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Mutter stets fremdem 1) Clan gehört, gehört das Kind anderem an, als dem des Vaters.

In jedem der 24 Districte Rotuma's herrschte ein Häuptling oder Ngangatiha, der während 20 Monate die Obergewalt, als Riamkau oder Sau, ausübte (von dem Rest Tribut empfangend). Daneben finden sich die Mamthua oder Mathua (Berather), und dann die Thamuri oder Chamuri (Gemeine). In Apomama finden sich Edle (Uea oder Oamata), Landbesitzer (Katoka) und Gemeine (Kawa). An der Spitze der Vea (Familienhäupter) steht der Mo ne te apa (Stern des Landes) in der Hauptstadt. In Makin stammen die Jomata oder Häuptlinge (neben den Tiomata oder Edlen und Rang oder Gemeinen) von dem König Teouki (neben dem Bu-ni-matang, als Richter des Landvolks). Die im Ri faka oitu (Geisterhaus) verehrten Oitu oder Aito wohnen im Hanua on oitu oder Geisterland (auf Rotuma). In den Marianen fungirten Priesterklassen der Makana, Mangatchang und Kamti für den bösen Kaïfi.

Auf Ascension (der Carolinen) stehen die vier Stämme Metaleline, Whannica Pietuck, Whannica Porte und Kittie jeder (die beiden ersten und letzten) unter dem Ishiepow oder Nana Morigii genannten Fürsten, auf welchen der Whagii (Egi) folgt, und dann der Naniken, nach einander aufsteigend (während die niedrigeren Häuptlinge nie den Rang des Naniken erreichen können). Der Sohn ist dadurch von der Erbfolge ausgeschlossen und besitzt nur Ansehen, wenn von einer Mutter vornehmer Abkunft stammend (doch ist es dem Häuptling nicht erlaubt, die Tochter eines anderen zu heirathen). Der eigentliche Name des Häuptlings, der bei dem Antritt seiner Würde den mit dieser verbundenen Titel annimmt, darf, als heilig, nicht ausgesprochen werden (s. Campbell), unter den überall ähnlich wiederkehrenden Analogien. In Fakaafo oder Tokelau (der Union - Gruppe) wird der Tui - Tokelau genannte Priesterkönig?), als alter Mann, aus der Familie erwählt. Bei Canoefahrten (auf Fakaafo) sitzt der König hinter einem Schirm von Cocosblättern, betend (dass kein Unglück geschehe). Wenn das Haus des Häuptlings passirend, senken die Canoe die Segel (auf Ascension).

Unter den Mongap oder Fürsten (auf Ponape) ist der Höchste Igipau (nana-marak oder ojlapalap), und Nanaku (oder Pauto) der Erste unter den Jerigo (als Söhnen des Mongap). Die sechste Klasse der Mongap wurde von den Nanapei gebildet. Anklänge an den Namen des Häuptlings werden nach seinem Tode (und oft schon während des Lebens) vermieden. Der Name des Urotosse-tone oder König darf nicht ausgesprochen werden (auf Ualan). Auf den Gilbert bezeichnet Uea den Häuptling, Toka den Landbesitzer, Oamata den Gemeinen, Toro den Sklaven. Der Uea von Apemama herrscht über umliegende Inseln. Geister werden im Pfeifen gehört (auf den Gilbert). Auf Kusaie erhält der Häuptling (Tokesau) hohe Verehrung, indem in seiner Ge

1) At their feasts they never invite any of the same crest as themselves (die Nass-Indianer), weil (s. Mayne): for the cementing of friendship or allaying of strife (und »people of the same crest cannot quarrel«).

2) Als in Folge der Unergiebigkeit des Bodens in Molossis und Kassopaea die aus Thessalien durch die Lapithen verdrängten Aenianen nach Kirrba fortzogen, tödteten sie (bei wiederholter Dürre) den König Oinoklos (auf Befehl des Orakels) und liessen sich dann am Spercheios nieder (s. Plutarch). Bis zur Reaction der weltlichen Macht galt das Priestergebot in Meroë, wie in Cochin (bei Tolteken u. 8. w.).

genwart nicht laut gesprochen werden darf und Gegenstände aus der Ferne zugeschoben werden.

