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jeßt, da die Hoffnung, zur Disposition entlassen zu werden, winnen. Leicht ist das nicht. Auch die Vermehrung der geschwunden ist, gleichgiltig und stumpf. Des Dienstes, den Effizierstellen wird ihre Schwierigfeit haben. sic nun zum dritten Mal mitmachen, sind sie überdrüssig. An ernsten Einwänden könnten nunmehrere crhoben allenfalls, das jie beim Schießen oder im Felddienst ciniges werden. Zunächst dürfte man die Frage aufwerfen: ja, bisher

Interesse entwickeln. Zudem haben sie im Laufe der Jahre hat sich der zweite Jahrgang (der aljo in Zukunft alle alten viel ichr von den Privatleben der Cifizicre, ivic es durch

Leute umfassen würde) gut geführt, weil er auf den DispositionsVermittelung der Burschen und Kalino-Ordonnanzen durch llrlaub hoffte. Jetzt fällt dicses Keizmittel fort. Jeder dient fickert, von Streitigkeiten an den Interoffizier - Tische, von

unabänderlich seine zwei Jahre und so mancher wird sich in häuslichen Zwisten in der Feldwebelwohnung u. dgl. gehört

, Folge dejjen sofort auf die liederliche Seite legen. Darauf als gut ist. Der Lieutenant, der icit in der Ropagiiie nebeil ist zu erwidern, daß einmal schon die militärische Disziplin an die Rekruten drillt, hat 110cl) mit ihnen als avantageur in jede grobe plusschreitung 311 unterdrücken vermag, daß aber Keih und Glied gestanden, der linteroffizier ihres cigenen außerdem die Leute im zweiten Jahr, wo sie sich gegenüber Buges war als dreijährig Frelwilliger ihr Korporalschaftss

den Refruten als gediente Soldaten fühlen und jenen als kamierad, auf den ziıın Gefreiten leförderten Mann des zweiten Muster hingestellt werden, wo außerden nicht, wie im dritten Jahrgangs haben sie als „Olte Leute“ von einem Jahr mit

Jahr, „des Dienstes ewig gleichgestellte Ihr“ ihren abstumpfenden Geringicfäßung herabgcblicft

. Wic die Dinge jetzt liegen, lernt Einfluß ausgeübt, in ihrer großen Mehrheit mit Lust und Liebe der Mann im dritten Jahr nidt die Tisziplin, sondern cr ver: liei der Sache sein werden. Letzteres entspricht freilich dem lernt fic und teilt die eigene versteckte nubordination der

(Beiste unserer Ärmec ganz und gar nicht. Es würde wol 110ch cifrigen jüngern Mannschaften mit. Tiejenigen Dici

auch ohne das gehen! jälyriqeni abex, die durch (jiwvissenhaftigkeit und Diensiliche Leistungen den Sicfruten cin Vorbild jein tönnten, sind nicht Wichtiger erscheint der Einwurf, daß durch die Einführung bei der Kompagnie. Sie schwingen als Nönigsurlauber daheim der zweijährigen Dienstzeit bei der Infanterie die modernen die Senje oder stehen in der Werkstatt.

Waffen mit ihrer dreijährigen Tanter nie gerecht behandelt wurden.

Bei der Viavallerie frifft das nicht so ganz zu. Diese Wajje Neumit wird Infin, Woltat Plagen!" möchte man übt naturgemäß einen solchen Neiz aus, daß jie jezt schon da wintlich mušrufen. Hätten wir die wirkliche dreijährige massenhaft Vierjährig-Freiwillige zählt. Das Bewußtjein, hoch Diensiuflidit - ohne Dispositions Ilrlaub so wäre der

311 Rosje 311 siten, die bunte farbenprächtige lluiforın zu tragen dritte Jahrgang ein wertvoller Lalt des Ganzen. Seit der und von den Fußtruppen neidisch angesehen zi1 werden, wird, stujenweise rich steigernden Entlassung der besien Mannschaft jo scheint mir, in den Augen injerer Bauernburschen ein reich der ältesten silasje -- nach der si. [. van S. Januar 1937 liches Alequivalent für die paar Monate längeren Tienstes bildent, walen (nur ein paar, nach der vom ;). März 1801 schon umjomehr als sie nachher lange nicht in dem Maße zit nie zehu Manni per scompagnie sind jeit iscis bez richte im ganzen | serve-Ilebungen herangezogen werden tönnen, wie die jufanterie. der gegenwärtige zustand - hat sich der Wert des Dritten Puch ist ihr Dienst lange nicht so aufregend wie der des Futs: Jahrganges inmer mehr verschlechtert. Die wirkliche dreijährige

volt: Bei der Artillerie, den Pionieren, dem Train liegt es Licnstzeit wieder einzuführen, ist feine möglichkeit - auch anders. Für letteren ist aus technischen Gründen -- ein Train: der entschiedenste „Laudator temporis asti“ fann das nicht bataillon verzehnfacht sich beiläufig bei Beginn der Mobilin Albrede stellen, jo ist unter allen Ilmständen die zwei: machung – die massenhafte Ausbildung der Reserven, wie es jährige Dienstzeit bejjer als der gegenwärtige jept in der 1/2 jährigen Dienstzeit der Ntcht-Stanım-Mannschaft Zustand init icinem (3) emisch von Erjat rrjervisteil, geschicht, umerläßlich. Sie alle müßten eben schon im Interesse Sönigsurlaubinal, sechs monatlichen Trainsoldaten des Vaterlandes cinige Monate mehr opfern. Man würde 11. j. w.

