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Barott. Und wir sollten eine Weile Thorheiten treiben, indessen die elend ist, um derentwillen wir uns sonst nur zu vergnü: gen schienen ?

Berazio. Eben von diesem Vorwurf will ich Sie befreyen. Lassen Sie uns der gnädigen Frau die Geschichte ihrer Phantas fien spielen! Sie sollen die Feen, Ogern und Dämonen vorstellen. Ich will mich ihr als ein weiser Mann zu nähern suchen und ihre Umstände ausforschen. Aus dem, was Sie mir erzählen, zeigt sich, daß sich ihr Zustand von selbst verbessert habe: sie hält Sie nicht mehr für toðt; die Hoffnung lebt in ihr, Sie wieder zu sehen; sie glaubt selbst, daß sie ihren Gemahl durch Geduld und Standhaftigkeit wieder erwerben tönne. Wenn auch nur Mufit und Tanz um sie herum sie aus der bunkeln Traurigkeit riffen, in die sie versentt ist, wenn das unvermuthete Erscheinen 'abens teuerlicher Gestalten sie auch nur in ihren

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Hoffnungen und Phantasien bestärkte, das es gewiß thun wird : fo hätten wir schon genug gewonnen. Wein ich gehe einem weit höherne Endzweck entgegen. Ich will nichts verspres chen, nichts hoffen lassen

Graf ditensi ein. Der Einfall ist vortrefflich, ist so natürlich, daß ich nicht weiß, warum wir nicht selbst drauf gefallen find. Sie glauben also, Doctor, daß wir, wenn wir der Phantasie unserer Nichte schineichelną. etwas über sie vermögen werden?

Verazio. Zuleßt wird Phantasie und Wirklichkeit zusammen treffen. Wenn sie ihs ren Gemahl in ihren Arinen hält, den sie sich selbst wieder errungen, wird sie wohl glauben müssen, daß er wieder da ist.

Graf Attenftein. Von Ogern erzählt fie, die ihr nach der Freyheit streben? Ich will den Oger machen; etwas Bildes ift so immer imeine Sache; und Feen, sdyöne Feert

haben wir ja genug im Hause. Kommen Sie, das müssen wir gescheut anfangen!

Verazio. Schaffen Sie nur die nöthigen Sachen herbey, für das übrige lassen Sie mich sorgen.

Baron. Ich weiß nicht laßt uns erst überlegen.

Graf Altenstein. überleg' du's, uno wir wollen indeß Anstalten machen. Kommen Sie, Doctor, lassen Sie uns nach Netten gehen. Friedrich, reite hinüber und schaffe die Masten zusammen! In unsern beyden Häusern müssen sich so viele alte und neue fin: den, daß man das ganze Cabinet der Feen damit fourniren könnte. Alles was Hände, Füße und Rehlen hat, berufe herber! Suche Mufit aus, und laß probiren wie es in der Eile gehn will.

Friedrich. Da wird ein schönes Sms promptu zusammen gehert werden!

Graf Altenstein. Stem, es geht!

werazio. Rommen Sie, wir wollen der Sache weiter nachdenten; Sie sollen nicht übereilt werden.

Friedrich. Und an willigen Füßen und Kehlen foll's gewiß nicht ermangeln.

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Süßer Tod! füßer Tod! komm und leg' mich in’s tühle Grab! -- Sie verläßt mich nicht, , die Melodie des Todes, auch in den Augens blicken, da ich hoffnungsvoll und ruhig bin. Was ist das, das mir oft so in der Seele däm. mert, als wenn ich nicht mehr wäre? Ich schwanke im Schatten, habe keinen Theil mehr an der Welt, auf Kopf und Şerz deutena. Es ist hier ro! und hier! daß ich nicht tann,

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