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ao nui tI'ane's Maori (

Unter dem Stamm Rarawa (der Ngapuhei) wurde (bei Whangarei) unter einem durch Sturm umgeworfenen Baum eine Bronze-Glocke mit Inschrift gefunden (nördlich von Auckland). Die tamulische Inschrift der bronzenen Schiffsglocke, die durch Colenso im Innern der Nord-Insel (Neu-Seeland's) gefunden wurde, ist von Cargill erklärt, als » Mohoyideen Buks-stup's bell« (s. Thomson).

Ka riu a tenei ki te wao nui te Tane kote hune i te Moa (fortgetrieben von dem grossen Wald Tane's und verschwindend gleich dem Moa) heisst es in einem Liede der Maori (nach Mittheilung H. Locke's). Ein Häuptling der Matata erhielt auf der Jagd einen Schlag durch einen Moa, so dass ihm ein Bein gebrochen wurde. In den Gesängen der Maori wird von dem Kopfputz einer Moa-Feder gesprochen. He waewae Moa to nu repa Pakeha e tu nei (gleich den Beinen der Moa, sicher stehen die Pakeha oder Fremde) heisst es im Sprüchwort der Maori.

Der Name Kumara ist derselbe in allen Dialecten, unter den verschiedenen Bezeichnungen der Varietäten. Kartoffel: Riwai (in Waikato); Porete (in Bay of islands); Taiwha (in Wanganui). Nach Einführung des Phormium tenax verschwand das Aote (Broussonetia papyrifera), weil nicht länger cultivirt, aber die zum Prophezeien dienenden Drachen mussten noch daraus verfertigt sein.

Das Lebensprincip oder Mauri macht sich in Schluckungen, als Toko-Mauri (toko, aufwärts anstossen) bemerkbar. Als Tumutuenga aus Lehm den Menschen fertigte, befahl er ihm zu niesen, indem er sprach: Tike Mauri-ora (eines mit dem Leben des Athem's). Das Lebensprincip (Mauri) wird als Wai-ore a Tane (Tane’s Lebenswasser) bezeichnet. Der Hinengaro bat seinen Sitz theils im Magen, theils im Kopf, der Wairua im Blut oder in den Nerven. Beim Tode vergeht der Hinengaro mit seinem Haus (dem Körper), wogegen die Wairua zum Reinga oder zum Rangi eingeht. Die vom Reinga (am 3., am 5. oder am 10. Tage) Zurückkehrenden erzählen, dass die Verstorbenen dort in Häusern leben (und solche, die am längsten blieben, wissen am Besten). Andere Seelen schweben aufwärts zum Himmel, werden indess durch die irdischen zurückgezogen, wogegen die himmlischen Einflüsse sie emporzuheben suchen, und wenn sie dann eine gewisse Höhe erreicht haben, sind sie frei von den unteren Einflüssen und verbleiben oben.

Beim Schreck wird das Lebensprincip 1) (Mauri) zerrüttet (wie unter Tagalen beim plötzlichen Erwecken).

1) Wenn die Seele (Kouts-mah) des Kranken, zur Unterwelt Chayher's gelangend, dort in ein Haus eintritt, kann sie nicht zurückkommen, und so erfolgt Tod (bei den Aht), ohne Hülfe durch die Aerzte (Ooshtukyu), während der Zauberer (Kaukoutsmah-ha) seine eigene Seele nachsenden mag, um die zurückgebrachte Seele des Kranken in dessen Kopf zu werfen (bei den Aht). Die Seele dwells in the heart (lebuxti) and also in the head (weht, brain). Bei den Leichen-Ceremonien (der Tiribi) werden die Bi (Dämone) durch Maskentänze gesühnt (s. Gabb). Durch den Saft von Datura arborea unbewusst, sieht der nächste Verwandte des Kranken denjenigen Moharis (Mohanes oder Agorero ), der die Kur zu übernehmen, und der erste ähnlich Begegnende legt sich dann in der nebenaufgehängten Hängematte nieder (mit Begraben der Todten in Töpfen) in Manoa (ş. Skinner). Bei den Chiriguanos (am Rio Grande) beobachtete der Vater das Kindbett (s. d'Orbigny). Die Dämonin Boginka stiehlt den Wöchnerinnen Kinder zum Vertauschen (in Krakau).

Der Sitz der Gefühle lag im Ngakau oder Bauch. Taanga bezeichnet das Heben und Senken der Brust beim Athmen, Tangaroa den Gott der See, Tangata den Menschen. Mit Ngakau, als Sitz der Seele, werden die Eingeweide bezeichnet. Die Maori bezeichnen das Geistige im Menschen als Hine-gnaro oder das (zeugende) Weib (Hine) im Innern (ngaro), oder Gedanke. In Wairua wird die Seele als das im Wasser (Wai) gesehene Doppelbild (rua, zwei) aufgefasst (im Wiederschein). In Träumen wurde der Reinga besucht (durch Wairua). Im Schatten jedes Dinges erkennt als Persönlichkeit der Maori den Atua oder das nach der andern Seite (tua) hingeworfene.

