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allen Zviten und nicht von allen katholischen Geistlichen gewissenlosen Eltern redet in göttlicher heiliger Schrift wäre jedoch Anzengruber wegen seines „Vierten Gebots" der Prophet: ,,Immolaverunt bilios suos et filias suas angegriffen worden. Einen wenigstens will ich heute vor Demoniis“ Sie haben ihre Söhne und Töchter dem Teufel führen, welcher gewvisz mit seiner Zustimmung nicht gefargt, aufgeopfert. Wer seynd aber die Teufel? ja wohl ärger wohl gar in seiner Weise ein lautes „Herzu! Hört 311!“ | als die Teufel, als jene Jungfrauschänder und Ehrenräuber, gerufen hätte; er wiederholte ja in einer Predigt den Saß , die sich nicht entblöden, auch alle ehrlichen Mutterfinder, des h. Petrus Chrysologus Serm. 3: „Parentum vitium, wenn sie nur Gelegenheit hätten, zu ihren immersättlichen Bes est filiorum exitium“, den er überseite:

gierden durch Geld und Promessen zit mißbrauchen? Wie Dic Eltern, große Sünder,

thöricht fernd nicht gleicher Weise jene Eltern, welche die Seynd die Verderber der Siinder:

linjchuid ihrer Kinder in eineit zeitlichen Gewinn fo geer schärfte den Eltern die Worte ein: ,, ist nicht in dem wissenlos auf die Megbank dahin geben? ja wol selbst an Samen der ganze Baum? wemt also der Sameit nichts große Herrn verfuppeln, damit sie durch ihrer Töchter atz ist, wie kann der Baum gut sein?“ und hielt ihnien verkaufte Jungfrauschaft den Namen ihrer papiernien vor, daß sie der schlechte Samen ihrer Kinder feien; cr Familien desto größer erweitern und z11 ansehnlichen predigte laut von seiner Stanzel in Wien: „Blind ind Aemtern gelangen mögen. närrisch sernd jene Eltern, Väter iind Mütter, welche ihre

Es geschiehet aber dieses Teufelsopfer von den Eltern Söhne und Tödhter in Ansehung großer Mittel ziim entweder direfte oder indirekte, mittelbar oder inmittelbar; Heirathen zwingeit, dem Sohn eine alte Nunfgunfel, der direkte oder unmittelbar geschieht es, wenn die Eltern ihren Tochter cinen 70 jährigen Gasconier anhängen; wo denn eigenen Kindern Siuppler abgebeni, ja die Kinder fast selbst nachmals mit größter Beleidigung Gottes .. beide jlinge 311 einem lüderlichen Leben anhalten, wie aus folgendem Eheleut auf die Seite naschen gehen, die Eltern aber nichts Erempel erhellet: als Schand und Spott erlebeii...“ Der Prediger, den ich meine, hat mit treffenden Worten oft faustisch; oft derb, Wien in einer Vorstadt aufgehalten, und weil er selbst

Ein ehren- und gewissenloser Vater hat sich hier zit bald ernst, bald mit Spaß seine gesunden Ansichten vorgetragen, er hat seine Wiener gefannt und zu behandeln lüderlid), hat er beide seine leiblichen Töchter zit gleichen verstanden, als hätte seine Wiege nicht in Schwaben, sondern mit Vermelden: sie wären noch jimg imd sollten ihm ein

Lüderleben gebracht, joidhe hart traflirt iind angefahren, im Schatten des alten , Steffels" gestanden, Abraham à Sta. Clara hieß der prächtige Mann. In einer Predigt | Brot in das Haus schaffen, fie möchten solches hernach seines „Abrahamischeri (Schab-did-wol“ führt di Dinge

gewinnen, wie sie immer wollen, ihm, dem Vater, sen vor, welche geradezit parallelen 311 Anzergrubers Stück wenig daran gelegen; das jimge Bint in ihrem frischen bilden; ich weiß nicht, ob der moderne wiener Dichter die

Mut, von den schönen Greipel (scilicet) des Vaters anta Werfe des alten wiener Predigers gelejen hat, aber jo vici gefrischt, ließ dem bishero eingeschränften Willen alsbald wird klar, dass beide Männer von denselben Anjichten / freien Baum und Zügel schießen, gab allen lasterhaften durdhdrungen waren und das der Augustiner Betielmönch | Begierden Statt und plaz, also, daß sich in des Vaters den Schauipieldichter nicht verfepert, sondern herzlid) als Honigsein verjammelten, ihr Herz war ein Taubenhaus,

Zimmer die Galän und Buhler wie die Fliegen bei dem
cinen Bruder im guten Geiste begrüißzt hätte.
Nifolai“, es ist die zehnte des genannten Werfes, beginnt hävier bei dergleichen Rabenaas, schöne Zeckin bei jo gott-
Die Predigt „Am vest des h." Bischofs und Veichtigers ciner ging ein, der andere aus, da gab es freilich (Belo

genug, schöne Nosenobeln bei diesen jaubern Zobeln, schöne
mit der Sitte, den braven svindern am Tage des Nifolaus
einzibescheren, und erklärt sie aus der Jugendgeschichte des

losem (Gewinn; so ist denn auch an gutem Ejjen imd Heiligen, wie der einmal drei Töchter eines benad)barten