nur gut zuhause ablömmliche Leute einstellen, vielleicht auch Nur iind dicjeniger dircise entschieden im llurecht, welche durch längeren Herbst- oder Winter-Urlaub der Dreijährigent wol die zweijährige Dienstzeit gerne in den Kauf nehntent, aber

Mannschaft Erleichtering bereiten. feinen (viroschen dafür bewilligen wollen. Man jollte über Die llngleichheit ist nie ganz aus der Welt 311 jchajien. haupt cine jo juweuviegende und cruite Frage wie die der Sic herrscht ja auch im Justitut des Einjährig Freiwilligen Landesverteidigung nicht als „lompenjations: Objell" ansehen dienstes, der von jener großen Ilmwälzung nicht unberührt

Djm (Begenstande von fciljchen im Streitigteiten zirischen bleiben darf. Inwieweit die Zahl der Einjähriger -- was Siegierung und Vorfsvertretung machen. Auf beiden Seiten dringend wünschenswert erscheint

dringend wünschenswert erscheint – durch Erschwerungen in ist darin gejündigt worden wer wollte es leugnent -- aber der Erlangung des Verechtigungsscheins 311 verringern wäre, gerade durch dic Einjührung der ztveijährigen Tienstzeit

, der gehört zu einem anderen (sieviet. Dringend aber muß betont damit verbundenen Sicuformationcil

, Permehrung der Cadres wverden, daß im Felde gerade nach Einführung der zweijährigen 11. 1. w. würden wir endlich einmal wenigstens aus dem ewigen Wehrpflicht, wenn die Mannschaft eines friegsstarten Bataillons Provijorium in imeret Militar ingelegenheiten heraustonumen. 311 '; aus Sicfruten und Reservisten besteht, der Einfluß der Taß wir die zweijihrige Tienstzeit ihon cumul, von 18:3:3 Effiziere und Cjjizieri Stellvertreter der Nejerve von höchster bzw. 18:37 bis 18072, in Preußen bejesjen, ist heutziitage wenig Wichtigkeit ist, zumal die Zahl der attiveri Liriziere durch bekannt und wird, wo es betanut ist

, jelten erwähnt. Damals, schnittlich nur zwei per Siomgagnic betragen wird. Du dies, in den Jahren 1918 und 1919), verjagtent allerdings imjere wie v. Boguslawsfi vorschlägt, durch einen ', jährlichen theo Landwehr forntationen großenteils völlig und die frübe Er retijden irjus nach Art der Kriegsschulen oder durch eine fahrung gab eben den Pulai zur Wiederherstellung des jachgemäßere Ausbildung der Einjährigen bei der Truppe lid) früheren, auf der si L. vom 3. September 1811 beruhenden erreichen läßt, mag dahingestellt sein. Jedenfalls wird in Zustandes, der im wesentlichen ich auch jett bei má noch terterar Ginjicht trop aller wejentlichen Fortjchritte der letten nicht geändert 6.1t. Aber die Verhältnisse haben seitden jo Zeit, noch manches gesündigt. gewechselt, daß ein Vergleich taum mehr statthaft crscheint.

Andererseits wird nur ein geringer Bruc)teil der EinlInsere Infanteric würde alsdann volle zwei Jahre -. jährigen, einige Prozent viclleicht, Reserve Ciliziere. Die übrigen also immer noch zwei Monate mehr als gegenvärtig die Hälfte bleiben lliteroffiziere oder (Befreite, nur teilweise im Siricge der Leute! diciten, im dritten Jahr zil ciner längeren, etwa jchrzweckmäßiger Weise in die Lifizier-Vatanzen zil freten,

nach 1. Boguslaw:tis Vozidlag -- vierwöchentlichen manche bringen es überhaupt im Laufe ihrer Dienstzeit nicht llebung berangezogen. Belingt es, WC jener Plutor meint, über den (Gemeinen hinaus. Diese lepteren, schlaffen Elemento eine Anzahl guter Mannichaften in jeder S'ompagnie als wisien jehr gut, daß sie nach cinem Jahr entlassen werden Siapitulanten-(efreite für ein drittes Jahr jl gewinnen müssen, gleichgiltig, wie sie sich geführt habent. Mit welchen allerdings crichrint v. Boguslawsti jetbit cin Dandgeld von (3efühleil dann ein ordentlicher, imbestrafter (Bemeiner, 200 Mart, d. 1. eine Plusgabe von 36000 Marf 311 julchem der wegen mangelnder Netlanationsgründe noch im dritten Regiment notwendig – umb an ihnen taugliche Interoffiziere Jahr dient, solche ganz ungenügende Soldaten nach Ablauf von auszujuchen, so ist es um jo beijer. Andernfalls müsjert wir 12 Monaten gen Hause pilgern sicht, läßt sich leicht denken. uns ohne sie beheljen und vor allem juichen, auf jonstige Weije Gerade in unserer" vom Sozialismus durchwühlten Zeit tritt ein gutes ind genügend zahlreiches lliterojizier Norps zu ge i cine solche Bevorzugung des Besißes und der Bildung grell

hervor und in schroffen Gegensaß zu dem Begriff das „Volk Die Klärung ist noch nicht gefomment, noch ist vereint, in Waffen".

