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es bei

mögen zu dienen. S. 386 Son mosso facendo voi alcun verso (voi auch Dativ). Bonaggiunta da Lucca a. 0. 499 aspetto Bocca parlando; man erklärt parlante, es soll aber heissen: ich warte auf Euren, der Herrin Mund, damit er spreche. Eine Freude ist es hier auch den Dante zu treffen mit seinem vortrefflichen Ausleger Buti. Pg. 28, 10 le fronde tremolando pronte, cioè apparecchiate per la loro tenerezza e flessibilità a piegarsi et a tremare. Also promptus tremendo oder ad tremendum. Dass ein Gerundium nach mandare, wie man den alten (s. Blanc, Diez) findet, hierher gehöre unterliegt wol nach diesen Beispielen geringem Zweifel. Es ist aber zu erwägen, ob nicht auch im heutigen sto leggendo (= a leggere) ich bin am, beim lesen das Gerundium ein Dativ ist.

In con senza, ersteres auch neu, die beiden anderen nur alt, vor dem Gerundium führen Blanc, Diez und Nannucci an. Es ist hinzuzufügen, dass von jenen alten ziemlich gern das Gerundium als einen Dativ (ad faciendum) zu bezeichnen a vorgesetzt wird. Guittone R 17 E questo mondo è sì ricco e sì bello, Che ricche care dolci ed amorose Tante contene cose: A pagando cor d'uom son quasi nente. Qual tanti e tal pagando esser dea esso? Hier haben wir den Dativ mit und ohne a. Um ein Menschenherz zu befriedigen reicht die Schönheit dieser Welt nicht aus; wer soll er sein, welcher (pagando wie lateinisch solvendo) im Stande ist gute Menschen zu belohnen? 14 Lingue parlanti inique hai fatte mute, E mute parlatrici a bron trattando. 43 fabbricate Ho reti mante e lacci a voi lacciando (ad allacciar voi“). 2, 135 Tu (liberalità) traggi i cor con forzo a ben volendo. Selbst per statt a hat Abbracciavacca in einem Sonnet an Guittone (206). Chè alma e corpo e tutto mio sostegno Mi diè (Dio) per lui servendo fuor mancare, .um ohne Fehl ihm, Gott zu dienen. Die Richtung wohin giebt auch dies Beispiel des Bonaggiunta a. 0.

. 1, 502 Cosi mi traie Amore Lo spirito e lo core, Madonna, in voi

Freilich ist das blosse dative Gerundium gebräuchlicher als das mit a verbundene.

Die Grammatiker haben schon bemerkt, dass zu der vom heuti gen Gebrauche abweichenden Verwendung des Gerundiums bei der alten auch gehört, dass es als nominativer oder überhaupt als reiner Infinitiv steht. Ich glaube dass auch dieser Gebrauch auf die dative Verwendung des Gerundiums zurück geht. Es ist bekannt, wie alle Sprachen eine Neigung haben den Infinitiv in den Dativ zu setzen,

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auch wo in Wahrheit ein Nominativ oder Accusativ stehen sollte, wie die Engländer ihn ohne to gar nicht kennen, wie man schon esse für einen Dativ erklärte. Auch dem Italiäner ist dieser Hang eigen. Basta dire und basta a dire sagt man. Hatte man sich einmal gewöhnt so statt des Infinitives das mit ihm verwandte Gerundium (in der lat. Grammatik amare amandi u. 8. w.) zu setzen, so fand sich bier gelegentlich auch der die Erinnerung an die Dativ kraft störende Artikel ein, wie im Corbaccio: non solamente il se medisima concedendoli le bastava. Guittone R 1, 23 In voi è sol sanando ed uccidendo (-are,

- ere); 31 Chè per poco partire Non fa meo cor solo membrando (subi. il rimembrare) d'ella. Lapzalotto Sic. (1240) PPS 1, 164 E dona mi conforto di guarire Vedendo (= il vedere) lo bel guardo.

