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Die internationale Ausstellung in Stuttgart. Von fomischer Kraft ist auch jenes Bild von Sabr. Mar,

welches eine Gesellschaft von Affen ein Gemälde betrachten läßt. Von

Der Künstler hat sich in diesem prächtig gemalten, die Stupidität Loalbert Svoboda.

und philiströse Selbstzufriedenheit der menschenartigsten der Tiere mit föstlicher Naturwahrheit darstellenden Bilde an jenen

Nritifern gerächt, welche die Absichten seiner Schöpfungen nicht Mutig und vernünftig waren jene französischen Maler, verstanden haben. Leider mählt der geistvolle Maler seit seiner welche die hiesige Ausstellung mit etwa vierzig Bildern be: Jugend auch Stoffe aus der vierten Timension und hat diesschickt hatten, obwol sie nicht außer Gefahr standen, für im mal eine Visionärin dargesteứt, welche vor sich in matter metazulängliche Patrioten erklärt zu werden. Iinter den Werken ; physischer Beleuchtung einen Kranz schweben sieht. Gewiß fann derselben ragt das Bildnis eines anmutigen Mädchens von ein Maler auch hysteriiche Frauenzinumer malen, welche den Carolus-Duran hervor, welches ein Cabinetsstücf lebenswahrer religiösen Wahnsinn verfallen sind; allein wir möchten gern den Darstellung ist, das sich unsere Naturalisten zum Muster nehmen Wahnsinn durch Schönheit genuildert schen und würden einer könnten. Ein edelschönes Bild ist auch die Madonna von Visionärin eine feingezogene und keine so häßlich aufgestülpte Bouguereau, deren Linienadel und weibliche Anmut doch eine Nase geben, wie sie die armic franke Hellscherin von G. May größere ästhetische Befriedigung bieten, als in lihdes Gemälde in Gesichte' trägt. Geburt Christi“ die Jungfrau Maria, welche uns im besten Falle die Züge einer ehrsamen Wäscherin vor Augen führt.

(Sesunder Humor spricht sich auch in dem Venrebilde von Darin besteht eben der Vorzug internationaler Ausstellungen,

E. (Brüßner „Frater Lukas“ aus. Da malt ein Klosterbruder daß darin die Ausartungen des Geschmads in wahrhaft

seinen auf einen Schemel gestellten Standesgenossen, der mit künstlerischen Werken ein liorrektiv vorfinden.

ausgespreizter Hand, mit aufwärts gefehrtem lopf und mit

anderen Gesien die Efstase feiner (Bottesliebe beteuert. Einige Die Stuttgarter Ausstellung zeichnet sich dadurch aus, daß Möncheistehen der malender Mönch und geben ihre 31= die Stommisjäre derselben von vornherein nur gute Bilder friedenheit mit dessen künstlerischer Schöpfung fund. Es ist in den Werkstätten der Maler selbst aufsuchten, um cinen wahr, auch E. (buützner malt immer wieder Silvsterherren und Schwall mittelmäßiger oder schlechter Bilder schon des bestellt ihre "tleinen Schwächen blos; allein cr gewinnt diesem

chränkten Ausstellungsraums wegen fernzuhalten. Nur bei Stoffe immer wieder neue Sciten ab und beurfundet sich daden hier zufällig sekhaften Malern wurde eine Ausnahme ge durch als cin Nünstler von (Beist und (Beschmack. Von den macht und wurden deren wenn auch nicht immer hervorragende franzönschen Genrebildern jpricht besonders jenes von H. Berver Bilder zur Ausstellung zugelassen, wie auch plastiche Cbjekte jury des Karijer Salon“ an; der Preisrichter galliche Leb: nur von den in Stuttgart wohnenden Bildhauern ausgestellt : haftigkeit wird da insofern deutlich geschildert, als sie ihrem wurden. Von den Leiteren ist nur die „Windsbraut“ von liteil mit hoch emporgeschwungenen Stöckeit und Regenschirnien Curfeß deshalb erwähnenswert, weil sie einen anmutigen Nachdruck verleihen. "lInter den deutschen Benremalern hat Mädchenförper treu nachbildet, wenn auch der Stoff sicjer Ferd. Brütt aus Düsseldorf den Ehrgeiz, in seinen (Gemälden Statue so unplastisd) als möglich ist. Ein Steinbild der be ursprüngliche Vorwürfe zu behandeln. Sein Bild „Verurteilt“ wegten Luft erinnert an die Marmorwolken, welche man in stellt ein in Tränen aufgelöstes Mädchen dar, welches ein grciser der Peterskirche zu Rom als Kuhesitze für Engel und seilige Richter mit Herzensteilnahme betrachtet; vielleicht denft er an gemeißelt fieht. Diesen fehlt jedoch die Linienanmut, welche deit cigentlich Schuldigen und nicht Berurteilten, an de an der „Windsbraut“ von Curfeß das Auge crquickt

. Von führer des armen Mäddens. Criginell ist auch der (Vegenstand chwäbischen Malern hat Robert Haug, cin Stutgarter, in eines (Bemäldes von Siemiradzti; os führt in einer römischen seinem Morgenrot" einen neuen und poetischen (Gedanten aus Gräberstraße ein Liebespaar vor, welches einen (Blühwurm begesprochen. Es sind deutide Soldaten aus dem Befreiungo trachtet. Es muß dică eine ganz besondere Art (blühwurm friege, welche an ihre Pferde gelehnt den Vorpostendienst ver jein, weil das demjciben cutströmende Licht schr intensiv ist. sehen. Die ,,Stimine" dieses Bildes muutet an, dod) ist dicjes leider nicht genug ausgeführt, um als ein tadelloje: Nimstwert

