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Auf Murianuri (untere Welt) folgte Burotu (Paradies), dann (als Aufenthalt der Seele) Bulu oder Lagi (Himmel), zerfallend in Lagi tua dua (erster Himmel), Lagi tua rua (zweiter Himmel), Lagi tua tobu (dritter Himmel). Am Eintritt zu Dengei's Richtplatz haben die Seelen der Lügner mit Samuyalo (der von ihrer Ankunft durch Papageiengeschrei benachrichtigt wird) zu kämpfen. Die Hagestolzen werden von Naga naga verfolgt. Die Dämone wohnen in Bulu (Unterwelt) unter dem Häuptling Lothia, neben dem (Seelen zerstörenden) Samuialo (in Fiji). Seelen abgeschiedener Häuptlinge begeistern Krieger, zu Heldenthaten anfachend. Roke-batin-dua (einzähniger Hero) fliegt (funkensprühend) durch die Luft, als Kalvu-kana.

Wenn die Seele, nach Naicobocobo (in Vanua Levu) gewandert, mit dem Wallfischzahn den Baum bei Takiveleyawa trifft (im Fall des Verfehlens durch Gott Ravuyalo getödtet), besteigt sie den Gipfel Takiveleyawa's (die erdrosselten Frauen erwartend) und geht dann nach dem Dorf Nabagatai, wo sie im Kampf mit dem (durch den Papagei benachrichtigten) Ravoyalo (nachdem sie durch die Thür der Häuser gezogen ist) sich bei Naithombothombo in einem Canoe einschifft (wogegen, wenn durch Ravuyalo getödtet, gegessen, und wenn verwundet, auf den Bergen von Vanua Levu unstät schweifend) In dem Canoe bei dem Kawandra - Berge in Viti Levu gelandet, ersteigt die Seele den Gipfel Naidelide, um über Dengei's Ruder nach Burotu zu gelangen oder (wenn im Lügen auf gestellte Fragen herabgestürzt) nach Murimuria. Auf Fiji kommt die Seele zu Gott Taseta, der einen Speer gegen sie schleudert 1) und die nicht zuckende ehrt.

In Lakomba gehen die Seelen nach Namukalivu (am Seestrand), das irdische Leben fortsetzend, und dann (nach abermaligem Tode) nach Mbulu, wenn sie nicht von Samuialo in den Abgrund geworfen werden. In Kandavu haben die Seelen den von Gott Taseta geworfenen Speer zu vermeiden. In Vanua Levu gehen die Seelen von Dimba-dimba (in Ambay-Bay) in den Canoes Rokavona und Rokora zu Ndengei (in Stürmen). In Rewa werden die zu Ndengei gehenden Seelen (wenn nicht den Dämonen zur Speise übergeben) nach der Insel Mukaloa gesandt, für spätere Vernichtung. Durch Seelen verehrter Häuptlinge mag beim Kriege zur Tapferkeit begeistert werden. Radinadina, Sohn Ndengei's, ist Gott Muthuata's. Konnte die Seele mit dem beigegebenen Zahn den Baum von Takiveleyawa nicht treffen, so hat sie auf der Erde zu schweifen. In Kolo bei Levuka wurde auf Kindesgrab ein Hausmodell gesetzt. Nachdem die Seelen in Thumba - Thumba das irdische Leben fortgesetzt, gehen sie nach Mbulu (zu Ndengei) und verfallen schliesslich der Lothia (Vernichtung).

In Vanua-Levu gehen die Seelen von Dimba-dimba in die See und werden durch die Canoes Rokavaua's und Rokora's nach Dengei's Wohnsitz gebracht (in Stürmen). In Fiji bleiben die Seelen aller Verstorbenen an dem ihnen angewiesenen Platz, bis die Erde durch Feuer zerstört und neu geschaffen ist. In Rewa gehen die Geister der Gestorbenen zu Ndengei, der sie entweder den Dämonen zur Speise überweist oder nach der Insel Nukulau sendet, wo. sie vernichtet werden. In Lakemba gehen die Seelen nach dem Küstenplatz Namukaliwu, eine zeitlang die irdischen Beschäftigungen fortsetzend, und dann nach Bulu ziehend, wo sie durch Samuialo in das Feuerloch geworfen werden. In Kandavu gehen die Seelen zum Grunde des Meeres, wo die Gottheit die Zusagenden zurückhält, die andern nach den Freunden auf der Erde zurücksendet.

