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für Sitteratur. , to

von

1832 begründet
fserausgegeben von Otto Neumann. Voofer.

Unton

Deutsche Verlags-Gesellschaft Redaktion: Berlin. Charlottenburg II, Garmerstraße 10.

Berlin u. Stuttgart. Joseph Lehmann.

égpedition: Berlin SW., Sriedrichstraße 207. Erscheint įeden Sonnabend. – Preis 4 Mart vierteljährlich. Bestellungen werden von jeder Buchhandlung, jedem Postamt (Nr. 3589 der Postzeitungsliste), sowie vom Verlage des „Magazin“ entgegengenommen. Anzeigen 40 prg. die viergespaltene Nonpareillezeile

< Preis der Einzelnummer: 40 Pfg. Zo

64. Jahrgang.

Berlin, den 16. März 1895.

Mr. 11.

Auszugsweiser Machdruck sämtlicher Artikel, außer den novellistischen und dramatischen, unter genailer Quellenaitgabe gestattet.

Unbefugter Jachbruckt wird auf Grund der Gesetze und Verträge verfolgt.

keit der Rita nicht so ganz gelang, in den späteren Akten Inhalt:

der Sandrock überlegen, schien mir in Berlin Reicher

besser denn Mitterwurzer. Es gibt aber nichts Trüg&itteratur, Biffenschaft und öffentliches Leben. licheres, als schauspielerische Leistungen nach der Erinnerung

vergleichen zu wollen. I. I. David: Geistiges Leben in Wien. Sp. 321.

Im Volkstheater gehts leidlich still zu. Man brachte facinrich Mener: Ein Leben Herders. Sp. 325.

unter anderem Titel ,, Berlin W." von Rarl Qpil; es Eberhard Kraus: Die kleinen Menschlichkeiten des Grafen Tolstoj. hat einen ganz hübschen Erfolg gehabt, ohne freilich Zug

ftück werden zu können. Daran fehlt es dieser sonst glück. Sp. 337.

lichsten Bühne in dieser Saison, ohne daß fie darum fugo Gerlach: Lotenwacht. Sp. 340.

schlecht ginge. Sie liegt räumlich zu günstig dafür und Richard Wrede: Versuchsbühne. Sp. 344.

ist zu bequem für den Besucher, zli behaglich nach ihren Th. Br.: Lichtenbergs ausgewählte Schriften. Sp. 348.

Einrichtungen. Man griff weiterhin nach dem „Kätchen Litterarische Chronit. Sp. 344.

von Heilbronn“, einmal, um den Gründern eine Klassiker

Darstellung bieten zit fönnen, die sich im Jahresberichte Bildende Kunst .

gut aušnimmt, sodann weil Fräulein Retty, mit Recht

ein Liebling des Publifums wie der Direktion, den Sriedrich Suchs: Eine Stunstwoche in Berlin. Sp. 335.

Leuten zeigen wollte, wie gut sie das Rätchen spielen kann. Bitterarische Anzeigen. Sp. 351.

Das hat sie denn auch getan; im übrigen stand die Darstellung nicht unter dem besten Sterne. Die Ausstattung war ohne Stimmung, die Aufführung lärmend; es begaben

sich während des Abends Unfälle und Zufälligkeiten, die Geistiges Leben in Wien.

wiederholt die Stimmung bedrohten, und die Regie, die Von

sonst in der leßten Zeit entschieden besser ward, versagte . . avis.

so ziemlich. Sonst sucht man nach Erfayz für die vielen, die zu Schluß dieser Saison abgehen. Für manchen

wird er nicht leicht zu finden sein; fo für Nhil, der hier X.

täglich beffer ward, für die Hausner, die nun zu Ihnen Die Sandrođ hat ihren Einzug gehalten in die geht und die in einem bestimmten, allerdings ziemlich. Burg. Sie wurde aufgenommen, wie es sich für eine engen Rollenfreise ganz vortrefflich war. Einiges aus Künstlerin ihres Ranges geziemt. Mit ihr kam „Klein der Erbschaft der Sandro& eignet sich die Odilon nach Eyolf." Es ist bezeichnend für die Zeiten und” ihren ihrer klugen Art modelnd zu, fie muß freilich ins Spike Wandel, wie man sich nun bemüht, das dunfele und ! und Helle übertragen, was vordem breit und jūswer war. von Ahnungen und Geheimnissen erfüllte Stück zu be

