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zweigen schreibe id) vorzugsweise Bedeutung für das Nichts ohne Prüfung für gewiß anzunehmen, blos weil Verständnis der sozialen Fragen der Gegenwart und c's der oder jener versichert, weil es allgencin jo gesagt Zukunft zu, daneben aber mag man vieles andere wird, weil es irgendwo geschrieben steht, ist eine sichere treiben, was zur Anregung des Geistes und Läuterung Basis zur intellektuellen Schulung für Männer, welche des Herzens geeignet erscheint. Ja, um die höheren die bestehenden Verhältnisse richtig beurteilen, imd was Erziehungsresultate zu erreichen, welche die sozialen Not tiit, entdecken sollen Kämpfe der Gegenwart erheischen, wird man sicherlich Eine so gewissenhafte fritische Haltung allem gegenden Beistand mancher anderen Disziplinen in Anspruch über was sich nicht genügend legitimiren kann, ist die nehmen müssen.

beste Vorbereitung zur Pflege der moralischen Tiigend Eine Schulung des Verstandes wird neben der der Wahrhaftig feit. Die Wahrheit ist fein übler BundesÜbermittelung positiver Kenntnisse absolut notwendig genosse in Kampfe streitender Parteien, und wer sich sein, und für diesen Zweck halte id) dic Naturivijenta den Sieg banernd sichern will, muß sich unbedingte schaften für besonders geeignet. Die Grundlage alles Wahrheitsliebe zuur heiligsten Pflicht machen. Da die wissenschaftlichen Strebens ist die Liebe zur Sache, und Wahrheit aber feine ein für allemal gegebene Größe ist, diese zii erhalten und stets nien zii entzünden wird eine fonderit täglich von iienem erforscht und von den vergrundlegende Aufgabe der Schule der Zukunft sein. schiedensten Menschen entdeckt wird, so ist die erste Pflicht Eigenes Interesse an der Sache, nicht widerwillig ge der Wahrheitsliebe, stets lieuen Belehrungen jein Chr leistete Arbeit im Hinblick auf materielle Vorteile hat offen zu halten. Neite Wahrheiten nimmt jeder gern alle großen Fortschritte der Wissenschaft hervorgebracht, und bereitwillig an, wenn sie ihm sympathische oder und diesen mächtigen Impuls jollte man bei der Er ichmeichelhafte Reiultate darbieteni. Aber die Jugend ziehung in der Jugend stets lebendig erhalten. Nädist sollte früh daran gewöhnt werden, auch inangenehme, der Liebe zur Sache ist es besonders wichtig, dem jungen | verlegende Wahrheiten dankbar anzunehmen. Wenn Manne jene Ehrfurcht vor den Tatsachen einzuflösen, der Geist der Toleranz schon in der Schule großgezogen welche die Beschäftigung mit den craften Wisienschaften wird, wird man später im politischen Leben niemals hervorbringt. Vor der Macht der Tatjachen muß er i wieder zu der gehässigen und wirksamen Taktif seine Liebe, Haß, Ehrfurcht und alle Sudt zu idealijiren, i Zuflucht nehmen, die Bahrheit z11 unterdrücken, indem welde man gegenwärtig so eifrig pflegt, unterdrücken nian Leute, die andere Überzeugungen haben als wir, lernen. Eine Sache, die hart, 'bitter häßlich ist, mit (Yewalt mundtot 311 machen sicht. luch) insere mit schönen Farben zu verkleistern, ist nicht idcalismus, heiligsten Überzeugungen und erhabendstent Ideale müssen jondern Lige.

im Feuer der Diskussion beständig geläutert und geDer Idealismus der Besinnung liegt nicht darin, festigt werden. Bestehen sie diese Feuerprobe nicht, lo daß man das väßlide, Inreine, Traurige ignorirt und sind jie Des Sdweißes ind Blutes der Edlen nicht verschweigt, und die Welt durch rosige Brillengläser be

I wert. trachtet, jondern darin, daß man jein Lebensblut darant Nächst der Pflege der Wahrheitsliebe ist die des seßt, das Schlechte zu besjern. Jenier falsche Idealismus, į Mitgefühls gegen den Nächsten als eine Aufgabe der der mit Phantomen spekulirt, wo er reelle Dinge ab- Schule, zu bezeichnen. Wenn irgendwo das Christenwägen sollte, führt überall z11 Niederlagen und Miß= : tum cine Aufgabe 311 erfüllen hat, so ist es hier. Der erfolgen, besonders aber macht er in der Politik kläglich Blaube hat seine Wunder getan, jeßt drängen die Fiasko. Wer die Tatsachen nach seinem Willen lenken Zeiten dazni, daß aud) die Liebe die ihrigen tue. will, muß sich bemühen, ihre Geseke 311 ergründen; das sollst deinen