1) Diogenes und Crates haben ihren Reichthum in der Unterwelt bewahrt, während die Anderen nur mit einem Obolos anlangen, und auch diesen an Charon abzuliefern haben (bei Lucian), um sich durch Abzahlung sonstige Gefahren zu ersparen (wie von Cerberus u. A. drohend). Wird der Todte nicht geehrt, kommt der Geist zurück (nach den Zigeunern). Den Paterni dei (als Rachegottheiten der Eltern) entsprechen die Patrii dii.

Der Namen des Schöpfergottes Nungerain durfte in Aneiteum nur durch Priester oder Häuptling ausgesprochen werden. Gott Natmose in Aneiteum wohnt im Himmel. Gott heisst Mariu (Sonne) in Malikolo. Nachdem der Gott Nobu (in Erromango) die Menschen geschaffen, wanderte er fort (nach dem Tode der Weissen). In Tanna wurden verschiedene Himmel unterschieden. Der erste Mensch (in Erromanga) war eine Frau, dann folgte ihr Sohn, und von beiden stammen die Bewohner. Unter der höchsten Gottheit wurden (in Aneiteum) die Natmases verehrt. In Erromango wurde die Natemas verehrt. In Neu - Caledonien wird der Gott Neuengut verehrt. Die Abgeschiedenen gehen zu Gott Dianua. Gott 1) auf Tanna ist Arenha (todter Mensch); die Seelen der Abgeschiedenen werden verehrt und alte Häuptlinge nach dem Tode vergöttert, um beim Namen für das Wachsthum der Pflanzungen angerufen zu werden, unter Darbringung der Erstlinge, wobei Häuptlinge Gebete an den wohlwollenden Vater richten. Neben den Ahnengeistern werden in Fate zwei höchste Götter verehrt, und die Todten gehen zu einer Unterwelt. für Belohnung oder Strafe (auf den Neu-Hebriden). Auf Lifu werden Fingernägel, Zähne, Haarlocken, als Reliquien der Vorfahren, zur Verehrung bewahrt.. Auf Maré oder Nengone, wo die Geisterseelen vergöttert werden, bewahrt man Reliquien der Fingernägel, Zähne und Haare (s. Turner). In Vate wird beim Kavabecher zu den Vorfahren gebetet.

In Vate (mit den Schöpfungsgöttern Mauitikitiki und Tamakaia) wurden die Seelen der verstorbeneu Häuptlinge (die westlich in Lakinatoto verweilen) angerufen. Laulaati (der Schöpfer) bildete einen Stein, aus dem das erste Menschenpaar hervorkam (auf Lifu). Neben dem (blinden) Gott Yona (beim Pflanzen der Yam) werden (in Bauro) die Ahnen, als Ataro, verehrt. Nach Schöpfung Erromango's wanderte Nobu zum Land der Weissen, von wo zurückerwartet. Auf Nguna wird Supe als Gott verehrt (in den Neu-Hebriden). In den Neu-Hebriden wurden die Inseln aufgefischt von Gott (der dann Mann und Frau schuf). Nachdem der Schutzgott Maisiki die Ansiedler (in einem Canoe) nach Aniwa und Futuna gebracht, kehrte er in die Heimath (Tonga's) zurück, aber für Besuche wiederkommend.

Gott Nugerain, dessen Namen nur von dem Priester auszusprechen, liess (nachdem Aneiteum aus dem Meer gefischt) seine Körperhülle (beim Fortgehen)

1) Qamata wird als Gottheit angerufen (bei den Kaffern) und die Seelen der Häuptlinge empfangen Opfer (s. Theal), von den hohen Plätzen, wohin sie gezogen, schutzmächtig, während beim Herabsinken in Reinga (bei den Maori) beständig an Kraft verlieren, bis Meta oder (auf Fiji) Lothia.

zurück, als Schildkrötenschaale 1) und da diese von seinen Kindern mit Cocosnussstücken durchbohrt und angebrannt wurde, kam der Tod unter die Menschen (s. Murray) [Orinoco). Mit seiner Frau (dem Mond) im Osten (von Aneiteum) wohnend, stieg der Sonnengott zum Himmel und liess die Mondfrau nachkommen, die Tochter Sina zeugend. Bei Festen (auf Aneiteum), wird eine Figur des Mondes (angekleidet) umhergetragen (mit Sang und Tanz, unter Opfer. Im Jenseits oder Imai (Aneiteum) schied sich der Ort der Qual (für die Geizigen) vom glücklichen Paradies. Von den heiligen Plätzen der Natmases (auf Aneiteum) führten heilige Strassen (nicht durch Zäune zu blokiren) zur See. Beim Krieg der Natmases des Landes und der Natmases der See werden die Priester von den Natmases besessen (1849).

