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Im robewölktert, fahlen, ferneu (Glantz.
llnd aus dem Nebel, still auf cincin Rojje,
Das müs md stolpernd durch die Blätter flimmt,
Erscheint ein Ritter, den Mambricushut
luf spibein Schädel, in der Wand fie Lanze,
Die weltverloreit in den Nebel träuunt,
Jn starrender, hispan'scher Eisenrüstung
Der Ritter von der traurigen (Vestalt!
lind seine Waffen flirren leis im Nebel.
lind vor mir jeh' ich einen weiten Dom,
Der traumhaft aus dem gold'nen Nebel taucht.
Verschlafen steh'ın die veilgen in den Nischen.
Das Tor ist offert, und ein Glöcklein klingt.
Ich fret hinein. - Darinnen webt umd dämmert
Die Morgensonne. Alles idyweigt und träumt.
Die Siruzifire blinken matt im Licht,
und in dem Taufstein badent fid) die Spatzelt,
Daß es wie Perlen in der Dämm rung sprüht.
Num ich ich ein verlassenes (Bemad),
Co fremd, so unbeschreiblich fremd.
Da stehen Menschen mit vermeinten lugen,
Die ich nicht feme.
Da liegt ein Leichnau auf zerwühltem Lager,
Der ist mir fremd.
Doch von dem Bücherbrett mit gold'nem Titel
Blixt mir ein Buch: Lord Byrous „Manfred“!
Das kenne ich.
Nu fällt es mir wie Schuppen von den lugent:
Das ganze Peben ist ein furzer Traum
lind alles Sein Ser Welt ist Maskerade!
Der Geist ward Fleisch, und in gemeinen Stoij
Berlor er sic), un Erdemeh 311 fosten,
und Erdenlust und Sirenzesuwt ud Plugii.

Dem auch das Veid ist eben! Ilm jich zu finden, ward er wieder (Beijt. llud Ich bin ich: das ist die tiefste Weisheit. llud id bin Id: das ist die höchste Wahrheit. lino Jd bin ich: das ist der cw .ge (cist. lch, weinet nid)t, ihr lieben fremden Leute, ijd bin von dem Martyrium erlöst, Ich bin vom Streuze still herabgestiegen, llud der Calvarienberg liegt hinter mir. jd) wand're jelig durch die weite Welt, Ein (Bottesfunte, streifend nun das Licht, llund freiheitstrimfeu stamme ich ins A: d) bin cim freier (5cijt!

Wenn über meine Sdwelle
Sie leije tritt, vergißt
Der alte Junggeselle,
Wie einjam sonst er ist.

Wie Gold ist ihre Fledite,
Sie jelbit io rund und kleint,
lind itaht jie, ist's, als brädyte
Sie mit sich Sonnenscheint.

Sie weiß gar manche Sachen,
Da alles jie behält,
ilnd lachen fant jie, lachen
Wie niemand auf der Welt.

Deit (roßen 31131hören
Wird oft, bei Gott, mir idwer,
Der Nileinen könnt ich wehren
hr Plandern niminermehr.

Erzählt sie dir (Beschichten,
Merk auf und jei fein still;
Man muß sich nach ihr richter,
Sie weiß ichon, was sie will.

und geht sie aus dem Zimmer Nicht cilt ihr kleiner Fuß llud winkt, so ist mir's immer Wie eines Engels (Bruiz.

jít fort jie, bleibt nicht lange Im Haus der Sonnenschein, Mir raunt's im Verzeit bange: Pullein bist dui allein!

Helle Nacht.

Don Johannes Schlaf.

Ich lieg und liege und fann feinen Schlaf finden und mag feinen finden.

Weit steht vor mir das Fenster offen und die klare Nacht duftet hercin. Das ganze Zimmer: so hell

, jo hell! Ein übernatürlich helles Zwielicht. Es hält mir die Lider weit auseinander.

Ich liege ganz still. S'aum hab ich ein Gefühl von meinem Nörper.

Mir ist, als säh ich alles tief, tief in mich hinein; als jäh id in alles, alles tief hinein.