Trinken gar kein einziger Abgang geweseit, auf dem TafelEdelmannes vor Schande und Entering rettete, indem er

brett lagen immer gebratene Napainen ind etliche Händel, an drei Tagen hintereinander soviel Geld durch das

Sironawett:vögel in der Schüjjei, auf dem Henkkasten ein Fenster hineinvarf, als für eine Tochter zum Heiratsgut gebeizt- 110 geipidter waar, auf dem Lfen ein alter genug war. Zum Andenfen an diejc Freigebigfeit pflege Pastetenzipf für die supplerin, auf dem Tisch war allerman den Kindern einzulegen; eine Nacht vorher fomme

, der Nitolo, eraminire die stinder in Glaubensjachen, im

Flasche Tiroler, da ein grüner Schnabelfrug mit DesterBuchstabiren, Gilbetcilent, Lejen ud Edreiben, im Rechnen,

reicher, bald wieder hier eine Handel mit Bier, alles ging in Spradien. Jtem, fraget der Nifolo, wie sich die slinder

in floribas ud amoribus, cin (Salan gab dem andern

die Tür in die Wand, dem wo das Alas ist, alldort ver. das Jahr hindurch verhalten haben? ob sie gerne beten? den Eltern und Praeceptoribus gehorsam jern d?iammeln sich die Adler, furz davon 311 reden, dieje beiden ob, zum Erempel, der Sänserl und der Paul nicht zu faul?

Töchter führten miteinander ein ju abscheuliches Leben, ob der Fränzert und Iguazert fein

schlimmmes išrazert? Saf meine Feder und Tinte schamrot würden, alle Laster

311 beschreiben, welches doch alles der Vater durch die Stätherl gern bei dem Näderi? ob die Sabinde gern bei ifinger sah). der Spindi? ob die Lijerl und Thereserl nicht etwa zwei

ihr Ettern! wie werden nicht dermalens cure Söhne junge Ejerl? Dies alles fragt der Nikolo. Aber Abraham und Töchter wider cuch heulen und klagen, wenn sie vor fälyrt dann nicht fort vom (Sehorjam der scinder zu handelii, den göttlichen Richterstuhl wegen eurer ärgerlichen Ansondern nimmt das Verhalten der Eltern durch, denn die und Aufführung in den ewigen Höllenpfuhi werden gedrei adligen Fräulein waren fromm, nur ihren Vater stürzt werden? "Nie

, wird nicht jene Tochter sagen: Ach hatte die Arunt joweit gebracht, daß er seine Töchter weh! daß ich jemals eine Mutter gehabt, jemals zur Welt jedermann um (Seld feil zit bieten beidsloß, damit er sich geboren wurde! ach! daß der Leib, in welchem ich empfangen, vor der Welt als einen (Valanthoune zeigen, nur als der Drt meiner Begräbniß gewesen wäre! ach, daß die ein Edelman stand- und staatsmäßig aufführen möge, jo Sterne, so mir zu meiner Geburt geleuchtet, mir den Tod hat er wenig geacht, scine drei leiblichen Töditer dem verursachet hätten! O, daß mich nicht der Erdboden in Teufel aufzuopfern. Dergleichen Elteri jernd nod) 311 der Wiege verschüttet! das Feuer vom Himmel verzehret, jebigen Zeiten zu finden, jo da ihr eignes Fleisch und die Luft erstickt, und das Wasser im ersten Bad ertränket! Bini, will jagen, ihre leiblichen Kinder, die llnschuld auf Verflucht seyen die Vrüst, die id) gesogen! Verflucht der des Teufels Schlachtbank führen, von dergleichen gott- und Leib, der mich getragen hat! Verflicht Vater und Mutter,

so mich in diesen feurigen Höllenbrand und ewige Folter Wer hann verkennen, daß alle diese Stellen des unbant gebracht!

erschöpflichen Predigers den ganz gleichen Sim ausdrücken, lind Abraham setzt dicse Klagen noch weiter fort, dieselbe Tendenz vertreten, wie Anzengrubers Volfsstück. dann erzählt er von Kornelia der Grachorum ihrer Mutter, Geht man daher wol fehl mit der Annahme, Abraham welche ihre Söhne für ihre kostbaren Edelgestein erklärt hätte sich im Interschiede von jenen leidenschaftlichen hätte, und fährt fort: Freilich wohl ist manches junge katholischen Gegnern des Vierten Gebotes" an dein Werke Herrl eine schätzbare Perl, wegen der Reinigfeit seiner gefreut imd dankbar von „jener angenehmen Erfinderin Iluschuld, freilich wohl ist manches Mägdl ein kostbares ind holdjeligen Sunstgöttin, der finireichen Poesie oder Smaragdi, das immer grünet in den Tugenden, freilich Dichtkunst“ auch Anzengrubers Muise gegenüber Rühmendes wol ist inanches Sabint ein schönes Rubint in ihrer Birpur- gesagt! Wie bemerkt," ich weiß nicht, ob Anzengruber röthe der Schamhaftigkeit, freilich wol ist manche Jungfraut seinen Vorgänger gefannt hat, aber so viel ist gewiß, daß Christl ein glänzendes Almathistel wegen ihres herrlichen beide, obwol durch zweihundert Jahre von cinander geTugendiverts 2. Aber weh! weh! solchen Eltern, welche trennt, in Folge ihrer Vertrautheit mit den Zuständen die föstlichen inschätzbaren Kleinodien den umfläthigen ihrer Zeit zi1 gleichen Beobachtungen und gleichen Folge Schweinen vorwerfen, und so vortreffliche Edelgesteine ringen geführt wurden, was gewiß erweist, daß die mit dem Sündenkoth beschmutzen und verdunkeln lassen. Hanzel dem wiener Volfšdichter nicht feindlich hätte be

