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In Lection I, 13 kommt die zusammengesetzte Inversion und die Concordanz des Prädicatsnomens und Subjects zur Anwendung, ohne dass eine Regel gegeben ist.

Nach Lection I, 18 (,,die Substantifs der Völkernamen werden gross, die gleichlautenden Adjectifs klein geschrieben) müsste es heissen: 'Hel. vétien, helvétien, aber Helvétique, weil es nicht mit dem Substantiv gleichlautet. Die Uebungsbeispiele zu dieser Lection setzen den Gebrauch von à, en und dans bei Städte- und Ländernamen voraus, jedoch ist noch keine Regel darüber gegeben.

Lection 1, 19 ist zu reichhaltig und doch ist nicht angegeben, dass der Superlativ auch durch Vorsetzung des Possessivpronomens vor den Comparativ gebildet werden kann. Die schon Lection 1, 9 gerügte Regel über plus und moins kehrt hier in derselben Form wieder, nur dass sie auch auf autant und tant ausgedehnt wird; demnach wird der Schüler schreiben l'argent ne vant pas tant d'or.

Lection 1, 24 heisst es: „Der Dativ steht auf die Frage: wem, an wen, wo, wohin?

Lection I, 26 wird der Genitiv des Fragepronomens so angegeben: „de qui, von wem ? Die Form „wessen“ wird gar nicht erwähnt.

In Lection 1, 30 (: „Wenn vor dazu dient, einen verflossenen Zeitraum zu bezeichnen, so wird es durch il y a gegeben, z. B.: il y a deux mois“) ist der Ausdruck verfehlt und das Beispiel il y a deux mois ohne Verb nichtssagend, da es allein auf den Zeitpunkt ankommt, auf welchen sich der Sprechende stellt.

Da die französische Sprache der Declination entbehrend die Casus nur durch Präpositionen bezeichnet, hat ein Theil der Grammatiker, welcbem es fern lag, vergleichende Gesichtspunkte zwischen dem Französischen und Lateinischen oder Deutschen aufzustellen, die Casuslebre in Präpositionslehre aufgelöst. Ob nicht der Begriff der Casus im Französischen noch reichlich vorhanden, ob nicht z. B. in: j'ai montré au frère de mon ami les curiosités de cette ville und in il est au jardin unvereinbare Differenzen liegen, möge dahingestellt bleiben, nur können wir erwarten, dass Jeder seine Auffassung consequent durchführt. Während wir nun in Lection I, 24 à Paris in P., nach P. als Dativ finden, wird in der Präpositionslebre Lection I, 30 à Paris als Ortsangabe gebracht. Auf diese Weise kann der Schüler unmöglich einen Begriff von der Bedeutung der Casus erhalten.

Die Lehre von der regelmässigen Conjugation (mit Ausscbluss der dritten) beginnt mit Lection 33 und schliesst mit Lection 73 ab. Die Behandlung des Verbs ist so genau dieselbe wie bei Plötz, dass wir bei Be. sprechung derselben mit diesem und nicht mit Herrn Beumelburg rechten würden. Nur in der Vertheilung des Stoffes weicht Letzterer von Ersterem ab, so nämlich, dass er allen Zusammenhang vernichtet. Die vom Präsens. stamm abzuleitenden Formen werden in Lection 37, 44, 49, 72 behandelt; in den grossen Intervallen befinden sich Ausspracheregeln, Zahlwörter, Etwas vom Gebrauch des Artikels, Pluralbildung, das persönliche Pronomen, Negationen, Relativpronomen, Interrogativpronomen, Demonstrativa, Possessiva, tout, syntactische Regeln über den Gebrauch des subjonctif in bunter Reibe. Wie wenig vortheilhaft ein solebes Verfahren für die Geistesbildung des Schülers sein wird, liegt auf der Hand, da das Heterogene, welches sich überall zwischen das Zusammengehörige eindrängt, den Schülerzerstreuen muss.

Ausserdem sind uns noch Einzelheiten aufgestossen, deren Fassung wir nicht beizustimmen vermögen. Lection I, 38 kommt wieder eine Regel iber plus und moins, welche in ihrer Allgemeinheit falsch ist. Nach derselben ( Wenn auf plus oder moins ein Zahlwort folgt, so wird als durch de übersetzt“) wird der Schüler folgerichtig sagen: quatre yeux voient plus de deux. Das Streben, ohne grammatische Grundbegriffe Grammatik zu treiben, hat den Verfasser dahin gebracht, statt einer bündigen Regil,

welche den Schüler vor allen Irrthümern zu bewabren vermöchte, deren drei zu geben, welche den Lernenden in Ungewissheit über den Gebrauch lassen.