Wie hingenommen bin ich in cine Dffenbarung und wüste doch nichts zu sagen, nichts zu nennen. Aber es quält mich nicht. Mir ist, als ob ich alles wüßte.

Id bin doch noch immer der alte Träuiner. Wie cin Nachtwandler, zwischen Schlaf und Wachen, den es 311 den Höhen zicht, zu den Bestirnen. Mir ist, als verliefe mein Empfinden nit tausend Fäden in unerkennbaren Zusammenhängen.

Die Welt so vor sich hinzuträunien!

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Wie cigen mir nur ist!

gerecht und imgerecht, gut und böse, gemein und edel, Der vicle, viele Sonnenschein den ganzen Tag arm und reich, schön und häßlich nennen und alle doch über; das Tollen, Lachen und Jauchzent; die weiten unter dem Zwang ewiger Geseße stehen; da schlummern Hellen Wiesen und fühlen Schatten; die weißen Wölkchen jie imd die Schönheit des gleichen Friedens ruht auf am blauen Himniel hingeflockt; am Abend der Mond ihren (vesichtern. Da wächst es aus heimlicheni lima hoch oben am weiten Himmel, der seine weißen Lichter ' armungen auf 311 unbekannten Schicfjalení . auf die stillen Wege legte; der endloje Abschied am Gartentor, bis sie dann aus meinen Armen war und weiß in den dunklen Hausflur hinein; und dann der llud ich träume weiter, hin über das mondlichte Heimweg: ihre Wärme noch an meiner Brust, an

Feld. meinem Hals, an meinem Besicht, all die selbstver Die weiten Ährenwogen nicken und fristern unter gessene Luist: ich muß es wohl noch im Blute haben. der Last ihrer Reife und verschwimmen in den LichtDas muß es wohl sein. . .

plast hinein. Aus der braunen Erde falten jich die Weit drüben, dort über der jchwarzen Linde, Pflanzen und Sträuter mit stiller, woliger frait hinaus, die den mondhellen Dachfirst überragt, am jilbrig: ! hinani in das Licht, in die Luit

. Nächtliches (Setier grünen Nachthimmel flimnicrnd ein Sternchen. Ihr geht auf seinen verborgenen Pfaden in Furchen und Haus.

Feldern, über Wicjen, durch wisperide Sträucher, über
Dämmernde Wege oder ruht im Frieden ichwarzer

Odhluite. llud die einsamen Hügel: nur der lichte
Vauitas! Vanitatum vanitas!

Vimmel icit drüber hin und der Nachtwind frisch über Leise, leise klingt es in mein Chr, wie anklagend. die Gräserchen und Blümchen, und das unaufhörliche Der Schmerzensruf vieler, vieler Tausende und – meiner Rauschen der Mühlen unten vom Tal herauf. Die selbst. Aber fernher, ganz von fern. Perzitternd in dem Wiesen mit wallenden, weißen Nebeln drüber imd fline milden, lichten Frieden.

ferndent Tau. Tie glißernden Wälserchen rieseln hinta Ich muß lächeln in meinen großen Glück, daß mir durch 311 den Bächen, 311 den flüssen, den Strönicht

, dicse Tage beschieden sind imd diese Nächte.

weiter, weiter in ferre, endlosc, monddämmeride Meere. Vanitas! Vanitatum vanitas! Lächeln muß id),

Durch die Nacht der Wälder das Braujent imzähliger daß ich es so gar nicht verstehe, daß es mir ist, wie Wipiel und tausend heimliche Laute. Oben auf den ein fremder, leerer Silang, und wie lange ist's her, dass ragenden Kronen der weiße (Blanz, zwischen Ästen ud ich es jelbst rief in meiner Bedrängnis?

zweigeit, am bebenden Laub, an den alten Stänimien Alles hin, alles vergessen!

hinspiclend nieder auf Gräjer und tauiufelide Blumen. Vergessen? Nönnt ich dam stammen in diesem ernsten

