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schriften und Reformentwürfe, als ihm die französische , fönnen die drei Bände , Études de la nature“ im Druck
Regierung gestattete, sich einer Erpedition nach Mada- erscheinen (1784, ff.).
gaškar anzuschließen. Seine frohen Hoffnungen wurden llrsprünglich gehörte das reizende Idyl „Paưl und
auf hoher See herabgestimmt, als er erfuhr, es handle Virginie“ zu den „Naturstudien“. Es dürfte aber in-
sich einfach um eine Sklavenerpedition. Kurz entschlossen, folge einer ärgerlichen Begebenheit erst nachträglich das
ließ er sich auf Mauritius ans Land jeten und fand licht erblicken. Bernardin sollte im Salon Necker vor
eine bescheidene Stellung als Jugenieur.

gewählter Zuhörerschaft etwas aus seinen Manuscripten Dieser Aufenthalt auf Mauritius damals Ile

vorlesen. Er begab sich mit „Baul und Virginie" in de France bezeichnet den Wendepunkt in Bernardins

der Tasche dahin und erzielte cinen völligen Mißerfolg: Lebenslauf. In seinem abgelegenen Häuschen am Strande

die gelehrten þerren gähntent

, Buffon ließ seinen Wagen brütete er über die Schäden der gesitteten Welt und

vorfahren, die Damen wagten vor so kompetenten und wante der ihn umgebenden Natur seinten Blick zut. Ver- | 10 offenbar gelangweilten Kunstrichtern ihre Rührung bittert und verdüstert irrte er an den Secküsten, im Ge nicht zu zeigen, das Werk war verurteilt

. Ohne Vernets birge, im Urwalde umher und zeichnete zum Zeitvertreib Dazwischenfunft hätte Saint-Pierre in seiner Verzweifseine Beobachtungen auf. Er häufte einen Stoß von

lung das Manuscript zu Hause, verbrannt. Erst nach

dem imerwarteten Erfolg der ,,Etudes de la nature"

an mit Gräsern, Steinen, Muscheln und Tieren und kehrte wagte er, jenes rühreude Tropenidyll als vierten Band

| lassennun die Bes menschenfeindlicher als je, aber geläutert und gereift, mit der lirfundensammlung zit seinem Erstlingswert, im geisterung der Leserwelt feine Grenzen. Sommer 1771, nach Paris zurüd. Er ist semnach der Virginie“ war bald in allen Sprachen übersekt und erste, der die méthode expérimentale, die méthode

dreihundert Mal nachgedruckt, dann dramatisirt, meloscientifique auf die Naturbeschreibung anwante.

dramatisirt, gemalt, in Stein gemeißelt 11. a. m. Die

von Humboldt so sehr bewunderten Tropenschilderingen Da der Wortschaß für malerische Naturschilderungen und die überwältigende Charakteristik der ersten, undem Dichter noch abging, ist das 1772 geschriebene schuldigen Liebe haben heute von ihrer großartigen „Voyage à l'Ile de France“ stilistisch noch recht unvoll- Wirkung nichts eingebüßt. komment. Daß er langsam und mühsam diesen Wort ,

Der wissenschaftliche Inhalt der Naturstudien" ist Realistisch freit sind seine Beschreibungen, nicht mehr, völlig wertlos, besonders wenn man bedenft, daß sechs

1 „ wie im 17. Jahrhundert, allgemein verschwomment und auf alle Gegenden anwendbar. Arvède Barine

gekommen waren. Mit verblüffender Naivität forscht stellt sehr bezeichnend eine Sturmbeschreibung aus dem

Bernardin überall nach dem Grund jeder Erscheinung , Télémaque“ mit einer solchen aus Bernardins Buzheit, welches nach seiner findlichen Ansicht von Gottes

der Natur mit Rücksicht auf das Wol der Mensch sammen ind fügt zur Veranschaulichung der Fortschritte | Güte das einzige Ziel der Schöpfung war und ist. seit einem Jahrhundert ein meisterhaftes Sturmgemälde aus Pierre Loti bei.*) Die Abstufung springi in die Kosmische !imwälzungen sind ihm unerhört, vom Stampfe Augen und zeigt die gewaltige Ileberlegenheit unseres

ums Dasein in der Natur ist keine Rede, – alles ist gefeierten Zeitgenossen Loti, des jüngsten Académicien.

zum Besten des Lieblings der (Gottheit eingerichtet. Daß

3. B. die Kuh vier Zijzen hat, obwol sie nur ein Junges Im gleichen Jahr, da Bernardin de Saint-Pierre gebiert, das Mutterschwein für bis zit 15 Jungen nur sein , Voyage à l'Ile de France“ schrieb, war er mit dem mit 12 Zißen ausgestattet ist, hat seine Begründung alten Rousseait bekannt geworden. Damals bewohnte | darin, daß die Ruh ihren leberfluß an Milch und das der Genfer Einsiedler mit "Therese Levasseur eine fléine Mutterschwein den lleberfluß an lebendigen Zimgen zur Wohnung der Nue Platrière; sein Verfolgungswahn Ernährung des Menschen abgeben soll. Von ähnlicher scheint in einem ruhigen Stadium sich befunden 311 | Harmlosigkeit sind die sozialei Reformpläne am Schluß haben, da er den Neuling verhältnismäßig gut aufnahm der „Etudes de la nature“. Der einzige Wert dieser und auf regelmäßigen Verkehr sich einließ. Die zahl- tiefempfundenen Predigten ist der ethische und der reichen Spaziergänge und Unterredungen mit dem Ver- stilistische, und dieser genügt, im Bernardin de Saintfaffer der Neuten Heloise" waren in hohem Grade an Pierre cinen Platz in der Weltlitteratur 311 fichern. regend und wertvoll: der tastende Jünger hatte seinen Ohne ihn wäre die fühle Verstandeslitteratur des 17. Meister gefunden, das Verhälinis dauerte imnunterbrochen und 18. Jahrhunderts nicht so leicht von Chateaubriand, sechs Jahre lang, bis zum Tode Rousseaus (1778). Lamartine iind den Romantikern über den Haufen ge

