Beiträge zur Ethnographie und Sprachenkunde Amerika's zumal Brasiliens, Bind 1

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Side 597 - Ranken zu überstehen; sie empfangen von jedem Familiengliede und Freunde mehrere Hiebe über den ganzen nackten Leib, oft bis zur Ohnmacht, ja bis zum Tode. Diese Execution wird in sechsstündigen Zwischenräumen viermal wiederholt, während sich die Angehörigen dem reichlichen...
Side 642 - Nach der Rückkehr aus dem ersten Bade muss es sich während der Nacht auf einen Stuhl oder Stein stellen, wo es von der Mutter mit dünnen Ruthen gegeisselt wird, ohne eine Schmerzensklage ausstossen zu dürfen, welche die Schlafenden in der Hütte aufwecken könnte, ein Ereigniss, das nur Gefahr für ihr künftiges Wohl im Gefolge haben würde. Bei der zweiten Periode der Menstruation dieselbe Geisselung, später nicht mehr. Das Mädchen kann sich nun wieder zeigen...
Side 105 - A. gilt diejenige Frau, mit welcher sich der Mann zuerst verband, als Oberfrau. Ihre Hängematte hängt der des Mannes am nächsten. Die Macht, der Einfluss auf die Gemeinde, der Ehrgeiz und das Temperament des Mannes sind die Gründe, nach welchen später noch mehrere Unterfrauen oder Kebsweiber bis zur Zahl von 5 oder 6, selten mehr, aufgenommen werden. Mehrere Weiber zu besitzen gilt als Luxus. Jede Frau erhält in Brasilien ihre eigene Hängematte und gewöhnlich einen besonderen Feuerherd, vorzüglich...
Side 92 - Todes wegen (durch Testament oder Erbverträge) hier nicht vorkomme. Dasselbe gilt auch vom beweglichen Eigenthum; denn überhaupt kennt ja der brasilianische Wilde Testiren und Legiren nicht. Alles, was der Hausvater hinterlässt, geht zu gleichen Theilen und Nutzungsrechten auf die Familie über. Wenn seine Waffen und sein Schmuck nicht auf das Grab gelegt, oder mit der Leiche begraben werden , so fallen sie den Söhnen zu.
Side 641 - Mann die Hütte des Abends nur auf Augenblicke verlassen. Das gewohnte Bad ist ihm untersagt; eben so darf er seine Waffen nicht angreifen. Ihren Durst dürfen beide nur mit lauwarmem Wasser, ihren Hunger nur mit Brei aus Cassava-Brod stillen, der von einer der Verwandten bereitet wird. Noch sonderbarer ist aber das Verbot, mit den Nägeln der Hand den Körper oder Kopf zu kratzen, wozu jederzeit ein Stück aus der Blattrippe der CucuritPalme neben dem Lager hängt. Das Ueberschreiten eines dieser...
Side 125 - Gornara. p. 83. p. 108* b. chen , welche sich hie und da, so wie im übrigen America auch bei den Wilden Brasiliens findet *) , scheint in keiner Weise mit Rechtsbegriffen in Verbindung zu stehen. Auch zur Sorge für Kinder und Verwandte scheint das der Ehe analoge Bündniss unter diesen Wilden nicht zu verpflichten. Nicht selten erliegen die unmündigen Kinder dem Hungertode, oder sterben aus ändern Ursachen unmenschlicher Vernachlässigung. Uebrigens findet sich bei den Urbewohnern Brasiliens...
Side 126 - ... Uebrigens findet sich bei den Urbewohnern Brasiliens keine Spur von Kinderopfern, welche nicht blos bei den Mexicanern, sondern auch bei den alten, ganz rohen, und jenen erstem vergleichbaren Völkerschaften von Peru im Schwange gingen**). Ein gesetzlicher Unterschied zwischen den Kindern der Oberfrau und der Concubinen wird nicht gemacht; vielleicht sind sich alle gleich ***). Von einer Art Vormundschaft über verwaiste Kinder findet man keine Spur. Oft sterben sie, nach dem Tode der Aeltern...
Side 291 - Gemeinde wieder unter denselben Ausdrücken der Trauer an dem Grabe; es wird geöffnet, der Körper herausgenommen, hingelegt, und nun erzählt man ihm Alles, was sich seit seinem Tode in der Aldeia im Allgemeinen, und in seiner Familie insbesondere zugetragen hat.
Side 85 - Privatgrundbesitz fremd und er pflege nur von seinen Stammgenossen und Miteigenthümern des gesammten Landgebietes ein untergeordnetes Proprietäts- und Nutzungsrecht durch theilweise Urbarmachung des Waldes für sich zu erwerben. Wir hätten somit hier die erste Anlage zu einem Ober- und einem nutzbaren Eigenthum (Dominium divisum: directum et utile). Die Erwerbung des nutzbaren Eigcnthums geschieht unmittelbar durch ursprüngliche Besitznahme, oder nachdem es von andern verlassen worden.
Side 112 - Y sobre esto me acuerdo de que en cierta parte de la provincia de Cartagena, cuando casan las hijas y se ha de entregar la esposa al novio, la madre de la moza, en presencia de algunos de su linaje, la corrompe con los dedos.

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