follit deiner Nächsten lieben wie did selbst" jollte über gilt vor allen Dingen auch von der Tatsachen der den Tore jeder Erziehungsanstalt geschrieben stehen, Psychologie. Der Stoff, den der Staatsmann liach und diese Schre sollte den belebenden Bauch für den jeinem Willen formen niöchte, sind die Handlungen und ganzen linterricht der Jugend bilden. Aber dieser Sap Befühle der Menschen. Auch für die Förderung einer wird, wie es scheint, in unseren Tagen nicht immer psychologisch richtigen Beurteilung der menschlichen richtig aufgefaßt, und bedarf vielleicht eines zeitgemäßen Natur kann die Schule das ihrige tun. Freilich nicht, : Kommentars. Nicht das heißt injeren Nächsten lieben, indem man Kompendien paragraphenweise durdhnimmt. weit wir ihm im Gefühle inserer ingeheuer überlegeiten Die Psychologie, auf welche es hier ankommt, ist nicht Bildung und höheren Stellung hie und da ein färgso sehr das Verständnis für die Empfindungs- und liches Allmosen zufließen lassen. Wenn wir unserni Denkweise des einzelnen Individitums, als vielmehr das Nächsten lieben wie uns selbst, so müssen wir ilin auch Eingehert auf die großen Geseße, welche das Gefühls- achten wie uns selbst, ihm dieselben Wohltaten, Freudent leben der Völker beherrschen. Einen Einblick in diese und Genüsse gönnen, wie uns selbst, furz in ihm wahrWissenschaft gewähren die Werke zilverlässiger Historifer, haft Unseresgleichen, unseren Bruder sehr. Wir sollten wenn sie den jungen Leserii von welterfahrenen und empfinden, daß seine Leiden und Freuden den iinsrigen kenntnisreichen Männern erläutert werden.

gleichwertig sind, daß seine Tugendent die unsrigen, trojz Die Gewohnheit, scharf zu denken, richtige Schluß- umjerer höheren Bilding oft weit übertreffen, imd daß seinte folgerungen zu ziehen, kann mart sdwach beanlagten gedrückte Lage ostmals einen Heldenmut im Ertragen Köpfen fauni einprägen. Aber es lassen sich manche erfordert, der uns fremd ist. Man sollte die Jugend Hindernisse hinwegräimen, welche auch die besten Köpfe die Bücher der Geschichte unseres Vaterlandes durcverwirren. Wenn es möglich wäre, der Jugend ein forschen lehren, in alle die stummen, verschollenen (Großtiefes, gewohnheitsmäßiges Mißtrauen gegen alle alle taten des Volées ang Tageslicht zul ziehen, die Thatent gemeinert Urteile, gegen alle großen Worte, alle an ausharrender Arbeit, langmütiger Geduld, uneigennüziger gestammten Gemeinpläße, furz gegen alles einzit- Vaterlandsliebe, aufopfernder Treue, welche die Hofflößen, was sie nur zu gern ohne Prüfung und ohne historiographen ur so nebenbei als unwichtige Nebertvolles Verständnis acceptirt, so würde damit sicherlich sachen init ein paar flüchtigen Zeilen berühren, um die schon viel zur Pflege rationellen Denkens getan jent. ganze Kraft ihrer Ligent ind den ganzeit Wiß ihres

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Gehirns auf die Verherrlichung irgend eines glorreichen Die legte Zeit des Herrn von Hülsen war eine unaufhörliche Krieges zu verwendent.

Mrise. Der alte Kaiser Wilhelin wünschte feine PersonalverAls leßte Aufgabe der Schulen der Zukunft möchte ! änderungen mehr, wenn sie für den Staat nicht von großer ich die Pflege des persönlichen Mutes aufstellen, freilich Wichtigkeit wären, und so durfte auf dem Gebiete der dramanicht jenes Mules, den der Gladiator in der Arena, tischen Kunst alles beim alten bleiben, d. h. rückwärts gehen. der Kavalier im Duell beweisen, sondern jener helden Die machtlosen Leiter der Şofbühne wechselten, der allmächtige nzütigen Gesinnung, welche alle Märtyrer für den Fort- Intendant, der übrigens seinen Künstlern ein lieber Herr war, schritt des Menschengeschlechts ausgezeichnet hat. Jener blieb. Im Jahre 1879 war plößlich Aussicht vorhanden, den Geist muß herangebildet werden, den weder die Ungnade alten Laube für Berlin zu gewinnen. Die Briefe, welche er mir eines Fürsten noch das Toben einer entfesselten Volls damals schrieb und welche nun vor mir liegen, zeigen deutlich mienge in seinen Grundsäßen zu erschüttern vermag, den den Gegensaß zwischen damals und jeßt. weder Ehrenbezeugungen noch Dotationen bestechen Er drieb am 7. August: „Zum Ziele kommen wir da wohl fönnen, und der dennoch für Belehrung und bessere Er nicht. Hülsen tut's nicht; jedenfalls faum mit den Vollmachten, fenntnis stets empfänglich bleibt; jene große Entschlossen welche man dort braucht, um neu zu schaffen. Sehen wir eine heit, welche sich ein für allenial dafür entschieden hat,

