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Wollgebinden gekennzeichnet, um Betretende vor Verunreinigung zu warnen (in Hellas). Wie Libera der Zeugung, stand Libitina dem Tode vor (s. Plut.). Bei der Entbindung waren Schwangere von dem Tempel des Asklepios in Epidaurus oder aus der Insel Delos zu entfernen. Lucinam in pariendo invocant (s. Cicero). Juno Lucina (bei Varro), luna juvat (a juvando) douxıvov "Hoav rahoữoiv (s. Plut.), genvnu (bei Lydus) und Diana oder Noctiluca (s. Horaz). Der Mond, neu oder alt, zeigt die Zeugungen (im Avesta), sie beeinflussend (auf den Fiji), als Symbol der Wiedergeburt (bei Hottentotten) u. s. w. Bei den Uaupe's haben die Mädchen »eine Emancipationsprüfung durch schwere Streiche mit biegsamen Ranken zu überstehen. Sie empfangen von jedem Familiengliede und Freunde mehrere Hiebe über den ganzen nackten Leib, oft bis zur Ohnmacht, ja bis zum Tode. Diese Execution wird in sechsstündigen Zwischenräumen viermal wiederholt, während sich die Angehörigen dem reichlichen Genuss von Speisen und Getränken überlassen, die zu Prüfende aber nur an dem in die Schüsseln getauchten Züchtigungsinstrument lecken darf« (s. Von Martius). Bei der »Läuterung « im Staupenspiel mussten die geprügelten Lehrlinge beim Abendschmaus ihren Peinigern aufwarten in der Factorei der Gesammt-Hansa zu Bergen).

29) Fluoniam Junonem mulieres colebant, quod eam sanguinis fluorem in conceptu retinere putabant (s. Paulus). Ibi est et dea Mena, quae menstruis fluoribus praeest, quamvis Jovis filia, tamen ignobilis. Et hanc provinciam fuorum menstruorum ipsi Junoni (Varro) assignat, quae in diis selectis etiam regina est, et hic tanquam Juno Lucina cum eadem Mena privigna sua eidem cruori praesidet (Aug.).

1oxelą neobàv raidelav Moloai OOVTELVÓvor gem, klagt Iphigenie (bei Euripides). Mit dem Fest der Februa (Mater Martis) als Juno Februata oder Februtis trafen zusammen die Sollemnitäten des Raptus Proserpinae, Sacra Putonis, der Dienst der Manium et deorum inferorum, ferner die Ambarbalia und die Lupercalia (s. Augusti). Nixi dii appellantur tria signa in Capitolio ante cellam Minervae genibus nixa, velut praesidentes parientium nixibus (Festus). Bei den Tupinambazes hatte der Bruder ein Anrecht auf seine Nichte (schon bei Lebzeiten des Schwagers). Alle von der nämlichen Zunft halten sich unter einander für die nächsten Blutsfreunde (bei den Yameos), so dass Heirathen verboten sind (s. Murr).

30) Nach Plato hätten alte Frauen (als ÉTT 10xOTO) über die Sittsamkeit der Frauen zu wachen. Bei den Spartanern (bei Agnon) il était permis par les lois de jouir les jeunes filles avant leur marriage, comme des jeunes garçons (la beauté attrayante des cuisses), »de baiser avec passion la beauté adorable de ces chastes cuisses«, wie (nach Mymas) in Macedonien (s. Villebrune). Mannbare Mädchen (nach Umfassung von Cassandra's Bilde) gingen bei den Dauniern schwarzgekleidet, in Furientracht (s. Lycophron.). Intercursant feminae in modum Furiarum quae veste ferali, crinibus dejectis faces praeferunt (s. Tacitus) auf der Insel Mona. Mutinus, in cujus sinu pudendo nubentes praesident (s. Lact.), als Tutanus (bei Arnob.), wie Servius Tullius durch Ocrisia empfangen (am Heerde der Vesta). Vestae delicium est asinus (Virg.). Venus Vesta est (bei Aug.). Militaris Venus castrensibus plagiis praesidet ac puerorum stupris (s. Arnob.). Vinctionis vis Venus (bei Varro), als Geliebte des Mars (Nerio igitur Martis vis). Liberum a liberamento appellatum volunt, quod mares in coeundo per ejus beneficium emissis seminibus liberatur, hoc idem in feminis agere Liberam (s. Augustin.). Vor der Hochzeit wurden die nooréhela dargebracht den geois &yuwplois, wegen des Anrechtes (wie das des Gandharva in Indien). In der Troas wird dem Skamander die Jungferschaft beim Baden geweiht (s. Aeschines). Goçan la flor de mugeres, pues les dan que prueban las novias, bemerkt Gomara (von den Piaches).

