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Ein junges Weib, schwärmerisch, romantisch, liebt einen da entstand dem Volfe ein Retter, ein Held des Geistes' fremden Seemann; aber er ist verschollen. Da stirbt ein Malthus des Ozeans. Mit klarem Vlicke durchschaute ihr Vater und mittelloź wie sie ist, verkauft sie sich gegen er, daß auf zwei Wegen geholfen werden könne. Erstens, lebenslängliche Verpflegung und den Titel Frant an einen wenn man die Nahrungsmittel vermehre und zweitens, andren. Aber sie fühlt darin ein Vergehen – sie kann wenn man die Effer vermindere. Die Krone alles sich ihm nicht hingeben ohne Widerwillen dazu ist Denfens aber schien ihm ein Gedanke, der beide Mittel fie' doch zu gesund, ind in zu hohem Maße Persönlichkeit in sich vereinigie. Tagelang trug er ihn ftill mit sich

und darum scheidet sie sich leiblich und geistig von herum. Endlich trat er in öffentlicher Versammlung ihm, freilich ohne den Mut 311 finden, nun auch den damit hervor und machte den Vorschlag, die Hälfte der Stauflohn zurückzugeben. Dazu ist sie zu beschränkt. Einwohner aufzuzehren. Er sprachs — und schon flogen Sie bleibt gesellschaftlich seine Frau; denn er ist ja ihr die Steinc. Nach wenigen Minuten war das Licht seiner Brodherr, und sie' muß doc) leben. lind es ist bekannt- großen Secle erlöschen. Aber der Gedanke war mit ihm lich bitter, nichts zu beißen zu haben. lind im des nicht gestorben. In tausend Röpfen klang er wieder. Eriverbs willen verkaufen sich ja jo viele Weiber. — Da

Da Nach wenigen Jahren hatte er sich die Mehrzahl der kommt der andere wieder. Er zicht sie wol noch an, denfenden Männer crobert – und damals dachten alle aber der alte starte Zauber der Jugendliebe ist gebrochen. Männer. – Es kam zur Abstimmung; die Weiber durften Sie weist ihn schließlich ab, und begeht in Freiheit iind nicht mitstimmen; denn es gab ein altes Gefeß, welches unter Verantwortlichkeit dieselbe Untat noch einmal, die bestimmte, daß sie keine Menschen seien — und mit wenigen fic cinst halb im Traume begangen. Sie bezahlt den Stimmen erlangte der Vorschlag Gesebeskraft. Éin Handel aufs nene mit ihrem Deibe, den Handel – denn Haupt der Bewegung opferte sich zuerst

, niach ihm andere. über Nacht ist die persönliche Geschlechtsliebe zu ihrem Bald überstieg das Angebot die crforderliche Opferzahl. würdigen Eheherrn doch nicht gekommen; wenigstens Erst ckelte man sich ein wenig, dann trieb der Hunger schweigt der nordische Rätselskalde darüber.

zum Eisen.

Schließlich schmeckte das Menschenfleisch Nein -- hier weiß man nicht, wo aus und ein – es vortrefflich. Keine fünfzig Jahre vergingen,die Segnungen ist ein unerquicflich Ding um diese Problemdichtung, der neiien Einrichtung zeigten sich nur zu bald und eine um dieses Wühlen im Fleische der eigenen Zeit, um das Kultur erblühte, wie sie itoch nie' dagewesen. Kunst und Spielen mit diejen gefährlichen Fragen, die so leicht Wissenschaft nahmen cinen ungeahnten Aufichwung. Längst Einfluß auf das Handeln der Gegenwartsmenschen ge war beschlossen worden, daß die allgemein menschliche winnen könnte. llnd was jollte den aus den landes Tugend des Menschenfressens für immer, ewig und für üblichen Vorurteilen worden? Es ist nicht abzujehen, das alle Tage fortbestehen folle und daß eine Emanzipation llnglück!

des lebenden Menschenfleisches bei Freffensstrafe verboten Aber es ist überhaupt imerquicklich), peinlich! lind fci. Wenn man dann abends beim gerösteten Menschendarum fort mit allem, was Problem heißt, imd darum fleische saß und die süßlich saftigen Stücke mit den Zähnen wollen wir lieber ins Garteithäuschen gehen und ein zerriß, dann fühlte man sich so recht auf dem Gipfel der bißchen Pepita spielen. Neue hübsche kleine Ausschnitt- Živilisation, dann freute man sich mit Recht stolzen Mutes chen aus dem Puppenstubengetriebe. Jedesmal eine des herrlichsten der Siege des Menschengeistes, der das ganz besondere, noch nie dagewesene Kuppe! Jede ori cijerne Bevölkerungsgesetz enthüllt hatte. Man sang ginell! 'lind ganz in individuelle Salice getaucht! Ein Lieder 3111n Preise des Gesteinigten ind schon nach mal vier Zentimeter Taillendurchmesser und das andre hundert Jahren fand er seinen Homer. Das Lied aber mal ein Märchen vom Menschenfresser. Aber nur cins: wird seinen Ruhm nicht untergchen lassen, so lange Individualität! Judividualität!