Weile zu.“ unter dem Banner der Wahrheit zu fechten und zu Dann am 11. August: „Ich weiß selbst nod nicht, lieber fallen. Die Jugend ist für Heldentaten und Helden Freund, ob es für mich geraten wäre, auf meine alten Tage noch charaktere nicht unempfänglich und man könnte den einmal umzusiedeln. Ich weiß nur, daß ich ineine lebten Lebenstapferen ritterlichen Geist, der gesund empfindenden jahre dazu anvenden möchte, an so wichtiger Stelle ein gutes Knaben eigen ist, durch die Lektüre geeigneter Biographieen Schauspiel z11 errichten, weldes durch gutes Beispiel dem ganzen und Episoden aus der Geschichte ohne große Schwierig- ; deutschen Theater nüßen würde. ... Vor 12 Jahren sdheiterte die feit von jenen bluttriefenden Idealen großer Kriegs interhandlung init mir daran, daß er seine Vollmachten nicht helden auf die Bewunderung reinerer Heldentaten für abtreten könne. Was hat er damit geschaffen: Was hätte ich das Wohl der Menschheit lenken.

in 12 Jahren schaffen fönnen!“ „Und diese zahme, moralische Dressur hälst du für jd habe persönliche Ausfälle weggelassen. Seinrich Laube eine geeigte Vorbildung zum Kampfe gegen die lernäische hat, wie die inzwischen von Strakosch in der „Neuen Freien Hydra des Sozialismus? Schwerlich werden die Prosje" veröffentlichten Briefe beweisen, damals als Diplomat besigenden Klassen durch solche meuschenfreundlichen gehandelt und geschrieben. Er wollte Herrn von Hülsen durch Experimente zum Siege gelangen." Das kommt darauf die Drohung, in der Friedrichstadt cine Konkurrenzbühne aufan, wie man sich den Sieg vorstellt. Ich kann mir zutun, zur Nachgiebigkeit zwingen. Er dachte dabei zunächst keinen anderen wahren Sieg über Mitbürger und Brüder an das damalige Stadttheater. Jn zweiter Linie nannte er mir denken, als den warmen Händedruck einer aufrichtigen die Friedrich-Wilhelmstadt, „Ivo Hoffmann wohl zu gewinnen und dauernden Versöhnung, und zu einem solchen Siege wäre“. dürften die angedeuteten moralischen Ideale, wenn sie Als genau 10 Jahre später ein neuer Intendant dem Herrn verwirklicht werden sollten, doch noch etwas beitragen. Devrient alle gewünschten Bollmachten gab, war in die Friedrich

Wilhelmstadt das Deutsche Theater längst eingezogen und diesem hatte auch schon sein Schauspieler Barnay imd fein Dichter Blumenthal je eine Konkurrenzbühne eröffnet. Die Schwierigkeiten

wären auch für den alten Laube ungeheuer gewesen, für Herrn Die Krisis im berliner Schauspielhause.

Devrient waren sie umüberwindlich.

Aber diese Schwierigkeiten betreffen doch in erster Reihe den Con Friß Mauthner.

Geldpunkt. Das Schauspielhaus war unter Hülsen die GoldSchneller als id, es selbst ahnen konnte, ist die Prophezeiung

quelle, aus welcher das kostspielige Dpernhaus unterhalten wurde. eingetroffen, weldje id) vor acht Tagen gewagt hatte. Die

Nun droht dem Opernhaus bekanntlich seit Jahr und Tag ebengroße Veränderung ist am leßten Sonntag geschehen. falls ein Konkurrenzunternehmen. Die Schwierigkeiten würden Dito Devrient ist nicht mehr Direktor des Königlichen Schau

unter foldhen Ilmständen wachsen und die taijerliche Unterstüßung spielhauses; der Majoratsherr des Hauses Devrient ist inan

der Dusbühnen würde ins llngemessene gesteigert werden müssen. muss wohl so jagen mediatisirt worden. Da id) ihm sein Zeugnis Es ist fonach wohl zu glauben, daß an hoher Stelle Boridläge 24 Stunden vor der Entlassung zu schreiben so fühn war, darf

erwogen werden, welche die ganze Grundlage der alten Einich wohl jeßt darauf verzichten, dem allgemeinen llrteil über die richtung der Königlichen Schauspiele umformen sollen. . Fehler seiner Amtsführung zuzustimmen. Er war als sileinstädter ! Eigentlich geht aber die finanzielle Seite der Hoftheaterfrage auf seinem Bosten unmöglich, weil er nicht jung genug war, in die Öffentlichkeit herzlich wenig an. Und auch die Einmengung die großstädtischen Verhältnissc hinein zu wachsen.

in die tiinstlerische Seite der Frage ist ein historisches Recht, Die Serijen der Söniglichen Sdauspicie stehen wahrscheinlic) welches sich in sehr merkwürdiger Weise entwickelt hat. Die jeßt vor einer Lösung, weldie auf lange Jahre hinaus wirksam Skunstinstitute der europäischen Höfe sind unter den politischen