Lection 1, 51, 7 zieht, in Nachahmung des Plötz, sogar das Latein in einem Falle in die Formenlehre hinein, wo es recht gut zu entbehren ist. Der Verfasser bat sonst streng vermieden, das Lateinische zu Hülfe zu rufen; um so auffallender ist es, dass er sich auch hier an Plötz anlehnt.

Lection I, 53 wird ne pas non plus, ne point non plus gelehrt und in den Uebungen findet sich der Satz: elle ne le blâme pas non plus. Wir entsinnen uns nicht, bei guten Autoren pas oder point non plus gelesen zu haben. Mätzner, Französ. Gr. u. 164 d, sagt, dass der Gebrauch von pas und point vor non plus selten sei.

Lection 1, 58 heisst es: „en vertritt meistens einen Génitif, y meistens einen Datif“ sc. des persönlichen oder hinweisenden Fürworts.

In Lection I, 74: „Da die Ausdrücke der Freude . . . den Subjonctif regieren, so ist nach denselben wenn durch que zu übersetzen“ enthält eine falsche Folgerung und eine sachliche Unrichtigkeit. S. den Satz der Académie: Ne vous étonnez pas s'il en use de la sorte. Vgl. Mätzner, fr. Gr. § 117.

In Lection I, 75 wird 1. où zu den Relativpronomen gerechnet; 2. sollen sich Superlative und Hauptsätze auf den Relativsatz beziehen und nicht vielincbr umgekehrt.

Warum werden in Lection I, 77 sans, pour, après nicht zusammengestellt?

Lection I, 81 und 82 behandeln das pronom personnel absolu in unnöthiger Breite. Da je suis chez moi durchconjugiert wird, hätte auch on est chez soi eine Stelle finden können.

Die Regeln in den Lectionen I, 84 bis 88 sind fast ganz der Schulgrammatik von Plötz entlehnt.

Mit Lection 90 beginnt die Behandlung der unregelmässigen Verba, über welche wir schon in der Einleitung unsere Ansicht ausgesprochen haben. Trotz der Arbeiten von Lücking und Steinbart über das französische Verb gielit es immer noch Grammatiker, welche eine mechanische Aneignung der unregelmässigen Verba empfehlen. Auch Beumelburg nimmt auf die bahnbrechenden Arbeiten der vorhergenannten Grammatiker keine Rücksicht, sondern giebt die althergebrachte Darstellung mit den oben besprochenen unwesentlichen, aber unvortheilhaften Aenderungen.

Folgende Einzelheiten sind uns anfgefallen: dass faire (Lect. I, 92) mit avoir conjugiert wird, lernt der Schüler erst aus den Uebungsbeispielen. Bei élire roi (Lect. I, 95) sollte qn. als Objectsaccusativ nicht fehlen. Unter den Uebungen findet sich nur ein einziges passivisches Beispiel. Dass der Imperativ von vouloir in en vouloir veuille heisst, ist nur aus den Uebungsbeispielen ersichtlich. Que je fasse wäre in Lection I, 110 besser durchconjugiert worden. Bei close (Lect. I, 112) fehlt ils closent, que je close, impérat clos.

Im zweiten Theil, zu dessen Besprechung wir jetzt übergehen, berührt der Mangel an System noch unangenehmer als im ersten. Die einzelnen Erscheinungen werden nirgends nach ihrem inneren Zusammenhange gebracht, nirgends findet man eine gesetzmässige Gliederung des Stoffes, wie sie sich aus dem Sprachgeiste ergiebt. Ueberall sind, wie bei Plötz, praktische Gesichtspunkte massgebend gewesen für die Gruppierung der Regeln: Alles ist äusserlich zusammengebracht und schliesst sich, mit Ausnahme weniger Modificationen, eng an Plötz an, so eng, dass wir uns nicht wundern würden, wenn derselbe gegen ein derartiges Verfahren Protest einlegte. Dass bei diesem Verfahren, zumal da nur die nothwendigsten syntactischen Regeln gegeben werden, von einer gründlichen Erlernung des Französischen gesprochen werden kann, ist uns unbegreiflich.

