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Das aufzusuchen, was er hieë vermißt,
Und was er hier nur wieder finden kann,

alphons. will er zurück erit nach Ferrara gehn?

Antonio.

Er wünscht in Belriguardo zu verwetlent.
Das nöthigste, was er zur Reise braucht,
Will er durch einen Freund sich senden lassen.

Alphons. Ich bin’s zufrieden. Meine Schwester geht Mit ihrer Freundinn gleich zurück, und reitend Werd' ich vor ihnen noch zu Hause reyn. Du folgst uns bald, wenn du für ihn gesorgt. Dein Castellan befiehl das Nöthige, Daß er hier auf dem Schlosse bleiben kann, So langer will, so lang' bis seine Freunde Shm das Gepäck gesendet, bis wir ihm Die Briefe schicken, die ich ihm nach Rom zu geben Willens bin, Er kommt! Leb'wohl !

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1

: Die Gnade, die du mir so oft bewiesent,

Erscheinet heute mir in vollem Lidit.
Du hast verziehen, was in deiner Nähe
Id unbedacht und frebelhaft beging,
Du hast den Widersacher mir versöhnt,
Du willst erlauben, daß ich eine Zeit
Bon deiner Seite mich entferne, wilft
Mir deine Gunst großmüthig vorbehalten.
Ich scheide nun mit völligem Vertraun,
ind hoffe still, mnich soll die kleine Frist
Von állem heilen, was mich jest beklemmt.
Es soll mein Geist auf's neue Rich erheben,
Und auf dem Wege, den ich froh und tühn,
Durch deinen Blick ermüntert, erst betrát,
Sich deiner Gunst auf's neue würdig machen.

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Álphone.
Ich wünsche dir zu deiner Reise Glück,
Und hoffe, daß du froh und ganz geheilt
Und wieder kommen wirft. Du bringst uns

dann
Den doppelten Gewinst für jede Stunde,
Die du uns nun entziehst, vergnügt zurüd.
Ich gebe Briefe dir an meine Leute,
An Freunde dir nach Rom, und wünsche sehr,
Daß du dich zu den Meinen überall
Zutraulich halten mögest, wie ich dich
Als mein, obgleich entfernt, gewiß betrachte.

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Du überhäufst, o Fürst, mit Gnade den,
Der fich unwürdig fühlt, und selbst zu danten
In diesem Augenblicke nicht vermag.
Anstatt des Dants eröffn' ich eine Bitte!
Um meiften liegt mir mein Gedicht am Herzen,
Ich habe viel gethan und teine Mühe
Und keinen Fleiß gespart, allein es bleibt
Zu viel mir noch zurück. Ich möchte dort,

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Wo noch der Geist der großen Männer schwebt,
Und wirksam schwebt, dort möcht' id, in die

Scule
Auf's neue mich begeben; würdiger
Erfreute deines Beyfalls sich mein Lied.
O gib die Blätter mir zurück, die ich
Jeßt nur beschämt in deinen Händen weiß.

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iphons. Du wirst mir nicht an diesem Tage nehmen, Was du mir kaum an diesem Tag gebracht? Laß zwischen dich und zwischen dein Gedicht Mich als Vermittler treten; hüte dich Durch strengen Fleiß die liebliche Natur Zu kränken, die in deinen Reimen lebt, Und höre nicht auf Rath von allen Seiten! Die tausendfältigen Gedanten vieler Verschiedner Mensden, die im Leben sich Uud in der Meinung widersprechen, faßt Der Dichter tlug in Eins, und scheut sich nicht Gar manchem za mißfallen, daß er manchem Um desto mehr gefallen möge. Doch

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Ich sage nicht, daß du nicht hie und da
Bescheiden deine Feile brauchen solltest;
Werspreche dir zugleich, in furzer Zeit
Erhältst du abgeschrieben dein Gedicht.
Es bleibt von deiner Hand in meinen Händen,
Damit ich seiner erst mit meinen Sdywestern
Mich recht erfreuen mögë. Bringst du és
Bollkommner dann zurück; wir merden uns
Des höheren Genusses freun, und dich
Bey mancher Stelle nur als Freunde warnen.

Taio.

Ich wiederhohle nür beschämt die Bitte: Laß mich die Abschrift eilig haben, ganz Ruht mein Gemüth auf diesem Berte nun. Nun muß es werden was es werden kann.

Alphons.
Sd billige Ben Trieb der die beseelt!
Doch, guter Tasso, wenn es möglich wäre,
So-soÜtest du erst eine kurze Zeit
Der freyen Welt genießen, dich jerstreuen,

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