Der Whairua war die Abschattung des irdischen Lebens im Tode, während der Manawa (Athem), oder die das Leben erhaltende Energie, mit dem Absterben zu Grunde ging (bei den Maori). Im Schlafe begiebt sich der Whairua aus dem Körper fort, nach fernem Ort, Vorhersagungen sehend. Der Krieger stand unter dem Ata (Schatten) dem Schutze Tu's. Beim Auszug zum Kriege sprach der Maori bei Anlegung jedes Stückes seiner Rüstung eine entsprechende Anrufung Tu's. Die dem Häuptling abgeschnittenen Haare werden auf den Waitapu gelegt. Im Tera-Po (künftigen Leben) altert man nicht. Mea wai hoki kakite (das Ende ist unbegreiflich) schliesst die Taufformel. Koai-to-ara, was ist dein Pfad ? frägt der Priester (oder Verwandte) den Sterbenden, und richtet demgemäss seine Gebete an Tawhaki, Rongomai, Maru, Puhi u. s. w. Der Priester in seinen Beziehungen mit den Ariki und den übrigen Vornehmen, theilt denselben die göttlichen Namen, als ihnen zukommend, mit, und von diesen geht die Belehrung über (hinsichtlich des Familien-Schutzgottes). Das Mädchen Rona, den Mond scheltend, weil beim Wasserholen verfinstert, wurde mit einem Zweige des Pohutu-Kawa-Baum, woran sie sich festzuhalten suchte, emporgenommen.

Der Häuptling Renata Kawepo vom Stamm der Ngati kahungunu (bei Napier) führte strengere Reform der Sitten ein, als ein Scheintodter 1) in der Extase von einem Anahera (Engel) durch die Qualen

1) Some are to be stoned and some to be killed by the hatchet or knife (in Krankheit oder Alter) bei den Koriäken (s. Lansdell) oder anderswo mit Keulen. Alexis wählt sich zum Gesundheittrinken Zeus Soter, als nützlichsten aller Götter (bei Ath.). König Apepi erkor sich den Gott Sutech (Set) zum Herren (nach der pap. Sattier I) unter den Hyksos (s. E. Meyer). Xuthus (von Aeolus und Zeus entsprossen) unterstützt die Cecropier (bei Euripides) im Kriege mit Euboea (zur Vermählung mit Kreusa).

Orte des Reinga und den Lustort des Rangi geführt war, mit dem Auftrage, bei der Rückkehr zur Erde seinen Stammesgenossen die Zukunft der Guten und der Bösen auszudeuten. Der Kawau-Ariki (Prediger-Fürst) Hinetapeka stürzte den Continent um, das Festland in Inseln zerbrechend, wo Tu, als Vorfahr der Maori, im Jenseits Menschen schuf, die bei Ankunft Tiki's (Enkels Tu’s) sichtbar wurden und in Wirklichkeit traten (aus Hawaiiki hervor).

Die Einflüsse (Mana) der Verstorbenen (als Mana-tangatoo oder Mächte der Menschen), nebst den Einflüssen ihrer Atua oder Götter (als Mana Atua) verblieben mit den Nachkommen, die dadurch grössere Macht erlangen. Die Seele eines nach 3 Wochen vom Himmel zurückkehrenden Tohunga belebte den Körper wieder. Bei der Leiche eines Ariki fastet der Priester (Tohunga), und die Wairua (Seele) wird dadurch in den Eingeweiden festgehalten bis zum 10. Tage, wenn sie unter der Versammlung des Volkes im Bauche durchbricht, und Angesichts Aller zum Himmel steigt (wie bei den Preussen). In Folge der Vorsorge der Häuptlingsseelen für ihre Nachkommen, besitzen diese das Tabu. Wegen seiner langen Reihe von Vorfahren war der Häuptling Kani (der Uwoua) unverletzlich. Als Ngako-o-tewenua (Fett des Landes) erben der Aelteste und der Jüngste unter den Söhnen des Rangatira. Auf dem Rerenga wairu (Seelenpfad) zur See gelangend, schiffte sich die Seele für Hawaiki ein. Auf dem Wege nach Reinga hatte die Seele 1) den Fluss Wai-ora-tane (Lebenswasser des Menschen) auf einer Brücke zu passiren (wenn die Wächter die Balken hinüberlegten). Die Mana durchwaltet in ihren. Wirkungen, nach Art des Numen oder im afrikanischen Geheimniss (des Fetisch).