Hin, hin über Länder und Meere, Gefilde, Weiler, Glück

, staunen wie über etwas linermeßliches, libe- Flecken und Städte, Ströme, Seen und Berge, bis zii greifliches: Nein, auch der Atkord mischt sich hinein in

all den Tiefen umd Höhen, die viel zu gewaltig sind für miein Träumen. Nicht vergessen: überwinden.

unser armes Gehirit, vor denen selbst umjere Träume Das ganze Leben: ein quälendes Suchen und ein

zurückschrecken ... herrliches Finden solcher Nugenblicke. Die Welt ist jo groß und weit und tief, lo unergründbar tief und doch darf der Tag sie einem verdiufelit

Flaches Land im Mond dist. Soweit man blicken fam, am Horizout hin mächtige Häusernasjen in blärta | lidhjem Dämmer, wie ein (vebirge breit in den vimmel

hinein. Väuser, Häuser und Häuser. Illud es wächst Das schlummernde Dorf da draußen. So ärmlich niedrig, gemein alles, wenn es der Tag ins Helle bringt ängsiigend weit, in das Land hinein.

| ind wächst und dehnt sich weiter, und immer weiter, Die staubigen Wege, die rijjigent, wetterverwaschenen

Oben drüberhin ein roter Lichtduust, der sich im Lehminauern der Katen und Ställe; die Mensden, häßlich, schmußig in ihren Alltagskleid, niedergedrückt von

breiten Halbkreis schmig ind trüb in die sterufunkelnde der Last ihrer Arbeit; die hundert Laute des Lebens, Klarheit dehnt. jo aufdringlich wirr, verwirrend alles in jeiner dürjtigen hier das Leben durch die breiten, hellen Straßen.

Hier giebt es feine Nacht. Nimmermüde rauscht Enge, : so ivunderlid) in die atiende Nacht hineint

Millivnici und Abermillionen rastloser Kräfte: hier frenzen Wie es rauscht durch die lichte Stille md rauscht sie sich, verzweigen sie sich in taujend und abertanjend und rauscht!

Verfeinerungen.

Das Elend der Vorstädte. Langi, endlos lange Als hörte man die goldenen Welten da oben auf Straßen mit schuurgraden, öden Fassaden, wie Mauern, ihren einsamen Bahnen durch die eisige lluendlichkeit des i glatt und gran. linzählige Fensterlöcher, viele sind die Raumes mit der Pracht und dem (rauen imgeahnter ganze Nadit hindurd) rot. Wieviel Jammer, VerzweifLage und Nächte, mit den unerhörten Wundern all lung, Elend, Müdigkeit, Erniedrigung dahinter! Wieihres Lebens, mit der grausigen Ödé ihres Todes. lind viel Zuifunft! Rächende Zukunft, großgezogen in hier unter mir, die Erde mit all ihren geschauten und Träumen und Hoffnungen, bis der Tag kommen wird, doch ebenso unergründlichen Wundern.

an dem aus injäglichen (Bräuelit eine neue Welt sich llud dort unter den niedrigen, mondhellen Dächern ' erhebt.

crhebt. Eine neue Welt! . . spinnt sich das Leben weiter. Da ringt es, Raum Jmmer sicherer gestaltet sic jich heraus aus unseren gebend, mit Todesschauern; da müht es sich mit seinen Wünschen, aus unseren Visionen, aus umjeren unabweisgroßeit und kleinen Sorgen; da schlummern sie, die sich lichen Bedürfnissen.

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Und wir? Wir sind die Verfündiger und Hin- einiger einleitenden Worte. Sjaltykow wollte den Beweis deuter. Das ist unser unausweichbares Schicksal! Ber- ; liefern, daß das arme, verachtete russische Volk, der gerneine fündiger und vindeuter, wenn wir den Todesfampf ab Mann, der Mujhif – die eigentliche Kraft, Stüße und sterbender Generationen, deren Schuld ihre Schwäche (Grundlage des Staates sei. Wahrhaft produktiv ist nur ist, ihre Müdigkeit, ihre tausend Raffinements in uns

die Arbeit des Volfs und auf ihr beruht die Ernährung und erleben; Verfündiger und Hindeuter, wenn es in iins

die Wolfahrt der sogenanten höheren klasjen, namentlich aber der lebendig wird von Ahnungen der Zukunft . Müde, leidend, hoffend, ahnend und besißend arbeiten