Menschen leben umd „allgemein inenschlich" fühleit

. Das ist die Vorgeschichte dieses Stampfrufes – wenn Welche Kunst crfordert es nicht, all diese großen man einen Ruf, der da mahnt, den schwierigen Aufgaben Gefühle, all diesc Bonnen beim Verzehren der jaftigen der Gegenwart aus dem Wege 311 gehen, noch cinen Menschenbratenstücke darzustellen! Welch erhabener GeStampfruf nennen fann

danke, von keinem umwürdigeren Geschöpfe zit leben als Ijt cs wirklich cine solche Großtat, an der Bahn von eines Gleichen! Welch beneidenswerte Begabung, barrière cinstweilen Skat 311 spielen, bis der Zug vorüber die Fähigkeit solcher Dinge im Jahre 1890 noch einmal gebraust ist?

lebendig 311 machen, daß sie durch die Herzen der Leser Manche fahren lieber mit, und noch andere suchen zittern! Das giebt Anlaß zu einer freilich noch gründə die Leitung der Lokomotive in ihre Hand zu bekommen. licheren psychologischen Analyse, als die limpige Tat Al;0 einstweilen Individualität!

des Raskolnikow! Das zeigt den Meister, der die tiefsten Ein Mensch schreibt Bücher, aber er hat nicht die Tiefen des Menschenherzens fennt, der jeden Strom kennt, mindeste Begabung dazu er läßt sie druiden, und der durch die Nervenbahnen zuckt. Das erfordert einen die Strilik ist faltgestellt: Begabungslosigkeit ist ja seine Künstler der Verrohtheit, cinci Meister des Vichtums, Judividualität! Ein andrer zoiet ganze Bogen voll einen Homer der Magenfüllung! Das fordert einen wer will mit ihm rechten? Soll der Mensch vielleicht | Dichter, der speziell für diese Dichtung, gezeugt und gekeine Individualität mehr haben dürfen? Er besitzt un boren werden muß, das fordert Individualität! lind einmal ein reich gegliedertes und mannigfach different

: Individualität ist der Gipfel aller Kunst

. zirtes Geschlechtslcbeur . Ein dritter predigt;

ja zuin

Außerdem der fulturhistorische Wert dieses Liedes Predigen ist auch eine gewisse Begabing nötig iind Be der Unmcujdhlichkeit! La bête humaine ist die reine gabung ist nun mal ja Soch Individulität.

Säuglingsleistung dagegen. Hier ist einmal ReichsunterEin vierter aber trifft den Vogel der Zeit ins Herz: stütziing am Platze. Es wird sich empfehlen, für diesen er schreibt ein wundervolles vorgeschichtliches Epos: kommenden Dichter immer eine der Kochschen Millioiien

Auf einer einsamen Zuscl im Weltmeer war vor bereit zu halten. dreitausend und mehr Jahren eine schrecklichelleber Angenommen, es fände fich wirklich ein Mensch, der völkerung. Im Vergleich zu derselben waren die Lebens- diese Skizze ausführte, und im Jahre Rembrandts ist mittel, die sie hervorbrachte, sehr gering. Da mißriet kein Ding immöglich – wäre dies Wert, gesept natürlich, die Bananeiiernte; cine furchtbare Hungersnot war die daß es seinen Jithalt wirklich lebendig vor Augen führté, Folge davon. Eben hatte dié Not ihren Gipfel erreicht, daß mindestens jeder zchute Leser Hinger auf das be

käme, was um die Knochen seiner Mitmenschen hängt haltener Denkmäler verfolgen fönnten. Aber dieser Raum wäre dieses Werk wirklich ein Kunstwerk für imsere Zeit? ist eben zu klein, um daraus bindende Schlüsse auf das

Es giebt auch jept noch Menschen in Deutschland, Wesen der Kunst zit ziehen und einen liegelkoder für welche diese Frage bejahen.

dieselbe anzufertigen. Nur der Sinn, der an diesem Man muß jie vor solch ein Ertrei stellen, und kleinen Zeitraum haften blieb und denselben für die dann, wenn man hier ein schanderndes Nein errungen Gesammtentwickelung hielt, konnte den llusinn des Auhat, denselben Maßstab an Roskolnikow, La bête humaine gemeinmenschlichen in der Seunst erfinden. und den Dämon des Neides legen.

Es giebt kein Kunstwerk, das dieses bleibt für alle Ist nicht doch vielleicht der Stofffreis der modernen Ewigkeit. Jedes hat nur Zeitwert; manche veralten Dichtung irgendwie beschränkt? Giebt es nirgends (Brenzen rascher, manche langsamer. Die Gretchentragödie in für ihn? Ist nicht vielleicht schrankenklose Willfür und Goethes Faust wird man vermutlich länger beivindern Freiheit selbst in der Stoffwahl schon nicht gestattet? als den Rahmen der Teufelswette, aber schon heute fehlt Kann nicht vielleicht der Stoff schoui cin Werk für den uns für den Sindesmord die rechte Teilnahme. Kulturmenschen des neunzehnten Jahrhunderts unter die Ilnd es giebt gewisse Vorbedingungen, die eine Stufe herabdrücken, auf der er das Ganze noch als | Dichtung erfüden muß, wenn sie ein Kunstwerk für Kunstwerk zu genießen vermag?

unsere Zeit fein will. Nicht als ob mit der Erfülliing ? ? ?