Genre nach wuchtiger Freskokunst. Hier ist übrigens faum greifen, das in vieler Beziehung. so im Nachlassen der mehr eine wichtigere Neuheit zu erwarten. Gestaltungskraft, im Tasten auf vertrauten Motiven mir Das Raimundtheater gedeiht weiterhin. Ein ganz etwas Seniles hat, das an die Träume eines Greises er: lustiger Schwant von Ludwig Held, dem fritifer deš innert, die am hellen Tage und bei halbwachen Sinnen „Neuen wiener Tagblatts“, macht gute Cassa. Es ist dieser vor seiner Seele schweben. Niemand verhielt sich mehr Schnüffler“ eine ziemlich lojé Äneinanderreihung von direkt ablehnend in der Aritif, bis auf May Kalbeck: i mehr oder minder drolligen Einfällen, locker in der Hand. man suichte nach dem Schlüssel und fand dabei manches lung und ihrer Führung, in einer Art gehalten somit, Glüdliche und Wesentliche für Ibsen. Die Darstellung wie sie vordem überal beliebt war, um durch eine ernstere kämpfte heroisch; freilich schien mir die Sorma, der in Zeit und strengere Kunstbegriffe abgetan zu werden. Von ersten Akt die verhohlene, doch unbändige Leidenschaftlich- den tausend Masten, mit denen der Jüngling Müller

321

**

Guttenbrunn in den Dzean seiner Theater-Leitung stad, wol immer den pensionsfonds ein hübsches Süuiuchen steht freilich nicht einer mehr: die Posse und die Sensationi

, ein, schädigte aber die Spender; denn man erstand um was jeder Renner der Verhältnisse voraus jah, sind sein geringes Geld ein geistreiches Ding, fignirt von irgend rettender Kahn. Eben bereitet er Paul Lindaus „Der einem guten und selbst gefeierten Namen, wußte sich was Andere“, jene gruselige Komödie, von der Sie im Reiche damit zu gute, ind meinte aller Verpflichtungen gegen sicherlich froh sind, nichts mehr wissen zu brauchen, init die Runst damit quitt und ledig zu sein. Nun drängen Karl Wiene vom dresdener Hoftheater in der Rolle des sich die Wiener in die Ausstellung, welche bei fünstlicher Staatsanwaltes vor. Hier, an der Burg, kam Wiene Beleuchtung die Herrlichkeiten des „G'schnas“ bewundern zu gar feiner Geltung; draußen glückte es ihm besser läßt. Das ist hier immer so. Wie genau fich die Künstler und man ist nun ziemlich gespannt, wo an ihm Unrecht selber über den Wert der Kunstliebe unseres publifiims getan ward. Im übrigen - es besteht hier das Ge flar sind, das bewies eine hübsche Flustration: vor dem rücht, als hätte Lindau Pläne auf das Burgtheater. Daß Eingang zur Illf-Ausstellung stoßen sich die Leute, der ihm Meiningen zu klein sei, glaube ich ganz gerne, daß Kaffier ist eingeschlafen und sein Drehfrenz umwebt die er gerne her käme und vom Geschäft etwas versteht, ist so Spinne ... sicher, daß mir noch eines ficherer erscheint: er hat nicht die mindesten Aussichten, eiwas zu erreichen. Es geht Direktor Burchart ganz gut. Seine grimmigsten Feinde Durch den Tod des Erzherzogs Albrecht, dessen haben mit ihm ihren Frieden gemacht, weil sie erkannten, Eigentumsrecht an der „Albertina“ allein ihn in eine daß ihn höhere Mächte beschirmten, gegen die ein An- leise Verbindung mit der Kunst brachte, hat diesmal die fämpfen vergeblich ist. Niemand hat das Recht, ihn, Fastnacht eine jähe linterbrechung und in weiterer Folge der sich schlau und gewant erwiesen, für so töricht zu eine Verlängerung bis weit in die Fasten hineinbekommen. halten, er werde das Feld, das er vollfommen behauptet, So rüstet man nun erst zum „Concordia - Ball“, der räumen, wenn sich ihm nicht ein neues, besseres ind am 12. März stattfindet. Ein eigentümliches Ballfest! seinen Fähigkeiten mehr gemäßes auftut.

Eine Art Heerschau der Presse über die ihr noch ErJauner übernimmt das Karl-Theater. Ich habe dem gebenen. Von den wenigen, die in Wien höhere Ziele Manne zu früh den Nachruf für Wien geschrieben. Von mit stärkerem Rönnen anstreben, sieht man niemanden, es Hamburg enttäuscht, kehrt er zurück und sein Neuauftreten sei denn, er wolle bemerkt werden. Schauspieler und in der Arena begrüßt jenes heftige Getöse, das ihm die Schauspielerinnen meist niederen Ranges ziehen, in stolzem Zeitungen bereitwillig und immer machen. Wir sind be- Selbstgefühl jene, in Prunk und Seideit diese, auf, sie gierig, ob es etwas nußen wird. Ein Heil für Wien wissen, sie werden genannt in sämtlichen Blättern dafür. war der Mann niemals. Er war der schmiegsamste In ihrem Gefolge ist, was immer in ihrem Gefolge zu Diener der Menge; er zog immer nieder, hatte kaum je sein pflegt. Im Vorjahre waren nach langer Untereinen Gedanken. Blajel, den er ausgemietet oder mit dem brechung wieder einmal Vèinister, Mitglieder des neu geangeblich die Eigner des Theaters nicht mehr abschließen bildeten Kabinets der Koalition, erschienen. Das war wollten, weil er diese schmierigste und verrufenste Buide immerhin ein Ereignis. Db sie heuer wiederkommen? ihrer Meinung nach heruntergebracht hätte, joll Aussicht Das ist fraglich. Sie haben andere Sorgen; die Roalition haben, die Mittel ziir Gründung eines neuen Possen wil aus dem Leime gehen, kaum daß man sie mühsam theaters zur Verfügung gestellt zu erhalten. Es gibt genug zusammengebracht, und dem Ministeriun wird feine nämlich in Wien immer noch mehr Leute, die nichts zu lange Lebenszeit mehr zugebilligt. Troßdem dürfte der Ball tun haben, als in irgend einer Großstadt der Welt, diese glänzend verlaufen und ein ansehnliches Erträgnis für machen mit Vorliebe in Theater-Projekten. Es gibt den Pensionsfonds des Vereins ergeben, der, so reich er deren zur Zeit genau ein halbes Dutzend, und eines oder ist, bei großen Verpflichtungen immer noch nicht in der das andere dürfte lebendig werden — vielleicht, damit das