Aber Abraham hatte nicht blos von der Sirelten gegiten jollen mebrigens, wenn schon der wiener HansAufopfering gesprochen, sondern auch eine mittelbare für wurst Stranitzky von Abraham à Sta. Clara gelernt möglich erklärt, und so nimmt er dann den Faden wieder hat, warum fönnten wir dies nicht auch von Anzengruber auf: Indirefte oder mittelbar opfern jene Eltern ihre annchmen.

annchmen. Wie viele Zufälle bedingen nicht die Ärbeit Kinder dem Teufel auf, welche zwar für sich selbst nicht des Dichters! auf wie lief verborgenen Wegeit ficfern ihm verfuppelii, aber die liebe Iluschuld mit sich in allerhand nicht oftmals seine Motive zi1, jo daß er häufig selbst Gesellschaften, Jausen, Schmausen, auf Spielen und Tanz- uidit mehr weiß, was sein cigeni, was nur ein Echo ist! boden führen, wo man gemeiniglich zur Tafel mit der Sauglocke läutet. Im Sommer jetzt man sich unter die Bäitme ind in den Schatten); es kommt der Vater, es fommt des Vaters Schwager, es fomit der Mutter Schwester, es fommt die Frau Gevatterin, es fommt ein oder anderer Schmaroßer aus Schmäcksbräil n., da jeben fich die Alten zusammen, fressen und saufen wacker, und

Theater. leuchten ihren Kindern statt des guten Erempels mit einem

Von angefüllten Seidelstubent vor, lasjent sodann die Kinder

Fritz mautiner. auch trinken, trink nur brav, Marianderl! sagt die Mutter, iind dit Hänscrl trinf nach Durst! Meinl, lasjet doch die Kinder trinken, es geschieht ja nicht alle Tag, der Wein Deutsches Theater: „Das goldene Bitch." Schauist gerecht, Frait Gevatterin! Salus, er wird nicht schaden,

spiel in 3 Aufzügen von Franz Schönthan ich versichers. Endlich auf so vieles Siund- und Bud:

Das sehnlichst erwartete neue Stück von Franz von trinfen, int der Wein das Sein, und da die Spiellent Schönthan ist bei seiner ersten Aufführung, um den liebunterdessen stimmen, kommt der Wein gar von dem Kopf | lichen Sinnstausdruck 311 gebrauchen, mit Baufen und Tromin die Füß, gehe! Hänsert! spricht abermal die Mutter, peten durchgefallen. Seitdem imterhält sich die Welt, in nimm die Marianderl bei der Hand, iud lanz Eines mit der man sich langweilt, d. 1). der Kreis, der sich allabendihr, schau! sie wird einmal deine Liebste werden, thit ihr lich amüsiren geht, wieder einmal möglidst ernsthaft über fein schön, mithin, tanzen die Kinder intereinander, und die Erfolgfrage. Gesprächsstoff ist ja in Fülle da. Hochweder Bub noch Mägdi íchänet sich im Geringsten auch getürint liegen bereits Mitte Oktober die Leichen da. bei Almvejenheit der Eltern cinander zit füssen, also, daß Giner nach dem ander von den erfolgreichsten Schriftman schon bei der noch unschuldigen Jugend des Teufels | stellern ist vom Bublifum abgelehnt worden, die meisten jeinen Tuinmelplatz jieht. Es verminderit fich Viele, daß auf dem janften Wege eines Scheinerfolges, Franz von man bei jetzigen Zeiten eine so schlimme Jugend, sonderbar Schönthan mit lebhaftem und ziemlich widersprochenen unter den Weibsbildern so freche Mägdlein sieht, wenn sie | Zischen. Aljo haben die anderen Schriftsteller das Publiaber die erste Grundursache cines so ausgelassenen Lebens fun im Wesentlichen gelangweilt, Schönthan hat es gewandels durchsuchen wollten, würden sie bald finden, daß ärgert. einzig und allein die üble Auferziehung der Eltern an Es ist begreiflicherweise unmöglich, die Gründe eines ihren Kindern so leichtfertige Fragen mache, ja, daß die solchen Miißerfolgos mit voller Sidherheit nachzuweisen. Töchter schon mit den ersten Kinderschuhen zugleich die Die ästhetische Stritif feniit nicht die crafte Methode der Bubenliebe anziehen.

pathologischen Anatomie; und auch diese steht ja den Auch in Verse gefaßt hat Abraham nach einem sinna | Leichen" ini (Grunde ratlos gegenüber. Sic fann jagen: reichen Hoeten feine Justruktion:

dieses und dicjes (Gewächs, dicjer und dieser Schwind ihr Eltern! die ihr wollt eller sind in zarter Jugend führt erfahrungsgemäß vom Lebeit zu Tode. Das víarum Sorgfältig auferzieh'n zur Andacht, Furdt und Tigend; ist auch für den gefeiertesten pathologischen Pliatomen oft Stommt, nehmet hout von mir die kurze Negel an:

ein Rätsel. Man fann sich vorstellen, wie unsicher da erst Thut cure Kinder bieg'ni, jo lang man's biegen kann. Nedt, führt und thut, doch redt allein von jolchen Tingen,

dic Alesthetik ist, die nach zweitausendjährigem Dasein noch Was zarte lInschuld fann zu deutschen Sitten bringen.