dieser Bedingung auch schon gesagt wäre, daß sie nun Fragezeichen sind auch eine Antwort.

wirklich ein Kunstwert jei aber wenn sie ihr fehlt,

dann ist sie auf keinen Fall als ein solches zu betrachten. Im Eingang war von Problemdichtung die Rede. Die erste und vornehmste dieser Bedingungen ist Dieses Wort auf das vorliegende Epos angewendet, er aber, daß sie nicht auf dem Boden einer Fragestellung giebt für dasselbe das Problem: darf der Mensch Menschen- steht, über welche die Gegenwart längst hinaus" ist, oder fleisch essen? Ilusere kultivirte Anschauung antwortet: positiver ausgedrückt, daß fie innerhalb einer Frage steht, Nein, und nur deswegen, weil es diese Frage für den die auch den Kulturmenschen noch beschäftigt, innerhalb Säulturmenschen nicht giebt, weil er über sie hinaus ist, deren er sich selbst befindet. Natürlich wird es in jeder weil sie beantwortet hinter ihm liegt, – nur darum ist Entwicelung vorkommen, daß die Menge über Fragen ein Buch, das dieje Frage behandelt, cs mag sie löjen hinauszusein glaubt, die von Denkenden inimer und immer wie sie will, kein Kunstwerk mehr für unsere Zeit. wieder aufgenommen werden. So geht es heute mit der

Ebenjo inzweifelhaft das ist, ebenso inzweifelhaft Frage der Lösung einer Ehe ohne Liebe. Der mittels ist es auch, daß diese Frage in einer menschenfressenden alterliche Teil der (Gegenwart betrachtet sie selbstverständlich Gemeinschaft aufgeworfen, allerdings dieselbe Spannung als einen Frevel am Heiligiten, und der denkende Ethiker hervorrufen kann, die in uns ein modernes ethisches der (Gegenwart fordert sie, und nennt das Fortbestehen Problem hervorruft, innerhalb deffen wir nod) jtchen, der Ehe in diesem Falle insittlich. Hier ist die Grenze, für das wir noch keine endgiltige Antwort haben. wo sich die Werturteile scheidei. lnd bald auch die

Denn eben in der Gewinninng einer großen Zahl Lebenswege. solcher Antworten besteht im Ganzen die Sculturentwidelung Kjenn jemand eine solche Frage wieder aufnimmt im Laufe der Jahrhunderte.

und im Ernst abermals zur Diskussion stellt, wie Es mögen sich in dem obigen Epos einige Stellen Dostojewskis franker Held die Frage, ob man unter finden, die auch ins noch paden – als Ganzes ist es fein Umständen berechtigt jei, seinen Mitmenschen zu töten Kunstwerk für unsere Tage.

dauit, aber auch itur dann, mag er es tun. Dasselbe gilt von einer Dichtung, in der vielleicht Die Stellung, welche die Zukunft 311 der Frage umgekehrt in einer menschenfrejienden (Gemeinschaft einnimmt, wird entscheiden, ob das Buch ein atavistisches zuerst ein milder weiser Mann auftritt mit der Lehre, Madwerk oder eine befreiende (Geistestat ist. Einzig die es sei infittlich, Menschen zit fressen, und natürlich dafür Zukunft; denn die Stimmen der (egenwart haben sich gespießt und verzehrt wird. Nicht lange nach ihin siegt

Nicht lange nach ihin siegt hierin von jeher als schlechte Propheten erwiesen. llud aber doch sein (Gedanke, und er wird im Liede gefeiert doch ist es die (Hegenwart, aus deren Händen die Zukunft und von der Sage itmwoben, wie der Rabbi Jejchi in hervorgeht. den sogenannten Evangelien.

Die Richtung, welche die Entwicelung der (egentDem Philister wird das vielleicht als eine Leistung wart in geistiger, sittlicher und kultureller Hinsicht eina erscheinen; denn es weckt in ihm den stolzen (Gedanken, schlägt, ist dieselbe, welche die sims cinzujchlagen haben wie wir es doch so herrlich weit gebracht. Aber auch wird, wenn anders sie bleiben will was fic inimer war, dem gebildeten Gegenwartsmenschen?

die Führerin der Wölfer nach dem Lande der Zukunft. Denken wir uns dies Lied von einem jüngeren Zeit lieber dicje Richtung, selbit genossen jenes Blutzeugen der Menschlichkeit" gedichtet

, schiedener Meinung jein, in manchen Punkten Denkende und es ist eine Dichtung, ein Stunstwerf. Es führt die aber wohl nicht mehr. Die einen wird die Zukunft als Zeit über sich selbst hinaus und greift in die Zukunft. die redlichen Arbeiter im Dienste der Kunst feiern und Es cuthält einen vornchmen Zeitgehalt

, Werte für die der andernt wird sie nicht gedenken, oder doch nur mit mit fittliche Entwickelung der Gemeinschaft, in der es auftaucht. leidigem Achselzucen. „Sie waren tausend Jahre hinter

Wir stehen jenseits aller dieser Fragen, und ein ihrer eigenen Zeit zurückgeblieben“, wird dann von manchen Geschreibsei, das heitte diesen Stoff behandelt, ist für litterarischen (Brößen der Gegenwart in den Litteratur: uns eine Verirrung einer atavistischen Einbildungskraft. geschichten zu lesen stehen. „lliid merkten es nicht einmal“, Aber wo ist heute die wirklich moderne Kritik, Sic er: schreibt dann der losé Bube mit Vleistift als Randglosje barmungslos solchen Plunder auf den Misthaufen wirft? daneben.

