Billeder på siden
PDF
ePub

Da siehst du, was die bid'gen Bücher schaden,
Ein wahrer Dichter wirft fich so nicht weg;
Verlangest Lindau du in Bücherladen:
Er fostet mehr, jedoch erfüllt den Zweck.
Doch ach! der Ibsen schreibt das Herz uns wund
Und schildert, wie wir völlig auf dem Hund!
Zumal wir Weiber! Ja, ich wußt es nie,
Doch jeßo leid' ich schwer an Noralgic.
Seitdem ich trank der Wahrheit bittre Laugen,
Seh' dich und mich ich an mit andern Augen
Und find' besonders dich – verzeih' mir Clemens,
Entseßlich demens!

Clemens.
Mein Herzensschap, du sprichst mir aus dem Busen,
Auch ich kann dich schon längst nicht mehr verknusen!
Ilnd wenn ich dich verschmäh', du edle Perle,
Ich dank es Tolstoj, dicsem schlauen Serle.

Mathilde.
Vielleicht, daß ich mich bald von dir muß treinent,
Ilm dir, sei’s mit, sei's ohne, durchzubrennen;
Ilm 11 Uhr 20 geht ein Zug nach Bremen!

Clemens (für jich).
Na ja, mein Bech! dert wollt ich selber nehmen,
Um meiner teiren Gattin durchzugehen!
Das gäb' ein nettes Bahnsteigwiedersehen!

(laut:)
Mein liebes Kind! das geht nicht! Sei nicht böje!
veut' trijft ja ein die neue (Gouverneuje!
Richt' jie erst ein! Schen nicht die kleine Mühe,
Daniit sie weiß, wie sie das Nind verziche !

(Maler Holle ericcini.)

Mathilde.
Da ist Herr Wolle! Guten Tag, Freund Holle!

Clemens (für sid)'.
Der dumme Mensch mit der verrückten Tolle!
Man fennt ihn ganz genau aus vielen Dramen,
Der gleiche Pinsel stets mit andern Namen !

(laut:) Schon wieder fort?

Holle.

Frau Dora ließ mich rufen Im ersten Stoot; id) jinte schnell paar Stufen!

ab.)

Mathilde Wie wird mir denn? Wenns ivahr ist, was id) vorahn' (Rechtsanwalt Editädt fommt, indem er pfeift: „Na da woll'n wir

nod) cinmal 2c.")
Erzählen Sie geschwind mir was von Dora'nı!

Editüdt.
Ihr Herrn umd Damen, heut' noch häufig
Hör'n Sie mich reden höchst geläufig,
Im zweiten Akt besonders gut,
Wo man zu Thee iind Sentänzchen mich lud.
Da vernicht' ich mit Worten die ganze Moderne,
Tolstoj, Dostojevsty), Jbjen, Björnstjerne,
Da zermalme ich förmlich zivijchen den Zähnen
Die schnup'gen franzojen, die trostlosen Dänen,
lind alles flatscht Beifall meinem Sermon:
„Sott! Was für cin wipiges Feuilleton !"
Meine Verchrten! Und was un Frau Dora
Betrifft, so denken Sie gleich da an ,,Nora";
Der Dichter macht' ihr ein D für ein Ichen
Und sie selbst macht ein X vor ein U ihrem Männchen.
79 crichien die ,, Nora" von Jbjen,
Doch las sie Frau Dora oor länger als 17
Jährlein schon – was leicht sich erklärte,
Wenn seinem Intimus Lindau gewährte
Schon Jahre vorher der gefällige Jósen
Den Einblick in seine Manuskribjen.
Und diese Lektüre betörte sie so,
Daß sie den guten Gattenfloh
Ilnd selbst ein kleines — ift es zu fassen?
Von knapp drei Jahren im Stich gelassen!

Meine Damen und Herrn! Schuld hat hier nur
Die nordische Afterlitteratur!
Später nahm Dora den alten Aleris,
Der ja ein ganz abnormes Gewächs is,
Denn als Bantier hat er gar nicht Acht,
Daß der Maler bei ihm eine Anleihe macht!
Ach, dieser Maler!

(Mit bedeutendem Seitenblick auf Mathilde.)

Gleich langt er sich zwei!
Das kommt von der Freilichtmalerei!
Verehrte.
(Die Sonne beginnt durch: Fenster zu scheinen.)

Clemens

Das Wetter hat sich gebessert! Wie mirs nach dem Klub im Munde wässert! !

Mathilde.
Ganz froh wird, was eben melancholisch!
Ha, mertste? Paul Lindau wird symbolisch.
Žum Volt durch den Maschinisten spricht er –
So offenbart sich der echte Dichter.

Sabine, die „Sonne“, geht auf.)
Da tritt fie ein!
Ecstädt (der bis dahin „Freut euch des Lebens" getrillert hat).

Hier, Fräulein Sabine!
Zum bösen Spiele die beste Miene,
Erzieherin ist dieje liebe Sonne",
Und hieße besser drum: Sabonne!
Jm llebrigen jag' ich gleich es vorher,
Oft sah ichs und stets gefiel cs sehr:
Id ivill jo tun, als liebt ich sie garnicht,
Und sie desgleichen, wenns sicher auch wahr nicht,
Biš plößlich

doch erst im dritten álft
Sie mich befinunt, was immer pacft.
(Alle ab, außer Mathilde, Maler Solle.)