Tas phantasiische (Benre ist durch A. Vöcklin vertreten, gelten zu können. Es ist eben ein Dogma der neuesten Mal

der seinen bekannten „Burgbrand“ diesmal mit einer anderen methode, daß der Niciz der koloristischen Andeutung mehr wert

Wolkenfärbung wiederholte und ein „Bacchusfest“ darstellte, jei als die vollständige Ausführung eines Vildes, was für heiligen Divimosbezirt nächtlich versammeln. Diese Skizze ge

die pedantisch erklärt wird.

hört nicht zil den wertvollen Juuspirationen des geistreichen Die Ausstellung ist ziemlich reich an (Genre oder Sitten Dichtermalerz. Dagegen ist Defreggers „Treibersuppe“ cin bildern, und es befinden sich unter denjelben einige sehr Bild von der folidesien Formendurchbildung und von einer tüchtige Werke. Allerdings fällt in einem Teile der (Senre- ; überzeugenden Charatterisirungskraft

. bilder die Gleichgiltigfeit gegen die Cualität des (Viemäldestoijes

Einer der besten münchener Maler, Nilaus Meyer, gehört auf, und man begnügt sich oft mit Themen abgegriffener Urt. Die spanijden Dialer, welche jeit einigen Jahren deuide Pluss

auch zu jenen Künsterri, denen an der Mache alles, im Stufje stellungen von Nom aus beschicken, lieben es z. B. immer

gar nichtă liegt; was geht uns cigentlich der von ihm gemalte wieder Stirchenfeste darzustellen und in Sicien die helliten

bolländer des 17. Jahrhunderts an, welcher in ciner Sammer Farben wirken zu lassen. In der hiesigen Ausstellung sieht

mit zertirenten Lichte auf cirier Lautelliinpert? Man man drei Sacralfcste von spanischen Künstlern ausgestellt; allein

turn für eine jolche (vcstalt fein Interesse gewinnen; hingegen in einem derselben „Fest der Mutter (Bottes“ von Benlliure

fejjelt uns das im Abenddämmeru träumeiide schöne Mädchen 1) Bil wird eine ungemein beredte Ausdructssprache im Schildern

von W. Amberg aus Berlin durch den lyrijden Neiz, von dem der Andacht geboten; weil darin außerdem ein hochentwickeltes

cs umflossen ist. Erwähmmg verdienen noch die Bildnisse von technisches Können glänzend zur Geltung kommt, fo nimmt man

Angeli, fr. v. Saulbach und Lenbach sowie eine Reihe guter

Laidichajten, unter denen der Friedhof in Siagusa" von dicje stoffliche Einseitigkeit gelassen hin. Ein prächtiges Sitten bild wurde von dem Spanier J. Villeras aus Tiom eingeschickt;

Schindler durch sein poetisches Gepräge besonders anspricht. es stellt den Abschied nehrerer Stierfämpfer von ihrem eben in der Arena gefallenen Meister mit einer Eloquenz des Ausdrucks dar, die nicht allzu häufig vorkommt. Man erkennt an dem Mienenspiel, an der Körperhaltung, an den (Heberden der virtuos gemalten Gestalten die mannigfach abgestuften Gemüts: vorgänge und die Sinncsart derselben.

Einige Genrebilder der Ausstellung führen wirkjame Einfälle komischer Art vor. So das Aquarell von H. Bartels ,,Neugierige holländische Mädchen“. An den kokett oder durm lachenden Gesichtern der stridenden Bacfische spricht sich eine frische Launc im Charakterisiren aus, welche erquickend wirkt.

Nach jüngsten Mustern.

Der höhere Zustand.

D ra m a.

Nach Gerhart Hauptmann gedichtet und in die Hände aller

derjenigen gelegt, die es schaudernd miterlebt haben.

Braun: Nein, bitte, man lieber nich. Ich glaube ja an die neuen Ideen, man brauchs mir gar nich schriftlich zu geben, siehst du.

Johannes: 0, 0, 0, ihr versteht mich nicht. Hier dies Kapitel – da greif ich die deutsche Grammatit an. Aber ihr könnt nicht verstehn (Fräulein Anna Mabır fommt. Man sieht jofurt, daß sie und Johannes

sich verstehen werden.)
Johannes: Siennen Sie den Plößensee? D, er ist
herrlich. Wir fönnten ein wenig Stahn fahren, und ich lese
Ihnen mein Manusfript vor. Das mit den neuen Ideen.
Oder wollen Sie nicht?
Frl. Anna: Gewiß, ich bin ja abgehärtet, Herr Doktor.

(Sie fahren Sahn. Im Zimmer wird es still.)
Braun: AS!
Käthchen (eufzt).

Die Vorgänge dijer Didtung gehen nicht vor, jonderit in cinige Epochen nach und gejdheben in cinem Landhause am Plößensee.

si alle fiinf afton Lleilien Schauplaß und Bandlung verändert.

Ein Wohnzimmer, eingerichtet mit altem Hausrath in Benedir'scher Manier. Selir wiele fleine Södyilchen, Nippio 11110 derul., welche die Schäbigke:t der Einrichtung verdeden jollen Die Bilter von Darwin 110 Hidel zeigen flar, daß dis Stüc niditsdesloweniger zur neuen Riditurig gchört.

Num 1118 Drama baten cine müzize Tiefe zwei Bogenfenster gestatten einen Ausblick auf den Sei 1118 jomit zugleich auf den Warg der nandung.

Von Zeit zu Zeit hört man die Beregningen er plößen im Wasser.

Der zweite, critte und vierte Aft fonnten mit Bewilligung dis Tidters von der Regie gestrichen werden. Die Handlung fällt mit Bes ginn des fünften yfies Dort fert, wo wir jie joeben vırlassen haben.