Die Besprechung der Einzelheiten wird sich, bei der erwähnten Anlebnung an Plötz, lediglich darauf beschränken müssen, zu zeigen, wo dieser verbessert oder verschlechtert worden ist.

Die Lectionen II, 1 bis 5 stimmen mit Plötz Schulgrammatik Lection 24 bis 27 iiberein mit Ausnahme unbedeutender Hinzufügungen in II, 3 partir losgehen, retourner wenden, in II, 5 bien mériter und über den Gebrauch des verbe pronominal statt des Passivs. Die Behandlung der unpersönlichen Verben in II, 6 ist eingehender und besser als bei Plötz, zum Theil auch die der Tempora in II, 10 bis 18, jedoch sind die Regeln über den Gebrauch des imparfait und passé défini unzureichend geblieben, auch bieten sie zum Theil mangelhaften Ausdruck; z. B. „das Imparfait bezeichnet die bereits eingetretene Handlung oder den bereits eingetretenen Zustandnämlich in Beziehung auf eine andere Handlung; ohne diesen Zusatz ist die Regel ungenau. Wie bei Plotz ist auch folgende Regel ungenan: ,,Soll die Gleichzeitigkeit der Handlungen ausgedrückt werden, so stehen beide im Imparfait“; für „die gleichzeitige Dauer zweier Handlungen: Indess iss die Tempuslehre, wenn auch nicht tiefgehend, doch eingehender behandelt als von Plotz und bringt manche praktische Bemerkung, dagegen ist das über den subjonctif Gesagte ohne allen inneren Zusammenhang und den Plötz treu nachgeschrieben. Besonders auffallend ist, dass zu der Regel: „der Subjonctif folgt auf que nach den Verbes des Sagens und Denkens, aber nur, wenn sie verneinend, fragend oder bedingend stehen“ in Bezug auf das „bedingenl“ keine Beschränkung oder nähere Erklärung gegeben wird, obwohl gerade dieser Punkt Schwierigkeiten macht; auch findet sich weder unter dem Text der Regel noch in den Uebungen ein Beispiel dazu. Die Regel über den subjonctif nach de sorte que, de façon que etc. ist Lection II, 25 besser gefasst als bei Plötz; dagegen Lection II, 26 wieder diesem nachgeschrieben. Bei Beiden soll sich der Hauptsatz auf den Relativsatz beziehen. Merkwürdig ist folgende Entiehnung: Plötz sagt in der Regel über den Gebrauch des subjonctif in Objectssätzen, welche von einem in der Bedingung stehenden Verb des Sagens oder Denkens abhängig sind, es komme darauf an, ob die Bedingung nach der Idee des Sprechenden der Wirklichkeit entspricht“. Dies überträgt Beumelburg fast wörtlich auf den durch das Relativ ausgedrückten Absichtssatz und sagt: „Der Subjonctif steht nach den Pronoms relatifs qui, que, dont, où (!!) etc.: wenn durch den Relativsatz etwas Ungewisses bezeichnet werden soll. Wenn aber der Relativsatz (soll beissen: der durch den Relativsatz ausgedruckte Gedanke) der Anschauung des Sprechenden gemäss der Wirklichkeit entspricht, so steht der Indicatif.“ Dass die beiden Relativsätze, welche der Verfasser als Belegstellen für seine Regel bringt, Absichtssätze sind, ist demselben entgangen; aus seinen Beispielen: Je cherche un domestique qui me soit fidèle und Je cherche un domestique qui me sera fidèle geht nur hervor, dass als Modus der Absicht nicht nur der subjonctif, sondern auch der Indicativ im Futurum gebraucht wird. Lection II, 28 ist besser und vollständiger als bei Plötz; jedoch hätte en venir à faire nicht unerwahnt bleiben sollen. Lection II, 29 über den Infinitif mit à ist rein äusserlich zusammengestelltes Material. In Lection II, 31 sind die Beispiele der Academie besser als die von Plötz gewählten. Die Regel über den Gebrauch von à bei continuer ist nicht gut ausgedrückt. Lection II, 32 schliesst sich so eng an Plötz an, dass nicht einmal eine bessere Anordnung gemacht und wie dort en sorte de ausgelassen ist. In Lection II, 34 ist der Unterschied zwischen dem Gebrauch des participe présent und dem gérondif gar nicht, der zwischen dem participe présent und dem adjectif verbal niebt klar genug angegeben. – Lection 1), 35 handelt von der Uebereinstiminung des mit avoir conjugierten participe passé mit dem dem Verb vorangehenden