1 bleiben wird. Aber dieje Löjung ist heute in vieles schwieriger, Veränderungen der leßten 100 Jahre nicht gleichmäßig weiter als sie etwa vor 15 oder 20 Jahren war. Damals bejas das verwaltet worden. Während die Gemäldegallerien zum Teil vollNönigliche Sdauspielhaus zwar nicht das rechtliche, wohl aber das ständig in den verantwortlichen Besiß des Staates übergegangen tatjächlide Monopol für die Aufführung litterarisd möglicher sind, hängen die Hoftheater überall mehr oder weniger wirklid) Trainen. Nur ain Horizonte Berlins, im äußersten Norden und vom Hofe ab. lind eine Pflicht, mit diesen Hofinstituten den später im äußersten Isten, tauchten Unternehmungen auf, welche edlen Aufgaben des nationalen Dramas zu dienen, ergiebt sich den ärnieren Volfsklassen jener Begenden den Schiller gegen be darum nur aus dem Noblesse oblige. Daher konumt es, daß die idcidenes Eintrittsgeld herumter spielen wollten. llnd es ist ein Sirone vollkommen frei die Wahl von Männern treffen kann, lehrhaftes Zeichen der Zeit, daß in einen dieser Theater des welche dann im höchsten Maje der öffentlichen Beurteilung unterporizonts gegenwärtig die revolutionirenden Tramen bjens ge liegen. Der Leiter einer großen Bühne wird direkt und indirekt geben werden.

vielleicht noch häufiger fritisirt als der deutsche Reichstanzler.

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Selbst- 1

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lInsere Zeitungen haben die Beschäftigung mit dem Theaterwesen „Pah, aber auf welche Bedingungen!" aus stillen und politijden Zeiten herübergerettet, und es giebt

„Laß uns jeßt nicht über Geschäftssachen sprechen! Blätter, welche nicht nur jedem neuen Drama, sondern auch jeder

Waren die Erdbeeren nicht gut? Wie! Würde es nicht neuen Bhaje in der geheimen Bcjeßungsgeschichte des Stüdes cinen Teil ihres Naimes widmen. So wird auch in den nächsten

schmecken, ein Glas Sherry hinterher zu trinken? Was Wochen über die Persönlichkeit des neuen Direktors in Berlin beliebt? Lina! Geh nach dem Laden und hole eine wenigstens nicht weniger geschrieben werden, als über cincin

Flasche Sherry. Pah! Echten!" nicien Minister.

Nachdem er auf dem Salonsopha zu Mittag geSoviel scheint gewiß, daß der fommende Mann aus dem

schlafen, bat die Frau ihn einen Augenblick zu sprechen. fireise derer hervorgehen wird, die ihren Beruf verfehlt haben. I Es wird nicht ein junger Beamter oder Offizier, sondern ent

Er dürfe aber nicht böse werden! weder ein Schauspieler oder ein Schriftsteller sein.

„Böse? Er! Gott bewahr! Wirtschaftsgeld, fann verständlich werden auch die nötigen Namen schon genannt. Id ! mir denken! halte es aber für falsch, die Minderwertigkeit von braven

„Nun ja! Das Krämerbuch war nicht bezahlt Männern zu behaupten oder zu erweisen, welche im das Amt cines Hoftheater-Direktors nicht offiziell kandidiren.

Der Schlächter hatte gefordert, der Mietskutscher ,,lief", es

Darum lassen sich die Forderungen, welche an den fünftigen Direktor 311 ! war mit einem Wort unausstehlich!" stellen wären, nur allgemein an einem Ideal zusammenstellen.

„, Nichts als das! Sie sollten morgen am Tage Die erste Bedingung wäre: der Leiter derjenigen Bühne, jeden Schilling haben! Wie inverschämt, solcher Lapwelche die erste Deutschlands werden soll, muß eine litterarische palien wegen mahnen kommen! Jeden einzigen Schilling Persönlichfeit sein. Ob er augenblicklich gerade litterarisch tätig ist, darauf kommt es ja nid)t an; er tann lid bei der Dollser sollten sie morgen haben, und dabei einen Kunden vers zählung meinetwegen als Professor, als eheimrat, als Schau- i lieren! Aber jeßt nichts mehr von dieser Sache. Wir ipieler, als Dichter oder sogar als journalist gemeldet haben. wollen spazieren gehen. Kein Wagen. Wir wollen mit Er darf nur in litterarisden Dingen fein Blageur sein, er mus der Pferdebahn nach dem Tiergarten fahren und uns da auf der Höhe stehen. Der Hoftheater-Direktor von Berlin!

da ein bischen erquicen." muß ferner eine vornehme Natur sein, damit in dem unausbleiblichen Konkurrenzkampfe dic Würde des Hauses nicht neuen

Und jie fuhren nach den Tiergarten. Als sie in Schaden leide. Ich glaube nicht mit dieser Bedingung auch

Alhambra eintraten und ein cabinet particulier nahmen, adelige Herfunft gefordert zu haben. Der kommende Mann mus flüsterten die jungen Herren im großen Saal. ferner in geistiger Beziehung vorurteilslos und frei denken, weil „Sie glauben, wir gehen auf Abenteuer. Wie das deutsche Drama von jeher die geistige Freiheit zum Aus

amüsant! Wie närrisch!" Der Frau aber war es nicht gangspunkte und zum Ziele hatte. Er muß cinen seltenen Geschiad besißen, um sich in den Schöpfungen der (Begenivart von

ganz recht! feiner unglücklichen Mode mit fortreißen zu lassen. Er muss ein

„Und die Rechnung hinterdrein! Wären wir stat organisatorischer Stopi sein und bis zu einem gewissen Orade and dessen zu Hause geblieben, was hätten wir nicht alles ein geschäftsfundiger Mann, um gegenüber seinen Sollegen nicht für das Geld gehabt!" den fürzeren zu zichen. Er muß ein Charakter sein, um seine