Erster Alit.

Fünfter lit. Man lernimmt die Stimme des predigenden Pastere. Dann wird es still. Nach einer Weile femmen Frau Ducfcrat imd stitchen mit dem

Johannes und Frl. Una kommen wieder von einer Kahnfahrt. Täufling.

Frl. linna ingt einer Biene nad.

Frl. Anna: Bienchen, Bienchen!
Fr. Vockerat: Er hat doch sehr schön gesprochen?! Nicht,
Näthchen?!

Johannes: Hier auch! 9, mich sticht etivas - ach - ach! Käthchen: (feufzt) Hia! (Es ist hierbei zit bimerken, das das

Frl. Anna: Eine Biene, Herr Doktor? Ja vun den cinzelnen Perionen ilirem Charalter emiß verschiedeni quis

Johannes: Ne, ich glaube nicht – o! gesproc'en wird. Räthical agt „bja“, der alte Vocfcrit „tia" 11110

Frl. Anna: Mir ist jo sonderbar. Braun ,,va“).

Johannes: Mir auch. O, daß wir nicht starf sind, daß Fr. Voderat: Ach, ich sags ja, ich sags ja, wenn ihm wir untergehen müssen, daß wir bankrott sind, verpfuldt, geder Johannes nur folgen möcht. Der Johannes ist ja ein brochen! guter Mensch. Aber er spricht so schlecht. Er will nichts Frl. Anna: 'ber warıını sind Sie gebrochen, Herr Doktor? mehr gelten lassen, seit er unter die Neejager gegangen ist. Johannes: Wir können nicht fämpfen, Fräulein Anna. Und das ist doch nicht gutt. Denn immer menee jagen, Wir sind gar feine Männer. Wir haben alle einen Sinick. Wir das giebts ja doch gar nicht, nein, und das führt doch zu nichts. kommen zur Welt voll Efel gegen die Welt und von LebensSt äth chen: (jenizt).

widerwillen. Braun iritt auf, gicid nad) ihm Jobain co.

(Drauijen ziehen Turier vorüber ind iingerl: freu: end des Lebens .") Braun. Wir sind alle Schlappiers, alle miteinander.

Frl. Anna: Es ist ja auch nicht nötig, das man immer Á – hm! Wir reden hier große Worte, imd das klingt dann

nur lachen muß, Herr Doftor! nach was! Wers glauben will! Pah, so machen wir die

Johannes: Ja, erschüttern und aufmühlen soll uns die neue Zeit!

Sunst - hin. Johanes: Näthchen, daß du nun wieder auf der

Frl. Anna. Erschüttern und aufwählen, Herr Doktor. Veranda gedeckt hast! Du weißt doch, wir wollen keine frische

Johannes. Freilich, wer das könnte! Und wer so recht Luft – ja! Wenn hier min der Zugwind hereinfährt von

erschüttert würde, im Innersten! Aber nun site ich hier, and drausen, dann fegt er uns alles davon, den ganzen Hausrat.

bin ich erschüttert? Nein, doch nur gequält und gepeinigt. Und auch das Manufript, mit all meinen neuen Ideen das zuerst!

lind gemartert. Und dann wieder gequält. llnd darum wird Käthchen: (eufzt).

auch nichts Bescheidtes herausfommen bei all' der Kunst... raun: Rohle man nich wieder! Immer das alte Lied!

(F3 wird duufel. Frl. nm Legginnt Märchen 311 erzäöleit. Dann fullt

jie ridi an bij Slavier.) Johannes: D, 0, 0, 0! Ne, wie du sprichst! das alte Lied, das hier zu nennen, hier bei uns, in diesem Raum, wo

Johannes: Wo haben Sie das alles gelernt? die Zukunft der Welt

Frl. Anna: Ich bin bei der Birch-Pfeiffern in die AbendBraun: Ach. die Zukunft, ihr fönnt mir ja alle mit

schule gegangen, Herr Doftor. eurer Zukunft - !

Es wird gang dunkel. Er rüft ilir näher. Sie singt am Klavier die

alte Weise: Johannes: Tích, ! (stürzt binne, man sieht ibu draußen schwedische Heilgymnastıf fruide::).

,,heir Toftir, Hirr Dokter, Braun: (hu: quo Deu end; Hannes ringt chrlich!

Ad lassen Sie das jein – !") (Kleine Piuje. Min hört draußen die plößcn im Sac. Nad einigen

Johannes: Sie verstehen mich - Sic allein. Aber die Sefundou fouiint Johannes wieder,)

Andern der Vater die Mutter und dann Mäthchen! Johannes: (ziebt das Muffript ferycu) Soll ich euch was D, wenn man so gar nicht verstanden wird von seiner Frau! vorlesen?

Und das gleiche Elend überall! Ich habe einen Bekannten, Näthchen: (jeutzt.)

: er ist Lehrer, Lehrer im Griechischen, er hat sich verheiratet

aber seine Frau vermag ihm nicht zu folgen in den Verben Hart und ununuwunden spreche ich dies aus. Den Erfolgen auf ur. Di er ist auch sehr unglücklich -! Aber wir, wir

feines diesjährigen Bastipicls fanu dicie Rücjichtslosigkeit nicht mehr würden passen zueinander, wir beide!

schaden, wie denn der Berichterstatter eines Wochenblatts kaum daran

denken kann, io unmittelbar wie der Hritifer einer Tageszeitung das Frl. Anria: Ich muß nun fort, Herr Doftor.

Schickjal des Theaters zu beeinfluijen. Ilnd aud die erfreuliche Johannes: Á – hhh! Sie dürfen nicht gehen.