Ein Gerundium in Genitiv scheint durch die zu grosse Uebermacht der Praeposition di zu früh geschwunden, als dass es im Italiänischen auch nur Spuren desselben geben sollte.

Von den Beispielen, welche angeführt werden, dass den alten das Gerundium auch statt des Participium praesentis diene, wird man sich leicht überzeugen, ist manches vielmehr unter einen der so eben besprochenen Fälle zu bringen. Wie Guittone lettere 25 corona ci è coronando ogni vincente u. s. w., nicht = coronans; sondern ad coronandum, coronando. Zuweilen verführte zu solcher Deutung der Umstand, dass durch die freie Construction dem Leser zugemutet wird sich das richtige Subiect für das Gerundium aus dem Zusammenhange zu suchen. So bei Petr. 1 S. 27 si coglie Acerbo frutto, che le piaghe altrui, Gustando, affligge più che non conforta. Gustando, sagt man, sei gleich gekostet werdend oder gustato. Es heisst vielmehr: die herbe Frucht wird gepflückt, welche, wenn, indem (abl.) man sie kostet, die Wunden schlimmer macht statt sie zu heilen. Solche Freiheit der Fügung, sobald der Sinn leicht zu fassen sei, hat sehr in Schutz genommen und sogar sehr gelobt Leopardi op. 3 S. 233. * Mancher Fall freilich bleibt, in welchem das – ando, —endo Participium ist. Dass wirklich ein solches Particip praes. activi jenen alten eigen

* Auch im Latein liegt diese Freibeit schon vor in Sätzen wie Aen 2, 81 fando aliquod si forte tuas pervenit ad auris Belidae nomen, dadurch dass man redete, andere redeten. 'Von einem Passiv kann keine Rede sein. Denn so würde die Unbeholfenheit für Lateiner unerträglich; etwa wie nomen dicto audivi = den Namen, nachdem er genannt war, habe ich gehört.

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war, scheint fest zu stehen. So im ersten Sonnet von Dantes vita nuova: d’esto core ardendo Lei paventosa umilmente pascea , diesem brennenden Herzen speiste er sie. Leider habe ich kein Bei. spiel eines solchen Participiums auf a, i, e zur Hand, denn nascenda prole im Quadriregio 4, 13 passt wegen seiner Futurbedeutung nicht recht hierher. Die Thatsache finden wir mit den Forschern in lateinischer Grammatik und Sprachvergleichung in Ordnung. Denn dies andus, endus, undus sind wahre Nebenformen zu ans, ens, wie secundus, senescendus bei Varro u. a. zeigt. Aehnlich ist Aen. 1, 269, 9, 7 volvendis mensibus, volvenda dies (sich) wälzende Zeit, gerade wie (se) volventia plaustra Ge. 1, 63.* Früh hat sich der Sprachgeist, welcher keinen unge

. nützten Ueberfluss wollte, diese Formen für passive Notwendigkeitsparticipien (Gerundivum) und actives Gerundium ausgesondert. Oder, auf unseren obigen Satz zurückdeutend sagen wir, man erhob in diesen Participien die causative Bedeutung (cognoscendus erkennen machend) zur stehenden. So schon Weissenborn etymologisch begründend d = skr. dha. Res cognoscenda die Sache, welche erkennen macht, bewirkt, antreibt, dass man erkennt, ist nahe dem eine Sache, welche erkannt werden muss.

Und so res mihi cognoscenda est. Und auch mihi cognoscendum est hanc rem, für mich ist vorhanden ein erkennen machen, ein Drang zum erkennen, — die Sache.