was nicht z11 vereinen ist. Aber gerade dieses bunte Sehr nahe läge es daher, mit Einführung der zweijährigen Walten entgegengejekter junger Kräfte bietet ein Schauspiel Wehrzeit den einjährig-freiwilligen Dienst als solchen überhaupt so interessant, wie es wol" selten eine Zeit gesehen hat. wegfalen zu lassen und theoretisch alle jeßigen Einjährigen“ | Die ersten Vorpostengefechte sind jetzt geschlagen, man hat auf zwei Jahre einzustellen. Nach Ablauf eines Jahres könnte dann die große Menge der nicht zum Offizier qualifizirten „Ein- i fich an den Kampfeslärm, der anfangs schredte ud bejährigen“ von einwandfreier Führung etwa nach Art des jebigen täubte, gewöhnt. Jeßt, wo die moderne Welt die FenerDispositionsurlaubs zur Reserve entlasjen werden. Zurück aufe hinter sich hat, brennt sie vor Begierde, die rustigen blieben die Leute von mangelhafter Ausbildung und schlechter Glieder z11 recken. ?uf allen Seiten sind die Kräfte geFührung, im – etwa in %4 jährlichen Raten – solange weiter wachsen und nur die Sträftigen werden noch den Weitzu dienen, bis sie sich gebessert (eine ähnliche Einrichtung be- fampf wageni. Die Schwadient fönneil jeßt nicht mehr steht in der italienischen Armee), sowie andererseits die Hejerve- aufkommeii

, mir die festen eigenartigen Persönlichkeiten, Offizier Nipiranten solange, bis sie sich die nötigen theoretischen die etwas wollen und etwas fönnen, haben noch Olissicht, Kenntnisse cines Reserve-Cffiziers in etwa :} – 6 Monaten angeeignet. Für die ersteren ist solch Strafvierteljahr, schon im

sich) 311 behaupten. So ist der Kampf nicht mehr in den Interesse der gemeinen Mannschaft, schr gerecht, die letzteren Neilen der gemeinen Schleuderer, er ist vorgerückt zit der werden behuts Erlangung des Offizierspatents das Opfer

kleineren Schar der Hopliten. einiger Monate schon zu bringen wissen.

Je größer die Streiter sind, um so interessanter wird Damit sind die erheblichen Einwände erledigt. Etwas der Kampf. Zwar sind die jüngeren Schriftsteller 110ch) anderes ist es nun allerdings, die zweijährige Dienstzett im lange nicht die abgeschlossenen, fertigen Personen, wie es Prinzip anzuerfennen, etwas anderes, jie in der Braris durch etwa der alte Gustav Freitag oder der italienische yumorist zuführen. Daß es so glatt geht, wie v. Boguslawili hofft, ist Salvatore Farina find aber sie haben doch schon Züge, gewis zu wünschen. ' llnd es crscheint ja auch ganz leicht mög

an denen man ihre Art erkennen kami. Ilmd wem sie lich, ohne besondere Erschütterungen des Organismus, inter

auch noch sehr entwicklungsfähig sind und einer den anderen Verwendung der nötigen (Beldmittel, Einberufung guter Neserve-lInteroffiziere, si apitulirung mit geeigneten Mannschaften noch bedeutend beeinflusjen wird, so ist die Richtung, int des fepten dritten Jahrganges, das Ziel zu crreichen. Aber

der sie sich fortbewegen werden, doch nicht mehr ganz im das Ausland wird doch immer den Eindruck gewinnen, als

Quinfelit. sei eine zeitweilige Störung im Mechanismus des deutschen Besonders lassen sich die beiden großen Gruppeil geDeeres cingetreten. lind zit welchen Folgen dicje einmal ge nait unterscheiden: die Naturalisten und die anderen, welche faßte Diciming führen kann, ist bei der Sinnesart unserer an

dem Viaturalisinä den Rücken gefehrt haben und sich einer genehmen Nachbarn im Dsten und Westen absolut unberechen bar. Die preussische Regierung hat sid, gerade in letter Zeit den verschiedenartigsten Elementen zusammengejeßt, sie

hienen Nunst ziuwendeu. Ober auch die letteren sind aus wieder eingehend mit dem Problem beschäftigt. Das die Erwägungen sich zu feiner Tat verdichteten, scheint in obigem haben die verschiedensten Wünsche und Neigungen. In Umstande zusammen mit der (Keldfrage zu berühren. Ilmgehen dem einen sind sie sich flar, daß der Naturalismus jie wird sich freilich die Einführung der zweijährigen Dienstzeit auf nicht befriedigt, in allem anderen aber gehen sie schroff die Dauer nicht lassen. Aber es handelt sich darum, den rich | auseinander. tigen Augenblick für diese schwerwiegende Maßregel zu finden, Ich habe da dici Tipeii, wic dem jeder seinen cigenent die, zi1 ungünstiger Zeit begonnen, uabschbare Folgen nach Weg geht. Sie repräsentiren nidit vollständig die antisich 311 zichen vermag. lingeduldiges Trängen hat teinen naturalistiche Richtung, ja der eine ist in seiner Methode Zwecť. Tas, was zunächst geidchen muß, ist eine vulle Eini- vieileicht sogar noch zu den Naturalisien zil zählen, aber bewilligenden Summen." Ist das erledigt, so wird die prats sie haben ein jeder in ihren jüngsten Schöpfungen cine tijche Turchführung vermutlich weniger Schwierigkeiten bieten, Eigenart, die für die Zeit, der wir entgegengeheit, sehr als es cine anzahi militärischer Sdjwarzieher darzustellen be charafteristisch ist. Es giebt wol faum drei Zidividitalitäten, strebt it.

N. v. T. die so verschieden sind wie die Vermann Bahrs, Johannes

Sdlafs und des Sdweden Ola Hansjon, and trot alledem haben sie in ihrem Streben etwas (emcinjames, das die Zeit zu forderii scheint.

Hermann Bahr hat mit seiner russischen Reije (E. Piers four, Dresden fein neues Bild von sich gegeben, aber er

hat das alte hier in potenzirter Teutlichkeit erneut. Das Drei moderne Typen.