Höilicykeit gegen den berühmten (Gait wird in ciner Zeitschrift, die Frl. Anna: Dann bleibt uns nur Eins, Herr Doktor

nad, jeiner Abreise crít cricheint, nicht so schwer verleßt, wie wenn der höhere. Zustand.

es noch bei seiner Anwejenheit in allen Blättern steht: Es war diegs (Sie scßt sich wicder and Klavier und spielt die sereußersonate.) mal kein Vergnügen, und nicht cinmal ein Kunstgenufz. Ich habe Johannes (glüdlich träument): Der höhere Zustand -!

Ernesto Nossi, jeitdem er Deutschland aufzusuchen pflegt, und das ist Frl. Anna: Ja, und dann das Stehen unter demselben, lange her, ort und oft in allen seinen Rollen bewundert, sogar noci und die Ahnung von der fernen Glückseligkeit, Herr Doktor! jugendlich) bewundert. Ilnd auch jetzt nod), unter den Eindruck seines

Johannes: Wie schön – welche herrlichen Worte! Aber diesjährigen Auftretens, mui; ich dantbar sagen: inter allen Menschenwas meinen Sie eigentlich damit?

daritellern unicrer zeit hat mir feiner jo tiefe und entscheidende EinFrl. Anna: Ach, früher nannte mans die platonische Licbe,

drücke hinterlassen wie Ernesto Rosji. Als Virtuoie stellt er alle Herr Doktor!

unsere Charakterspieler in den Schatten; sein unnachahmlicher Scan, Fohannes: Die platonische -? Es ist dasselbe?

Tein Ludwig XI. hoben durch die äußerste Genialität in der Ver

knüpfung realistischer Details schlechte Stücte fast zum Range von Frl. Anna: Oder doch etwas Aehnliches. Aber das ist

Dichtungen empor. lind wo Rosji, allerdings auf Grund virtuosenia das Köstliche und Große in unserer Zeit, daß sie jovic neile

haiter Theater bearbeitungen, sich in den Dienst Shafeipeare itellie Worte gebiert! Soviele große, flangvolle Worte! Welch' oder vielleicht nur Shakespeare in seinen Dicust zivang, da erlebten herrliche Neubelebung der Kunst! Platonische Licbe – jehen

wir Disenbarungen der Schauipielkuuit. jd will von seinem Othello, Sie, das klang verbraucht, beinahe albern. Nein Mend) von jeinen Jomco und von jeinem Hamlet gar nicht sprechen. Vor wollte mehr davon hören. Niemand hätte es interesant ge allem aber sein Macbeth und sein Siönig Lear waren noch vor zehn funden. Aber höherer Zustand – nicht wahr, das versteht Jahren jo überwältigende Menschenjdjöprungen, daíz jede andere Dar: niemand, aber man kann sich allerlei dabei denken?

stellung schaal schmecen muizte nach Erncito Nojji. Wie er als Mac: Johannes: Ste meinen also, wir sollen uns lieben, jeder

beth im Augenblic vor der Ermordiing des stönigs über die Schwelle

itolpert, das geht doch weit über alle feinen psychologischen Entfür sich allein, in einer Isolirzelle gewissermaßen?

hullungen Werders, itd wie er als Lear zuerit gutmütig tapprig Frl. Anna: Ja, Isolirzelle, Herr Doktor, das ists, das

jein Königreid) verteilt, wic er dann beim erjten lindank der Töchter wäre vielleicht das Beste für uns. Eine solche schöpferische

Eine solche schöpferische ausschreit, das fand vor ihm jo ichön im Shatcipeare kein (Gelehrter Kraft der Entsagung! Und dann alles geistig, alles. Vor und kein Nümitler. Sonnenaufgang die Getränke, nach Sonnenuntergang die Liebe. isch spreche von Zeiten, die vergangen sind. So wie Ernesto Denken Sie doch nur diesen Fortschritt!

Noiji uns heute auf der Bühne gegenübertritt, erinnert nicht viel Johannes (tief traurig ver sidy binmurmelno:) lind ganz mehr an die geniale sirait; die wundervolle Spracımusik freilich ist geistig — ganz?! (Plößlich kommt ihm ein (nedante, cine Beiform

noch da, die unverlierbar icin Geheimnis 311 iein scheint, und von dämmert in ihm auf :) Meine Schwester! Ei tüßt jie inbrunstig.)

der man cinst vielleicht in italien und in Deutidland erzählen wird

als von einem Märchen der guten alten Zeit, da Beric 110c) so geAnna (üßt il!wie:er:) Mein Bruder! (Sie füssen sich noch einige Male, dann eilt sie hin711:1. Es wird

i prodhen wurden, das der Wohlflang allein bierzen veivegen konnte.

Ter alio Scherz, dai; Barrick mit dem gefühlvollen verjagen des still. Dann fälyrt sich Johannes in die Haire, laujit. sieht wirr um sid. Er wankt zum Fenster und blidi hinaus auf den Plötzensee.)

