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In dem vom Papste jüngst angefauften A r dhiv der Familie Ilnd wie die verschiedenen Etappen in der diplomatischen Carrière Borgheje wurden 400 Codices gefunden, welche die Geschichte der Schlag auf Schlag einander folgten, so auch die in jeiner schriftPäpsie in Avignon behandeln.

stellerischen Laufbahn. Im Jahre 1-55 veröffentlichte Lord Lytton Eine Gejamtausstellung der Gemälde des bekannten Einsiedlers unter dem Pseudonym: Owen Meredith eine Sammlung von von Wolframshausen, Diëfenbach, veranstaltet der österreichiiche Gedichten „Clytämnestra“ betitelt, welche großes Aufsehen machten. Kunstverein am 1. Januar t. i}. in Wien. Diese Ausstellung nun

Darau; solgten: „The Wanderers“, „Lucile“, The ring of joll weiterhin auch nach Peit , Prag, Graz und sodann nach allen

Amasis“ 11. s. w. größeren Kunitstädten Deutschlands die Wanderung antreten.

Der erste wichtige diplomatische aft, bei welchem Lord Lytton ulerander Kielland jod Bürgermeister von Stawanger

mitwirkte, war der Handelsvertrag zwischen England und Portugal werden. Der Moniteur der Regierung, Dagbladet, befürwortet die im Februar des Jahres 1868. In liijabon war es auch, wo er zum ersten Ernennung, die damit so gut wie sicher ist.

Male als Gesanter seine Regierung vertrat (187 –1876). Dann aber

follte ihm ganz unerwartet eine weit größere und weit schwierigere Rolle Codesfälic.

zufallen Als Lord Beaconsfield – damals noch Mr. Disraeli icinen Der als Molièreforscher bekannte Archivar des Hérault“ in

gr zen Theaterfoup ausführte, als er die Königin von England zur Paris, Louis Lacour de la Pijardière -- geboren 1832 zu „Saiserin von Indien“ machte, wurde Lord Lytton als Vertreter der Nantes ist freiwillig aus dem Leben geschieden.

Kaiserin, mit dem Titel „Vize-König von Indien“ dorthin geschi&t.

Seine erste Pflicht war es, dieje kaiserliche Würde der Königin Gregor Csiky † Die ungarische Nation trauert um ihren Viktoria dort öffentlich zu proklamiren, und er tat dies mit Auivornehmiten Dramatiker: Gregor Csity ist am 21. November im bietung eines unnachahmlidhen Chics. Man hat gelegentlich jeinen 49. Jahre seines Lebens gestorben. Bei der Wärme und itolzen Vater einen romantisch angehauchten litterarischen Snob genannt. Bewunderung, die gerade dieses Wolf seinen tüchtigen Männern ent Beim Sohne vereinigte sich Romantik mit angeljächischer Gemeisengegenbringt, bei den innigen Beziehungen, die zwischen ihn und heit, fünstlerischer Snobismus mit Ariitokratic zu einem prächtig jeinen Dichtern beitchen, hat die Trauer nicht den rein fontemplativen wirkenden Ganzen. Ilmgeben von allen Fürsten, Rajahs und MaraCharakter, wie sie große Tote gewöhnlich an das Grab geleitet, buts Indiens, angesichts einer Truppenmacht von 20 000 Mann, von iondern iit von der Lebenswärme persönlichen Schmerzes durch einem mitten in der Delhi-Ebene errichteten herrlichen Trone pro. drungen. (regor Gjity iit der Schöpfer des modernen, ungarischen flamirte er seine Königin jur naiierin von Indien. Dramas. in unvermitteltem Anichluß an cine kaum hundert Iluglüdlicherweise ließ Lord Beaconsfield es nicht dabei bewenden, jährige Bergangenheit der Dramatik, die durch zwei Dichter, daß jein Vizekönig Feite und Feerien gab, die an die Märdhen aus Hisialudy und Szigligeli verkörpert wird, fügt Cjifh an cine Hinter tauiend und eine Nacht erinnerten, iondern er nötigte ihn, zweiTajienschaft von rein nationalem Gepräge und Werte, Gebilde von mal Afghanistan den Krieg žll erklären, um die Emire Sdir.Ali allgemein menidhlicher Bedeutung und greift, im Zujammenhang mit und jakub-han 311 bändigen. dioch war dieic blutige Episode nicit der herrschenden Ridhtung und den Bedürinisien seiner Zeit, Probleme zu Ende, in der sich bekanntlich England mehr Niederlagen als Nuhm aus den bürgerlichen und sozialen Verhältnissen, um sie jeinem geholt hai, als Beaconsfield (1880) gestürzt wurde. Die ll11Publifum im Spiegel einer ruhigen und flaren Auffassung zu zeigen. popularität, in welche des premiers agressive Politik verficl, legte Clity war von erstaunlicher Produktivität. Außer einer großen An sich auch auf den indischen Stadthalter, und dieser hatte nichts zahl Tranien, von denen wir hier nur die bedeutendsten nennen: ciligeres 311 tun, zumal cr auch noch ein Attentat eines fanatischen „, Tie Proletarier“, „Glänzendes Elend“, „Der Mann von Eijen“ - und am Säuferwahn leidenden Hindu žll überstehen hatte, als sein hat er der Litteratur jeines Vaterlandes eine Reihe Meiiterwerke Amt niederzulegen und nach England zurückzukehren. fremder Nationen einverleibt, Shafeipeare, Sophofles, Plautus über im Jahre 1887 wurde Lord Lytton Nachfolger des Lord Lyons icpi und ist dem Nationaltheater in Budapest als Dramaturg vor auf den Vorschafterpoiten in Paris. Die IIniversität (Blasgow chric geitanden. Man begreist, wie ein Dichter, der zum ersten Mal dic ihn zu gleicher ;Zeit dadurcı, daß sie ihm die Würde eines rector reale Welt aui die Vreiter bringi, bci cinem Volfe populär werden magniticus verlich. Cord Lytton gab die berühmteiten Diners und muzie, das gewöhnt war, die einheimische Dichtung als den Abglanz garden-parties in Karis und so geitalteten id die Beziehungen des eigenen Wejens 311 betrachten. Csiky) wäre der rechte Mann ge zwischen England und Franfreich trop Egypten, troz der Dardanellen, weien, den Anschluß ungarischer Produktion an die Weltlitteratur zu trop Sigri und trou des cnglijden Liebäugelns mit dem Treibund, vermitteln, wenn nicht ein Neit von Sprödigkeit seinen Schöpiungen recht angenehm. anhaftete, der das Hinüberleiten in fremdes Erdreid) crídiwert. Lord Lyrton sprach deutsch, französiich, italienisch und spanjich jedenfalls erkennen wir an ihm, daß die lebensvollsten (Gestalten ebenio gui wie engliid), er fannte die Litteraturen aller dicjer Sprachen der Tichtfunit durch die jeclisdie Verwantichait zwischen dem Dichter und hatte bei aller diplomatischen Vielgeschäftigkeit cine fabelhafie und seinem Stoffe, aus der Wechselwirfung hinüber- und herüber: Produftivität. Die produftivität war ein Erbteil beider Eltern. ipielender Sympathien entstehen.

