Billeder på siden
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Du hast's gewagt zu denken, hast's gesprochent,
Und es ist wahr, eh du es fürchten konntest!
Und eh' nun die Verzweiflung deine Sinnen
Mit ehrnen Klauen aus einander reißt,
Ja, flage nur das bittre Schicksal an,
Und wiederhole nur, auch Sie! auch Sie!

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Auf deinen Wink ging ich das zweyternal
Zu Tasio hin, ich tomme von ihm her.
Ich hab' ihin zugerebet, ja gedrungen;
Allein er geht von seinem Sinn nicht ab,
Und bittet sehnlich, daß du ihn nach Rom
Huf eine kurze Zeit entlassen mögeit.

11phons. Ich bin verdrießlich, daß ich piros gestehe, Und lieber sag' ich dir, daß ich es bin, Als daß ich den Berdruß verberg' und mehre. Er will verreisen; gut, ich halt ihn nicht: Er will hinweg, er will nach Rom; es fey! Nur daß mir Scipio Gonzaga nicht, Der kluge Medicis, ihn nicht entwende! Das hat Italien fo groß gemacht, Daß jeder Nachbar mit dem andern ftreis

tet, Die Bessern zu besiken, zu benußen. Ein Feldherr ohne Heer scheint mir ein Fürst, Der die "Talente nicht um sich versammelt. Und wer der Dichtkunst Stimme nidyt ver:

nimmt, Sit ein Barbar, er sey auch wer er sey. Gefunden hab' ich diesen und gewählt, Ich bin auf ihn als meinen Diener stolze und da ich schon für ihn so viel gethan, So 'möcht' ich ihn nicht ohne Noth verlies

rent.

antonio.

Ich bint verlegen, denn ich trage doch
Vor dir die Schuld von dein, was heut geschah;
Auch will ich meinen Fehler gern gestehn,
Er bleibet deiner Gnade zu verzeihn:
Doch wenn du glauben könntest, daß ich nicht
Das Mögliche gethan ihn zu versöhnen,
So würd’ich ganz untröstlich seyn. D! (prich
Mit holdem Blick mich an, damit ich wieder
Mid, fassen kann, mir selbst vertrauen mag.

Alphons.
Antonio, nein, da sey nur immer ruhig,
Id chreib' es dir auf keine Weise zu;
Ich kenne nur zu gut den Sinn des Mannes,
Und weiß nur allzu wohl was ich gethan,
Wie sehr ich ihn geschont, wie sehr ich gang
Bergessen, daß ich eigentlich an ihm
zu fordern hätte über vieles tann
Der Mensch zum Herrn sich inachen, seinen

Sinn
Sezwinget kaum die Noth und lange Zeit.

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Antonio Wenn andre vieles um den Einen thun;; So ist's auch billig, daß der Eine wieder Sich fleißig frage, was den andern nüßt. Wer seinen Geist so viel gebildet hat, Wer jede Wissenschaft zusammengeißt, Und jede Kenntniß, die uns zu ergreifen Erlaubt ist, sollte der sich zu beherrschen Nicht doppelt sduldig reyn? Und denkt er

dran?

Alphons. Wir sollen eben nicht in Ruhe bleiben! Gleich wird uns, wenn wir zu genießen dens

ken, Zur Übung unsrer Tapferkeit ein Feind, Sur übung der Geduld ein Freund gegeben.

Antonio

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Die erste Pflicht des Menschen, Speis und

Erant zu wählen, da ihn die Natur so eng”. Nicht wie das Thier beschränkt, erfüllt er die?

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