Beamtenwelt. Die Anmaßung und Überhebung der Büreanwir alle an der Zukunft ind sind Zufunft ...

fraten, welche die große Menge verachten, sie gleichsam nur Sterben und Werden! Das ist alles.' Mehr er- als Last- und Arbeitsvich, als Stenerzahler betrachten, findet gründet fein Verstand. Doch unser Empfinden durchbebt in dieser Erzählung cine drastische Schilderung und Veres mit wunderbaren Schauern wie vor innergründlichen urteilung. Als sontrast zeigt uns der Satirifer die linterNächtert

würfigkeit, Genügjamfeit und Gutmütigkeit des rujlischen Arbeiters. Schtsdhedrin will ferner beweisen, daß die super

kluge Regierung init ihrer Bürcauweisheit weit reformDie schöne, schöne, freudige Welt der Zukunft! Daß . bedürftiger sei als die große Volksinenge, und daß diese ich nicht an dir zu verzweifeln brauche! Daß meine nicht nur für sich selbst zu sorgen versteht, sondern daß fie Seele kräftig und gesund ist, dich zu hoffen, dich zu

· auch die ganze Cast des Staates auf ihren Schultern trägt. ahnen, durch die Gräuel hindurch, aus denen du er- : Die Überießung ist leider nicht imstande, die feineren Nustehen wirst! Du schöne, freudige Welt! Ein neues, starkes,

ancen des Stils und die jubtile Jronie des Driginals volladliges Geschlecht, das sich verwant fühlt über die ständig wiederzugeben. Erde hin, so weit Menschen leben! Das keine Kaste, fein Rajjenhaß, feine Religion tremt! Das Taten, Erfenntnisse ind Empfindungen fennt, nie geahnt!

Es waren einmal zwei Beneräle*), und da sie beide leichtsinnig waren, jo befanden jie jid) plößlid) – wic durd)

den Zauberstab ciner Märchenfee dorthin verjet -- auf Ich lieg und liege und kann keinen Schlaf finden

ciner unbewohnte! Sujel. imd mag keinen finden. Eine Stunde nach der andern Sie hatten ihr ganzes Leben in einer Registratur 311geht vorbei, vorbei.

gebracht, waren daselbst geboren, erzogen und alt geworden Ein frischer Luftzug rührt das Laub draußen und und besaßen daher für andere Dinge nicht das geringste bebt in den Gardinen. AUmälig, leise wechselt das Berständnis. Auch fannten sie feine anderen Worte, als geLicht und jegt liegt es wie ein leichtes Frühdämmern

| nehmigen Sie die Versicherung meiner vorzüglichen Hochdrüben über den Bäumen, auf dem Tisch, an den Wänden

adhtung und Ergebenheit." hin. Die Hähne frähen. Die Sterne verbleichen am flaren Himmel und unten im Garten zwitschern die

Als i dic Registratur aufgehoben wurde und man Staare ins Morgengrauci.

die (encräle nicht mehr brauchte, da gab man ihnen die Ich hör alles wie in einem schwindenden Traum.

Freiheit; und da jie nu a. D. waren, jo siedelten sie jid) Und nun deutlicher, bestimmter, wie es rings um mich in der Straße Hodjátscheskaja in St. Petersburg an: jeder her erwacht in den hellen, aufsteigenden Tag hinein. von ihnen hatte seine eigene Wohnung und jeine Nöchin und Und die frohe, kräftige Sicherheit des Tages kommt jeder bezog cine pension. Alls sie nun plöölich auf einer über mid).