H. L. Nicht nur der Vater war Dichter, sondern auch die Mutter. Dieje

Nosine Wheeler, Ladri Vulwer-Lytton, suchte es ihrem Garten gleich Robert Edward Bulwer, Lord Lytton, der Dichter und eng zu uun. in dem Roman „Chevelen oder der Ehrenmann“ schilderte lisdie Beiante zu Paris, iit am 21. November dort in seinem sie die große Welt des Adels, im .Budget of the bubble family“ 61. Lebensjahre am Schlagfluß gestorben. Begabt als Schriftsteller, die fleine Welt des Spießbürgers, jone romantiich-theatralisch, diese hervorragend als Diplomat, liebenswürdig und geistvoll als Menich jasirisch und verachtend. 11110 last not least der Träger cines litterariich und geiell Lord Lytton harte fein üblos Tyrijches Talent, cinc icine graziojo idhartlich großen Namens, gehörte der einzige Sohn Vulwer-Lyttons Form, cinen leichten oft ichillernden Stil. Er war einer der Dichter 31 den glüdlichsten und harmoniichiten Erscheinungen der Gegenwari. der großen Welt und das sind niemals die Dichter der Nachwelt. im Jahre 1849, mit faum achtzehn Jahren, hatte er seine

A. B. Iniversitäts-Studien zu Criord beendet und wurde, vermöge der cinflußreiden Stellung eines Baters, jogleich als Gejantschaftss Attaché nach Washington geschickt. Hier blieb er drei Jahre; dann fam cr rasch hintereinander in der gleichen Eigenschait nach Florenz, Haris, haag, St. Beiersburg, Constantinopel, Wien, Athen und Lijjabon. lleberall wo er erschien, erinnerte er durch den bestechenden Zauber seiner Persönlichkeit, durch seinen (Geist und seine Liebenss würdigkeit an die romantische Erscheinung seines Vaters, Vulwer des Srößeren.

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wronok Die Litterarische Gesellschaft zu Hamburg. woooow Die „Litterarische Gesellschaft zu Hamburg“ zieht immer weitere sich zur reinen Höhe ihrer jeßigen Weltanschauung emporgerungen Kreise; ihre Mitgliederzahl ist inzwischen auf nahezu Tausend an haben. Darum hat der Diditer ein Recht ind cinc heilige Pflicht, gewachsen. Die Eröffnungsfeier, an der nahezu 1200 Personen teil auf solche Berhältnisse anklagend hinzuweijen. nahmen, ist in jeder Hinsicht glänzend verlaufen. Eingeleitet wurde Aber noch schlimmer als diese' Antlage trifft die, welche in dem sie durch Otto Ernst, den Vorsißenden der Gesellschaft mit dem von Verhalten der reichen Familie zu der armen liegt. Sie betrachtet ihm gedichteten Prolog, den wir im Auszug folgen lasien:

diese

' als jo tief unter ihr stehend, dass sie nidiť cinmal ein arm„Wollt ihr den Frieden, rüstet euch zum Krieg !"

seliges Wort des Bedauerns über die Schande findet

, die ihr Sohn So schauts entgegen uns von allen Enden.

in das Hinterhaus getragen, daß sie vielmehr noch den Mut zur „Die Zeit ist ernst. Ein Großes, lingeheures

Auflage hat. Bezahlen, immer bezahlen. Ehre, Ricct, Liebe, aŭcs Bereitet insgeheim sich vor; die Wolken,

bezahlen! Wir könnens, wir habens ja dazu!“ Da liegt das unDie den Vernichtungsstrahl des Himmels tragen,

ausgeglichene Konto zwisden Vorderhaus und Hinterhaus. Aus Sie zichn gcheimnisvoll und schwer herauf,

dem Aufschrei Roberts flingts hervor, daj; unser soziale Pflichten lind drohend steht am Ausgang des Jahrhunderts

harren, die sich nicht mit Gold- oder Silberstücken crfüllen lassen. Der Genius des Kriegs, erhobnien Schwertes,

Nichts törichter, als was moralische, konfessionelle und fünstlerische Noch zögernd und mit finstver Stirn erwägend,

Beschränktheit getan hat und noch heute tut, dem Sudermannsden

Dic Was er der Nacht, dem Intergange w.ihn,

Drama vorzuwerfen, daß es sensationell, daß es unsiltlid, jei Was er der Zukunft aufbewahren soll."