Buch ist mehr Bahr als jedes andere, weil es subjektiver

ist als alle die frühercií. Der Nernzug seines ganzen (Bahr - Schlaf - Hanffon.)

Weseus leuchtet aus dicier drift hervor.

Herman Vahr ist der jensibeljte aller sensiblen Menschen

der liebergangszeit. Er reagirt auf jedes kleinste Zuiden Ćirt Grotte witz.

der Zeitbewegung, und jeder fleinste Eindruck nimmt sofort

fein ganzes Bejen gefangen. Die Zeitströmungen sind sehr Es hat wol jelten eine Zeit gegeben, die jo reich an verschieden, imd jo wird denn Bahr von den verschiedensten Gegenjäßen und verschiedenartigen (Heistesströmungen ist Einflüssen hin und her geworfen. Er hat nicht das gewie die gegenwärtige. lind das Merkivürdige dabei ist, ringste Wollen, und wenn seine Pcrjönlichfeit in irgend daß die entgegengcseptesten Elemente oft friedlich nebeneinander etwas konstant oder fonsequent ist, so ist sie es darin, nicht marschiren, während gleichartige sich bitter befehden. Pas fonstant und nid)t konsequent 311 sein. In ihm entwickelt wird nicht zum Beispiel alles inter dem Namen „ene sich nichts organisch und er entwickelt sich weder aufwärts Richtung“ zusammengefaßt! Es ist wahr, den Ferne noch abwärts, jedes Milien verändert ihu jofort ganz und stehenden mögen gewvisie Eigensdjaften der Jüngeren als gar, und jeder folgende Eindruck wischt die Spur des die gemeinsame Eigenart dieser neuen Nichtung erscheinen. vorhergehenden vollständig aus. Jongleur und Afrobat Indesien wie äußerlich ist doch dieje Gemeinjamfeit, wie vienint er sich selbst gelegentlid), er gaukelt von Stimmung verschieden sind die „Jungen“ Þaul Aleris und Maurice 311 Stimmung. Macterlinck, Siacomo Berga und Gemma Ferruggia, Es giebt jetzt unter den Jüngerit weldie, die mit Hermann Siidermann und Berhart Hauptmann.

festem (Glauben eine feste Sache vertreten. Bahr glaubt

Bon

garnichts, oder er glaubt jede Minute etwas anderes. , feiner interessantesten und glänzendst geschriebenen Artikel, Da er jeder Sensation willenlos hingegeben ist, so ist es Gente nueva“ in der Nation (18. Oft. 1890) von dem unmöglich, daß er etwas Bestimmtes vertritt. So wird jungen spanischen Dichter Alexander Sava sagt, das scheint er recht der Typus der schwankendent, ifoptischen llebergangs- mir auch auf ihn selbst 311 passen. Bahr bemerkt da über zeit. Die alten Ziele und Neigungen erwiesen sich als diesen Dichter, er habe einen epigonischen Byronismus, veraliet, als falsch und schädlich erlogen war alles, „der dieje heimliche Angst nicht los wird, sich hinter dem was die Kindheit gelehrt so gewöhnte man sich daran, allgemeinen Geschmack zu verspäten, der sich in die naturaan allem 311 ziveifeln, an nichts mehr 311 glaubeit

, weder listische Formel zwängt, weil er keine andere mehr lebendig an das alte noch an das Neue. Sich dein ersten besten findet, der sich gewaltsam nach der neuesten Façon den (Semuß hingeben, planlos nehmen, was planlos sich ge (Beist vorstellt, daß er uur ja nicht aus der Mode jei“. boten, aus den wechselnden Bilderit des Tages einen kurzen Wer nichts Bestimmtes vertritt, dessen Dichtungen berauschenden Reiz der Nerven 311 schöpfeil, das ist das können auch keinen nennenswerten Gehalt haben. So ist Streben, das aus solcher (Gemütsstimmung heraus entsteht. es auc) Bahr ziemlich gleich, was er behandelt und ob

Aber die gewöhnlichen Genüsse genügen nicht mehr. das was er auf Seite 99 jagt, nicht dem widerspricht, was Ihre Betäubungskraft ist z11 schwadh. Die Begierde lechzt er auf Seite 100 behauptet

. Seine ,,Rujiche Reise" nach feineren, raffinirten Reizen. Das l'in-de-siècleum fönnte mit wenig Renderingen ebensogut Marokkanische citscht. Hermam Bahr ist der deutsche Fin-de-siècle oder Japanische Reise heißen. So fommt es denn Bahr Mann faterochen. Tas Viochnichtdagewesene, sas A113= einzig noch auf die Art an, in der er auftreten wird. gesicht-Seltjame, das Neimodischeste sucht er überall auf. Die Inhaltlosigkeit macht ihn ziim Virtuosen der Form. Nur das prickelnde, Dusteriöjc, Nervenkibelnde famn ihn llud er ist in der Tat ein sehr gewanter Virtuos. noch in Spannung verseizeit. So enthält seine Sammlung Er weiß 311 paradiren und zu brilliren, graziöse Sprünge „I'in-de-siècle“ erotische Motive und probleme, welche | 311 machen und strahlende Regenbogen vor die Augen zu alle natürlichen Gefühle und gesundeii Empfindingen zaubern. Indessen ob man dergleichen Virtuosität immer durch perverse, aus Strafft - Ebbing befannte Nervenschalter für Genialität iind Driginalität" nehmen wird? Ob sid) 311 ersetzen suchen.