unbewohnten Insel waren, jahen sie sich beim Erwachen Eine süße Müdigkeit drückt mir die Augenlider. unter einer Decke liegen. Anfangs begriffen fie natürlich gar Noch ein paar Stunden Schlaf. Dann wird mir mein

nicht, was mit ihnen geschehen war, und sie sprachen daber Frühstück idhmecken, und dam werd id, nich draußeit

mit einander ganz so, als ob gar nichts passirt wäre. der hellen Sonne freuen, offen den Freuden und Leiden

,,Was für einent jouderbaren Traum ich heute hatte, des Tages, geschickt beide zu ertragen, und Stunden

Erzellenz, - jagte der eine (eneral, mir war, als ob werden kommen, da sie mir beide gering sind. Was weiter? . .

ich auf einer unbewohnten Juel fci

Naum hatte er dicic Worte ausgesprochen, da sprang er in die Höhe. Auch der andere (Vencral sprang auf. „Herr Gott, was ist das!

ijt das! Do find wir denn?" riefen beide voller Erstaunen.

Wie ein Mushik zwei Generäle ernährte.

Von
M. 3. Ssaltykow-Schtsdedrin.

Deutic von W. Henck e L.

* Einen Zivilbeamten, der den Rang eines Wirklichen Staatsrats und damit das Prädikat Erzellenz erlangt hat, nennt man in Rußland gewöhnlich (General, weil er in der Rangliste mit dem Generalitajor auf der gleichen Stufe steht. Solcher Zivilgenerale giebt es in Rußland eine große Menge und sie genießen fein besonders hohes Anschen. — Mujhit ist nicht nur jeder Baner, sondern auch jeder niedere Arbeiter, Handwerfer, Taglöhner 11. 1. w. Der Deuttid)-Nusie überseßt Mushik gewöhulid) mit „ferl."

W. B.

Ilm dieje Erzählung des berühmten rujjijden Satiriters für den Deutident Lejer verständlich 311 machen, bedarf es

11

Sie befühlten einander, um sich zu versichern, daß sie |

waren es die Früdyte, Fijche, vajelhühner, Birkhühner und nicht mehr träumten, daß es. Wirklichkeit sei, was mit Hajen, die sie vorhin gesehen hattent. ihnen vorgegangen war. Dbgleich sie sich nun gegenseitig „Daß die menschlidye Nahrung in ihrer ursprünglichen zu überzeugen suchten, daß alles nur ein Traum sei, mußten Gestalt fliegt, idwimmt und auf Bäumen wächst .-- wer sie die traurige Tatsache schließlich doch anerkennen.

hätte das wohl gedacyt, Erzellenz!" jagte der eine General. Vor ihnen lag das Meer und hinter ihnen ein Fleckchen ,,Freilich," crividerte der andere General, auch ich Erde, das ebenfalls vom grenzenlosen Meer ungeben war. muß gestehen, dass ich mir eingebildet hatte, die Semmelii, Sie fingen an zu weinen, — zum ersten Mal, jeit man welche mantins des Morgens ziim Kaffec reicht, kämen fir ihre Registratur geschlossen hatte.

und fertig zur Welt.“ Als sie sich nun gegenseitig betrachteten, sahen fic, daß Daraus folgt also, daß, wenn man z. B. ein Nebhithn sie mit Nachthemden bekleidet waren und daß jedem von verspcijen will, man es crst fangen, töten, zupfen und ihnen ein Drden um den Hals hing.

braten inuß. Aber wie soll man das anfangen?" „Eigentlich müßte man jegt Kaffee trinken," ieinte der „Ja, wie soll man das anfangen?“ wiederholte der eine General; als er sich aber besann, was ihm für cin ima andere General. erhörtes Ereignis passirt war, mußte er aberınals weinent. Sie jdwiegen und versuchten abermals cinzuschlafen.