1) Animas hominum daemones esse et ex hominibus fieri Lares, si meriti sunt boni, Lemures seu Larvas, si mali; Manes autem Deos dici, cum incertum est, bonorum eos sive malorum esse meritorum (s. Aug.). Perdikkas zeigte den Bestattungsplatz als Unterpfand der macedonischen Herrschaft. Aeacus war zu Aegium beigesetzt, év anoóónta (bei Paus.), zur Geheimhaltung (s. Ukert). Der Kreter Tettix (Ciade) gründete Tanaros am Eingang in die Unterwelt, für die Seelen (als Cicaden). Bei den Thraciern wurden die Todten theils verbrannt, theils begraben (s. Herod.). Was vom Tische fiel gehörte den Heroen (s. Aristph.). Bei der Pest in Orchomenos liess das Orakel Delpbi's die Gebeine des Hesiod von Naupactus dorthin bringen. Die Priester der Luperci hiessen Crepi (Böcke). In Grossenritte (bei Kassel) kommen die Knaben aus dem Butzborn, die Mädchen hingegen aus dem heiligen Born (s. Mülhause). In der Bürseralp in Salundi, im innern Walgau, geht nach Kreuzerhöhung auch ein Butz um (s. Vonbun). Die Dämone, »quos Galli Neptunos, Angli Portunos nominant«, helfen bei Hausarbeit, führten aber Nachts den Reiter auch irre (s. Gervasius). Bei den Objibwäern haben, wie Menschen und Thiere, auch unorganische Gegenstände (Kessel u. s. w.) Seelen (nach Keating), so dass auch Aexte und Kessel nach dem grossen Dorf des Sonnenaufgangs über das Wasser fahren (s. Le Jeune). Wie Bäume und Pflanzen haben (nach den Karen) Aexte und Messer ihre Kelah (s. Cross). Gemitumque dedit decidua quercus (Ovid). Nach den Kamschadalen leben die Seelen der Thiere, auch die kleinste Fliege, im Jenseits wieder auf (s. Steller). Bei den Massageten wurden diejenigen glücklich

Bastian, Oceanien.

Mana (in Melanesia) is a power or influence, not physical, and, in a way supernatural?), but it shows itself in physical force or in any kind of power or excellence, which a man possesses (s. Codrington). Im Wirbelwind begiebt sich schleunig eine Geisterschaar nach Reinga.

Die umherschweifenden Geister (nichtbegrabener Todter) erscheinen als Kehua oder Gespenster und strafen mit Durchfall. Wenn durch solche jüngere Gottheiten Krankheiten verursacht werden, vertreibt sie der Priester mit dem Schöpfungsgesang der älteren Götter. Die Potiki (Kinderseelen) bringen die gefährlichsten Krankheiten. Indem die Ceremonie Pihe (unter Singen und Mattenziehen beim Begräbniss) über ungeborene Kinder nicht vollzogen werden kann, bleiben die Embryo-Seelen in der Nähe der Ansiedlung und schaden durch Krankheit, wenn nicht durch Essen der ihnen widerstrebenden Speisen (und Singen) zum Reinga fortgetrieben. Das Brustbein (Whatu) gilt als Sitz des Lebens und stirbt nicht im Häuptling. Am Nordcap hört man das Klagen der nach Reinga fortgezogenen Geister im Rauschen der Wellen, und (wie in der Bretagne) stürmt, dorthin gerichtet, der Zug der Seelen durch die Luft (die Häuser ein und aus).

Reinga bezeichnet schwebend oder fliessend, wie die Geister in der Luft. Der Maori suchte nach Kriegsruhm 2) (Ingoa-toa) und der Häuptling Eidechsenhaut ward gefeiert, weil sterbend, als die Soldaten in der Schlacht zum Angriff anfeuernd.

Beim Niedergang begiebt sich die Sonne 3) nach der Höhle (Rua) in Uranga-o-te-Ra (als Abtheilung des Reinga). Im Po-Rawa, oder

gepriesen, die vor dem natürlichen Tode im Alter von ihren Verwandten gegessen werden konnten (s. Herod.). Die Menapier (in Irland) hielten es für löblich, ihre verstorbenen Eltern aufzuzehren (s. Strabo). Frö wohnte bei Upsala als Statthalter der Götter (Satrapa deorum), die Menschenopfer einführend (nach Saxo).

1). In der Wildniss communicirt (bei der Hailtzuk) der Taamisch mit dem Nawlok oder (bei den Nutka) Matlose und Quawteaht (bei der Aht), wie der Grossfetisch von Bamba (in Afrika). Silvanus (Sohn des Valerius und der Valeria) ist als geós ülexós den Wachstrieb fördernd, als Deus silvarum neben Faunus im Dickicht (uhn est faex omnium elementorum, unde cuncta procreantur). Zur Reinigung spült sich der Parsi den Mund mit einer Lösung von Kubmist und Ochsen - Urin (s. Kleuker), während der Brahmane Kuh-Urin vorzieht.

