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ordnete Zustände anzubahnen. Sie ist vielfach mit be

Sie ist vielfach mit be- „Vigilanten“, „Vigilanz-Komitee“, „law and order men“, wundernswürdiger Energie und mit einem staunenswerten Regulatoren“, traten die Anhänger der öffentlichen Sicher: Heroismus durchgeführt worden, der vor dem Aeußersten heit und Ordining heimlich zusammen, und mit eiserner nicht zurückschreckte, aber auch vielfach eine weije Mäßigung, Energie wurde das Wert durchgeführt. Der Tod durd) einen rohen Gerechtigkeitssinn und volles Bewußtsein der Erhängen war die gewöhnliche Strafe, indessen begnügte Verantwortlichkeit an den Tag legte.

man sich in leichteren Fällen auch mit der Verbannung. Die Entstehung und Bedeutung des Wortes „Lilich. Die Rückkehr des Ausgewiesenen wurde bei Todesstrafe lynchen“ ist dunkel. Man hat es von dem angeljächsischen untersagt. In anderen Fällen von Lynchjustiz bestrafte Wort linch, „mit einer Steule schlagen, züchtigen“, her man den Schuldigen auch wohl durch Zerstörung seines leiten wollen, wahrscheinlicher ist aber wol feine Ent- Eigentums oder durch das abscheuliche „Theeren und stebung aus irgend einem personiennamen. Einige wollen Federn“, welches infolge der Interdrücung der Hautdas Wort mit einem Bürgermeister von Galway in Jrland, funktion durch den Theerüberzug eine feineswegs ingeNamens James Fitstephen Lijnch, der in der zweiten fährliche Strafart bildet. Hälfte des 15. Jahrhunderts lebte, in Beziehung bringen, Bret Harte in seinen „Kalifornischen Erzählungen“ weil von diesem resoluten Stadtoberhaupt berichtet wird, bictet interesjante Sdilderungen jener Kulturzustände, die daß er seinen eignen Sohn wegen Straßenraubes „männig: das einchen als eine notwendige Maßregel zur Folge lich zum abscheulichen Erempe!“ aus dem Fenster hinaus hatten, und in der meisterhaften kleinen Erzählung Tenerhängt habe, ohne sich mit juristischen Feinheiten lange nessees partner“ beschreibt er lebenswahr und mit feinein aufzuhalten. Eine andere Ueberlieferung führt das Wort Humor eine Gerichtssibung des „Richter Lynch". Denn auf einen Farmer John Lynch zurück, der iin 17. Jahr in den meisten Fällen wurden die Formen cines ordenthundert in Virginia oder Nord- Carolina lebte. Flüchtige lichen, wenn auch sehr summarischen Gerichtsverfahrens be: Sklaven und Verbrecher sollen sich damals in Banden zii- obachtet, freilich nicht mehr als cine Formalität, da die sanimengerottet haben, die das Land verwüsteten, und die Angeklagten“ meistens ein fu umfangreiches Verbrechen Einwohner in beständigem Schrecken hielten. Da sich die konto aufzuweisen hatten, daß an dem Urteil nicht zi1 Kolonialgeseße als machtlos erwiesen, habe die Bevölkerung zweifeln war. Je sicherer der Strick den liebeltäter erdem genannten Farmer Vollmacht zur Ausübung einer wartete, desto mehr war man gencigt, ihm in seiner Versummarischen Justiz erteilt, die darin bestand, daß die er- teidigung allen Spielraum zit gewähren: eine Freisprechung griffenen Strolche nach kurzer Erörterung ihres Sünden war nicht zu befürchten. Dem Irteil folgte die Vollregisters an den Bäumen gehängt wurden. Endlich giebt streckung auf dem Fuße, und der legte willen des Ger's auch eine Ansicht, welche das Wort „Lynchen“ von der richteten wurde stets mit peinlichster Sorgfalt von den Stadt Lynchburg in Virginia herleiten will.

Männern des Sicherheitsausschusses ausgeführt. Oft Die Geschichte der Vereinigten Staaten ist reich an zeigten sich bei solchen (Gelegenheiten inmitten der rauhen Beispielen dieser Volksjustiz, an erhebenden und erfreulichen Bevölkerung die edelsten Seiten der menschlichen Natur, sowohl, in denen sich ein empörtes Gerechtigkeits- und Ord- und immer war jedenfalls die Mühnheit und Entschlosseniungsgefühl äußerte, als auch an abscheulichen und bar: heit derjenigen Männer, die dem Verbrechertum entgegentbariichen; iind nicht immer traf die Maßregel in den trateit, eine bewundernswürdige. Schuldigen. Am veriverflichsten war die Lynchjusliz da, Bar einmal ein solches Vigilanz-Somitee einige Zeit wo sie sich in den Dienst der politischen Stämpse siellte, in Tätigkeit, so machten sich die Wirkungen schnell bewie 311 den Zeiten der Antifflavercibewegung. In dent merkbar Das Abenteurer: ind Desperadotum fing an Südstaaten, deren Bevölferung überhaupt mehr 31 (Gewalt die (Segend 311 meiden; der Ruf, daß man dort mit blutiger tätigkeiten neigt, wurden nur zit häufig diejenigen, die sich strenge vorgehe, verbreitete sich unter den heritmziehenden als Anhänger der Sklavenbefreiung zeigteit, oder die gar Verbrechern. Man mußte, es war dort „nichts mehr 311 einen flüchtigen Sklaven lInterstüßung gewährten, Opfer machen“. Diejenigen Desperados, deren man nicht habhaft der Lynd, justiz. Hem man sieht, dass auch die staatlich wurde