nicht weiß, wie der gejimde Körper des Kunstwerks auss Führt und leitet sie an solchen Ort zu geh'n,

zuschen habe. Ju solchem Streite tut die Kritik wol am Bo jie was Rühmlidies und Puferbaulichs jeh'n.

besten, sich ausnahmsweise juristisd) mit der Frage 311 bes Thut aber selbst vorher, was ihr die Jugend lehret? So wird eur Kinderzucht in Allem sein bewähret.

fasjen. Also nicht: worani ist das neue Schauspiel geDieweil cin neuer Hafen den ersten (G'ruch behält,

storben? fondern: warum haben die Leute es lolgeschlagen. lind solchen nicht verliert, bis er zu Trümmern jälli!

Erstens: Quis Bosheit im ihrer getäuschten Hoffnungen 1) Man vergleiche nun auch noch Anzengrubero Voltsstic

willent. ' Franz von Schönthan hat sich beim besten Publis „Alte Wiener“.

fum cinen sehr geachteien Namen als Schwanfdichter er:

worben. Wenn sein Name auf dem Zettel stand, so und der Einfluß dieser Menschen ist mit starfer Karrifatur rüsteten sich die Theaterbesucher auf große Heiterfeit. Da sehr wirkjam gezeichnet Das nahmen die eben erwähnten siben sich aus ihren teuer bezahlten Plätzen, und Zuhörer persönlich übel. glauben etwas recht Leichtes bestellt 311 habent, vol „Das guldne Buch“ ist drittens litterarisch ziemlich au vent. Ilnd brächte der stellner in das jaftigste wertlös, und darf sich darum meines Erachtens über sein Beefsteak, sie würden ihn anschreien und auf ihrer

und auf ihrer , hartes Schicfjal nicht allzu sehr beklagen. Ohne die beiden idealen Forderung bestehen.

Schönthan crsten Gründe hätte das Schauspiel vielleicht mit ein paar stand auf dem Zettel und sie verlangen ihren Schwant. Nenderungen ebenso gut einen vollen Erfolg haben fönnen, Allerdings hieß es unter dem Titel warnend „ein Schau und hätte darum doch keine besondere Hochachtung verdient. spiel". Aber wie viel posjenhafte Schauspicle haben wir Daß Franz von Schönthan imter die Tragrdiennicht jeit zehit Jahren schon beklatscht! Schönthan dichter gegangen ist, beweist freilich ein starkes litteraiisches wird das schon machen. lind mın hebt sich der Vorhang Wollen. Ein bedeutendes litterarisches Können bei es er nicht etwa über einem Schauspiel, sondern über einer gleich zu Anfang seiner Schriftstellerlaufbahn, so lange ganz richtigen Tragödie. Der erste akt läßt darüber inan ihn mit scrri von Mujer vergleichen mußte. Schönthan noch im Iluklaren, cr erhielt darum auch noch lanten ; war immer feiner, seine Scherze mit mehr Kunst geformt, Beifall. Aber dann! Slaum hat der Graf Bretelles i seine Handlung geschmackvoller an eine Grundidee befestigt. durch das Telephon erfahren, daß sein Vater ein Sammer- . Quch sein neues Schauspiel „Das goldne Buch“ läßt hinter diener war, da geht das Trauerspiel ganz so blutig 10s, als allem theatralijchen Tanid eine beachtenswerte ja fühne Idee ob man bei Shakespeare jäße. Am Sarge des chemaligen crblicken. Ein verkommener polnischer Adliger (Herr Stadelstammerdieners jdreit die geborene (Sräfin tzfrau Niemaina | burg) fündigt die Abfassung eines goldenen Adelsbuchs an; Naabe) die Wahrheit! die Wahrheit! Sie Wahrheit! in die er will als desjen şerausgeber von Bestechungen und ErWelt hinaus, ohne Nücksicht darauf, daß sogar ein #srin3, preisungen leben. Durch solche Tätigkeit wird er Mitanwesend ist. llnd der (Graf, der in diesem jelben Aftewisser des Bretelleschen Familiengcheimnijies und fommt einen sehr langen und eben darum ingenügenden Selbst- jchließlic) 311 der lleberzeugung, das wahre ind imermordversuch macht, stirbt schließlich wieder "jehr langsam fälschie goldene Buch sei nicht das des Adels, sondern das aber glücklich auf offener Bühne an den Folgen des Hauptbrich des Banfiers. Dieser Einfall ist nicht der eines beliebten Duells. Also franz von Schönthan hat eine Dichters, aber der eines Satiriferi. lliid als scharfer Tragödie geschrieben. Ja, was bildet denn der Herr sid) Satiriker hat Schönthan sid) in der Zeichnung des Banfiers ein? Das haben wir ja garnicht bei ihm bestellt! Nun : imd des polnischen Schwindlers bewährt. Es finden sich ja, Wildenbruch ist noch mitzıınchmen, der hat gleich so : da ganz prächtige Einfälle, die im Lusispiel gerechten Jubel angefangen. Da weiß man doch), was man 311 erwarten crregt hätten, in der Tragödie aber nicht wirkteni, weil die hat. Aber Franz v. Schönthan amd zwei Leichen? Nein, Sprecher diejer Einfälle nicht lebenswahr hingestellt waren. lieber Freund, jo wollen wir dich nicht verfommen lasjen. Dieser Hole 3. V jagt alles, was wir über ihn denken Wir wollen so lange zischen, bis dit wieder Sdwänfc schreibst. sollen, nicmals aber das, was ihn zum Ziele führen würde.