„Ehre“ ist mehr als ein gutes Schauspiel, das seinen Platz in der

Litteraturgeschichte behaupten wird, fic ist geradezut cine sittliche Tat. ind ihr, in dieser schwülen, langen Zeit,

Auf demselben Grunde, auf dem Boden tiefster Sitilichkeit steht Ihr wolltet ahnungslos euch noch am Schönen

auch Sudermanns zweites Drama: „Sodons Ende“. Sein Stoff Erfreun, den heitern Müßiggang der Kunst

ist einfadi. Ein junger, genialer Maler geht an seinem crsten Er: Wollt im behaglichen Genuß ihr fröhnen?

folge zu Grunde, geht zu Grunde an der Gesellschait, die ihn umO, daß ihr eure Pflicht erkennen lerntet!

giebt, an dem Weib, das ihn umstridt, und vor allem an seiner Durch cruste Arbeit, ewig wache Sorge,

cigenen, leichten, sinnlichen Künstlernatur. Durch schweres, unerbittlich strenges Mühn

In der Schöpfung eigenartiger und doch lebenswahrer Charaftere, Sollt ihr den Tag der Zukunft euch bereiten,

in der Fülle psychologischer Motive und Einheiten, in den packenden Da dic Trompete" schmetternd ruft ins Feld.

Soutraiten zeigt sich wieder der echte Dichter. Das Tiefersinfen des Wollt ihr nicht untergehn im blutgen Kampfe,

Delden bis zitt abgrundlosen Werderben, das Emportaitchen aus Entjagt der Tändelei, dem Trug, dem Schein!

Schlamm und Morast, das Ringen nach festem Grund, um immer Dic sraft , den harten Willen krönt der Sieg

nur ticrer 311 sinken - das ist crgreifend iind packend geschildert. „Wollt ihr den Frieden, rüstet euch zum Krieg !"

llud dann, wie schwer ist dies jittliche (Bericht, das über ihn

í hercinbricht! Zum ersten Male tritt ihm ein Weib entgegen, das Wir rüsten uns. Es ist nicht Fastnachtscherz,

ihn versteht, zum ersten Male sicht er den Weg, der zum Glück führt, Was wir beginnen, ist nicht Narrentand.

aber die Schuld padt und durchrüttelt ihn. „Nicht dran denken! Die Not, die ungehört nach Mitleid ruft,

Nicht dran denken!" In derielben Stunde, da er jia, selbst wiederHier hall' erschütternd noch ihr Klageidrei.

gefunden, da das Glück sich auf seine Schwcüle niederlassen will, da Der Zorn, der ob Gemeinem sich empört,

der alte Schañensdrang in ihm crwacht und er arbeiten will, bricht Nur höher lodre seine Flamme hier;

i cr, einiam und allein, sterbend zujamnen. jit das keine Sühne, kein Der Leidenschaft gewaltger Lavastrom

(Bericht? Siann 110ch jemand zweiicin, daß dieser Mann, wenn er Zerreiße jeine Friseln, und Verzweiflung,

vollkräftig vor uns stände, weiterleben könne und wolle! Sein Dic tatenlos verstummt ist und erstarrt,

Tod ist kein Zufall, ist die notwendige Folge icines Lebens, jeiner Hier rühre sie der Haud), der sie befreit.

Schuld. Er stirbt im vollsten Sinne des Wortes an sich selbst und Der Hauch vom Mund des Dichters löse jic;

durd jich jelbst. Das ist „Sodoms Ende“. in jeines Wortes flüsige Harmonie

ini dicicui beiden Werfen in der „Ehre“ und in „Sodoms Zerschmelze, was uns spröde dien und hart,

Ende“ – zeigt sich, was uns icit Hebbel gerehli, cin ganzer Dramatiser Doch dann ina lebt in warnier Gegenwart;

und echter Dichter zugleich, der gerade in dem, was man ihm zum Für Nacht und Schatten schärf er unsern Blick,

Vorwuri macht, danach strebt, das Shakespearejche Wort z11 erfüllen: Er zeig uns Menschenweh und - Misgeschick,

der Natur gleichsam iliren Spiegel vorzuhalten, der Tigend ihre lind was erschütternd in die Seele klang,

cigenen Züge, dem Laster jcin cigenes Bild 311 zcigen. -- ifcisiinide, Das sei uns Feldgeschrei und Schlachtgefang:

lebensivahri Charaftcriitik, psychologische Tiere', icharfe Beobachtungas

gabe, Sinn für das Bühnenwirkiame, echter Humor und zündender Alsdann folgte der erste Programmpunkt ein Vortrag Dr. Witz iind icine Vorzüge. 1. Loewenbergs über Şermann Sudermann. Der Redner | .. Wahrheit wieder einmal cin frodutt, was unsern Zeiten bot cine feinsinnige Analyse von Sudermanns „Ehre“ und „Sodoms Schande macht. Mit weldier Stirn kann ein Mensch doch solchen Ende".