, beeilten sid), den inwirtlichen Distrikt zit verlassen, organisirte und gesetzlich geordnete Justiz sich in den Zeiten und der Farmer fonnte wieder ruhig schlafen, der Golds tiefgehender politischer Zerrissenheit bei sonst schr civilisirten gräber durfte ohne Furcht vor Wegelagererit seine AusVölfern in den Dienst der Parteilcidenschaften stellt, so beute nach der Stadt ichaffen. fann es am Ende nicht Wunder nehmen, daß die rohe Auf diese Weije ist in slalifornien und in Colorado Selbsthilfe als politisches Kampfınittel benugt wurde. der erste Schritt zur öffentlichen Ordnung geschehen, nach

Am jegensreichsten hat die Lynchjustiz in denjenigen dem die Goldgriben lange Zeit der Sammelpunkt des Gegenden Amerikas gewirkt, wo infolge eines massenhafien internationalen Verbrechertims gewesen waren. Nächsidem Zusammenströmens von Menschen wie in den Golddistrikten wurde Montana gesäubert. vier stand ein Deutscher

Raliforniens, oder infolge der Entlegenheit, die staatlichen Namens Veidler an der Spitze des Vigilanz- Ktomitees, Behörden zit schwach waren, um die Ordnung aufrecht 311 desjen Erfolge wunderbar waren. Das Land wurde von erhalten. Das war und ist teilweise noch der Fall in den einer geheinien Verbrecherbande geradezii terrorisirt; an westlichen Staaten. Salifornien, Oregon, Nevada, Kansas, der Spiße der „Straßenagenten“, wie sich die Mitglieder Colorado waren oft der Schauplatz eines solchen Notwehr dieses Seitenstücks der italienischen Mafia nannten, stand aftes der Bevölferung gegen das Verbrechertum.. (Ganz ein Sheriff; die Verbrecher hatten die Macht in Händen, besonders lockten natürlich die Goldminen den Abschaum die Männer der Ordnung waren in der Minderzahl, der Menschheit an. Ju den schnell emporblühenden Drt die ordentlichen Gerichte machtlos, denn die Geschworenen schaften sammelte sich eine erschreckende Zahl der verwegensten wurden von den Verbrechern entweder bestochen oder und gefährlichsten Subjekte an. Es wimmelte von Mördern, durch Drohungen beeinflußt. Trotzdem gelang es, durch Wegelagerern, „Desperados“, Abenteurern, Schwindlern, falte Entschlosienheit und unerbittliche Strenge dem Uns Gainern, Spielern und den mehr oder weniger harmlojen wejen ein Ende zit machen; imerwartet und wie eint „Tramps“, die Amerika vagabıındirend durchstreifen. Wenn | Vlitstrahl aus heiterem Himmel traf die Schuldigen das Maß voll war, raffte sich die Bevölkerung endlich zur die verdiente Strafe: die hervorragendsien Mitglieder der Selbsthilfe auf, umd entschlossene Männer machten es sich Bande, darunter der würdige Polizeibeamte wurden vom zur Aufgabe, die Gegend 311 „säubern“, wie man etwa Voltsgericht zum Tode verurteilt und gehängt, bis auf ein Hauš vom Ilugeziefer befreit. Ilnter dem Namen | den letzten Mann wurden die Organisatoren des Verbrechens

ausgerottet, die übrigen Anhänger und Mitglieder der offcnbar imr fam, um vom Verbrechen auf so günstigen Gesellschaft traf zum größten Teil dasselbe Schicksal, der Voden zi1 leben, wurde furzer Hand gelyacht. Das VerRest entfloh und suchte sich eine andere Stätte der Wirf- fahren erwies sich, als sehr heiljam. Denn die slunde von sanıfeit. Man sieht, der Fall hat einige Aehnlichkeit mit dieser prompten Justiz verbreitete sich unter den Desperados den Vorgängen in New-Drleans; auch dort handelte is des (voldlandes schr schnell, und die wandernden Abenteurer sich um eine wolorganisirte Verbrecherbande.

vermieden den sthmus von Panama fortant. Ju Montana lebte 311 jener Zeit, in den sechziger Jn den civilifirten Staaten der linion sind Fälle von Jahren, cin früherer Richter aus einem größeren deutsdien | Lynchjustiz heutzutage selten und fommen inr bei ganz Staate, ein politisch kompromittirter, der in Folge der außergewöhulichen Anlässen vor. Man will beobachtet Ereignisse des Jahres 1818 hatte flüchten müjiem." Der haben, daß mit der Abschaffung der Todesstrafe in WisMann, der übrigens später vom Präsidenten Lincoln 311m consin die Lynchjustiz zugenommen habe. Den in NewGejanten in Costa Rica cruaut wurde, schilderte im Drleans vorgefominenten Fall wird man mit Necht als Jahre 1867 in einer deutschen Zeitschrift die Tätigkeit des einen außergewöhnli hen bezeichnen fönnen. Wenn man Vigilanz-Somitees in Montania und nahm dabei sehr die Ilmsiände, welché dort Deni Anlaß 31 den bedauernswarm das Lynchwesen in der Gestalt, wie es in jenen werten Vorfomnijen geboten haben, mit den früheren Gegenden gewirkt hatte, in Sduz. Er sagte unter anderm: Zuständen in Salifornien, Montana 11. . w. vergleicht, jo