Neben den Matua oder Edlen (unter dem König oder Magalahi, mit seiner Frau oder Magahaga) fanden sich (als jüngere Söhne der Matua) die Achaot unter den Chamorro (der Marianen). In Palau (init dem König, als Ithibau oder Nanikau) unterschied sich der Adel (der Rupak) vom Volk (Armeau oder Kikeri arakath). In Korror (der Carolinen) herrscht nebem dem König oder Aibathul, für welchen der Minister oder Iraikalau (als nächster Nachfolger) regiert, die Pilung betitelte Frau (an der Spitze der niederen Häuptlinge) über die Frauen. Neben der Eintheilung in Stände (Uros oder Häuptlinge) findet sich (in Kusaie) eine Eintheilung in Klassen (wie Penneme, Ton und Lishenge).

Die Geldrollen durften auf den Carolinen nur von dem Häuptlinge gefertigt werden, und wenn dieser in ein Stück Schildkrötenschaale (nach dem Fang in Schnüren) Löcher gebohrt, konnte der Eigenthümer dieses für einen gewissen Werth austauschen. In Uiea wurde die Zeit nach Knotenschnüren gerechnet. In Palau bekämpfen sich die Staaten in den Verbindungen Erekel dau (aus sieben Staaten) und Asitingal (aus vier Staaten). In Kusaie wohnt der Häuptling mit dem König (Tokesau) auf der Insel Lela. In Ponape bildeten die Häuptlinge oder Munja (Aroch oder Cherijo) in jedem Dorf einen Clan oder Thiamoru.

Die zum Geld 1) dienenden Steine (als Kalkspath) wurden (auf Yap) aus den Palau geholt (s. Tetens).

Auf den Iroij, aus denen der König gewählt wird, folgen (auf Ebon) die Burak, dann die Leotakatak (erblichen Landbesitzer), dann die Gemeinen oder Armij Kajur (bei Kubary). Die von Jaluij gekommenen Eroberer Ebon's mischten sich mit den dortigen Frauen. Die Jünglinge (auf Yap) schlafen in den Fe-bei genannten Versammlungshäusern, wie bei Naga im Murung (bei Spartanern einst, und sonst). Die Pomilingais oder Sklaven wohnen (auf Yap) in besonderen Dörfern zusammen. Die grossen Häuptlinge (Klou Rupak) führen eine Erinnerungsurkunde (Duj) aus Palmblatt und Awa-Wurzel (auf Palau). Neben dem Rupak aaragad (Haupt der Männer) steht die Königin der Frauen, als Aelteste der Familie (gleichfalls aus dem Stamm Ajdit). Die Gemeinbürger (Kikeryj agarad) als Jünglinge (ohne Häuptlingsrang) zerfallen in Clubs (Caldebekel), wie auch das Volk.

In den Gilbert unterscheiden sich die Häuptlinge (Tarawa Uea oder Oamata) oder Makin Jomata, sowie die Grundbesitzer (Kataka oder Tiomata) und die Gemeinen (Kawa oder Rangh) neben den Sklaven. Der König des

1) Aut bovem aut ovem aut verbecem habet signum (der Goldbarren des) A es rudis (bei Varro). Servius rex primus signavit aes (Plinius). Vor Numa fand sich (nach Sueton) Ledergeld (Holz- und Scherbengeld). Grave aes dictum a pondere. Die Maxima multa (nach Kindern oder Schafen) wurde durch die lex Julia Papiria) in Geldstrafe umgesetzt, durch aere signato (bei Festus). Nach dem Kupfercourant (bis 269) folgte das Silbercourant und dann (mit Caesar) das Goldcourant. Der As war aus Kupfer mit Zusatz von Zinn und Blei gegossen (s. Goebel). Für die Münzen diente das runde Silberstück der Griechen als Vorbild (aus Cumae). Der flüchtige Stein (als Anker der Argonauten) wurde durch Einlagen von Blei festgehalten (s. Plinius). Weil weder durch Feuer noch durch Eisen bewältigt, hiess der Diamant, als unbezähmbare Kraft, ádáuas (unbezwinglich) [Buddhismus].