Monate vergehen! Die Zeit rückt heran. Wiege Macht nidt von allen Seiten verringern zu lassen, und doch

und Kleidungsstückchen müssen angeschafft werden. Und fonzilianter Weltman genug, um bei Hofe bestehen zu fönnen. liud z11 alledem muß er lebendiges Theaterblut in den Adern

noch so manches andere. Herr Ludwig ist den ganzen haben, weil er jidh jonst 311 jeder anderen leitenden Stellung Tagaus in Geschäften. Die Kornpreise aber sind geebenso gut eignen würde, wie zu der eines Hostheater-Direktors. sliegen. Die harten Zeiten rücken heran! Keine ÜberBefordert wird also nichts weiter als: Litteratur, Vornehmheit, jepung, keine Korrektur. Die Menschen sind Materialisten cistesfreiheit, Geschmac, Erganisationskraft, Geschäftsfenntnis, Charakter

, Schmiegjamkeit und Theaterblut. Id) fürdyte, jo viele geworden. Sie lesen feine Bücher mehr, sie kaufen sid, auch auf diejes Programm hin melden würden, die Auswahl Essen für ihr Geld. wäre nicht groß. Die Menschen täuschen fich fo häufig über ihre Welch frajje, prosaische Zeit, in der wir leben! Die cigerie Natur.

Ideale verschwinden aus dem Leben, und die Schneehühner werden nicht inter zwei Kronen das Paar ver

kauft. Die Mietskutscher wollen keinen Notar gratis Liebe und l or nipreise.

nach dem Tiergarten fahren, denn sie haben auch Frau Von August Štrindberg.

und Kind, und der Kaufmann will noch obendrein Be(Sdluß.)

zahlung für seine Waren. D, was für Realisten! ,,Kannst du dir denken, Erdbeeren für 1 Krone 50 Der Tag kommt, und die Nacht rücft heran! Er die Kanne, 311 dieser Jahreszeit!"

muß sich ankleiden und nach der Vebamme laufen! Er „Ludwig, Ludwig, wie soll das enden?"

muß vom Krankenbett gehen, um die Gläubiger im ,,Das wird famog gehen. Habe heute eine Über

Habe heute eine Über- Korridor 311 empfangen. Und dann hält er seine Tochter sepung bekommen!"

in den Armen! Da weint er, denn er fühlt die VerDu hast ja aber Schulden, Ludwig!

antwortung, eine Verantwortung, die schwerer ist, als „Bagatellen! Bagatellen! Wartblos, bis ich seine Kraft sie tragen kann, und er giebt sich nene Vermeine große Anleihe gemacht!"

sprechungen. Seine Nerven aber sind in ltnordnung. Er „Deine Anleihe? Das wird ja eine neue Schuld?“ | hat eine Überseßung erhalten, 'er kann aber nicht dabei

bleiben, denn er muß im aufhörlich in Geschäften sollte sie in den leeren Zimmern! Nein, es war beffer värts cint.

io. Sie hatte es ja gut! Er jtürzt hinauf zuin Schwiegervater, der zur Stadt Und nun fing der Ernst des grausanien Lebens mmen ist, mit der frohen Neuigkeit.

an! Er wurde bei einer Morgenzeitung angestellt als ,,id) bin Vater!

Korrekturleser. lIm Mitternacht sollte er auf dem Bureau „Gut," sagt der Schwiegervater, „hast du Brot sein und um drei Uhr weggehen. Er durfte seinen das Nind?

Plaß im Anite behalten, da es nicht zum Konkurs ge„Für den Augenblick nicht. Schwiegerpapa, du kommen war, aber mit der Beförderung war's aus. I helfen!"

Schließlich wurde es ihm erlaubt, seine Frau und Für den Augenblick, ja. Sünftig aber nicht! Tochter einmal in der Woche zu besuchen, aber immer e nicht mehr, als was sie und die anderen Kinder unter Bewachung. Und am Sonnabend mußte er ndjen!"

immer die Nacht in einer Kammer neben dem SdywieUnd jeßt muß die Frau Hühner haben, die er selbst gervater schlafen. Am Sonntagabend reiste er dann dem Heumarkt einfauft, und Johannisberger zu sechs wieder zur Stadt, denn die Zeitung erschien am Monmen die Flasche. Echt muß er sein!

tagmorgen. Und die Hebamme bekommt hundert Kronen.