linjini idreiben und drucken laijen, und wie muz is in deisen Aus den beiden Elenienten, dem Streben und Ringen nach Herz und sopi ausiehen, der jolche (Geburten seines (Beistes mit Mols neuen Werten und idealen einerseits und dem Mitleid init dem gefallen betrachten kann. So jdreiben, hciizt (veicimad und sozialen Elend andererseits, ist das erfolgreichste Drama der neueren gesunde siririk mit şijen treten; und darin hat der Veriaijer dicss zeit, Sudermanns „Ehre" crwadijen. Der konflift desselben liegt mal sich jelbst übertroffen. Aus cinigen Szenen hätte was werden in der Sluit des Empfinden, welche die verschiedenen sozialen fönnen, aber alles, was dieser Versaiser angreift, wird unter seinen Klassen von einander trennt. Turd) Roberts bejjerc Erziehung itchen Händen 311 diaum und Blaie.“ So heißt ci nicht ctia in sich zwei jolcher Stlassen, die der Gebildeten und eingebildeten, in ciner scitit cinc: Sudermannidhen Stückes, jondern so jdreibt der einer Familie gegenüber, während im Vorderhause alte und moderne Neftor Moriy im Jahre 1784 in ciner berliner Zeitung über Anschauung über Ehre und Pflicht sich entgegentreten. Jn der „liabalo und Liebe". illie alles schon dagercien. Cudermann Bandlungsweise Lenorens, die uns den Ausblid auf cine Zukunft fann sich tröiten, er beindet sich in guter (vesellschaft. Wer 10 ohne gewährt

, in der es sich nicht mehr um Standeschre, sondern nur um Vorurteil prüit, der fann nicht verfennen, dai; unserm Dichter ein Menschenehre handelt, liegt die Löjung des Nonflifts

hohes edles Wollen, ein idcales, sittlides Streben und cin mächtiges, Inden der Dichter dén (ründen nadyspürt, woher die gewaltigen reiches Können inne wohnt. Auf jein Schaffen gilt des Grafen Unterschiede in der Empfindungsweise der verjchiedenen Klajien Trait Wort: ,,Ten Jätieli der (Sesitting nachzuipüren iit jitllich an itammen, betritt er das viel umstrittene soziale (Gebiet, freilich nur, und für sich“. Bir aber, die wir wahrlich nicht für den kraïen um es vom (ejichtspunkte der Ehre aus zu betrachten. Was er da Naturalismus und nicht für die Auswüchie der modernen Richtung sieht und beobachtet, weiß er in jo wunderbarer Anschaulichkeit, in cintreten, die wir mit vollen Verzen und sicfiter Begeiiterung uns ait fo pacender Naturtrouc, mit io lebenswahrer Charakteristit darzu den Schäven unserer klaíslichen Dichtung erheben, die wir uns nicht itellen, daß uns vom criten Augenblick an dic Empiindung bejeeli: : minder an den Gaben iolcher Dichter" erfreuen, die wie Storni, so ist es, jo muß es sein. Aus dem verhüllenden Dämmerncvel, Vaabe, Meier ganz andere Bahnen gchen, als die Neueren, wir den die Sehnsucht nach der Heimat über das Elternhaus ausgebreitet, wollen uns auch nach der andern Seite hin freien Weg und treten dem Sohne nach der Wiederkehr immer mehr dic Ediroffen freien Blick bewahren. „Wir wollen das alté nidit loben, weil es und Schründe hervor, und mit Graujen gewahren wir die Nluft, alt, da: Neute nicht verwerien, weil es neu ist, nod) umgekehrt. Sie sich zwischen ihm und den Scinen austüt. iind doch tönnen wir wo uns Butes und (Broj;es entgegentritt, wollen wir es anerkennen, den Armen nicht zürnen, fic fönnen ich gar nicht den Luru: ge und je fremder, widerspruchsvoller es uns idieint, je mehr wollen statten, eine Ehre in unjerm Sinne zu haben. (Bewir; das wir es prüfen und zu verstehen suchen.“ Mit diesen Worten, wvelde Milicu erklärt nicht alles, aber ebenjowenig wie Lenore in winter gleidhjam das Programit der Litterarischen 6cjcllschaft in bamburg hause cine Alma, oder Robert in der Fabrif ein Michalstu geworden, enthalien, ídloj Herr Locwenberg seinen Vortrag. cbenso wenig würde sie in den dumpfen, beengenden Verhältnissen

Adolf Wilhelm Ernst.

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Verantr.: Dito Neuman 11 - Hofer, Berlin. – Verlag ron . & P. lehin ann, Berlin W., Körnerstr. 2.

Cedrudt bei R. Eensd), Berlin Sw.

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1832 begründet

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0 Preis der Einzelnummer: 40 Pfg. So

60. Jahrgang.

Berlin, den 12. Dezember is91.

Nr. 50.

Tuljalt: Carits Sterne: Der Wallacismus. Fritz Mauthner: Die 40 licder eines Deutscheit. (Gustav farpeles: Noch einmal Jan Neruda. -- Prof. S. Müller: Kaulbach in Mülheim. – Tony seller: Der Sanatismus in Frankreich. Litterarische Chronik: – Verga: Cavalleria rusticana im Lejjing-Theater und Þyilippis Kleine Frau im Deutschen Theater, beiprochen von Fritz Mauthier. – Litterarische Neuigfeiteit: Gedichte von Mar Malbeck und von David, besprochen von Erich Schmidt; Hörmanns Dswald von Wolfenstein, besprochen von Ludwig Freytag.

Auszugsweiser Nachdruck sämmtlicher Artikel, außer den novelistischen und dramatischen, unter genauer Quellenangabe gestattet.

