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wwie ich will und mag Sagt dir denn nicht eine Stiinme in deinem Herzen: ,,Er ist nicht „auf ewig dir entrissen, daure nur aus! Er „Toll wieder dein reyn! Dann kommt wieder ein Schlaf über mich, eine Ohn: macht

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Der Magus der Rie bisher beobachtet, Kräu: ter suchend. Euch, die ihr auf wandernden Gestirnen über uns schwebt, und ihre güti:

gei Einflüsse auf uns herab sendet, euch dante ich, daß ihr mir vergönnt habt, in guter Stunde diese niedrigen Kinder der Erde in ineis nen Schoos zu versammeln! Sie sollen, zu herrlichen Endzwecken bereitet, aus meinen Händen wohlthätiger und wirkender wieder ausgehn durch die Gaben eurer Weisheit und euer fortdauerndes Walten.

Lila nich nähernd. Wie kommt der Lite hierher? Was für Kräuter mag er suchen? Bft's wohl ein harmloser Mensch, oder ein Kundschafter, der dich umschleicht, zu forschen, wo man dir feindselig am leichtesten beykoms men mag? Daß man doch in dieser Welt so oft hierüber in Zweifel schweben muß! – Entflieh' ich ihm?

Mag u $ für nich, aber fauter. Auch fie, die in diesen einsamen Gefilden wandelt, erquickt durch eure fiebreiche Gegenwart! Erhebt ihr Herz! daß aus der Dunkelheit sich ihre Geis fter aufrichten, daß sie nicht trübfinnig der

großen Endzweck versäume, dem sie heimlich Rehnend entgegen horft.

Lila. Behe mir! Er kennt mich. Er weiß von mir.

Magus. 'Bebe nicht, gedrückte Sterb: lide! Des freundlichen ist viel auf Erden. Der Unglückliche wird argwöhnisch, er kennt weder die gute Seite des Menschen, noddie günstigen inte des Schicksals.

Lila zu ihin tretend. Wer du auch reyst, verbirg unter dieser edeln Gestalt, verstecke hinter diesen Gesinnungen keinen Berräther ! Die Mächtigen sollten nicht fügen, und die Gewaltigen sich nicht verstellen, aber die Göt: ter geben auch den Ungerechten Gewalt und gut Glück den Heimtückischen.

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Magus. Immer zu mißtrauen ist ein grrthum, wie immer zu trauert.

Lila

Dein Wort, deine Stimme zieht

mich an.

Magus. Willst du dich einem Wohls meinenden vertrauen, so sage, wie fühlst du did)?

lila. Wohl, aber traurig; und vor dem Gedanken, daß ich fröhlich werden könnte, fürchte ich mich wie vor dem größten übel.

Magus. Du sollst nicht fröhlich seyn, nur Fröhliche machen.

Lilar

Sann das ein Unglücklicher ?

Mag u $. Das ist sein schönster Troft. ermeide niemand, der dir begegnet. Du fins dest leicht einen; dem du hilfft, einen, der dir helfen kann.

Lila. Mein Gemüth neigt fich der Stille, der Öbe zu.

M a gus. Ist es wohl gethan jedet Neit gung zu folgen?

lila. Was soll ich thun?

Mag u$. Sütige Geister umgeben dich, und möchten dir beystehn. Sie werden dit sogleid, erscheinen, wenn sie dein Herz ruft.

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Magus. So nah' die Belehrung To nah' die Hälfe. Ste wiffen viel, denn sie sind ohne Beschäftigung; sie lehren gut, denn sie find ohne Leidenschaft.

Lila. Führe mich zu ihnen.
Magus.

Sie kommen. Du wirst glau: ten bekannte Gestalten zu sehen, und da icrse

nicht.

Lila. O diese gefährlichste Lift kenne ich, wenn uns falsche Geister mit Gestalten der Biebe locken.

Magus. Verbanne für ewig dieses Mißtrauen und diese Sorgen.

und diese Sorgen. Nein, meine Freundinn! die Geister haben keine Geftal: ten; jeder sieht sie mit den Augen seiner Seele in bekannte Fočmen gekleidet.

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