nicht bald Ermatting einstellt, wenn dem flimmernden Hermann Bahrs Hauptquelle, aus der er das Fin-de-Schein das Wesen, der barock aufgepuşten Sprache der siècleiim frisch schöpft, ist die französiiche Decadence? | Inhalt fehlt? Von Hulsmans, dem früheren Anhänger Zolas, sagt er

llud doch werde id) nie den Eindruck los, daß in einem Aufsaße in der Franffurter Zeitung (Iir. 254, Bahr sehr vici leisten förinte, wenn er wollte. An Fähig1890): „Ich habe, wenn ich seine schwüle, üppige, ent

feiten Fehlt es ihn nicht, und fein warmer, oft sonniger nervenide Proja leje, den gefälligen Wahl, als hörte ich) Humor zeugt von verborgener gesunder Lebenskraft. Freilich mich selbst, meine eigenen Wünsche, meine cigenen Cualent,

er wird nicht wolleil, er wird nicht wollen können. Als meine eigenen Empörungen, imr alles deutlicher, intensiver, Stimmungšinenịch, als Fin de siècle-Mann, als modischer mit Trieben und Potenzen bewehrt, die mir joust fehlen, Virtuos ist er ganz das Kind seiner Zeit. von Hemmingen gereinigt, auf alle Weise gesteigert.“

Judesjen das darf man Bahr nicht absprechen, dass Vahr glaubt in der französischeit Litteratur die er viel dazli beigetragen hat, die Dichtung aus der Führerin zii allem Neuen und Zufünftigen erblicken 311 pedantischen Wissenschaftlichfcit des objektiven Naturalismus müssen. Zu cinem Artifel in der Nation (Nr. 50, 1890)

ivicder in die Sphäre fünstlerischer Subjektivität zii rücken. meinte er, daß wir den in Fraufreich grajsirenden Buddhist Daß Bahrs Subjeflivität nicht diejenige ist, welche der muis, die „Religon der Nerven", in längstens einem Jahre Zeit not tut, dafür fam er nichts. Jedenfalls aber gelingt auch in Deutschland haben würden. Er bemerkt dabei,

es ihm überall, das Roh-Material, mit dem die Naturalisten daß wir wie in allein, so auch darin anderen Ländern 311 primken pflegen, 311 fünstlerischer Architektonik 311 verlangsam nachhinkten. Juidesien er vergißt ganz, daß wir arbeiten und das Zettelwerf fleißig gesammelter Dokimente in Schopenhauer und Wagner diesen buddhijtischen Einfluß und das Register mühsam erworbener Kenntnisse in einen schon längst durchgemadhi haben und mit Hilfe Friedrid) lebendigen Organismus abgerundeter Gefühle 311 verNiebiches eben in Begriffe sind, diejen zit überwinden.

wandelit. Das fühlt Jules Lemaitre, der feinsimmige französische Darin steht ihm ziim Beispiel Johannes Schlaf 1100 Nritifer, sehr richtig, wenn er in seinem Eijai über

er in seiner Eijai über bedeutend nach, und doch ist dieser wieder in anderer Be* Verlaine in den ,,Contemporains“ die jungen Decadents, ziehung jenem überlegen. die init diesem germanisch

) -schopenhauerschen (Beiste erfüllt Johannes Schlaf ist eine weit einfachere Natur als find, als Barbaren bezeichnet, die sich in grellen Widerspruch Herinann Bahr, aus dem strengen Naturalismus der 311 dem bisherigen französischen Nationalcharakter und Familie Selicke hat er sich zu einem riaturalisiischen ImEsprit stellen.

pressionisten herausgebildet. In feinem neuen Buch „Ju Die jungen französischen Dekadenten sind Dichter, die Dingsda“ (S. Fischer, Berlin 1892), das eine Samling auf cine init Zola zum Höhepunkt gelangte seunstepoche von ziin teil schon in Zeitschriften veröffentlichten Stimmungsfolgeit, sie sind Didier des crfalis, umjere Liiteratur bildernt enthält, zeigt er sich in einer gewissen Abgeklärtheit. dagegen strebt erst jetzt einer neuen Höhe 311, und deshalb Er hat die Detailmalerei, das Veriveilen bei den kleinen darf sie sich diese Dichter nicht zum Vorbilde nehmen. und fleinsten Dingen von früher her behalten, aber er sicht Deshalb ist auch dieser jungfranzösische Einfluß für 1115 auch das Geringste mit der Wärme einer empfindendent so schädlich, und wer sich ihn aussett, wird in Deutschland Persönlichkeit 311 beseelen. Noch freilich ist diese Em nicht gerade (Glück haben.

pfindung schivad), über eine leise schwingende Stimmung Ich glaube, Bahr wird bald werfen, daß er sich ver fomt es nid)t hinauts, besonders da die Schilderung bei rechnet hat, wenn er die jungfränzösische Litteratur für die Schlaf nicht Staffage, sondern Sebistzweck ist ohne einen maßgebende und vorbildliche hält. Freilid)fie wechselt | bedenisamen Juhali aber fan es keine nachhaltige Stunstsehr häufig in ihrem Schein und hat jedes Luartal cine | wirfung gebeit. Dem wie Bahr kommt es auch Schlaf niente Mode. llud gerade das zicht Hermann Bahr bis auf den Inhalt wenig an. Zwar flattert der leştere nicht sonders an. Etwas Bestimmtes, das er vertreten könnte, jo von Stimmung zii Stimmung wie jener, aber ihm ist hat cr nicht. Ilm fich zur Geltung 311 bringen, muß er die Stimmung Hauptsache ebenso wie dem Verfasser der immer wieder ein neues Kleid anlegen. Was er in einem | „Russischen Reise“. Während dieser nun aber frankhafte,