Die Leute haben das Stück zweitens totgeichlagen Er ijt der Hallufe des Stücfes iind jagt, blos in uns aus Nache, weil Edönthan ihre Standeschre verlebte. 311 beluitigeii, über sich selbst unaufhörlich die Wahrheit. Heden wir doch wieder einmal often über die Zusammen. Die Wahrheitsfanatiter des Stüdes wieder reden ind jebung des viel genannten berliner Premiorenpublifums. handeln, wie sie in Wahrheit niemals reden umd handeln Bur Hälfte gehört es 311 derjenigen gesellichaftlichen Schicht, würden. Franz von Schönthan hat aus Zbien den rück. die man unter der Bezeichmmg der Geldleute zusammen- jichtsloien Wahrheitsfanatismus herausgenommen, als ob zufanien pflegt. Nebenbei bemerlt, man wird die hohe der ein Bühnenrcquisit wäre; er hat dicse hohe Tugend finanz, von der bei olchen (Gelegenheiten gewöhnlich die in cine nicht mr iimvanricheinliche, sondern auch unwahre Rede ist, nur jelten bei berliner Premièren jenen, ebenso : Fabel hineingefutet und das (Hanze in einer veralteten wenig wie die Träger alter Vamen. Es ist in Berlin in uwahren Technik ausgeführt. Moderne Kunst aber verdiejeni oversten Schichten nid)t Mode, sich imm sinnst 311 langt moderne Mittel. Wer eine sirone für elektrisches befümmert, wenn die Kunst nicht gerade persönlid license Vidit an joine (Vasröhre anschraubt, der wird nachher im würdig als Musik auftritt. Die Finanzwelt, welche richtend ginjern jibent. den Erstaufführungen beiwohnt, zählt natürlich auch ernst So fäme es denn darauf heraus, daß das Publikum hafte Millionäre und ebenso viele flinge und geichmackvolle mrecht hatte, aber der Dichter ebenfalls. Das Stück ist Menschen unter jich. Tie Marie aber, die sich 311 jeder mit Niecht verurteilt worden, aber die Richter begingen troba Kremière Cintrittskarten 311 verschaffen weiß, wird eben dem einen Tieditsirriu.

dem cinen Sieditsirrium. Die Ausführung ist jedenfalls von den Harvenus gebildet, welche sich heute un jo lieber für den Misserfolg nicht verantwortlich

) 311 machen, aud) amijiren möchten, als sie vielleicht am nächsten Commabend die Regie nicht, welche hödijtens deil melodramatischen schon das Puigeld und der Zettel nicht bezahlen fömulei. zweiten Pftjchlui; sätte streichen jollen. Das Bekenntnis. Dieser nervöie Teil des premièrenpublifums will mm. Der geborenen (Hräfin fonnte im kleinsten Streije die größte feine Tragödie sehen, alls (Siründen, er will sich von einem : Wiriig üben. Nur ihr Bruder (Graf und der Prinz Schwantdichter erst recht nicht aufregen lassen; wenn Franz ! hätten zugegen sein dürfen, wenn sie das Geheimnis entvon Schönthan aber gar Wibe über die Börje reißt, gute : hüllte, imd anstatt cili papier 311 überreichen, deutlich und Wibe nod) dazu, dann geht jeinen alten Freunden die 'flar jagte: ajer Vater war nicht (Hraf Bretelles, er war (Geduld aus, id fie zijderi, zijchen aus vollen Bacfen, ein Hammerdiener. Dann wäre vielleicht auch nicht das daß sie zum erstenmal in ihrem Leben ausjehen wie : beschämende Ereignis pajjirt, daß Frau Hedwig Niemann Hujaunenengel

. llnd die schönen Frauen dieser erzäinten mit einer gewaltigen Szene feine Wirkung erzielte. Schönthanverchrer haben nicht den Mut, ihreit böjen Ehe Frau Niemai. verdiente ein großes Kapitel in der gatten Opposition 311 machen, und 31 applaudiren; denn (eschichte der modernen Bühne. Die Zeiten ihrer ein feiner Instinft sagt ihneit , das auch die litterarische i stürmischen Erfolge als Lorle sind vorüber.

Sie war Nritif den Schönthan herintermachen wird. Sie beteiligen damals eine hinreißende Natur und ist jeßt eine reife fich also an der Vaijic.