Und wenn er dann Abschied nimmt von Frau und „Weshalb sollen wir weniger geben als die Andern. Tochter, die ihn bis zur Gartentür begleiten, und er en sie nicht hundert bei Kapitäns ?"

ihnen vom legten Yügel aus noch einmal zuwinkt, fühlt Bald ist die Frau wieder auf den Beinen. Ach, er sich so elend, so unglücklich, so gedemütigt. Und sie } wie ein kleines Mädchen ist sie wieder, die Taille crst recht! chlank wie eine Weide; ein bischen blaß, aber es Er hat ausgerechnet, daß er zwanzig Jahre ihr.

brauchen wird, um seine Schulden zu bezahlen! Tud Der Schwiegervater kommt zu ihnen und spricht was dann? Dann kann er doch noch nicht Frau und per allein 311 Ludwig.

Kind ernähren! Aber seine Hoffnungen? Reine! „Nun bist du so gut, mir eine Zeitlang nicht mit Wenn der Schwiegervater stirbt, stehen Frau und Kind r Rindern zu kommen," sagt er, „sonst bist du mit leeren Händen da, und er wagt es nicht, ihre ein

irt. Lieben, das wollen schon alle jungen Leute, zige Stüße aus dem Leben hinaus zu wünschen. en, sich amüsieren, aber die Verantwortung!"

, wie grausam ist das Leben dod), daß es den „Schwiegerpapa ist auch Materialist geworden! Menschenkindern nicht Nahrung verschaffen kann, da es Diese jämmerliche Zeit. Keine Ideale mehr!" doch allen anderen lebenden Wesen Nahrung giebt.

Das Haus war unterminirt. Die Liebe lebte, D, wie grausam, wie graujam! Daß das Leben 1 sie war starf, und das Gemüt der jungen Leute nicht allen Menschenkindern Schneehühner ind Erdbeeren weid). Das Erefuitionswesen war aber nicht weich. geben kann! Wie grausam, wie grausam!

Auspjänding stand bevor und es wurde mit kurs gedroht. Dann lieber Auspfändung.

Der Schwiegervater fam mit einem großen Riesenen ind holte jeine Tochter nebst Entelin zit jid

Litterarisdie Neuigkeiten. 5 Land, imd verbot dem (Batten, sich zil zeigen, che l Julius W cil: Uuser Rudolf. Eine heitere Familienchronit. Brot hatte und seine Schulden bezahlt waren. 311

Berlin. Ecksteins Nachf. Mk. 1,50. er Tochter sagte er nichts, wie er sie aber heima 10dh jo selten, die liebenswürdige Arbeit eines echten şumoristen.

Das hübsch ausgestattete Büchlein bietet, was leider bei uns te, war es ihn, als fänne er zurück mit einer Ver Julius Weil zeigt sich hier in der liebevollen, harmlosen Beten. Er hatte sein unschuldiges Kind cinem jungen handlung des Familienlebens, in der launigen, humorvollen Darin auf ein Jahr ausgeliehen, imd nin hatte er sie ; achtungen verwant mit Salvatore Farina. In dem ganzen uck crhalten. Sie wäre schon bei ihrem Manne ge

Büchlein ist nichts, was man anders haben möchte, vertraut wie

alte' liebe Bekannte stehen die einzelnen Figuren vor uns. Die ben, jie fonnte aber nicht mit ihrem Kinde auf der Form der Darstellung ist sehr ansprechend und originell, die nße wohite

Schilderung im Einzelnen von intimem Heiz und ungesuchter
Liebenswürdigkeit. &in sehr erfreuliches Buch.

Ph. St. llud Herr Ludwig miste dableiben und zusehen, jein Heim geplündert wurde. Es war ja aber

Bedidite von Otto Sievers. Mit dem Bildnis des Dichters. 1 jeines, da cro's nicht bezahlt hatte. Hu! Die Braunschweig. Goeris. Mf. 2,70. Derren mit den Sucifer nahmen die Bettstellen

Der Dichter, dessen litterarhistorische Arbeiten und dramatische

Perjudhe vicl Anerkennung gefunden haben, ist, erst vierzig Jahre den Betten; jie nahmen die Nupferkasserolen und alt, im Juli 1889 verstorben. Man ward auf Sievers in Biochgeschirr: das Tischservice, den Kronleuchter,

weiteren freisen aufmerksam, als seine Bearbeitung des Schillerschen

Demetrius-Fragments in Leipzig mit jo großein Erfolge aufanderent Landteralles, alles! lind wie er da

geführt worden. Het liegt aus dem Nadilaß des Dichters ein En stand in den zwei Zimmerni, o wie leer, wie

Band (Gedichte vor, von denen der Herausgeber in seiner liebe

vollen Würdigung des Verstorbenen sagt: „es leuchtet aus ihnen Dwar (s. Mätie ir jie ir gehabt! ber was mit jeinem imverfemmbareii Ichensvollen Wuádruidt bald milde