Was werden wir jeßzt anfangen!" sprad) er unter Aber der Hunger verscheuchte ihren Schlaf. Es wimmelte Tränen; angenommen, wir jeßen einen Bericht auf, was vor ihren Augen von Rebhühnerit, Judians, Ferfeln, und würde das helfen?"

alle waren jo saftig, so zart gebräunt und mit Gurken, „Wissen Sie was, Exzellenz,“ erwiderte der andere S'apern und Pickles garnirt. General, „gehen Sie nach Dsten und ich gehe itach Westen; „Ich glaube, daß ich jeßt meine cigenen Stiefel auf gegen Abend kommen wir hier wieder zusammen, vielleicht essen fönnte," sagte der cine (Berteral. finden wir etwas.“ Nun wollten sie ergründen, wo Dsten andschuhe sind auch nicht übel, besonders went fic und wo Westen sei; sie erinnerten sich, daß ihr Chef einst- recht mürbe getragen sind!“ seufzte der andere (Veneral. mals gesagt hatte: Willst Du wissen, wo Csten liegt, jo Nun blicten die beiden (enerälc jid) starr an; in ihren richte Dein Antlitz nach Norden und Du findest das (Besuchte Augen crglänzte ein imheilverkündendes Feuer, ihre Zähne zur Rechten. Als sie aber den Norden ausfindig madient klapperten und ein dumpfes Stöhnen entrang sich ihrer Brust. wollten, drehten sie sich rechts und links und blickten nach Langsam frochen sie aufeinander z11 und gerieten plößlich in allen Seiten, da sie jedoch ihr ganzes Leben in der Registratur fürchterliche Wut. Ein Gejdrei und ein (Heädhje erscholl, zugebracht hatten, so waren alle ihre Bemühungen vergebens. die Feßen flogeni umher und der General, welcher sialligraphic

„Ich meine, Erzellenz, Sie gehen rechts und ich gehe : lehrer gewesen war, biß seinem Sollegen den Orden ab und links!“ sagte der eine General, welcher nicht nur in der ! verschlang ih. Der Anblick des Blutes brachte sie jedoch Registratur, sondern auch in der Militär-Stantonistenschule wieder zur Besinnung. als Kalligraphielehrer gedient hatte und daher etwas (ott stel is bei!“ riefen beide 311 gleicher Zeit, „wir klüiger war.

werden uns dod hoffentlich nicht auffressent wollen! . . Wie gesagt, so getan. Der eine (General ging rechts: Wie mögen wir nur hierher geraten sein! Welcher Böjeda erblickte er Bäuine, auf denen allerhand Früchte hingeni

. wicht hat sich solchen Spaß mit uns erlaubt?" Gern hätte er einen Apfel gepflückt, aber sie hingen alle jo „Wir inüssen uns durchaus unterhalten, um uns die hoch, daß man hinaufklettern mußte. Er versuchte eš, aber Zeit zu vertreiben, sonst giebt's Mord und Todschlag!" sagte es war vergebens; er zerriß sich nur das Hemd. Dann der cine (Veneral. kam er an einen Bach, da erblickte er eine Menge Fische, es ,,Fangen Sie an," erwiderte der andere. wiminelte nur so.

„Słönnen Sie mir vielleicht erklären, wie es kommt, daß „Hätten wir doch diese Fische in der Podjátscheskij, die Sonne zuerst auf- und dann untergeht? Weshalb gewie wäre das prächtig!“ dachte der (Veneral und ihm lief i schicht es nicht umgefchrt?" das Wasser im Munde zusammen.

,,Sind Sie aber ein fonderbarer Mensch, Erzellenz: Dann fann er in einen Wald und jah hier vajelhühner, i auch Sie stehen ja zuerst auf, dann gehen Sie ist Ihr Birkhühner und Hajen.

Birean, arbeiten dort und des Abends legen Sie sich ichlafen." „Þerr Gott, was für eine Menge Nahrungsmittel!" „Weshalb aber kain inan nicht das (Segenteil annehmen? rief er und fein Hunger steigerte sich gewaltig.

Zuerst geht mai 311 Bette, sieht allerhand Traumgestalten Aber es half alles nichts, er mußte mit leeren vänden und steht dann auf?“ zu der verabredeten Stelle zurückkehren. Als er anfam, er „öm, ja, allerdings. . . . Aber als ich noch Beamter wartete ihn schon der andere General.

war, dachte ich stets so: Jeßt ist's Morgen, dann wird es „Nun, Excellenz, wie steht's? Þaben Sie etwas ge Tag, zulegt kommt das Abendbrot --- md dann ist's Zeit funden?"

zum Schlafengehen!“ ,,Nur eine alte Nummer der Moskauer Zeitung,

Als sie sich an das Abendbrot erinnerten, wurden beide sonst nichts!"