Alphabets hätte zul Thränen rühren fönnen, wurde bei Vojji Wahr: Johannes: Ja, ja – dort gehöre ich hin!

heit; viele Tauiende, die tein Wori italienisch verstanden, haben sich (Er e.lt hinaus. Man lört eine Lofomctwe preifen und an sem

von it)in crichüttern lajien. Ticie föstligie Sprache ist dem stilvollen Pfiff erkennt illan, daß eu cin (Müterzug ist, der cort 11.0ch Banturg fühit. Naturalisten fajt völlig erhalten geblieben. Aber die Sraft, die Tann birt man wieder die Plößen. Dann Niderschlag. llnd dam die Elastizität, die Leidenichaft scheinen verschwunden. Jomitten einer Schritte der Männer, welche die Leiche bringen. Die familie stürzt iné italienischen Truppe, dic jo schlecht zuiammenzustellen nicht einmal Zimmer. Wiries Durcheinander. Iic Erste, welche ihre Sprache wieder: der Niitori jemals gelungen iit, und die jeder beijere deutsche Schausindet, ist Käihden.)

ipicler hoch überragen würde, iteht Vioji immer 110d) wie ein Thurnt Käthchen (ste seufzt).

da, aber mehr durch eine linbeweglichkeit und durch die llivers änderlichkeit seiner Linien. Seine Sicherheit auf der Bühne ist natürlid) ohne gleichen; aber nach einer dreißigjährigen Virtuosens Taurbahn ist diese Siche cit zu einer Art von Gleichgültigteit geworden. Wic enva cin gereierter Tenor auf der probe die Töne nur martiert, jo giebt Noiji jetzt vor dem Publitum nur Andeutungen

iciner Vollen. Wohl verrät ein Blict, cin Wort, cine Beste den Theater.

Löwen; aber der alte Löwe ist müde geworden und führt die ans Von

gefangene Vewegung oft nicht mehr aus. Er gerät in Zorn, und der

Stab in jeiner wand beginnt z11 zittern; da: zittern des Stabes ist Fritz 112 a u tlj ne r.

ein gutes Zeichen von Born, aber có bleibt and dabei. Der Zorn Ernesto Rosji. -- Berliner Theater: „Nichard II.“

selbst bricht nicht aus. Sein Tod wird ihm angefündigt. Mit uns Wenn diese Zeilen erscheinen, hat Ernesto Rossi Berlin wohl

beschreiblid) trauriger Betonung fragt er: Wann? Aber wenn's an's schon wieder verlassen. Hoffentlich wird er in nicht 311 ferner Zeit

Sterben geht, wird er bequem; Tioji, mit dem wir hundert Tode wiederkommen, und uns einmal einen seltenen (Genuíz bereiten; er gestorben sind, jdhläft jetzt nur noch ein. soll uns mit seiner wundervollen Sprachbehandlung und seinem alle Warum das nicht chrlid) jagen? Wir danfen ihm so viel, ivir Stimmungen aufrüttelnden Seclenverständnis cinige Sejänge Dantes die Zuhörer, und noch mehr dankt ihm die deutsche Schauspielkunst. und einige Gedichte Leopardis lesen. Aber Stomödie wird er uns 31 einer Zeit, als die deutsche Bühne langweilig war, wie die nicht wieder vorspielen wollen, wenn ihm an seinem Nuhme bei der Devrientíche Schule in Birch Pfeifferschen Stüden, hat Rojji, der ältern Generation mehr gelegen ist, als an der fühlern Anerkennung Italiener, uns den englijden Shakespeare neu fennen gelehrt. Heute

, ncuer Schichten.

wo unsere Schauspielfunst jchon reife Früdite zu pflügen bereit ist,

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in

trojdem dic neule dramatische Bewegung erst Frühlingsknospení ani nicht verstanden zu haben. lind auch die besten der mitwirkenden jeßt, heute würde jelbst der ehemalige Nojji 'nicht mehr eine solche Schauspieler begnügten sich, landläufige Nitter unserer Nitterdramen Bedeutung haben. Der müde Künstler steht als edle Nuine in vorzuführen, anstatt mit Shakespeare in den alten Eijenfreijern grünen Bujdwerk da. Ruinen aber sind in der lebendigen Welt Menschen zu sehen und erkennen zu lassen. Deshalb ist Richard II. nicht so schön wie in der foten Natur.

aber immer noch fein gutes Drama, und auch bessere künstlerische und Und warum joll nidt aud) verraten werden, daß Rosji keine litterarische sträfte dürften es für die Dauer der deutschen Bühne rechte Wirkung mehr ausübt? Bei einer Vorstellung, welche ich mit nicht sichern können. anjah, sdienen nicht einmal die Freibillets benützt worden zu sein. Die Stellung des Schauspielers zu einem solchen Werke wird Denn so weniger Kritiker giebt es in Berlin nicht, als sich da klar, wenn wir bei Richard II. cin wenig an Wildenbruchs Quißows Menschen im weiten Raume herumdrüdten.

denken, die nicht nur zur selben Zeit spielen sondern auch wenn Das neue Stüd, weldies er dieses Mal mitbradite, ist „der man nur an die großen Züge denkt cinen ähnlichen politischen Tod Jwan des Schredlichen“, eine Staatsaktion von Alerci Tolstoi, Hintergrund, einen ähnlichen patriotisden Zweck und schließlich ein der zwar ein Graf war, wie der nod) lebende Leo Tolstoi, aber zu verivandies Milieu haben. Selbstverständlich hört beim näheren fällig kein jo bedeutender Dichter. Wie id) von vertrauenswürdiger | Zujehen die Vergleidung auf. Wildenbruch steckt seinen Dietrich, Seite höre, ist „der Tod Jwan des Schredlichen“ nur der erite Teil der von den Begründer der neuen Dynastie besiegt werden foű, eineiner lcsenswerten Trilogie; das Drama soll im Original hübschic fach in die Nitterjtiefel der Theatergarderobe, und sofort weiß der Verje enthalten und gute bistorienbilder geben. Das will ich gerne leßte Heldenliebhaber der lebten Schmierc, wie er den Dietrich zu glauben. Aber so wie wir es in einer halb projаijden, halb spielen habe. Der grübelnde König Nichard, der der ncuen Generation,