Fast hätte der litterarische Erfolg eine unheilvolle rannt worden. „Il voulait rouvrir la porte å la ProviWendung in Bernardins Leben hervorgerufen. Er war

dence, il l'a rouverte au grand Pan,“ sagt Barine sehr plößlich in allen Salons gefeiert, was seine Menschen

bezeichnend. schen bis zum Verfolgungswahn Rousseaus 311 steigern Der Naturphilofoph brachte die Sturmjahre der drohte. Er hatte den glücklichen Einfall, in tiefster 311: Revolution in ingetrübtem Frieden unweit Paris zu. rückgezogenheit den Verlauf dieser seiner Gemütsirijis Das Aufkommen seines Bewunderers Bonaparte brachte abzuwarten, zumal der Wahnsinn in seiner Familie ihm allerlei Ehrungen und dazu auch manchen Anlaß. nicht unbekannt war. Rousseau blieb ihm in dieser be- die unangenehmen Sciten seines Charakters hervorziitrübenden Lage treuter, als die meisten alten und neuen kehren. Als Mitglied der Akademie lebte er in steter Freunde. Zu diesem geistigen llibehagen kam eine so Fehde mit seinen sollegen, so daß der Verfolgungsivahn drüdende materielle Not hinzu, daß man nich wundern wieder ausgebrochen wäre, wenn nicht sein stillcs, ehemuß, wic Saint Pierre eine so bittere Zeit überstand. liches Glüd süßen Balsam in die Wunden des Ehrgeizes Schon um 1781 werden seine Briefe etwas fröhlicher, i geträufelt hätte

. Selbstverständlich nannte Bernardin der' Alp scheint gewichen 311 sein; drei Jahre späterte Saint-Pierre wie Tausende junger Väter von damals

seine Kinder Paul und Virginic. Noch vor 30 Jahren *) Arvède Barine, Bernardin de Saint-Pierre, Paris 1891

kamen diese Vornamen in Frankreich selbst bei Bauern (Hachettes Canımlung Les grands écrivains français),

vielfach vor. Denn die Zwcisous - Bilderbogen von

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Epinal sorgen bis 31im heutigen Tag dafür, daß die , Auftrag mit genauer Einhaltung aller Einzelheiten nach rund rührenden Schidjale beider Kinder der Tropen im fran cinem Jahr ausführen zu lassen. Diese sog. posthypnotischen zösischen Polfe fortleben, während die besten Schöpfungen Suggestionen sind es nun aber gerade, die in dem neuen wahrhaft großer Dichter spurlos an der Menge vor: Zweig der gerichtlichen Praris cine große Rolle spielen. übergegangen sind.

Ás vor mehreren Jahren von französischen Aerzten über eine ganze Anzahl von Fällen berichtet wurde, bei denen hups | notisiete Individuen das Opfer oder das Werkzeug strafwürdiger

Handlungen bildcten – die Fälle famen vor dortigen Scrichtshöfen zur Verhandlung und gaben Veranlassung zur Einholung medizinischer Gutachten – da schüttelte alle Welt in gläubig den Kopf. Die Tatsächlichkeit solcher Vorkommnisse wurde aver bald durch diesbezügliche Experimentalunter

juchungen crivicjen. Einige der interessantesten derselben, und Suggestion und Strafrecht.

zugleich lehrreichsten, seien hier furz sfizzirt. Dr. Ladame be

richtet, daß einer jungen Dame suggerirt wurde, sich nach einer Von

bestimmten Wohnung zu begeben und aus einem genau bediDr. lulliug Laug.

zeichneten Schrank cin Ärmband zu stehlen. Gleichzeitig wurde ihr ans Herz gelegt, unter keinen Ilmständen die Person zu

verraten, die sie zu diesem Diebstahl veranlaßt hätte. Dic Der Hypnotismus, vor Surzem noch eine Domäne markt Ausführung der Siggestion geschah pünktlich und genau in schreierischer Reklame und gewissenloser Gaukelci, die nichts der anbefohlenen Weise. In der am Tage darauf eingelciteten anderes bezweckten, als Selderwerb und Befriedigung der Hypnose suchte man nun auf die eindringlichste Weise den Schaulust, ist munmehr ganz in das Gebiet der crusten wissen Namen des Diebes zu erfahreit oder, nachdem sie sich schließzschaftlichen Forschung übernommen worden. Diese Kang= lich selber als solchen bekannt hatte, Aufschluß über den Vercrhöhung zeigte sich von dreifachem Wert. Zunächst einmal führer_zil erhalten.