(Generäle schwermütig, und das Gespräch geriet ins Stocken. Die Generäle legten sich nun wieder zum Schlafen Ein Arzt erzählte mir einst, daß sich der Mensch längere nieder, konnten aber - mit leerem Magen feine Ruhe finden. Zeit hindurch von seinen eigenen Säften nähren könne," beTeils war es der Gedanke, wer wol ihre Pension jetzt in gann der eine General wieder. Empfang nehmen würde, der ihnen den Schlaf raubte, teils ,,Wie ist das zu verstehen?"

„Ganz einfach: die eigenen Säfte erzeugen neue Säfte, „Nun, einen gewöhnlichen Mushit! Einen solchen, wie und diese ihrerseits wieder andere, und so geht es weiter, sie alle sind. Er würde uns fofort Semmelit verschaffen bis schließlich alle Säfte aufgezehrt sind."

und könnte uns auch Rebhühner und Fische fangen!" ,,lind was geschieht dan?"

„Hm, einen Mushik ... Wo ihn aber hernehmen, ,,Dann muß man wieder Nahrung zu sich nehmen." diesen Mushik, wenn doch keiner da ist!" „Vol's der Teufel!"

„Wie sollte keiner da sein; Mujhifs gibt's überall, man Die Generäle mochten sprechen, was sie wollten, die muß sie nur suchen. Gewiß hat er, um nicht arbeiten zu luterhaltung kehrte stets wieder aufs Klapitel des Essens müssen, sich irgendwo versteckt!“ zurück, und dadurch wurde ihr Appetit nur noch mehr gereizt. Dieser Gedanke ermutigte die Generäle so sehr, daß Sie beschlossen nun, alle Gespräche zu unterlassen, und da sich sie sofort aufsprangen, um einen Mushik ausfindig zu beide der gefundenen Moskauer Zeitung erinnerten, so fingen machen. sie an, eifrig darin zu lejen.

Lange irrten jie erfolglos auf der Insel umher, endlich „Bei dem hochverehrten Chef umjerer altehrwürdigen zog ein intensiver Geruch von Schwarzbrot und altem Residenz fand gestern ein Festinal statt. Die Tafel war Schafpelz in ihre Nasen und leitete sie auf die richtige Fährte. für 100 Personen hergerichtet und der dabei entfaltete Lurus Unter einem Baume lag, die Faust unter den Kopf gesteckt, übertraf alle Erwartungen. Die entferntesten Provinzen ein folosjaler Mujhit und ichlief. Es war augenscheinlich, warent an diesem Zauberfeste durch ihre kostbarsten Baben daß er sich seiner Pflicht, zu arbeiten, frecherweise entzog. beteiligt, der goldne Sterlet von der Scheksna und der Die Entrüstung der Generäle kannte keine Grenzen. Silberfajan aus den faukasischen Wäldern hatten sich hier ,,Was, du schläfst hier, Faulpelz!" stürmten sie auf ihn unit ber in imfern Breitengraden im Winter so seltenen Erd ein, „cs füminert sich wohl gar nicht, daß zwei Generäle beere ein Nendez-vous gegeben. . . ."

hier sind, die vor Hunger fast umkommen? Marsch, vor„Þfui Teufel! . . . Ilm Bottes Willen, hören Sie auf, wärts, arbeite! Erzellenz! Þaben Sie denn gar fein anderes Thema finden Der Mushit stand auf und erblickte die gestrengen förmen?" rief der andere General in heller Verzweiflung. Er Herrent Generäle vor sich. Sein erster Gedanke war nahm jeinem Sollegen die Zeitung aus der Hand und las Reißaus zu nehmen; aber die Generäle hielten ihn fest. Folgendes:

Er mußte sich in jein Schickjal fügen, mußte arbeiten. „Man schreibt 1115 ališ Tula, das gestern in der Upå Zunächst kletterte er auf einen Baum und pflückte den ein Stör gefangen wurde ein Ereignis, dessen sich die Generälen ein paar Dußend der schönsten Äpfel; für sich ältesten Leute nicht erinnerit fömen, und das um jo merf behielt er nur einen sauern. Dann wühlte er die Erde auf würdiger ist, sa man in diesem Stör den Distriktspolizei- und holte Startoffelit hervor; mit zwei Stückchen Holz, die meister erkannte). Dieje Gelegenheit wurde nun benußt, um im er an einander rieb, machte er Feuer. Alsdann verfertigte hiesigen klub ein Festmal z11 veranstalten. Der llrheber desselben er aus seinem eigenen þaar eine Schlinge und fing damit wurde auf einer großen, hölzernten Schüssel servirt, er war ein Rebhuhn. Schließlich entfachte er ein lustiges Feuer und von Ciliggurfen iungeben und in joinem Maul itaf ein briet daran so viele verschiedene Speisen, daß den Generälen Büschel Petersilic. Doftor ., welcher den Vorsit führte, der Gedanke fam, ob sie diesem Müßiggänger nicht auch jorgte dafür, dass jeder von den umejenden sein Stück be etwas davon abgeben sollteit. fam. Die Saucen waren außerordentlich mannigfaltig und Als nun die Generäle dei Mushiks Bemühungen jahen, dclifat...."

da freuten sie sich in ihrein Herzen. Daß sie gestern vor „Erlauben Sie, Erzellenz, mir scheint, daß auch Sie | Hunger fast gestorben wären, hatten sie schon wieder vernicht sehr vorsichtig in der Wahl Ihres Lesestoffs sind," gessen und dachten nur: Wie gut ist es sodh, General zu unterbrach ihn der erste General, bemächtigte sich der Zeitung sein, ein General geht nie zu Grunde! and las weiter:

,, Sind sie nun zufrieden, meine Herren Beneräle?" ,,Aus Watfa wird gemeldet, daß einer der ältesten Ein fragte der faule Mushik. wohner dajelbst eine neue und originelle Zubereitung der „Ja wol, Freundchen, ipir erfenien deinen Eifer an!" Fischsuppe erfunden habe. Man nimmt nämlich eine lebendige antworteten die Generäle. Trüsche (Lota vulgaris) und schlägt sie mit einer Rute so Dann gestatten Sie wol, daß id) mich ein wenig lange, bis ihr vor Ärger die Leber anjdywilt ..

ausruhe?" Die Generäle ließen die Nöpfe hängen; alles, ,,Ruhe nur aus, Freundchen, aber zuerst drche uns eine worauf sie ihre Blicke richteten, handelte von Speisen. Selbst feste Schuur." ihre eigenen Gedanken sprühten Verderbent, denn so sehr sie Der Mushit jammelte wilde Hanfstengel, legte sie ins sich auch bemühten, ihre Sime von Beefsteaks und dergleichen! Wajjer, klopfte und brach jie – und gegen Abend war ein abzuwenden, - es war alles vergebens, ihre Phantasie derber Strick fertig. Damit banden ihn die Generäle an fehrte stets mit unwiderstehlicher Gewalt zu dem zurück, was einen Baum fest, damit er nicht davonlaufe, und legten sich jie jo jdinerzlich entbehrten.

dann schlafen. Plößlich fam dem General, welcher Kalligraphielehrer So verging ein Tag nach dem andern und der Mushik gewesen war, eine Inspiration; freudig rief er aus:

wurde jo geschickt, daß er schließlich seinen Generälen sogar „Was meinen Sie, Erzellenz, wenn wir einen Mushik Suppe in den hohlen Händen kochen konnte. Die Gencräle ausfindig machen würden!"

aber waren fröhlich, rund und satt geworden; sie freuten sid), ,,Einen Muihif, Erzellenz? Was für einen?"

daß sie hier kein Geld auszugeben brauchten und daß fich

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