dipoetische Floskeln gebundenen Theatersprada por uins dem Vater von Shafejpcares Liebling unterliegt, ist in ein enges jchaudernd ausführen jahen, ist es cine recht zusammenhangloje Aura Rollenfach nicht cinzufangen. Auf der andern Seite cridheint bei cinanderfolge von mißglückten Einaftern, die ziemlich regelmäßig Wildenbruch der Burggraf von Nürnberg in farbloser Engelsschöne, damit schließen, daß Zar Jwan irgend eine Gemeinheit begeht. jn während Bolingbroke, trotzdem er der Vater des prinzen Heinz ist, sciner schlimmen Zeit, als er noch tnödheltief im Blute badete, mag er jchr starfe und gestaltungsfähige Menjalid) keiten zeigt. lind dazu dramatisch weit interejjanter gewesen sein. Der sterbende jwan aber, ist der armc Shakejpeare cin jo jdledjier Stenner der Bühne oder vielleicht der wie Stönig Saul einen Speer wirft, ohne zu treffen, der auf ein so clender Hijtoriker, daß er sich das erste Auftreten der faulen seine poflcute einzuhauen sucht, ohne ihnen wehe zu tun, der seine Grethe oder anderer Kanonen so wic cine prophetische Verkündigung sicbente Frau forizujagen droht, ohne die achte zu bekommen, der der europäischen Armeercorganijation völlig entgehen läßt. hat von jeiner Schredlichkeit so viel eingebüßt, daß sein Beiname lm Ernste. In Shakespeares Bijtorien, bejonders aber in dicsem nur niod) für goverwige gut genug ist.

zweiten Tiichard herrscht cine Technik, die in einer Bezichung vollFür uns wird die Geschid)te darum nicht erfreulicher, weil das ständig mit der radikaljien des deutschen Naturalismus zujammienfält. Trauerspiel von Alerci Toljtoi etwas wie eine Vorgeschichte des Wie es in den „Einsamen Penjchen“ von Bauptmann und auch in Edyillerjchen Demetrius bietet. Wir sehen wohl den wohlbefannten der „familic Selice“ von Holz-Schlaf weder auf den Anfang noch Boris Godunoji auftreten (und jein Darsteller, Herr Borelli, ist der auf das Ende jonderlich ankommt, die Siraft der Verfasser vielmehr cinzige gute Sprecher der Truppe), wir hören den Sohn der siebenten sich darauf ridytet, den einzelnen Akt lebendig zu machen, der als Gemahlin nennen, eben unjern Demetrius, aber die Verwantschaft Teil einer unendlichen Wandeldekoration gerade augenblicklich den ist doch zu weitläufig, um uns diejenige Klarheit zu geben, welche prospekt bildet, jo fügt Shakespeare mit seiner Urkraft Aft an Akt, für Theaterverwantschaft nüßlich ist. Der Dichter macht uns zwar fünfzig Akte und mehr, und die Abteilung in fünfaftige Traiterspicle nicht mit allen Zweigen diejes orthodorin Harems bekannt. Nun ist nicht immer cinc notwendige. Das ist für uns Nidjtengländer inimerhin treten fieben Familienmitglieder auf die eigentlich gerade das Verwirrende an diejen großen Historien, und das mag nummerirt werden müßten, damit wir jeden prinzen und staijer für die englischen Zeitgenossen des Dichters ihr Qauptreiz gewojen dwager an seine richtige Stelle jagen. Ein langer Zettel, der in

jein. Denn hierin liegt der Unterschied zwischen der Technik unjerer angeblich deutscher Sprache die Sandlung des Stitces für dies deutichen Naturalisten und des großen Shafcspeare, auf den sich alle jenigen erzählt, die weder italienisch noch rujjisch verstehen, ließ von Schulen berufen: der Naturalismus wird inkonjequcnt, er ist ein einer Scene des dritten Aftes horjen, dass der Bar mit seiner Stompromijjler, wenn er nach alter Kunstgewohnheit dem ewig siebenten (Semahlin eine der Auseinandersebungen haben würde, die fließenden Leben an ciner bestimmten Stelle, am Ende des fünften ihm doch geläufig jein müsten und die Einblick in die Scele dicjes Aftes, cinen Tamm jekt und dem Strome befiehlt, er jolle stehen Vlauvart verspräche. Aber leider ging es da wie mit dem ganzen bleiben. In der alleinjeligmachenden Wirklichkeit giebt es keinen Stüď und wie mit dem Spiele Nojjis. „Zarina du bist mir zuwider.“ | Schlujakt, in Shakespeares ģistorien auch nicht. Schlicht und einfach, wie man es von Jwan garnicht erwarten jollte. Einzelne Menschen pflegen aber zu sterben, und wenn nun der Eine Tatjache, aber kein Auftritt. llnd so ging es von Anfang bis Titelheld so einer Historic stirbt, und er hat im Leben irgend etwas zu Ende. Lauter Taijadien, hoffentlich lauter historijdic Tatjachen, (Großes geschaffen oder zerstört, jo empfinden wir es wie das richtige aber kein Fortschritt in der sandlung, fein dramatisches Leben. Ende eines Tranerspiels, ob auch die Bettern und Bajen des beTelegramme, als wäre es ein Stück von cinrich Laube. llnd jo treffenden Königs jo wenig apotheojenhaft um seine Leiche stehen, sparjam der Verjajjer mit malenden Zügen war, jo war auch Nojji. daß wir beim Fallen des Vorhanges schon die blutigen Stämpje des Er meldete dic Tatsachen wie ein Telegraphenbote die Depejden nächjien Etüdes vor uns jehen. Ju theatralischen Sinne nun ist bringt. Þödyjtens zeigte er hic und da durch die Anordnung der Richard II. trotz der feinsten Charakterzeichnung nicht groß genug, Szene, wie das eigentlich gespielt werden müßte.