Unbefugter Nachdruckt wird auf Grund der Gesetze und Verträge verfolgt.

Eine Apologie des Kampfes um's Dasein. die Erfenntnis, daß in der Natur ein Wesen dem anderit

Leben und linterhalt streitig macht, daß jogar die „Krone Von

der Schöpfung“ nicht zögert, seiner Vorliebe für FleischCarug Sterne.

nahrung wegen Tiere zit schlachten, ja daß jogar, wie schon

die Aliten sagten, ein Mensch des andern Wolf genannt Alfred Nussel Wallace, der Mitentdecker der förderlichen werden muß, ist eine uralte: schon die alten Pythagoräer Rolle, welche die Stonkurrenz im Naturleben spielt, hat amd Neu-Platonifer, der schwerinütige Porphyrius wie der ein fürzlich ins Deutsche übersetztes, sehr lesenswertes Brich | lustige Qvid hatten darüber ihre Beklemmingen in Krosa geschrieben*), in welchem er versucht hat, eine Darstellung und Verjen ergossen. Will man jemand namihaft machen, der Lehre Darwinə zi1 geben, wie sie sich inzwischen und der init llnerschrockenheit den Finger in diese Wunde der seit dem Tode ihres lirhebers entwickelt hat. Der Ver- Menschheit gelegt, ja mit Wollust in derselben gewählt fasser ist ein fenntnisreicher Mann, der viel von der Welt hat, so ist vor allem Voltaire zu nennen, der nicht müde gesehen hat, und erheblich flüssiger und lesbarer zu schreiben wurde, über diese „, beste Welt“ der Leibnizianer und weiß, als es Darwin fonnte, so daß seine Darstellung fich Wolfianer 311 spoiteit iud den Kampf aller gegen alle viele Freunde erwerben wird. Aber es muß gesagt werden, mit den grellsten Farben 311 malen. Er tat dies mit daß leider der Titel des Buches völlig irreführend ist, besonders kräftigen Worten in seinem 1755 verfaßten denn dasselbe handelt nicht sowohl vom Darwinismus, Gedicht über das Erdbeben von Lissaboni, welches er dem wie er sich nach dem Tode Darwins entwickelt hat, als Grafen von Shaftesburi) und andern Optimisten entgegenvielmehr vom Wallacismus, wie er schon zu seinen schleiderte. Ich will die Hauptstelle zwar nicht in metrischer, Lebzeiten vorhanden war, und das sind zwei himmelweit aber getreuer llebersetzung wiedergeben: verschiedene Weltansichten. Ich gedenke, dies an einem andern Drte dentlicher auseinanderzusetzen, und will heute zum Des einen llnglück, sagt ihr, sei des andern Glück, Beweije des großen Geschicks in der Darstellung nur darauf Mein blutiger Leichnam wird tausend Jujeften crnähren, himweisen, daß Wallace selbst so dornige Aufgaben, wie Wem der Tod meinen llebein cin Ziel gesetzt, die Verteidigung des Daseinskampfes gegen theologische Schöner Trost von Würmern verspeist zu werden! Bedenken, so einschmeichelnd zu behandeln weiß, als ob es Traurige Tröster des menschlichen Glends gar feinen Kampf itms Dasein gäbe.

Weichet von mir, dem ihr vermehrt meine Qualen. Man kann es in England, wie es scheint, Darwin Ilnd ich sehe bei eitch imr den ohumächtgen Versich und Wallace inimer noch nicht verzeihen, daß sie eine so Eines stolzen llnglücklichen, der Zufriedenheit heuchelt. wenig ervanliche Erscheinung, wie sie der brutale und rück Ich bin vom großen All' mir ein schwacher Teil: sichtsloje Kampf ums Dasein in den Augen sentimentaler Ja wol! aber die zitin Leben verurteilten Tiere, Menschen bleibt, erfinden, d. h. ans Licht gezogen haben. Lauter fühlende, demselben Gesetz unterworfene Wesent, Dagegen hätte in Wallace in erster Linie geltend machen Leben im Schmerze und sterben wie ich. sollen, daß diese Vorausseßung durchaus irrig ist. Denn Der Geier stürzt auf seine furchtsame Vente,

Genießt mit Freuden die blutigen Glieder, *) Der Darwinismus. Eine Darlegung der Lehre von der Alles scheint gut für ihn, aber das Glück wendet fich, natürlichen Zuchtwahl und einiger ihrer Anwendungen. Autorisirte

Mit gewvalt'gem Schnabel zerhackt ein Adler den Geier, Webersetzung von D. Brauns. Mit einer Karte und 37 Abbildungen. Braunschweig. Vieweg & Sohn 1891.

Den stolzen Adler erreicht des Menschen tötliches Blei,

Der Mensch selbst krümmt sich im blutigen Staube des Aber Erasmus Darwin erkannte auch bereits die aus

Schlachtfelds, der ingeheuren Vermehrungsfähigkeit der Wesen folgende Den Geiern und Adlern zur schredlichen Nahrung. Notwendigkeit des llnterganges eines großen Prozentsaßes So seufzen alle Glieder des ganzen Weltalls.

der Geborenen, denn er sang in demselben Lehrgedichte: 211 Qualen geboren, erliegt cins dem andern,

„Würd der Vermehrung einer Art nichts wehren – Sie lluid ihr seid so fühit, aus diesem traurigen Chaos fände Raum nicht mehr in Ländern, Luft und Meeren.“ Aus aller Wesen lluglück