führer zu erhalten. Hier aber stieß man auf uüberwindlichen wurden die seltsamen, fast mystischen Erscheinungen jenes eigen- Widerstand. Schließlich brachte man ihr bei, einen bestimmiten artigen Schlafzustandes ihres übernatürlichen Charakters ent Herrn dem Gericht als den Dieb schriftlich anzuzeigen, nachdem fleidet und auf einfache physiologiche Grundgeseße zurückgeführt; man in ihr die lleberzeugung befestigt hatte, daß der betreffende in zweiter Reihe stellte es sich heraus, daß der Hypnotismus Herr das Armband gestohlen und sie selbst den ganzen Voreine wertvolle Bereicherung der ärztlichen Behandlungsmethoden gang beobachtet habe. Ilumittelbar nach dem Erwachen faßte darstelle; endlich wurde es offenbar, daß das wilttürliche und fic das Schreiben genau in der juggerirten Form ab. planlose, diesbezügliche Manipuliren ernste (Sefahren für die Einen ähnlichen Fall erzählt Professor Bernheim. Der Gesundheit des „ Mediums“ in sich schließe, was zur Folge jelbe hatte cinem jungen Mädchen suggerirt, daß sie an einem haite, daß von kompetenter Seite die Anregung in Fluß ge bestimmten Tage (vor 11:2 Monaten), im Begriff, nach ihrer bracht wurde, öffentliche derartige Schaustellungen, bezw. den im zweiten Stock befindlichen Wohnung hinaufzusteigen, im Nichtärzten überhaupt das Hypnotisiven zu verbieten. Noch crsten Stockwerk schreien gehört ind, als sie durch das Schlüsselsind die Aften über diese Angelegenheit nicht geschlossen und loch blickte, bemerkt hätte, wie der Zimmerherr ein unsittliches schon hat man eine neue Seite dieses vielversprechenden wissen Attentat auf ein junges Mädchen auszuführen sich anschickte. schaftlichen Objektes entdeckt: Die Beziehungen des Hypnotismus Sie jei danials jo entsetzt gewesen, daß sie noch bis jetzt nicht zum Verbrechertum, die Besebesverlezingen an oder durch gewagt habe, etwas darüber verlauten zu lassen. Nun aber vypnotifirte. Infangs schüchtern und nur vereinzelt sich vor sei sie bereit, die ganze Geschichte vor Gericht zu erzählen. wagend, ist die einschlägige Litteratur allmählich derartig an Einem einige Tage später von B. als angeblichen Untergeschwollen, daß sie bereits erfennbar das ganze (Gebiet zu be suchungsrichter hingeschickten Herrn gab sic dic Angelegenheit herrschen und ins Besondere die therapeutische Seite desselben mit allen suggerirten Einzelheiten zi1 Protokoll und erklärte mehr und mehr in den Hintergrund zu drängen beginnt mir sich auch bereit, ihre Aussagen eidlich 311 erhärten. Ja sie noch eine Frage der Zeit ist es, dass auch die Gejebesgebung blieb auch dabei, als V. sie später fragte, ob doch nicht alles nach dieser Richtung hin wird erweitert bezw. modifizirt werden mur suggerirtes Traumbild jci. -'Sallis in Baden Baden müssen.

juggerirte gelegentlich eines Vortrages cinem fremden jungen Wenn man eine geeignete Persönlichkeit durch eintönige Mann, daß man ihn ans Leben wolle und daß er diesem Sinnesreize, etwa das Austarrenlassen eines blanken Gegen Attentat durch Niederschießen des (später auf Veranlassung des standes, oder, wie es neuerdings ausschließlich geschieht, durch Vortragenden) durch eine bestimmte Türe eintretenden Mörders den einfachen energischen Befehl, in einen fünstlichen Schlaf mit einem (blind geladenen) Pistol, das man ihm überreichte, zustand, Hypnose, verseßt, jo erlischt jede selbständige Gehirn- zuvorkommen solle. Nach einer ganzen QScile, aber noch tätigkeit, die Willensfreiheit des Hypnotisirten wird aufgehoben während des Vortrages, ertönte plößlich ein Schuß: der nach und an Stelle des cigenen tritt der Wille des Gypnotiseurs. dem Erwachen mit gespanntester Wufmerksamkeit die betreffende Wie nun im natürlichen Schlaf die Einbildungskraft über die Türe im Aiige haltende junge Mann hatte ihn auf einen zuruhende logische Dentfähigkeit die Oberhand gewinnt oder zu fällig eintretenden Vereinsdiener abgegeben. Auf Vefragen erden wunderlichsten Vorstellungen (Träumen) führt, jo auch in flärte er im vollen Brustton innerster lleberzeugung: „der der Hypnose, wenn man die allezeit tatkräftige Phantasie durch wollte mir ja ans Leben!" - Dr. Liègeois veranlaßte cin Einflüsterungen in bestimmte Bahnen leitet. Durch eine junges Mädchen, ein aus reinem Zucker besichendes angebliches derartige Einwirkung auf das von der kontrollirenden Ver.. Arsenikpulver am andern Tage ihrer Tante, um sie zu verstandestätigkeit emanzipirte Vorstellungsvermögen eines Men giften, in die Limonade zu schütten. Die von dem Vorhaben schen, was man eben suggestion nennt, gelingt es nun, verständigte Tante berichtete, das thre Nichte die verbrecherische cinen bestimmten (Bedanfengang z11 erwecken, der dann in ent Eingebung genau nach Vorschrift ausgeführt habe. - Dr. sprechende Handlungen umgeseit werden kann. Ja bis 3110 Liebeault verlangte von einem jungen Mädchen, daß sie sich willenlosen Maschine vermag der Hypnotiseur sein „Medium" selbst mit einem gleichen. Pulver) vergiften jolle, was auch herabzuziehen, dessen Lebenzäußerungen er dann nach Belieben prompt ausgeführt wurde. zu dirigiren verntag. Jede in den hypnotischen Zustand ver Bemerkenswerter ist ein ähnlicher Fall, der in der Saljepte Person reagirt bewußtlos auf alle suggerirten Vor- petrtère in Paris zur Beobachtung gelangte. Einer Person stellungen, sie ist' physiid) oder moralisch nichts als ein wurde in der Hypnose aufgetragen, einen jungen Mann ziu Automat. Aber, was noch nierswürdiger ist, diese Abhängig vergisten. Nach dem Erwachen gab sie demselben ein ihr zu feit von dem Willen des Hypnotiseurs besteht nicht nur während diesem Zweck als (Hift bezeichneteš Getränk und überredete ihn der Hypnose, sondern kann auch auf die Zeit nach dem Er unter cinem ganz plausiblen Vorwand, dasselbe zu sich zu wachen ausgedehnt werden. Es ist möglich, jemandem während nehmen. Seltsam ist, daß die betreffende Person fich in der der øypnose einen Befehl zu suggeriren, besjen Ausführung Hypnose zuerst gegen das ihr zugemutete Verbrechen gesträubt Stunden, Tage bis Moniatč später erfolgen Toll; ist es doch hatte, den Widerstand aber allmählich aufgab, nachdem man dem Dr. Liégevis sogar gelungen, in einem Fall einen erteilten sie mit den nichtigsten Gründen beschwichtigt hatte. Der Ver