Auch dieses Gerundivum hatten jene alten vielleicht. Guittone B 1, 43 Angeli castità hanno for carne; Ma chi l'have con carne, lo tant' è via maggior d'Angel dicendo (dicendus est). 2, 225 Pereti io non son colpevol conoscendo (cognoscendus, putandus sum). Ich sage vielleicht, denn an Beispielen dieser Formen in a, i, es mir ; und wer steht so dafür, dass nicht auch dieses ein Datis ist. etwa wie sono a (da) dire, und also auch diese Fälle jene grosse Klasse noch bereichern müssen? Für die blosse Notwendigkeitsform oder das Particip. fut. passivi bedarf es keiner Beispiele, wir haben heut cose stupende u. s. w. Ueber die Formbildung des Gerundiums giebt vortreffliche und genügende Auskunft Nannucci in der analisi dei verbi.

V

e fehlt

* Gewiss durch Vermittelung des Gerundiums entstand die bei alten zuweilen vorkommende Vertretung des Infinitivs durch ein Participium, al mio parvente, vedente, sciente, al mio vivente, Nann. an. S. 379.

wie

Beurtheilungen und kurze Anzeigen.

A new Conversation-Grainmar of the German language, adapted

to the use of schools and private instruction after the practical and theoretical method of Robertson, by Dr. Augustus Boltz. I-III. Berlin, Gärtner, 1872. 8.

Zu den Lehrbüchern, welche Dr. Boltz seit der Mitte der fünfziger Jahre über die italienische, spanische, französische, englische, russische Sprache nach der Robertson'schen Methode hat erscheinen lassen, hat sich im vorigen Jahre eine Reihe von Grammatiken der deutschen Sprache in verschiedenen Sprachen, nach derselben Methode, gesellt. In dem ersten Theile der vorliegenden deutschen Grammatik für Engländer legt der V'erfasser die Geschichte von Dornröschen seiner practischen und theoretischen Behandlung der deutschen Sprache zu Grunde; im zweiten und dritten Theile wird L. Tieck's Novelle „Des Lebens Ueberfluss“ als Text benutzt. Den 60 Lectionen, aus welchen die drei Theile bestehen, geht eine Introduction, enthaltend die Regeln über die Aussprache, voraus (ai, ch mangelhaft). Jede Lection besteht aus zwei Theilen, einem practischen und einem theo. retischen. Der practische enthält: 1. Text; 2. Literal translation; 3. Alternative translation: 4. English translation; 5. Conversation; 6. Phraseology. Der theoretische: 1. Lexicology; 2. Grammar; 3. Syntax. Der Verfasser sagt über diese Zweitheilung jeder Lection am Ende des practischen Theiles der ersten Folgendes: „Here finishes the merely practical part of our lesson. Together with the „Exercises“ (at the end of each lesson) it will be quite sufficient for children and the greater number of ladies, in fact for all persons generally, whose desire it is to become as quickly as possible acquainted with the practical use of the German language, without entering into all the niceties of etymology and composition. The second part of our lesson is chiefly devoted to such studious minds as love to account for every thing they commit to memory."

Die Fassung der grammatischen Regeln lässt in Bezug auf Klarheit oft viel zu wünschen übrig. Nur zwei Beispiele: Bei der Declination der Substantive ($ 24) sind nur die Endungen der starken und schwachen Declination angegeben, aber keine Kennzeichen, an welchen der Lernende sehen könnte, nach welcher Declination ein Substantivum abzuwandeln sei (cf. Otto's German Conversation-Grammar). Ein anderes Beispiel von Unklarheit findet sich § 27: „Weil ...., konnte er eine nicht einladen. Anotber example of the Inversion (8 13).“ In § 13 jedoch wird von einem ganz anderen Falle der Inversion gesprochen, nämlich von der Inversion, welche durch eine im Anfange des Satzes stehende Conjunction veranlasst wird. Einen studious

mind wird also § 27 kaum befriedigen. Eine eingehendere Besprechung des ganzen Buches scheint nicht nöthig. Von den Erfolgen dieser Unterrichtsmethode verspricht sich Referent, viel für den Privatunterricht, wofür auch die nicht unbedeutende Zahl von Auflagen, welche die ähnlichen Bücher des Verfassers erlebt baben, zu sprechen scheint.