vielleicht, damit das | Lage ist, außerordentlicher Einnahmen entraten zu fönnen. Gebäude über eine Zeit in eine Synagoge verwandelt zu übrigen macht die Wahl eines Präsidenten manche wird, wie man es einmal mit dem Narl-Theater allen | Sorge. Seit dem Tode Josef von Weilens, der underErnstes vorgehabt haben soll.

gessene Verdienste um den Verein sich erwarb, ist es Regirungsrat Winterniß gewesen, der mit Wolwollen und

stil sein Amt übte. Nun ist er der mannigfachen Arbeit Die Künstlergenossenschaft hat ihr alljährliches müde und man ist wirklich in Verlegenheit, wen ihm zum Faschingsfest, das „G'schniasfest“ abgehalten. Es war ein Folger bestellen. Man möchte einen Namen, einen Mann beispielloser Andrang; die Säle, so geräumg sie sind, über von gesellschaftlicher Stellung und weitgreifenden Verfüllt, daß viele in bunten, fantastischen Trachten in frostigen bindungen – Eigenschaften, die nirgends so leicht derStiegenhauje warten mußten, bis spät nach Mitternacht eint gefunden werden. So sucht man. Es werden geein Pläßchen frei wurde, in das sie sich einfeilen konnten. nannt: Baron Berger, seibst Ferdinand von Saar, der Jede Strömung, die für das Ende unseres Jahrhunderts zur Zeit auf dem winterlichen Flachlande Mährens, in bezeichnend ist, ward wißig und mit spißen Einfällen Raik, Anregung findet und im grauen Haar rüstig fortparodirt; in Kostümen ein ziemlicher Aufwand getrieben. arbeitet. Die Jungen wünschten sich Wilhelm Singer, Es ging sehr toll her; ein fast überreicher Regen von dem es in kurzer Zeit gelang, ein vielgelesenes Lofalblatt, Flugschriften ergoß sich über die Besucher und bewies, das „Neue Wiener Tageblatt“, zu einem auch litterarisd) daß unjere Künstler mit der Feder sehr wol umzugehen sehr ernsten Unternehmen zu gestalten. Und so wird verwiffen. Sie unternahmen Streifzüge ins Gebiet der handelt und geworben; die Zerflüftung im Vereine, geLitteratur. So ward vor den zahlreichen Nachahmungen nährt durch den Standpunft, daß jedes im Ausschusse von „Klein Eyolf“ gewarnt – er sei nur echt, wie feine vertreten sein muß und eines mit dem andereni eifert, erCognaf-Marken, mit dem Schildchen: Ibjen vieux. Die ichwert jede Wahi und jede Verständigung. Dekorationen waren wie immer séunstwerfe in ihrer Art, aus dem unmöglichsten Material hergestellt. Daß unsere Künstler übrigens flüger geworden sind, bewies eines:

K sie hatten sichs ausdrücklich verbeten, daß ihre Beiträge, wie in früheren Jahren versteigert würden. Das bradite

*

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Eine neue Biographie*).

gefähr mag die Stimmung der Laien beim Anblick des

vorliegenden Buches sein; wie der Verfasser selbst im AnVon

fange feiner Vorrede jagt: ,,Wenn man zu einem Deutschen Heinrich Hever (Göttingen).

von Lessing spricht, steigt vor seinen Augen eine ganz bestimmte und gleichsam fühlbare Gestalt auf. Wenn man

ihm den Namen Herder nennt, regt sich in seiner Seele Ein neue Biographie! Aber von wem denn? wird

nichts als eine verschwommene Erinnerung. Er schaut der Leser vielleicht etwas verwundert fragen; denn das muß er doch vor allen Dingen wissen. Und vielleicht

uns mit der kleinen Verlegenheit an, die uns befällt, wird es feine Neugier und sein Interesse nicht gerade er: wenn wir uns bewust find: wir müßten davon wissen

und wissen doch nichts.“ höhen, wenn ihn ein Blick auf die Fußnote belehrt, daß es