31) Bei dem brauronischen Cult (nach Euripides) »obtinuit mos, ut festis diebus vir quidam cervices gladio offerre cogeretur pluresque sanguinis guttae effunderentur« (s. Tiesler). Callisto, deren Schwangerschaft Diana unter ihren Jungfrauen beim Baden entdeckte, wurde in eine Bärin verwandelt (nach Hyg.). Die taurische Diana wurde in Aricia verehrt (mit dem lacus nemorensis oder speculum Dianae). Bei Weihung der Göttin (deren Schnitzbild durch Iphigenie aus Taurien gebracht war), beim fünfjährigen Fest der Boavoúvia ahmten die Mädchen die Bären nach (als heiliges Thier der arkadischen Artemis Kalliste oder Kallisto). 'Eyngioavto οι Αθηναίοι μή πρότιμον συνοικίζεσθαι ανδρι παρθένον, ει μη αρκτεύσειε τη geó (s. Suidas). Als Igondschi wird das mannbare Mädchen von den Ngembi eingeweiht. Die Conibos feiern die Pubertät der Mädchen beim Chenianabiqui-Fest.

32) Nachdem Ra's Flotte in Apollinopolis magna (Horus' Thron) gelandet, wird »Gott Thoth - Hermes vom Allvater Ra-Hamarchis beauftragt zum Schutze gegen alles Böse an den ägyptischen Heiligthümern die (auffallende) Figur der Sonnenscheibe mit Flügeln darin anzubringen« (s. Brugsch). Aus dem Schiffe des Königs RaHamarchis fliegt Horhut zur Sonne empor (in Gestalt einer grossen Sonnenscheibe mit Flügeln daran) und aus der Himmelshöhe die Feinde erblickend, begann er sie zu verfolgen, in Gestalt der geflügelten Sonnenscheibe« (nach der Inschrift von Edfu), und das Bild wird seitdem das »buntfarbige« genannt. Vro Here de vlughet (1418), als Hera (depingebatur cum tintinnabulis et alis). In der Inschrift von Edfu erhält (zum Andenken an Horus’ Sieg) Thoth von Ra-Hamarchis den Auftrag, die »geflügelte Sonnenscheibe« an allen heiligen Stätten anzubringen, »auf die Adyten aller Götter und Göttinnen Aegypten's (in Decoration der Tempel).

33) Hor-hut (der Horus von der Stadt der Flügelausspanner) ist der Gott, » welcher in der geflügelten Sonnenscheibe symbolisch dargestellt erscheint« (s. Brugsch) in Apollinopolis magna (aus dem Kampf mit Typhon), nach der Inschrift am Tempel von Edfu oder Apollinopolis magna (mit König Ra-Hamarchis).

34) Le Dieu Men (que les Latins appelaient Lunus) wird oft dargestellt (s. Heuzey) »sous la forme abrégée et purement astronomique d'un croissant« (unun oder unvíoxos).

35) Das assyrische Emblem (of a winged circle, with or without a human figure rising from the circular space) wurde (bis zu Darius' Zeit). von den Persern angenommen. Its exact meaning is uncertain, but the conjecture is probable, that while in the human head we have the symbol of intelligence, the wings signify omnipresence and the circle eternity (H. Rawlinson).

36) Die Feinde im Lande Wawa erspähend, verwandelte sich Horhut in eine Sonnenscheibe mit zwei Flügeln daran (und nahm zu sich die Süd- und die NordGöttin in Gestalt von zwei Schlangen) durch das Doppel-Schlangen - Diadem die Frevler schlagend (s. Brugsch). Ueberall kämpft der Adler mit der Schlange.

37) Erst nachdem alles Aehnliche herangezogen und innerhalb umfänglicher Serien volles Vergleichen ermöglicht ist, lässt sich im Einzelnen, wie im Ganzen hoffen, die Grenze des möglichen Wissens mit Wahrscheinlichkeit zu erreichen (s. Benndorf). So macht sich bereits in der classischen Alterthumskunde das Gefühl geltend, das in der Ethnologie Geschichte und Naturwissenschaft verbinden wird.