Sünsilerin, der nichts Ebenbürtiges an die Seite zu stellen Das alles ist keine Phantasie. Der ehemalige siammer- ' ist. Id) weiß, daß Kublifum und Sirilik gegen dieses diener hat in die Familie eines Spekulanten hineingcheiratet, i (Senie kühler geworden sind, aber gerade darnın ist es viel

leicht gut, eine individitello Ueberzengung frendig aus. Die Litteratur der Gegenwart in Süd-Niederland. z1usprechen. Frau Niemann hat seit mehr als zehn Jahren

Von kein ausgesprochenes Rollenfach mehr, und das hat das Publikuın slußig gemacht; sie hat in schablonenhaften Lust

Pol de Mont (Antwerpen). spielen sich auf kleine Virtuosenstückchen verlassen müssen und dadurch auch bei denjenigen Kollegen verloren, die Im hentigen Augenblicke durchlebt die poetische Kunst ich gerne als Bewunderer der Niemann sähe. Sie hat ihre in Süd-Niederland die Sturm- und Drangzeit einer größten Erfolge im Ifflandschen Genre gehabt und ist in leicht erkennbaren llebergangsperiode. dem Lustspiel von Lindau und Lubliner nicht an ihrer Stelle Ganz unmöglich wäre es aber, hier das genalie gewesen. Man hat ihr Rollen auf ion Leib geschrieben, Datin anzugeben oder das Stunstwerf anzuführeit, mit die ihr keine menschliche Aufgabe stellten, sondern von ihr dem diese Periode ihren Anfang genommen. Diese Arbeit nur Lachen und Weinen verlangt. Da hat sie denn ver wird erst später, viel später, wenn alle Saaten, welche zweifelt gelacht und geweint und nichts weiter fun fönnen. jetzt nur erst zu keimen anfangen, Blume und Frucht gePublikum und Kritik aber warf ihr vor, sie könne nichts tragen, — wird erst dann mit der nötigen Ilnparteilichkeit weiter als lachen und reinen.

altsgeführt werden können. Im vorigen Jahre hatte sie endlich wieder eine große Es möge heute genügen zi1 erwähnen, daß in den Aufgabe zu lösen. Şu Anzengrubers „Hand und Herz“ Werken einzelner, dem abgehenden Geschlechte zuigehörenden gab sie das Weib, das fast unschuldig in Bigamie lebt. Dichter gewisse Anzeichen zii merken sind, aus denen der Ich glaube, wenn die Franzosen einen Dichter hätten, wie Kunstverständige das, was jetzt geschieht, voraussehen kann. Anzengruber einer war, und eine Künstlerin - wie Frau Denn was heute als allgemeine Regel gilt, ist auch schon Niemann würde die Hauptrolle in einem solchen Stück in früheren Jahren, wenn and) uur als hervorragende spielen, die Parijer würden einige hundert Mal das Haus Ausnahme bei einzelnen Künstlern, zu finden. füllen, und im Zuschauerraume jäßen dann auch wol jeden Ein solches Beispiel lieferte Prudens van Duise, Tag ein paar Deutsche, die daheim erzählen würdeni von dessen Liedekens, in Mittelniederländisch, so ganz ind der unvergeßlichen Leistung. Wie sprach damals die gar frei von aller Aufgeblasenheit, so elegant and melomuntere, kleine Niemann die Auflage gegen die Vor- disch, fich in jeder Hinsicht von seinen geschwollenen Oden sehung! Es war erschütternd, und „Hand und Herz“ wurde und Dithyramben unterscheiden, in welchen er sich noch vom Repertoir abgereßt.

als Sdüler Bilderdi)fs und seiner Epigonen zeigte. Die gräfliche Tochter des Kammerdieners ist eine Johan Michiel Daußenberg aber ist wol das unwahre Gestalt. Was aber Frau Niemann diesem wunderbarste Phänomen dieser vergangenen Periode 311 Weibe aus Eigenem geliehen hat, das war so groß, daß nennen; er nimmt in der niederländischen Litteratur nach man fragen muß: habt ihr denn keine Augen zu sehen 1830 eine ganz besondere Stelle ein. Wenn man bedenft, und feine Ohren zu hören? Nicht alles an Frau Niemann daß sein ersieš Bändchen Gedichte 1852 erschien und ist geklärte Nunst, noch ist ungeformte Natur in ihr. Stücke enthielt, die schon 1844, 46 und 19 geichrieben Aber was für eine Natur. Dieje Stimme, welche aus waren, dann wird man voll höchster Achtung vor dem den Organen aller Mitspieler heraustönt wie Joachims Manne erfüllt, der von seinein ersten Auftreten an jich Geige aus dem linijono eines Stonzerts, dieses Lächeli, als einen Feind aller falschen Empfindung und Pufdas über ihr (Sesicht fliegt im Glücf mid dann wieder geblasenheit gezeigt hat. anders im Schmerz, diese Gesteit, mit denen sie ja oder Nicht einer von allen, die nach ihm fament, ist von nein jagt, wo der Autor ihr oft papierne Worte in den seinem direkten oder indirekten Einflui; frei geblieberi, imd Mund gelegt hat: das ist heute noch so unwergleichlid) mehr noch als im Qersbau in Stoff und Stil. schön, wie vor zwanzig Jahren. „Sind Sie glücklich?" Schade nur, daß es ihm an drei Eigenschaften fragt man sie. Frau Niemann zucft nur mit den Achseln mangelte, die ihm durchaus notwendig gewesen wären, ind hebt die Arme leicht empor; dabei huscht es wie die um mit seinen ästhetischen Ideen unter den Zeitgenossen leibhaftige Himmelsjelig feit über ihr Sesicht, sie wendet durchzudringen: an dem lyrischen Enthusiasms, den den Kopf ab und fährt mit dem rechten Finger nach den Ledeganof hatte, an der Vielseitigkeit, welche van Duitse Alugen. Doch bis zii einer Tränie ist es nicht gekommen. vejas, und vor allem an der Volkstümlichkeit, die van Sie läßt die Hand wieder jinfen, wendet den Nopf den Beers fo frajivoll auszudrücken wußte andern wieder 311 und plaudert weiter. Babt ihr denn So geschah es, das bis vor wenigen Jahren Tanz C11feine Augen zu sehen?