um uns ciwa jo ausschließlich zu beschäftigen wie Prinz Heinz oder Ich habe Nojji ila niemals in jo prächtigen Bewändernt ges wie Richard III., und darin liegt wohl das nicht eben tiefe Geheimnis fchen wie dicjes Wal, aber es schmerzt mich, das ich mir das alte der mangelnden Wirkung. In der Verwendung der Nebenperjonen herrliche Bild jeincư Erjajcinung ju verwijchen lajjen muij'e.

und im Humor des Stüdes ist gewiß die volle reife Straft nicht Wenige Tage vor Tolstei ist im Berliner Theater Shakcspeare vorhanden. ich werde mich aber hüten, mid) auf das Gebiet der mit seinem Trauerjpiel Richard II. entschieden durchgefallen. Ein Shakespeareforschung z11 wagen. Der linfall von Richard 11. ist Streit könnte höchstens darüber entstehen, ob die Schauspieler, ob vielleicht nur darum zit bedauern, weil andere Theaterleiter auf den der Bearbeiter Dingeljtedt und jein Viegijjeur, oder ob endlich der Einfall kommen könnten: es jei nun doch nichts mit Shakespeares Dichter jelbst die Sduld an der Niederlage trage. Shakespeare hat, Şistorien, denn eine der schwächeren, mit unzulänglichen Mitteln auss jo viel Schlachten gewonnen, dass ihm ein fleine Schlappe in unsern gestattet, langweilte. Dic Langeweile war leider Tatsache, aber Uugen nidt sdhaden kann. Nicgie und Bearbeitung haben das Bes die Schlußfolgerung wäre falsd). jonderste ai ramia, ein romantijdjcs Stück Mittelalter, jo wenig herausgebracht, daß sie sich den Berdacht gefallen lassen müjjent, es

Litterarische Chronik.

folgte dem Dichter nicht, man suchte ihm zu entschlüpfen. Man juchte aus den Auftritten das traditionelle Volksstück zu schaffen,

dem die Scenen des Dichters gebieterijd) widersprechen. $. Sauptmanns „šinsame Wenfcher“ auf dem

Denn Hermann Sudermann fennt -- und das ist der Stern Deutschen Theater.

jeines Werfes -- keine Bekehrung. Die Personen des Hinterhauses

verblieben in ihrer Befühlsiphäre, und jie bewahren dic „EhrGerhart Sauptmanns Drama ,,Ginjam Menichen1",

Suderinann dessen große Vorzüge schon gclegentlich der Erstaufführung der

begrifte, die für ihr Milicit cigentümlich jind.

predigt ohne Einschränkung die trübjelige Lehre: Kümnierlides Dichtung auf der „Freien Bühne“ hier eingehend gewürdigt worden, ist nun auch an einer öffentlichen Bühne, im „Icutiden Theater“,

Leben, fümmerliche Gedanfen; niedriges Dach macht auch die Be

griffe niedrig. gegeben worden. Der Beifall des Publikums ist sonst kein Wert:

Ter deutiche Dichter schenft uns dieje Wahrheit in einer Ncihe messer für litterarische und künstlerische Leistungen -- in diciem

von Quitritten, deren tapire Ehrlichkeit laut von jeinem Mute zeigt, Falle aber bedeutet er die Antwort auf die wichtige Frage: iind

und deren Tetails fünstlerisch bewundernswürdig jind. Wenn man Hauptmanns Dranien bühnenfähig, und ist unser Theaterpublifun

dic kräftige Wahrheit in den Auftritten im Hinterhause mit der bereits reif für die neue Art der Bühnendichtung? Oder fürzer gi's

theatermäjzigen gladiheit in der Tarjtellung des Vorderhauses verfaßt: bildenunjere modernen Dichtungen immer nur 1100 eino Litteratur für Litteraten oder bereits für das Kublikum? Ier groize

gleicht, wird man unwillkürlich an cine Bemerting Edmond de und nicht nur äußerliche Erfolg, den vauptmanns Drama im

Goncourto erinnert, der an ciner Stelle ausipricht, daiz das (50

heimnis der modernen Verrasjer eigentlid das ist, daß sie jo ganz Deutschen Theater“ gehabt hat, entscheidet die frage in einer für die moderne litteratur erfreulichen Weije. Aber freilich

fremd im Leben sind und so ichr wenig sehen. Wenn sie daher ein dicier

einzelnes al mit dem Leben in Berührung kommen, wirfen deien Erfolg muß ein anhaltender icin und dann, was für Bauptmann,

Auftritte mit der ganzen Sirait des lingewohnten auf ihre 911den größten unter den Naturalisten Icutschlands gilt, gilt noch nidit

schauung. Wenn jie sich dagegen täglid) in dem Leben, das jie für die anderen. þat übrigens dod auch diese Acclimatisirung

schildern, bewegten, wirde ihr Blick durch das autägliche getrübt Hauptnanns auf dem der Aufacferung jo bedürftigen Voden der

werden, das ihnen zuletzt jowohl inhaltslos als unbedeutend er's regulären Bühne erst erfolgen können, nachdem die Dichtung viel:

scheinen würde. fach beschnitten und das für die Charakteristik wichtige Mittelitück,

jm vinterhausleben iit Hermann Sudermann ein fremder. der 3. Aft, ganz bejeiligt worden war. Der šortfall des 3. kis