Mein Beruf als Richter in cinem der größten muß man indessen zugebeit, daß eine gewisse Aehnlichkeit deutschen Staaten bis 1849 und mein Aufenthalt seitdem vorhanden ist

. Wenn cine heimliche Verbrecherbande so in einem der verrufensten amerikanischen Grenzstaaten weit geht, daß jelbst die (Jerichte bestodhen werden und die gab mir volle Gelegenheit, beide Seiten der Lunchjustiz) Bestrafung der Verbrecher in Frage gestellt ist, jo ist zll prüfen. Ich habe Jahre lang bewußt unter der Herr- damit nac) amerikaniichen Begriffen die Amendung der schaft von Vigilanz-komitees gelebt imd mich sicherer ge- Lunchjustiz geboten, imd es ist 1111zweifelhaft, daß man in fühlt, als umier dem Schutz der föniglichen Hulizci- und weiteii Nreisen der Vereinigion Staaten das Geschehene Staatsbehörden; mancher meiner nächsten Bekannten und zwar bedauerlid, aber keineswegs imientschuldbar findet. Freunde, frühere deutsche Professoren, Staufleute, Justiz Es sei cudrich erwähnt, daß jogar in Deutschland beamte it. s. w. waren Mitglieder des Komitecs und fast noch bis vor einigen Jahrzehnten eine Art von Lindhtäglich oder nächtlich in ihrer traurigen Mission tätig, justiz ziemlich häufig vorkam. Es ist das jogenannte ohne daß unser Verhältnis dadurch getrübt wurde, ja id) Haberfeldireiben“, welches in Ober-Bayern üblich war. konnte den Männern einen höheren (Grad von Áchtung Personen, die sich mißliebig gemacht hatten, und gegen nicht verjagen, die alles aufs Spiel jeften, um die (ejell die doch ein gerichtliches Einschreiten nicht möglich) war, schaft, die Herrschaft des Sejebes an dereil Todfeinden 311 weil ihre Vergeheni oft mehr gegen die Moral als gegen bestrafen und 311 rächen.“

die Gefeße verstießen, wurden durch das „Haberfeldtreiben“ Rehuliche Vorgänge wie in Montana haben sich in bestraft. Dieser merkwürdigen Volfsjitte lag ein voll Panama, Zentralainerika, abgespielt 31 der Zeit, als die ständiger Geheimbind 311_(Grimde, der gewisse "Obmänner, Eisenbahn von Panama naci Aspimvall gebaut wurde

. sogenannte Haberfeldmeister“ hatte, und dessen Mitglieder Das Zusammenströmen des Gesindels begann hier, nach zu unverbrüchlichem Schweigen eidlich verpflichtet wurden, dem die' (Goldminen in Kalifornicu entdect waren, weil jo daß auch heutzutage, trop der vielen gerichtlichen Verdie Dampfer Panama mit dem Goldlande verbandet umd handlungen, die sich an derartige Vorfommnisje knüpften, der gesamte Verkehr über den Isthmus ging. Hier fonntent das (Scheimnis nicht ganz aufgeklärt ist. lebrigens war in größter Bequemlichkeit die heimfehrenden Goldgräber, die Bestrafung des Schuldigen cine ziemlich harmlose

. Er die mit den erworbenen Schäben in der Taiche aus den wurde vorher durch anonyme Zuschriften gewarnt und Mördergruben Kaliforniens glücklid) entschlüpft waren, von aufgefordert sich

) 311 besserit

. ihren Schätzen befreit werden. Mordaten waren auf der Asenn dies nicht geschah, so wurde in einer Nacht seine Tagesordnung, Revolver und Mesjer in beständiger Tätig. Behanjing plößlid von teilweise bewaffiieteit

, infenntlich feit; es waren imglaubliche Zustände. Von einer Tätig- gemachten Männern imzingelt

, der „Angeklagte“ mußté feit der Behörden oder Gerichte war nichts zit bemerfeit; ans Fenster oder an die Thür treten, und in wurde ihm man beschuldigte den (Gouverneur sugar, mit dem Vera ein gereimtes Verzeichnis seiner Sünden (meist handelte brecherium im Einverständnis 311 sein.

care sich im (Heiz, Wucher, Licbjchaftsangelegenheiten und Als die Zustände schließlid) einen soldien (Grad von dergl.) vorgelejen. Nach jedem Verje stimmte die verIInsicherheit erreicht hatten, daß jogar der Verkehr auf der sammelte Menge eine schauerliche Maßenmusik an. Im neut erbauten Bahn über den Isthmus darunter 311 leiden übrigen geschah dem Schuldigen fein Leid, ja es wurde anfing, sah sich die Tireftion der Eisenbahn genötigt