Alberti hat allen Ernstes behauptet: „Mein Ding steht als künstlerischer Stoff höher als das andere“, und genig Die landesübliche Theaterzeujur giebt sich alle Mühe, andere habeii ihm diesen Ilnfinn nachgesprochen.

beim Publikum den Anschein zu erwecken, als sei Ibsen Allerdings sind diese Dinge nicht so einfach den ein wahrhaft moderner Dichter, in dem sich der Seift drittehalb Jahrtausenden Litteraturentwickelung z11 ent- der Zeit und das ist bekanntlich der acht bis zehn nehmen, die wir doch einigermaßen an der Hand er- ! Herren eigener Scist 311 förmlichem Ohrensaufen

steigere. Aber selbst die Verbote seiner Stücke ziehen | lesen und zıım llebrigen werfen. Die Sunstfreinde, die nicht recht. Ohne sich das Warum? recht zum Bewußt wunderte und Tausende zit verschenken geneigt sind, wiidhjen seini 311 bringeit

, fühlt man sich nicht recht heimisch darin, bisher auf deutschein Boden sehr spärlid).“. so ,, interessant“ auch so manches seint mag.

Da bin ich doch anderer Meinung“, antwortete er Jbjent ist alt, und die Jugend wendet sich mit Recht freundlich lächelnd ,,Es giebt nach meiner Erfahrung von ihm ab. Aber der Grund, den sie vorschüßt, zeugt eine sehr große Zahl von Wohlhabenden und reichen Leuten von ihrer Unklarheit:

überall, die mit Vergnügen.cinen Teil ihres lleberfliisjes Crime ,,Individualität“ ist ihr nicht stark genug. mit warmer Hand zin Vesten der Sunst hergeben oder lind so muß es nach bewährtem nordischen Rezept folglich sie in ihrem Testament bedenken möchten, iind die nur eine auch in Deutschland join.

Alufforderung oder Anweisung erwarten, zweckentsprechend Haben wir aber wirklich zu wenig Individualitäten vorzugehen. "Sie tragen sich eine Weile mit dem Gedanken, oder imsere Individualitäten nur zli wenig, gesunden fragen gelegentlich den einen und andern um Rat, crhalten Juhalt? Dder haben wir vielleicht nur 311 wenig Dichter, halbe Antwort, werden verdrießlid) und versäumen die und insoderheit zu wenig Künstler, die ihre eigene Zeit rechte Stunde. Viele wollen auch eine große. Symine verstehen und die ihr neue Ideale 311 bieten wissen, in fchenfen, von der selbständig ein großes Werk angeschafft Deiitichland?

werden fam. Wem jollfie auch anvertraut werden? Es giebt allerdings Menschen, die in den Werfen llnd wohin einen fleinen Betrag eimverfeni, der mit anderen der Simmst sich nicht genug an Absonderlichkeiten und Spenden zusammen 311 sachgemäßen Verwendung kommen lingeheuerlichkeiten freien fönnen - aber wenn Conradis fönnte? An solchen Fragen scheitert der gute Vorjat. Phrasen“ und sein „Adam Menich" oder Hermann Mander, der einer Ehrenpflicht genügen will, fängts anch Bahrs „Gute Schule“ iind jein Vichdrama ,die Mutter" umredit an und trägt zur Verzetielung der Mittel bei, die noch nicht individuell genug gefärbt, gedacht und gedichtet bei richtiger Leitung einem großen Ziveck dienstbar werden sind, von dessen individualistischen Ansprüchen ist schwerlich | fönnten. Das ändert sich sofort, wenn eine Zentralstelle 311 erwarten, dass sie in absehbarer Zeit einmal befriedigt geschaffen wird, die alle von Nah und Fern zuflichenden werden.

(Beschenfe und Vermächtnisse aufzunehmen bereit ist aid Die jüngere Schriftstellergruppe in Deutschland hat das Vertrauen genießt, dic angesammelten (Gaben sachkuidig viel z11 viel fünstlerischen oder anch imfünstlerischen Eigen- im öffentlichen Zutercise zu verwenden. Es darf nur be finn," 311 viel absichtliche Schaffenswillfür, zii vicl (ic kannt werden, daß eine solche Sammelstelle vorhanden ist, dankenlosigfeit und individuelle Iluklarheit, als das man man braucht nur den Weg anzuzeigen, auf welchem mit ihnen noch 31zurufen brauchte, sie sollten mehr unge der geringsten Mühe ein sicheres Ziel erreicht wird, imo schminift tuin. Ilnd die älteren Herren von der goldenen an dem gehofften Zufluß von allen Seiten kann es nicht Féder, die sich einmal in ihr Sprüchlein verliebt haben, fehlen. Wir wollen bei Leibe nicht einen neuen Verein lassen sich durch solch einen Nuf nicht mehr aus der gründen, sondern nur eine Anregiing im Großen geben, ihren liebgewordenen Ruhe bringen.

das Gefäß hinstellen, in das und ans dem geschöpft werden Man muß es der Zeit überlassen, sie in ihrer fann. Für das Weitere bin ich nicht in Sorge." Treimühle einziistampfen.