לל

raffinirte Stimmungen sucht, ist der Impressionismus von Umgebung, nicht das Erbe, nicht ein Teil davon und nicht „In Dingsda“ schlicht und natürlich.

eine Mischung davon, sondern ein neuer Stoff, wie bei Es sind meistens Landschaftseindrücke, die Johannes einer chemischen Mischung, eine neue organische Bildung Schlaf in furzen Skizzen schildert. Er hat eine scharfe ist, imgreifbar für die Sinne, den Gedanken, das Wiffen, Beobachtungsgabe, die alle Einzelheiten eines Gegenstandes für alles und alle, außer für den echten Dichter.“ bemerkt, und er besitzt eine große Fertigkeit, davon ein ab Wie sehr mir mun alles, was Lia Hansson in seiner gerundetes Bild 311 geben. Während aber sonst die Schrift ausführt, aus der Seele gesprochen ist, so kann ich Naturalisten sich darin gefallen, trübe Gemälde zii ent- doch den Schluß derselben durchaus nicht billigent. Die werfen, sind Schlafs Skizzen vorwiegend sonnige, woltuende ungehenerelleberschäßig Niebsches imd die Verehrung Bilder.

des Verfassers von Rembrandt als Erzieher, die sich dort lind das ist das Charakteristische. Der Naturalismus fundgiebt, ist mir völlig fremd geworden. Der Kulius, ist negativ, er ist der zerstörungssüchtige stampf gegen das

den man mit der Persönlichkeit treibt, ist nichts als eitel Alte. Dagegen sind Schlafs Skizzen der gerade (Begenjatz Staub. Der Verbrecher ist meistens auch eine Persönlichder bisherigen pessimistischen Sunstrichtung. Das Lebens feit, aber für Verbrecher - Individualitäten liegt in der fräftige, Frische, Heitere jagt ihm 311.

Zeit fein Bedürfnis. Es ist also ganz verfehrt, für „lind da stehe ich," heißt es Seite 81, „und freue Persönlichkeit zu schwärmen, man muß, wenn man weiter mich wie ein Kind, wie schön das Abendrot da oben über

kommen will, die zufünftigen Ziele und Ideale nennen, dent dunkelnden Wald hinleuchtet.

nach denen hin sich die Persönlichkeiten ausbilden sollen.

Das aber hat Dla Hansson nicht getan. ,,Dat man i wol bei jo widerborstigen Simpathieci das Zeng 211 cinem „décadent“, z11 einem homme fin de

Lla Hansson ist übrigens nichts weniger als gesetze siècle?"

schaffender Stritifer, er ist durchaus feine Lessing - Natur, Diese Eigentümlichkeit Schlafs ist im höchsten (Grade

er gehört wie Jules Lemaitre, aínatole France and Georg bemerkenswert, sie ist das erfreuliche Anzeichen dafür, daß | Aber dari stillt er sich den Größten würdig, zur Seite.

Brandes zit den genießenden, beschreibenden Sritiferii. die negative Epoche 311 jdwinden beginnt, und eine neue

Mit dem feinsten Verständnis vermag er in das innerste positiv schaffende Sämst einzieht. Noch ist dicíe Kuunst bei Nejen einer Persönlichkeit einziidringent, Bedingungeni

, Schlaf 311 sehr Detailmalerei, aber es ist anderseits and unter denen sie entstanden ist und lebt, 311 erforschen, den anzuerfeineit, daß er sich an diejen fleinen Bildern der

Zuammenhang, der sie mit den kleinen und großen ZeitNatur wieder freuen und lachen kann.

bestrebungen und -Verhältnissen verbindet, klarzulegen und Johannes Schlaf gehört zu den Jüngern, welche wieder ihre ganze Eigenart nachzuempfinden. glauben fönnen. Das Alte liegt hinter ihnen als vergessene Größe, es beunruhigt sie nicht mehr, es ist ihnen gleich | hat er in seinen vier Essays „Tas junge Skandinavien“

Wie Vorzügliches er in diejer Art leisten kam, das giltig, sie befämpferi es nicht einnal mehr. Sie hoffen (Tresdeut

, Pierson 1891), int" denen er Georg Brandes, auf die Zufunt init froher Sehnsucht.

Jakobsent, Strindberg und Garborg behandelt, einmal Dit schöne, freudige Welt der Zukunft" ruft Schlaf wieder gezeigt. So leibhaft treten einem beim Lesen dieses auf Seite 127 ans, „daß ich nicht an dir 311 verzweifelii vortrefflichen Buches diese Männer vor Augen wie brauche! daß meine Seele fraflig und gefund ist, dich 311 sorgfältig ausgeführte, ai Dürersche Simmst erinnernde hoffeii, dich 311 ahnen, durch die Gräviel hindurch), aus Forträts. denen dit crstehen wirst!

Ola Hansion ist der Korträtist unter den Schrift„Du schöne, freudige Welt! Ein neues, starfes, adliges stellern. Er ist es and da, wo es meiner Ansicht nicht und jelbstsicheres (Geschlecht, das sich verwant fühlt über ganz hingehört und man es zll jehen zum mindesten nicht die Erde hin, so weit Menschen leben!“