, I jogar etwa entstandener Schaden nachher heimlich erstattet. Maßregeln zit ergreifen. Ein „Oberst" jo id jo erbot zur Durchführung dieses sonderbaren Gerichtsverfahrens sich, im Wege der Linchiustiz die Gegend von dem (Ge wurde aber auch nötigenfalls (Bewalt_angewendet. Die findel zu befreien. Die Eisenbahngesellschaft schloß cinen | Teilnehmer blieben stets' geheim. Dieses eigentümliche förmlichen Vertrag mit ihm, und ein Vigilanz-Komitee Volkssitte, die schließlich zii einem bloßen Nrawall und wurde eingerichtet. Jedes verdächtige Individuum wurde insiun herabsant, ist heutzutage infolge des cnergischen angehalten umd nach dem Zweck einer Amesenheit auf Einschreitens der Gayrischen Behörden ausgerottet; sie war dem Isthmus befragt. Fühlte sich der Befragte aus ge- | jedenfalls ein merkwürdiges Beispiel von Lynchiustiz inwissen Gründen zur ungenügenden Beantwortung dieser initten eines ganz civilisirten Landes. „peinlichen Frage“ veranlaßt, so wurde er nur noch befragt, ob er Geld befäße, im mit dem nächsten Dampfer den Isthmus von seiner Auwesenheit z11 befreien. Fiel die Antwort auch hierauf ungenügend aus, so wurde der Betreffende ohne Umstände aufgehängt - in der wolbegründeten „juristischen Vermutung“, daß er es hinreichlich verdient habe. Dasselbe Verfahren wurde beobachtet, weil Dampfer im Hafen einliefen; wer von den Passagieren verdächtig war, feine Mittel zur Weiterreise besaß und

Wenn der Deutsdie heutzutage einen intinent l 311 sein, so e

Aus den Briefen Gustave Flauberts. *) polterit, lachen, predigen, unter der Arbeit feuchen, und Von

man hört von Zeit 311 Zeit durd, all das Schimpfen und Fritz Inautijuer.

Spaßen hindurch die gütige Stimme des Menschenfeindes,

der die ganze Menschheit verachtet und jeden NebenWer die Achtung vor denticher Gründlichkeit gründ-menschen liebt Pluch bei uns hat der Band Briefe Bes lich verlieren will, der braucht nur einmal hintereinander wunderer gefunden, welcher Flauberts föstliche Korrenachzulesen, was in deutichen Litteraturgesdrichtswerfen spondenz mit George Sand enthält

. Aber die Briefe über Gustave Flaubert zusammengefaselt worden ist. Da an die berühmte Dichterin verlieren etwas grade durch befommt er regelmäßig eine Tadeisnote dafür, dass er die

den Zauber der Galanterie, mit welcher der geniale junge Madame Bovary geichrieben hat, in welcher die Bericht: | Flaubert die berühmte, alte Tamé umschmeichelt. Es crstatter die Staminmitter von Zulas Rougon Macquart lind Sunstwerfe, deren Stoff aus (Güte und Geist gemischt jehen wollen. Au Madame Bovarn läßt man aber | ist; weil Flaubert aber mit jedem dicier Sand-Briefe crimmerhin einiges Talent gelten. llebrigens sci an Flan freuen will, enthalten sie wenig von seiner innersten 111bert gar nichts Besonderes gewesen, Ein umflarer sopt, glücklichen Natur. Zur Senntnis des Mannes, zur Geder auf dicjem und jenem litterarischen Gebiete sich ver schichte des franzöjijchen Naturalismus wird die große sucht habc.

Briefiammlung weit mehr beitragen. Jul Franfreich liegt die Sache nicht viel besier, da Der vorliegende Band umfasst dic 15 Jahre, in denen die frommen Leute sich dort noch heute vor dem Dichter Flaubert seine drei Hauptwerfe geschaffen hat. Sie reichen der „Madame Bovary“ befreutzen und die große indifferente bis zum Tode scines einzigen Herzensfreundes. An ihn, Mawie viel lieber zit den leichteren Büchern von Zola deit Sichtenden Landsmani Boirithet, schreibt er einmal greift, als 311 den immer litterarischen und tiefiinnigen das bittere Wort: ,,Wir leben in einer Welt, wo man nur Schöpfungen Flauberts., Aber in Frankreich giebt es noch fertig gekaufte Süleider anzieht. Ilm so schlimmer wenigstens eine ansehnliche Flaubert - (Semeinde, welche

für uns, wenn wir 311 lang find; die stonfeftionsgeschäfte weiß, was die Welt an diesem eigenžinigen und unglüd arbeiten für ein gewisses Mittelmaß, wir werden nackt lichen Dichter besessen hat. Flaubert ist in zehn Jahre gehen müssen.“

gchen müssen.“. Diejem Freunde schüttet er seine ganze tot. In der wunderschönen Stadt Hotel, in dcrent Ilm

Scele ans, jo oft eigenc Not, freunde Dummheit oder die gebung, am Ilfer der Seine, er seinen Beruf erfüllt hat Zeitgeichichte ihn zum Raicu bringen. Die beste Stimmung mit einer Anstrengung, wie wenn ein Leibeigener den gegen das zweite Statierrci.h, wie wir sie in den Romanent Pflug mit eigener Sraft durch steiniges. Land zit ziehen Zölns jeit 20 Jahren finden, trittims schon in den hätte, in Ronien, der Stadt der herrlichsten Kirchen und 30 Jahre alten Bricien Flauberts entgegeni. Ilnd das des besten Apfelweins, steht jeit kurzem Flauberts Denk Programm des Naturalisinis hat er schon damals klarer mal. Seine (Gemeinde aber hat ihm ein ichöneres Denf

und weitsidiriger aufgestellt, als der robustere, beschänktere mal geseßt durd) Herausgabe jeiner jämtlichen Briefe, von ind darin erfolgreichere Zula. denen eben der dritte Band erschienen ist.