Professor Gustav Schauer, der sich bescheiden als Das, was uns 110t tut, ist eine Sirilik, die scharfe | „der Schriftführer" bezeichnet, hat unter dem Aufruf zur Zucht an dem wilden Holze übt und mit Messern schneidet, Beteiligung bei einem , Nationaldank für bildende die nicht von gestern und vorgestern, sondern von morgen Sünste" Durch Schenfungen und Vermächtnisse eine Schar und übermorgen find, die mit fertigen neuen Idealen, von Männern der Séimst, Wiljenschaft ind schönen Litteratur die aus der Zeit selbst genommen sind, auf ihren Nichter- verjammelt. (Bleichjam offiziell vertreten sind die Vorstände stuhl steigt, und an ihren mißt, was die Produktion ihr der fönigl. Sunstakademien 311 Berlin, Düsseldorf und bietet.

Königsberg. Von Schriftstellern findet sich da Julius Heute nach Individualität rufen, heißt jagen: Wolf, Ernst v. Wildenbruch, Friedrich V. Bodenstedt,

Bir brauchen etwas, das ist mir klar. Nur weiß Julius Rodenberg, Friedrid, Spielhagen, Carl Frenzel, ich nicht, was. Ihr auch nicht.

Ihr auch nicht. Allo wollen wir uns Rudolf Sende und der Verfafier cicios Artifels. Es cinstweilen Rembrandts Bilder anschen. Gute Nacht! heißt in dem Aufruf: „Tie bildenden Künste, denen wir

die Verschönerung und Veredlung unseres Daseins verdanken, werden von der linguinst der Zeiten zuerst betroffen. Die Mittel des Staates für dieselben sind beschränkte. Nur Reichen erlauben die Bedürfnisse des Lebens, der Stust jofort materielle Lpfer zu bringen, dagegen fönnen weniger Vemittelte ihren Tank bei den Verfügungen über

die Hinterlassenschaft betätigen. Simmst umd Leben treten „Nationaldant für die bildenden Künste."

in liebevollere Beziehung, eine National-Galerie im er

weiterten Sinne entsteht. Bedeittende Nunstwerke, an die Ernst Midtjert.

der Nünjiler seine höchste Straft und oft seinie lepten Mittel

gesett, finden darin ehrenvollen Platz imnd siltlichen Einflus“. Das ist unter allen limständeit ein schr löbliches Sc. Majestät der Saiser umd König hat am 3. Dezember Nerf bemerkte ich dem würdigen alten Serrn, der 1890 der Stiftung die landesherrliche Genehmigung crmir meine IInterschrift abzufordern fam, nachdem ich die teilt. Sie ist bereits ins Leben getreten durch eine Schenkung vorgelegten Schriftstücke durchgesehen hatte – und wenn von bedeutendem Betrage seitens eines Gönners, der uintSie glauben, daß Jhuen mein Name zur Förderung des

befannt bleiben will, an die National (Galerie zit Berlin. fühnen linternehmens irgendwic nütlich sein fan, so gebe Die Namen der Stifter werden dem Gedächtnisse der ich ihn nicht mehr wie gerit. Aber' lenguen kann"ich Nation in einem Ehrenbuche aufbewahrt, das an würdiger freilich nicht, daß ich mir von solchem Aufruf“, auch Stelle - im Mitteljaal der National-Galerie auf einem went cr von Zeit zii Zeit wiederholt wird, nicht leicht besonderen Pulte seinen Platz findet. einen günstigen Erfolg zii versprecheit vermag. Man wird Alus den Zinsen des in seinem Stapitalbestande ihn, wie so vieles, was der Tag bringt und verschlingt, 'umangreifbaren Fonds sollen hervorragende Werte der

Von

deutschen bildenden Künstler (Malerei, graphische Kunst halb war eine Beschränkung geboten. Sie empfahl sich und Plastik) erworben werden. Inter ,,deutschen" bilderi aber sicher auch aus dem Grunde, weil die Verteilung den Künstlern sollen zunächst Sünstler, welche deutsche der riverbungen immer will fürlich erscheinen und EiferReichsangehörige find, zu verstehen, jedoch Werfe folcher füchteleien wachrufen würde, besonders wenn eine StaatsKünstler, welche der österreichisch-ungarischen Monarchie behörde sie übernehmen sollte. Nach einheitlichen Grunda angehören, nicht ausgeschlossen sein. Die Verwendung jäßen fann nur dann verfahren werden, wenn es sich um crfolgt durch den fultuš - Minister unter Beirat der die Herstellung einer zusammengehörigen und an derselben fönigl. preußischen Landes- Sto minijjiv 11. Zur Förde Stelle leicht überschaubaren Sammlung handelt. Ihre rung des Interesses an dieser nationalen Sache wird der dauernde Verbindung mit der schon bestehenden NationalNulius-Minister cinen ständigen Altschuß von Nunst Galerie hat den Vorteil eines ficheren Stüßpunktes ind freunden aus Deutschland berufen, welcher nach Be- gewährt die Möglichfeit, in fürzester Zeit die Stiftung darf 311 Berlin auf Einladung des Stultus- Ministers zur ergänzend wirksam werden zu lassen. Stommt sie so aller Beratung zusammentritt.