A. Lüttge.

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Words from the Poets, a Selection of English Poetry, by Dr.

Emil Pfundheller. Stettin, H. Dannenberg, 1873.

Eine Sammlung wie die vorliegende, die aus dem ganzen Gebiete der poetischen Leistungen einer Nation die Perlen auswählen will, stellt dem Autor verschiedene Aufgaben. Sie ist dem Genusse gewidmet und fordert daher zunächst, dass der Verfasser selbst zu geniessen verstehe: er muss mit seinem Gefühl für die Schönheit der Idee und der Form begabt sein, um die vollendetsten Früchte, die jedes Feld der Dichtkunst gezeitigt hat, auslesen und mit richtigem Takte zusammenordnen zu können.

Will aber auch eine solche Zusammenstellung in erster Linie dem Genusse dienen, nicht das Wissen fördern, so darf sie doch nicht mit voller Willkür alles Gute und Beste aufnehmen, wie es sich gerade darbietet: sie muss nach allen Seiten hin Maass zu halten wissen und dadurch den An. sprüchen der Gerechtigkeit und Billigkeit genügen. Wir verlangen von ihr, dass sie uns einführe in alle Gebiete poetischer Darstellung, auf denen Vollkommenes geleistet worden ist, dass sie jeder einzelnen Gattung die Rücksicht angedeihen lasse, welche dieselbe nach ihrer thatsächlichen Bedeutung für das poetische Leben der resp. Nation und nach dem Grade der Vollkommenheit, die sie erlangt hat, beanspruchen kann: kurz wir wünschen, dass eine solche Sammlung uns den eigenartigen dichterischen Pulsschlag des Volkes fühlen lasse. Beschränkt sich endlich der Verfasser af einen gewissen Zeitraum die Words“ umfassen die dichterische Pro duction von Shakspeare bis auf unsere Tage indem er dabei die historisce Folge seiner Anordnung zu Grunde legt, so wird er sich der Nöthigung nicht entziehen können, auch jedem einzelnen der namhaften Dichter dieser Periode nach Kräften gerecht zu werden.

Betrachten wir die Pfundheller'sche Sammlung von diesen Gesichtspunkten aus, so dürfen wir ihr unbedenklich unter ähnlichen Zusammenstellungen, soweit sie uns bekannt sind, mit den ersten Platz einräumen. Der Verfasser bat unter der grossen Menge des Guten, das die englische Muse erzeugt bat, mit Geschick und Geschmack das objektiv Beste auszulesen verstanden. Er hat von dem weiten Felde der Lyrik die schönsten Blüthen gepflückt und mit freigebiger Hand bingestreut.

Er hat nicht vergessen. dass die erzählende Dichtung im Volkston, die Ballade für die englische Poesie eine hervorragende Bedeutung hat; dass diese Gattung sich von jeher besonderer Volksthumlichkeit und sorgfältiger Pflege erfreut und sich schon früh zu hoher Vollendung ausgebildet hat. Auch hat er das contemplativ-rhetorische Element in seiner Bedeutung für die englische Poesie wohl gewürdigt und berücksichtigt. Wir billigen es daher durchaus, dass ältere Volkslieder und Balladen (King John and the Abbot of Canterbury, the Two Corbies; My Mind to Me a Kingdom is, etc.) Aufnahme gefunden haben; dass die schönsten Monologe Shakspeare'scher Dramen unter die Blüthen englischer Nationaldichtung eingereiht sind.

Weniger befriedigt es uns, dass eine der englischen Muse eigenthümliche und von ihr zu vollendeter Schönheit ausgebildete Gattung fast ganz unbeachtet geblieben ist. Wir meinen das versificirte , Essays, das sich am leichtesten mit Paul Heyse's „Novellen in Versen“ vergleicht, von denen

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