charleston-College in Erfüllung gegangen, weiß man noch nicht, aber wie umfidhtig er feit vielen Jahren mit der Untersuchung der foffilen Lager an den don bei Zeiten dafür gesorgt hatte, daß die vornehmsten Früchte Ufern des Ashleyflaffes beschäftigt ift. Er hat daselbst eine große aller seiner Mühen auf die fdhidlichste Art dem Publikum zugute Zahl intereffanter Uleberrefte der Urwelt gesammelt, und die Gelehrten fämen, beweist sein bereits im Juni 1851 aufgeseptes Testament, von Amerika fowohl ale Europa baben ihren Beifall in Bezug auf worin er verordnete, daß die faiserliche Bibliothek zu Helsingfors und die Resultate feiner Forsdungen zu erkennen gegeben. Professor Agaffiz die Bibliotheken der Gymnafien zu Kuopio, Abo und Wasa fich der: fagte in einer Vorlesung nach seiner Rücfehr von einem Ausfluge nad geftalt in feine Bibliothek theilen sollten, daß für jede einzelne heraus, dem Ashleyfluß, den er in Begleitung des Professors Holmes gemacht genommen würde, was ihr fehlte. In Gegenwart zweier Zeugen ist hatte, er habe dort das reichhaltigste lager von fosfilen Ueberreften dieses Teftament in schwedischer Sprache von fremder Hand geschrie- gesehen, das ihm in seinem ganzen Leben begegnet sei. Profeffor ben und mit Pohto's Handzeichen unterzeichnet; denn vom Swedi. Tuormen nannte es „das große amerikanische Haifisdgrab“, und nun fchen verstand er febr wenig, und in der Sdreibefunft hatte er es nur bat Professor Leidy, der bekannte ausgezeichnete Anatom, eine Monofoweit gebracht, um gedructe lateinische Initial-Buchstaben und die graphie über die foffilen Knochen von Pferden und anderen Thieren gewöhnlichen Ziffern nothdürftig nadymaden zu fönnen. Defto geübter geschriebeu, welche am Ashley aufgefunden wurden und die ihm Prowar sein Gedächtniß. Oftmals, wenn ein oder das andere lose Blatt feffor Holmes zur genaueren Untersuchung übersandt hat. Die Unteraus irgend einem Buche vorfam, fagte er gleich, zu welchem Werfe fuchungen Leidy'd haben die interessantesten Resultate zur Folge ges es gehörte, und handelte es fich um die Entdedung von Verschieben- habt und dürften noch zur Lösung mancher wichtigen geologischen und heiten in gewiffen Eremplaren, die mir einer und derselben Auflage zoologischen Frage führen. Professor Leidy bemerkt im Eingange seiner anzugehören schienen, so gab er genau die Seite und die Zeile an, Monographie: Was die Pferde-Ueberrefte anbelangt, so wird mart wo eine Verschiedenheit fich zeigte. Ebenso war es recht erfreulich, nach dem, was ich auf den folgenden Seiten anzuführen babe, unfelbft für Einen, der, wie ich, mit Pobto's Muttersprache wenig ver ftreitig zugeben müssen, daß das Pferd während der nachpreiocenisden traut war, nicht blos zu hören, sondern auch zu sehen, wie er ein Periode, gleichzeitig mit dem Maftodont, Megalonyr und dem großen langes ungebrudtes Lied, deffen Inhalt ihn besonders angezogen, aus breitgeftirnten Bison, ein Bewohner der Vereinigten Staaten war". dem Gedächtniß hersagte; denn sein gewöhnlich faft ganz bedeutungslofes Geficyt erhielt bei solcher Gelegenheit einen wahrhaft geistigen „Gin Şuldigungsgruß aus dem Herzen des Voltes“. Gedicht zur

Feier des Einzuges der erlauchten Neuvermählten in die Hauptstadt Berlin. Ausdrud. Ebenso leuchteten feine Züge von innerem Leben, wenn er

Am 8. Februar 1858. Von Mar Moltfe. Berlin, E. S. Mittler 1. Schi. im Gespräche über unserer Buchbruder leider sehr allgemeine Fahr. **) Berlin, A. Asher & Comp. läffigkeit in Erfüllung ihrer Verpflichtung, der Ober-Censurbehörde

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muselmännischen Bevölkerung durchzuführen, zu einer Revolution und Sürfei.

dazu führen sollte, daß die Christen an die Stelle der Türken treten.