Bei einer einzelnen (Gelegenbeit ist er vielleicht damit in Berührung ist bühnentechnisch freilid) ein großer Vorzug; außerdem sind cinige kleine konfessionelle und ästhetische Stefcreion forigejallen und leider

gekommen. lind das lingewohnte hat iein Dichterauge idari ge

trojicu, als wäre es durch einen Blipitrall erleuchtet. Er hat in auch dic prächtige Waschfrau von Friedridishagen völlig verfümmert

einem Moment dicies ganze Leben crraten, dem die ideenajociationcit worden. Aber immerhin kann man, wenn denn anders die hui:

ieines Tidjiergehirns darauf gciolgi iind, und er ist nidit weit da: führung auf einer regulären Bühne nidit zii crmöglichen war, jich

von gencien, cin Meiiicrwert zu ichañen. auch mit diesen fleinen und großen Verfürzungen zurrieden geben

in den Vorderhausatten dagegen hat er ein Leben schilderit bedeutet doch der Erfolg der „Einjamen Menschent“ weit mehr als

jollen, in dem er jidh wahrscheinlid) jelbst täglid) bewegt. llnd seint der sonstige Erfolg irgend eines Theatersdriftitellers oder Theater:

Blick, der an alle Eindrücke dieies Milieu gewöhnt ist, zeigt jich routiniers: er bedeutet den Sieg der neuen Nichtung, er bedeutet

getrübt und ohne intenjität. Er bleibt auch in dicien Noten ein da die Waffen zu diesem Siampie doch die „freie Bühne" gle':

Dann von vielem (viciit, aber er hat als Tichter teine Meniden schmiedet hat den Sieg der Litteratur über die Bühnenprifrifer.

von ciniger Criginalität geichaiten. st.

(Gleichwohl hat berinann Sudermann sich in dicjem Augenblick einen Dichternamen im Norden erworben, und er wird ciner der

wenigen deutiden Tramaiifer icin, auf den sich jest aud nordiidie „Die ihre“ in Kopenhagen. Theaterleiter verlaijon tönneil

Sirijtian Dahl. Hermann Sudermanns „Ehre“ hat in Kopenhagen cinen großen Erfolg zu verzeidien. Viachdem es dreißig Mal hinter einander aufgeführt ist, wird es noch heuic im šolketeater vor ausverkauftem pausc gcipielt.

Das Städtische Spiel- und Fejlhaus in Worms. Sudermann kann sich dicies Nejuliai ju um io größerer Ehre anrechnen, als Dank den Herren Mojer und sollegen -- Seutiche Am 20. November 1839 wars, daß sich in der alten Nibelungendramatische Produktion im Norden mit cinigem Miiztrauen auige: itadi Worms siunitfreunde aus ganz Icutidland und dem Auslände nommen wird. Nordijche Theater haben jich im levien Jahrzehnt

zur Eimeihung des Städtiichen Spiel. und seithauies zujammen

ianden. Stolz ragte der in romanichem Stil gehaltene, mit sahnen eifrig der deutschen farcen bemädhtigt; die Luitipicle hat man mitens

und (vuirlanden geidimidie Bau empor, und tauicnde von Menschen übergangen und französijde Comedics gejudit, deren Technit vicl. tanden vor icinen Toren und jahen der lufahrt der geladenen Wajie leicht eine glänzenderc ist, aber deren Stojí und Behandlung uns

zu. Wer in jenen Stunden dori am Jiheinesitrome verweilte, werden

fie unvergeijen bleiben; wohin man aud) kam und mit wem man sicher weit weniger geistig nahe stehen als diejenigen deutider

prad), ob hoc), ob niedrig, war mit (Genugtuung erfüllt über das Schauspiele.

von gerrn Friedrich Schön in Worms angeregte und von der BürgerDie wenigen Lustipiclc, dic man aufgeführt hat, hat man zudem ichait wie den städtischen chorden cifrigit unteritüble Wert, das ins: noch mertlich verdorben, indem man sie durch eine äußerliche Lolali: gejami (11,000 !it. criorderie, wovon die Bornjer Bevölkerung

allein durch Zeidhmungen 230,000 Mr. auibrachte. Śremde, die cinjt sirung verftachte.

der Eröffnung des vaisreuther Festhauies beigewohnt, jahen hier jene Es fann daher nicht verwundern, daß das Kopenhagener Begeijterung, die Alle crjasst hatte, wiederholi; aber ad), was jo vielPublikum, trok des Rufes, welcher von der „Ehre” cridou, Euder: verheißend begonnen, dyeint traurig im Sande zit verlaufen.' llcber manns Stück im Voraus mit Mißtrauen entgegentrat. Man er:

die innere, zweckentjprediende Einrichtung des Hauses herrjdite nur wartete höchstens ein gutes Volfsstück, und man beram jll seiner

eine Stimme der Zufriedenheit, dod die dekorationsloje, in zwei

Tcile getrennte Bühne konnte in ihrer Küchternheit nur Wenigen Utcberraschung zici Akte cines ausgezeichneten Schauspiclo.

imponiren. Und endlich das undramatische Hans Gerrigjdhe Volkss Dicje beiden Akte zündeten jo start, daß der Abend jid) zu cinem í jdanjpiel „Drei Jahrhunderte am Rhein“, dessen Bycantinismus, Siege gestaltete und sic thaten es durd) ihren eigenen Weri, denn

Chauvinismus und Langeweile den Tag zu einem verlorenen stempelten.

Vielleidyt hätten Beruisidauipieler ein wenig über die wohlheit des die Ausführung hob sie nicht. Dic Darstellung dicicr tte durch

Berkes thuichen tönnen, aber dem unbeholfenen Spiel der etwa das fopenhagener Theater umging dic Wirklich)fcitstreue, die hier 170 mitwirkendenden Bürger und Bürgerinnen, die es allerdings Hermann Sudermann seine dichterijdie Bedeutung verteilt. Van herzlid) gut urcinten, war dies nicht möglich.

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