Ausser zu den Familiengöttern wird (in Neu - Caledonien) zu Göttern anderer Länder gebetet, als Schutzgeister (beim Fischen, Pflanzen, Hausbau u. s. w.). Vor dem Krieg wird für das Auge gebetet, damit es sicher sähe (zum Speerwerfen), für das Ohr (um das Nahen des Feindes zu hören), für die Füsse (rasch zu sein), für den Körper (nicht verwundet zu werden), für den Kopf (den Keulenschlägen auszuweichen), für den Schlaf (nicht durch Ueberfall gestört zu werden) u. s. w. (bei verschiedenen Göttern). Die Priester (von der Leiche des getödteten Feindes die Hände zum Essen erhaltend) sitzen in einiger Entfernung vom Schlachtfeld, fastend und um den Sieg betend. Unter den Tempel-Idolen der Papua in der Bay Offach (in Waigu) fand sich das Crocodil. Neben heiligen Steinen (von Natmosen oder Dämonen bewohnt) wurden heilige Haine verehrt (auf Aneiteum). In Erromango fanden sich Steinbilder des Vollmondes oder Neumondes. In Maiwo oder Aurora der Neu-Hebriden schlagen sich (beim Leichenfest) die Gaben tragenden Jünglinge gegenseitig blutig.

Die Tempel mit den Schädeln der Wanikoresen (auf den Queen CharlotteInseln) dienen zugleich zum Versammlungshaus. Zum Tempel bietet sich auf Tanna der Schatten des Banyanbaum. Unter Banyanen werden heilige Steine verehrt (auf Tanna). Die als Storjunkare, seine Frau Acte, seine Kinder, Diener oder Mägde verehrten Steine waren (nach Scheffer) nicht gearbeitet, sondern gefunden, als rohe, schwarze, rauhe Steine, voll Löcher und an Wasserfällen ausgefressen (nach Tornäus), wie die in Neu-Guinea für Erntearbeiten verehrten.

Als von den (in Vögel, Thiere, Amphibien u. s. w. verwandelten) Söhnen des Ersten Menschen Walelimeme (im Ueberfluss lebend) die Ratte durch ein in die Erde gebohrtes Loch aus den Pflanzungen des im Erdmittelpunkt lebenden Greises den Yam auf die Erdoberfläche brachte und dieser gepflanzt wurde, begannen die Menschen zu sterben, weil im Austausch für das gestohlene Nahrungsmittel Menschenleben gefordert wurden (auf Lifu), [Mokisso). Der Dämon Vatoo macht krank 2) (bei den Motu). Ein Theil der Todten geht nach Taulu, wo die Geister oder Tirava leben. Nach Westen gehend,

1) Apud veteres omnia templa in modum testitudinis facta (s. Servius), und die mystische Schildkröte Fo's zeigt sich in den Avatara.

2) Bei den Zambi verehrenden Kalunda orakelt der Kupongo, ob ein Mahambą (Verstorbener) die Krankheit veranlasst hat (s. Pogge), und dann die Ordale.

erbalten die Seelen von dem dort sitzenden Salatau Axtschlag auf den Kopf, zum Herabstürzen.

Unter den Belehrungen des Uta genannten Greises 1) verbleiben (ohne gesehen zu werden) die Knaben auf den Anachoriten) in dem abgelegen errichteten Amahei-tabun (amahei oder Haus), bis das Haupthaar gewachsen ist, um als Tabun-e-uk getragen zu werden (s. Kubary) in (afrikanischer) Pubertätsweihe.