Dieses endliche Resultat läßt fich don jeßt als die natürliche Folge Die Türkei und ihre Bewohner.

des Hat-Humajum im voraus abnen und begreifen. In Paris ift vor einiger Zeit ein bemerfeuswertbes, in mehr Woran die civilifirte Welt ein unbedingtes Interesse hat, ift als Einer Hinsicht intereffantes Wert von Henri Mathieu: ,,La das, daß die Türkei weder getheilt, noch von ihren Nachbarn beschüßt Turquie et ses différents peuples",) erschienen, auf welches das werde, und was allein das europäische Gleichgewicht verlangt, ist die Journal de Constantinople zuerst aufmerksam machte und wogegen in Errichtung eines in fich kräftigen Staates, nicht aber die Erhaltung der türkischen Presse auch nicht der geringste Widerspruch erhoben der türkisden Regierung. worden ist. Daffelbe bat also dort eine Art ftillidweigender Billi Die Gleichheit des firchlichen Befenntnisses fann an sich aus der gung gefunden, und man wird dem, was es im Wesentlichen enthält dhristlichen Türkei ebenso wenig einen Vafallen Rußlands machen, als und was der Verfasser, auf Grund längerer Studien im Oriente selbst dies von Spanien im Verhältniffe zu Frankreich gilt. über seinen Gegenstand ausspricht und mittheilt, auch das ausdrück Das türkische Reich fämpft vergeblich wider die Folgen des frebsliche Einverständniß damit nicht versagen fönnen, wenn man das Buchartigen Uebele, welches an ihm frißt und zehrt. Der Zustand der selbst etwas näher ansieht. Wir theilen folgende leitende Gedanken Aufregung, in dem es sich befindet, ist kein Zeichen des Lebens, fone defjelben, als deußerungen des wohlunterrichteten Berfaffers, mit: dern nur ein Symptom des Fiebers, von dem es beimgesucht ist.

,,Das Streben der französischen Politik ist bisher und seit langen Palliativmittel können daffelbe nicht retten; selbft Siege in jenem Zeiten auf die Erbaltung des türkischen Reiches, als eines zum Gleich: Kampfe fönnten nur den Todesfampf verlängern. gewicht Europa's nothwendigen Gliedes, gerichtet gewesen; allein das um einer bevorstehenden Katastrophe zuvorzukommen, ruft die türkische Reich selbst ift nicht zu retten. Dies ergiebt fich, wenn man Diplomatie die Civilisation im Orient zu Hülfe und bemüht fich, die Türkei fiebt, wie fie ist – nicht so, wie man sie uns gewöhnlich fie in ihrem Interesse den Türfen einzuimpfent; allein ihre Versuche darftellt.

find bis jeßt vergeblich gewesen, und es ist nicht wahrscheinlich, daß In der Türkei wohnen zwei Nationen beisammen: Türfen und sie für die Zukunft glücklicher sein werde. Wenn das Messer die Griechen, die, unversöhnliche Feinde, fich gegenseitig beobachten und empfindliche Stelle hätte treffen und mit einem Schnitte das fressende den Augenblic erwarten, um sich zu verschlingen.

Gift entfernen können, so wäre es längst geschehen, und die beilsame 3u Ende des sechzehnten Jahrhunderts war das Verhältniß der Wirkung hätte sichtbar werden müssen. Die Diplomatie ift frei von i griechischen Bevölkerung zu der türkischen wie 1 zu 3; aber schon in jeder Sentimentalität.

der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts batte das Verhältniß fich Der Zweck meines Werkes ift darauf gerichtet, von den Ungeändert, oder es war wenigftens im Begriff, fich zu ändern. Gegen- wettern und Stürmen, welche sich im Orient zusammenziehen und wärtig ist das Verhältniß der Griechen zu den Türken wie 4 zu 1; immer drohender sich anbäufen, ein treues Gemälde zu entwerfen die Bevölferung auf Seite der Ersteren vermehrt fich fortwährend, und die Türkei in ihrem wahren Lichte, mit ihren gebeimften Sha. dagegen nimmt die Zahl der leßteren in noch größerem Verhältnisse den und Wunden, zu zeigen. Id vertyeidige feine Hypothese, ich und um Bieles schneller ab.