, eių Weltalls-Glück z11 dichten! Der englische National-Defonom Malthus hatte in seinem Welch ein Glück! wie hinfällig, schwach und elend 1798 anonym erschienenen Versuch über die Gesete der Alles ist gut!" ruft ihr mit kläglicher Stimme, Volksvermehrung gezeigt, daß dasselbe Verhängnis die Aver das Weltall straft euch Lügen und hundert Mal Menschen bedroht, daß es die inanšweichliche Folge einer Hat citer eigenes Herz des Geistes Irrtum verdammt unverhältnismäßigen Vermehrung der Konsumenten den Elemente, Tiere, Menschen, alle sind im Kampf. Produzenten gegenüber ist, und durch die Deftüre dieses Man muß es eingestehn: das Ile bel herrscht auf der Erde Buches famen dann Darwin wie Wallace darauf, dem lind sein geheimer Zweck ist niemandem bekannt. itach Voltaires Slage niemandem bekannten Geheimnis

Rousseau versuchte bekanntlich ihm darnach 311 bez nachzuforschen, ob dieses das ganze Weltall beherrschende weisen, daß es nicht das Böse sei, welches die Welt

lebel nicht doch einen geheimen Nußen haben fönne. beherrsche, und daß trop des llnglücks von Lissabout „alles Sie gelangten dadurch zur Entdeckung des Prinzips der vortrefflich sei“ (Confessions L IX). Voltaire antwortete

natürlichen Zuchtwahl, welches den versöhnlichen Gedanken mit seiner Candide. Auch Goethe, damals noch ein Kind, reifte, daß aus dem mit Blut gedüngten Schlachtfelde der hat später das Nachbeben dieses fürchterlichen, alle Sicher

Natur eine des Stampfes werie Saat emporivachse, eine heit des Lebens erschütternden Ereignisjes geschildert; cs Verbesserung und Vervollkomıng der Lebewesen, durch war nur zu sehr geeignet, das Menschenherz bis in feine das lleberleben der Widerstandsfähigsten, so daß doch der Tiefen aufzuregen. @luch das Problem, warum alles sampf nicht so ganz vergebens gewesen, soferii ihm der Lebende dem Tode verfallen sein muß, beschäftigte Goethe Fortschritt der Dajeinsformen zei höherer Vollendung zu

daufen ist. cines Tages imd er meinte, es stecke" dahinter ein Sunstgriff der Natur, immer frisches Leben z11 haben. Der

Es ist daher auch nicht ganz gerecht, wem die Großvater des Reformators der Biologie, Erasmus Pessimisten fort ind fort das init diejem Ringen notwendig Darwin, war einer der ersten, welcher das Problem

verbundene lebel übertreiben oder es gar als Beweis gegen tiefer faßten, jofern er unter andern in dem Stampfe der

die Vernünftigkeit und Gerechtigkeit der Weltverfassung Männchen um die Weibchen ein Mittel erkannte, die Rasien mißbrauchen, wie sogar Hurley tut, wenn er fagt: „ein zit verbessern, weil die stärksten und mit den besten Ver

Seufzen, wie es Dante in der Hölle vernahm, würden wir teidigungsmitteln ausgerüsteten Individuien am meisten

hören, wenn imre Ohren mur icharf geng dazit ivären." Aussicht hätten, zur Fortpflanzling zu gelangen und ihre

Der Afrika-Neijende Winroade Reade hat in seinem achtVorzüge weiter 311 vererben. In Dr. Balgil), dem

mal aufgelegten Buche über das Märtyrertum des Menschen Verfaffer eines Pamphlets „On divine Benevolence logar gesagt: „Schmierz, Summer, Stranfheit und Tod'(1781) war ihm einer jener Schönfärber entgegengetreten,

jind das Erfindungen eines Bottes der Liebe? Daß fein welche im Weltgetriebe inur eitel Glück und Wonne sehen,

Tier der Vervollkommung zustreben fann, ohne andern und er bemerfte trocken zu desien Dithyramben, die je

verderblich 311 werden ist das ein Gesel für einen allweiligen Tyrannen der Schöpfig, möchten es nun Wölfe, gütigen Schöpfer?

gütigen Schöpfer? . . . . Warum hat das Böse das Noh. Tiger oder Menschen sein, dürften doch rrohl kaum einen

material für das Gute sein müssen? Schmerz bleibt immer Beitrag zur allgemeinen Glückyelig feit der Welt lieferit, Schmerz, auch wenn er zum Heile gereicht; Mord bleibt wenn sie ihrer Ernährung wegen die Lämmer zerfleischten. Mord, auch wenn er den Weg zuin Fortschritte bahnt. In seinem am Neujahrstage 1802, kurz vor seinem Tode

Bei ihm flebt Blut an der Hand, und aller Weihrauch abgeschlossenen ,,Tempel der Natur“ lieferte er die erste

Arabiens macht ihn nicht bejjer. Schilderung des Stampfes iims Dajein im neueren Sinn,

(Segen folche, wie eine ruhige Betrachtung zeigt, durd)d. h der Sconfurrenz aller Wejen am Willen zum Leben

aus unberechtigten und jentimentalen Einwürfe sucht un woran er zugleich die Pflanzen sich beteiligen läßt:

Wallace dicje beste aller Welten in Schutz zu nehmen, Ja Flora jelbst, die heitre kam nicht sicgen

und man muß eingestehen, wenn die Gegenpartei in Chi' wilden Streit, dem Tausende erliegen,