Die Dukduk-Verkleidung, worin die Gottheit Turangan steckt (auf NeuBritannien), setzt die Einweihung 2) durch »Sehen des Tambu« voraus, wozu die Vorbereitungsceremonien (unter Enthalten vom Sprechen) durch Tanz beschlossen werden (auf Neu-Britannien). Wie beim Mumbo-Jumbo (in Senegambien) verbreitet bei Idem Efik (das Calabar) die Erscheinung aus dem Walde den Schrecken 3), der die Macht des Purrah-Ordens oder der Semo

1) Bei den Mongolen erbt der jüngste Sohn, als Feuerbewahrer im Hause bleibend (die alternden Eltern zu ernähren).

2) Dem Kabiräer Prometheus (Vater des Aitnaios) hatte Demeter die Mysterien im Tempel der Kabiren bei Theben gelehrt. Nur wer durch die Göttin selbst in einer Traumerscheinung berufen, wurde in den Tempel der Isis zu Tithorea in Phokis zugelassen. Das Bild der Göttin im Tempel der Chthonia zu Hermione durfte nur von der Priesterin gesehen werden. Im Gegensatz zu Profani sind Religiosi (bei den Isis - Mysterien), qui venerandis penetralibus quidem fuerant initiati (Apulej.). Zeus Xovoaópevs wurde bei den Karern verehrt. Chrysaor (Sohn des Poseidon) entsprang aus dem Hals der enthaupteten Medusa oder Gorgo (Geryon zeugend). Im Hain bei Chrysa stand der Tempel des Apollo Smintheus. Auf den von Alexander im Apollotempel zu Chalcedon vergrabenen und wiederaufgefundenen Erztafeln wurde die Uebersiedelung Apollo's mit seinem Sohn Asklepios nach Abonuteichos angezeigt (wie auf denen Joe Smith's die neue Religion). Die Aegothenitaner gestatteten den Böotiern von Siphae Theilnahme am einheimischen Gottesdienst. Ausserhalb des Stammes waren Räubereien (bei den Germanen) ehrenvoll (s. Caesar). in Sparta wurde der Diebstahl nur bei Ungeschicklichkeit bestraft. Die Lydier schlossen (wie die Scythen) Blutsbrüderschaft durch gegenseitiges Bluttrinken, und so nach den Sagas (bei den Stämmen des indischen Archipelago und sonst).

3) Die collinischen Salier (neben den palatinischen) hiessen Pallorii oder Pavorii von Pallor und Pavor (als Gefährten des Mars). »In Guiana beginnt der zur Rache Verpflichtete zu fasten, und zwar entschlägt er sich der Nahrung so lange und so sorgfältig, bis er auf den Zustand gänzlicher physischer Entkräftung angelangt ist, um in den Besitz eines Dämons zu kommen. Darauf sucht er den als Mörder Verdächtigen auf, schleicht sich von hinten an ihn und schiesst ihm einen vergifteten Pfeil durch die Rippen oder tödtet ihn mittels eines Schlages auf den hinteren Hals. Liegt dieser todt da, so wird ihm noch ein Gifttrunk vom Gifte der Urupa eingegeben, d. h. durch den Hals gezwängt. Finden dann die Verwandten des Erschlagenen seinen Leichnam, so begraben sie ihn. Der Kanaima oder Rächer muss aber in der Nähe bleiben, um den Ort der Bestattung zu erfahren. Dies wissen die Verwandten wohl, und so überbieten sich nun beide Parteien in Listen, die Grabstätte zu verstecken oder zu entdecken. Der Kanaima muss sich nämlich noch des bösen Geistes, welchen er sich angehungert, am Leichnam des Mörders entledigen, und dies ist nur möglich, wenn letzterer bereits im Grabe gelegen hat. Die Ceremonie, unter welcher dies geschieht, besteht darin, dass ein langer, angespitzter Zauberstock in den Körper des Todten gestossen wird. Die Sippe des Erschlagenen hat eine heisse Axt in die Eingeweide desselben zu schlagen, und diese Ceremonie bedeutet, dass ebenso dem Kanaima die Eingeweide verbrannt und zerfleischt werden sollen. Es ist dies der Fluch, den sie über jenen verhängen. Nun beginnt die gegenseitige Verfolgung der beiden verfeindeten Familien und die Blutrache setzt sich nach einem vollständig ausgebildeten System, dessen Erlernung den wesentlichsten Theil der Bildung jenes Stammes ausmacht, von Geschlecht zu Geschlecht fort.«

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begründet. Während einige Gottheiten der Slaven in Tempeln verehrt wurden, veluti Plunense idolum Podaga, alii silvas vel lucos habitant, ut est Prove, quibus nullae sunt effigies expressao (s. Hetmold).