Hollc.
Pardon, ich komme noch mal vor der Pause,
Nur um, verchrte Frau vom Hause,
Aus ihrem inverstand 'nen verzen
Der Battenliebe Necht zu merzeit.
Wol weiß ich, daß sie längst sich mir scheutten....

Marietta (tommt, ucuc (Gebote lernend, durd: ; immer).
Begehre nicht der Mitdichter Pointen,
Strect' aus die Wand nicht nach des Wächsten Wiben ....

(ab.)

Bolle (fiir jich). : Das brave Sind! Ich ipollt' mich grad erhiben!

[ocr errors]

:

[ocr errors]

II. Akt.
(Kürzer, aber doch audi redit interejiant.)

Salon der Frau Tora Aleris.
Eggstädt (nachdem er gejungen hat: „Ingeheure Geiterfeit 20.")
Meine Herr'ı und Damen! Wie jeder sieht,
Will ich jept reden. Was sonst geschicht
Att II, ist muur Bimborium
Um meinen schönen Speech herum.
3. B. wird verr Holle wagen,

In allen Fächern der Liebe beschlageit,
Auch auf den Fächer der schönen Mathilde

Zu schreiben, was er mit ihr führet im Schilde i Frau Dora wird deshalb cifersüchtig

Die keusche Sabine begeifern tüd)tig
Ilnd an der reinen Sonne entdecken
„Frauendorfer"iche Linien und garstige Flecken
Sie wird .... doch will ich hier abbrechen,
Um auf mein Thema fommen zu sprechen!
Silentium! Wer gähnt, geh' raus,
Ich schütt' mir Paul Lindaus Herz jeßt aus!

Verehrte! Von heute die Litteraten Sind leider Bottes schlecht geraten, Sind triste Freudenräuber nur:

Nein, gaudeamus igitur !

Ne d d a.

Von

G. Verga. Aus dem Italienischen übersetzt von C. Meyer.

Ist denn das Leben wirklich so mißlich?
Ruft: „Einfach Sekt!" dann liebt ihrs gewißlich
Und findet voll Friedert die Natur:

Ja, gaudeamus igitur!
Trinkt, füßt und lacht! Ilmnebelt - von Wonne,
Seht ohne Nebel ihr Dzwalds Sonine,
Seht goldig sie glühen ob Wald und Flur:

Ja, gaudeamus igitur!
„Der Kampf ums Dasein, der Zeiten Strenge“
So schrei'n sie – wollen auch ernste Gesänge“
Wer nicht wil, sieht davon feine Spur:

Nein, gaudeamus igitur!
Wenn die Lappen ihre Dochte nicht schmieren,
Deshalb können wir uns doch illuminiren!
Verehrte, so schwören wir den Schwur:

Stets gaudeamus igitur!
Wir haben doch auch noch deutsche Autoren!
(Brausende Zuberufe unterbrechen ihn.)

Fast alle. Hoch Lindau!

Bravo!

Welch Schmaus für die Dhren! (Er geht mit stolzerhobenen Haupte zum Buffet.) (Es ereignen sich verschiedene schon angedeutete Ereignisse, dann:)

Dura.
„Sabine"? Welch' Name! Mir wird so wirre!
Ich war, wenn ich mich ganz nicht irre,
Vermählt schon mal vor langen Jahren
Ilnd ließ den Gatten plöblich fahren.
Ja, jetzt erinnere ich mich gang genau;
Ich war auch Mutter, nicht nur Fraui,
Ich schenkte einen Mind das Leben
Ünd hab' ihn den Namcit ,Sabine" gegebent.
O, ich verruchte Rabenmama,
Die ich es achtzehn Jahr nicht jah
Und jeßt es hier als Gouvernant
Und als Todfeindin wiederfand!
Wenn nicht zii ärmlich würde die Handlung,
Fühlt' ich schon jetzt zum Guten die Wandling!
Doch Gott weiß, daß feine Schuld mich trifft:
Das ist mir Juicus ,, Nora" (Wift,
Und jetzt soll nich Herr Lindau führen
Im Reich der frommen Tugend spazieren!

Es regnete und der Wind heutlte. Die zwanzig bis dreißig Frauen, die für die Fattorei in Pino, am Fuße des Aetna, die Olivenernte einsammelten, ließen ihre durchnäßten Nleider an Feiter trocknen. Die muntersten unter ihnen, das heißt die jenigen, denen gerade ein paar Soldi in der Tasche klapperten, oder die einen Liebhaber besaßen, fangen dabei. Die andern ichwagten über die schlechte Ernte, über die Heiraten in Dorfe oder über den Regen, der ihnen das Brot vom Munde nahnı. Die alte Aufseherin war in ihr Spinnrad vertieft, damit die Lampe am Rauchfang doch nicht ganz umsonst brenne, während der große Wolfshund dicht am Feuer, die magere Schnauze auf die Pfoten gestüßt, bei jedem Windstoße die Ohren spizte. Ats es Zeit war, die Abendsuppe zu kochen, kan der Schäfer und fing an ein paar bekannte Melodien zu singen, wodurch die Füße in Iluruhe gerieten, und die Mädchen begannen auf dem lojen Pflaster der großen, räucherigen Küche herumzuhüpfen. Der Hund brunimite dazu, aus Furcht, man fönne ihm auf den Schwanz treten. Die Funken sprangen knisternd umher, und selbst die Vohven im Sessel fingen an zu tanzen, daß das Wasser übersprudelte und die Flamme aufzischen lici. Alls die Mädchen müde waren, kam der Gesang an die Reihe:

,,Nedda! Nedda! Varannejerin!" riefen einige. „Wo hat sich die Varancserin verstedt?"

„Hier bin ich,“ antwortete eine trockene Stimme aus der dunfelsten Ecke, wo ein Mädchen sich auf ein Reisigbündel hina gekaniert hatte.

Was machit du denn da?"
,, Nidt3?"
, Warun wolltest du nicht tanzen?"
Weil ich müde bin.“
„Singe uns eins von deinen schönen Lieder! vor.“
„Nein, ich will nicht.“
Was ist dir denn?"
„Nichts."

,,Ach, ihre Mutter liegt im Sterben," antwortete eine ihrer Gefährten in einem Tone, als ob sie bermerkt hätte, das sic Zahnweh habe.

Das Mädchen, das solange mit dem Ninn auf die Anice gestützt saß, hob bei den letzten Worten den Kopf und richtete auf die Sprecherin ein Paar schwarze, glänzende, aber starre und fast ausdruckstoje Alugen, die sie aber sogleich, ohne auch nur den Mund zu öffnen, wieder senkte und fortfuhr ihre nackten Füße zu betrachten.

zivei oder drei der Mädchen wanten sich jept zu ihr, während die andern zusamntentraten, um zu schwarzen wie Elstern, die sich über eine schöne Veute freuen, und nun begann ein förmliches Verhör:

„Warum bist du denn nicht bei deiner Mutter geblieben ?"
Ich mußte Arbeit suchen.“
„Von wo bist du denn?"
Aus Viagrande, aber jegt wohne ich in Ravanusa."

Eine der Klügeren, die Tochter der Aufseherin, dieselbe, welche zu Dstern den dritten Sohn von Melster Jacobo heiraten sollte und ein schönes goldenes Kreuz um den Hals trug, mcinte achselzuckend:

Nun, das ist wenigstens nicht weit; wenn alles vorüber ist, wird man dir schon die Trauernachricht zulommen lassen.

Nedda warf ihr einen Blick z11, ähnlich dem, welchen der vor dem Feuer kauernde Hund auf die Holzschuhe richtete, dic seinen Schwanz bedrohten.

„Nein, Dnkel (Giovanni würde mich geholt haben!“ rief fie, wie um sich selbst zu beruhigen.

Wer ist Onkel Gtovanni?"

„Onkel Giovanni aus Ravanusa; er wird von allen so genannt."

„Du solltest dir steber von Onkel Giovanni Geld leihen, statt deine Mutter zu verlassen,“ sagte eine andere.

,,Ontel Giovannt ist nicht reich, außerdem sind wir ihm schon zehn Lire schuldig, und dann der Doktor und die Medizin und das tägliche Brot? Ja, es ist alles bald gesagt,“ fügte

III. Akt.
(Noch fürzer, aber wiederum sehr intereijant.)

Im Garten.

Mathilde.
Ich kann es nicht gut von mir geben,
Doch schwör' ichs bei Mariettas Leben,
Daß ich durch diese Sonnenmaid
Gewendet wie ein altes Kleid!
Die alte ,, Nora" in mir fühlet Keu',
Komm', füsie mich, mein Clemens treu!
(Marietta und Sabine ipiclen im Sintergrunde die Mreuzpolta.)

Clemens.
teure, heißgeliebte Thilde!
Auch mir zu Mute wird ganz milde!
Was fümmern mich alle Kreutterfonaten,
Wo die Freuzerpolkas so gut geraten!
Die Sache stand bei mir schon brenzlich),
Doch hat mich Sabine verändert gänzlich!
Das ließe sich psychologisch begründen,
Doch dent' ich auch ohnedem Glauben zu finden,
lind' da sich alles aufs Beste erledigt,
So hätten wir uns wvol auskomödigt.

36

Nedda kopfschüttelnd hinzu, und zum ersten Mal fonnte man Die Furcht habe ich nicht,“ sagte Nedda mit traurigem einen klagenden Tun in dieser rauhen, beinahe groben Stimme Lächeln. hören. Aber wenn man dann die Sonne untergehen sicht „Warum nicht? und daran denkt, daß weder Brot im Schrank, noch Del in der

Weil ich kein Brot habe. Das Stückchen, das noch da Lampe, noch Arbeit für den anderen Tag ist, das ist eine gar

war, habe ich meiner Mutter gelassen mit den letzten Quattrint." traurige Sache, besonders wenn man eine arme krante Alte im Bette hat!"