such wurde so weit geführt, daß der junge Mann bald nach, auf Grund der $5 301 und 302 des Str.-G.-B. die strafdem Genuß des angeblich vergifteten Getränkes scheinbar tot rechtliche Verfolgung des ersteren beantragt werden können. hinfiel. Dem lIntersuchungsrichter gegenüber einer der an lleber dic weitere Frage, ob überhaupt und in welchem wesenden gab sich als solcher aus) leugnete sie aber standhaft Maße ein Hypnotisirter für ein ihm suggerirtes und von ihm ihr Verbrechen, indem sie ihre linschuld mit anscheinend ganz mirklich ausgeführtes Verbrechen verantwortlich gemacht werden beweisträftigen Tatsachen begründete. – Dr. Moll in Berlin tann, sind die Meinungen der Aerzte geteilt. Die einen wollen, veranlaßte einen Offizier, nach den Erwachen aus der Hypnose | weil in der Hypnose jede Willensfreiheit aufgehoben ist, das zu Gunsten des Medizinal-Beamten Vereins eine Schenkungs suggerirte Delift ausschließlich dem Hypnotiseur angerechnet urkunde von 100 Mart auszustellen und dieselbe mit der Er-ivisjen. (Hierbei täme dann wol der Š 51 des Str.-G.-B. in klärung zu versehen, daß dies durchaus sein eigener unab Betracht, falls man , Bewußtseinsstörung" auch unter die dort hängiger Wille ei.

behandelte „Bewußtlosigkeit“ cinbegreift, durch welche die freie Diese wenigen Beispiele mögen genügen, um zil zeigen, | Willensbestimmung ausgeschlossen und daher cine strafbare welche Bedeutung die hypnotische Suggestion in firaf- oder Dandlung nicht vorhanden ist. Fraglich ist dagegen, ob man civilrechtlicher Beziehung befibt. Zunächst also ist es möglich, für posthypnotische Verbrechen etwa auf den $ 52 bezignchmen durch Vermittelung Hypnotifirter jede Art von Vergehen oder könnte, wonach cine strafbare Handlung ebenfalls nicht vorVerbrechen zur Ausführung bringen zu lassen, wobei noch die handen ist, wenn der Täter durch unwiderstehliche Bewalt Sachlage verschleiernd ins Gewicht fält, daß, wie schon er i dazu genötigt worden ist.) Andere sind der Meinung, daß wähnt, man auch auf die Versuchsperson posthypnotisch ein jeder, der in freiwilliger Hypnose fich seiner Willensfreiheit wirten kann, wodurch es den Anschein gewinnt, als ob die entäußere, auch für die Folgen müsse zur Verantwortung geverbrecherische Handlung ganz aus eigeneni Antrieb ausgeführt zogen werden können; die menschliche Gesellschaft habe das worden ist

. Aber auch strafbare Handlungen gegen dic hyp- : Necht, 31 ihrer Selbsterhaltung und Verteidigung nach Benotisirte Person selber sind begangen worden, so namentlich dürfnis mit der ihr zu Gebote stehenden Härte zii verfahren. Sittlichseitsverbrechen. Juridisch verwickelt wird die Sache, Eine dritte Ansicht geht dahin, daß der Hypnotiseur, wenn er wenn der Hypnotiseur sich das zu leşteren Zwecken erforene Veranlasser einer Geseßcsverleßung ist, in jedem Falle sid) Individuum juggestiv erzieht, was bei der innigen Anhäng- strafbar gemacht hat, der Hypnotisirte aber nur dann, wenn er lichkeit, welche die meisten weiblichen Personen für ihren etwa gerade, um das Delitt zu begehen, jich hat hypnotisiren „Magnetiseur cmpfinden, nicht schwer halten dürfte. Es wird lassen." In andern Falle aber fönne er für das willenlos von daher in solchen Fällen oft recht schwierig sein, zu entscheiden, ihm begangene Verbrechen selbst nicht bestraft werden, wol ob der $ 176, 2 des Str. (V. B. in Anwendung zu zichen ist,

aber müßte er es dafür, daß er sich freiwillig hat in einen oder ob es sich um freiwillige Hingabe handelt. Wie im Zustand versehen lassen, der jcinc Willensbestimmung aus: aber, wenn derartige Individuen in böswilliger Abjicht, oder schließt. auch im guten Glauben, sich zu diesbezüglichen falschen An Hier also etwa hätte die Gesebgebung einzujeßen, wenn schuldigungen hinreißen lassen, wie das" eine Anzahl von Pro man nicht gleich radifal vorgehen und zu einem gänzlichen zessen dargetan hat?