Andererseits wird der Fachmann dem Buche fauin sich um ein neues Leben Herders handelt. Herder! Das ist einer von den Autoren, mit denen er auf der Schule Herders! Wozu brauchen wir eine neue Herder-Biographie?

eine günstigere Stimmung entgegenbringen. Ein Leben Bekanntschaft gemacht hat, meist um ihn zugleich mit dem Schulstaube von sich abzuschütteln. Er erinnert sich wol Haben wir doch das allgemein als vorzüglich und muster

haft anerkannte und in jedem Sinne erschöpfende Werk noch, daß er in der Eniwicklung des jungen Goethe eine gewisse Rolle gespielt hat, daß er für die Einbürgerung solchen Meisterwerke aufnehmen? Wer fam hoffen, einer

Rud. Hayms! Wer möchte die fonkurrenz mit einem Shakespeares in Deutschland gewirkt hat; er erinnert sich so gründlichen, abschließenden Arbeit Neues und Besseres vielleicht der einen oder andern Tatsache aus seinem Leben,

an die Seite zu leben? Auch ist ja nentes Material des Titels einer feiner Schriften 2c. Er hat vielleicht sogar noch nach seiner Schulzeit gelegentlich in seine fände, an dem Gesamtbilde jedenfalls nichts ändern.

kaum noch zu erwarten, und würde, selbit wenn es sich Stimmen der Völker in Liedern“ hineingesehen, eine ganz hübsche Saminlung, die nebení manichem Veralteten

So werden beide Klassen von Lejern dem Buche leicht

ein gewisses Vorurteil entgegenbringen und in Versuchung viele herrliche Perlen echter Volksdichtung enthält, wenn

jeint, es ungelesen bei Seite zu schiebent. llnd doch würden wir auch seitdem schönere und reichhaltigere Sammlungen erhalten haben,

beide daran sehr Inrecht tun, denn sie könnten gar vieles oder seine Bekanntschaft mit dem Cid

aus dem Buche lernen, mehr als sie nach dem Titel veraufgefrischt, eine in ihrer edlen Einfachheit herz

inuten werden; und auf jeden Fall werden sie, wenn sie erquidende Erzählung voll menschlich schöner Züge und

mur feine und aufmerkjame Lejer sind, nicht ohne reiche schlichter Rebensweisheit, aber doch nicht gerade jehr tief

Belehrung und innigste Befriedigung von ihm Abschied ergreifend und sonderlich aufregend. Wir Modernen find eben an stärfere Nahrung gewöhnt als an diese Milch der Lebensbeschreibung erwartet, die Feststellung der äußern

nehmen. Denn das, was man gewöhnlich von einer frommen Denkart. Was fümmern uns diese alten Schar Daten, der Beziehungen zu andern Menjchen, die Austefen? Was ist is Hefuba? Und denken wir uns selbst malung des historischen, lokalen, sozialen Hintergrundes, einen Leser – und es gibt ja deren – der im Herder und

die Analyse der Werke nach Juhalt und Siil, die Unterseine Zeit beffer Bescheid weiß, der sich willig und gern

suchung der in ihnen verwendeten Materialien an Erlebtem in die großen Zeiten unserer klaffisden Dichtung versenkt,

und Entlehntem, ihrer litterarischen Quellen und Vors welches wird sein Eindruck von Herder sein? Ein

bilder, wie ihrer Bedeutung und Wirkung, – das alles langes Leben, reich an Wechsel der äußeren Situation und an litterarischen Beziehungen, noch reicher an Früchten

ist für Herder freilich schon von Haym in wünschens

werier Vollständigkeit und Genauigkeit geleistet, in alle geistiger Arbeit, an ,, Werken". Da stehen sie wol vor

dem bringt das vorliegende Buch nichts Neues hinzu, ihm unter seinen Bücherschäței, „Johann Gottfried von Herders jämtliche Werke", in der alten ehrwürdigen Cotta

ja das nimmt darin überhaupt nur einen verschwindend geschen Originalausgabe, 60 Vände in drei Abteilungen: zingen Raum ein. Aber ist damit wirklich die eigentliche

Aufgabe gelöst und erschöpft? Ist das Leben eines „Zur Religion und Theologie.“ „Zur Litteratur und Kunst. „Zur Philosophie und Geschichte.". Welch unübersehbare eignisse und Taten? Kennen wir einen Menschen wirf

Menschen nicht mehr als die Summe der einzelnen ErFülle, welch verwirrende Vielseitigkeit! Sollte man glauben, daß es derselbe Mensch ist, der jeßt Anmerfungen lich, wenn wir alle die äußeren Geschehnisse und Be. zu den Litteraturbriefen schreibt,"'dann auf dem Meereziehungen seiner Eristenz wissen? Ilnd verstehen wir ein Entwürfe einer Musterschule und weltreformatorische Punkten Rechenschaft geben können? Dies ist die Rich.