In dicien Briefen aber, die nicht nur lebhaft sind Litterarische Karallelen hinfen womöglich noch stärker wie dramatische èzenen, jondern and handlingsreich und als andere Vergleiche. Aber ich kann es trozdem nicht fast händelsüchtig, giebt es eine Joylle, iind diese möchte ich interlasien, den deutiden Sicformator bier zu neuen, an

für heute herausheben. Er erhält eines Tages aus der Tiefe den mich Flauberts ungeheures Ningen immer wieder er: der Provinz den Briefeines adeligen Fräuleinis; Mademoiselle innert. Wie Flaubert war Sito Ludwig ein litterarischer Leroyer de Chantepie, eine schöne Seele wie aus dem Bahnbrecher, wie Flaubert stedfte er der kommenden (Sene

18. Jahrhundert, jchickt ihm ihre Huldigungen und ihre ration Ziele ab und verbrauchte jelbstquälerisch sein Leben, Mammfripte. Flatbert wird von der Persönlichfeit der um nicht mir den Weg 311 zeigen, sondern ihn auch jelbit fränflichen und was hysterischen Dame jo crgriffen, daß 311 laufen, den eigenen Jüngerii voraus, auch den Jüngsten.

er sich in einen seistimentalen Briefwechsel mit ihr einläßt, Wie Flaubert stand L110 Ludwig abseits von dem in cin bischen Platonisch verliebt er sich jogar in das It dustriellen Getriebe der Litteratur und schuf Sunft in der

befaite Fräulein, und wagt es brieflid, sie auf die Kunst willen, und wie Flaubert verlangte er von sich selbst

Stirn zu fürjenud mehr dergleichen altfranzöriiche Nitterlichfür jede niele Aufgabe eine neue Technik, für jedes Buch

feit 31 übeul

. Er schnt sich nach ihrer Bekanntschaft und cincit bcionderen Stil und marierte sich ab wie ein Tage

fordert sie ab und zu auf, ihn doch in seiner Einjamkeit löhner, im bei flarem Bewußtsein, auf Grund eigener zu besuden. Dann scheint es, als ob jeine scorrespondentin Theorien 311 crreidheit, was die somer, Shakespeare und

ihminit ihren Manufripten doch etwas lästig würde. (Sveihe unbewußt getroffen hatten. Darum bei Beiden

Er schreibt jeliener, wird mitunter ein wenig derb und das höchste Wollen, bei Beideit cine geringe Fruchtbarkeit,

cynisch in seinen Freundschaftlichen Ratschlägen, aber der bei Beiden Schäße von Schönheit für alle, die die Schönt (cisi von döner Menschengüte und von feinster (Galanteric heit suchen. llnd wie der Deutide Ludwig feine leiden- verläßt ihii niemals. Der Briefwechiel mit Fräulein von schaftlichsten lleberzeugungen nicht in seinen Dichungen Chantepie ideint in dem vorliegenden Bande beendet zit niedergelegt hat, sondern in seinen immer noch imanis: sein illud wenn die Bricfe (Socthes an Frau von Stein geschöpften Tagebüchern, fo legt der Franzose Flaubert damit indigen, daß (Goethe der nervös gewordenen Gejeine nackte Scele in seinen " Vriefwechsel mit gitten liebten den "Fiat giebt, mit dem Naffeegenuß vorsichtiger Freunden.

zii fcin, so enthält Flauberts legter Brief an Fräulein Brief schreiben will, jo tut er es doch nur in einem Tage:

von Chantepie gar den gut gemeinten, aber geviß ichr buch; der franzoje hat die alle Nunst, auch schriftlich mit fränsenden Nat, ihre Cugen ichr 311 schonen. Wie dic andern 311 sprechen, nicht verlernt.

Persönlichfeit Flauberts vor its steht, mag er mitunter Der Vorteil liegt auf der Scite Flauberis. In den gewettert und geflucht haben, wenn so ein schönjeliger, Nachlaßschriften Otto Ludwigs handelt es sich fast immer | Panger Vrief der Dame cintraf. Aber der Neiz

, den sie liur um die Sache; mir selten kommt die persönlichkeit

auf ihn austible, war 311 mächtig, er antwortete dennoch zum Wort. In den Briefen an seine Freunde lebt die

und antwortete meistens in lesenšiverten Briefen. Persönlichkeit Flauberts fast dramatisch; man hört ihu Denn jo ist in einmal der persönliche wie der brief*) (iustave Flaubert. Correspoudance. Troisième série.

liche Verkehr der Menschen. Mit guten Freunden läßt (1854–1869) -- Paris, Bibliothèque Charpentier 1891.

man sich gehen und verläßt sich darauf, immer verstanden

311 werden, auch wenn man nur ein Wort oder eine Geste die stillen Existenzen, die nichts tun, als alte Handschrifteit, heigetragen hat. Die Brüder Goncourt und die anderen Sterne oder Blumen studiren." litterarischen Freunde kennien Flaubert so gut, daß sie sich Noch einmal nach zehn Jahren fomit er auf den cinen derben Fluch oder einen Cinismus mit Leichtigkeit Ausgangspunkt der Storrespondenz zurück, sein Lebeit für in theoretische Süße übersetzen Fräulein von Chantepic die Kunst und seine Weltanschauung. lleberzeugt, daß aber ist eine Dilettantin in der siumst, eine schöne Scele man franf ist, so wie man an sich jelber denft, suchte er im Leben und eine Mystiferin im Denken; da fann sich in der siunft zu berauschen wie andere im Branntwein. Flaubert nicht umhin, sich ein bischen zusammenzunehmen, Seinem festen Willen gelinge es, das Bewußtsein des um ihr feine Weltanschauung und seine Ansichten von eigenen Individinıms zii verlieren. Man sei dann nicht Kunst und Leben verständlich und in überzeugender Form glücklich, aber man leide weniger. Ilud ausführlich konimt vorzutragen.

