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Und konntest du das edle Herz verkennen? War's möglich, daß in ihrer Gegenwart

Der Kleinmuth dich ergriff and dich bezweng? Nein, nein, du bift's ! und nun ich bin es audy.

fahre fort, und laß mich jeden Trost Xus deinem Dunde hören! Deinen Rath Entzieh mir nicht! O sprich: was soll ich

thun? Damit dein Bruder mir vergeben tönne, Damit du selbst mir gern vergeben mögest, Damit ihr wieder zu den Euren mich Mit Freuden zählen möget. Sag’mie an,

Prinzessinn.

Gar Wenig ift's, was wir von dir verlangen;
Und dennoch scheint es allzu viel zu seyn.
Du follft dich felbft uns freundlich überlassen.
Wir wollen nichts von dir, was du nicht bist,
Wenn du nur erst dir mit dir selbst gefällst.
Du machst uns Freude, wenn du Freude hast,
Und du betrübst uns nur, wenn du sie fliehst;
Und wenn du uns auch ungeduldig machst,

So ist es nur, daß wir dir helfen inöchten, und, leider! fehn, daß nicht zu helfen ist; Benn du nicht selbst des Freundes Hand ers

greifft, Die, sehnlich ausgereckt, dich nicht erreicht.

affoi
Du bist es selbst, wie du zum erstenmat,
Ein heilger Engel, mir entgegen kamst!
Berzeih' dem trüben Blick des Sterblichert,
Wenn er auf Zugenblicke dich verkannt.
Er tennt dich wieder! Ganz eröffnet sich
Die Seele, nur dich ewig zu verehren.
Es füllt sich ganz das Herz von Zärtlich:

Feit
Sie ist's, fie steht vor mir. Welch ein Gefühi!
Ist es Verirrung, was mich nach bir zieht?
Šft's Raserey? Jst's ein erhöhter Sinn,
Der erst die höchste, reinste Wahrheit fast?
Ja, es ist das Gefühl, das mich allein
Auf dieser Erde glücklich inachen kanit,
Das mich allein so elend werden lieb

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Wenn ich ihm widerstand und aus dem Bet's

gen Es bannen wollte. Diese Leidenschaft Gedacht ich zu befämpfen; stritt und ftritt Mit meinein tiefsten Seyn, zerstörte frech Mein eignes Selbst, dem du so ganz gehörst:

Prinzessinn.
Wenn ich did), Taffo, länger hören soll,
Co mäßige die Gluth, die mich erschreckt.

Tarro.

. Beschränkt der Rand des Bechers einen

Wein, Der schäumend wallt und brausend über:

schwillt? Mit jedem Wort' erhöheit du mein Glück, Mit jedem Worte glänzt dein Auge heller. Ich fühle mich im innersten verändert, Ich fühle mich von aller Noth entladen, Frey wie ein Gott, und alles dant' ich dir ! Unsägliche Gewalt, die mich beherrscht,

Coethe's W.6, 2

Eniftirfet deinen Lippen; ja, du inacht
Mich ganz dir eigen. Nichts gehöret mir
Pon mei em ganzen Ich mir fünftig ait.
Es trübt mein Auge sich in Glück und Licht,
Es schwankt mein Sinn. Mich hält der Fab

nicht mehr.
Unwiderstehlich ziehst du inich zu dir,
Und unaufhaltsam dringt mein Herz dir zu.
Du hast mich ganz auif ewig dir gewonnen,
So nimm denn auch mein ganzes Wesen hin,

fält ihr in die Urme und drüdt Me fest an no.

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die Ad (chon eine Weile im Grunde sehen lassen, het bey eifend,

Was ist geschehen? Tailo! Tallo!

Sie geht der Prinzessinn nach

Tasso
im Begéiff ihnen zu folgen.

Sott!

Ipsono ber. nich rogh eine Zeit lang mit Antonio gendherte

Ér kommt von Sinnen, halt ihn feft.

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Do ftände jest, so wie du immer glaubft
Da du von Feinden rings uingeben bist,
Ein Feind bey dir, wie würó' er triumphiren?
Unglücklicher, noch taun erhohl ich mich !
Wenn ganz was unerwartetes begegnet,
Wenn unser Blick was ungeheures sieht,

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