berg fast innbefamt geblieben war illd sich alle neut aufDer bestridende Wollaut der Stimme, der Liebreiz fommenden Talente um das obengenannte Trio íchaarten. des Miienenspiels ist derselbe geblieben, troßdem Frau In der letzten Zeit hat jedoch eine erfreulide, eine Nieman heute nicht mehr Backfische spielt, sondern Frauen wichtige Ilmkehr stattgefunden, die niene Richtung in der von mehreren Männern und Mütter von vielen Kindern. füd-niederländischen Litteratur ist für jedermann wahrziiHinzugefommen aber ist eine Veherrschung der theatralischen nehmen. Iluseré Romanlitteratur, die bis vor furzem so stunstmittel, die ihresgleichen sucht. Niemand kann mchr didaktisc), ja selbst utilitaristisch war, schlägt einen entbei der Sache sein als sie; ohne jemals vordringlich 311 gegengesetzten Weg cin. werden, spielt sie im Geisie ihrer Rolle immer mit, virtivos, Bisher wählien die meisten unserer Romanziers die meinetwegen, aber bedieiden. Man wirft ihr oft vor, dass Vaterlandsliebe als Motiv und oft als Stoff ihrer Werfe; sie sich nicht vollständig in die Gestalten verwandelt, die unter den vielen Gedichten über nationale oder historische sie darzustellen hat, daß sie jedesmal von ihrem cigenen Stoffe sind faum zwei, van Beers' Maerlant und Leder Temperament hinzitut. Mein Gott, sie fann doch nichts gaucks Drie Zustersteden, mehr als mittelmäßig. Dazu dafür, daß sie gewöhnlich reicher ist als ihre Autoren, gesellen sich noch Vinylstekes vortreffliche, doch mehr zit größer als ihre Rolleni.

der philosophischen Hoesie gchörendent Me ymeringen.

Schade, daß während dieser sechszig Jahre langen

Periode kaum ein einziger unserer Dichier die Form (108

wol den Stil im allgemeinen als auch Den Bersbau) voll, kommen beherrschte. llnd wer sollte ihr damit bekannt gemacht haben? War nicht das alte Instrument, die

Form, durch lange Verwahrlosung hart und widerspenstig | (Ausgabe 1886, und im 13. Bande (Ausgabe 1891) seiner gegeworden?

sammelten Werfe erschienen sind, unentgeltlich herauszugeben reip. Heute ist das alte, zerbrochene Instrument durch drei

aufzuführen. Diese Erklärung erstreďt sich auch auf alle seine in

Rusland noch nicht herausgegebenen Werfc, sowie auf alle diejenigen, Geschlechter von oft sehr fähigen Litteraten genügjam ausa welche er in Zukunft herausgeben wird. gebessert worden und hat auch ein paar nelie Saitei crhalten. Darum glauben wir, ist die Kritif beredytigt, an

In A. Hartlebens Verlag in Wien erscheint in Kürze ein neuer die weitere Entwicklung der Litteratur in Flandern, sowie

Band von P. St. Roseggers „Hoch vom Dachstein. Geschichten

und Schildereien aus Steiermarf.“ das in Nord-Niederland geschieht, andere und höhere Forderungen zu stellen.

Am 17. Oktober wurde in Meißen das Denkmal Böttgers, des Erfinders des Porzellans enthüllt, welches ihm die Stadt Meißen und die Porzellanmanufaktur gewidmet hat. Das Werf, eine Broncebüste, die auf cinem reichverzierten Gránitsockel ruht, ist die Arbeit des Professor Andresen.

Im Verlag von F. 2. Brodhaus in Leipzig werden in furzer Zeit nachgelassene Gedichte von Ferdinand Gregorovius, dic

Graf friedrich von Edađ herausgiebt, cricheinen. Der Inhalt des Litterarische Chronit.

Buches ist: 1. (Gedichte aus štalien. 2. Corsische Wanderung 1852. 3. Wanderlieder und anderes. in demjelben Verlage wird Schlie: manns Selbstbiographic von Sophie von Schliemann heraus:

gegeben. Das Lstendtheater hat ein cinaftiges realistisches Drama „Tie K ache“ von G. Gerhard zur Ausführung angenommen.

Die königliche (emäldegallerie zu Dresden hat ein um 1760

entstandenes Porträt von der Hand des ausgezeichneten englischen Für Vödlins humoristisches Gemälde „Susanna im Bade“ Malers Sir Joshua Neynold, dessen Gemälde in Deutschland wurde den Münstler jüngst ein Gebot von 10 500 Mart gemacht. äußerst selten sind, durch Kauf erworben. Da der Preis des Bildes indcijen 12 000 Mark beträgt, so wurde der Sauf nicht zum Abschluß gebracht.