Schwarzmalerei ein ziemlich Erfleckliches geleistet hat, so Das Straut, der Strauch, der Baum aufstrebend ringen übertrifft er jie noch) an Schönmalerei, indem er die Qualen Nach Luft und Licht, sich unterdrückend dringen

jucht. Die Licre litteri darunter ivirflich nicht viel mehr Sie himmelwärts; hinab die Wurzeln fireben, Ilm feuchte Nahrung kämpfend für ihr Lebeni.

als die gänzlid) fühllosen Pflanzen, da sie von der Todes: Alls Schmeichlerin iimstrickt des Epheus Ranko

furcht, die den Menschen am meisten quält, frei jeien und Den Baum, den sie ersticft, die geile, schlanke.

sich bis zum letzten Augenblick ihres Lebens 'freneten. Vom Mancinella träufelt giftger Tau

Das Suchen nach Nahrung fülle ihr ganzes Leben aus;

sie arbeiteten immer nur für sich selbst, die Liitalen des llud fällt versengend wieder auf die Au. Hoch streben Stengel auf mit schattgem Laub,

Hungertodes feien für sie nicht vorhanden, weil sie anch Štreit Mehltau auf das Norn und giftgen Staub,

in Mangel fortführen, (unzureichende) Nahrung 311 fassen llud innersättlicher Injekten Korden

und langsam an Entfräfting 311 Grunde gingen. Der

Tod durch Erfrieren jei jelbst beim Menschen durch Die holde Blüte jamt der Strospe morden.

schmerzlojen Schlaf vermittelt und der Tod im Rachen Luft, Erd' und Meer – wem's tief zu schau'ı gefällt

des Raubtieres jei schnell und schmerzlos. Als Beweis Sind nur cin (Grab, ein weites Schlachtenfeld.

wird die Erzählung Livingstones angeführt, der unter Der Hunger kämpft, die Todespfeile Fliegen

den Strallen des Löwen weder Angst noch Schmerz empfand, Im Sdilachthaus Welt, wo alle sich befriegen."*)

obwohl er sich des Vorgangs voll bewußt blieb, und der

Bericht Whympers, der bei einem Absturz vom Matter*) Vergl. Charles Darwin, und Ernit sêr a uje, Erasmus

horn, während seines mehrere hundert Fuß hohen Falles Darwin. Deutsche Ausgabe (Leipzig 1880.) 3. 172.

jedes Aufschlagen auf den Felsen, aber ohne Schmerzen

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empfand, und es sei anzunehmen, meint Wallace, daß die

40 Lieder des Unbekannten.*)
Schmerzlosigkeit, die selbst den Menschen infolge der Auf-

Von
regung in solchen Lagen befällt, auch dem von Raubtiere
ergriffenen Beiitetiere zit Bitte fomune.

Fritz .n authner.
Es ist richtig, daß imjer Mitgefühl mit leidenden
Tieren zum Teil auf der irrigen Vorstellung beritht, daß
sie eben so empfindlih gegen förperliche Schinerzen wäreil,

In allen Schaufenstern liegt das verzierte Buch auf.
wie wir jelbst infolge unserer Lebensverfeinerung geworden
sind, imd daß wir bei ihnen Seelenziistände und eine 3018 auf Rot, und daneben liegt in dunkiem Grün cint

„10 Lieder von einem Dentsihen“ steht auf dem Deckel, Furcht vor dem Tode voraussehen, die ihnen fremd find. Kirichlorbeerblatt, ich weiß nicht ob Ruhm anzuidenten Áber alles, was über diesen (Segenstand zu sagen ist, hat

oder einen verdorbenien Magen. Ein Zettel der Verlagsbereits Darwin in die Worte gefaßt: ,,Wenn wir über

buchhandlung lockt die gedanfenlosen Passanten zum Nauf. diejen Kampf nachdenken, jo dürfen wir uns mit der festen Der Deutsche, der „Rembrandt als Erzieher“ geschrieben, lleberzeugung trösten, daß der Sèrieg in der Natur nicht sei auch der Dichter" diejer 40 Lieder. Da müssen es doch immerfort vorhanden ist, daß dabei keine Furcht empfunden 40 Ilusterbliche sein wird, daß der Tod meijt rasch erfolgt, und dass die

Die Ausjtattung des Büchleins ist allerdings quierKräftigen, Gejunden und Glüdlichen überleben und sich föpfig genug. inehien.“ Denn wir erfahren, daß ein Naturforicher hundert Jahren auf beiden Seiten der Blätter; der ,, Deutsche“

föpfig genug.' Man druckt poetische Werfe seit einigen fürzlich beobachtet hat, wie ein fanghenschrecen-Weibchen läßt eine Seite frei und man weiß nicht, hat Hochmut den ganzen Vorderförper ihres Nämndens auffraß, ohne oder Bescheidenheit ihn jo rücksichtsvoll gegen das Papier den Rest zu hindern, sich gegen die Mörderin zärtlich 311

gemacht. So ziemlich seit der Erfindung der Schreibecriveijeri, jo werden wir in der Tat von dein (Blauben

fist schreibt man die einzelnen Zeilen oder Buchstaben geheilt werden, daß die Schmerzen in der Tierwelt jo l jenfrecht untereinander. Der „Dentiche“ findet für seine groß sein fönnen, wie wir sie uns vorsiellen. Mithin fällt in der Tat der Veweis dahin aus, daß durch, das die Zeilen oder Strophen typographisch über

Stimmung ab und 311 den adäquaten Ausdruck mur dadie uffajiung des Nampfes ums Daicin als cines

eine ichieve Evenie hinunterstolperni. Seit geraumer Zeit gewijiermaßen das Recht des Bestehens überhaupt in

endlich sind die Bücher mit 'fortlaufenden Seitenzahlen Frage stellenden llebels eine rein menschliche Fiftion ist.