Litteraturwerk recht, wenn wir von den aufgezählten Träune spinnt, dann in der bückeburger Einsamkeit in wunderlich dunkler Profetenrede eine neue Offenbarung tung, in der Kühneinanın einseßt. Nicht unsere Kenntnis

der äußeren Tatsachen zu erweitern, sonderit injer Verfündet, und wiederum in Weimar seine milde, reife Ge

ständnis nach innen zu vertiefen ist sein Bestreben. lind schichtsphilosophie ausbaut und litterarische Schäße aus aúen Zonen und Zeiten zusammenträgt? Und sieht man

hier handelt es sich nicht mehr iim Herder allein; hier

ipird das Problem des Lebens überhaupt aufgeworfen. in eins seiner Werfe hinein, welcher Reichtum an weit

Nicht eine neue Biographie Herders allein, eine riene tragenden Gedanken und Ahnungen, an fruchtbaren A11regungen, aber alles unausgeführt, innerlich und äußerlich Art, Biographie zu schreiben, tritt uns in diesem Buche

entgegen. Das sollte die Ueberschrift andeuten; das ist unfertig, Fragmente in jedem Sinne, überal Anfänge,

auch der Grund, weshalb ich hier von dem Buche rede nirgends Vollendung. Aber die von Herder so verschwen

und es dem weiteren Leserkreije des „Magazins“ warın derisch ausgestreuten Anregungen und Gesichtspunkte sind

empfehlen möchte. inzwischen durch die Wissenschaft acceptirt und ausgeführt; seine Leistungen sind durch neuere Forschungen

Kühnemann selbst formulirt sein Vorhaben im Gegenberichtigt, überholt, antiquirt. Wozu fich also lange bei

saße zu der üblichen Art biographischer Darstellungen ihnen aufhalten? Wozu aus dem alten Schulthaufen folgender Weise (S. 251): „Es gibt ja imzählige Wege das Gold hervorsuchen, wo man es jeßt bequemer 311

(um einen Menschen in seiner Einzelheit zu begreifen).

Nur führen sie vielleicht nicht in das Geheimiste der Seele. gangbaren Münzen ausgeprägt habení fann?' So 11

Wir fönnen z. B. mit dem Stückchen Ueberblick

, das uns

aus mannigfacher Versenkung ward, versuchen ihn ein*) „Herders Leben“, von Eugen Kühnemann. Mit einem Bildnis in Photogravüre. München, c. $. Bedsche Verlagsbuchhand zugliedern in die unzähligen Bewegungen der Vergangenlung. 1895. XIX, 414 S.

heit. Wir weisen möglichit in die Breite und die Všeite

die Beziehungen seiner Schriften zu denen der Vorgänger zu erfassen, als das Leben, das in uns ist, und so muß und zeitgenossen nach. Das Leben ist ja so, daß ebenso | jede Biographie notwendig nach der Person des Biosehr in ihm lebendige Menschheit im unendlichen Stoffe graphen gefärbt sein. diverstäubt, wie in einigen wenigen Echten gesammelt miro. Es ist klar, daß diese Art der Betrachtung für die Wer immer einreiht, zerstäubt wol auch. Man könnte großen Geister, die unsere moderne litteratur und Kultur sich als llebertreibung dieses Mühens denken, daß die begründet haben, für einen Goethe, fant, Schiller, Şerder ganzen Werke endlich sich zerseßen in unübersehliche Rörn nicht genügt; denn nicht in den einzelnen noch so wertchen von Stoffen, die in der ganzen Geschichte mensch- vollen Leistungen, nicht in den einzelnen das menschliche lichen Geistes sich zusammengehäuft*). Wo aber bleibt der Mittelmaß übersteigenden Fähigkeiten liegt ihre Bedeutung, lebendige Mensch? Unser Weg ist dies nicht.

sondern in einer grundverschiedenen Art zu leben überWas ist der lebendige Mensch? In jedem lebenden haupt. Ja, für jedes wahre Leben erweist sich dieses VerMenschen ist ein neues Geseß der Welt. Wir wollen das fahren als uinzureichend, denn dieses besteht ja nicht in Gesetz erfeninen, das in einem Menschen sein Leben leitete. dem bunten Wechsel, dem Zufälligen der äußeren Eristenz, Wir wollen zeigen, wie die Kraft seiner Taten darin allein sondern beginnt erst jenseits desselben in dem, was in sich gründete, daß dies Geseß in ihnen in Erscheinung allen Veränderungen beharrt, dem Gesetz, das die Persöntrat, – wie sein Elend und Fall in nichts anderem be lichkeit konstituirt, das uns ein Recht gibt von einem stand, als daß die Kraft in ihm versagte, dem Gesetz zu Menschen als von einer Einheit zu sprechen, die zu allen genügen, daß fremde Dinge teilnahmen an ihm und ihn Zeiten dieselbe und von allen andern verschieden ist, dem verdrängten von seinem Weg. Was war sein Leben? Prinzip seiner Individualität. In den gewöhnlichen Das heißt: wo lag seines Lebens Gesep? Den ganzen Durchschnittsmenschen wird dies Gefeß wieder und wieder Zusammenhang, wie wir ihn überjehen, ade Erscheinungen, von der Einflüssen der Welt und der Umstände die wir von ihm fennen, seine Einfälle, seine Gedanken, gefreuzt. Wo es aber in einem Menschen so stark ist, jein Benehmen unter den Menichen, seine Liebe, jeine daß es alle äußeren Widerstände und Hemmungen überLebens- und Seelenverhältnisse, alles, wir fassen sie windet, alles Fremde ausstößt oder sich unterwirft, und in Einem Geist, wir suchen in allem nur die Entwicklung so den ganzen Menschen zit seiner reinen Gestalt schafft seines Lebensgeseßes, seiner Persönlichkeit. So suchen wir und nach außen hin in reinen Kulturtaten, in Zeugungen sein Leben zu begreifen.“

