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DAS RECHT DER ÜBERSETZUNG IN FREMDE SPRACHEN BEHÄLT SICH DER VERFASSER VOR.

HANNOVER

HAHNSCHE BUCHHANDLUNG.

1 8 7 9.

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Vorwort.

Erst

jetzt nach Verlauf von fast 11/2 Jahren seit dem Erscheinen der ersten Abtheilung des II. Bandes der ausführlichen lateinischen Grammatik meines verstorbenen Vaters bin ich im Stande die zweite Abtheilung des II. Bandes und somit den Schluss des ganzen Werkes der Öffentlichkeit zu übergeben. Wer aber die Schwierigkeiten des Druckes und zugleich die grosse Entfernung des Druckortes ermisst, wird gewiss die verhältnissmässig lange Verzögerung erklärlich finden und entschuldigen. Namentlich aber kostete mir die Anfertigung der zwei Register (des Sachverzeichnisses und des lateinischen Wortverzeichnisses) viele Zeit und Mühe; doch, hoffe ich, ist diese nicht vergebens aufgewandt: denn eben durch diese Register wird erst das Buch recht brauchbar und auch selbst für den, der vielleicht mit dem in demselben eingeschlagenen Wege nicht einverstanden sein sollte, ein bequemes Werk zum Nachschlagen und zur raschen Orientirung über jede einzelne sprachliche Erscheinung, die bis jetzt zum Gegenstande der Untersuchung gemacht worden ist.

Der Inhalt dieser zweiten Abtheilung ist aus dem vorausgeschickten Inhaltsverzeichnisse ersichtlich.

Einzelne Nachträge, die in dem eigentlichen Verzeichnisse von Berichtigungen und Zusätzen (S. 1087—1097) keinen Platz gefunden, habe ich in die Register selbst mit aufgenommen. Die Zusätze von meiner Hand habe ich wie

in der ersten Abtheilung durch eckige Klammern [ ] bezeichnet.

Seite 337 ist bei interest die Konstruktion mit ut non angegeben, auch Gossrau (latein. Sprachlehre S. 318) sagt: „Cicero hat noch ut non“, aber führt keine Belegstelle dafür an. An der einzigen Stelle C. Att. 11. 17, 2 (quid mea intersit, ut eorum odium non subeam, non intellego), wo J. F. Gronov ut non vermuthet, wird jetzt nach A. S. We; senberg (emendatt. Cic.) auch ut . . ne gelesen, was entschieden der eigentlichen Bedeutung von interest mehr entspricht. Mit einem durch quod eingeleiteten Nebensatze scheint sich interest nur in dem Briefe Trajans an Plin. (ep. 30, 2) zu finden: neque enim multum interest, quod nondum per numeros distributi sunt. Ob man, wie Ellendt-Seyffert S. 152 19 behauptet, interest omnium nostrum sagte, ist wenigstens zweifelhaft, wenn es auch nach Analogie von: patria, quae communis est omnium nostrum parens C. Catil. 1. 7, 17 richtig erscheint, vgl. Ruddimanni institt. gr. lat. ed. Stallbaum p. 202, not. 7).

Seite 800 c). Zu den Verben des Strebens u. s. w., die mit ut verbunden werden, füge hinzu: auch das blosse specto bei C. Fam. 5. 8, 3 tibi persuadeas vehementer velim

spectasse semper, ut tibi possem quam maxime esse coniunctus.

Seite 802 d). Zu den Verben des Bittens mit ut füge hinzu: so auch blandior, ut (= schmeichelnd bitten) einmal bei Liv. 21. 1, 4 Hannibalem .. blandientem patri Hamilcari, ut duceretur in Hispaniam. Vgl. Fabri-Heerwagen z. d. St.

Seite 816 i). Auch inveterascit wird mit ut verbunden, so C. off. 2. 16, 57 intellego in nostra civitate inveterasse iam bonis temporibus, ut splendor aedilitatum ab optimis viris postuletur.

Seite 829. Zu interdico, ne füge hinzu: auch einmal (nach Nizolius, lexic. Cic.) mit ut ne: C. de or. 1. 50, 215 neque enim est interdictum . ., ut singulis hominibus ne amplius quam singulas artes nosse liceat.

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Ausserden in dem Vorworte zur ersten Abtheilung angeführten Recensionen des ersten Bandes habe ich noch zu verzeichnen eine im Philol. Anzeiger 1878 Nr. 5. 6, 68, S. 258 ff., dann eine von Dr. F. Weihrich (Wien) in der Zeitschr. für österr. Gymnas. 1878, 6. Heft S. 447 ff. und besonders zwei sehr eingehende und gründliche und dabei höchst wohlwollende, die eine von Dr. Emil Dorschel (Dresden) in der Zeitschrift für das Gymnasialwesen XXXIII, 5 (1879), die andere in „listy filologicke a paedagogicke“ (Blätter für Philologie und Pädagogik, herausgegeben von Kvíčala) Bd. IV, S. 269 — 273 von Prof. Dr. Maixner in Agram, der auch bereits die erste Abtheilung des II. Bandes a. a. 0. (Bd. VI, 2, S. 149 — 156) einer ausführlichen und sachgemässen Kritik unterzogen hat. Den genannten Herren danke ich auch an dieser Stelle für das dem Buche erwiesene Wohlwollen und für die freundliche Zusendung der Recensionen, aus denen ich bereits einzelnes in den Berichtigungen und Zusätzen“ habe verwerthen können.

So möchte ich auch hier noch einmal die Bitte aussprechen etwaige Verbesserungsvorschläge mir freundlichst entweder direkt oder durch die Hahn'sche Buchhandlung in Hannover mittheilen zu wollen, da ein Werk wie das vorliegende nur durch Mitwirkung vieler sein Ziel erreichen kann: es würde zugleich damit den Manen des Verstorbenen, der sein ganzes Leben bis zum Tode der Wissenschaft gewidmet hat, der schönste Dienst erwiesen werden. Belgard, Pommern, 25. September 1879.

Dr. Rudolf Kühner,

Gymnasial - Oberlehrer.

ול

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