Kitti-Stammes (bei Bonabe) heisst Nanmariko. In den Marshall wird der Rang durch die Mutter verliehen. Ein Häuptling erster Klasse muss eine Frau der zweiten Klasse heirathen (und dieser gehören die Kinder an), während eine Frau der ersten Klasse einen Mann der zweiten heirathet (und die Kinder in die erste Klasse einführt); Vorfahren werden verehrt, sowie heilige Grotten (s. Damon). In Kusaie finden sich die Stämme: Peinuii (wahr), Tou (Aal), Lisuge (Theilung) und Neus (Fuss). Togusa ist König und Kosa Königin. Die Kinder folgen der Mutter. In Ponape folgt dem König der nächsthohe Häuptling, (und aufrückend war die Reihenfolge in Utatlan, oder sonst bei den Quichés, gegliedert).

Auf den Gilbert giebt Reichthum den Rang, und mit den Familienbäuptern gelangen zuweilen Einige zu höherer Macht als Fürsten, wie in Apamama (über Kuria und Aranuka), in Apaiang, Maiana u. s. w. In den Gilbert wird den Steinen, als Einkörperungen der Gottheit, geopfert. Die Priester (Ibonga) verkünden den Willen der Götter. Die Priester (Ediomet oder Korong) orakeln auf den Carolinen. Die Vorfahren der Häuptlinge auf Apamama kamen aus Tamoa (Randall). There are tabus at certain times imposed and again removed at the will of the priestley and chiefest ones, who hold communication with the spiritual world (in Micronesia) und sonst Gebräuche des Tabu (8. Gulick). Im Versammlungshaus auf Gilbert wurden Tänze gehalten. Bewohner von Wolea oder Uhe trieben auf der Reise nach Sueypan nach den Marshall (1857). Ralik - Indianer trieben. nach den Gilbert (s. Gulick). Gilbert- Insulaner trieben nach den Marshall (und westlich nach den Carolinen). Marshall - Insulaner trieben nach den Gilbert (1861). Recht heisst Ebong in Radack und Bong in den Gilbert. In Ebon und Ponape wird bei Paaren gezählt.

Gott Foilape wurde auf Nukufetau durch den Häuptling repräsentirt. Die Ellice - Gruppe heisst Funafuti auf Nukufetau. Turner fand einen von den Vorfahren aus Samoa gebrachten Rednerstab auf Ellice. Nach Tarawa wurde aus Banep der Taro, aus Amoi die Brodfrucht gebracht. In Fakaafo (wo neben dem Häuptling Toupe der Taufainga herrscht, als Fakatapu oder heiliger Priester) finden sich im Tempel des (neben Tangaloa i lunga i te langi verehrten) Tu-Tokelau oder Tui- Tokelau Stühle als Göttersitze. Tane oder Teiti bezeichnet (in Tarawa) eine Person, als mit Etwas beschäftigt (Jo, oben). A pi-oit ist Priester (auf Rotuma), Asa die Sonne (asoa, weiss), Hula der Mond, Lao der Geist, Man-manu Vogel oder Gott; die Atua (Aitu) wohnen im Oroit (Himmel). Sa ist heilig, Sau ist König, Rahi, Feuer, Tamura, Begräbnissplatz, Tha oder Cha, Mensch, Muri, gewöhnlich, Vai, Wasser, Utha oder Hatha, Vater; die Bewohner heissen Tena Rotuma. In Metalanim (auf Ponape) wurde die Schiffsfigur einer chinesischen Jonke gefunden (1836).

Das als Nerin-au verehrte Idol (auf Ruk) wird verehrt in dem durch ein Doppel - Canoe repräsentirten Geisterhaus, das unter dem Dach des Tempels aufgehängt, zu Opfergaben herabgelassen wird. Im Kriege werden auf Ruk) die Angreifer durch Entblössung der Schaam verhöhnt (s. Kubary) [Kleinasien). Der Pasik - Tanz wird auf Veranlassung der Anu (Geister) von dem Häuptling des Stammes (Eylan) bei der Brotfruchternte veranstaltet (auf Ruk). Der Vater, als den Rang des Kindes bestimmend, ist auf Yap regelmässig tättowirt (nicht die Mutter). Das Tättowiren (auf Radak) konnte nur auf der Insel Eregup geschehen. Durch Tättowiren (sise oder schische) werden die Kasten unterschieden (auf Rotuma). Eli sind Tanzgesänge auf Radak. In Ralik wurde aus Pandanusblättern geweissagt (Assam). Vor dem Tättowiren wird die Nacht im Hause des Häuptlings verbracht, der zu den Göttern betet, auf günstige Zeichen wartend (auf Radak). Yarris tödtet die Nichttättowirten (auf Tobi). Dem Teich, worin die Götter baden, darf man (nach Forster) nicht nahen (auf Falalu).