ursprünglichen Lebens fruchtbar wird, da reden wir von Nimmt man eine von den Biographien, wie sie heute einem Genie. zutage gewöhnlich geschrieben werden, in die Hand, so In diesem Sinne will fühnemann den Menschen wird man gewiß die aufrichtigste Bewunderung empfinden begreifen. Alles äußere Leben und Schaffen nur Ausvor dem Aufwand von Arbeit und Geist, der darin steckt, gestaltung eines Innern, fließend aus dem geheimsten Ervor dem emsigen Bienenfleiße, mit dem die Urkunden leben der Seele, und das ganze Leben dieser Seele mit und Zeugnisse zusammengetragen sind, vor dem Scharf Notwendigkeit resultirend aus dem Geseß, der ersten Anfinn und" der ilmsicht in ihrer Kritik und Ausdeutung, lage der Persönlichkeit

. Herder selbst schict einem seiner vor der erstaunlichen Belejenheit, die aus den zu den Jugendwerke: ,,lleber Thomas Abbts Schriften," eine Werken beigebrachten Parallelen, Quellen , Vorbildern Einleitung voraus, die von der Kunst redet, „die Seele spricht, vor der Feinheit der Beobachtungen über Stil, des andern abzubilden," und gibt darin bedeutsame AnSprache, Technik ac. Da wird der Lejer über alles orien regungen und Winke über die Aufgaben biographischer tirt, was zum Verständnis des Dichters von Belang er Darsteling. Was er hier verlangt, ist ihm jeßt selbst in scheint, über seine Familie, seine Heimat, die Gegend, in vollstein Maße widerfahren. der er gelebt hat, die Personen, mit denen er irgendwie Man sieht, dies ist eine ganz andere Fassung des in Verfehr gestanden hat, die allgemeinen historischen biographischen Problems, als sie bisher in der LitteraturVorausjeßungen, die Geschichte der von ihm gepflegten geschichte üblich gewesen ist. Daher fann von einer Kons Dichtungsarten, und was weiß ich sonst. Aber, wenn kurrenz mit älteren Arbeiten, etiva dem Werke Hayms, wir alles dies von einem Menscheii wiffesi,. .ist er damit gar feine Rede sein; denn die Ziele, die sich beide steden, wirklich erklärt? Man redet viel von Vererbung, und sind fundamental verschieden. Was Haym geleistet hat, Goethe selbst stellt sich in einem launigen Epigramm als wird hier einfach vorausgesetzt und zur Grundlage eines einen Soinpler angeerbter Eigenschaften dar, - fönnen niesten Unternehmens gemacht, das in dieser Weise noch wir daraus sein Wesen, seine Entwicklung ableiten? Mir nie ernstlid) versucht ist. Hier fann überhaupt gar keine scheint, auf alle jolithe Versuche, den Menschen lediglich Konkurrenz eintreten; denn die hier gestellte Aufgabe ist als ein Produft der Verhältnisse zit begreifen, trifft der ihrer Natur nach unendlich und nur annäherungsweise Ausjpruch des Mephistopheles aufs Haar zu:

zu lösen. Jeder schöpferische Geist, der selbst neue Ge„Wer wil was Lebendigs erkennen und beschreiben, danken, eigenes Leben in sich hegt, wird auch im andern Sucht erst den Geist heraus zu treiben,

neues, ingeahntes entdecken; so wird im unendlichen FortDann hat er die Teile in seiner Hand,

gange der Forschung Zug für Zug zu dem Bilde Herders Fehlt, leider! nur das geistige Band.“

hinzugefügt, ohne daß es jemals abgeschlossen würde. Welchen Eindrud hinterlassen denn die Helden der Bio

Áber hierzu bedarf és mehr als Fleiß. Studium, graphien dieses Schlages? Sie erscheinen meist als treni