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und weich, bald ticfernst und gedankenvoll, bald in Begeisterung auf dic perzen der reiseren weiblichen Jugend und nicht minder leuchtend, bald in elegischen Träumen versunken das geistige Ant die Befchrung dieser wohledlen Jungfrau zur süßer Minne, lit des Dichters entgegen". Die vorliegenden lyrischen Dichtungen welche dem ritterliden Jörg von Jasja nad mannigfadjem jind in der Form meist vollendet, in der Stimmung ganz vor Sireuz und Leiden gelingt. Gleid, herzzerbrechend und stilvoll ist züglich. Das gilt in gleichem Maße von den Balladen, in denen dic eingeflochtene Liebesepisode des verbannten Herzogs von jedoch vielfadh das rhetorisdie. Element überwiegt. Noch voll Württemberg und der schönen und frumben Britta von Hardenan. endeter fast spricht sich des Dichters großes Können, die Tiefe lind das alles in einem Deutsch, dejjem jiddas normalste Hofjeiner Empfindung und auf der anderen Seite sein tiefgreijender fräulein nicht zu schämen brauchte. Nur finde id) den Titel für grübelnder Verstand in der Elegie und in der Allegorie aus. dies Meisterwert der Bänselisel-Litteratur etwas zu naturalistijd. Durch alle Dichtungen aber geht ein feines (Bcfühl für Melodif „In der Schellenkappe“ hätte auch genügt ind hätte als und Rhythinus; auch wenn ein Gedanke, eine Wendung aus unbewußte litterarisdi Selbsiparodie beijer gewirft

. Die Erpessimistischer Stiminung geflossen, ist die Form von Wohllaut innerung an cin fo intimes Kleidungsstück

, wie das Hemde, ist und leichtender Schönheit erfüllt. Aus diesem Buche spricht ein dagegen shocking. Hiervon abgejehen, ist der Natali nenester großes Talent, das sich wohl noch manch wohlverdienten Erfolg Roman das weihnachtlidste aller Weihnachtsbücher. Die Eiderrimigen hätte:

L. N. struth potenzirt mit Julius Wolff und Georg Ebers. Weld) cin Comble!

A. Buof. Geschichte des Deutsdru Volkes. Dargestellt von G. Dittmar. Bd. I. Heidelberg. Winter. Mk. 5,00.

Was wird aus unsern Töchtern ? Bon Frau J. Kettler. Von dem auf drei Bände (in 15 Lieferungen) veranlagten

3. Auflage, (Frauenberuf-Verlag, Weimar.) (eschichtsiverf liegt bis jcpt der erste Band, der bis zum Ent Der deutjdhe Frauenverein „Heform“, der 1888 begründet scheidungskampf zwischen Kaisertum und Papsttum unter den wurde, hat seine Lebensfähigkeit unter anderem auch in der Haijern aus dem staufischen Hause reicht, also die Bemühungen ziveiten Beneralversammlung bewiesen, die im Dktober dieses der römisch-deutschen Staiser im Aufrichting eines llniverjalstaats, Jahres in Berlin abgehalten wurde. Die tapfere Vorfämpferin das Sdheitern dieser Bestrebungen und die Ausrichtung der fircha ihrer Schwestern, Frau Nettler, die auch in dieser Versammlung lichen Weltherrschaft schildert. Der zweite Band, init der Länder besonders hervortrat, legt in der angeführten Schrift mit dialefimd Städtegeschichte einseßend, wird die Auflösung der Universal tischer Schärfe und Gewantheit dar, was die gebildete Frau firche und des deutschen Reichs darstellen, der dritte die (Beschichte im Lebensfampic als ihr Hecht beansprucht. Zulassung zu Deiitidlands im Anschluß an die des brandenburgisch-preußischen Studium aller Wijcudaften und damit zusammenhängend die Staates bis zur Gegenwart fortführen. Die Behandlung des Ausübung der geschrten Beruie

, soweit dies hente praktisch durch Stvjjes in dem vorliegenden Bande (561 Seiten) läßt erwarten, führbar ist, das ist der Kern dieser Forderungen. Man wird daß auch das (Bejamtwerf sich von cinzeitiger Behandling frei theoretisch den Frauen nid)t bestreiten können, daß sie ein Recht halten wird. Durchweg ist der Zusammenhang der Beschide haben, sich nach Möglichfeit und Fähigkeit 311 bilden und z11 Deutschlands mit dem Verlauf der allgemeinen Geschichic festge betätigen; aber eine Besserung der sozialen Verhältnisse, und halten, die Wechselbezichungen sind klar und anschaulich betont, zwar gerade des gebildeten Standes, ist in dieser nei criadjenin schr ansprechender useise sind die treibenden Ideen berück den imgeheuerlichen Sionkurrenz nicht zu erblicken. P. M. sichtigt und so ein die Beschehnisse erhellender kulturhistorisder Wintergrund gejdhaffen. Mit Recht ist hier der Beschidhte des arabischen Volfes eine eingehende Betradītung gewidmet ud Zum Licht. Gedichte von Hermann Nango. (Adolf Bon13 dadurdy Verständnis geschaffen für jene Vlüte Deutschen (Beistesi 11. No., Stuttgart, 1990.) lebens unter den Staufen, welche den in mancherlei Sanälen Es ist ichade um diese Dichtungen und noch mehr um den dem (Germanentum zugeflossenen arabischen Kulturelementen jo Dichter. Denn fast alles, was der Band enthält, ist der Forin viel verdankt. in anzichender Darstellung und gutem Blick zeigt vadi ganz wunderschön. Auch an poctischer Empfindung fehlt Dittmar zum Schluß diejes crsten Bandes, wie gerade die Nreli; es nicht, und das cruste Streben nach der Pollending tritt jast züge das meiste dazu getan, die firchliche filtur des Mittel in jeder Zeile hervor. Aber damit ist auch das Lob erschöpft. alters zu brechen und den Weg 311 bahien freier Entfaltung im übrigen scheint der Verfasser wie mit geschlossenen Augen individuellen Lebens.