Auf Radak wird der Nanje des getödteten Feindes angenommen. Die Irus oder Häuptlinge tragen, geknotete Pandanusstreifen am Halse (auf Radak). Die Ohren werden erweitert (auf Radak). In Ualan wird eine Muschel als Schmuck der Unterlippe getragen (wie in Ralik oder Radak). Die Nase wird durchbohrt (auf den Carolinen). Auf Radak begleiten die Frauen den König in den Krieg. Aus geknoteten Cocosnussfasern wird gewahrsagt (auf Ulea). Auf Ulea werden Stürme beschworen, indem man Kräuter in die See wirft. Bei Sutemil (mit einem vom Häuptlinge bewachten Hause) finden sich (mit den Köpfen gegenüber) zwei Fische, deren Kreuzen die Insel verschütten werde. Die Sprache ändert in den verschiedenen Kasten auf Ualan. Die religiöse Sprache ist verschieden auf Ponape. Chamisso bemerkte auswärtsstehende Ellbogen bei den Frauen auf Radak (Indo-Chinesen). Die Gilbert-Inseln waren auf Radak als Repith Usur bekannt.

Die Leichen werden in Radak in die See geworfen, aber bei Häuptlingen in Stein-Umwallungen begraben (in sitzender Stellung mit Stricken zusammengeschnürt). Nach drei Kindern werden die folgenden getödtet, und auf das Grab ein Stab gesteckt, mit jährlichen Einschnitten. Die Tahutup (abgeschiedene Seelen) schützen auf den Carolinen. Zu Eap holen die Bergbewohner die Leichen von der Küste ab, um sie zu begraben. In Pleasant - Island (in Micronesien) wurden die Seelen der Häuptlinge zu Sternen, während die Seelen der Gemeinen auf der Erde an dunklen Plätzen wanderten. Bei Todesfall ziehen sich die Verwandten einsam in die Berge zurück (auf Hogolau). Auf Berghs' Gruppe trauern die. Verwandten für 3 Monat einsam (s. Morrell). Auf den Gilbert trägt die Wittwe den Schädel des Verstorbenen.

Auf den Gilbert schläft die Wittwe mit der Leiche des verstorbenen Gatten unter derselben Matte und bestreicht sich mit dem Schaum, bis der Kopf abfällt, der dann (als gereinigter Schädel) von ihr beständig umhergetragen wird. Man begräbt in der Hütte, während die Leichen von Häuptlingen unter dem Dach der Hütte aufbewahrt werden. Die Frauen (auf den Gilbert) tragen »the skull of a deceased husband or child as a token of affection« (nach Whitmee).

Die Seelen 1) (wenn nicht im Grabe bleibend) gehen nach dem Mond oder

1) áfávatos geós, äußporos oux Éti funtós, wer, den Leib verlassend, zum freien Aether kam (nach Empedocles). Antiquos manum pro bono dixisse plurimi auctores sunt (s. Hertzberg), und so xenotoi (in Sparta). Von den Capedunculae (seriae oder dolioli mit der Salzlake für die Opfer der Vestalinnen) lernte Cicero sein Bestes »de diis colendis« aus der Zeit Numa's (vóuos, als Numa Martius im Rath des Pompilius). Die Götterbilder bei Erbauung des Cerestempels (in Rom) waren etruskischer Arbeit (nach Varro). Xalxñ 'Hyo war auf Philostratus' Gemälde abgebildet (in Dodona). Bovgón, róhes 'I havocxós, wurde von Kadmos gegrindet (από των βοών και του θοώς φυγείν Βουθόην ώνόμασεν).