Objecte in der bergebrachten Weise, obwohl es viel natürlicher wäre, den Sprachgebrauch auf die passivische Natur des part. passé zurückzufübren und den erst von Meigret im 16. Jahrhundert eingeführten modernen Gebrauch (die Unveränderlichkeit des part. passé, wenn ihm das Object folgt) als Ausnahme hinzustellen. Mit demselben Rechte, wie es heisst : à son retour, le chevalier trouvait réprimée une autre tentative d'émigration (lateinisch: inveniebat conatum repressum) und wie das Altfranzösische das part. passé mit dem Objecte bei jeder Stellung desselben in Concordanz bringt, sollte es auch heute noch heissen: le chevalier avait réprimée une tentative. Aber anstatt von dem Ursprünglichen auszugehen, stellen die Grammatiker die von Meigret gemachte und sich auf die Verflüchtigung des passivischen Begriffes des part. passé gründende Ausnahme als Regel auf und erschweren dadurch die Erklärung dieser orthographischen Eigentbümlichkeit, anstatt sie als eine auf der Hand liegende darzustellen. Bei Lection II, 35, 6, wo gelehrt wird, dass das part. passé sich nach dem bei

que

oder combien stehenden Genitiv richtet, bätte erwähnt werden sollen, dass sich das part. passé auch dem von Collectivbegriffen abhängigen Genitiv assimiliert; z. B. le peu de leçons que j'ai prises (Acad.).

Nach der Regel Lection 36 Nr. 9 wird es dem Schüler schwer werden, sich im Sprachgebrauch zurecht zu finden, zumal da die den Beispielen beigegebenen Uebersetzungen ibn nicht unterstützen. Der Satz: la dame que nous avons vue peindre wird vom Verfasser wiedergegeben durch: „die Dame ist von uns gesehen worden, nämlich wie sie malterwährend es sich doch um ein actives Verb handelt, also vielmehr heissen muss: die Dame, welche wir gesehen haben, nämlich malend; und Beispiel 2 sollte übersetzt werden: die Dame, welche gemalt wurde, wie wir saben, denn hier handelt es sich um die passivische Bedeutung des Infinitiv. Daher muss auch, da Intransitiva kein Passiv bilden können, das part. passé bei ihnen in dieser Wendung flectiert werden; z. B. je l'ai vue tomber.

Der Verfasser hat sich bei den Regeln über die Orthographie des part. passé genau an die Darstellung in Plötz Schulgrammatik gehalten, auch bei den orthographischen Bestimmungen von ci-joint und ci-inclus, welche Plötz selbst in seiner Nouvelle grammaire fr. verbessert hat.

Lection II, 36. Dass nacb plupart mit davon abhängigem Genitiv Plur. das Verb im Plural stehen muss, ist wie bei Plötz ausgelassen, obwohl der Schüler durch diese Lücke in Verlegenheit gerathen wird.

Lection II, 42 sind à plus forte raison und tout au plus ausgelassen. In Lection II, 43, Nr. 4 fehlen die vier Verben ajouter, répondre, succéder, opposer. Ueber den Gebrauch der Tempora in der Umschreibung mit c'estque, ce fut-que etc. musste der Schüler belehrt werden. Von der Stellung des circonstanciel ist gar nicht die Rede.

Lection II, 46 ist das über envers und contre Gesagte auch in Plötz' Schulgrammatik zu finden; wie ist aber damit fâché contre in Uebereinstimmung zu bringen?

Die Lectionen 45 bis 47 enthalten recht praktische Regeln, lehnen sich aber sehr an Plötz an. Wie dort sind auch hier die unentbehrlichen Unterschiede zwischen selon und suivant, zwischen être suivi de und par ausgelassen.

Lection II, 51 ist der Unterschied zwischen si und quand nicht klargelegt und nicht an Beispielen dargestellt. Bei que wäre die in den Klassikern vorkommende pleonastische relative Verknüpfung durch que zu erwahnen gewesen.

Lection II, 53 fehlt septuple. Die Redensarten stammen meistens aus Plötz.

Von Lection II, 34 an wird die Uebereinstimmung mit Plötz so genau, dass eine Besprechung dieses Theils die Plötz’sche Schulgrammatik treffen würde. Nur einige Abweichungen seien noch erwähnt: Lection II, 56 heisst Archiv f. n. Sprachen. LIV.