gewohnt ist -- in der novellistischen Erzählung. Es giebt bis jetzt nur sehr wenige, die mit froher Die fatalistischen (Beschichten ,Harias“, die im Frühling Hoffmng in die Zukunft blickeit. Johannes Schlaf ge- vorigen Jahres erschienen (!1. Zoberbier, Berlin), und hört 311 dem kleinen Kreis der Zufunftsgläubigen, der die ebent erschienenen ,, Alltagsfrauen" (s Fischer, Berlin) Hoffenden, deren Ruf, wie ich glaube, sehr bald ein lautes find in der Hauptjache forträts, 311 denen ausführliche Echo bei allen gesunden, jugendfrischen Mienden unserer Landschaftsschilderingen den Sintergrund bilden. Die Zeit finden wird. Schlaf ist nidit gerade der Tipuis diejer Heldin wird in feinster, deutlicher Weije charafterisirt, Hoffenden, dazlı ist er noch 311 ichr im Naturališmis be- ihre Züge werden in crafter naturalistischer Art gezeichnet. fangen, aber seine Eigenart ist gerade deshalb interessant, Dabei aber tritt die Fabel in den Hintergrund, ja Dla weil sie nicht nur aus dem Naturalismus herausgewachsen Hansson durchbricht dicjelbe oft durd) ganz imvermitteltes jonderii aud) mit ihm verwachsen

Einschieben des Zufalls. Dla Wanjjon will damit ein Johannes Schlaf befämpft den Naturalismus nicht, mystisches Element einmischen, und gerade darin will er wie Bahr das zuweilen tut und wie es jept Dla nauijon in direkten (Gegensatz z.im Vaturalismus treten. Ich in seiner Sdhifi „Der Materialismus in der Liticratur" weiß nicht, ob dieses Verfahren sehr glüdlich ist. Der getan hat (Stuttgart

, C. Srabbe, 1992) Der feinsinnige Zufall ist sehr verschiedener Art; was dein einen als solcher junge schwedische stritifer, der sich init der dentichen erscheint, fann für den anderen eine notwendig zusammentLitteratur sehr eifrig beschäftigt, veriviift den Naturalis hängende Slette sein. Der Dichter aber wird gerade nur muis als eine trockene, mechanische, an der Außenicile der dann wirken fönnen, wenn er auch das lliglaubliche Dinge haftende Numstrichtung, die alles, was die Jugend glaublich und das Zufällige als das Notwendige hinstellen zur Jugend macht, Lebensfreude, Enthusiasmus, Liebe zum

fann. Die alten Schickjalstragöden Zacharias Werner Weibe, Poesie, Träume verspotiet und in Verruf gebracht 11. 1. w verstanden eben ihrem Wublifum den Blauben habe. Es ist mir sehr intereijant, wie lapanijon and an ihre Minstiť cinzuflößen. Ola Hansjon dagegen fann gegen die lieverjdhäşıng und Herrschaft des Milieus zu diejen Glauben nicht erwecken, in jeinen Erzählungen Felde zieht. Auch er wirft den Naturalismus vor, das wird der funstvolle Vau psychologischer Motiviring plößlich er „weder Blic :loch Steuntuis, sondern nur ein totales durchbrochell, und der Leser weiß nicht, woran er ist. Qorbcijchen hat für den neuen organischen Notenpunkt, 3. (Blüd hat der Verfasjer eine solche Lebensder die Individualität, die persönlichkeit und nicht die erfahrung, eine solche Schilderingsgabe, daß man seine

von

Geschichten immer interessant finden wird. Indessen der , solcher Momente geschickter und glücklicher, als der fierufsmıystische Faialismus, z11 dem Ola Hansson durch die Ab-mäßige Ankläger sein. neigung gegen den Naturalismus geführt worden ist, scheint Aus dem Widerstreit dicser cutgegengeseßten Tätigmir doch nicht dasjenige 311 sein, wodurch unsere Litteratur keiten wird sich am sichersten und leichtesten die Wahrgefördert wird.

heit herausschälen. Diese Erwägungen haben unserem ganzen Strafverfahren seine Grundlage gegebent; der alte Inquisitionsprozeß, bei welchem der Richter gleichzeitig Alukläger und Verteidiger in einer Person war, hat dem Auflageprozeß Platz machen müssen; Auflage, Verteidigung und Richteramt jind selbständigen Faktorent zugewiesen

worden. Leider hat man auch hier, wie an vielen anderen Die Stellung des Verteidigers im

Pimkien imjeres Strafprozesses nicht die vollen Konsequenzen Strafverfahren.

eines an sich richtigen Prinzips gezogen. Man hat dem Staatsanwalt nicht nur die Verfolgungstätigkeit auf

getragen, sondern ihn gleichzeitig noch verpflichtet, auch die Kichard Grelling.

zur Entlastung diciteiden llmstände zit ermittelt. Er soll

also halb Staatsanwalt, halb Verteidiger sein. Diese Die öffentliche Aufmerksamkeit ist in leßter Zeit Einrichtung mag von dem idealen Gesichtspunkte aus, daß wiederholt auf Gerichtsvorgänge gelenkt wordent, bei welchen der Vertreter der Staatsbı hörde nicht ganz in der Stellung Vorsigende und Verteidiger ill heftige Differenzeit ge

einer Auflagepartei untergehen soll, berechtigt sein In der ratet find. Soweit dieselben auf persönliche Gründe Praris aber ist sie nicht allein außlos, jondern jogar zurückzuführen sind, auf Vorwürfe der Befangenheit gegen- | schädlid). Nußlos, weil die Anklagebehörde trop alleüber dem Vorsitzenden oder Vorwürfe dos ingebührlichen dem in Folge der Gewöhung ihres Amtes, der Art, Verhaltens gegenüber dem Verteidiger und ähnliche lir

die Dinge anzusehen, in Folge ihrer äußereil amtlichen sacheit, insoweit bieten diese Vorgänge keinen Sinlaß 311