Gelehrsamkeit, Scharfsinn, Umsicht. Hierzu bedarf es fleißige, verständige Arbeiter, die aus aller Welt ihr

eines innern Schauens und Erlebens, wie es sonst nur Material zusammentragen, auf ihre besondere Weise ver

dem Künstler verliehen ist. Nur er sieht durch die äußere arbeiten und zu eigenen Werfen der Kunst oder Wissen-Hülle des Menschen hindurch in sein Herz und belauscht schaft ausgestalten, ungefähr wie der Herr Professor die geheimsten Regungen seiner Seele, die leisesten jelbst, der ihre Biographie ichreibt. Was übrigens hier Zudungen seines Gehirns. Und er trägt ja auch das kein Vorwurf sein sol und ja auch ganz natürlich ist; dem höchste, das ursprünglichste Leben in sich. Und freilich, wir haben ja kein anderes Organ, das Leben der andern

nur wer selbst von innen heraus lebt, wer selbst das

Wunder schöpferischen Erlebens in fich erfahren hat, ver*) Dieses Ideal dürfte erreicht sein in dem unvollendeten Buche

mag das wahrhaft Schöpferische und Lebendige im andern von P. Albrecht, „Lessings Plagiate“ (Hamb. u. Leipz. 1890 F.",

zu erfennen. der gelungensten Selbstparodie dieser ganzen Richtung.

Und noch eins müssen wir sagen: diese Art allein

ist zugleich die wahrhaft wissenschaftliche. Allerdings mal meiner Reise im Jahr 1769", ein unvergleid, liches fommt Wissenschaft von Wiffen her, dem Namen wie der document humain, in der Herders Seele in einer intimen Sache nach; aber im Laufe der Entwicklung ist sie zu Nacktheit erscheint, wie jonst nirgends. Natürlich bietet etwas ganz anderem ausgewachsen, diesem jo entgegen- es für Kühnemanns Zweck das reichste Material; und geseßt, wie Sittlichkeit der Sitte. Nicht unzählige Daten will man einen vollen Eindruck von seinem Bliche aus und sog. Tatsachen festzustellen und zu ordnen ist ihre einem einzelnen Kapitel haben, so lese man dieses. Es Aufgabe, sondern die Gefeße der Wirklichkeit zu ermitteln, ist erstaunlich, wie hier mit sicherer Hand aus der Uebers die ganze Masse des Stoffs, die Anschauung und Er. fülle von Befenntnissen, Vorsäßen, Ahnungen, Plänen, fahrung uns darreichen, zu formen zu einem System Entwürfen, Einfällen die Züge herausgefunden und der von Gefeßen. Wir haben gesehen, daß diese Forderung einigt sind, die das Seelenbild Herders fonstituiren. Aus für die Geistesgeschichte hier zum erstenmale gestellt und seiner bisherigen Wirksamkeit erwächst ihm das Bild einer erfüllt wird; erst hierdurch wird die Biographie im vollen Idealschule, die feine Ideen einer naturgemäßen Erziehung Sinne zur Wifenschaft.

verwirklichte. Er beflagt dabei den verkehrten Gang seines eigenen Jugendlebens, der Schmerz hicrüber läßt ihn das

Ideal eines vollen, freien Menschenlebens doppelt starf Dieser besondere Lebenssinn, dies Streben, alles Tun empfinden. „Der Plan seiner Schule ist zugleich die in und Leiden eines Menschen in seine Seele zurückzuverfolgen, das Innerste" seiner Seele dringende Kritik jeines Lebens, aus der uriprünglichen Anlage dieser abzuleiten, als seelisches in dem Entwurf der Erziehung erzieht er sich selbst." Und Erlebnis zu schauen und in seiner Bedeutung für das ge mit schonungsloser Wahrhaftigkeit vollzieht er diese Selbstjamte Seelenleben abzuschäßen, ist es, was dem vorliegen- fritif; die geheimste Schwäche seines Lebens muß ans den Buche sein eigenartiges Gepräge gibt. Schon die Licht; mächtig regt sich der Lebenswille und verlangt Auswahl des Inhalts ist dadurch bedingt: von der Fülle nach reiner Ausgestaltung. Aber es ist bezeichnend, daß der äußeren Ereignisse ist nur das Unentbehrlichste furz die Selbsterziehung fich ihm als eine Erziehung der Welt und knapp mitgeteilt, es würde zusammen faum 3 biš darstellt; denn aus dem Veiter einer Musterschule wird 4 Seiten füllen. Herangezogen sind besonders die Gebiete, I unter der Hand der Reformator Livlands, ja Rußlands, in denen sich das persönliche Leben offenbart: die litte- | der auf diesem ungeheuren noch jungfräulichen Boden eine rarischen Dokumente und die Beziehungen zu anderen eigenartige, wahrhaft nationale Kultur hervorlocken will. Menschen; aus diesen sucht der Verfafier das innere Gesep Es offenbart sich hier Herders eigentlicher Beruf, der des dieses Lebens zu deuten.