„Ilnd dann hast du den ganzen Tag nichts als die paar

Löffel Suppe?" und sie schüttelte noch immer den Kopf, nachdem sie aus „D, daran bin ich gewöhnt," antwortete Nedda einfach. gercket, ohne sich weiter uit jerntand zu füimmerit, wobei ihre „Das verwünschte Better! Es bringt uns um das ganze trockenen, starren Augen, ohne daß sie es selbst wußte, einen so Tagelohn!" schalt eine andere. tiefen Schmerz verrieten, wie ihn lligent, die täglid) Ströme Da, iß mit aus meiner Schüssel!“ von Tränen vergießen, nicht auszudenken vermögen.

Ich habe keinen õunger mehr," sagte die Varannejerin „Enre Schüsseln, Mädchen!“ rief die Aufscherin, welche unfreundlich, statt zu danten. mit triumphirender Micne jeßt den Deckel vom Stessel nahm,

So, dit lästerst den Regen des lieben Gottes, ißt dit viel: und alle drängten sich um den Herd, ivo die Alte mit der

leicht kein Brot?“ wante sich jeßt die Aufseherin zu dem Mädgrößten Genautgkeit eine Nelle voll Bohnenjuppe nach der andern

chen, welches auf das schlechte Wetter' gescholten hatte. „Weißt du verteilte. Nedba wartete bis zuletzt mit ihrem Schüsselchen

denn nicht, daß Herbstregen ein gutes Jahr bedeutet?" unter dem Arm. Endlich wurde auch für sie Platz, und die

Ein allgemeines Murmeln schien diese Worte zu billigen. Flamme, sie jetzt voll beleuchtend, zeigt uns ein branncs, dürftig

„Ja, aber inzwischen sind es drei halbe Tage, die cuer gekleidetes Mädchen mit jener furchtsamen und doch tropigen

Mann vom Wochenlohn abzieht!" Haltung, wie Elend und Einsamteit sie erzeugen. Vielleicht

Abermals Beifallsgemurmel. wäre jie' schön gewesen, wenn nicht Not und andauernde ichwere daß wir jie dir bezahlen sollten?" "antwortete die Aite trium

„Hast du vielleicht diese drei halben Tage über gearbeitet, Arbeit alles Weibliche, ja beinahe das Menschliche in ihrer Erscheinung entstelt und verwischt hätten. Dichtes, schwarzes

phirend.

,,Das ist wahr! Da hat sic Necht!" meinten die andern Haar hing, ihr imordentlich um den Slopf, faum von einer Schnur zusammengehalten. Ihre Zähne waren so weiß wie

mit jenem instinktiven Gerechtigkeitsgefühl, das der Menge eigen Elfenbein; ein gewisses plumpes Lächeln gab ihrem Gesicht ist, auch wenn es dem einzelnen Abbruch tut. etwas ungemein Rührendes und Anziehendes. Sie hatte große,

Jeit sing die Aufseherin an den Rosenkranz zu beten, dann schwarze Âugen, die in einem bläulichen Spiegel zu schwimmen folgte das eintönige Bemurmel der Ave, nur ab und zu von

Bähnen unterbrochen. schienen und um die eine Königin dies arme, auf die unterste

Als nach den Nilagelicdern die Bebete Stufe der menschlichen (Gesellschaft herabgedrückte Mädchen hätte für die Lebenden und Toten kamen, füllten sich die Augen der beneiden tönnen, wenn nicht über denjelben beständig ein von

armen Nedda mit Tränen, und sie vergaß das Amen. Furchtsamkeit und Elend hervorgerufener Schatten gelegen hätte,

„Was ist das für cine Art und Weise, nicht Amen zu und sie nicht durch eine stete Resignation verdumint erschienen sagen?", fragte die Alte streng. wären. Ihre Glieder waren durch das Tragen von 31

„Ach, ich dachte an meine arme Mutter, von der ich so schweren Lasten oder durch andere übergroße Anstrengung plump

weit fort bin," stotterte Nedda furchtjam. und gebeugt, ohne dabei fräftig zu sein. Wenn sie nicht Steine

Nun nahm die Aufseherin die Lampe, sagte gute Nacht aufs Feld trug, die dort gebraucht wurden, jo verrichtete sie

und ging fort. Die Mädchen fingen an, in der Küche oder oft die Arbeit eines Maurergehülfen, oder sie schleppte um Lohn

neben dem Herde ihre Lagerstätten aufzuschlagen, und das im schwere Bürden nach der Stadt, wenn sie sich nicht folchen Erlöschen begriffene Feuer warf seinen flackernden Schein auf

dic verschiedenen Gruppen der Schlafenden. schweren Arbeiten unterzog, wie man sie in jenem Lande als inter der Würde des Mannes stehend betrachtet. Weinlese,

Es war eine gute Faktorei, und der Besiper sparte weder Ernte, Dlivensammeln waren troç der damit vertnüpften Mühe

die Bohnen zur Suppe, noch Holz für den Herd, noch Stroh für sie Festtage, Freudentage und angenehner Zeitvertreit.

