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Die Gebäude des Königlichen Joachimsthalschen Gymnasiums,

welche König Friedrich Wilhelm der Erste in den Jahren 1715 bis 1717 errichten liess, waren ebenso grossartig als zweckmässig angelegt. Die Wohnungen und die Klassen, die Höfe und die Räume für die Sammlungen genügten allen Forderungen, welche man in jener Zeit in Hinsicht auf Gesundheitspflege, Erziehung und Unterricht zu stellen gewohnt war. Als später die Uebung der körperlichen Kraft und Gewandtheit mehr in den Vordergrund trat, erweiterte König Friedrich Wilhelm der Zweite den Besitz der Anstalt durch die Schenkung des Turn- und Spielplatzes. In dem neunzehnten Jahrhundert wurden wiederholt Anstrengungen gemacht, durch Aenderungen im Innern der Gebäude den gesteigerten Forderungen der pädagogischen Kunst zu genügen. Aber je länger, desto mehr stellte sich die Unmöglichkeit eines wesentlichen Fortschritts auf diesem Wege heraus. Andererseits konnte die Verlegung der Anstalt nach einem von Berlin entfernten Orte dem geistigen Leben der Schule nicht förderlich sein. So wurde denn im Jahre 1872 der Entschluss gefasst, bei Berlin ein Grundstück von bedeutendem Umfange zu erwerben und die Anstalt nach einem einheitlichen Entwurfe neu zu errichten. Dieser Plan erhielt die Genehmigung Sr. Majestät des Kaisers. Durch das enge und wohl geregelte Zusammenwirken der leitenden Behörden, des Ministeriums der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten, des HandelsMinisteriums, des Königl. Provinzial - Schul-Kollegiums, der Königl. Ministerial-Bau-Kommission, sowie aller bei dem Bau beteiligten Techniker gelang es, in der verhältnismässig kurzen Zeit von sieben

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