2) Richard-sans-peur (in der Normandie) wird durch den Teufel (als Hellequin) durch die Luft geführt, dann la mesgnie Hellequin, als die wilde Jagd (la chasse de Herliquinus) oder chasse Hennequin (von Hel zum Harlequin). Ecce draco magnus et rufus (St. Benno). St. Dunstan († 988 p. d.) zwickt mit seiner Zange, als Goldschmied, dem Versucher die Nase ab (und so St. Eligius, als Hufschmied). Die Seele vermag schrankenlos in der Länge und Breite des Raumes zu schweifen, in welchem durch flatternde Atome beständig Welten entstehen und vergehen (nach Epikur). Die Vjeschtitza (bei den Serben) ist von einem bösen Geist besessen, der als Schmetterling oder Henne den Leib verlässt (im Schlaf).

3) Osiris war nächtliche Seite Ra's, als Sonnengott der Unterwelt (in Aegypten). Die in Amenti (Hades) nicht gereinigten Seelen wurden (auf der Stufe des Himmels) von Gott Shu vernichtet.

tiefsten Abtheilung des Reinga in der Unterwelt (in deren oberster die Seelen des Taro und Kamara mit den Abgeschiedenen leben) fehlt Licht und Nahrung. Um nach Reinga hinzugelangen, hatten die am Nordcap herabgesprungenen Seelen den Fluss Waioratane zu passiren, wenn nicht von dem Hüter der Brücke herabgestossen. In der oberen Abtheilung des Reinga wurden Taro und Kumara gebaut, während in der untersten Abtheilung (oder Porawa) völlige Dunkelheit herrscht. In Puka-Puka gehen die Geister (wofür Schlingen aufgehängt werden) nach Reva's Haus, zu tanzen (von den See-Dämonen bewacht). Die Maori schabten die Knochen, um sie später, bei etwaiger Rückkehr nach Hawai, in die Heimath mitzunehmen.

Dem Sterbenden wird (bei den Maori) von den Verwandten zugerufen: Kia Kotahiki te ao, vereint im Licht (Leben); Kia Kotahiki te po, vereint in der Nacht (Tod). Die Poroaki (letzten Worte eines Sterbenden) galten als prophetisch. Nach den Stämmen am EastCap ging die Seele in einen Wurm über, wogegen die Waikato meinten, dass die Seelen der Häuptlinge aus Reinga (der Unterwelt) zum Rangi (Himmel) aufstiegen. Nach den letzten Worten des Sterbenden nehmen die Verwandten einen Namen an. Als Taepo sprechen die Todten im Traum. Aitua (böse Vorzeichen) rührten von Geistern her. Als wegen Tödtung ihrer Vögel (ausser der Meru-Meru genannten Habichtart) die Hexe Kuranga-tuku die Hexe Matupatu verfolgte (bald oben in der Luft, bald unter der Erde), wurde sie durch die Zaubersprüche der Feindin getödtet und der Vogel Miru-Miru folgte ihr nach dem Reinga, von wo er jetzt mitunter als Bote der Verstorbenen zurückkehrt. Die Eidechse durfte nicht getödtet werden, weil die Einkörperung eines Verstorbenen. Die Seelen im Reinga essen Kumara ohne Arbeit. Die Wairu ziehen zum Reinga, während die Kähua spuken. Die Seele flog zu den Hügeln, die den See am Reinga umgeben, und wenn von den Verwandten unter den Abgeschiedenen erkannt und zugewinkt, kam sie herab, um mit ihnen nach der Art des irdischen Lebens zu wohnen. Dann folgt der zweite Tod, wenn die Seele durch eine enge Schlucht passirend, die beiden Wächter, die sie zu prüfen und tödten suchten, vermeiden musste, und schliesslich gelangte sie zum Po, den Aufenthalt der vergötterten Ahnen und Götter, oder kehrte als Motte (oder als Fliege) auf die Erde zurück. Die Familiengeister begleiteten den Menschen zum Schutz, assen indess auch die Eingeweide der Erkrankenden. Neben den Göttern (Atua). werden die Whairua (Ahnengeister) verehrt (bei den Maori). Nachdem die Seele zehnmal im Po gestorben, kehrt sie als Fliege oder Motte, zurück. Te-Muri-Whenua (Landsende) bei Reinga (am Cap Maria van Diemen) bildete den Eingang zur Unterwelt. Ehe die Seele. (Wairua) des Häuptlings von dem Pohutukaua-Baum (Metrosideros tormentosa) zur Unterwelt (am Reinga) hinabsteigt, geht sie zum Himmel

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