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Dein Blut durch eine Cur verbessern. Dir
Gewährte dann die schöne Harmonie
Der hergestellten Sinne, was du nun
am trüben Eifer nur vergebens suchst.

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Mein Fürft, lo scheint es; doch, ich bin ge:

sund, Wenn ich mich meinem Fleiß ergeben kann, Und so macht wieder mich der Fleiß gesund. Du hast mich lang' gesehn, mir ist nicht

wohl In frerjer üppigteit. Mir läßt die Ruh' Um mind'ten Ruhe. Dieß Gemüth ist nicht Von der Natur bestimit, ich fühl es leider, Auf weichem Element der Cage froh In's weite Meer der Zeiten hinzuschwimmen.

alphons.

Dich führet alles, was ou finnst und treibst, Tief in dich selbst. . Es liegt' um uns herum

Gar mancher Abgrund, der das Schicksal

grub; Doch hier in unserm Herzen ist der tiefste, Und reißend ist es sich hinab zu stürzen. Ich bitte dich, entreiße dich dir selbst! Der Mensch gewinnt, was der Poet verliert.

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Ich halte diesen Drang vergebens auf,
Der Tag und Nacht in meinem Busen wedys

selt.
Wenn ich nicht sinnen oder dichten Toll,
So ist das Leben mir tein Leben mehr.
Perbiethe du dem Seidenwurm zu spinnen,
Wenn er sich schon dem Tode näher spinnt.
Das föstliche Geweb' entwickelt er
Aus seinem Innersten, und läßt nicht ab,
Bis er in seinen Sarg fich eingeschlossen.
D geb' ein guter Gott uns audy dereinst
Das Schicksal des benetbenswerthen Wurms,
Im neuen Sonnenthal die Flügel rasch
Und freudig zu entfalten!

alphons.

Söre midy! Du gibst so vielen doppelten Genuß Des Lebens, lern', ich bitte dich, Den Werth des Lebens tennen, das du noch Und zehnfach reich besikest. Lebe wohl! ge eher du zu uns zurücke tehrst,

schöner wirst du uns widtommen feyna

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So halte fest, mein Herz, so war es recht!
Es wird dir schwer, es ist das erstemal,
Daß du didy so verstellen magst und kannst.
Du hörtest wohl, das war nicht sein Gemäth,
Das waren seine Worte nicht; inir schien,
218 ttänge nur Antonio's Stimme wieder.

gib nur Acht! Du wirst ste nun so fort von allen Seiten hören. Feft, nar fest!

um einen Augenblick ift'd noch zu thun,
Wer spät im Leben sich verstellen lernt,
Der hat den Schein der Ehrlichkeit voraus, -
Es wird schon gehn, nur übe dich mit ihnen.

Nach einer Pause,
¿
Du triumphirjt zu früh, dort kommt sie her!
Die holde Fürstinn tommt! O welch Gefühl!
Sie tritt herein, es löst in meinem Busen
Veroruß und Argwohn rich in Schmerzen auf.

Vierter Auftritt

Prinzessinn. Tafio. Gigen das Ende

des' Auftritte die übrigen,

Prinzessinn. Du bentft uns zu verlassen, oder bleibt Bielmehr in Belriguardo, noch zurück, Ilnd willst dich dann von uns entfernen, Safo? Ich hoffe, nur auf eine kurze Zeit, Du gehst nach Rom ?

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Talso.

Ich richte meinen Weg
Zuerst dahin, und nehmen meine Freunde
Mich gütig auf, wie ich es hoffen darf,
So leg' ich da mit Sorgfalt und Geduld
Vielleicht die letzte band an mein Gedicht.
Ich finde viele Männer dort versammelt,
Die Weiter aller Art fic nennen dürfen.
iind spricht in jener ersten Stadt der Welt
Nicht jeder Plaß nicht jeder Stein zu uns!
Wie viele tausend stumme Lehrer winken
In ernster Majestät und freundlich an!
Volend' ich da nicht mein Gedicht, so kann

Ich' nie vollenden. Leider, ach, schon fühl'ich,
Mir wird zu keinem Unternehmen Glück!
Verändern werd' ich es, vollenden nie,
Ich fühl, ich fühl es wohl, die große Kunst,
Die jeden nährt, die den gesunden Geist
Stärkt uno erquict, wird mich zu Grunde

richten,
Bertreiben wird fie mich. Ich eile fort!
Nad Napel will ich bald!

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