er auf den Gedanken zurück, daß es keine absolute WahrGleich in cinem seiner crsten Briefe trägt er ihr ansa heit und feine letzteit Resultate gebe. ,,Der Namibale, führlich seine individuelle Lebensphilosophie vor. Er ver der seinen Nächstei aufißt, ist ebenso unschuldig wie das langt von ihr ermüdende Arbeit. „Das Leben ist ein jo Kind, das an seinem Gerstenziicker lutscht... Eine Lösung! scheißliches Ding, daß man es mir dam crtragen fam, Das lešte Ziel, die letzte Ilrsache!' Aber wir wären ja wenn man ihm ausweicht. llnd man weicht ihm aus, Gott, wenn wir die Endurjache hätten, und je weiter wir indem man in der Kunst icbt, in dem imuterbrochenen kommen werden, desto mehr wird sie zurückweichen, weil Streben nach ciner durch die Schönheit dargestellten Wahr- unser Horizont größer werden wird. Je vollkommenere heit“... „Stein großes Genic ist jemals 311 letten Schlüssen Fernrohre man machen wird, desto mehr Sterne werden gekommen und ebensowenig ein großes Buch, weil die wir crsehen. Wir sind verdammt, in der Finsternis und Menschheit selbst immer vorwärts marschirt und weil sie im Jamuner 311 freijen ... Stellen Sie sich einen zu feinem letzten Schlujic fommt. Das tut Homer nicht, Menschen vor, der mit einer Waage von 1000 Ellen Länge und Shakespeare nicht ind Goeihe nicht, und die Bibel den Sand des Meeres wägen wollte. Wenn er seine beiden fogar zieht feine letzten Schlüsse .... Mir scheint es auch Schalen gefüllt hätte, würde der Sand herausrinnen, und immer eine rechte Perrücktheit, die beste Religion oder die seine Arbeit wäre nicht gefördert. So stehts mit allen beste Regierungsform 311 suchen. Die beste scheint mir Philosophen. Sie haben gut sagen: es giebt doch ein Gcimmer die, die im Verscheiden ist, denn sie wird einer wicht, eine besiimmte Ziffer, die wir wissen müssen! anderen Platz machen."

Man vergrößert die Wagichalent

, aber die sette reißt, ind Bald darauf jpricht er 311 der Inbefanuten von jeinen fo geht es imuner, immer! Seien sie also cristlicher und literarischen Schmerzen. Er arbeitet wie ein Saleeren bescheiden Sie sich mit dem Nichtwijjen. Vejen Sie sträfling an seiner Salambôn. Die Vorarbeiten bringen Montaigne. Aber lejen Sie nicht wie Kinder lejent zit ihn zur Verzweiflung, und er bricht in die erschütternde ihrem Át inüse:nent auch nicht wie die Streber Icsen, um Klage aus: Es ist leichter, ein Millionär zit werden und was 311 lernen. Nein, lesen Sie, in 311 lebent.“ in Venedig einen Balast voll von Siimstwerken 311 besigeni, Ein stolzes Wort! lim dem Leben 311 entgehen, d. 1). als eine gute Scite 311 schreiben und mit sich zufrieden 311 im leben zit fönnent, stürzte sich Flaubert in seine aufjein. Id habe vor zwei Monaten einen antiten Romani reibende Arbeit. Hind wie andere schreiben, im materiell begonnen und eben das crsie Kapitel beendet; un, ich leben 311 fönnen, so schrieb er, um geistig 311 leven. Ein finde kein gutes Haar an meiner Arbeit, ich verzweifle solcher Mann durfte die Forderung stellen, dass man lejen darüber Tag und Vad)t, ohne 311 ciner Lösung zit fonummen. jolle, um_311 lebent. llnd man lebt auch, wenn ni"! Jemehr Erfahrung ich in meiner Sunst gewinne, desto Flanberis Briefe liest, lebt in guter (Sesellschaft, im lille mehr wird meine Kunst für mich zur Lual; meine gang mit einem seltenen Mann. Phantasie bleibt dieselbe, und mein (Sieschmack wird Daß ein so vorurteilsloser Denfer so wenig litterarish bedeutender. Da steckt das llnglück .... llber wir sind wie politisch in einer Partei jieden blieb, ist wol 311 vielleicht mir durch imsere Leiden etwas wert. Es giebt glauben. llnd es ist beachtensiert, wie (Swave Flaubert jo viele Leute, deren Freude sehr schmutzig und deren zum französijdou Vaturalismis jiand, den er felbļi 11!!! Ideal sehr beschränkt ist, daß wir unser lliglück segnen geschaffen hat. jollten.“ llud in demselben Brieic jagt Flaubert, der