zu den Schlafstätten, wie so viele andere os täten. Die Frauen Freilich brachten sie auch kaum die Hälfte von dem, was sie

schliefen in der Nüche und die Männer auf dem Heuboden. als Handlanger an einem langen Sommertage verdienen tonnte,

Wenn aber der Herr geizig ist, oder die Fabrik klein, so müssen nämlich ganze dreizehn Soldi! Die Lumpen, die das Mädchen

alle, so gut că geht, im Stall oder sonst wo auf dem bischen statt eines siteides trug, ließen das, was weibliche Schönheit Stroh zujammenliegen, die Sinder dicht an die Eltern geschmiegt, hätte sein sollen, grotest erscheinen, und selbst dic lebhafteste

und wenn der Vater so reich ist, daß er eine Decke besikt, jo Phantasie wäre nicht im Stande gewojen, sich vorzustellen, daß

friecht die ganze Familie darunter. Hat er keine, jo muß jeder diese Hände, die bald Heises, bald Saltea, bald Sauhes und

sehen, wie er sich erwürnien kann; einer steckt die Füße in die Bartes anfassen mußten, daß dieje Füße, die daran gewöhnt heiße Asche, ein anderer deckt sich mit einem Arm vou Stroh waren, nackt sowol im Schnee, wie auf den von der Sonnen

311 oder rückt so dicht wie möglich an seinen Nachbar heran. hike durchglüliten klippelt, auf Dornen aus Steinen zu gehent,

Wenn man den ganzen Tag schwer gearbeitet hat und weiß, daß daß diese bätten schön sein tönnen. Niemand hätte das Alter

morgen ein ebenju anstrengender Tag folgt, jo übt der Schlaf, dieser menschlichen Nreatur zu bestimmen geivust. Tie Not

wie ein milder Despot, seine Gewalt über alle aus. hatte sie von Nindheit an mit all jenem lend gezeichnet, das

Noch vor Tagesanbruch waren einige Frühaufsteherinnen den Körper, wie den Verstand und die Scele verhärtet und

hinausgegangen, um nach dem Wetter zu sehen, aber die Tür entstelt – 10 war ihre Mutter und ihre Großmutter gewesen,

fnarrte jeden Augenblick in den Angeln, und große Regentropfen und so würde auch dereinst ihre Tochter sein.

drangen mit ciskaltem Wind bis zil den noch Schlafenden und Jetzt reichte Nedda ihre Schüssel hin, und die Aufseherin

ließen sie fast erstarren. Beim ersten Morgengranen erschien

der Aufseher, uni die Tür zu öffnen und die Fanlen zu wecken, goß ihr den Fest der Suppe ein, aber viel war es nicht, und als wollte sie jie deswegen entschädigen, fügte die alte barsch

denn es wäre Unrecht, den Herrn auch nur um eine Minute hinzit:

des zchnstündigen Tagewerkes zu bringen, für das er ein schönes

Stück Geld zahlt, mitumter jogar noch drei Carlini ertra außer „Warum wartest di antch immer bis zulet! Dit weißt der Suppe. doch, daß du dann nur befonimst, was gerade übrig bleibt."

Es regnet! Das verhafte Wort tönte übellaunig, von Das armie Mädchen jenkte die Augen auf die schwarze jedem Munde. Nedda stand an der Tür und sah traurig 3!! Brühe in den Napfe, als ob sie den Vorwurf verdiene, md dent düsteren Wolten auf, die ihren bleifarbenen Schatten auf ging dann vorsichtig und langjam fort, damit ja tein Tröpiden

das Mädchen warfen. Es war ein falter, nebliger Tag; die von dem kostbaren Inhalt verschütitet würde.

welken Blätter wurden von den Bäumen geschüttelt und wirbelten „Ich möchte dir gern etwas von meiner abgebeni,“ jagte in der Luft herum, che sie sich entschlichen konnten, auf die eine der Gefährtinnen, die ein gutes Herz hatter 311 Viedda, ichmuzige Erde zu fallen, und der kleine Bach verlor sich in „aber wenn es morgen noch weiter regnet... jiehst dil... ich einer schmutigen Pfüße, in der sich vergnügt die Schweine kann doch nicht, wenn ich schon das Tagelohu verlierc, auch

) nied) wälzten. Die stühe steckten ihre schivarze Schnauze durch das mein bischen Brot aufessen."

Gitter des Stalles und jahen melancholisch zu, wie der Regen

[ocr errors]

,

niederfiel, während die Spaßen in der Dachrinne, wohin sie Der Studismus cine staatsgefährliche und irreligiöse geflüchtet waren, kläglich piepten.