dings in erster Neihe der zwei Millionen zit gut, die Die jo erworbenen Sunstwerfe werdeit der National Berlin und seine nächste Ilmgegend bewohnen, so giebt es Galerie 311 Berlin cinverleibt; sie finden ihren Play doch in ganz Deutschland feinen anderen Ort, der auch in derselben und werden mit Hinweis auf den National nur annähernd einen jo starken Bruchteil der Patioit Dank besonders bezeichnet.

in ind iim sich vereinigte, feinen z11gleich, der einen jo Dies ist der Punft, bei dem wahrscheinlid) die stritit großen Fremdenzufluß Jahr für Jahr 31t verzeichnen hätie. des Ilnternehmens einseben wird. Man gönnt der Reichs- Bei der jeßigen Billigkeit der Verfchršmittel und bei der hauptstadt alles (Bute und findet es auch nur in der Did- leichten Erreichbarfeit der Reichshauptstadt aus alleit ung, daß sie entsprechend ihrer Bedeutung cinen Daupt- Richtungen wird es auch für die wenig Vegüterten mehr anteil an den Verfen der Sinnst hät, die durch gemeine und mehr cine Ausnahme, Berlin nicht besucht 311 habent. same Mittel für gemeiniame Zwecke erworben werden; Je großartiger die Eindrüde, die der Auswärtige hier aber man äußert Bedenfrit gegen die vollständige Non empfängt ind in die weimat mitnimmt, in jo gemeinzentration aller Erwerbungen für Berlin und gegen nütziger die Hergabe von Sapital. Zudem ist es keinesdie ausschließliche Vereicherung eines Staat:- Justituis in wegs durd, das Statut ausgeschlossen, daß auch die aus dieser Stadt, der National-Galeric. Vielleicht nicht ohne dem Nationaldant angeschaffteit Kunstwerfe, wie die aus Grimd! Es fann wünschenswert erscheinen, das gerade der National-Galerie, auf Rcijen geschidt ind zeitweilig die Kunstsammlungen der größeren Provinzialstädte, durch den verschiedenen Nunst-Ausstellungen als Schmuckstücke welche das Interesse für die Kunst in ščreise getragen überlassen werden, ju also anch den Majjen zugänglich wird, die von den in Berlin aufgehäuften Reichtümern werden, die sich in Berlin selbst ihren (Semuß nicht ge feine oder unr flüchtige sienintuis nehmen fömen, cinent statten fönnen. So gerade wird ein Wechsel ermöglicht, würdigen Zuwachs von Sunstwerfen erhalten, deren Alit der den Provinzialstädten nach und nach den ganzeit Beschaffung aus den eigenen meist sehr knapp bemessenen sit zuführt

. Schenkungen für ihre Mujeen werden auch Mitteln nicht zulässig ist. Der Bildungszwecf wird er jetzt nicht ausbleiben; sie pflegen in Bildern oder in Gelds weitert, wenn man an der (Gust

, sich an suítíchöpfungen spenden zur Anschaffung von Bildern 311 bestehen, die von hervorragenden Wert erfrenien 311 fönnen, breitere dam als Geschenke des bestimmten (Bebers bezeichnet Masjen der Nation beteiligt, als die zufällig in Berlin werden. Der Wund, sich auf dieie seise in der Erzusammenströmen. Es lässt sich befürchten, daß wolhabende innerung der Mitbürger und Landstente 311 erhalten, wird . Provinzialen, die sonst dem heimischen Justitut cine 311 an Stärfe nichts verlieren. Für diejenigen aber, welche wendung gemacht haben würden, es uun lohnender finden ohne jolche Rücfjicht zur Veisteuer an einem Kapital aufwerden, sich in das goldene Buch der National-(Galerie gefordert werden, in welchem ihre Einzelbeiträge gleichsaur eintragen 311 lassen, woraus jenem dann sogar ein direfter imterjinfen, muß der Anreiz größer jein, wenn sie wissen, Verlust entstände. Berlin ist schon mit Meisterwerfen der daß die aus den (Sesamtzinen angeichafften Sinnstwerfe Kunst so reich versorgt, daß sich nur noch das Bedeutendite zusammenbleiben und jeder Bescaner in jedem Stück deit daneben behauptei fann, und insbejondere die National Stifter vertreten findet, desjen Name das in der NationalGalerie so gefüllt, daß sehr bald die Platfrage Schwierig Galerie aufgelegie Dich ziert. Die meisten Geber, die feiten bieten muß, während den verschiedenerci Provinzial- sich hier einzeicinen, würden, wenn sich ihnen dieje' (icMuseen auch ohne einen übergroßen Aufwand von Mitteln legenheit, sich als (Sönner der Seiuft 311 beweisen, nicht noch immer Mustergiltiges eingefügt werden fann. Aber ergeben hätte, wahrscheinlich überhaupt nicht an Schenkungen wenn alle dieje Bedcnfen auf Würdigung vollen Alupruch oder Vermächtnilie zu ihren Zivecoit gedacht haben. ljaben, so rechtfertigt sich doch wol für die Stiftung des Die Lrganisation ist verblüffend cinfach. Die Stifter Nationaldants die Wahl der Mauptstadt des Reiches als stchen unter sich in gar feiner Perbinding; es giebt keinen alleinigen Sainmelortes der aus diesen Zuwendungen er Vorstand,keine(Generalversammlung,keine siasjeuwverwaltung, worbenien Siunstschätze. Eine Zersplittering ist hier am keine Decharge. Per dein Nationaldank für die bildenden wenigsten 311 empfehlen. Zumal wenn Schenkingen und stünste eine Zuwendung machen will, hat sie dem KultusVermächtnisse nicht als solche zum Anfauf von Nunst- | Minister anzumelden." Dahin ergcht zunächst die Aufurerfen verbraucht, jondern zit einem Stapital angestant forderung. Sobald die Zahlung erfolgi