(Ein zweiter Artifel folgt.) berüchtigte Naturalist, den Napoleon III. wegen lluitlichkeit verfolgen ließ: ;... Ili meiner Jugend war mein Herz weit wie die Welt. Dam habe ich daran rende gefinden, meine Sinne zit befämpfeil und mein Herz 311 martern. Jeden Rausch, der sich bot, habe ich zurück: gestoßen. Gegen mich selber wütend, habe ich den Menschen entwurzelt ... Aus diesem Baum mit der grünenden Laubfronc wollte ich eine schmudflosc Säule machen, ganz oben, wie auf einem Altar, ich weiß nicht, welche himmlische Flamme entzünden.“

Im Spiegel. Die Freundin geht auf jeine Idee ein und will 311

Von irgend einem Zivecfe dic (Geschichte des 30 jährigen Srieges

y elimiitli mielli c. studiren. Flaubert cutsdhuldigt sich zuerst damit, daß er darüber nichts als die Darstellung Schillers gelejen habc. Aber bald reißt er sich aus seiner Sklavenarbeit und schickt Ich hatte sic in Tiergarten getroffen, wie sie allein ihr eine Bücherliste ind cinpfiehlt ihr, sich, um zit geniejen, spazieren ging, und nach ihrer Begrüßung die Dreistigkeit in die Arbeií zit stürzent. ltnjere Seele ist ein wildes zit der Anfrage gehabt, ob ich fic ein wenig begleiten Tier; sic ist immer hungrig, umd man muß fie bis zum Jürfc. Leicht "crrötend, hatte sie dennodh zum Zeichen Schliunde vollstopfen, damit sie sich nicht auf uns jelber ihrer Einwilligung mit dem sopfe genici, oder es war wirft. Nichts beruhigt mehr als cine lange Arbeit. mir so vorgeförnmen, jedenfalls schritten wir, ich eifrig Gelehrsamkeit ist ein fühlend Ding. Wie sehr habe ich redend, während sic im Anfang noch etwas schcú blieb, oft bedauert, fein Gelehrter 31t seit, und wie beneide ich nun gemeinsam miler dem hellen Frühlingslaub dahin,

das fict) ehört nun zum Verständnis defien, was ich ers

leider nicht Arm in Arm, aber doch wie ein Pärchen, / weibliche Geschlecht im allgemeinen mehr Rücksichten auf

seine Kleider als auf seine Empfindungen nimmt. JIL

jenem Augenblick hatte ich einen anderen Gedanken; ich zähle, daß ich einen bemerkenswerten Ilmstand hervor- fand die Besorgnis Marthas selbstverständlich und erinnerte hebe: Martha' war einige, sogar verschiedenie Jahre älter mich nur an das glückliche Paar Aeneas und Dido, das als ich. Das hatte mich freilich nicht gehindert, in das jeine von Gewitter heimgesuchte Liebe trocken in eine anmutige Mädchen sterblich verliebt zu werden, welches Höhle retten konnte. Was würde ich jetzt für eine solche sich so stolz und spröde allen Bewerbern gegenüber bis- Höhle geben! Aber gab es denn nicht auch in unserer her verhalten hatte und sich bereits jenem Alter näherte, Zeit etwas Aehnliches, einen Zufluchtsort für itaßvon dem für das unvermählte weibliche Geschlecht auch gewordene Liebespaare, nur angenehmer, komfortabler eindas deutsche Wort gilt, daß man bei seinem Eintritt dié gerichtet als jener Trogloditenraum der karthagischen moffnung zurückzulaffen habe. Wenn aber junge Mäd Königin? chen „älter werden“, so löst sich die Stimmung ihrer Mir fiel plößzlich ein, daß ganz in der Nähe, am Seele entweder in einen gewisseni (Valgenhumor auf, bei Ende ciner der Tiergartenstraßen, eine kleine Konditorei dem sie die feciten Anspielungen lachend dulden, oder sic | lag; jie fonnte mur einige hundert Schritte entfernt sein. zeigen einen wunderlichen Wechsel von jubtiler Empfind- Ilnter cinigem Stammeli wagte ich an meine Begleiterin lichkeit und harter Verstooftheit, den die Welt mit sehr den Vorschlag, ob wir nicht in dieser nahen Konditorei verschiedenen Namen 311 belegen pflegt. Es geht ihnen den Frühlingsregen abwarten wollten. Sie schüttelte eben wie den Birnen, die, vom Baum abgenommen und zuerst das stolze Baupt, aber ich bat und bettelte so lange, auf das Lager gebracht, entweder, wie das Volt sagt, machte jo iebhaft auf die Stärke des Regens, die Ent„mulich“ werden oder in ihrer Süßigkeit eintrocknen fernung von der Pferdebahnlinic, die llngewißheit, einen und einen herben, holzigen Beigeschmack betommen. Ich Wageni" 311 treñen, aufmerkjam, daß sie nach einigem fürchte, daß meine angebetete Martha sich bereits auf Zögern meinen Vorschlag annahm und wir rasch uns dieses lettere Stadium vorbereitete. Meine Liebe zeigte dert angegebenen Zufluchisort nähern konnten. Als sich sich indesjen so bescheiden und schüchtern – ich war ja

ich war ja die Tür des kleinen Ladens für uns öffnete und Martha nicht viel mehr als zwanzig Jahre alt – und ich harrte mit ruhig - entschlossenem Schritt eintrat, ging, wie ich in dem wortarmen, asfetischen Minnedienst so andauernd gestehe, ein listiges Lächeln über mein Hejicht. „Triumph! aus, daß Martha zuletzt mir selbst entgegenfam und ich | fie' ist herein.“

