Beiträge zur Ethnographie und Sprachenkunde Amerika's zumal Brasiliens: Zure Ethnographie Amerika's zumal Brasiliens

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Side 593 - Ranken zu überstehen; sie empfangen von jedem Familiengliede und Freunde mehrere Hiebe über den ganzen nackten Leib, oft bis zur Ohnmacht, ja bis zum Tode. Diese Execution wird in sechsstündigen Zwischenräumen viermal wiederholt, während sich die Angehörigen dem reichlichen...
Side 638 - Fasten darf es herabsteigen und einen im dunkelsten Winkel bereiteten Verschlag beziehen. Am eigenen Feuer kocht es seinen Mehlbrei, während der Absonderung ihre einzige Nahrung. Etwa nach zehn Tagen erscheint der Paje (Piai) , das Mädchen und Alles, was mit ihm in Berührung gekommen, durch Anblasen unter Gemurmel zu entzaubern. Töpfe, Trinkschalen, die es gebraucht, werden zertrümmert und vergraben. Nach der Rückkehr aus dem ersten Bade muss es sich während der Nacht auf einen Stuhl oder...
Side 123 - Gornara. p. 83. p. 108* b. chen , welche sich hie und da, so wie im übrigen America auch bei den Wilden Brasiliens findet *) , scheint in keiner Weise mit Rechtsbegriffen in Verbindung zu stehen. Auch zur Sorge für Kinder und Verwandte scheint das der Ehe analoge Bündniss unter diesen Wilden nicht zu verpflichten. Nicht selten erliegen die unmündigen Kinder dem Hungertode, oder sterben aus ändern Ursachen unmenschlicher Vernachlässigung. Uebrigens findet sich bei den Urbewohnern Brasiliens...
Side 103 - A. gilt diejenige Frau, mit welcher sich der Mann zuerst verband, als Oberfrau. Ihre Hängematte hängt der des Mannes am nächsten. Die Macht, der Einfluss auf die Gemeinde, der Ehrgeiz und das Temperament des Mannes sind die Gründe, nach welchen später noch mehrere Unterfrauen oder Kebsweiber bis zur Zahl von 5 oder 6, selten mehr, aufgenommen werden. Mehrere Weiber zu besitzen gilt als Luxus. Jede Frau erhält in Brasilien ihre eigene Hängematte und gewöhnlich einen besonderen Feuerherd, vorzüglich...
Side 637 - Mann die Hütte des Abends nur auf Augenblicke verlassen. Das gewohnte Bad ist ihm untersagt; eben so darf er seine Waffen nicht angreifen. Ihren Durst dürfen beide nur mit lauwarmem Wasser, ihren Hunger nur mit Brei aus Cassava-Brod stillen, der von einer der Verwandten bereitet wird. Noch sonderbarer ist aber das Verbot, mit den Nägeln der Hand den Körper oder Kopf zu kratzen, wozu jederzeit ein Stück aus der Blattrippe der CucuritPalme neben dem Lager hängt. Das Ueberschreiten eines dieser...
Side 120 - Dieselbe Gewalt, welche dem Manne, als dem stärkern, gegen seine Gattin zusteht, besitzt er auch über seine Kinder in vollkommener Unbeschränktheit , ohne irgend eine Beaufsichtigung durch die Gemeinschaft. Doch dauert diese schrankenlose väterliche Gewalt nur so lange, als die Kinder unmündig von dem väterlichen Heerde abhängen.
Side 124 - Ursachen unmenschlicher Vernachlässigung. Uebrigens findet sich bei den Urbewohnern Brasiliens keine Spur von Kinderopfern, welche nicht blos bei den Mexicanern, sondern auch bei den alten, ganz rohen, und jenen erstem vergleichbaren Völkerschaften von Peru im Schwange gingen**). Ein gesetzlicher Unterschied zwischen den Kindern der Oberfrau und der Concubinen wird nicht gemacht; vielleicht sind sich alle gleich ***). Von einer Art Vormundschaft über verwaiste Kinder findet man keine Spur. Oft...
Side 638 - Stuhl stellen, wo es von der Mutter mit dünnen Ruthen gegeisselt wird, ohne eine Schmerzensklage ausstossen zu dürfen, welches die schlafenden Bewohner der Hütte aufwecken könnte, ein Ereigniss, das nur Gefahr für ihr künftiges Wohl im Gefolge haben würde. Bei der zweiten Periode der Menstruation findet diese Geisselung wieder statt, später aber nicht mehr.
Side 287 - Gemeinde wieder unter denselben Ausdrücken der Trauer an dem Grabe; es wird geöffnet, der Körper herausgenommen, hingelegt, und nun erzählt man ihm Alles, was sich seit seinem Tode in der Aldeia im Allgemeinen, und in seiner Familie insbesondere zugetragen hat.
Side 73 - Kultus oder einer Ordensverbrüderung findet man keine Spur. Es ist mir daher wahrscheinlicher, dass sie mit der so tief eingewurzelten Sittenverderbnis der Indianer zusammenhängen, als dass man von ihnen auf eine Sekte von Entsagenden und sich in freiwilliger Demut Erniedrigenden schliessen, oder, wie Lafitau gethan, in ihnen Priester der Dea syria, wenn gleich in tiefster Ausartung, erkennen dürfte" (Martins 1832, 28; 1867,74—75).

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