, wird jein Name werden jollen, dessen Zinsen erst für diejen zivec z11r Per ins Buch eingetragen. Eine weitere Mitwirkung steht ihm wendung gelangen. Es wird auch bei der günstigsten Be- nicht zit. Das angesammelte Siapital wird bei der Generalrücksichtigung des Aufrufs und bei fortgesetzter Förderung fasse des siulius-Ministeriums nach Maßgabe der für die des Unternehmens eine geraume Zeit dauerit, bis dieses Verwaltung von Mündelgeldern in Preußen bestehenden Stammfapital so hoch angewachsen ist, daß die Zinsen sehr übrigens sehr strengen) Vorschrifteit verwaltet. Der namhafte imd rascher auf einander folgende Anschaffungen | Stultus-Minister verwendet die Zinsen ebenso, wie die 311 erlauben. Jedenfalls wäre es gewagt gewesen, von Anfang gleichen Zwecken bestimmten Staatsgelder nach bestem Eran den Plan derart zit erwcitern, daß inan auch noch messen und ist auch hier nur an den Beirat der Landes, einer Reihe anderer šimnjt-Sammelstätten utopisch er- Kunst-dčommission gewiesen. Der „ständige Ausschuß von scheinende Versprechungen gemacht und dadurch das Ver- Sunftfreunden" aus Deutschland“, welchen er zusammentrauen 311 dem Interiichmen gefährdet hätte. Schon des- sett und nach Bedarf beruft, hat keinen Einfluß auf die

Verwaltung und Zinsenverwendung, jondern soll imur „311 | trotz ihrer Vorzüge; man erfährt endlich, daß seit dreißig Förderung des Interesses an dieser nationalen Sadie“ be Jahren in Deutschland eine kleine Cornelins - Gemeinde ratend und interstützend mitwirken. Es ist anzunehmen, besteht, einefleine Filiale der überflüssig gewordenen daß die Stifter in ihm vorzugsweije cinen Platz finden Wagner-Gemeinde. llnd die alten Verehrer des feinen werden. Dem Aufruf, der durch die „Förderer“ der Peter Cornelius fommen zit den nienten und ätschen sie Stiftung verbreitet wird, sind Formulare_311 Schenkungen aus. Seht Ihr, das wissen wir seit dreißig Jahren! unter Lebendent

, 311 Schenkungen von Todeswegen und Und besonders Ihr zünftigen Litteraten solltet Euch zu Vermächtnissen mit spezieller Wincijiung des Gebrauchs schämiell, dass Ihr niemals auf die Größe wenigstens beigelegt. Es fonnte den Gönnern der Kunst nicht be des Dichters Cornelius hingewiesen habt. Er war ein quemer gemacht werden!

Dichter - Komponist von Gottes Gnaden und Ihr habt Man maz sonst kein Freund der Verstaailichung von nicht einmal den Dichter gekannt. Das war eine schwere Privat-Instituien sein, in diesem Falle wird inani" doch Iluterlassungssünde!" zingeben müssen, daß das Richtige getroffen ist, wenn die Wir wolleit dieje Sünde also nach Sträften gut machen dauernde Verbindung mit einem Staatsinstitut gesucht und und nur beinerfeni, daß die gesammelten Gedichte des die Verfügung über die Zinsen des anzıısammelnden Fonds ! Mannes erst seit ungefähr einem Jahre gedruckt vorliegen, allein in die Hand des jeweiligen preußischen Stultus- | daß die Sünde also noch nicht sehr alt geworden ist. Das Minisiers gelegt wurde. Der Versuch), einen Verein von aber die Terte anbetrifft, die Cornelius für seinen eigenen reichen Simmstfreunden 311 gründen, die sich 311 Schenkungeit Zweck geschricben hat, so hat es damit ein eigenes Bein größerem Maßstabe verpflichteten, oder eineit Verein' wantuis. Gewiß Find die Worte des ,,Barbiers von 3118 Verwaltung und Verwendung solcher Scheufungen, Bagdad“ nicht nur von Anfang bis zu Ende geschmadvol hätte keinen Erfolg haben fömen, da es den Geberit, die und stellenweise geistreich, fie erheben sich mitunter selbst in den seltensten Fällen Nunstfenner sind, an einer Vereins 311 hübschen lyrischen Gedichten und man braucht mnr ant tätigkeit gar nicht gelegen ist, die sich bei der Ver Sie lächerlich