Sefte! Au Sekten, welche diese Kennzeichnung vielleicht Abermals ein verlorener Tag!“ rief ärgerlich eins der verdienen, ist in Rußland kein Mangel. Man denke Mädchen und biß dabei in ein Stück grobes Schwarzbrot. mir an die Skopzen mit ihrer Lehre von der SelbstNedda und wies mit dem Arm nach der Nichtung, „31'Mittag verstümmelung, cinc Glanbensgemeinschaft, die ganz und ändert sich das Wetter vielleicht."

gar aus dem Geiste des slavischen Luietismus geboren „Ja, aber der Geizhals bezahlt uns doch nicht mehr als ist. Wir wollen wahrhaftig nicht der russischen Regieeinen drittel Tag."

ring Lässigkeit in der Verfolgung dieser kultur- iind „Immerhin besser, als wenn wir garnichts verdienen." gesellschaftsfeindlichen Sekte vorwerfen, aber wenn es „Ja, aber das Brot, das wir mit Sünden essen ?" schon einmal eine Marine russischer Staatsraison ist,

„Und der Schaden, den der Herr haben wird, wenn die den Irrglaubeit mit Feuer und Schwert auszurotten, so Ernte schlecht ausfällt, und die Cliven, die im Schmuß ver mag man sich doch gegen diese spezifisch russische Relikommen?“

gionsgemeinschaft zunächst wenden, die immer noch im „Das ist wahr," sagte eine andere. ,,Aber unterstehe dich und hole dir zu deinem trockenen

Stillen fortwuchert. So aber, wenn der harmlosen und Brot eine von den Oliven, die auf der Erde liegen und von

frommeit, fittlich intakten Sefte der Stundisten ein Vor denen in einer halben Stunde doch keine Spur mehr sein wird, nichtungsfrieg angekündigt wird, so liegt es am Tage, und du wirst sehen, was der Herr dir noch dazu giebt!" daß der Beweggrund hierzit weniger die Sorge um den

„Da hat er auch Recht, die Oliven gehören uns nicht!" Bestand der „reinen Lehre“, als der Haß gegen den Der Erde, die sie verschlingt, gehören sie ebenso wenig.“ westeuropäischen (Geist ist. Der Stundismus ist in der

„Aber das Land gehört dem Herrn!“ rief Nedda voll Tat cine Berförpering des abendländischen religiöjen Triumph über diese Logit mit lebhaftem Blick.

(Geistes mitten im Herzen des heiligen Rußland. Das ist freilich auch richtig," meinte ein Mädchen, da sie Das ruffiche Reich mit seiner in Lethargie vergerade nicht wußte, was sie sonst sagen sollte.

sunkenen Popenherrschaft ist an religiöjen Sonderbildungen Wenn ich die Wahl hätte, so wäre es mir lieber, wenn es bis heute abend so weiter regnete, als daß wir nachher auf sehr reich), da finden sich dic phantastischesten (Glaubensallen Vieren im Schnuß herumkriechen müssen für drei oder

ichren, die man fich ausdenkeit fain, da wachsen die vier Soldi.“

Blumen, welche der Sonderling Tolstoj im Treibhause „Ja, dir machen drei oder vier Soldi nichts aus,“ mcinte pflegt, wild, da giebt es Legenden, welche mehr buddhiNedda betrübt.

itisch als christlich sind, da feiert man Gottesdienste (Fortseking folgt.)

religiöje Wahnsinn geboren hat, – und nebei all diesen Seften, in welchen asiatische Phantastik imd asiatischer Wahnglaube seine Orgien feiert, die stille, bescheidene, europäisch-bürgerliche Gemeinschaft der Stundistent

. llnd diesen ruhigen, arbeitsamen, vernünftigen, beinahe phili

ströfen Leuitchen, die, ohne jemandem wehe zit tu, in Der Stundismus in Rußland.

Demut und Gottesfurcht ihre Tage dahinleben, ihnen ist Von

der Vernichtungsfricg angesagt worden!

Die ,, Štundisten" hängen mit den württembergischen C. Werdlisljagen.

Stundengängern“ 311sammen. Pictistisc)

Pictistisch gestimmte

schwäbische Ansiedler haben die Sefte gestiftet, und zwar Der Oberhenfer des russischen Neiches umd Xrokureur bald nach Aufhebung der Leibeigenschaft. Wer je im des heiligen Sinodš, pobedonoszew, hat sich wieder ein Schwabenlande war, kennt die separatistischen Bibelneues Opfer ansersehen. Während noch die Evangelischen gläubigen, die mit der verweltlichten Kirche in stillem in den Dsijeeprovinzen vor der asiatischen Barbarei dicjes Bader leben, imd das lautere (Goiteswort lieber in den

Fanatikers zittern, bereitet er in den südlichen (Vegenden Stunden“ als in der Kirche vernehmen, die in den des Landes einen Vernichtungskampf gegen die Sefte Dörfernt, in denen sie herrschen, dié lanten Volfsverder Stundisteit vor. Es ist ein (Bejetzentwurf ans: gnügungen und die hübschen bunten Volfstrachten vergearbeitet worden, durch welchen der Stundismus für drängt haben. Aber während die schwäbischen Stundencine staatsgefährliche und irreligiöse Softe erklärt wird. gänger für Minder geltein, werden dic ruffichen StunDie schon bestehenden Strafen für ,, Berleitung“ orthodorer Sisteit als fluge ind verschlagene Weltfinder gebrandStatholikeit zum Abfall von der Staatsfirche werden noch markt

. (Ganz gewiß mit Iurecht, der Vorwurf aber verschärft

. Deportation nach den entfernieren (Segenden mag daher fommen, daß sie von den Behörden, welche Sibiriens und Zwangsarbeit werden angedroht. Ber:

Per treue und zuverlässige Angestellte suchen, vielfach bevorsonen, welche der Zugehörigkeit zum Stundisius ver: zuigt werden, z. B. bei dem Eisenbahndienste von den dächtig sind, sollen künftighin nicht mehr als Gemeinde- | Siationsvorsichern. richter", Gemeindeälteste, Schreiber, Dörfälteste it. f. w. Ihre Religionsübingen freilich tragen, wie die ihrer in der bäuerlichen Selbstverwaltung fungireu dürfen. württembergischen Stifter, cinen durchaus pictistischen Es soll ihnen ferner verboten werden, Tienstboten ortho- | Charakter. Drdinirte Prediger haben die Stundisten deren Bekenntnisses zit halten. Der Einführung des nicht, in jeder Gemeinde werden 3111 Kredigtamte einige (Gesetzes soll eine allgemeine Zählung der Studisten gewählt, welche die Gnadengabe der Nede besikeit. und eine genaue Feststellung aller' derjenigen Orte, wo Ebenso fehlt ein bestimmter Ritus, die Auslegung von diese Sefte' sich ausgebreitet hat, vorangehen. Die von Bibelabschnitteit macht den Juhalt der Andacht aus, oft Anhängern des Stundismus bewohnten Orte sollen fehlt sogar der (Semeindegcsang. Neben diesen fonntäga strenger Aufsicht durch besondere polizciliche Digane | lichen Versammlungen, welche manchmal über drei interzogen werden, die namentlich darüber 3!i wachen i Stunden währen, finden an den Wochentagen Betstunden haben, daß Angehörige der griechischen Sèirche" in keiner statt

. Die firchliche Verfassung ist ganz demokratisch. Weise 31 den Versammlungen der Stundisten zugelassen Sie achten mit großer Strenge auf die Erfüllung der werden. Der heilige Synod plant überdies noch weitere sittlichen Vorschriften. Daher die jungen Leute bei Maßregeln, gleich chikanös wie brutal.

ihnen sehr frühe heiraten, schon im fechzehnten bis acht

zehnten Jahre, die Mädchen bereits mit vierzehn Jahren. Paragraphen des Gesekes, welcher die „Verleitung“ von Sie sind absolute Temperenzler; Trinkeli, Rauchen, Angehörigen der Staatskirche zum Abfall mit den Tanzen, Spielen ist aufs Strengste untersagt. Die Auf-Schwersten Strafen belegt, gegenüber den Stundisten reichrechierhaltung patriarchalischer Sitten, Ehrfürcht vor dem lichen Gebrauch 311 machen. Wie mühelos ist es doch, Alier, unbedingter Kindesgehorsam, häusliche Andachten jeden Sektenprediger, welcher freiwillig sich Meldende in 11. 1. w. wird gewissenhafi beobachtet. Wie alle puristi- feine Gemeinschaft aufnimmt, auf Grund jenes Gesekes schen Sektirer tragen die Stundisten nicht nur Gleich nach Transkaukasien zit verschicken. Die Leiden dieser gültigkeit gegen die firchliche Verfassung und den firch- beklagenswerten Opfer russischer Justiz sind bekannt. lichen Nultus, sondern auch gegen die firchliche Tradition Von den in Anklagezustand gesetzten Predigerit

, so zur Schau, sie suchen den Ursprung ihres Glaubens und schreibt ein ungenannter (Geistlicher, welcher in Rußland die Befriedigung ihres religiöjen Bedürfnisses ausschließlich tätig war, werden viele geseßlich gerichtet, andere auf in der Bibel. lliid wenn auch die griechisch-katholische stirche administrativem Wege verschickt. Die ersteren müssen unbedenklicher als ihre römische Schivejierfirche die heilige oft ein bis zwei Jahre ihres Gerichtstages im GefängSchrift in die Hände des Volkes gelangen läßt, jo erscheint nisje harren. Sobald das IIrteil über sie gesprochen ist

, doch tatsächlich in den Augen des Volkes der Stundismus bekommen sie schwere setten an Füße und Hände als die Verkörperung des Bibel-Christentums gegen das und werden eingeferfert, bis sie mit einer Etappe in verknöcherte Kirchen-Christentum. Die Bibel gilt für den Netten zu Fuß weiter befördert werden. Im ganzen sind eigentlichen Agitator der Stundisten So kann man in

So kann man in sie oft sechs bis sieben Monate unterwegs. Ji jeder der Tat den Stundismus als eine evangelisch-reforma- Stadt müssen sie Wochen und Monate lang im Gefängtorische Strömung innerhalb der griechischen Kirche des nis auf Weiterbeförderung warten. Die nach TransZarenreiches bezeichnen, auch insofern, als der Stindis- kaukasien verbannten Seftirer müssen die Militärstraße mus durchaus nicht etwa sein Absehen darauf richtet, die über das Saukasisgebirge, zirka 200 Werst, in vierzehn Staatskirche zu sprengen, sondern nur im Schoße der Tagen zurücklegent

, wobei sic an vier Plätzen eine Tagesselben dem „, Šauerteig" gleich belebend zu wirken. raji' haben. Ihre Soft ist täglich zweieinhalb Pfund