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es:

„Wenn vor dem Substantiv ein Adjectiv steht, so wird der Article partitif in allen Fällen ... durch die Präposition de obne Article ausge drückt.“ Davon werden vier Ausnahmen angeführt: des jeunes gens, da bon sens, de la bonne volonté, du petit-lait.

Lection II, 65. Die Regel über die Pluralbildung der zusammengesetzten Substantiva ist gar nicht zu gebrauchen; ebenso ist das über plusplus, moins-plus etc. in Lection II, 67, Nr. 10 Gesagte völlig unzureichend. Die Regeln in Lection II, 69 sind zu dürftig und die Adjective, welche nur bei bestimmten Substantivea die Bedeutung durch die Stellung ändera mit denen vermengt, deren Bedeutung durch die Stellung immer verändert wird.

Die vielen Wiederholungen aus dem Elementarbuch zu notiren, wird uns gewiss gern erlassen werden.

Wenn wir aus dem bisher über die Darstellung des grammatischen Stoffes Gesagten das Facit ziehen, so wird die auf dem Titelblatt rer. sprochene Gründlichkeit der Erlernung des Französischen sehr in Frage gestellt.

Betrachten wir nun die für eine methodische Grammatik ausserordenilich wichtigen Uebungsbeispiele, so macht sich zwischen den in der Elementargrammatik enthaltenen und denen des zweiten Theils ein grosser Uoterschied bemerkbar. Letztere bringen meistens die Regeln so klar zur Anschauung, dass die mangelhafte Fassung derselben zum Theil durch die guten Cebungsbeispiele unschädlich gemacht wird; dabei verfallen sie nur selten ins Triviale. Es kann dem Verfasser natürlich durchaus kein Vorwurf daraus gemacht werden, dass er Lesefrüchte dazu verwendet hat; wo dies nicht geschehen ist, namentlich in einigen zusammenhängenden Stücken, trifft sie allerdings der Vorwurf, welche wir den Uebungen der Elementargrammatik machen müssen. Wir sind weit davon entfernt, immer geistreiche, ihres Inhalts wegen interessante, auf allen Gebieten des Wissens belebrende Sätze zu verlangen, da wir wohl wissen, dass die Aufmerksamkeit des Schülers vom Sprachlichen absorbiert wird und werden soll. Indess fallt auch gelegentlich ein gutes oder schönes Wort auf ein gut Feld und fragt Frucht ohne dass der Säemann etwas davon merkt, während Trivialitäten, welche der Lebrer mit den Sebülern durchnehmen muss, weil sie im Lehrbuch stehen, und welche er so gewissermassen sanctioniert, nur eine schlimme Wirkung haben können. In der Elementargrammatik stellt der Verfasser diese Zumuthung fast in jeder Lection an den Lehrer. Wir greifen des Beispiels wegen einige Sätze heraus: „C'est le meilleur cigare que j'aie j’amais fumé. Vous êtes un fumeur enragé, vous êtes le plus grand fumeur qui soit au monde. Ich suche einen Sprachlehrer, welcher unterrichtet und zu gleicher Zeit thätig ist! – Höre endlich auf zu spielen; du bist ein wüthender Spieler, du bist der grösste Spieler, welcher in der Welt ist.“ (Lect. I, 75). ,,Pourquoi ton cousin avait-il vendu son couteau ? Warum hat Eugen seine Uhr verkauft?" (Lect. I, 6.) „Votre encre est-elle bonne on mauvaise ? Elle est mauvaise, elle est plus matvaise que celle de Pauline; elle serait moins mauvaise, si elle n'était pas trop épaisse. Wir sind müde, aber unsere Cousinen sind sehr müde. ** (Lect. I, 21.). – Die Mehrzahl der Sätze fast jeder Lection ist von der Bescbaffenheit der eben citierten.

Was die Auswahl und Anordnung der den einzelnen Lectionen bergegebenen Vocabeln anlangt, so haben wir uns I. Lection 27, 64, 68, 84, 85, 86 als der Verbesserung bedürftig notiert.

Die Correctur der Druckbogen hat nur drei Versehen stehen lasser. Lect. I, 31 Pois mour statt mois pour. Lect. I, 100 ist in der letzten Zeile ein l abgesprungen, Lect. II, 13 taut für tant. Magdeburg

E. Gerlach, Oberlehrer an der höheren Gewerbeschule.

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