rg.

an der ganzen rcucren Zeit und ihren (Vedanfon voriibergegangen 311 sein. Den Inhalt der (Gedichte bildet din longlomerat von

Pessimismus und sentimentaler Romantif. liber die Frage, was (ustav v. Brielmaier: Der Bauer auf dein Lireuzhofe. einmal sein wird, wenn es feine Mensdien mehr auf der Erde Leipzig. Barth. Mk. 5,00.

giebt, zerbricht jd der Verjasjer jorgenvoll den Kopf. Im BeinEine Erzählung aus dem Berchtesgadener Lande, von starr hans betrachtet er die nacten Schädel ind refleftirt darüber nac) föpfigen Bauern handelnd, aber ausnahmsweise nicht von Wil Damletart. Seine Phantasie schildert die Schrecken der Jintflut derern. Prielmayer erzählt fejjelud ind ipannend, mit geichicfter und den Sieg der Liebe über den Todesgraus. Damit geht Verwending des Dialekts. Doch auch ohnedies wäre die Stima dam vand il vand eine frankhafte Abneigung gegen Zeitgeist mung gut getroffen, nur muss der Verjasser noch mehr bemüht und (Bejellschaft. Der Verjasser hat eine förmliche Schell, sich jein, hinter seinen (Bestalten zu verschwinden und nicht zu erklären, in den ,,(veist der Zeiten“ zii versezen. Alles, was er aus der

aus Wort oder Tat jeiner Figuren sich selbst erflären Vergangenheit herausgräbt, das wird jubjektivirt, in das no müjte. Tas Lofalfolorit, die Schilderung des Landidaftliden, mantische imd Sentimentale überlegt und damit gefälsd)t. So aud) die frappe Charafterzeichning sind recht gelungen; in der leistet sich der Verjajjer bei der Nadierzählung der biblischen Sdürzimg des Konflifts macht der Verfasser die leser freilich (»eschichte von eius und der Ehebrecherin im Tempel cinen allzu sehr zum Mitwisser, jo daß wir fühl bleiben, wenn auch schlechten Scherz Šo verrät Judas den Meister, weil die Bedie betroffenen Personen noch so schwer 311 leiden haben. Die liebte sich von ihm abwendet und Jesu dient! lind das alles luruhen über das Schicksal des im (Wefängnis ich machtenden, in vollem Ernst! Dicic abgedroschenen Weltschmerzphrajen, diese peinlid) angeflagten Lenze Hätte auch die Lejer ergreifen müsjen, sentimentale (Beschichtsjälīdhing ließ sich allenfalls in einer Zeit wenn sie der Ylitor nidht allzu sehr hinter die soulisjen hätte entiduldigen, in denen Byron blühte; aber heute verlangen wir blicei laijeni.

Ph. gl. duch etwas mehr šimm für die Wirklichfeit, etwas mehr Ichtung vor der Wahrheit.

P. J. Nataly von Eschstruth: Im Sdellenhemd. Tioman. Verlag von Herman Costenoble, jena.

Luntes Laubi. (Gedichte von Maria Nowac. (Adolf Bonz Die bei allen minnigliden Mägdelein deutscher Nation

11. Sv., Stuttgart 1891.) wohlgelittene Verfasserin führt ihre zarten Leserinnen in diesem

Die Verfasserin der vorliegenden (Vedichte ist in allen Formen zweibändigen Numan tief in die Vergangenheit zurück, in die

und Arten der lyrischen Poesie wohl bewandert. Die verschiedenZeit lírichs von Hutten, da die 3 igenner nod) als fahreudes

artigsten Nythmen behandelt sie init derselben (Bewantheit und geächtete: (Sauflervolk das Land durchzogen und der Romantik

Sicherheit, wie die heterogensten (Gedankengebiete. Besonders des Aberglaubens reichliche Nahrung zuführten. Seine Sorte

ihre Konianzen und Legenden werden ansprechen. Es vereinigt Nomantif ist jo alt und verbliden, als dai; sie nicht noch den

jich) in ihnen geschickte form mit behaglichen Dumor und guter fleißigen schriftstellernden (Sänjelijclui Stoji 311 schön eingebundenen

Laune. Dod) auch die ģtiminungsbilder sind hübjd gedad)t Weihnachtsbüchern gäbe. Dic (eschichte des jigeunero hires

und durchgeführt. Alles in allem ein Beweis, daß auf Dem jo rregang, der „Im Schellenbende" den Narren der schönen

viel durchgeacferten Boden der alten Lyriť immer noch ein neues

P. 1!. Walpurga ipiclen muß, während er sie liebt unit der düstern

Blümchen oder ein fruchtbringendes Hälmchen wächst. Slutt ciner wäldergeborenen Zigeunerjecie, wirft tici erschütterud

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