Mit dieser Richtung auf die Wiederherstellung der Biot, etwas Grüße und Wasser. Die Ilnreinlichkeit in ursprünglichen biblisch-christlichen Lehre hängt auch eine den (Gefängnissen soll umbeschreiblich sein. Da füllen sich gewisse Passivität gegenüber dem „, nationalen Bewußt die kleinen Zimmer so mit Gefangenen, daß die Armen fein“ zusammen. Der wirkliche „historische“ Christ ist keinen Platz zum Liegen finden, auch wenn sie noch so viel zu sehr von der Ursprünglichkeit und Wertlosigkeit müde jind... Dabei ist die Kälte auf dem Gebirge für der Dinge dieser Welt überzeugt, als daß er ein eifriger die Halbnackten oft unerträglich. Auf diese Weise werden Patriot sein könnte. Das „nationale Christentum“ ist die Seftirer familienweise, ja gemeindenweise transein völlig ungeschichtlicher Kompromiß. Judesien er portirt. Dabei iind die Frauen der Grausamkeit und der fennen die Stundisten mit dem Apostel Paulus die Roheit der russischen Soldaten ausgesetzt, die sie manchmal Obrigkeit als cine göttliche Institution an, welcher man auf die schändlichste Weise mißbrauchert. Die Verschicfung Gehorsam schuldig sei, außer in Sachen der Religion. der Sektirer ist in den lezten Jahren so allgemein geSie unterziehen sich bereitwillig der allgemeinen Wehr: worden, daß fast alle zwei Wochen nieuc Stappen in pflicht und verehren in dem russischen Selbsibcherrider Liflis und neuerdings auch – obwol jeltener – in den Erwählten Gottes. Jedenfalls sind dic religiöjen Elisabethpol ankommen.“ Stonventifel der Stundisten alles cher als cine Vorjchule Doch noch andere Mittel hat die Grausamkeit des zum Nihilismus, dazu ist der leztere viel 31 sehr eine zelotischen Slerus ersonnen. Manche Sektirer werden als spezifisch russische Erscheinung.

Arrestantenrotte nach Charkow geschleppt, im im Winter Naim man sich wunderit, wenn bei der völligen die schwersten und erniedrigendsten Arbeiten auf der Stagnation des religiös kirchlichen Lebens in der ruijijchen Straße bei Sturm und Kälte zii verrichten. Außerdem Staatsfirche, manche Streise der Bevölferung sich 311 heßen die Kopen das Volf gegen die Stuudisten auf, dem schlichten aber lebendigen Gottesdienst der Stundisten dai (5 311 plünderingen und Blutvergießen kommt; hingezogen fühlen? So hat denn auch in der Tat der Häuser werden abgerisien, Fenster eingeschlagen und die Stundisius in den letzten Jahren überraschend an A115 Seftirer fast zum Tode inißhandelt. Eine anschauliche dehnung gewonnen, jo sehr, daß der rujlische Sileris Darstellung dieser Verfolgungen findet sich in der Schrift: schon jeit Jahren dicser Bewegung die cifrigsic Aufmerf ,,Die rujijchen Sefiiror“, Leipzig 1891 bei Aug. Neumann.) samkeit gewidmet hat. Das; Dicjë Aufmerksamkeit nicht Diese immenschlichen Verfolgungen werden sich jetzt die des Statistikers war, ist für russische Verhälinijic verdoppelii, verzehnfachen, die asiatische Roheit wird erselbstverständlich. Sie bestand' vielmehr in Chifancni

, barmungslos den Müttern die Kinder citreißen, Familien Inquisitionen, Verfolgungen und Deportationen. Schont von Haus und Hof jageri, tausende inschuldiger Menschen längst! Der Eingangs erivähnte (Vejebentivurf ist feines: in die Zuchthänjer im Bergiverfo Sibiriens vervannien! wegs eine frische Maßregel, sondern nur eine Verschärfing längst bestchender.

Die mildeste Form der Befämpfing der stundistischen ,,Sefer“ ist die Entsendung von Missionären. Eine Bruderschaft“ in Odcija, die Swjato-Ondrejemskoj, hat 3. B. im Jahre 1881; weit über 1000 Nubel zur Ber: Die realistische Bewegung in Frankreich tilgung der Sektirer“ innerhalb des Chersonschen (ouvernements verausgabt. Dafür wurden Prädikanten aus

VOV 30 Jahren. gefant, Bücher verbreitet, Flugschriften verteilt. Die Reiseberichte der Missionare waren indessen recht trosilos.

Emile 201a. Ju dem ganzen Jahre wurde nur ein einziger Stundist

Autorisirie lieberscßung von Leo Berg.) in den Schoß der fiirche zurückgeführt!

Bei der völligen Ergebnislosigkeit solcher Bemühungen Durch einen glücklichen Zufall bin ich in den Besitz mußte man zu anderen Mitteln greifen. Dic (Berichte cines Journalbandes , Der Realismus“ gekommen, welchen zögerten denn auch nicht, von jenem nichtswürdigen | Edmond Duranti) mit einigen Freunden in den ersten

Bon

« ForrigeFortsæt »