sie ist herein." Ich glaube, daß auch den Dümmsten in ihren Augen die Freude jah, sobald sie mit mir reden ind Ilnerfahrensten bei seinem ersten glücklich eingefädelten konnte. Das war und blieb alles; dentlichere Zärtlich. Liebesabenteuer die Stimmung anwandelt, er sei doch keitsbeweise von meiner Seite lehnte sie herbe ab, und eigentlich der entichlosseuste und verschlagenste Rone, den die für cine intime Aussprache hatte sich immer noch feine Sonne bescheint. Was mich angeht, jo jah ich mein listiges (Gelegenheit geboten

Lächeln noch aus dem großen Spiegel mir entgegenguiden, Ich war so vergnügt und lebhaft, wie man nur mit der die Ecke des fleinen Sabineits ausfüllte, wo wir unzwanzig Jahren, die Liebe im Herzen und dic (Geliebte

weit des Fensters Plat genommen hatten. Ich bestellte zur Seite, sein kann. Ich sprach von allen Dingen, die bei dem aufwartenden Mädchen einige Sileinigkeiten, die mid) interesirteit, wie ein Prophet ind forichte nad) alleat schnell gebracht wurden und so appetitlich aussahen, daß Dingen, die sie intercfjirten, mit der Erfurcht, welche

auch Martha sidentschloß, davon 311 genießen. Es war man den Geheimnissen einer (Göttin schuldig ist.

cine richtige süfze Liebesspeije. ich auf solche Scije jehr vielen lluinn chwaste, io er

Was mir vor allem licb war, in der Stonditorei reichte ich, daß Martha jelbst gesprächiger wurde und auf befand sich außer uns fcin (Bajt. Das bedienende Mädihrem Gesicht die kleine, harte Falte in den Mund, die

chen jaß wieder vorne in dem kleinen Laden, wir waren mich bisweilen erschrect hatte, ganz versteckt blieb. Ver

allein in dem fleinen Nabinett, an welches zwar mit wegene abenteuerliche Pläne, ihr mein Funeres heute Freiem, offenen Eingang ein anderes fidh anschloß, allein 311 enthüllen, zogen mir durch den stopf; ich jtenerte mit auch in dicjem jahen" wir niemand, noch vernahmen Vorliebe in weniger belebte Sciten-Auicen und flichte im

wir cin (veräusch, das auf die Gegenwart Fremder deutete. (Bespräcnach fühnen llebergängen zu einer stärkeren

CU blidten wir einige Minuten, fucheneījend und Andeutung meiner Leidenschaft. Martha folgte mir in

plaudernd, durch das Fenster auf die Straße, wo immer die Seiten Allcen, aber meine Anjpielungen schien jie noch der Regen das weißgraue Pflaster näßte und färbte. nicht 311 beachten.

Sie nedte mich mit meiner angeblichen Vorliebe für Du lieber vimmel, cinmal mußte ich ihr doch sager, Süßigkeiten, und ich blieb ihr die Antwort nicht schuldig. was ich für sie empfand! Ilud jo schüchtern ich war, jo viel begriff ich, daß dieje (Belegenheit günstiger war als

,Wer wird bei den Süßigfeiteit des Lebens aus je cinc vorher und je cine nachher vielleicht sein konnte.

dem Wege gehen?“ jagte ich, in der Meinung, mit dieser Der liebe Himmel

, den ich da angerufen hatte, war mir faden Wendung eine schr geistvolle Anspielung zu machen. indesien gar nicht gnädig, denn zu unserer' lleberraschung „Es hat noch größere Männer gegeben als icine Wenigwurde die prächtige Mailuft plöslich von feinen, zartei keit, die sluchen aßen.“ Regentropfen durchschwirrt, die immer zahlreicher und „So besteht am Ende die (Größe der Männer im stärker auf das Laubwerk und uns harmlose Spazier- Kuchenesjen," erwiderte sig lachend, „von dieser Seite gänger niederprasselten. Die Lage wurde fatal; Martha habe ich mir die Weltgeschichte noch nicht angesehen. bat mich sofort, die Nichtung nach der Hauptstraße cin Aber da Sie Autorität sind im Stuchenessen —“ zuschlagen, wo jie die Pferdebahn zur Heimfchr benutzen Ilnd in anderen Dingeni,“ ergänzte ich. könne. Ich sah es ihr an, dass auch ihr die Trennung Meinetwegen auch in anderen Dingen.' Ilmsomehr, von injerin Gespräch nicht lieb war, allein sie konnte warum sind Sie noch kein großer Mann geworden?“ doch nicht mir zii Liebe sich und ihre Toilette dem Negen ,,Wenn ic) Shnen damit cinen (Sefallen tun faun, ansjeteni. Dder konnte sie es doch? Ich weiß es nicht, ! Fräulein Martha, es soll sofort geschehen.“ (9 wäre cinc Angelegenheit, die verdiente, cinem mittel „Natürlich sofort, auf der Siellé.“ alterlichen Liebeshof" zur Entscheidung vorgetragen zu ,,Aber Sie müssen mich zu Ihrem Ritter machen“, werden; die Erfahrung freilich spricht dafür, daß das sagte ich keck.

Da

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