verschen, damit der Leier etwa eine liebgewordene Stelle Viel größere Leiden als der Nampf uns Dasein in der

leichter wieder finden fönne; der ,,Deutice" verachtet die Natur' vertriadien ohne Zweifel gewijie Strankheiten im Ziffern ebenso sehr wie Vernunft und Wijjenjchaft und , und die giebt am Ende ein Inhaltsverzeichnis ohne Seitenzahleit

. Mönlichkeit glauben, daß ein jo funstvoller Drganismus,

Do das nicht gar ein Bild seines Stopfes ist? Juhaltswie der menschliche störper, ohne Störungen bestehen könnte.

verzeichnis ohne Ordnung. Ja, wir fönnen noch weitergehen und behaupten, daß selbst

In diesen Seußerlichkeiten also ist allerdings einige im Menichenleben die pessimistische Auffajiimg mur im Aehnlichkeit zwischen „Nembrandt als Erzieher“ und den Philosophenstübchen vorhanden ist, während das Volf, jo

10 Liedern“. Jrgend ein Schelin, der den Verfasser lange es nicht von leichtsimisen und oberflächlichen Stöpfen seinen ungewöhnlichen Erfolg beneidete oder sich über aufgeregt wird, iein Daicin immer noch lustig genug jindet imd viel seltener 311 dem letzten Mittel, dem Daseins Pjeudonym angenommen haben. Daß Herr Langbehu

ihn mr lustig machen wollte, mag das schreiend bescheidente fampre 311 entrimmen, greit, als der lieberbildcte. Sider

jelbit, der Schänzer Rembrandts, wirklich die „,40 Lieder" lich ist an dem Tajeistampfe im Menschenleben, wo er überdem icine jegensreiche Wirksamkeit zum Teil einbüßt, lo lange Werr Langbehn nicht selbst und öffentlich) erklärt,

gedichtet habe, das glaube ich bis auf weiteres nicht. llud noch viel 311 milderit, aber ihn darum jelbst als das

er befeune fid) 31 dicen 10 wujterblicheni (Scdichten, jo Mittel zit verdammen, durch) welches die Natur 311 ihren Höher hinangestiegen ist, das scheint sehr wenig philviophisch. liid) Friedrife Sempners geplündert imd durch die Ver:

lange will ich annehmen, ein Bösewicht habe den SchreibDer Denfer muß sich auch erimern, daß die idee öffentlichung unter falschem Namen zeigen wollen, wie des Majenmorde: wie ihn die Worte Stampf, Schlacht, fritiflos das dentiche Volt geworden sei. Dann hätten Senche il i. w. wachrufent

, doch cigentlich feine Veríchärfung wir es also mit einer der vielen Parodien auf Rembrandt der Griahrung, daß wir alle dem Tode geweiht sind,

als Erzieher 311 tun. enthält

. Do mit dem Einzelnen zlıgleich 110c) Tausende „Nembrandt ist ein umdeutscher Maler. Schon der dahinjinfen, das vermehrt seinen Schmerz nicht, ja nach

Name weist nach Italien. Römischer Brand, Ricjenbrand, ciner Schladt liegt jelbst in dem Bewußtsein, so viele

311 unterscheiden von deutschem Durst. Rembrandt, eine Mit Poidtragende 311 besitzeit, ein tröjtendes Element. Ter

Masfe, hinter welcher sich ein Proteus verbirgt, der Lang: Schmerz, den Schiller in seinem (Gedichte an die Natur

bchi hi. Langbehil aber, niederdeutsch Langbeert, weist eine wolwollende Warnung nante, muß als ein ephemeres ebenfalls nad Žialien, also nad) Nembrandt, der sin lebet bezeichnet und überwunden werden, um jo mehr als Römer war. Lange Beine sind ohne langen Bart nicht er init einem bleibenden Vorteil verbunden ist. Was die

zit denfent. Sarl der Dicke hatte kurze Beine, von jeinem Herren Philosophen betrifft , ju möchte ich ihnen nochmals langen Barte schweigt die Geschichte

, schweigen Herodot

, Voltaire vorführen, der 17 Jahre nach dem Wcheruf Tacitus und der unvissende Mommsen. Andreas Hofer, über die Weltordiung seinen „Jean qui pleure et Jean

der es nicht weit hatte nad) Italien und zu Rembrandt, qui rito dichtete, um als wahre Lebensweisheit die Haus- i hatteo lange Beine und einen langen Vart. Er war reget abzuleiten, daß man nicht immer den düstern | merlid cin Langobarde wie Langbehii, wie Rembrandt. Gedanten nachhängen solle, die bei schlechter Verdauung | Aljo der 311g mis nach Süden gehen. Mian denfe nur aufiteigen, jondern lieber die Feste feiern, wie sie fallen: Die Natur tauscht ihr Sejicht:

*) Ta dieser Aufigy eben in Druck geht, trifft die telegraphische Aus dem finsterni Heraklit

Nachricht ein, die „40 Vieder von einem Deutschen“ jeien in Dresden Wird ein mitrer Demofrit,

auf Antrag der Staatsanwaltichaft confiszrrt worden. Ich bedaure

ichr, ein Buch angreifen zu müssen, gegen das gleichzeitig jo drastische Ladyt ihm heut des Glückes Licht.

Mittel ergriffen werden. Zenjur und Bericht verbieten aber jetzt so viele poetische Werte, daß unmöglich alle Gemaßregelten gut sein können.

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