Verbot der Ausübung der Hypnose zu andern als rein ärztTtese Frage führt uns zugleich auch auf das sehr wichtige lichen Zwecken sich entschließen will. “In Belgien ist in dieser Gebiet der similation, die mchr noch wie unter anderen

Beziehung bereits ein kleiner Anfang gemacht. Nach einem Verhältnissen hier von größter Tragweite jein kann. Es ist

vor Kurzem herausgekommenen (icjet wird mit Gefängnis wiederholt, namentlich in Frankreich (wo hypnotische Prozeduren

| und hoher Geldstrafe bestraft, wer eine hypnotisirte Person

zur Schau stellt, mit Suchthaus aber, wer in betrügerijder am meisten vorgenommen werden), vorgekommen, das Ange tlagte sich durch Berufung auf fremde Suggestion der Ver: Abjicht Schriftstücke von vypnotisirten schreiben oder unterantwortung für begangene Verbrechen zu entziehen suchten.

zeichnen läßt, oder von jolchen Schrijtstücken Gebraud, macht. Vielfach gelang es, die Grundlosigkeit dieser Behauptung dar

Es ist zu wünschen, daß auch die andern Staaten bald dem zutun und den Jnfulpaten als Simulanten zu entlarven, da

gegebenen Beispiel folgen und diese Lücke in der (Bejetzgebung, durch, daß man vor Gericht eine erneuete Hypnoje in Szene diese „lacune dans la loj“, wie einer der bedeutendsten seşte. Hypnotisirte Personen erinnern sich nämlich in 311

Nriminalisten Frankreichs dic hypnotischen Suggestionen nennt, fünftigen bypnosen ziemlich genau der Dinge, die in früheren

überbrücken mögen. Hypnosen mit ihnen vorgegangen sind, während sie in der Zwischenzeit oft nichts davon wissen. Ist mun ein Verbrechen in der Tat juggerirt worden, so dürfte es gelingen, diesbezüg liche Angaben in der erneuerten Hypnoje 311 cytrahiren und dem (Berichtshof vorzudemonstriren, während im entgegen geseßten Falle der Hypnotisirte sid) „unschuldig wie ein Kind“ erweisen wird, was dann aber gerade als Indizienbeweis für

vom jüngsten Spanien. seine Schuld gelten kann. Diese Methode der erneuerten

Von Hypnose behuis Formulirung eines richterlichen Urteils ist natürlich auch in jenen Fällen anwendbar, wo das betreffende

Hermann Balir. Individuum in der Tat das Dpfer oder Werkzeug eines Verbrechens gewvejen ist, wo es sich also im lieberführung des

Man braucht mir nicht erst die Sünden der ,,Jungen“ Hypnotiseurs handelt. Hier aber sind die Aussagen als belastend nur allenfalls zu verwerten, wenn sic in positiven umständlich vorzurechnen: ich weiß fie jelber alle ganz Sinne ausfallen. Denn wie Moll 11. a. nachgewiesen haben,

genaui, id) found den langen Beichtzettel der neuen Laster. können Denunziationen durd) cine diesbezügliche Suggestion

Nur leider nützt es mir wenig: os verinchrt meine Liebe gänzlich verhindert, bezw. die Angaben für spätere Hypnosen blos, statt mich von ihr zu heilen. Ich weiß schon, daß in für den Urheber günstigem Sinne gefälscht werden. Auch jie verworren und maßlos und ganz ohne scompaß sind, ist es möglich, durch Suggestion für längere Zeit eine erneuerte und wic man auch ängstlich forschen und juden mag, øypnotisirung überhaupt zu verhindern. Mit allen diesen

kein Menid) teunt fich ordentlich aus; aber ich liebe die Schwierigkeiten haben Richter und Sachverständige zu kämpfen, wenn gelegentlich einmal bei Gcjeßesverlegungen die Suggestion Botschaften der Zukunft und alle die seltsamen Rätsel

dunklen und irren Triebe des Frühlings, die bangen in Frage kommt. Glücklicherweise sind derartige Fälle in Deutschland, vorläufig wenigstens, ziemlich selten, während sic

des langjamen Erwachens, und wenn sie wirklich sonst in Frankreich an der Tagesordnung zu sein scheinen.

gar kein Talent hätten, als ihre Jugend, das allein Was nun die rein juridische Seite dieser Angelegenheit an

ist schon auch etwas wert. Darum licbe ich, um welche betrifft, so sind zunächit civilrechtliche Akte zwischen Hypnotiseur Kunst, in welchem Lande immer es sich handle, 311 jeder und seineni „Medium“, Interschreiben von Wedjeln, von

Zeit überall die Jugend. Schenkungsurkunden, wie überhaupt alle cingegangenen Ver

Aber von allen ist mir die spanische Jugend doch pflichtungen seitens des lepteren natürlich umgültig: event. wird noch weitaus die liebste, weil sie die jugendlichste Jugend

ist, am naivstent, am chrlichsteit

, am ingenirtesten jung. , ganzen Welt in Ruhe lassen will. Natürlich ein unerbitterDie Pariser verkapseln den Cherubin bald in die skeptische licher Bessimismus, der fein Mitleid kennt: alles ist Blagiie des Boulevards; die Skandinavier schminken sie schlecht, ohne Ausnahme, wohin immer man sich wendent gern mit hamletischer Schwermut; und die Deutschen mag die Kritiker sind ,,Eunuchen", die Direktoren sind sind überhaupt niemals rechtschaffen jung, weil man sie die „Vampyre der Litteratur“, die Schauspieler, „vom schon auf der Schule 311 gravitätischeui Pedanten drejlirt: ersten Regisseur bis zum leşten Comparseit“ alle gleich es fehlt ihnen alles invorhergesehene, das stolzvergnügte verlumpt und verkommen, in Neid, Größenwahn und vineintappen in die ehrliche Dimmmheit. Nur höchstens Intriglie entartet, nur auf den eigenen Vorteil bedacht, die Wierier fönnen sich mit der spanischen Jugend ver voll vanitad, ignorancia y rutinarismo), das Publikum gleichen.