Salatau sitzt (mit Keule) am Eingang der Unterwelt als Cacinatoto (auf Vate) oder Umatmas (in Aneiteum), die Anlangenden auf den Kopf schlagend (wenn nicht vorgesehen). Cherubine wohnen an der Umzäunung elysäischer Inseln. Die Mandan opfern dem Ersten Menschen (Numank-Machana), der von dem Herrn des Lebens (Ohmahank-Numackschi) als Sonne (Mahap-Mihnang-gä) seine Macht erhielt, und neben dem (bösen) · Ohmahank Chikä (in der Erde) schützt Rokanka Tauibanka (im Venus-Stern), während Schähäcke (im Prärienwolf) umherstreift und Ochkih-Häddä in Träumen Tod bringt (Neuwied). "Tuepos wurde geflügelt dargestellt, und so ®Pavos (Bruder des Thanatos).

In Aneiteum wird die Wittwe beim Begraben erdrosselt (sowie Mutter oder Grossmutter beim Tode eines Kindes). Die Seelen in Neu- Caledonien gehen in den Wald, und jeden fünften Monat wird beim Feiern des Geisterfestes ihr Gesang gebört. In Fate, wo die Geister der Verstorbenen 1) verebrt werden, stellt man beim Tode eine grosse Holztrommel auf (mit eingeschnitztem Gesicht), die beim Jahresfeste zum Tanze geschlagen wird. Auf den aufrecht stehenden Holztrommeln (Fili’s) finden sich Zeichen.

Leichen werden in die See geworfen (um ins Jenseits zu schwimmen), aber die des Natimarith (höchsten Häuptlings) begraben, auf Aneiteum (in Tanna in einem aus dem Ende des Canoe verfertigten Sarg). In Naiabui werden bei Bioto (in Nicura) die Häuptlinge im Dorfe begraben. In NeuCaledonien werden Erdhaufen als Gräber der Häuptlinge aufgeworfen. Auf den Gräbern finden sich Erdhügel (Nbouet). Die Koiari bewahren die Leichen in den Häusern auf. Die Leichen wurden in einer Seitenöffnung des Grabes beigesetzt (bei den Cara). In Neu-Caledonien werden Ruder und Speere auf das Grab gesteckt und Köpfe geheiligt, wie in Fiji und Spiritu Santo. In Fate werden hohle Bäume für die Todten angeschnitzt.

Die Leiche des erschlagenen Missionärs Williams wurde auf Erromanga in liegender Stellung (auf der rechten Seite, mit den Knien emporgezogen) gemessen (nach Bezeichnung durch Steine).

Die Todtenseelen gehen auf Vate nach Lakuiatoto. Unter das Dach der Häuser werden Sammlungen von Knochen gehängt (in Vate). Alte und Kranke verlangen das Begraben (auf Vate). Beim Lebendigbegraben der Neugebornen wird darüber ein Feuer angezündet, die Seele zu ersticken. Kranke werden begraben, die Ausbreitung der Krankheit zu hindern. Wenn Alte (auf Vate) lebendig begraben werden, bindet man an ihren Arm Schweine, die dann beim Fest verzehrt werden, und die Seele ins Jenseits begleiten. Auf den Gräbern von Erromango werden Vertiefungen gelassen, mit zwei Stäben aufstehend (an Kopf und Fuss). In Lifu (Aneiteum und Vate) geht die Seele westlich zum Locha genannten Platz (s. Turner), in Erromango ostwärts. In Lifu werden den Leichen Kopf und Beine zusammengebunden. In Lifu wird zu den Vor

1) Zum Befragen wird der Priester vor den Zaubertöpfen von der Seele eines Abgeschiedenen besessen, um in ihrem Namen zu sprechen (in Songo). Nachdem Ehsicka-Waháddish oder Erster Mensch (Herr des Lebens) die Schöpfung gebildet, erhielten die Mönnitarris heilige Töpfe von der Greisin Makol (von der die Ratte und Kröte geschaffen).

Bastian, Oceanien.

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