) barbarische lleberjeßiung von Mascagnis breitung der Mitglieder durch ganz Deutschland auch faim „Cavalleria rusticana 311 denferi, in für so einen erspriejžlich denken ließe, dagegen wesentlich bei der Her- | deutschen Originaltert dankbar zu sein. Aber der braucht gabe größerer Summen auf die Sicherung der Verwendung noch kein bedeutender Dichter zii sein, der einen bedeutenantonimt, wie sie fein Verein in gleichem Maße gewähr den und fertigen Stoji ģcschickt zu einem pernlibretto leisien fönnte. Es war aud) nicht die Absicht, diejenigen zurecht 311 flußen versteht. Man sollte daran denken, daß reichen Numstfreunde heranzisziehen, die augenblicklict

) 311 / fast alle erfolgreichen Opern (Richard Wagner gehört einer Schenkung bereit sein möchten, jondern bis in die i freilich nicht in diese Reihe) ihr Libretto der Tragödie fernste Zeit sie jedem die Mitstiftung offen 311 lassen und ! oder dem Lustspiel eines hervorragenden Dichters verjo nach imd nach in fürzeren oder längeren Zwischen- danken. Die Ausnahmen dürften zit zählen sein. Wem räumeit das Sapital zu vermehren, ebenso je nach Ilmständen in ein gescheidter Komponist imftande ist, sich das die Zinsen bis 311 dem Sicht vorausbestimmbaren Zeit- Libretto selbst zurecht 311 schneiden, so bleibt er darum punkie anzusammelii, in welchem eine zivecentspresiende immer noch Komponist, wenn er im übrigen diesen Namen Verwendung stattfinden fam. Daß das siulius-Ministerium verdient. Die merkwürdige Erscheinung Richard Wagners diese Mühewaltung übernommen hat, ist sehr danfons: hat in das Wort ,,Dichter-Somponist“ aufgebracht, und wert und sichert das Gelingen, auch wenn die Beteiligung man niciunt jeitdem einen jeden jo, der als Musiker die Masje zunächst fanguinischen Erwartungen nicht entsprechen sollte schlechter Tertfabrikanten um eine Nummer vermehrt. Das ist

Wariin sollte sie aber nicht? Das Bewußtsein einer enva fu, als ob man cinen Freskomaler, der sein Stück Ehrenjduld gegen Sie bildenden Künste" ist hoffentlich Mörtel immer selbst auf die Wand aufträgt, bevor er es lebendig, und der Ruhm, ein Mitstifter des Nationaldanfó i frisch bemalt

, nicht einen Mauermaler, sondern einen 311 heißen, bei denen begehrt, die mit (Glücksgütern ge- ! Maurerinaler nennen und verlangen wollte, dai cr die bei cgnct find.

seiner Tätigkeit nicht immichtige ilufallversicherungsprämic sowol bei den Maurern als bei den Malern zahle.

Schon bei Richard Wagner ist der Ausdruck ,,DichterKomponist" etwas schief gerathen. Der Librettodichter Wagner 1 hat den Nomponisien vielfach schr glücklich unterstüßt. | Áber der Dichter wäre ohne dió llnterstützung des Musifers ! Wagner niemals von irgend welcher Bedeutung für das

deuliche Beistesleben geworden. Eher hätte noch der Eine Unterlassungssünde.*)

Musikschriftsteller Wagner allein Einfluß gewinnen fönnent

als der Librettodichter allein. Nun hat Richard Wagner Fritz .Un autïjner.

auch als Librettist all das Theaterblut, das seinem Freunde

Peter Cornelius 311 fehlen scheint, id so würde der Name Der Name Peter Cornelius ist seit der Neuauf

des Librettisten Cornelius faum über enge Kreise hinaus führung seines ,,Barbier von Bagdad“ auf einmal in aller genannt werden, wenn er seine Texte für irgend welche Munde. Man crfährt, daß er cin Neffe des andern Peter

Kapellmeistermusik geschrieben hätte. Cornelius war, der im Peter von Cornelius heißt, weil

Dafür ist Cornelius schon als Librettist und dann zwei Residenzen sich um ihn stritten, und den man über cist recht als Liriker weit liebenswürdiger, erfreulicher und dies den großen Cornelius nennt, weil er weniger founte,

feiner als die brutale und geniale Straftnatur Richard als er wollte; man erfährt, daß der jüngere Cornelius Wagners und schon in dem äußerlichen Verhältnis der seit bald zwanzig Jahren tot ist, und daß die fomische beiden zeigt sich dies. Wagner ist eine so große Kraft, Oper, dic henie alle Muifiterentzückt,' vor dreißig daß er seine Sprachbeherrsching in den Dienst" seiner Sunft Jahren mit einem bösartigen Theaterskandal in Weimar stellt, und es erreicht hat, für einen großen Did ter zit abgelehnt wurde, trotz der Proteftion Liszts und sogar

gelten; in Cornelius steckt wirklich ein echter Poet, aber

Die Nraft seiner Persönlichkeit reicht nicht völlig aus. *) Gedichte von Peter Cornelius. Eingeleitet von Adoli Stern.

Diese persönliche Vezichung von Cornelius 311 Wagner Leipzig, C. F. Mahnt Nachjolger. 1890.

ist so bezeichnend für beide, daß ich es mir nicht versagen

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