habe kein System; weder Zuneigung noch Haß haben auf mich Ein. Seit dreißig Jahrhunderten haben die Griechen, oftmals besiegt fluß, und wenn die Mensden der Natur gleichen, wenn der Geschichtund unterworfen, über ihre Unterdrüder im Laufe der Zeit gleichwohlschreiber, wie der Maler, feinen Gegenstand vor Augen haben muß, die Oberhand behauptet, indem sie die fremdartigen Elemente absor um ihn mit seinen wirklichen Farben darftellen zu können, fo habe birten und ihre besondere Lebensfähigkeit sich selbst bewahrten. Das ich die Gegenstände in der Nähe geseheu und studirt, die ich schildere; eigentliche römische Reich verschwand bereits im Jahr 457 mit Mar. und id fönnte in Bezug auf die Dinge und auf die Zustände im cianus, und die Griechen gelangten in dessen Besiß mit Leo dem Driente mit dem vielgewanderten Doyffeus sagen, daß id: Isaurier. Die Herrschaft des Halbmondes neigt sich ihrerseits eben

Vieler Mensden Starte gesehen und Sitte gelernt. falls wieder dem Untergange zu, und eine etwanige Herrschaft der Ein so reicher Landstrich, wie die Gesammtheit der länder der Ruffen über Griechenland würde noch schneller verschwinden. In Türkei, follte von einer zahlreichen Bevölkerung bewohnt sein, aber Thracien würde sich der Zar nur unter der Bedingung behaupten man frößt dort nur auf Einöden, als ob die Pest unter diesem herrkönnen, daß er die Griechen bewaffnete und ihre Unabhängigkeit er- lichen Himmel herrschte. In der Nähe größerer Städte trifft man klärte, und die für unabhängig erklärten Griechen würden sich einem einige, von Griechen, sowie von anderen chriflichen Völkerschaften, neuen Joche nicht unterwerfen. Dafür spricht vornehmlich der in den die sich vorzugsweise mit dem Acerbau abgeben, angebaute Ländereien; Jahren 1821 bis 1830 von ihren Brüdern im Peloponnes durchges alles Uebrige aber ist eine wüste Einöde. führte furchtbare Kampf, der ihnen in seinem endlichen Ausgange Das Uebermaß der Sklaverei, die Willkür-Herrschaft der Pascha'e, wenigftens eine Art Freiheit und Unabhängigkeit gewährte.

der Mangel alles und jedes Eigentumsrechts und seiner gefeßlichen Darch die Umstände abgedrungen, muß ebenso der Hat-Humajum, Uebertragung haben dieses schöne Land ro sehr entnationalisirt, daß wie früher der Hattisderif von Gülbané und der Tansimat, als eine jede Fahne, die dort wider die Türfen entfaltet werden würde, balb unzeitige Frucht und gleich einem todtgebornen Kinde spurlos vorüber. die ganze Bevölferung unter fich vereinigen würde. geben, weil feine Ausführung von einer burchgreifenden Reform des Der Türfe liebt nur die Träumereien, in die er fidh mit Hülfe politischen sowie der Verwaltungs-Systems des türkischen Reiches feines Tschibute zu verseken versteht; er kennt feinen anderen Ehr. bedingt ist. Eine folche Reform der Türkei ist aber nur in Einem geiz, als den, in der Unthätigkeit zu leben. Possenreißer, wolüftige Sinne eine Möglichkeit.

Tänze und Marionetten machen beutzutage die besonderen ZerstreuunWenn die Unbeweglichkeit der türkischen Kaçe ein unheilbares gen der Türfen aus; Trübfinn und Ueberbruß verbunkeln ihre PhyUebel ist, wenn jene pbyfirde und geistige Thätigkeit, auf welcher fiognomie, und Fröhlichkeit ift in ihren Augen eine Unschidlichkeit. die Entwidelung der Nationen beruht, mit der Trägheit der Türken Man findet bei ihnen weder gesellige Zusammenfünfte, noch Freundunvereinbar ist, fo fann es auch nicht fehlen, daß ihre Race in fur- schafts -Bündniffe. Die fißende Lebensart der Türken erzeugt bei zem verschwinden wird.

ihnen die Neigung zu den verschiedenartigften Krankheiten der VerDer Dccident muß daber auf den Fat fich vorsehen und gerüstet dauungs-Organe, wie Hartseibigkeit, Hypochondrie, Gelbsucht, Waffersein, daß der Versuch, die Gleichheit zwischen der christlichen und sucht, und schwächt ihre Zeugungskraft.

Die Türfen, die alle anderen Nationen gleichmäßig verachten, Zwei Bände, Paris, Dentu.

vermengen die civilifirten Völfer und die Rajas ihres Reichs mit ein

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