Erziehers, der sein Ideal in fremden Menschenleben derIn engen, fümmerlichen Verhältnissen spielt sich förpert vor sich sehen will. Olber sein Geist hat nicht die Herders Jugend ab; unter dem Druck starrer, verknöcherter Kraft, sich ganz in diesen Beruf hineinzuleben, er bleibt Lebensformen fann seine junge Seele nicht voll aufblühen auf halbem Wege stehen, er will aus dem Leben lernen und fich 311 ihrer natürlichen Form aušivachsen. Von und zitirt Schriftsteller, er will lebendige Menschen schaffen außen gehemmt und zurückgestoßen, fann sich die Lebens und entwirft Bücher, die er jchreiben will

. ,,Der Gedarife, fraft nur nach innen entladen, ind hier in dunkeln, der unter freiem Himmel in lebendigen Menschen fein ahnungsreichen Träumen Befriedigung suchen. So zeigt Leben finden soll

, bleibt immer wieder am Sdireibtisch sich bereits an der Schwelle dieselbe Schwäche, die sein hängen und gibt sich zufrieden auf dem Papier.“ ganzes Leben durchzieht, der Riß, die inüberbrückbare Ein gewaltiger Schwung wohnt diesen Gedanken inne, Aluft zwischen dem Neußern und Innern. Die innere in denen der ganze Lebensdrang Herders sich entlädt; die Lebenskraft ist nicht start genug, um die Widerstände der ganze Menschheit ziehen sie allmälig in ihre Kreise, fie umgebenden Welt zu überwinden und das äußere Leben münden in Entwürfen zur Weltgeschichte der Seele. Aber zum reinen Ausdruck des innern zu prägen. So geht da Herders ganzes Denken nicht sein eigentlicher Beruf jedes seinen eigenen Gang; Herder beherrscht und schafft ist, sondern nur „wie ein Seitenweg von dem eigentlichen nicht die Verhältnisse, sonderit sie beherrschen ihn, und er Ziel", wird es den Ansprüchen der Wissenschaft" genügen läßt sich von ihnen tragen und treiben. Über diese können? Der Perfolg des Herderschen Schicfals hat die äußere Stellung, die ohne sein Zutun geworden, in der Frage verneint. Dein ganz vag und allgemein ist das nicht sein eigenes Lebensverlangen Gestalt gewonnen hat, ideal der Menschheit, daš Herder verfündigt; – für den fann darum diesen auch nicht genügen; unter dieser Hülle Erzieher fein Mangel, der es nicht im abstrakten Begriffe glüht im Innern das Ahnen und Sehnen weiter. So, überträgt, sondern in unmittelbarer lebendiger Wirkung als sich die Verhältnisse um ihn bessern, er Ende 1764 von Mensch zu Mensch, aber verderblich für den Denker, als Collaborator an der Domschule nach Riga geht: die dem es nicht in systematisch bestimmenden Leitbegriffent Welt fennt und verehrt in ihm den tüchtigen, erfolgreichen fruchtbar wird. Pädagogen, später den redegewaltigen, hinreißenden Pre So weiß Rühnemann aus diesem Befenntnis die diger, während er in der stillen Studirstube jein erstes ganze Geschichte der Seele Herders abzulesen; sein ganzes Werf, seine Fragmente über die neuere deutsche Litteratur" Schicksal ist in seiner ersten Anlage besiegelt. Das Fol. schreibt. lind dieses Werk, in dem sein Geist zum ersten- gende' ist fast ziur eine Ausführung dieses Programms. mal die Schwingen regte, um sofort einen Platz in der Von dieser Erkenntnis aus erhellt sich das ganze Leben ersten Reihe der gleichzeitigen Autoren zu erfliegen, þerders in seiner Einheit und Notwendigkeit. Wo wir das erschien anonym, aus Rücksicht auf die äußere Stellung vorher nur eine verwirrende Menge von Einzelheiten des Predigers, ja, um die schnell verratene Anonymität zii sahen, offenbart sich jeßt ein großer Plan, der aus einem decken, ließ er sich zu dem iwürdigsten Gaufelspiel hins Grundmotiv organisch und naturgeseßlich resultirt. lind reißen, das ihm endlich den Aufenthalt in Riga gänzlich wie eine gewaltige Tragödie rollt sich nun dies Denkers verleidete. Er findet nicht den Mut, das, was ihm eigent- geschick vor uns ab in vier Akten, die in den vier Büchern licher Lebensinhalt ist, auch nach außen hin offen zu ver des Werkes dargestellt sind. Auf die erste Periode (Königstreten und zu behaupten; der äußere Herder trägt über berg und Riga), in der sich Herders Geist entdeđungsden innern den Sieg davon.

lustig in die Weite der historischen Welt ausdehnte, folgt, Herder geht und findet in der Einsamkeit der See eingeleitet durch die Seereise und den ftraßburger Aufreise Zeit und Stimmung, sich auf sich selbst zu besinnen. enthalt

, die bückeburger Einjamkeit (1771 – 1776), die Die Urkunde dieser Sammlung und Einkehr ist das, Jour. | religiöse Krisis, wo das den Gedanken anhaftende Lebens

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