ist neidisch, undankbar, barbarisch und schwelgt in Gefühle Die beiden haben überhaupt manches gemein. Vor seiner Rohheit

, die großen Namen von heute sind Eintagsallem gleich der Schauplaz: ihr Heroismus verläßt fliegen, die morgen schon niemand mehr kennen wird, niemals das Nachtfaffee. Dan die imerschöpfliche Frucht und die großen Ramen von gestern, Calderon, Lope, barkeit an täglich verwegeneren Programmen, den welt Moreto waren eigentlich auch nichts, mit Shakespeare entrückten Enthusiasmus und die inpraktische Redlichkeit, können sie sich doch nicht messen. Aber dabei ein blinder die sich unfchlbar jedesmal blamırt.

(Glaube an sich selbst, an die Unfehlbarkeit der eigenen Endlich jene naive Vaterlandslosigkeit, die ganz 311 Mittel: wie denn das ganze große und injägliche Elend versichtlich das himmelblaite Land der schönen Träume der Kunst mit einem einzigen Schlage gebannt wäre, gleich hinter den (Grenzen der Heimat beginnen läßt, mit wenn die Regierung sich für sein theatralisches Schwurder unerschütterlichen lieberzeugung, daß es überall besier gericht entschiede, das vom Mönig ernannt aus einem ist als daheim, weshalb auch auf der ganzen Welt nie berümten Dichter, einem ersten Schauspieler, einem Regisseur, mand mehr zu beneiden ist als die Minister dicier Staaten. einem Stritifer, zwei Journalisten und einem Vertreter Und auch das gchört noch dazıt, da es in keinem Dinge der litterarischen Jugend bestehen und über alle eingeweihten jemals zuir rechten (Niemeinsamkeit kommt, jondern jeder Stücke in gewissenhafter Prüfung unparteiisch entscheiden für sich allein wieder von vorne beginnt, weil es lieber joll. llnd immer wieder und überall eine unvertreibliche gar nicht sein soll, als daß er in irgend einem Punkte Vorliebe für das Vage ind słonfuse, die ängstlid) jeden ein Jota nachgeben würde – sie halten es alle mit dem präzisen Ausdruç vermeidet

, für das leberschwengliche, Brandschen Alles oder nichis" iind keiner traut dem das in die Wolfen hinauf verraucht, für den wirren anderen ...

Trommelsdlag der großen Phrase. Man hat mir in diejen Tagen ein Heftchen geschickt, Aber nicht blos darum ist dieses Heftchen bemerkensein liebenswürdig rosenrotes Heftchen von knapp 33 Seiten, wert, weil es dem Fremder einen handjamen Auszug aber umjiürzlerisch in jedem Šare und aufrührerisch gegen der ganzen spanischen Moderne giebt, aus der er ihre åri alle (Gewalten des Himmels und der Erde. Das kann und Ilnart deutlich vernehmen kann. Es enthält mehr. als ein vortreffliches Schulbeispiel dienen, wie sie da Er merkt eine Neuheit der spanischen Litteratur, die uinten sind, die neuen Don Luirotes am Manzanares Achtung verdient, als ein verläßliches Zeichen, daß auch und am Tajo. Es ist ihr lächerlich und ichr rührend in Spanien der Naturalismus schon wieder bedroht und zugleich. Lächerlich durch die knäbische Zuversicht, daß jeine Herrschaft vorbei ist. alle Welt seit jo viel tauiend Jahren ganz heillos elend Er will von dem Naturalismus, dem noch vor und in Not gewesen, aber jetzt jofort, wenn sie nur das einem Jahre die ganze ipanische Boheme fanatisch blind Vüchlein ernsthaft licst und jeine Ratschläge beherzigt, ergeben war, nichts mehr wissen. Er behandelt auch ihn aus allen Leiden gleich erlöst und des ewigen (Glüdes schon gerade so wie die romantische und die klassische gewiß ist; und rührend durch den selbstlojen Trot gegen Tradition: als ausgediente und abgetane Schablone, mit die falschen (Größen und die opferwillige Sehnsucht nach der nichts mehr zu machen ist. Er sucht über die natuden fernen Idealen. Es ist von Ton Manuel Lorenzo ralistische Formel hinaus einem fernen, inbekannten ideal D'Avot, einem begeisterten Jüngling, der lange schon novisimo nad) ciner teoria romanticobrutal, welche lo alle Vereine von Madrid mit Vorträgen über die neue sublime y lo grosero, das Erhabene und das Gemeine stumst heimjuchte und manches harte Meißgeschic erfahren verbände. Wie im Leben die Seele unlöslich an dem hat, er litt imjäglich darunter, wie er erzählt, daß er von Körper hängt, auf eben dieser Zweifaltigkeit soll auch Jahr zu Jahr noch immer nicht großjährig wurde und die Seunst begründet werden: „es joll cine Fusion der deshalb nach dem spanischen (Heseze kein eigenes Blatt Seele Viftor Hugos mit dem Gehirne Emile Zolas join". redigiren durfte. Außer diesem persönlichen llnglüc Das ist noch ein bischen indeutlich und wirr und ichmerzte ihn aber auch die Schmach des Theaters, wes wenn man gar hört, daß er von allen Dichtern nur halb er die Gründung einer freien Bühite versuchte, Tolstoj, gelten lassen will