Im Alter von 33 Jahren ist in London der Schauspieler und

Dramatiker Marc Quinton, ein geborener jre, dessen eigentlicher Von Georg Ebers erscheint im nädysten Monat in der deutschen Name Seogh lautet, gestorben. Er hat die Dramen ,Jn his Power“, Verlagsanstalt in Stuttgart ein großer zweibändiger Roman, die Handfast“ und Under a Mask“ geidhrieben und soll ein viertes Frucht zweijähriger Arbeit, Per aspera (Auf ficinigen Wegent). Schauspiel hinterlassen haben. Das Werf spielt zu Alejandria im dritten išahrhundert unserer Zeitrechnung.

Die romanische Bibliothef des verstorbenen leipziger Profcisors

veinrich Körting ist in den Besitz des rochausschen Antiquariats Profcfior von Lenbad), der Virchow zu deijen siebzigiten

in Leipzig, die kunstgeschichtliche Büchersammlung des Professors (Geburtstage gemalt, hat jetzt auch zu demjenigen Fordenbeds zwei Gemälde des "Berliner Oberbürgermeisters geichjaisen.

Anton Springer in den Besiv der Buchhandlung Jojef Bär 11. Co.

in frantiurt am Main übergegangen. Das fünfattige moderne Schauspiel von Hans von Neinfels Tas neue Stück des englischen Dramatikers Henry Arthur „Die Sitte ist vom Lstendtheater zur Aurührung angenommen jones ,The Crusaders“ ivird am 31. Oktober am Avenue worden.

Theatre in London zur criten Auñührung kommen. Das Quitipiel,

welches das moderne londoner Leben wideripiegelt, hat zum größten Oberstlieutenant a. T. N. von Egidi, der Versaijer der Teil cin satirisches Gepräge. Es handelt von Heisimismus und „Ernsten Bedanken“ hat joeben eine neue Broschüre „Ernstes

philantropischen ideen und geiselt das allzii auidringliche Streben, Wollen“ vollendet.

andere Meniden eben so gut wie man selbit ist, zu machen. Auch

Hineros lang crwartetes neues Stück, „The times“, welches an Richard Bop hat joeben ein Trama „Tie pastorin“ voll. Terri's Theater auigeführt werden soll, hat einen jatirischen (rund, endet, das er beim Wiener Hofburgtheater zur Ruführung cin 3119, indeijen wird der Autor diesmal nici wie im „The Profligate“ gereicht hat.

schwere Mißstände der Zeit aufdecken, sondern mehr durc) fomische

Gemälde des Lebens cinc llnterhaltung gewähren. Ernst von Wildenbruchs „Baubenlerche" ist ins lligariidie und Czechiiche überjeßt worden. Das Schauipiel joll demnachit in Bon Werten hervorragender iranzösischer Schriftjteller Beit, Prag, klauienburg und anderen größeren Städten aufgeführt

werden demnädist crscheinen: werden.

Bei A. Lemerre: Terre promise von Paul Vourget; La cure

de misére von François Coppée und l'automme d'une femme Turch (Beichenk eines Quitireundes iit Fritz von Ihdes

von Marcel Krivoit Bei Kaul Cllendori: L'angelus von Bui de (Bemälde Chriitus und die jünger von Emmano" der Maupaijant.cin Roman über den sirieg von 1870 ; Belle madame Gemäldegallerie des Städelschen institutes in Frantiurt cinverleibt von Wlbert Telpit und Semroc! et Compagnie, ein großer Homan worden.

über die Jagd von (Scorges Chnet, von weldien zuver audi cin

Band Novelleu crscheincit werden. Bei Victor Havard: Les Ter berühmte Schauspieler Coquclin, der Charatterdariteller Promesses von jules Casc; Ma Douce von (Bustave Toudouze und der Comédie française wird nach Deutschland kommen und zwar Vand III und l'i der Memoiren des Baron Bauszmann. nach Hamburg, wo er im Siarl Schulze - Theater unter anderen in Sardous in Paris verbotenem Stück Thermidor“ auftreten wird. Cine Anzahl franzöjijder Architeften und Altertumsforscher ist

mit der Ausgrabung der Waläste des Königs Kröfits in Das am 17. Oktober im müncherer (Gärtnertheater aufgeführte

Cardes beauitragt worden. ländliche (Gemälde „'s Lijerl von Schliersee oder die Brautichau“, das Hans Neuert nach einer Erzählung germann von Schmids für die Bühne eingerichtet und Franz Voith mit Musik ausgestattet hat, ist litterarisch unbedeutend, giebt aber den dortigen Schauspielern (Gelegenheit, ihre sunit 311 zeigen.

im Nationaltheater in Christiania hat „Tie Ehre“ cinen großen Erfolg crrungen und damit cinen dauernden im Repertoir dieses Theaters erworben Nad diesem Erfolge des

Litterarische Neuigkeiten. Sudermannschen Dramas plaidiren die liberalen Blätter dafür, daß nun auch Ibsens (Bespenster, die bisher vom Nationaltheater aus, geschlosjen worden sind, an demjelben zur Ausführung gelangen.

P. Bourget, Physiologie de l'amour moderne. Paris, (Wraf Leo Tolstoj veröffentlicht in der Nowoje Wremja die Lemerre 1891. Erklärung, er stelle es allen, die es wünschen, frei, in Rusland und Bourget ist cine seltsame Misdung von Dichter und Sclelrtem im Auslande, in russischer Sprache und in liebericpungen alle die Seine Romane leiden alle an dem fehler, daß das wissenschaftlich jenigen Werke, die von 1881 an gejdhrieben und im" 12. Bande Material, die zergliedernde Physiologic von Empfindungen und gand

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