38) Le liknon ou van, qui était d'usage sur-tout dans les cérémonies relatives à Bacchus, fut d'abord le symbole de la nature sortant du chaos et prenant les formes génériques ou spéciales des differens êtres organisés et animés par l'esprit universel. Le cerne au contraire ne servait qu'à montrer les effets de cette nature toujours agissante, toujours de vive, et qui se renouvelait sans cesse dans la progression des êtres qui disparaissaient et reparaissent sans interruption. Le ciste était encore un autre utensile symbolique, fait en clisse ou de bronze (comme le prouve Winckelmann) qui répresentant l'énergie mystérieuse de la nature, dont les effets sont produits d'une inanière impénétrable à l'esprit humain. Le peuple ne voyait que les déshors de ces théories, et c'est injustement que les pères de l'église les ont jugées par les idées que le peuple en avait. Clement d'Alexandrie surtout est celui qui a été les plus injuste à cet égard (s. Villebrune). Und wenn dies Alles (mit den weiter angeführten Beziehungen zum chinesischen Cult) sich so verhielte, was würden uns solche allegorische Deutungen mehr nützen, als die populären Auffassungen. An sich sind, im Lichte heutiger Wissenschaft, die einen ebenso ephemer, wie die anderen, wogegen vom psychologischen Gesichtspunkt in der Ethnologie für Beide die Bedeutung und das Interesse darin liegt, sie als Früchte einer bestimmten Phase des Wachsthumsprocesses zu betrachten, und in solcher Hinsicht haben von Beiden Jede ihre eigenartige Wichtigkeit, in comparativer Abstufung gleichzustellen an Bedeutung und an Interesse (für Erklärung des Gesetzes).

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Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Tahiti und Nachbarschaft . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Tonga ......................
Samoa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fiji mit Melanesien (und Mikronesien) . . . . . . . . . . . . 59
Neu-Holland (Australien) ......... ..
Neu-Seeland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
Hawaii . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221 u. 264

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Zu den beiden Tafeln mit den Schnitzbildern Neu-Irland's (aus der ethnologischen Sammlung des Königlichen Museum's) sind auf einer dritten die analogen Parallelen zugefügt im assyrischen Assur, Ahuramazda Iran's, dem sog. »winged globe« der Aegypter u. S. w., dann das Portal Ocosingo's aus America, wo sich auch sonst die Embleme derartiger Flügelwesen finden, im Guatemala (s. Zeitschr. f. Ethnlg. VIII), bei Haidah u. s. w.

Tahiti und Nachbarschaft.

Wie auf Neuseeland und Hawaii, nahmen auch auf Tahiti die Schöpfungsmythen einen Ausgangspunkt, gleich dem griechischen, von Himmel und Erde, die auf einander liegend, durch das Empordringen der aufwachsenden Pflanze (Draconitium, polyphillum) auseinandergeschoben werden, und dann durch den Gott Ru weiter getrennt, in höherer Emporhebung des Himmels. Dadurch erscheint dann dieser Gott Ru selbst als ein Himmelsgott, der die Himmel bereitet und die Himmelskörper schafft, in Sonne und Mond, sowie aus deren Begattung in den Finsternissen, ihre Kinder, die Sterne.

Dann steht dem Oberen gegenüber die unten gebreitete Erde, von Te-Papa, dem Fels (als Te-Papa-Raha-Raha) geboren, als grosses Land oder Fenoa-nui, in Whenua-noa, wohin der nach den Fruchtgärten des Mondes emporgeflogene Vogel die Saamen herabgebracht, ehe es durch den Zorn der Götter in Inseln zerbrochen. Und diese Inseln werden auch wieder (s. Forster) als von dem Fels abgebrochen betrachtet, den Taaroa's Gattin durch das Meer geschleppt, oder als Stücke des vom Himmel herabhängenden Eies, das Taaroa zerbrochen. Daneben wird dann Taaroa-taihe-tounou genannt, als mit Te-Papa die Erde schaffend, oder Ru-mia, in Eigestalt über den Abgrund fluthend, als Grundlage von Erde und Himmel gefasst, wie Ru zugleich, als Gott der Stürme, das Festland (fenua-nui) in Inseln zerbricht. . Den analogen Sagen auf den andern Gruppen angeschlossen, werden die Inseln aufgefischt durch den Halbgott Maui oder Haui, und wenn sich dann der Angelhaken in den Locken des Gottes Ruahata verwirrt, folgt die zerstörende Fluth.

In dem Wieder-Entstehen aus solchen Untergängen beginnen periodische Erneuerungen fortzurollen, in der Welt, als Paano-Taaroa (Schaale Taaroa's) wenn Taaroa auf Tahiti (s. Ellis) seine Schaale abstreift (wie im Fest Paa-atua mit Kleiderwechsel der Idole er

Bastian, Oceanien.

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