, den er mit Viktor Hugo verund später wieder, als er endlich sein eigenes Blatt be- / gleicht, so wird er leicht ganz unverständlich. Áber man saß, schmerzte wieder der Mangel an Abonnenten, wes erinnert sich des jept modischen Tams der jungen Pariser halb er sicjes rojige Heftchen verfaßt hat.

gegen les prétentieux imbéciles de l'école de Zola, Alle Merkmale der ipanischen Moderne sind darin erinnere sich des rastlosen Schlagwortes vom roman wie auf einer Musterkarte versammelt

. Der Hochmut romanesque und der vielen Programme des nelien gegen alles, was vorher geschah, und der einsame Stolz, Idealismus“. Man vergleiche diese Definition, welche der alle Hoffnungen der Menschheit erst von sich selber Huysmans neulich vom neuen Roman gab: „Der Roman an datirt, verächtlich gegen die Narren und Schurken müßte sich in zwei Teile scheiden, welche gleichviel den ringsum in Vergangenheit und Gegenwart; der fühne Zusammeuhang bewahrten, den sie im Leben haben, in welienüberfliegende Schwing, der sich immer gleich an einen Teil der Seele und einen des Leibes, und er müßte ganz Europa adresjirt; das üppige Pathos, das die von ihreit Wirkungen aufeinander, von ihren Widernüchternen Gründe des Verstandes verschmäht und durch sprüchen und von ihrem endlichen Ausgleich handeln; das fämpferische Säbelrasjeln der Pronunciamentos er er müßte mit einem Worte die breite Straße Zulas sept. Jene wunderliche Mischung von Arme-Leute :(Geruch gehen, aber zugleich in der Luft darüber einen parallelen und einer gymnasiastenhaften (Brandezza, und eine umer Weg bahnen -- 8. 1., einen spiritualistischen Natura schöpfliche Lust am ewigen Hoformiren, die nichts in der ! lismus schaffen“. Ilnd man leje die merkwürdige Studie

des Arturo (Graf, in der Nuova Antologia, über die neuesten Prinzips, jo würde das IInternehmen doch mit Notwendigfeit Litteratur der Zukunft, die mit der nämlichen Begrün- an der menschlichen lluvollkommenheit scheitern müssen, die eine dung, daß alles Leben aus Realein und Idealem gemischt wirklich vollkommene Beobadlung ausschließt. Auch im Leben giebt sei, den nämlichen „idealistischen Realisinus“ verlangt. es fleinste Acußeringen, die jelbit dem schärfsten Auge entgehen, die

Mir tu blos insere Naturalisten leid. Es muß ïich crit der darauf fahndenden Spefulation erschließen, und in ihnen ihnen allmählich doch recht imbehaglich) 311 Mute werden. gerade fönnten sich die Träger des Schidsals finden wie dod, auch Freilich schenkte ihnen die gütige Natur die wundersame;. V. in der medizinischen Wijienschaft erst das verbejjerte Mitrostop Gnade, nichts zu sehen und nichts zu hören.

und eine neue Methode in den fleinjten Wejen die Girankheitserreger erkannt hat.

Aber jelbit all dies llumögliche für den wahren Dichter als möglich zugegeben, objektive Wiedergabe und vollkommene objektive Auffassung, so wird der Zuschauer, der doch jelbit subjektiv das Leben angeschaut hat und bewußt oder imbewußt das, was in jein aprio

ristisches Lebensbild nicht hineinpaßt, übersicht, so wird doch der Neue Werte für alte Worte. *)

zuschauer in der objektiven Wiedergabe der vollfomncnen Auffassung Von

das Leben, in dem cr zu leben glaubt, nicht wiedererkennen. Die 34. Deljlen.

von seiner Wurfajiung abweichende Wertigkeitegruppirung wird fort

dauernd jeine Opposition hervorrufen und eine Identifikation 3. Das Sdh i djal.

unmöglich machen. Welches ist das der heutigen Weltanschauung entsprechende Schidial? Wenn nun alio auch dieje realistischen Versuche den Anforderungen

Wie die griechischen Tragiter zur Zeit des Aristoteles, jo ver: der Tragödie nicht genügen, io toll anderericits nicht geleugnet werden, juchen auch heute viele Dichter dic aui ciner untergehenden Welt

dai; aus einer großen Summe von Detailarbeiten sich vielleicht die anichauung fuißende Tragödie 311 fonjerviren aber das Publitum neue Weltanschauung, nach der wir hindrängen, und mit ihr Edhidjal wendet sich von ihnen ab, mit Recht! Denn die Geschichte Iehri, dai; und Tragödie gewinnen liebe Tod ist diejer induftive Weg ein feine Bemühungen IIntergchendo: am Leben erhalten tönnen: langer und beschwerlicher und es ist nicht recht einzuschen, wicio dic „, Denn nicht (Bewalt noch Kunst giebt einem abgebrauchten

Betrachtung der Pcbensphotographieen ichneller und jidherer zit ciner Zauberwvort die Kraft zurück. Da mui; ein neues Wort der Lebens aujasjung führen jollte, als die Vetrachtung des Lebens selbit. Schlüssel werden dicier Welt ..."