den Sternen, ausser wenn von den bösen 1) Geistern (im Dunkel) ergriffen, um beständig umhergeschleppt zu werden (in Fakaafo). Die Sterne sind Seelen der Abgeschiedenen (auf Fakaafo). Auf Sydenham-Island (der Kingsmill) wer. den die Schädel bewahrt (im weit verbreiteten Schädelcult durch indischen Archipelago, wie durch America und Africa oder sonst). Auf Kusaie werden die nach dem Bestatten ausgegrabenen Knochen gereinigt, und in einem Bündel aufgebunden, ins Meer versenkt. In der Stein - Umstellung für die Gräber der Häuptlinge (zu Zeiten öffentlicher Trauer erneuert) werden dem Anut Opfer gebracht (auf Kusaie). Auf die Gräber der Häuptlinge wurde ein Ruder gesteckt (in Ralik). Nach dem Tode wurden Urosse (auf Ualan) in den auf ihren Gräbern erbauten Mausoleen verehrt.

In fünf Abtheilungen (Te huka sa abuna) zersplittert, verehrt die Bevölkerung von Nukuor die Götter als Tupua (Selbsterstandene) oder Te aitu tanata (die Geister der Todten), mit dem ältesten Mann als Hohepriester, von denen die Tradition eine Zahl von 200 aufrechnet (s. Kubary) [Piromi in Aegypten). Das Tea hi sika genannte Feuerreiben (aufrechtes Stück gegen horizontales) wurde auf Nukuor durch das von einem Eingeborenen aus Yap verbreitete Bohren (Ahi - mihi) ersetzt. Die Zeit des Canoebaues ist (in Nukuor) bis auf drei Monate nach dem Tode jedes Ariki- sili (religiösen Häuptlings) beschränkt (Sila), und das Holz bildet Regal des Ariki toholiki (weltlichen Häuptlings).

»Auf den Palau bildeten die (wie bei den Stammesvertretern der Irokesen stereotypen] Namen der beiden Häupter, Mad und Krei (Eigennamen), auch zugleich echte Titel für eines jeden Stellung im Staate. Beide besitzen noch einen andern Namen, den ihrer Jugend, den sie aber beim Amtsantritt mit dem unwandelbaren Titel ihres Amts vertauscht hatten. Das gleiche Vorrecht haben nur noch die eigentlichen Fürsten (die Rupaks) ), welche die erste

1) That, while the body is burning, the heart leaps out, and that, if by noise or gesticulation, they can divert the attention of the evil spirit, the heart escapes to the place of eternal safety, glauben die Digger (in California).

2) » Die Grundlage der staatlichen Einrichtung sind die Pelu's, wörtlich Länder, die aber mehr unserem Begriffe von Gemeinde entsprechen. Es setzen sich dieselben aus einer Anzahl von Familien zusammen, die sich um ihre Häupter gruppiren. Diese Familienhäupter sind die Rupaks oder Häuptlinge, sie regieren die Angehörigen der Familie und vertreten namentlich die Gemeinde nach aussen hin. Der Pela Korror ist aus 20 Familien zusammengesetzt, deren Häupter also die 20 Korror-Rupaks abgeben, welche zusammen die Regierung bilden. Volk und Häuptlinge überwachen sich gegenseitig, und sind die Gesetze, nach welchen sie sich richten, die von Alters her durch Tradition überbrachten Sitten und Gebräuche. Die letzteren sind unveränderlich, fest wie Stein und binden alle ohne Unterschied oder Ausnahme. Die Familie, deren Mitglieder oft sehr zahlreich sind und weit zerstreut leben, erkennt immer ein leitendes Haupt an, nach dessen Wohnsitz sich Alle benennen. Dieser Wohnsitz mit seinem Namen und Titel ist ein unzerstörbares Majorat, das von dem Aeltesten der Familie verwaltet wird und von dem nächst Aeltesten beerbt wird. Es giebt in dess zwei Erbrechte, indem im öffentlichen Leben der jüngere Bruder den älteren, im Familienleben der älteste Sohn den Vater beerbt. Zu der öffentlichen Erbschaft gehört der Name und Titel der Familie, die andere besteht in einem Theile des Privatvermögens, das durch die Mutter verwaltet wird. Im Stammhause also wohnt der Häuptling nebst seiner nächsten Verwandtschaft. Bei Lebzeiten noch lässt er indess ein anderes Haus für seine Frau und Kinder bauen, denn nach seinem Tode müssen diese das Haus räumen, um

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