Stellung, all welche die Ängeschuldigten nicht so leicht allgemeinen Erörterungen. Das Verhalten der einzelnen mit Vertrauen herantreten, im Wejentlichen Anklägerint, Veteiligten mag untersucht und darnach die Schuld des nicht aber Verteidigerin sein wird. Schädlich deswegen, einen oder anderen Teils bemesjen werden. Die Angelegen weil die Fiftion einer staatsanwaltlichen Entlastungstätigheit hat indessen auch noch eine allgemeine Seite, welche

feit denjenigen Füftor, welcher berufsmäßig die Entvon größter Wichtigkeit für unsere Strafrechtspflege ist

. lastungsmomente herbeizuschaffen hat, den Verteidiger als Sie führt nämlich 311 der Frage, ob die Stellung des überflüjjig erscheinen läßt. Diejer (Gedanke von der Verteidigers im Strafprozeß in der Tat jo normirt ist

, | lleberflüssigkeit, und, weil alles lleberflüssige daß Differenzen leicht vermirden werden können, oder ob vom lebel, von der Schädlichkeit der Verteidigung nicht vielmehr ein großer Teil dieser Zwistige beherrscht auch in der Tai einen großen "Teil keiten auf die durch das Geset dem Verteidiger | fich an vielen Stellen noch immer nicht daran gewöhnen,

unserer friminalistischen Praktiker. Want fan eingeräumte Stellung zurückzuführen ist.

Daß der Verteidiger einer der wichtigsten Faktoren daß der Verteidiger, wenn er jeinen Beruf pflichtmäßig zur Erforschung der materiellen Wahrheit im Strafprozeß erfüllt, genau so gut ein Diener der Wahrheit ist, wie ist, darüber hat der (Gesetzgeber feinen Zweifel gelajien.

der Richter und der Staatsanwalt. Ja, vielleicht vesjer Judem man in den schwersten Straffällen, in Sachen, noch als der Leptere. Der Staatsanwalt, welcher unter welche vor dem Reichsgericht, vor dem Schwurgericht zu

deni direkten Befehl seiner Vorgesetztert, ini lebter verhandeln sind, bei Auflagen gegen jugendlidhe personen

Stelle des Justiz - Ministers, sieht, ist geseßlich verdie Verteidigung für notwendig erklärt und dem A11- pflichtet, Auflagen 311 erheben oder zu unterlajien, wie geflagten von amtswegen einen Verteidiger bestellt, giebt

eš von ihm verlangt wird. Da fainii es dem leicht man die Wichtigkeit der der Verteidigung obliegenden kommen, daß er eine Anklage interlasjen muß, deren Er

Funktionen ohnie Weiteres 311. Die Motive des Sommissions- hebung er für notwendig hält, oder das er eine Auflage berichts sprechen es aus, daß eine „verständige Verteidigung erheben muß, welche er lieber unterlassen möchte. Er ist stets als ein will fommener Beijtand 2011 Feststellung der amtlich verpflichtet, eine Sache zu vertreten, auch dann, materiellen Wahrheit eine wichtige und danfbare Funktion

wenn sie seiner lleberzeugung nicht cutspricht. Ter Ver: im Strafverfahren ausübt, und daß die Gesebgebiing ihreteidiger dagegen ist vollständig frei in jeinem Tin und Aufgabe um jó. sicherer erfüllt

, wenn sie der Verteidigung | Laljen, er ist nur seinem Gewissen unterworfen imd s'ondie Mittel gewährt, um dieje Funktion allseitig durchzii- flikte zwischen seiner Berufstätigkeit umd jeiner lleberführen“.

zeugung treten nicht fraft höheren Befehls, jondern nur Es ist psychologisch sehr verständlich, daß anhaltende kraft_cigenen Willens cili

. Es leichtet ein, daß der geistige Tätigkeit, Denken in bestimmter Richtung eine Art gewisjenhafte Verteidiger, das heißt derjenige, welcher die geistiger Dressur nach dieser Richtung schafft. Der Staats Wahrheit über seine persönlichen Erfolge stellt, dieser anwalt, welcher stets Verbrechen zu ermitteln und Schuldige Wahrheit mindestens jo frei gegenübersteht, wie der von zu verfolgen hat, wird geneigt sein, in jedem Auge ministeriellen Anordnungen abhängige Staatsanvalt. schuldigten von vornherein einen lleverführten 311 witterii; Die tägliche Erfahrung lehrt anch den Nugent, welchen der Verteidiger dagegen, welcher gewöhnt und verpflichtet cine sachgemäße Verteidigung stiftet. Es ereignet sich ist, nad) Entlastungsmomenten 311 jichen, welche die Schuld täglict), daß die von der Verteidigung herbeigeschafften ausschließen oder verminderii, wird in der Auffinding Beweismittel dem Straffall ein vollständig anderes Bild

geben, als es aus der Borutersuchung und der Auflage *) Nadfolgende Abhandlung von Dr. Richard Wrelling ist bei

hervorgegangen war. Si viclen Fällen würde auf Grund Gelegenheit eines früheren Prozeijes geschrieben worden. Da dieselbe der von der Staatsanwaltschaft herbeigebrachten Beweisgewiije, auch beim Heinzeidien Fall hervorgetretene Mißstände von mittel die Verurteilung sicher seilt, während die vom Verneuen (Vejichtspunkten aus berührt, so haben wir, bei dem allgemeinen teidiger geführten Entlastingsbeweise in der mündlichen šuterejsc, welches die betreffenden Vorgänge immer nod) erregen, den Verfasser um die Erlaubnis gebeten, seine übhandlung im ,,Magazin“

Verhandlung die Schuldlosigkeit derartig klarstellen, daß zum Abdruď zu bringen.

der Staatsanwalt selbst sich zu dem Antrage auf Frei

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