Wir wollen deshalb ichen, wohin wir auf deduktivem Wege Aber andererieits wird das Vorhandeniein ciner neuen Welt gelangen. anidhauung geleugnet oder dieielbe doch io iehr angezweifelt, daiz ïic Dic neue Zeit steht unter dem Zeichen Darwins. Die Weltvielen nicht vollgütigen Ersay geben kann für das überwundene Alte. anschautung, die sich philojophijdaus der Tarwinschen Theoric cntMan wird alio zunächít mit der Annahme rechnen müsien, daj; wir wickelt hat, just auf der Vervollfomimmung der organischen Weien im in ciner Zeit ohne gültige Weltanschauung leben, in der sich jeder Sample is Dajcin. nad) Geidimadt und fähigkeit icine Privatanichauung aus dem Leben Das organiiche Wejen hat ieine Eigenichatten crerbt von seinen abstrahirt.

Erzeugeri. jm siampro uns Daicin gehen nun die schwächeren Man wird deshalb, um cine identifitation des Puichauers mit individuen zu Grunde, tönnen ihre Eigenichaiten nidit fortpflanzen, dem Helden zu crziclen, um den Helden alio vom gleichen Schidial und nur die stärfiren individuen vererben ihre besseren fähigkeiten. abhängig crịchcinen jil laijen, von dem der zuschauer abhängig jul

Qui dicie Wcijo indet allmählid cinc vervollformung der organischen icin glaubt, in der heutigen Tragödic dem zuichauer das heutige Weien itani. Leben vorführen muijen, in dem er jelbit lebt, als der er ich icino Was heitzt aber vervollfomning? Tas ijt die immer Privatanschauung abitrahirt hat.

wachiende fähigkeit, den siampi ums Tajiin zu beitchen. Dieje Von diciem (Sciichispuntio aus iind die Bemühungen neuerer

fähigkeit zeigt iic) in der Beiieging ichidigender Einflüije oder in Autoren gewijz mit Freuden jil begrüízen, dic, nichi beirrt durd) der Anpaisung an Sicielben. Dicies anpassungsvermögen ist eine irgend eine Voreingenommenheit oder Thcorie, das, was nie geschen,

den organischen Weien anhaiiende (Babe, welche, jich mehr und mehr mit photographiicher Trcite wiedergeben, irgend cinen beliebigen

ausbildend, dicielben 311 immer höheren Stufen der Bervollkomnung Lobensausichnitt, ohne Anfang, ohne Ende, ohne willtürlicho zutat,

geführt hai. ohne Abitrici.

Ta un dicie ünizeren Einflüiic auf das organische Wcien Wenigitens wollen dicic Dichter in dicier Weise ichajien, aber modend cimirten, in giebt in: die neue Weltanichauung als zweiten es ist nicht ausführbar, nicht dentbar, dai; cini Dichter bei der Wieder, Faktor, von dem das organische Weien in ieiner Ausgcitaltung abgabe des Erlebten und Beidhehenen nicht doch ciwas von icincin

hängig it, außer der Erblichkeit: die äußern Verhältnisse. Eigeniton, icinen ('cdanten, jeiner Welianichaung hinzut oder

Betrachten wir aber die Entwicklung der organischen Vejen, jo er müizte icine individualität aurgeben, die ihn ja gerade zum Tichter

erkennen wir ohne weiteres ani, dai; bei den niedrigsten durch dieje macht, und die Werke zweier Dichter müljen jich zum Verwechieli

beiden jaftoren das Leben des individuums bítimmit wird. Die ähnlich werden, wie es nicht einmal die von verichiedenen thonographen

3elle teili jich und das jerngo lento judividuum hat sofort den Stampi hergejtellten Photographicen derielben Hcrionen oder (Vogenitände ind. mit den äuizerou Berhältnissen auizunehmen, reip. jich ihnen anzupasjen. in dem Woment jedoch, in welchem durch einen (iodanteni, cing

Aber je höher wir in der organischen Welt steigen, deilo später ist Wendung, halb unbewurzt, die Wirtliditeit gefülicht wird, iit dic das judividuum fertig, cine desto größere Anzahl von Faktoren Möglichkeit der Opposition des zuschauers gegeben, weil derielbo

konkurriren bei der Vervorbringung cines zum sampic ums Dajein: dann nicht mehr aus iich heraus abjirahirt, jondern 311 ciner geeigneten individuums. Tas Ei mui; bebrütet, das junge crnährt Abitraktion überredet wird.

und im fliegen unterrichtet werden. Es triti alio der erzichliche Aber nicht nur die Objettivität der Wiedergabe ist in ; weitel

Einflui; der Eliern hinzu. Ilnd wo dem Einzelindividuum das zu ziehen, jondern auch die Möglichfeit objeftiver Awaiiung. In:

criolgreiche Beichen des siampics ums Dajein crichwert oder intereise, welches iiir eine Sache mehr erweđi wird als für die andere,

un möglich gemachi iii, da findet cine Vergciellichartung der individuen bedingt eine ungleiche Beobachtung, eine unwillfürlich (Bliederung

itatt, und der erzichliche Einflui; gliedert jich. ur Erziehung durch 11110 Abstufung der Dbjefte, die vielleichi durchaus mit ihrer inneren

die Eltern fommt die modelnde Einwirkung der (13emeinschaft iaftiidien Werrigteit in Wideripruch steht. Sollte aber dic objetrine

hinzu. llid jo fort bis hinaui zum Menschen, bei dem sich die Zahl Aurrassung für möglich cracitet werden als höciiter Triumph des der Faktoren mehr und mehr vervielfältigt ulin jo mchr, je höher

er steht, je gebildeter er iit --- bis das zum sampiims Daiein jähige *) Siche Magazin Nr. 23.

Judividuum fertig geitellt iit.

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